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Dienstag, 3. Oktober 2023

Planet der Vampire

Horroktober 2023
Planet der Vampire

Story:

Siehe Alien

Meine Meinung:

Planet der Vampire ist, und das ist überraschend, keine Kopie von Ridley Scotts Klassiker Alien. Alien wurde 1979 gedreht und Mario Bavas Film ist schon 1965 entstanden. Da tat ich Mario Bava, dem Vater von Lamberto Bava (Demons, Demons 2), Unrecht. Planet der Vampire ist ein Mix aus Gruselfilm und Sci-Fi und gilt als Klassiker im Schaffen von Mario Bavas (Blutige Seide, Caltiki – The Immortal Monster, Kill Baby Kill) Karriere.

Ich fand Planet der Vampire, obwohl optisch schön und zuweilen stimmungsvoll, sehr lahm und langweilig. Ich dachte es handelt sich um eine dreiste Kopie von Alien. Der Plot ist ja in der Tat relativ ähnlich. Das Ende war zwar originell, gefiel mir aber irgendwie nicht. Das Schauspiel empfand ich teilweise als hölzern und die wenigen Action-Szenen sprich Schlägereien wirkten deplatziert und billig. Da bin ich von Hong Kong und Taiwan-Kino anderes gewohnt…

Obwohl der Film nur knapp 85 Minuten läuft, passiert im Film relativ wenig. Es gibt zwei-drei tolle Effekte und die Sets sind cool. Aber im Grossen und Ganzen passierte mir eben zu wenig. Die Stars sind mir bis auf Ivan Rassimov (Jungle Holocaust, Der Killer von Wien, Eaten Alive), der mir nicht Mal aufgefallen ist, unbekannt. Die Frauen sind immerhin hübsch anzusehen und die futuristischen Outfits geben dem Film die richtige Sci-Fi Würze.

Fazit: Optisch hui, inhaltlich lahm und pfui! Da bleibe ich lieber bei Filmen wie Kill Baby Kill, Blutige Seide und Co.

Infos:

O: Terrore nello spazio

Italien, Spanien 1965

R: Mario Bava

D: Norma Bengell, Evi Marandi, Barry Sullivan, Ángel Aranda, Stelio Candelli, Ivan Rassimov

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die Collectors Edition von Plaion vor = UHD (der Ital. Fassung), Blu-Ray (der Ital. Fassung), Blu-Ray (US-Version), Schuber und Booklet. Die Restauration ist erste Sahne: Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Die deutsche Synchronisation ebenso. Nebst dieser kann der Film auch in Ital./Englisch mit deutschen Subs geschaut werden.

Freitag, 23. Oktober 2020

Jungle Holocaust Review


Horroktober 2020 
(mit Deodato am NIFFF, wo die DVDs signiert wurden)

Jungle Holocaust

Story:

Zwei Amerikaner (Massimo Foschi, Ivan Rassimov) gehen im philippinischen Regenwald verschollen. Sie geraten an einen Kannibalen-Stamm (u.a. Me Me Lai)…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Mondo Cane und Co. sorgte Umberto Lenzi mit Man from Deep River für den Einstieg ins Ital. Kannibalen-Genre, gefolgt von Ruggero Deodatos Jungle Holocaust. Beide sehen sich als Urväter der Ital. Kannibalen-Filmes und beide stahlen Ideen aus Filmen des anderen.

So arbeitete Ruggero Deodato (Der Schlitzer, Body Count) mit dem gleichen Cast wie Umberto Lenzi (Me Me Lai, Ivan Rassimov), wobei letzterer hingegen die letzte Szene mit Me Me Lai aus Jungle Holocaust für seinen Eaten Alive stahl.

Jungle Holocaust ist für sich gesehen ein guter Film, der jedoch, ähnlich wie Eaten Alive, nicht mehr die gleich intensive Wirkung wir früher zu verzichten hat. Der Film ist daher definitiv nicht auf dem Niveau eines Cannibal Holocaust oder Cannibal Ferox, aber für Fans des Ital. Kannibalenfilmes dennoch zu empfehlen.

Der Film geht als Mix aus Abenteuer- und Kannibalenfilm durch und wurde auf den Philippinen und Malaysia gedreht. Laut Darsteller Ivan Rassimov verbrachte die Crew rund einen Monat vor Ort zu teilweise unschönen Bedingungen. Der Film gibt vor, auf wahren Begebenheiten zu beruhen und Deodato gab mehrfach an, mit echten Dschungel-Stämmen zusammen gearbeitet zu haben.

Im Vergleich zu späteren Filmen ist der Film zahmer, im Vergleich zum Vorgänger härter. Es gibt Nackt-Szenen, eine Vergewaltigung, Tier-Snuff und einige derbe Dschungel-Fallen, kannibalistische Riten und ein-zwei blutige Fress-Szenen die u.a. eine echte Schafsleber beinhalten, in welche Massimo Foschi beissen durfte (die sich laut seiner Aussage bereits ungekühlt vier Tage vor Ort befand).

Die Stimmung ist exotisch was dem Setting, dem Drehort und auch der Abwechslung zu verdanken ist (Kannibalen spezifische Themen kommen erst in der 2. Filmhälfte vor). Ivan Rassimov (Der Killer von Wien), Star des Vorgängers, spielt hier lediglich den Co-Star.

Der Haupt-Cast besteht aus  Massimo Foschi (Neun Gäste für den Tod) und der exotischen Schönheit Me Me Lai, welche nebst Jungle Holocaust noch in den Kannibalenfilmen Man from Deep River und Eaten Alive zu sehen war, ehe sie danach praktisch von der Bildfläche verschwand (u.a. sah man sie noch in Lars von Triers Element of Crime oder im Euro-Horror Der Leichengießer).

Fazit: Ein Film, der zur richtigen Zeit entstand und somit gut Kasse machte und als Vorarbeit für das spätere Highlight Cannibal Holocaust anzusehen ist. Wer die Ital. Kannibalenfilme (Cannibal Apocalypse, Emanuelle and the Last Cannibals, Massacre in Dinosaur Valley...) mag, kann bedenkenlos zugreifen...

Infos:

O: Ultimo mondo cannibale

Italien 1977

R: Ruggero Deodato

D: Massimo Foschi, Me Me Lai, Ivan Rassimov

Laufzeit der US-DVD: 88:10 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Shriek Show vor = eine der ersten Vös seiner Art und dementsprechend sieht man der Disc ihr Alter an. Uncut, Englischer Ton, immerhin Widescreen Bildformat und vier interessante Extras: Vorwort von Regisseur Ruggero Deodato, Audiokommentar mit Ruggero Deodato (mit englischen Subs), Interview mit Massimo Foschi und Interview mit Ivan Rassimov. Die US-Blu-Ray dürfte für Fans interessant sein, da eine deutlich bessere Bildqualität habend. In Deutsch gibt es mehrere DVD-Auflagen (84’ Entertainment, X-Rated, NSM, XT Video, X-NK…). Die DVD plus die DVD aus Japan von liegen original signiert vor (Ruggero Deodato 2x am NIFFF getroffen).

Montag, 20. April 2020

Body Count Review



Webmaster mit Ruggero Deodato am NIFFF - wo er auch die DVD signiert hat

Body Count

Story:

Julia und Robert Ritchie (Mimsy Farmer und David Hess) heissen ihren Sohn Ben (Nicola Farron) zu Hause willkommen. Dieser kehrt allerdings mit diversen Freunden zurück, welche vor Ort campen wollen. Das Camp wurde wegen mysteriösen Morden geschlossen. Mit der unfreiwilligen «Neueröffnung» gibt es auch bald wieder die ersten Toten. Der örtliche Sheriff (Ivan Rassimov) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Body Count ist sicher nicht der beste Film von Ruggero Deodato – dazu gehören wohl Cannibal Holocaust, Der Schlitzer, Cut & Run sowie Jungle Holocaust. Dass man nicht mit jedem Film ein Meisterwerk abliefern kann, ist klar. Daneben hat Ruggero Deodato solide Durchschnittswerke im Genre-Sektor gedreht, z.B. The Washing Machine oder den sehenswerten und guten Ausflug ins Poliziotteschi Genre mit Eiskalte Typen auf heißen Öfen.

Body Count ist etwa auf dem The Washing Machine Level. Der Film von 1986 orientiert sich dabei an seinen US-Slasher Kollegen und wirkt sehr amerikanisch. Daher wird in Body Count schlussendlich auch rein gar nichts Neues geboten. Aber als 08/15 Slasher funktioniert der Film stellenweise, so dass man Body Count dem 80er Jahre Slasher-Fan durchaus empfehlen kann.

Nebst nackter Haut, typischen Genre Klischees, Kindheit-Traumata und einer coolen Alptraum-Szene gibt es blutige (in der deutschen Fassung jedoch stark abgedunkelte) Morde mit einem Killer mit cooler Fratze/Maske, einen schicken Soundtrack von Claudio Simonetti und immerhin Auftritten von Italo-Genre Stars wie David Hess (Der Schlitzer, Last House on the Left), Ivan Rassimov (Der Killer von Wien, Eaten Alive, Die Farben der Nacht) und John Steiner (The .44 Specialist, Magnum 45, Das Verfahren ist eingestellt, vergessen Sie’s!).

Fazit: Kein Highlight aber solider, guter Slasher-Duschschnitt!

Infos:

O: Camping del terrore

USA; Italien 1986

R: Ruggero Deodato

D: Mimsy Farmer, David Hess, Nicola Farron, Ivan Rassimov, Cynthia Thompson, Nancy Brilli, Luisa Maneri, John Steiner

Laufzeit der deutschen DVD: 83:17 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 09.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = Uncut, Deutsch/Englisch, keine Subs, von Regisseur Ruggero Deodato originalsigniert (am NIFFF getroffen), leider stark abgedunkelt. Eine Blu-Ray scheint es noch nicht zu geben (Stand: März 2020).

Mittwoch, 31. Juli 2019

Der Killer von Wien Review



Der Killer von Wien

Story:

Wien wird von einem irren Killer heimgesucht, der Frauen via Rasiermesser meuchelt. Die hübsche Julie (Edwige Fenech), die ihren reichen Ehemann mit George (George Hilton) betrügt, wird bald daraufhin erpresst. Als Julies Freundin dem Killer zum Opfer fällt, vermutet Julie hinter der Identität des Killers ihren Ex-Freund (Ivan Rassimov)…

Meine Meinung:

Zu Ehren des vor kurzem verstorbenen George Hilton (Gewalt über der Stadt), der mit echten Namen Jorge Hill Acosta y Lara hiess und aus Uruguay stammt (dies wusste ich bis dato gar nicht), gab es diese Neusichtung zu Sergio Martinos Giallo Der Killer von Wien.

Sergio Martino, der sich in diversen Genres wohl fühlte (Hands of Steel, The Big Alligator River, Mountain of the Cannibal God, Mannaja - A Man Called Blade, Violent Professionals) hat auch einige Giallo gedreht: Suspected Death of a Minor (liegt ungesehen rum), Torso, Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key oder Die Farben der Nacht.

George Hilton spielte gleich in mehreren von Martinos Filmen mit (Der Schwanz des Skorpions, Die Farben der Nacht) und eben im hier besprochenen Der Killer von Wien. George Hilton, der vor allem in Italo Western mitwirkte (z.B. Sartana’s Here…Trade Your Pistol for a Coffin), spielt in Der Killer von Wien an der Seite der hübschen Edwige Fenech (Five Dolls For An August Moon), die ich unzähligen Erotikfilmen, Komödien und Gialli mitspielte und des möglichen Bösewichts Ivan Rassimov (Mondo Cannibale, Spirits of Death, Spasmo, Jungle Holocaust, Eaten Alive).

Alles bekannte Gesichter im Italo. Kino der damaligen Zeit. Der Killer von Wien ist ein sehr unterhaltsamer Giallo geworden. Was den Film von anderen seiner Art abhebt ist die optische Seite und das Talent von Regisseur Sergio Martino in dieser Hinsicht. Die Flashbacks und Traumszenen (z.B.) zwischen Edwige Fenech und Ivan Rassimov und die späteren Rasiermesser-Morde wurden optisch originell und wunderschön gefilmt. Aus einfachen Mitteln viel rausgeholt.

Die Darsteller machen ihre Sache sehr gut (und Edwige Fenech ist zudem ein echter Blickfang, eine wunderschöne Frau) und wer gerne Rätselraten tut (wer ist der Mörder? Was ist das Motiv? Ist Ivan Rassimov wirklich der Killer?) wird mit Der Killer in Wien bestens bedient, auch wenn der Inhalt und die Twists am Ende, zumindest wenn man viel in dem Genre schon gesehen hat, trotzdem irgendwie nicht sehr neu und/oder originell wirken. Dünner Inhalt – heute würde man wohl sagen: Style over Substance.

Fazit: Jedem Sergio Martino und Giallo-Fan uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Lo Strano vizio della Signora Wardh

Italien, Spanien 1971

R: Sergio Martino

D: George Hilton, Edwige Fenech, Conchita Airoldi, Manuel Gil, Carlo Alighiero, Ivan Rassimov

Laufzeit der deutschen DVD: 96:14 Min.

Gesehen am: Dez. 2007 / Review überarbeitet am: 31.07.19

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Koch Media vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Ital. mit deutschen Subs. Die deutsche Sprachfassung ist sehr gut. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray (von filmArt). Nachtrag 12.08.23: Für eine weitere Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von filmArt vor = Uncut, Deutsch/Ital. mit deutschen Subs, Doku mit Interviews (Sergio Martino, Edwige Fenech), hervorragende Bild- und Tonqualität. Die dünne Pappverpackung mag ich jedoch nicht, da fand ich das Artwork von Koch Media besser. Die Blu-Ray bekam ich geschenkt, die DVD habe ich verkauft/entsorgt. 

Freitag, 20. Oktober 2017

Eaten Alive Review

Eaten Alive

Story:

Sheila und Mark (Janet Agren und Robert Kerman) reisen nach Neuguinea um dort Sheilas vermisste Schwester Diana (Paola Senatore) zu finden. Diese hat sich einer Sekte um Herrscher Jonas (Ivan Rassimov) angeschlossen. Deren Sekte (u.a. Me Me Lai) bzw. Standort wird von Kannibalen umzingelt, so dass die Rettung der Schwester erschwert wird…

Meine Meinung:

Umberto Lenzi hat drei Kannibalen Filme gedreht: Man from Deep River (1972), Eaten Alive (1980) und später den in Horror- und Euro Cult Film Kreisen berühmt berüchtigten Cannibal Ferox (1981). Nach Man from Deep River darf sich Umberto Lenzi als Begründer des Ital. Kannibalen-Genres betiteln, denn Man from Deep River war der Anfang einer kurzen Reihe von Ital. Kannibalen Filmen, welche vor allem in Horrorfilmkreisen dank der drastischen Effekten, Mondo Anleihen und echten Tiertötungsszenen auf sich aufmerksam machten (inklusive Zensur, Verbote etc.). Man from Deep River löste diese Welle aus auch wenn Ruggero Deodato dies oft anders sieht und berichtet, sein Jungle Holocaust habe die Welle ausgelöst (in Interviews immer amüsant wie sie sich selbst loben und gegeneinander argumentieren).

Es folgten Titel wie Jungle Holocaust (1977), Mountain of the Cannibal God (1978), Cannibal Holocaust (1980, der beste aller Kannibalen-Filme), Emanuelle and the Last Cannibals (1977), Zombie Holocaust (1980) oder Massacre in Dinosaur Valley (1985). In Eaten Alive macht Lenzi das, was viele Ital. Filmemacher am besten konnten:

Ideen stehlen und gar Szenen aus anderen Filmen verwenden. So finden sich in Eaten Alive u.a. Szenen aus seinem eigenen Man from Deep River, Szenen von Deodatos Jungle Holocaust (weil angeblich der Produzent ein Freund von Lenzi war und dies gestattete) und Szenen von Martinos Mountain of the Cannibal God (gleich mehrere Szenen). Den Soundtrack, der hier phasenweise schon zu hören ist, sollte im späteren Cannibal Ferox vermehrt zu hören sein, die «Sekten Nummer» basiert auf damals aktuellen Themen (Jim Jones und Jonestown-Massaker) und nebst weiteren echten Tiertötungsszenen wurde scheinbar auch Archiv / Dokumentarmaterial (à la Mondo «Dokumentationen») eingefügt (andere Bildqualität, es sind nie Darsteller zu sehen).

Das macht Eaten Alive zu einem trashigen Sehvergnügen, welches man aber grösstenteils heutzutage auch nicht mehr ernst nehmen kann. Natürlich gibt es hier und da einige drastische Szenen zu sehen (Tier-Snuff, Kannibalen Gore, sexuelle Gewalt) aber im Grossen und Ganzen wirkt Eaten Alive heute nicht mehr schockierend. Dafür ist der Film zu trashig und zu «zusammen geklaut». Das wirkt sich leider negativ auf die Glaubwürdigkeit und Atmosphäre des Filmes aus, welche kaum vorhanden ist (daher gefallen mir z.B. Cannibal Holocaust oder Cannibal Ferox auch weitaus besser, die haben viel mehr Stimmung und Atmosphäre).

Langweilig wird es trotzdem selten, es gibt gute Spezialeffekte zu sehen (bei den Gore-Szenen die Menschen betreffen), viel Schmuddel, nackte Haut und unfreiwillige Komik. Robert Kerman, der auch in weiteren Ital. Kannibalen Filmen zu sehen war, war mir sympathisch. Mel Ferrer, der auch schon mit Lenzi zusammengearbeitet hat (Grossangriff der Zombies aka Nightmare City wenn ich mich nicht irre), ist in einer kleinen Rolle zu sehen. In einer Nebenrolle tritt die hübsche Me Me Lai auf, welche zusammen mit Co-Star Ivan Rassimov schon in Man from Deep River zu sehen war (und in der «quasi Fortsetzung Jungle Holocaust). Ivan Rassimov mit seinen markanten Gesichtszügen war eine perfekte Wahl als "Jim Jones" verschnitt Jonas.

Eaten Alive kann man sich als Fan des Ital. Kannibalen Sub-Genres gut ansehen. Er darf sich aber nicht zu den besten Werken zählen und ist sicherlich kein Must See Titel (für Horrorfilmfans).

Infos:

O: Mangiati vivi!

Italien 1980

R: Umberto Lenzi

D: Robert Kerman, Janet Agren, Ivan Rassimov, Paola Senatore, Me Me Lai, Mel Ferrer

Laufzeit der US DVD: 92:21 Min.

Gesehen am bzw. Review überarbeitet am: 20.10.17

Fassungen: Mir lag die US DVD von Shriek Show vor = Booklet mit Infos, exklusive Interviews als Bonus, recht gute Bild- und Tonqualität, Englische Sprachfassung, Uncut. Eine Blu Ray gibt es in Österreich. In den USA wird eine Blu Ray von Severin Films erscheinen (Vö Datum noch nicht bekannt, Stand: Okt. 2017). Mir reicht nach neuster Sichtung nach wie vor die US DVD aus. Ital. Ton gäbe es auf der Ital. und Franz. DVD (keine englischen Untertitel).

Samstag, 5. August 2017

Die Farben der Nacht Review

Die Farben der Nacht

Story:

Jane (Edwige Fenech) hat furchtbare Alpträume und Visionen. Diese handeln vom Tod, Sex und Orgien. Ein Mann (Ivan Rassimov) der sie auf Schritt und Tritt verfolgt und jagt. Jane ist deshalb in Behandlung. Ist sie verrückt? Ist wirklich jemand hinter ihr her? Welche Rolle spielt ihr Ehemann Richard (George Hilton) bei der Sache?

Meine Meinung:

Die Farben der Nacht kann ich jedem Sergio Martino Film nur empfehlen. Der Film ist ein Mix aus Giallo und surrealem Erotikthriller/Paranoia (à la Rosemary's Baby) in dem Traum und Wirklichkeit verschmelzen sind und den Zuschauer so vor Rätsel stellen.

Die Szenen und Visionen verschmelzen und enden teilweise in minutenlangen, satanischen Ritualen und Orgien. Optisch sind diese Szenen eine Wucht und ein Genuss. Die Szenen wirken traumhaft und fantasievoll. Schon fast hypnotisierend.

Der Plot ist dabei dann trotzdem nicht sehr originell, weil man solche Geschichten schon zu oft gesehen hat (ist sie verrückt? Oder wird sie von einer Sekte gejagt? Hilft das Umfeld mit, ihr den Streich zu spielen?).

Daher wirkt das Ganze nicht sonderlich originell oder spannend, aber qualitativ stellt Sergio Martinos Beitrag sicher einen der besten Filme dar, welche in diese Filmschablonen passen.

Zur Optik sei alles gesagt - Edwige Fenech ist heiss anzusehen, Ivan Rassimov spielt einen diabolischen Bösewicht und auch die anderen wichtigen Figuren (Ehemann, Psychiater etc.) sind glaubhaft in ihren Rollen.

Wer das Ital. Kino aus dieser Zeit mag, kommt um Die Farben der Nacht nicht herum.

Infos:

O: Tutti i colori del buio

Italien, Spanien 1972

R: Sergio Martino

D: George Hilton, Edwige Fenech, Ivan Rassimov, Maria Cumani Quasimodo

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 94:56 Min.

Gesehen am: 20.07.16

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray von X-Rated vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit deutschen UT vorhanden, Extras (Booklet, Audiokommentar, Interview). Die deutsche Synchronisation ist nicht zu empfehlen. Nach ca. 15 Min. musste ich auf O-Ton wechseln. Es handelt sich um die Marketing Synchro d.h. keine alte Synchro und besonders die Stimme der weiblichen Hauptrolle ist sehr schlecht.