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Donnerstag, 27. Januar 2022

Hanzo the Razor 3: Who's Got the Gold? Review

Japanuary 2022

Hanzo the Razor 3: Who's Got the Gold?

Story:

Samurai Cop Hanzo Itami (Shintaro Katsu) wird von seinen zwei Sidekicks informiert, dass diese einen weiblichen «Geist» gesehen haben wollen. Hanzo nimmt sich diesem an bis sie auspackt - bis sie schliesslich von unbekannten Gegnern zum Schweigen gebracht wird. Hanzo findet aber genug heraus, um den Fall aufklären zu wollen. Und dafür sind ihm jede Mittel recht…

Meine Meinung:

Der dritte und leider letzte Teil der Hanzo the Razor Reihe mit Shintaro Katsu (Saga of the Phoenix) kann qualitativ nicht mehr an die Vorgänger heranreichen. Ob das Budget gekürzt wurde? Die zwei grössten Änderungen sind folgende: 1. Es gibt weniger Actionszenen. 2. Der Blutgehalt wurde stark minimiert. Daher sollte man mit etwas weniger hohen Erwartungen an den Abschluss der Reihe gehen, damit man nicht enttäuscht wird.

Hanzo the Razor 3: Who's Got the Gold? ist lustiger als die Vorgänger und mehr oder weniger eine Art Krimi mit vereinzelt wenigen Action- und Exploitation-Szenen. Der Humor kommt sowohl von Hanzo selbst wie auch seinen Sidekicks, die aus den Vorgängern zurückkehren oder den Dialogen zwischen Hanzo und seinem Boss Snake. Vor allem die Dialoge um die Strafe (Harakiri) brachte mich sehr zum Schmunzeln, da starkes Schauspiel von Shintaro Katsu. Er spielt alle an die Wand.

Der Plot ist, oft wie im Krimi, spannend, da es um die Motive, Täterschaft und deren Verbindungen zueinander geht. Und Hanzo ist dabei, dies zu eruieren. Daher ist eine grundsolide Spannung gegeben. Mehr Action wäre zwar wünschenswert gewesen, aber man kann nicht alles haben. Zwar gibt es im Finale etwas Action, doch diese ist a) enttäuschend (Kanone) oder b) ultraschnell vorbei (das Mini Duell zwischen Hanzo und dem Bodyguard).

Aber Shintaro Katsu, die amüsanten Wortgefechte/Dialoge und der Plot alleine reichen dennoch aus, um den Film zu einem guten Abschluss zu bringen (mit angepassten Erwartungen versteht sich).

Fazit: Für Fans der Vorgänger zu empfehlen!

Infos:

O: Goyôkiba: Oni no Hanzô yawahada koban

Japan 1974

R: Yoshio Inoue

D: Shintaro Katsu, Kô Nishimura, Mako Midori, Mikio Narita, Asao Koike, Etsushi Takahashi, Daigo Kusano, Keizô Kanie

Laufzeit der US-DVD: 83:43 Min.

Gesehen am: April 2007 / Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Teil eins!

Dienstag, 2. Februar 2021

Hanzo the Razor: The Snare Review

Japanuary 2021

Hanzo the Razor: The Snare

Story:

 

Hanzo (Shintarô Katsu) und seine zwei Handlanger stossen auf eine halbnackte Frauenleiche. Schnell führt sie diese zu einem Ort, an welchem illegale Abtreibungen vorgenommen werden. Hanzo recherchiert und kommt politisch ranghohen Männern auf die Spur, die alle Dreck am Stecken haben. Trotz Warnungen und Killern, die auf Hanzo gehetzt werden, hält er an seinem Vorhaben fest, die Hintermänner, egal wie mächtig sie auch sein mögen, zu schnappen…

 

Meine Meinung:

 

Die Fortsetzung zu Hanzo the Razor: The Sword of Justice ist sogar noch besser geworden. Gründe: Hanzo the Razor: The Snare ist actionreicher, aufwändiger, blutiger, bietet mehr Sleaze und die perfekte Mischung aus traditioneller Samurai-Story, Krimi-Story, Sleaze, schwarzem Humor und Exploitation.

 

Der Film ist Teil eins in allen Belangen überlegen! Dem Treiben von Hanzo, grandios verkörpert von Zatoichi-Star Shintarô Katsu, zuzusehen, macht einfach nur Spass! Wer Teil eins bereits mochte, wird die Fortsetzung lieben und schnell ins Herz schliessen. Der Film hat diverse Nebenplots: Aufklärung in einem Todesfall, das zu Fallbringen eines hohen Tieres (Rang, Politiker), das Fangen eines berühmten Diebes und das Duell mit einem Ronin – das alles bietet Hanzo the Razor: The Snare in seinen knapp 90 Minuten Laufzeit. 

 

Es gibt viel nacktes Fleisch, Sleaze und Szenen, die teilweise sogar an die berühmt-berüchtigten Tokugawa Filme erinnern inklusive vielen blutigen Samurai-Kampfszenen à la Lone Wolf and Cub. Der Film wird von allen Beteiligten stark gespielt und der schwarze, tief böse Humor, der immer wieder durchbricht, gibt dem Film das gewisse Etwas, was die Reihe so unterhaltsam und von anderen Film-Reihen dieser Art abhebt (immerhin haben wir es noch immer mit einer Manga-Verfilmung zu tun, was man, speziell in diesem Teil der Reihe, auch deutlich sieht).

 

Fazit: Jedem Samurai- und Exploitation-Fan zu empfehlen! Solche Kracher werden heute leider nicht mehr produziert = früher war alles besser!

 

Gefolgt von: Hanzo the Razor: Who's Got the Gold?

 

Infos:

 

O: Goyôkiba: Kamisori Hanzô jigoku zeme

 

Japan 1973

 

R: Yasuzô Masumura

 

D: Shintarô Katsu, Keiko Aikawa, Kazuko Ineno, Keizô Kanie, Shin Kishida

 

Laufzeit der US-DVD: 88:48 Min.

 

Gesehen am: April 2007 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Siehe Teil eins!

Freitag, 31. Januar 2020

Hanzo the Razor: The Sword of Justice Review

 Japanuary 2020
Hanzo the Razor: The Sword of Justice

Story:

Samurai Cop Hanzo «The Razor» Itami (Shintarô Katsu) ist nicht bestechlich und sagt der Korruption, auch in den eigenen Reihen, den Kampf an. Er nimmt auch gegenüber höheren Offizieren oder seinem Chef kein Blatt vor den Mund. Als er erfährt, dass Killer Kanbei scheinbar wieder auf freiem Fuss ist, beginnt er zu ermitteln. Seine Infos lassen vermuten, dass es ein Komplett bis in die höchsten politischen Stellen gibt. Hanzo nimmt sich den Verdächtigen an, mit ganz eigenwilligen, sexuell orientieren Verhörmethoden …

Meine Meinung:

Erster Teil der dreiteiligen Manga-Verfilmung (Manga stammt von Kazuo Koike und Kokorozashi Kanda) mit einem grossartigen Shintarô Katsu in der Hauptrolle, der den Film auch produzierte. Shintarô Katsu, den Fans aus der langlebigen Zatoichi Reihe kennen dürften (dort spielte er den blinden Samurai), macht einen absolut fantastischen Job.

Zwar ist der Film im Vergleich zu anderen Reihen (z.B. Okami – Das Schwert der Rache) ruhiger, harmloser und bietet weniger Action, nichtsdestotrotz kann die Manga-Verfilmung überzeugen – nebst starkem Shintarô Katsu (übrigens der Bruder von Tomisaburô Wakayama – dem Star der Okami Reihe) gefällt vor allem die Grundidee mit einigen sehenswerten, fantasievollen Verhörmethoden und die spannende und fesselnde Story.

Der Film ist relativ ruhig und sehr dialoglastig. Man muss aufpassen und bei der Sache sein, um der Story folgen zu können. Diese ist spannend und dem Treiben von Shintarô Katsu zuzusehen, macht einfach Spass. Der Soundtrack ist cool und fetzig – typische 70er Jahre Exploitation Klänge aus Japan. Der Film ist, wenig überraschend, wunderschön gefilmt und wartet mit schönen Kameraeinstellungen auf.

Es gibt nur vereinzelt und wenig Actionszenen zu sehen. Was blutige Effekte angehen, gibt es nur sporadisch zwei-drei Szenen im ganzen Film. Dem sollte man nicht bewusst sein, nicht um mit falschen Erwartungen in den Film zu starten – der Blutgehalt von The Street Fighter, Okami – Das Schwert der Rache und Co. wird definitiv nicht erreicht – dafür gibt es sexuelle Exploitation-Szenen zu sehen, die teilweise ihresgleichen suchen ("Penis klopfen").

Fazit: Wer die 70er Jahre Filme aus Japan mag (Samurai-Story, bisschen Exploitation, klassisches Setting), sollte sich diese Manga-Verfilmung nicht entgehen lassen!

Gefolgt von: Razor 2: The Snare

Infos:

O: Goyôkiba

Japan 1972

R: Kenji Misumi

D: Shintarô Katsu, Yukiji Asaoka, Mari Atsumi, Kô Nishimura, Kamatari Fujiwara

Laufzeit der US-DVD: 89:28 Min.

Gesehen am: März 2007 / Review überarbeitet am: Jan. 2020

Fassungen: Mir liegt die US-DVD HVE vor = 3er Box mit allen drei Teilen, Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bildqualität. Ein Blu-Ray scheint es bisher nicht zu geben (Stand: Jan. 2020). In D Uncut auf DVD von rem erschienen (O-Ton und deutsche Subs).