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Mittwoch, 25. März 2026

The Brave Lion

The Brave Lion

Story:

China während der jap. Besetzung im 2. Weltkrieg: zwei Japaner (Wang Fei, Cheng Fu-Hung) werden von der Exekution verschont und da sie Chinesisch sprechen, in ein chinesisches Lager geschickt, wo sie die chinesischen Arbeiter überwachen sollen. Sie gehen mit viel Härte gegen die Arbeiter vor. Das lassen sich die Arbeiter (Tsai Hung, Barry Chan) nicht gefallen. Als es unter den Arbeitern zu Toten kommt, ist die Zeit der Rache gekommen…

Meine Meinung:

Bei The Brave Lion handelt es sich um einen klassischen Mitte der 70er Jahre Low-Budget Basher aus HK, der in Taiwan gedreht wurde. Der Film von Wu Fei-Chien (Shadow Fist Hunter) spielt dabei praktisch nur in der Natur, was sehenswerte und abwechslungsreiche Settings zur Folge hat. Zudem gibt es viele Arbeitsplätze- und Geräte à la The Big Boss, die vor allem im Finale als Waffen zweckentfremdend werden. Das gefiel.

Auch der Verzicht auf Humor und die hohe Anzahl von Kampfszenen gefiel. Der Plot ist dünn und simpel. Ich hatte an den Helden mehr Freude als an den Bösewichten. Die Helden werden von den zwei einzigen bekannten Namen, welche ich aus der Produktion kenne, gespielt. Von Barry Chan (Game of Killers, The Deadly Sword, The Swift Shaolin Boxer) sowie Tsai Hung (The Wandering Monk, The Death Player, 8 Strikes of Wild Cat). Tsai Hung sehe ich übrigens auch als Bösewicht gerne, wenn nicht sogar lieber als Bösewicht. Aber er machte auch als Held eine gute Figur.

Die Bösewichte werden von Wang Fei (The Demons in the Flame Mountain, A Girl Called Tigress, Snake Woman's Marriage) und Cheng Fu-Hung (Empress Dowager's Agate Vase, The Rangers, Imperial Tomb Raiders) verkörpert. Diese waren solide, aber mehr auch nicht. Diesmal sind es die Helden, die mir charismatischer waren. Der Plot ist, wie bereits erwähnt, dünn. Böse Japaner, Besatzung während des 2. Weltkrieges. Jedoch ist der Plot dann mehr à la The Big Boss. Teilweise erahnt der Zuschauer nicht Mal mehr, dass die Bösewichte Japaner sind. Die besten Action-Szenen hat der Film in den letzten 40 Minuten.

Fazit: Soldier Basher, der in Mandarin sicher noch mehr überzeugt hätte als in dem Englischen Dub, der wenig geniessbar war.

Infos:

O: Meng Shi

HK 1974

R: Wu Fei-Chien

D: Tsai Hung, Barry Chan, Wang Fei, Cheng Fu-Hung, Wu Fei-Jie, Yu Heng

Laufzeit der südkoreanischen VHS inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung während dem Film: 79:55 Min.

Gesehen am: 25.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Hwa Video Production vor = leider statt O-Ton Mandarin nur Englisch Dubbed (furchtbare Synchro) mit koreanischen Subs. Vorspann in Widescreen (4:3), danach Wechsel in Vollbild (Originalbildformat wäre 2,35:1). Dreimal wird eingeblendet, dass der Verkauf nur für Südkorea gilt und der Export der Fassung nicht erlaubt sei. Es wurde das Ocean Shores Master verwendet. Ggf. leicht in Nacktszenen zensiert (in einem Review las ich von einem nackten Männerarsch = ein solcher ist in meiner Fassung nicht zu sehen). Gibt es auch als US-DVD. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: März 2026). In Deutschland lief der Film als Kung-Fu Fighters - Von stählernen Fäusten zerfetzt zumindest (zensiert) im Kino. Es scheint jedoch keine deutsche VHS zu geben (Stand: März 2026).

Mittwoch, 31. Dezember 2025

36 Super Kids Review

36 Super Kids

Story:

Zwei Erwachsene (Stanley Hsiang Yun-Peng und Sonny Yue) sind im Shaolin Temple für 36 Kinder zuständig und trainieren diese in der Kunst des Kung Fu. Der Shaolin Temple ist einigen Bösewichten (Chu Ben-Ke, Choi Sui-Tak, Ma Chang) ein Dorn im Auge. Am Ende versuchen die Bösewichte, den Tempel einzunehmen. Doch die Kinder und ihre Meister sagen den Bösewichten den Kampf an…

Meine Meinung:

36 Super Kids wurde zu Ehren von Sonny Yue gesehen. Laut Kung Fu Film und Eastern Experte Toby Russell ist Sonny Yue am 30.12 verstorben. Sonny Yue hat zwar nur in vier Filmen mitgewirkt, davon waren aber mind. zwei echte Kracher und absolute Must See Titel (= The Shanghai 13 und Raiders of the Shaolin Temple). Duel of the Masters war schwächer, trotz wunderschönem Artwork der japanischen VHS. Da ich diese drei Filme mit Sonny Yue schon auf meinem Blog besprochen habe, kam es heute zur Erstsichtung von 36 Super Kids.

Es handelt sich um eine First Films Produktion (Ma Su Chen, The Dumb Ox, Shaolin Death Squads). Für einen Film mit Kindern ist der sehr erträglich und kaum nervend. Regie führte Sun Jung-Fa, der (laut Datenbanken) nur ganz wenige Filme realisiert hat. Warum der Film, trotz Klamauk und Kindern erträglicher ist als in anderen Filmen dieser Art? Wegen den Shaolin Kloster Setting. Die Kinder, dessen Namen mir nicht bekannt sind, sind wahrscheinlich echte Shaolin Schüler. Das sieht man ihren akrobatischen Künsten an. Daher gab es trotz Klamauk genug Spektakel zu sehen, was den Film aufgewertet hat.

Der Plot hingegen ist dünn. Zu 70-80% geht es um das Training der Kinder in Shaolin Tempel. Die lustigen Szenen kennt der Fan aus anderen Filmen dieser Art und beinhaltet auch ein Mädchen oder der Verzehr von Fleisch (erinnert etwas an The Shaolin Temple, wenn Jet Li Hundefleisch verzehrt). Der Rest des Plots besteht darin, dass Bösewichte, die aus einem Comic entsprungen sein könnten (Kleidung, Waffen, Overacting), den Shaolin Tempel einnehmen und/oder zerstören wollen. Da kann ich, da keine englischen Untertitel, nur mutmassen. Und die Kinder und zwei Erwachsenen sagen diesen am Ende den Kampf an.

Die zwei Erwachsenen Kämpfer werden von Stanley Hsiang Yun-Peng und Sonny Yue gespielt. Stanley Hsiang Yun-Peng (Calamity of Snakes, Haunted House Elf, The Challenge of the Lady Ninja) scheint der offizielle Meister zu sein. Er liefert sich im Finale einige tolle Kämpfe gegen die Bösewichte. Sonny Yue, der nur im Finale spricht, ist mehr «das Mädchen für alles». So hat er auch keine Glatze wie die Shaolin Schüler oder Meister, sondern zeigt seine Haarpracht und ist auch Mal in der Küche beim Zubereiten von Speisen zu sehen. Zwischendurch trainiert er die Kids aber auch und er scheint der strengere Meister zu sein. Im Finale ist es dann er, der zusammen mit den Kindern die Bösewichte besiegt. Er trägt fast die gleiche Kleidung wie in Raiders of the Shaolin Temple. Nebst Humor gibt es doch auch einige überraschende Härten (schade, dass das Mädchen z.B. stirbt) im Film zu sehen und im Finale wird der Trash-Sektor erhöht, wenn der Bösewicht in einer gigantischen Dreidel angreift.

Fazit: Solide. Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Shao Lin san shi liu ban deng

Taiwan 1982/1983 (je nach Quelle)

R: Sun Jung-Fa

D: Stanley Hsiang Yun-Peng, Sonny Yue, Chu Ben-Ke, Choi Sui-Tak, Ma Chang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 95:02 Min.

Gesehen am: 31.12.25

Fassungen: Gesehen als Vollbild-VHS aus Südkorea von Sam Hwa = Sah Uncut aus, O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs. Andere Fassungen (VHS aus der Türkei oder die US-DVD) sind auch nur in Vollbild. Letztere nur Englisch Dubbed. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Dez. 2025). Es gibt noch eine jap. VHS. Da wäre es spannend zu wissen, ob diese in Mandarin und Widescreen wäre.

Dienstag, 23. September 2025

The 36 Crazy Fist Review

 


The 36 Crazy Fist

Story:

Der Vater von Wong Tai Kwong (Tony Leung Siu-Hung) und Wong Wai Chi (Michelle Yim) wird ermordet. Wong Tai Kwong schwört Rache. Durch die Mithilfe von diversen Personen (Ku Feng, Paul Chun, Chiang Cheng, Lau Kar-Yung) lernt er Kung Fu, um am Ende gegen die Bösewichte (Yen Shi-Kwan, Chan Lau) bestehen zu können…

Meine Meinung:

Nach den Jackie Chan Erfolgsfilmen Die Schlange im Schatten des Adlers sowie Drunken Master realisierte Chen Chi-Hwa (Imperial Sword, The Ape Girl, Retreat of the Godfather) diesen Drunken Master Klon mit dem Titel The 36 Crazy Fist (je nach Fassung auch als The 36 Crazy Fists bekannt). In vielen Orten wurde der Film als Jackie Chan Film beworben und verkauft. Das betrifft Alternativtitel (Jackie and the 36 Crazy Fists), Bilder auf dem Cover oder Fassungen, wo sogar Behind the Scenes Ausschnitte mit Jackie Chan vor den eigentlichen Film geschnitten wurden.

Jackie Chan (Snake and Crane Arts of Shaolin, City Hunter, Hand of Death) spielt im Film nicht mit. Er wurde jedoch als Martial Arts Director an Bord geholt. Sämtliche Kampfszenen sind von ihm choreographiert und dies sieht man den Trainings- und Kampfszenen auch positiv an. Da haben Jackie Chan und der Cast ganze Arbeit geleistet. Zu den Highlights sind die Kampfdemonstrationen zu Beginn während des Vorspanns (natürlich vor rotem Hintergrund), die zwei Kampfszenen mit Fung Hak-On (The Prodigal Boxer, The Protector) sowie das spektakuläre Finale.

Yen Shi-Kwan (The Killer in White, Dragon Fist), der mir unbekannt ist, spielt den Hauptbösewicht, der praktisch fast nur für den Finalkampf auftaucht, sehr gut. Der Held des Filmes, gespielt von Tony Leung Siu-Hung (Five Superfighters), gibt einen guten Jackie Chan Klon ab. Lau Kar-Yung (The Black Wall) hingegen hat nur eine kleine Rolle. Grosse Nebenrollen haben Paul Chun (The Man from Vietnam, Wild Search) sowie Shaw Brothers Legende Ku Feng (Shaolin Intruders, Summons to Death). Letzteren sah ich, glaube ich, noch nie in einer solchen «cartoonhaften» Rolle. Ein Moment beinhaltet auch nackte Tatsachen. Aussergewöhnlich, für diese Art Film.

Fazit: Für Fans von Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen!

Infos:

HK 1979

O: San Shi Liu Mi Xing Quan

R: Chen Chi-Hwa

D: Tony Leung Siu-Hung, Michelle Yim, Ku Feng, Paul Chun, Chiang Cheng, Lau Kar-Yung, Yen Shi-Kwan, Chan Lau, Fung Hak-On

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:06 Min. (inklusive einer kurzen Werbung während dem Film)

Gesehen am: 28.06.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Hwa Video Production vor = O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen, solide Bild- und Tonqualität, nicht ganz Uncut (die Szene mit den Brüsten wurde leicht entschärft, aber nicht komplett). Die englischen Subs sind gut zu lesen und werden nicht durch koreanische Subs überdeckt. Erst nach der Sichtung sah ich, dass ich davon noch eine US-Blu-Ray habe. Von Gold Ninja Video in deren Jackiesploitation - A Treasury of Jackie Chan Inspired Rip-Offs and Copy Cats Collection. Der Film liegt dort Uncut, mit Behind the Scenes im Film integriert (Jackie Chan zeigt, wie sie kämpfen sollen) und als 35mm Print vor. Leider nur Englisch Dubbed. Der Dub soll gemäss mehreren Reviews grauenhaft schlecht sein. Die Fassung werde ich nie schauen. Die Blu-Ray wurde von Angela Mao signiert, da sich auch ein Angela Mao Film in der Collection befindet. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Montag, 6. März 2023

The Night of Burning Flesh Review


 
The Night of Burning Flesh 

Story:

 

Ein Fotograph hat seltsame Visionen und Alpträume. In denen erscheint eine hübsche Frau mit Schirm, und beginnt ihn zu verführen. Doch auch schreckliche Bilder und Visionen, die ein Messer beinhalten, quälen den Fotographen. Was hat das zu bedeuten? Seiner Frau und seinem Kind macht er Angst. Berechtigt?

 

Meine Meinung:

 

Aka The Night of Burning Bone and Flesh und A Night of Burning Bone and Skin. The Night of Burning Flesh ist ein Mitte der 80er Jahre Mix aus Erotikfilm und Grusel/Horror. Der Film nimmt sich zu Beginn Zeit und kann als relativ lahm und unspektakulär betitelt werden, was die ersten 58 Minuten angehen. Dies ist aber auch der Sprachbarriere geschuldet, da die Fassung nur in Koranisch vorliegt (ohne Untertitel). So sind Dialoge, der Austausch und mögliche Motive unklar und können nur erahnt werden.

 

Die wenigen Horror-Highlights in der ersten Stunde beinhalten Knochen und eine Tier-Sezierung (Hase). Der Protagonist hofft mit dem Tier-Opfer, den Geist zu besänftigen. Der Protagonist wird scheinbar von seiner toten Ehefrau (?) besucht. Rückblenden lassen nicht ganz zu, ob sie durch seine Hand starb und es sich um eine Rache-Aktion handelt oder nicht. Ggf. Rape & Revenge und Rache-Motiv. Am Ende sieht es so aus, als ob er getötet wird und im Himmel (?) auf seine Frau trifft. Zwischendurch lässt er sich von einem Arzt untersuchen, ehe er sich an einen Priester wendet. 1-2 andere Personen kommen auch noch vor.

 

Meistens erscheint der weibliche Geist in stimmungsvoller Musik und mit einem Sonnenschirm. Dies ist das Markenzeiche der weiblichen Figur. Der Sonnenschirm scheint sie zu schützen. Es handelt sich um einen Erotik-Gruselfilm. Es gibt viel knisternde Stimmung, sexy Szenen und auch nackte Haut. Interessant ist, dass die Fassung, welche ich sah, wie bei den Japanern zensiert war (= Fogging-Zensur). Jedoch wurde des in Szene, wo Brüste zu sehen wäre, angewandt. Dennoch sind im späteren Verlauf des Filmes auch unzensierte Brüste zu sehen, daher versteht ich den Sinn der willkürlich eingesetzten südkoreanischen Zensur nicht. Ich erlebte diese Art von Zensur in Südkorea schon bei blutigen Shoot-Outs (Maid's Room).

 

Technisch ist der Film von Jo Myeong-hwa, der einen interessanten Film in seiner Filmkarriere drehte (mit Gummimonster und Roboter à la Power Rangers = Transformation Warrior Transtoddy, Südkorea 1991) gut gemacht: stimmungsvoll, knisternd, erotisch. Und: ab der 58. Minute bis zum Ende dann auch actionreicher und das Ende gefiel mir auch. Von echtem Horror darf aber selbstverständlich nie die Rede sein. Ich fühlte mich mehr an Mario Bava oder Dario Argento erinnert (Optik, Flashbacks mit dem Messer, Frau sticht am Ende Mann ab etc.). Die mir unbekannten Darsteller haben ihre Sache auch solide gemacht. Die Musik hat gefallen. Ich denke, mit verständlichen Subs, restauriert und im Originalbildformat wäre der Film eine ganze Nummer sehenswerter und intensiver! Nur leider dürfte es ein Wunschtraum bleiben, dass der Film je in dieser Form veröffentlicht wird…

 

Fazit: In der Form kein Kracher und nur dank dem Finale sehenswert. Die erste Stunde ist relativ unspektakulär, lahm und repetitiv. Wer das seltene Kino aus Südkorea, abseits des heutigen Mainstream-Programmes interessant findet, sollte sich den Film notieren! Ich werde mir immerhin als Link zu The Night of Burning Flesh Transformation Warrior Transtoddy (aka Transforming Warrior Trans Toady) auf die Wunschliste packen!

 

Infos:

 

O: Byeowa sali taneun bam

 

Südkorea 1985

 

R: Jo Myeong-hwa

 

D: Han Ji-hye, Ma Geon-su, Lee Jeong-ae

 

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 88:01 Min. (inklusive einer kurzer Werbeunterbrechung)

 

Gesehen am: 07.01.23

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Hwa Video Production vor = O-Ton Koreanisch, keine Subs, Vollbild, solide Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht. Einige der Sex-Szenen haben Fogging Zensur (Brüste), in anderen Nackt-Szenen sind Brüste jedoch zu sehen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2023).

Samstag, 11. Mai 2019

The Secret Mirror from the Hell Review



The Secret Mirror from the Hell

Story:

Nach einer Familientragödie landet Ching Li in der Hölle. Um ihre Familie zu retten, muss sie sich durch die diversen Höllen quälen. Ein magischer Spiegel in der Hölle gibt Auskunft, ob ihr mehr Folter bevorsteht oder nicht…

Meine Meinung (basiert auf einer zensierten Fassung):

Auf diesen Anfang 80er Horrorfilm aus Taiwan war ich sehr gespannt, da sehr selten. Ich hörte nie zuvor von diesem Film, gerade aus Taiwan und dieser Zeit gäbe es sicherlich noch viel zu entdecken, da viele Filme weder auf DVD/Blu-Ray/VCD noch LD erschienen sind. Und VHS aus Taiwan zu finden, ist heute nahezu unmöglich! The Secret Mirror from the Hell, der in der HK Film Datenbank unter dem Titel 十殿閻羅, Shi Dian Yan Luo und Ten Courts of Hades zu finden ist (On-Screen Titel im Filmprint ist aber The Secret Mirror from the Hell), ist in anderen Online-Datenbanken (z.B. der ofdb) gar nicht zu finden.

Daher war ich sehr gespannt auf diesen Film, von dem ich werde ein Review noch eine Inhaltsangabe kannte. Der Geschichte kann man aber gut folgen. Der Film spielt im klassischen Setting. In den ersten 40 Minuten gibt es Längen und es tauchen diverse Gestalten aus der Hölle auf – jedoch auf Erden. Ausser einem Vampir, der den Kopf verliert (ähnlich billig realisiert wie im japanischen Film Battle of the Dragons, gibt es nichts Interessantes zu sehen. Der Film wirkt in diesen Szenen zum Teil billig.

Horror, Effekte, nackte Haut etc. darf man nicht erwarten. Hier und da gibt es sogar sonderbaren, asiatischem Klamauk zu sehen. Doch schon nach 40 Minuten verlagert sich der Film in die Hölle und der Film wird dadurch qualitativ besser. Es gibt viele abwechslungsreiche Settings, schmerzhafte Höllenszenerien, tolle Effekte und mit dem Klamauk ist es zu diesem Zeitpunkt definitiv vorbei.

Die derbsten Szenen, man kann sogar von echten Splattereffekten sprechen, fehlen leider in dieser VHS-Version. Ich habe diese nach der Sichtung mit Online Fassungen vergleichen und einen solchen Blutgehalt und solche Effekte hätte ich dem Film, vor allem weil die ersten 40 Minuten doch recht «billig» wirkten, nicht zugetraut. So kann man sich irren. Da landen Menschen in Menschengruben, werden von Mäusen angefressen, halbiert, in kochendem Wasser gekocht, von einer Walze erdrückt, ausgeweidet, Zungen und Augen aus/abgeschnitten und, und, und. Die ganze Palette an Grausamkeiten, die sich ein Mensch in der Hölle auszumalen versteht.

Die Diener der Höllenwesen (mit den langen Zungen) sind cool getrickst. Mind. zweimal taucht ein Riese auf, der für Angst und Schrecken sorgt. Die Settings und Effekte sind toll getrickst. Die Settings und Ideen vor allem abwechslungsreich. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich und glaubhaft. Vor allem Ching Li, welche in unzähligen Shaw Brothers Filmen mitwirkte, gefällt als Geister und Frau in der Hölle bzw. als Hauptrolle. Ab der 40. Minute spielt der Film nur noch in der Hölle = keine Längen mehr, Highlights des Filmes.

Wer Filme wie Jigoku (Japan), The Inferno (Japan), Heaven & Hell (Shaw Brothers), Hell (Thailand) oder The Afterworld (Südkorea) mag, sollte sich diesen taiwanesische Höllenvariante nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Shi dian yan luo

Taiwan 1981

R: Law Chi

D: Yuan Shen, Alan Lau Tak-Hoi, Tai Ping-Kang, Ching Li, Hu Chi

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 89:43 Min.

Gesehen am: 30.03.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Hwa Video Production vor = sehr gute, helle Bildqualität (deutlich heller als Online Master, die auf der VCD beruhen), keine englischen Subs, O-Ton, Vollbild aber leider, und das ist der grösste Kritikpunkt, in Sachen Gewalt stark zensiert. Das VHS wird, cut hin oder her, wegen dem schönen Artwork, trotzdem in der Sammlung bleiben. Es scheint den Film Uncut auf VCD zu geben (mit englischen Subs, aber Bildqualität schlechter / weniger hell als beim südkoreanischen VHS). Es gibt keine DVD/LD und/oder deutsche Fassung (Stand: März 2019). Nachtrag 11.05.19: Für eine 2. Sichtung lag mir nun eine VCD aus China vor = O-Ton, englische Subs, Uncut. Jedoch mit vielen Vorlagefehlern und teilweise sehr dunkler Bildqualität - in dieser Hinsicht ist das VHS aus Südkorea ansehnlicher. Wobei der Uncut Faktor wichtiger ist bei dem Film...

Donnerstag, 11. April 2019

The Headless Murderess Review

The Headless Murderess

Story:

Nachdem Si-Mok bei einer Ausstellung ein Bild seiner toten Ehefrau sieht, beginnt der Schrecken für ihn und seine Familie: ein Geist jagt ihnen nach und sorgt für Angst und Schrecken. Der Geist von Ae-ja, Si-Moks ehemaliger Frau, die unter mysteriösen Umständen ums Leben kam…

Meine Meinung:

Geister-Katzen waren nicht nur im japanischen Kino beliebt, sondern auch im südkoreanischen: der als verschollen geltende Film Black Ghost erzählt von einem Geist einer Frau, die sich in Form eine Geister-Katze rächt. Schon besser erging es A Devilish Homicide aka A Devilish Murder oder A Bloodthirsty Killer, der es zumindest laut Wiki auf DVD geschafft haben soll (2007 – gleich auf die Wunschliste setzen). Auch hier das Klischee des rächenden Geistes in Form einer Katze an seiner ehemaligen Umgebung und Familie.

Interessant: vergleicht man die Plots von The Headless Murderess und A Devilish Homicide sind diese praktisch 1:1 identisch. Entweder basiert der Stoff in der Tat auf einem bekannten Roman oder einer Legende oder es handelt sich bei The Headless Murderess um ein Remake von A Devilish Homicide.

The Headless Murderess, der laut VHS-Cover und Kinoplakat den fälschlichen englischen Titel «The Neckless Muvderess» erhalten hat (inklusiven Fehlern), ist Fans des klassischen südkoreanischen Gruselfilms sicherlich zu empfehlen. Ich war erstaunt (nebst sehr guter VHS Bildqualität) dass der Film eine Geister-Katze beinhaltet (viele Szenen mit echten Katzen, Symbolen und/oder der Ghost-Cat mit charmantem Make-Up Effekt) und zu Beginn ein hohes Tempo bietet, welches bis zum Mittelteil, praktisch ohne Schnaufpause, anhält.

Danach flacht der Actiongehalt ab und die Story wird weitererzählt – nicht chronologisch und in Rückblenden. Solche Inhalte hat man jedoch zu oft schon gesehen, so dass sich keine echte Spannung einstellen will. Die Motive sind unklar, da keine englischen Subs vorhanden. Es gibt einige Füllszenen und im Vergleich zu anderen 80er Jahre Gruselfilmen aus Südkorea (z.B. Cry of a Woman) ist The Headless Murderess deutlich weniger atmosphärisch und stimmungsvoll. Liegt vielleicht auch daran, dass sehr viele Szenen am Tag und im Hellen geschehen statt in dunkeln Szenen.

Zudem gibt es kaum Effekte zu sehen – eigentlich nur das Katzen-Make-Up und einmal einen Totenschädel – und paar Verfärbungen, als die Leiche untersucht wird (inklusive Katzengeräusche, als der Herzschlag kontrolliert wird, fand ich cool) und einmal rote Farbe als Blut, dass eine Katze aufleckt. Das heisst: viele Effekte darf man nicht erwarten, sonst wird man enttäuscht.

Was die Kameraarbeit angeht, bietet der Film hier und da experimentelle und originelle Kameraeinstellungen Winkel, aus denen Szenen aufgenommen wurden. Die Darsteller waren solide. Der Film und Inhalt sind ernst. Vor asiatischem Klamauk braucht man sich nicht fürchten. Der Film spielt im modernen Setting.

Fazit: Kein Highlight – aber Fans von südkoreanischen Geister(Katzen)-Filmen zu empfehlen!

Infos:

O: Mog-eobsneun yeosal-inma

Südkorea 1985

R: Kim Yeong-han

D: Kim Chung-chul, Kwak Eun-kyung, Kim Hae-sook, Bae Su-chun, Yoo Myeong-sun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 14.02.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Hwa vor (beschnittenes Cover) = Uncut, sehr gute Bildqualität, O-Ton, keine englischen Subs. Andere Fassungen (DVD, O-Ton mit verständlichen Subs, deutsche Fassung) gibt es nicht (Stand: Feb. 2019).