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Mittwoch, 29. April 2026

The Invisible Terrorist

The Invisible Terrorist

Story:

General Chao Ting-Bing (Wang Hsieh) wechselt die Seiten und setzt nun die Ming-Rebellen im Shaolin Tempel auf die Todesliste. Es gibt eine Liste mit Namen. Diese wird von den Rebellen jedoch in drei Stücke verteilt und befindet sich nun im Besitz der besten Kämpfer der Rebellen (Carter Wong, Cliff Lok, Wen Chiang-Long), die nun von der Regierung zur Jagd ausgeschrieben werden…

Meine Meinung:

The Invisible Terrorist bietet zwar inhaltlich nichts Neues und die ewigen Twists, Betrügereien und Seitenwechsel der Beteiligten, dennoch ist die Mitte der 70er Jahre Produktion aus Hong Kong von Regisseur Chan Siu-Pang sehenswerte Kung-Fu-Unterhaltung. The Invisible Terrorist war scheinbar sein Regiedebüt, ehe er später noch Filme wie Shaolin Death Squads, The Mysterious Heroes, Brutal Sorcery oder Curse inszeniert hat. Daneben ist er in vielen Filmen auch als Martial Arts Director gelistet (Raiders of the Shaolin Temple, Lackey and the Lady Tiger, Shaolin Kung Fu Mystagogue).

Was mir am Film sehr gefiel war die hohe Anzahl von Kampfszenen. Das hat mich überrascht. Es gibt von Beginn an bis zum Ende, praktisch pausenlos, alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Mit oder ohne Waffen, sonderbaren Waffen, Gruppen- oder Einzelkämpfe. Das war toll und der Cast kann sich dabei auch sehen lassen. Es waren viele bekannte Namen wie Carter Wong (Killer from Above), Cliff Lok (Kung Fu Genius), Lo Lieh (Bullet for Hire), Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu), Chin Kang (Shaolin Warrior), Lung Fei (Shanghai Massacre) oder Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) dabei. Dass mit so einem Cast ein vielversprechender Kung Fu Film bei rauskommt, überrascht nicht.

Gut war auch der komplette Verzicht auf Humor und die Tatsache, dass am Ende praktisch alle tot sind. Das Finale war cool und hatte starke Samurai- und Italo-Western Vibes. Ich fand es auch originell. Vom Cast sind folgende Namen nur kurz zu sehen: Doris Lung Chun-Erh (hat auch keine kampfbetonte Rolle), Lo Lieh (scheidet gleich am Anfang aus) und auch Lung Fei ist nur kurz zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugen ansonsten Wang Hsieh als weisshaariger General und Chin Kang mit Schnauz. Carter Wong ist sehr solide und Cliff Lok nervte mich hier weniger, da ernste Rolle. Die Settings sind hübsch abwechslungsreich und jeweils passend ausgewählt.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Tin Law , Fei Qui , Chik Yeung Hung

HK 1976

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Cliff Lok, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Chen Hui-Lou, Chin Kang, Lung Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der chinesischen VHS: 76:26 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen als VHS aus China mit Omni Video Cassette Kartonpackung = im Originalton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Das VHS selbst ist eine Kopie und könnte ggf. auch nicht ganz komplett sein (76:26. statt 80 Min.). Eine bewusste Zensur fiel mir aber nicht auf. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Die VHS aus Holland von Dragon Video (zusammen mit Secret of the Chinese Kung Fu auf einem Tape) wird nie geschaut werden, da Englisch Dubbed. Zudem könnte es zensiert sein (73 Min. während die HK-VHS 80 Minuten läuft). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Sonntag, 1. März 2026

Gold Constables


Gold Constables

Story:

Gold wird gestohlen. Diverse Constables (u.a. Carter Wong, Chi Lan, Nancy Yen Nan-See) suchen danach und nach den Tätern (Lung Fei, Lo Lieh)…

Meine Meinung:

Gold Constables hat mir gut gefallen. Es handelt sich um einen Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Wong Chung. Dieser führte nur in drei Filmen Regie (u.a. in The Kung Fu Cook) und war ansonsten mehrheitlich selbst als Darsteller vor der Kamera (= vor allem in den 50ern und 60ern). Der Plot um gestohlenes Geld ist simpel. Diverse Constables bekommen eine Zeitspanne, in der sie den Fall lösen, das Geld wiederfinden und die Täter zur Rechenschaft ziehen sollen. Simpel und unterhaltsam.

Perfektes Setting für einen Eastern. Und um die Bösewichte um Lung Fei (The Great Cheat, Wang Yu - Der Karatebomber, The Drunken Swordsman) oder Lo Lieh (The Concrete Jungle, Edge of Darkness, The Ape Girl) wird auch kein Geheimnis gemacht. Diese sind früh als Hintermänner und Drahtzieher des Falles zu sehen. In den ersten 30 Minuten bekommt fast Lung Fei am meisten Screentime. In der Zeit ist der Film auch noch relativ dialoglastig. Nach und nach werden die Constables eingeführt und auch andere Personengruppen tauchen auf.

Wo der Film dann punktet, ist die im Verlauf der Geschichte immer grösser werdende Anzahl von Kampfszenen. Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Die Kampfszenen sind sehenswert und abwechslungsreich. In denen machen alle eine gute Figur. In einem Review vor der Sichtung des Filmes habe ich gelesen, dass Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger, Way of the Lady Boxers) im Film ohne Waffen kämpft. Das stimmt so jedoch nicht. Auch er bekommt mehrere Kampfszenen spendiert, in denen er mit unterschiedlichen Waffen kämpfen darf. Das Highlight des Filmes sind die letzten 30-40 Minuten, in denen praktisch ununterbrochen gekämpft wird.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos

O: Tian ya guai ke yi zhen feng

Taiwan 1978, 1979, 1981 (je nach Quelle)

R: Wong Chung

D: Carter Wong, Chi Lan, Nancy Yen Nan-See, Lung Fei, Lo Lieh

Laufzeit der indonesischen Betamax: 87:39 Min. / Laufzeit der HK-VCD: 45:13 Min. (1. Disc), 43:28 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 01.03.26 / 2. Sichtung: 06.05.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von SPVideo (= Super Picture Video) vor = nur Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Englischer Dub mit indonesischen Untertiteln, Cold Constables Titel. Es gibt keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung und wohl auch keine DVD (Stand: März 2026). In einem Auktionshaus in Hong Kong fand ich eine HK-VCD (40 HKD). Diese versuche ich, nun zu kaufen um eine O-Ton Ausgabe zu erhalten. Nachtrag Mai 2026Der Film erfuhr nun eine Zweitsichtung als Original-Mandarin-Version. Nachdem mir der Film nach der Sichtung der Betamax (Englisch Dubbed) sehr gut gefiel, kaufte ich mir aus Hong Kong die HK-VCD von Perfect Link = Uncut, O-Ton, helle und gute Bildqualität, keine Untertitel. Auch hier wurde der Film unter dem falschen Titel Cold Constables veröffentlicht (und auf dem Front Cover schrieben sie sogar diesen Titel noch falsch = Cold Constabies). Der Film kommt in Mandarin einfach viel besser und ich hatte Freude an der guten und hellen Bildqualität (für eine VCD). Der Film gefiel mir auch während dieser Sichtung. Das Highlight sind die letzten 30 Minuten der 2. VCD = pausenlose Kampfszenen mit coolen Waffen, abwechslungsreichen Settings und coolen Gegnern (die Masken tragen wie die Widersacher von Alexander Lo Rei in Guards of Shaolin). Vor allem Carter Wong, die Mädels und Lo Lieh als schier unbesiegbarer Bösewicht wissen in den Szenen zu gefallen! Sehenswerter Eastern!

Montag, 9. Februar 2026

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Story:

Chan (Chan Sing) verübt ein Attentat und schiebt es Carter (Carter Wong) in die Schuhe. Letzterer kann entkommen. Dabei wird die Prinzessin vergiftet und später von einem Affen (!!!) gerettet. Die Folge: die Prinzessin muss den Affen heiraten, um danach das Land ins Exil verlassen zu müssen. Zehn Jahre später: Carter ist zurück und trifft auf die Prinzessin und den Affen. Carter plant, sich an Chan zu rächen und seinen Namen rein zu waschen…

Meine Meinung:

Aka The Monkey Love. Aka Kung Fu Arts: Horse, Monkey, and Tiger. Aka Kung Fu Arts. Auf diesen Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan freute ich mich. Der Titel hörte sich interessant an, das Artwork wirkte auf mich vielversprechend und wenn Namen wie Carter Wong (The Legendary Strike, Killer of Snake, Fox of Shaolin, The Mysterious Heroes) oder Chan Sing (Black List, Jumping Ash, Die Depesche des Todes) dabei sind, kann ein Film praktisch nicht schlecht sein. Regie führte King Wenig (Elephant Wife, Art of War by Sun Tzu, The Snake Girl Drops In).

Leider, und da war ich selbst überrascht, kommt Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger, für dessen Kampf-Choreographie auch Carter Wong verantwortlich war, nicht in meine Filmsammlung. Ich empfand den Film als zu mittelmässig und es gibt für meinen Geschmack zu viele negative Punkte, die dazu führen, dass kein Interesse besteht, den Film (in Zukunft) wieder anzusehen. Der Hauptgrund ist, dass der Film lahm und langweilig war. Es gibt viel zu wenig Kampfszenen und ich würde sogar behaupten, dass es nicht eine wirklich gute Kampfszene gibt. Und als Kung Fu Fan schaue ich mir diese Filme vor allem wegen Kampfszenen an.

Weiter negativ, nebst der Tatsache, dass es Längen und kaum Kung Fu Kämpfe gab, war u.a. die billige Standard-Musik des Filmes. Diese passt zum Klamauk, erfreute mich aber nicht. Ich denke, hätte ich eine Englisch Dub Fassung gesehen, wäre das Sehvergnügen noch unbefriedigender gewesen. Zwei weitere Punkte, welche mich am Film sehr störten, waren die Affen und der Junge. Das ist einmal eine schlimme Kombination: ich mag Affen mit Ausnahme von Horrorfilmen (Link - Der Butler oder Primate) oder in japanischen Filmen (King Kong Vs. Godzilla oder King Kong Escapes) nicht und mich nerven nervende Kinder in Filmen. Und beides kommt im Film vor.

Fazit: Wenig interessanter Eastern aus Taiwan!

Infos:

O: Hou Fu Ma

Taiwan 1978

R: Hui Keung

D: Carter Wong, Chan Sing, Chi Kuang-Lung, Huang Huiling, Chin Chi-Min, Yu Heng

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 09.02.26

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Wild West Video (Ocean Shores vor) = Vorspann in Widescreen um danach in Vollbild zu wechseln (am Anfang in einer Kampfszene störend), gute Bild- und Tonqualität, O-Ton Mandarin ohne Subs. Es gibt in den USA eine Englisch Dubbed DVD. Der Dub soll eine sehr schlechte Qualität haben. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Dienstag, 16. Dezember 2025

Rage of the Dragon Review

Rage of the Dragon

Story:

Menschen sind verschwunden und/oder getötet worden. Auch Lei Lungs (Dragon Lee) Vater gehört zu den Vermissten. Das macht Lei Lung zum Verdächtigen. Vor allem Meister Wong Kwok (Choe Min-Gyu) hat es auf Lei Lung abgesehen. Er macht Lei Lung auf den Tod seines Vaters verantwortlich. Master Kwan (Carter Wong) versucht derweil, wie auch Lei Lung, die Sache aufzuklären…

Meine Meinung:

Rage of the Dragon ist eine sehr positive Überraschung der Bruceploitation Box von Severin Films. Bis auf wenige Ausnahmen und die Tatsache, dass Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Enter Three Dragons) einer der Hauptrollen spielt, wäre der Film für mich nicht Mal per se ein typischer Bruceploitation-Vertreter, sondern mehr ein eigenständiger Kung Fu-Film. Und die mag ich definitiv lieber als reine Bruceploitation-Filme.

Es handelt sich um einen südkoreanischen Film, der auch vor Ort gedreht wurde. Der Film stammt von Kim Shi-Hyeon (Kung Fu Fever). Schon dessen Secret Ninja, Roaring Tiger hat mir in den letzten Monaten ausserordentlich gut gefallen und so steht es auch um Rage of the Dragon. Die südkoreanischen Settings heben den Film gekonnt von den Kollegen aus Hong Kong und Taiwan ab. Auch beim Plot versucht der Film, anders zu sein. Die Szenen in der Grotte erinnerte mich leicht an The Butterfly Murders.

Es gibt viele tolle Kampfszenen, die diverse Tier-Kampfstile anwenden (z.B. Schlange). Die komischen Kampfgeräuschen sind schräg, aber haben ihren Charme und geben dem Film, zumindest im Finale, eine leicht trashige Note. Nebst Dragon Lee tummeln sich hier noch Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin), der den Bösewicht spielt. Choe Min-Gyu (Ninja in U.S.A.) hat in den Kampfszenen auch überzeugt. Etwas schade, dass Kim Ji-Hye, ich glaube es handelt sich um die einzige Frauenrolle, kaum Kampfszenen bekommen hat. Godfrey Ho (Ninja Terminator) hat den Film quasi ausserhalb Koreas vertrieben, aber war nicht wirklich dessen Regisseur.

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: 매권 Cheer (Maegwon)

Südkorea 1980

R: Godfrey Ho, Kim Shi-Hyeon

D: Dragon Lee, Choe Min-Gyu, Carter Wong, Kim Ji-Hye, Im Ja-Ho, Yoon Il-Joo

Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.

Gesehen am: 18.11.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) = Uncut «HK-Version» (= Godfrey Ho Version), Englischer Dub (sogar solide), Widescreen, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland als Im Auftrag der Todeskralle auch auf Blu-Ray erschienen. Da werde ich wohl, da Deutscher Ton dem Englischen Dub sicherlich überlegen, nochmals zugreifen. Inwieweit die koreanische Originalversion von Godfrey Ho verändert wurde, ist mir nicht bekannt. In mind. einem Review habe ich gelesen, dass Szenen mit Dragon Lee und Kim Ji-Hye (die Frau) rausgeflogen sind aber auch einige Kampfszenen von Dragon Lee gegen Carter Wongs Männer vor dem Finale.

Mittwoch, 26. November 2025

18 Bronzemen Review

18 Bronzemen

Story:

Wan (Carter Wong) und Tang (Tien Peng) lernen im Shaolin Tempel 20 Jahre Kung Fu Techniken. Beide verfolgen Motive der Rache. Tang will den Tod von Herrscher Hei (Yi Yuan), der für den Tod seines Vaters (Chang Yi) verantwortlich ist, rächen. Hilfe bekommt er von seiner Schwester (Polly Shang-Kuan Ling-Feng). 

Meine Meinung (Rekonstruierte Originalfassung):

18 Bronzemen dürfte wohl der bekannteste Eastern von Regisseur Joseph Kuo (The Death Duel, The Mighty One, The 36 Deadly Styles) sein. Ich dachte immer, dass wäre die taiwanesische Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker Die 36 Kammern der Shaolin. Aber wenn die Daten (der HK-Filmdatenbank) stimmen, wurde dieser erst ein Jahr nach 18 Bronzemen realisiert. Somit war 18 Bronzemen wohl einer der ersten seiner Art. Noch für den Shaw Brothers oder weiteren Arbeiten durch Dritte (Lo Wei und Jackie Chan mit Wooden Man).

Der Inhalt war wegweisend und eine Inspiration. Das harte Training im Shaolin Tempel dient der Rache, es gibt Bronzemänner und am Ende wird ausserhalb des (Shaolin) Klosters gekämpft. Ich sah den Film bisher nur einmal. Das ist sehr lange her (Okt. 2007). Damals sah ich die reguläre HK-Fassung, welche jedoch einer stark veränderten Fassung entspricht, die für den japanischen Markt kreiert wurde. Viele Szenen aus der Original-Fassung, die es früher nur auf VHS und Co. gab, wurden entfernt. Joseph Kuo hat den Film für den jap. Markt mit Szenen aus Filmen wie The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple aufgepeppt.

Der Film ist solide, aber dennoch kein Kracher. Die Kampfszenen sind gut, aber nicht überragend und zudem waren mir die Helden zu wenig charismatisch. Tien Peng (The Elimination Pursuit) kann sein Talent erst gegen Ende abrufen, Polly Shang (Seven to One) kommt nur im letzten Viertel vor und Carter Wong (The Legendary Strike) war mehrheitlich sehr unsympathisch. Chang Yi (The War of the Boundary) spielt leider nur in einer Flashback-Szene mit d.h. einen sehr kleinen Auftritt. Dennoch: solide und viele Trainings- und Kampfszenen erwarten den Zuschauer = es wird kaum langweilig.

Fazit: Für Kung Fu Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: The Return of the 18 Bronzemen

Infos:

O: Shao Lin Si Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo Nan-Hong

D: Carter Wong, Tien Peng, Yi Yuan, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der UK-Blu: 100:50 Min.

Gesehen am: Okt. 2007 / Neusichtung: 18.08.25

Fassungen: Früher sah ich den Film als HK-Fassung via Koch Media DVD. Diese «HK-Fassung» entsprach aber einer massiv stark veränderten Fassung, die dazumal für den japanischen Markt erstellt wurde. Diese wurde mit Szenen aus The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple integriert. Die Originalfassung gab es nur als VHS-Fassungen. Eureka haben mit ihrer Cinematic Vengeance Box nebst der japanischen Fassung im durchgängigen HD auch eine rekonstruierte Uncut Fassung gebastelt. 90% HD, aber es wurden auch Szenen aus 35mm Prints und VHS (Vollbild-Inserts) integriert. O-Ton mit englischen Subs. Löblich.

Mittwoch, 5. November 2025

Bruce, Hong Kong Master Review


Bruce, Hong Kong Master

Story:

Wang Li-Shans (Dean Shek) Freundin wird von Gangstern überfallen, vergewaltigt und getötet. Danach nimmt sein Kollege Xiao Long (Bruce Leung Siu-Lung) das Gesetz in die eigene Hand und säubert die Strassen Hong Kongs vor Abschaum, ehe er sich im Finale, als Dr. Cheng Dong-Qiao (Stanley Fung) und Shirley (Sylvia Chang Ai-Chia) von Gangstern (Sammo Hung, Bolo Yeung, Addy Sung Gam-Loi) entführt werden, einem Kampf auf Leben und Tod gegenübersteht...

Meine Meinung:

Aka Hong Kong Superman. Von Bruce, Hong Kong Master wurde ich positiv überrascht. Ich habe, aufgrund dem «Bruce» im Titel und der Tatsache, dass Bruce Leung Siu-Lung (Bruce and the Iron Finger, The Dragon Lives Again, Call Me Dragon) mitspielt, einen Bruceploitation-Film erwartet. Pustekuchen. Stattdessen gibt es einen Mix aus Drama, Kung Fu und Rape & Revenge Streifen zu sehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen aus der Zeit ohne Klamauk und Humor. Das Ganze ist ernst, humorlos, hart und dramatisch inszeniert. Der Film spielt im damaligen Hong Kong der 70er Jahre.

Nebst Bruce Leung Siu-Lung, der auch für die Kampfchoreographie zuständig war, sehen wir im Film Namen wie Sylvia Chang (sehr schnuckelig), Stanley Fung (RIP), Dean Shek (seine Rolle hat A Better Tomorrow 2 Vibes), Carter Wong (nur am Anfang kurz zu sehen), Bolo Yeung (Bösewicht, dessen Tod im Finale zensiert wurde), Sammo Hung (Bösewicht an der Seite von Bolo), Addy Sung Gam-Loi (Bösewicht an der Seite von Bolo) und Mars (nicht erkannt). Ich würde den Film zu den besten Rollen von Bruce Leung Siu-Lung zählen. Dean Shek fungiert zudem noch als Assistent Director.

Regie führte Ting Shan-Hsi, der auch das Drehbuch schrieb und auch für die Shaw Brothers tätig war (Blood Reincarnation, Imperial Tomb Raiders, Whiplash). Ob sich Ting Shan-Hsi am US-Vorbild Death Wish orientiert hat? Möglich wäre es. Der entstand ein Jahr vor Bruce, Hong Kong Master. Die erste Hälfte von Bruce, Hong Kong Master ist die ruhigere. In dieser werden die Figuren gekonnt vorgestellt, zu ihnen wird eine Beziehung aufgebaut und es gibt dramatische Momente zu sehen. In der zweiten Hälfte dominieren dann knallharte Kampfszenen, die praktisch pausenlos bis zum Finale anhalten. An Sammo Hung und Bolo Yeung als Bösewichte und «Endgegner» von Bruce Leung Siu-Lung hatte ich grosse Freude.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Xiang Gang Chao Ren

HK 1975

R: Ting Shan-Hsi

D: Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung, Bolo Yeung, Dean Shek, Stanley Fung, Addy Sung Gam-Loi, Carter Wong, Mars, Sylvia Chang Ai-Chia

Laufzeit der HK-VHS: 76:58 Min.

Gesehen am: 31.10.25 / 2. Sichtung (DVD-R): Dez. 2025

Fassungen: Mir lag das VHS von Ocean Shores vor = nebst dem On-Screen Titel fehlt auch im Finale etwas. Den Tod von Bolo Yeung sieht man überhaupt nicht. Da scheint ein ganzer Block zu fehlen. Auf der Rückseite der VHS hat es zudem ein Bild vom Finalkampf zwischen Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung und Bolo Yeung, welches auch im Film nicht zu sehen ist. Der englische Dub ist erträglich, die Bildqualität ist gut, Originalbildformat liegt nicht vor. Mir ist keine Uncut Fassung bekannt und auch keine O-Ton mit Untertiteln Fassung. Die deutschen Fassungen (Der Supermann mit der Todespranke) sollen allesamt nochmals ca. fünf Minuten kürzer sein als diese HK-Fassung. Jedoch soll es in der deutschen Fassung im Finale auch definitiv eine Szene geben, die in der HK-Fassung fehlt. Laut der ofdb (Datenbank) soll das HK-VHS 84:30 Min. laufen. Mein VHS hingegen läuft nur 76:58 Minuten. Laut Douban soll es gar eine 92minütige Mandarin Fassung geben. Als ich diese Zeilen schreibe, bin ich dran, eine solche Fassung aus China zu kaufen (DVD-R). Nachtrag Dez. 2025: Nach der Sichtung der HK-VHS (nur Englisch Dubbed, ggf. zensiert) streckten sich meine Fühler nach einer Mandarin Fassung aus. Auf einem Auktionshaus in China wurde ich fündig. Leider war das Ding ausverkauft. Via Google fand ich aber eine Mandarin-Version auf Taobao. Angeblich Mandarin und 90 Minuten Laufzeit (das HK-VHS läuft nur 76:58 Min.). Die Fassung auf Taobao gekauft. Das Bootleg ist eine Kuriosität. Das Frontcover ziert das deutsche Filmplakat. Auf der Back-Seite ziert das Motiv einer spanischen Fassung die Disc und der Text auf der Rückseite ist in Chinesisch. Der Film ist definitiv länger als die HK-VHS-Fassung, jedoch nicht in Sachen Action oder Gewalt. Ggf. nackte Tatsachen im Finale, das muss ich noch 1:1 vergleichen. Aber mehr Handlung und mehr Charaktertiefe (und leider auch eine Szene, in der Bruce Leung einen lebenden Krebs auf den Boden schleudert der sich dann in paar Einzelteile zerlegt). Das Ding wurde aus mehreren Quellen zusammen gebastelt. Das Hauptmaster dürfte die OS VHS gewesen sein. Dann gibt es aber auch etliche Momente mit einer schlechteren Bildqualität. 2x wird auch in gelb FLK eingeblendet. Ob da Szenen aus einer möglichen Bootleg FLK Version verwendet wurden? Zu 80% ist die chinesische Tonspur in Mandarin, zu 20% in Englisch. Interessant sind auch die diversen Untertitel Optionen wie Englisch und sogar Deutsch! Den Film mochte ich noch immer. Leider gibt es aber auch in dieser Fassung keine erweiterten Kampf- oder Todesszenen von Sammo Hung und Bolo Yeung.

Sonntag, 14. September 2025

Heroes in the Late Ming Dynasty

 


Heroes in the Late Ming Dynasty

Story:

China im Jahr 1366:

General Shung Ting-Pi (Pai Ying) soll entfernt werden. Dazu sind den Bösewichten (Carter Wong) alle Mittel recht. General Shung Ting-Pi wird verhaftet und es droht ein Gerichtsverfahren. Auf seinem Weg zum Gericht sieht er sich diversen Gefahren, aber auch Verbündeten (Tien Peng, Polly Shang-Kuan Ling-Feng) konfrontiert. Diese schlagen zu, als General Shung Ting-Pi während eines unfairen Gerichtsverfahrens zum Tode verurteilt wird…

Meine Meinung:

Heroes in the Late Ming Dynasty ist ein Mitte der 70er Jahre Eastern aus Hong Kong, der jedoch in Taiwan gedreht wurde. Der Film ist kein reiner Kung-Fu Film. Das sollten sich Fans bewusst sein, um nicht enttäuscht zu werden. Der Film von Regisseur Wu Min-Hsiung (The Green Dragon Inn, One Foot Crane) umfasst die Genres Historienfilm, Kostümdrama, Kung-Fu Film und Gerichtsfilm. Auf Klamauk wird glücklicherweise verzichtet, was sich positiv auf den Film und die englische Synchro auswirkt.

Der Plot kann etwas konfus anmuten, vor allem dann, wenn der Zuschauer die Schauspieler nicht kennt. Und in Heroes in the Late Ming Dynasty tummeln sich halt schon einige bekannte Namen in Haupt- und Nebenrollen wie Carter Wong (The Ming Patriots, Killer from Above), Tien Peng (The Elimination Pursuit, The Lost Swordship), Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Rangers, The Shaolin Kids), Barry Chan (Game of Killers, The Black Tavern) oder Shan Mao (A Girl Called Tigress). Davon spielt Carter Wong, was mich freute, die Rolle des Bösewichts (natürlich weisshaarig).

Tien Peng und Polly Shang-Kuan Ling-Feng sind die Helden des Filmes. Die restlichen Figuren kann man theoretisch vernachlässigen. Mehr Kung Fu Kämpfe hätten dem Film zwar nicht geschadet, dennoch mochte ich den Film, auch wenn im Vergleich zu anderen Filmen eher wenig gekämpft wird. Die Qualität der Kampfszenen war aber gut. Am besten empfand ich die kurzen Fights von Carter Wong. Schade, dass er im Finale nicht etwas länger «durchgehalten hat».

Fazit: Kein Kracher, aber solide!  

Infos:

O: Da Ming Ying Lie

HK 1975

R: Wu Min-Hsiung

D: Carter Wong, Tien Peng, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Barry Chan, Shan Mao, Pai Ying, Tien Ho, Han Ying-Chieh

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 94 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min.

Gesehen am: 13.06.25 / 2. Sichtung (Korea-VHS): 07.03.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Asaka Vision vor = Vollbild, Englischer Dub, solide Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht (sah nicht zensiert aus). Originalbildformat wäre 2,35:1. Der Englische Dub ist zuweilen sogar ganz ok. Da bin ich von vielen anderen Kung-Fu-Filmen schlechtere englische Sprachfassungen gewohnt. Liegt vielleicht daran, dass es in Heroes in the Late Ming Dynasty keinen Klamauk zu sehen gibt. Mir ist nicht bekannt, dass es davon eine DVD, Blu-Ray oder eine deutsche Fassung gäbe (Stand: Juni 2025). Nachtrag März 2026: Es folgte eine 2. Sichtung als südkoreanische VHS von Korea Media. Der Film liegt vor im O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Untertiteln. Der Film ist und bleibt durchschnittlich, da dialoglastig und nur wenig Kampfszenen bietend. Das wusste ich aber schon (1. Sichtung als indonesische Betamax). Die VHS aus Südkorea ist auch nur in Vollbild. In Mandarin macht der Film aber mehr Laune als Englisch Dubbed. Mit dem Verlauf der Story gibt es auch mehr Kampfszenen. Der Film bleibt aber bis zum Ende nur solide. Kein Must See Titel. Nur für Fans des Genres. 

Dienstag, 8. April 2025

Shaolin Invincibles

Shaolin Invincibles

Story:

Zwei Schwestern (Doris Lung Chun-Erh und Judy Lee) wollen den Tod ihrer Eltern rächen. Doch die Festung des Kaisers (Chen Hung-Lieh) wird streng bewacht. Hilfe erhalten sie von Kan Feng Chih (Carter Wong)…

Meine Meinung:

Shaolin Invincibles ist ein taiwanesischer Rache-Eastern von Hou Cheng (The Zodiac Fighters, The Legend of Mother Goddess, On the Waterfront) mit simpler Story und mit einem sehenswerten Cast bis in die Nebenrollen. Was den Film jedoch deutlich von anderen Kung Fu Filmen aus dieser Zeit abhebt, ist sein Fantasy- und Trash-Inhalt. Hier gibt es fast schon magische Inhalte wie kämpfende Gorillas oder Geschöpfe aus der chinesischen Folklore = Heibai Wuchang (Wiki sagt: «Die Heibai Wuchang sind zwei Gottheiten in der chinesischen Volksreligion, die dafür zuständig sind, die Geister der Toten in die Unterwelt zu geleiten»).

Diese Momente in dem Film sind schon ziemlich cool. Die Gorillas (= Männer in Kostümen/Anzügen) kämpfen viel und verlangen vor allem den Mädels im Finale alles ab, während unser Bösewicht grosse Freude an den schier unbesiegbaren Affen zeigt. Die Heibai Wuchang kommen am Anfang und dann im Finale zu. Ich mag die Geschöpfe mit ihren langen Zungen. Die kamen auch in Filmen vor, die in der Hölle spielen, z.B. in When Hell Broke Loose.

In Shaolin Invincibles kämpfen sie im Finale sogar gegen Carter Wong und kämpfen dabei mit ihren Zungen. Ihr Auftauchen im nebligen Wald wurde zudem sehr stimmungsvoll eingefangen. An diesen Szenen hatte ich Freude. Freude hatte ich auch am Cast. Carter Wong (The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous, The Shaolin Kids) mit Steven Seagal Mimik taucht hier und da auf, um den Mädels unter die Arme zu greifen. Dorian Tan Tao-Liang (Story in Temple Red Lily), ebenfalls mir ziemlich lahmer Mimik ausgestattet, kommt nur im Finale vor und demonstriert seine Kick-Techniken.

Als Bösewicht überzeugt Shaw Brothers Star Chen Hung-Lieh (Come Drink with Me, Fury of Shaolin Fist, A Sword Renounced). Er spielt den Kaiser und Endgegner. Blacky Ko Shou-Liang (An Eyes for an Eyes) spielt den schwarzen Heibai Wuchang und Jack Long Shi-Chia (The Mystery of Chess Boxing) ist als Bösewicht in einer Doppelrolle zu sehen. Ma Chang (Kung Fu Kids Break Away) überzeugt auch mit einem Auftritt. Seine Waffe ähnelt etwas einer fliegenden Guillotine. Als rechte Hand des Kaisers macht Yi Yuan (The Silver Spear) als weisshaariger General eine gute Figur.

Die Kampfszenen werden mit z.T. fantasievollen Waffen ausgetragen. Im Palast gibt es Fallen und Geheimgänge und es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. So kommen Fans aller Ausrichtungen auf ihre Kosten. Die Choreographie ist solide, die Kampfszenen sind blutiger in Szene gesetzt als in manch anderem Eastern. Der Soundtrack ist sehr unspektakulär und unauffällig. Die zwei Mädels, die Hauptpersonen, gespielt von Judy Lee (The Unique Lama, Imperial Sword) und der schnuckeligen Doris Lung Chun-Erh (The Jade Fox, Eunuch of the Western Palace), machen als rächende Schwestern eine sehr gute Figur. Der ganze Plot inklusive Ende wird übrigens bereits in der 2. Szene des Filmes (eine Texttafel in Englisch) gespoilert.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Yong Zheng Ming Sang Shao Lin Men

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Doris Lung Chun-Erh, Judy Lee, Chen Hung-Lieh, Blacky Ko Shou-Liang, Dorian Tan Tao-Liang, Carter Wong, Yi Yuan, Jack Long Shi-Chia, Ma Chang, Chen Shen-Lin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Dez. 2010 / Neusichtung am: 20.01.25

Fassungen: Für meine damalige Erstsichtung stand mir die deutsche DVD unter dem Titel Das tödliche Duell der Shaolin zur Verfügung = tolle deutsche Synchro (oder Englisch d.h. ohne O-Ton), Widescreen, Uncut, Wendecover. Vor kurzem hat das US-Label AGFA den Film als Double Feature mit Schuber als Blu-Ray (zusammen mit Seven to One) veröffentlicht = 35mm Print in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs, Uncut, hervorragende (wenn auch etwas blasse Farben) Bild- und Tonqualität. Region-All-Disc. Als Extras gibt es fast 30 Minuten Trailer zu sehen.

Montag, 17. Februar 2025

The Ming Patriots




Von Gordon Liu signiert

The Ming Patriots

Story:

Bösewicht Prince Yu (Chang Yi) jagt einer entflohenen Prinzessin und deren Meister nach. Diese sind im Besitz von Perlen und einer Liste, welche sie einem General der Opposition (Roy Chiao) übergeben wollen. Später werden die Gejagten von weiteren Bösewichten gejagt (u.a. Michael Chan Wai-Man, Lung Fei). Auf der Gegenseite werden die Prinzessin und ihr Meister von Zhao Yu-Jun (Judy Lee) und Li Tia-Long (Bruce Lai) begleitet, welche sie beschützten und gegen die Bösewichte ankämpfen…

Meine Meinung:

The Ming Patriots steht schon länger, vor allem aufgrund Michael Chan Wai-Man (The Big Boss Part II, Blooded Treasury Fight, Dragon Lord), auf der Wunschliste. Und jetzt kommt es: ich habe den Film schon in der Sammlung und den Streifen im Jahr 2009 schon gesehen! Doch das wusste ich bis Mitte Dez. 2024 nicht (mehr). Ich sah mir den Film sogar beim Kollegen an (mehr dazu unter Fassungen) und ich erinnerte mich nicht, den Film 2009 schon gesehen zu haben. Ob ich an Demenz leide? Oder zu viele gleiche Eastern schaue? Wohl letzteres plus die unterschiedlichen (Alternativ)Titel und Fassungen…

The Ming Patriots von Ulysses Au-Yeung Jun (The Nude Body Case in Tokyo, King of the Children, Island Warriors), eine Produktion von First Films, 1975 gedreht (zusammen mit anderen Klassikern wie u.a. The Secret Rivals, The 18 Bronzemen) ist ein sehenswerter Eastern. Der Plot ist weder originell noch neu. Im Grossen und Ganzen kann der Plot als eine lange Verfolgungsjagd beschrieben werden. Es gibt viele Kampfszenen. Nur vor dem Finale gibt es 2-3 kleinere Hänger. Abgesehen davon wird ein hohes Tempo mit vielen Kampfszenen an den Tag gelegt. Einzelkämpfe aber auch Gruppenkämpfe. Dazu: z.T. mit Italo-Western Musik, cool!

Die Kampfchoreographie stammt von Lau Kar-Wing (The 36th Chamber of Shaolin, Master of the Flying Guillotine, His Name Is Nobody) und Liu Chia-Liang (Shaolin and Wu Tang, Executioners from Shaolin, Dirty Ho). Das ist auch der Grund, warum der Film in der US-DVD-Collection Gordon Liu and the Lau Family zu finden ist (mehr dazu unter Fassungen). Der Film hat einen grossartigen Cast mit Namen wie Michael Chan Wai-Man, Chang Yi (Shaolin Traitorous, The Shaolin Kids, Profile in Anger), Bruce Lai (Dragon Force, The Gold Connection, The New Game of Death), Judy Lee (The Unique Lama, Imperial Sword, The Legend of Mother Goddess), Lung Fei (Story in Temple Red Lily, Right Overcomes Might), Carter Wong (The Mysterious Heroes), Roy Chiao (Good Bad & Losers) oder Lung Fong (The Rebellious Reign). Carter Wong und Roy Chiao haben nur kleine Rollen am Anfang bzw. am Ende.

Ich hatte vor allem an Michael Chan Wai-Man als Bösewicht, an Chang Yi als Endboss und Bösewicht (ich könnte schwören, dass er im gleichen Outfit schon in einem anderen Film als Bösewicht zu sehen war), an Judy Lee als toughe Kämpferin und Heldin und an Bruceploitation-Star Bruce Lai als Held Freude, der hier ausserhalb des Bruceploitation eine starke Performance bietet. Nebst den lahmen Hängern vor dem Finale wird der Film durch einen Comic-Charakter, der leider dann auch im Finalkampf mitmischt (plus das überraschende Auftauchen von Roy Chiao und seinen Männern) «gestört». Ich hätte mehr Freude gehabt, wenn der schier unbesiegbare Chang Yi durch Judy Lee und Bruce Lai besiegt worden wäre. Desweitern gibt es, ganz im Stil von Ital. Kannibalenfilme, eine unschöne Tiersnuff-Szene mit einem Schwein zu sehen. Abgesehen davon aber sehenswert!

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Zhong Yuan Biao Ju

HK 1976

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Michael Chan Wai-Man, Chang Yi, Bruce Lai, Judy Lee, Lung Fei, Roy Chiao, Carter Wong, Lung Fong, Jack Long Shi-Chia,

Laufzeit der libanesischen Betamax: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung: 11.12.24

Fassungen: Ich sah den Film beim Kumpel, nachdem ich einmal nicht erfolgreich versuchte, aus einem Auktionshaus in Hong Kong, einem VHS zu dem Film zu kaufen (Der Verkäufer fand die VHS angeblich in seinem Warenhaus nicht mehr). Mein Kumpel hat drei Versionen zu dem Film: Das US-VHS von World Video (Mandarin mit festen englischen & chinesischen Subs, 1,33:1), das deutsche VHS mit klarer Gewalt-Zensur (Titel: Stärker als 1000 Drachen) und eine Betamax aus dem Libanon (Englisch mit französischen und arabischen, gelben Subs, beste Qualität und an den Seiten am meisten Bild). Dazu kommt, dass bei der US-VHS, bei einem Rollenwechsel, längere Sequenzen am Stück fehlen, die auch Kampfszenen betreffen. Bei der Fassung aus dem Libanon fehlt auch eine Mini-Sequenz, aber im Grossen und Ganzen sah dort die Sequenz praktisch am komplettesten aus. Und am meisten Bild. Und die beste Qualität. Und davon habe ich sogar noch eine DVD von VideoAsia (als Revenge of the Patriots) = gemäss meinem alten Reviewe in einer schlechten Bildqualität (sogar von Work-Print Qualität spreche ich da oder längeren Sequenzen ohne Bild). Englisch. K.A. ob Uncut/Cut. Habe die Fassung verglichen. Die in der US-VHS fehlende Sequenz ist bei der DVD einfach ca. acht Sekunden schwarz (schwarzes Bild). Die Bildqualität ist deutlich schlechter als beim US-VHS oder der libanesischen Betamax. Die DVD wurde von Gordon Liu signiert (siehe Foto). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Dez. 2024).

Mittwoch, 4. Dezember 2024

The Mysterious Heroes

The Mysterious Heroes

Story:

Lo Tien Fung (Sek Kin) wird von den Schergen des Baron (Wang Hsieh) gefangen genommen. Zwei Helden (Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng) machen es sich zur Aufgabe, Lo Tien Fung zu befreien. Dabei werden sie von einem Bettler (Cliff Lok) unterstützt…

Meine Meinung:

The Mysterious Heroes ist nebst Filmen wie Shaolin Traitorous, Shaolin Death Squads oder The Shaolin Kids eine weitere Zusammenarbeit zwischen Carter Wong (The Mad Cold-Blooded Murder), Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Return of the Kung Fu Dragon) und Regisseur Chan Siu-Pang (Curse). Der Eastern aus Hong Kong, 1977 veröffentlicht und in Taiwan gedreht, erzählt auf den ersten Blick einen wirren, konfusen und wenig gradlinigen Plot.

Ich muss gestehen, dass mir simplere Plots mehr liegen. Wer viele dieser Filme gesehen hat, wird aber schlussendlich auch in The Mysterious Heroes am Ende nichts Neues vorfinden. Durch die Tatsache, dass das VHS aus Japan nicht Englisch freundlich ist, ist es wichtig, die Schauspieler, die die Figuren verkörpern, zu kennen. Sonst dürfte es kompliziert und ungeniessbar werden. Carter Wong und Polly Shang-Kuan Ling-Feng spielen natürlich die Helden.

Sie sind die Kinder von der von Sek Kin (The Virgin Sword) gespielten Figur. Das wird aber erst im Finale aufgeklärt. Cliff Lok (Killer from Above), den ich einmal mehr wenig charismatisch finde, spielt einen Bettler. Ich mag solche Figuren heuer immer weniger. In Wahrheit spielt er eine Art Undercover-Agent bzw. einen Studenten von Sek Kin, der immer dann auftaucht, wann unsere zwei Helden (Carter und Polly) Hilfe brauchen. Wang Hsieh (Fury of a Virgin) spielt die obligatorische Schurken-Rolle wie auch Phillip Ko Fei (Fatal Termination), wobei letzterer nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen ist.

Die Kampfszenen sind solide. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Schon bevor der Film startet, dürften die Charaktere ihr Können zeigen (was ggf. auf der US-DVD fehlt). Vor allem Carter Wong und Polly Shang-Kuan Ling-Feng machen ihre Sache ordentlich (z.B. der Kampf von Carter Wong gegen vier Gangster in einem Gasthaus). Auch die Kämpfe von Carter Wong gegen Sek Kin oder die ganzen Finalkämpfe gefallen. Auch die am Ende immer mehr wechselhaften Settings und Zunahme von Kampfszenen machen The Mysterious Heroes zu einem sehr unterhaltsamen und soliden Eastern.

Fazit: Eastern-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Yin Xia En Chou Lu

HK 1977

R: Chan Siu-Pang

D: Sek Kin, Wang Hsieh, Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Cliff Lok, Phillip Ko Fei

Laufzeit der jap. VHS: 91:40 Min.

Gesehen am: 28.10.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD unter dem Titel Wu Tang Swordsman (ein Double Feature mit Shaolin Traitorous) von Xenon vor. Englisch Dubbed (grottenschlecht) und Vollbild, ggf. fehlt der Vorspann mit Kampf Demonstrationen. Desweitern liegt mir das jap. VHS von Victor vor = Uncut, Mandarin O-Ton mit jap. Subs und Widescreen. Laut HK- und Taiwan-Film-Koryphäe Toby Russell ist das VHS sehr zu empfehlen (= "one of the Best Japanese tapes") da das Originalmaster scheinbar zerstört wurde (= «the negative was ruined, it had turned to liquid»). Abgesehen davon, dass die Bildqualität ist einigen Nacht-Szenen zu dunkel aussieht, ist die VHS wirklich schön anzusehen. Eine O-Ton Fassung mit Untertiteln, eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Freitag, 29. November 2024

Shaolin Traitorous

Shaolin Traitorous

Story:

Shang Yung (Carter Wong) macht sich nach jahrelangem Training im Shaolin Kloster auf den Weg, den Tod seiner Eltern zu rächen. Die Täter sind First Head of East Chang (Sammo Hung) und Officer of N. City (Huang Feilong), welche ihren Meister Tin Erh Keng (Chang Yi) dienen. Hilfe bekommt Shang Yung von Hsiao Yun Erh (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die es ebenfalls auf Tin Erh Keng abgesehen hat…

Meine Meinung:

Aka The Traitorous. Shaolin Traitorous ist ein taiwaneischer Kung Fu-Film aus dem Jahr 1976 von Sung Ting-Mei. Wer das Genre mag, wird auch den Film mögen. Mich sprach vor allem der Cast an. Obwohl einige Datenbanken auch Hong Kong als Herstellungsland angehen, würde ich auch definitiv auf Taiwan tippen. Der Film vereint glanzvolle Namen wie Carter Wong (The Shaolin Kids, The Association, The Furious Killer), Sammo Hung (Hand of Death, Twilight of the Warriors: Walled In, Knockabout), Chang Yi (Profile in Anger, Imperial Sword, Killer from Above) und Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Heroes Behind the Enemy Lines, General Stone, The Invincible Super Guy).

Ich empfand den Film als sehr gut. Etwas über dem Durchschnitt angesiedelt. Das lag nicht nur am sehenswerten Cast, sondern auch an zwei weiteren Tatsachen. Erstens verzichtet der Film auf Slapstick, Klamauk und Humor. Etwas, was ich begrüsse, da der Humor in solchen Kung-Fu-Filmen nicht selten auch wirklich doof und kindisch ist. Der zweite Grund ist die Tatsache, dass es wenig Längen und wenig lahme Füllszenen gibt. Es gibt fast nur Action und der Plot wurde auf das nötigste reduziert. Ich mag solche simplen 08/15 Rache-Plots. Die Filme schaut der Fan wegen den Stars und den Kämpfen, nicht aufgrund interessanter Story-Plots.

Die Kampfszenen sind solide, auch wenn etwas wenig mit den Füssen und Beinen gekämpft wird. Carter Wong ist Carter Wong. Solide. Aber wenig charismatisch und immer mit gleicher Mimik à la Steven Seagal. Polly Shang-Kuan Ling-Feng Schauspiel hat mir gefallen. Auch im Finalkampf überzeugt sie. Am besten haben mir Sammo Hung und Chang Yi gefallen. Beide Bösewichte. Vor allem Sammo Hung hat dabei fast einige der besten Kampfszenen überhaupt abbekommen, abgesehen vom Finalkampf zwischen Carter Wong/ Polly Shang-Kuan Ling-Feng gegen Chang Yi. Sammo Hung spielt, wie sein Meister, auch einen weisshaarigen Gegner.

Chang Yi mag ich als Bösewicht lieber, statt ihn in Heldenrollen zu sehen. Unvergessen sind seine Auftritte in Filmen wie Phantom Kung Fu, The War of the Boundary, The Thrilling Sword, Eagle’s Claw7 Men of Kungfu oder The Secret of Shaolin Poles. Fans von Chang Yi sollten wissen, dass er praktisch nur im Finale kämpft. Zuvor lässt er seine beiden rechten Hände, Sammo Hung und Huang Feilong (auch weisshaarig), ran. Nur um falsche Erwartungen von vornerein im Keim zu ersticken. Das Finale dauert ca. sechs Minute ist fantasievoll und brutal anzusehen. Unser Trio gibt ihr alles und liefert, wenn er darum geht, dem Kung Fu Fan ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Da Tai Jian

Taiwan (je nach Quelle HK) 1976

R: Sung Ting-Mei

D: Carter Wong, Sammo Hung, Huang Feilong, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 15.10.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Xenon vor = Double Feature. Nebst Shaolin Traitorous befindet sich noch der Carter Wong Film Wu Tang Swordsman im Set. Zu Shaolin Traitorous = Uncut, Mandarin Print in Widescreen (aber nicht anamorph), gute Bild- und Tonqualität mit englischen Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2024).

Sonntag, 12. Mai 2024

The Shaolin Kids

The Shaolin Kids

Story:

Der Kaiser (Ko Hsiang-Ting) ist in Gefahr. Es geht um eine Liste, welche zu ihm gelangen soll. Rebellen (Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng) gelingt es, diese dem tyrannischen Premier Minister, der den Kaiser stürzen lassen will, zu entwenden. Der Premier Minister schickt seine Killer (Huang Feilong, Cliff Lok) los, um die Liste zu finden und die Rebellen zu töten…

Meine Meinung:

The Shaolin Kids erzählt die ewige Geschichte von einem Tyrannen, der die Herrschaft an sich reissen, und den Kaiser vernichten will und dabei von heldenhaften Rebellen gestört wird. Am Rande kommen in dem grundsoliden Film von Regisseur Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) auch böse Japaner vor, aber keine «Shaolin Kids», was nicht weiter schlimm ist. Und es gibt viel Pathos, Rache-Motive und Aufopferungen.

Es handelt sich um eine taiwanesische Produktion aus dem Jahr 1975. Der Film wartet mit einem grossen Cast auf. Es sind fast zu viele Parteien dabei, so das nicht allen gerecht wird. Allgemein würde ich den Film als gut und solide betiteln, aber nicht als Meisterwerk. Dazu waren die Kampf- und Schwertkampf-Szenen mehrheitlich zu wenig speziell und/oder zu wenig spektakulär, um aus der Masse herauszuragen. Für die Kampfszenen zeigte sich u.a. Cliff Lok (Shaolin Death Squads) zuständig, der mir als rechte Hand des bösen Premier Minister gefallen hat.

Nebst Cliff Lok wartet der Film mit Stars wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng (General Stone), Carter Wong (Good Bad & Losers), Chang Yi (Gambling for Gold) oder Tien Peng (The Lost Swordship) auf. Polly Shang-Kuan Ling-Feng macht ihre Sache ordentlich. Carter Wong sieht mit Bart ungewohnt aus und Chang Yi sehe ich definitiv lieber als Bösewicht statt als Held. Gegen Ende werden die Kampfszenen besser, vor allem im Finale oder jene mit Huang Feilong und Cliff Lok. Letztere haben Pillen, mit denen sie nicht sterben und die sie einnehmen, wenn sie am Sterben sind. Das fand ich cool.

Fazit: Solide Kung Fu Unterhaltung!

Infos:

O: Yi Dai Zhong Liang

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo

D: Ko Hsiang-Ting, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng, Huang Feilong, Cliff Lok

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 87:59 Min.

Gesehen am: 21.02.24

Fassungen: Siehe The 7 Grandmasters! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024). Zudem lag mir die Betamax aus Indonesien von Asaka Vision vor = Bekam ich geschenkt und behalte ich deshalb.