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Donnerstag, 9. Juli 2026

Update

Folgendes Review wurde komplett überarbeitet:


- The Night Comes for Us

NIFFF 5. bis 6. Tag

 

Heute stand ich früh auf. Ich denke ca. um 08.00 Uhr. Und schrieb die Berichte von gestern. Heute konnte ich es gemütlicher angehen, da kein Katzenstreu zu wechseln war und auch einkaufen musste ich nicht. Bis am Mittag hatte ich die Berichte geschrieben. Danach hiess es etwas zocken (Broforce). Ich überlegte auch, The Night Comes to Us anzusehen, damit ich mein Review anpassen kann. Der Film läuft aber über zwei Stunden und so liess ich davon ab. Vorerst. Ich wollte etwas früher in Neuchatel sein und mein Glück nochmal probieren (Autogramm von Regisseur Quarxx). Zudem wollte ich im Okapi Neuchâtel nochmals eine Crème Brulée essen gehen. Ggf. vor der ersten Sichtung. Zwischen 14.00-15.00 Uhr machte ich mich auf den Weg und konnte, wie bereits gestern, den früheren Zug nehmen (vom Westside aus). In Neuchatel kaufte ich ein (Sandwich, Butterbrezel) und machte mich danach auf den Weg in die Stadt.



Das Okapi Neuchâtel war total voll. Draussen gab es keine freien Sitzplätze mehr. Ich nahm drinnen, gleiche beim Eingang Platz und stellte fest, dass die Räumlichkeit deutlich angenehmer und kühler war, als draussen. Es schien Hochbetrieb zu herrschen. Ich bestellte mir nur eine Crème Brulée, ein Cappuccino und fragte, ob sie auch Cheesecake hätten (zumindest müssten sie diesen laut Online-Speisekarte haben). Nach Bestätigung bestellte ich mir auch einen Cheesecake. Mit Ausnahme einer halben Schokoladentafel, welche ich um ca. 08.00 Uhr gegessen hatte, war das mein Frühstück. Die Crème Brulée sah etwas anders aus als am Sonntag, war aber erneut, göttlich. So auch der Cheesecake. Vor allem der Biskuit-Boden war ein absoluter Traum. Ziele sind im Leben wichtig. Ich nehme es mir nun zum Ziel, von heute bis am Samstag dort täglich einen Cheesecake und eine Crème Brulée essen zu gehen. Mal schauen, ob mir das gelingt.





Danach ging ich die diversen Orte abklappern, wo ich in der Vergangenheit NIFFF-Gäste für Autogramme erblickt hatte. Fehlanzeige. Ich sah keinen Quarxx. Egal. Ich ging noch etwas laufen und an den See. Dieser war auch voll. Es war sehr warm heute. Super Wetter, für am See zu verweilen. Heute standen, wie am ersten Tag, drei Filme auf dem Programm. Die waren im Grossen und Ganzen alle etwas sehenswerter als vergangene Filme, ausser Subsuelo. Da zog das Ende den Film stark runter. Vor jedem Film checkte ich nochmals mögliche Orte, an denen Quarxx sein konnte. Man sah den nicht. Von den drei Filmen liefen zwei im warmen Studio, welches auch heute etwas gekühlt wurde. Ich war erstaunt, wie viele Besucher die Vorstellungen hatten. Es war immerhin ein Wochentag und einige der Vorstellungen (z.B.  Subsuelo) waren total ausverkauft.


Auf dem Handy sah ich noch zwischenzeitliche Fussball-Überraschungen (das 2. Tor, welches den Ägyptern gegen Messi und Co. aberkannt wurde nur um kurze Zeit später erneut zu Treffen) und auf meiner Heimreise sah ich mir noch die 1. Halbzeit des Spieles Schweiz gegen Kolumbien an. Nach der Halbzeit machte mein Handy schlapp. Kein Akku mehr. Schon krass, dass das vom frühen Nachmittag bis nachts nicht mehr reicht. Zuhause sah ich mir noch die Verlängerung und das Elfmeterschiessen zum Berichte schreiben an. Irgendwann nach 01.00 Uhr ging ich dann schlafen und verschob die letzten zwei Berichte auf den Vormittag. Ich schlief gut und schrieb am Morgen die Berichte. Ich habe mir, als ich mir das heutige Programm ansah, überlegt, Breeder vielleicht auszulassen. Der Film würde um ca. 23.15 Uhr zu Ende sein und um 23.30 Uhr müsste ich es auf den Zug schaffen. Wenn nicht, müsste ich den letzten Zug nach Bern und dann von Bern ein Taxi nehmen oder aus der Stadt nach Hause laufen (zwei Stunden). Oder ich könnte den Zug nach Bern, Riedbach nehmen und dann laufen. Dann wäre ich aber auch erst um 01.30 Uhr zu Hause. Und darauf hatte ich keine Lust. Zudem hätte ich so vielleicht noch Chancen, Regisseur Eisuke Naitō zu treffen, der abends seine neuen Filme vorstellen würde. So packte ich heute auch noch das Liverleaf Cover ein, um den ggf. signieren zu lassen. Und auf Social Media sah ich, dass Tony Rayns verstorben ist. RIP. Seine Extras zu Shaw Brothers und Co. sah ich mir immer gerne an. Er starb nach einem Treppensturz Zuhause!



Dann klingelte es. Post. Ich bekam eine neue Horror-Lektüre: Das scharlachrote Evangelium von Clive Barker. Ich wusste gar nicht, dass er einen neuen Roman geschrieben hatte. Ich bin noch an Gewebte Welt dran, welches ich aber demnächst beenden sollte. Ab Sonntag habe ich viele Nächte zu arbeiten (Ferien zu Ende), so dass ich froh bin, für die ruhigen Nächte wieder etwas zum Lesen zu haben. Ich entschied, etwas früher nach Neuchatel zu reisen. Zum einen wollte ich schauen, ob ich Quarxx und Eisuke Naitō finden würde, zum anderen wollte ich in Ruhe vor der ersten Sichtung (17.00 Uhr) noch mein Ziel umsetzen und eine Crème Brulée und einen Cheesecake essen gehen. Ich kaufte diesmal im Westside ein (Sandwich etc.), so dass ich in Neuchatel direkt auf die Suche nach den Gästen ging. Ich sah niemand. In der Hitze zog es mich Richtung Crème Brulée/ Cheesecake. Und dann das: das Okapi Neuchâtel hatte geschlossen:-( Also ich ging ins Les Brasseurs und nahm dort etwas zu trinken und dort eine Crème Brulée. Danach ging es in den ersten Film. Der war total ausverkauft. Und diesmal merkte ich nicht wirklich was von einer Klimaanlage. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich auch entschieden, heute Breeder sowohl die kommenden Tage noch Decorado ausfallen zu lassen.








Nach der ersten Sichtung hatte ich eine Stunde Pause. Nun war 18.00 Uhr vorbei und das Okapi Neuchâtel hatte geöffnet. Und ich kam, halt zum Abendessen, dennoch in meinen Genuss und bestellte das gleiche wie gestern (oder vorgestern?): eine Crème Brulée, einen Cheesecake und einen Cappuccino. Danach drehte ich meine obligatorische Runde und sah keinen der Gäste. Hokum startete mit Verspätung (total ausverkauft) und hatte leider auch den neuen selbstverliebten Schnuri als Vorsteller. Als Hokum zu Ende war, hätte ich, wenn ich Breeder schauen gegangen wäre, keine Pause gehabt. Es wäre schon Türöffnung gewesen. Zwischen 21.30-22.00 Uhr fand ich dann Eisuke Naitō und hatte genau gewusst wo. Schliesslich würde er um 22.00 Uhr seinen ersten Film vorstellen. Es war aber der falsche Zeitpunkt, um für ein Foto und ein Autogramm zu fragen. Warum? Er war am Abendessen. Da wollte ich nicht stören. Und 30 Minuten zu warten, dafür war mir sein Autogramm dann doch zu wenig wichtig, so dass ich mich auf die Heimriese machte. Ich stieg diesmal wieder im Westside aus und wollte einen neuen Gehweg für nach Hause ausprobieren, der mich nicht über das steinige Feld führen sollte. Zuerst lief ich etwas länger an der Strasse entlang, dann in fast schierer Dunkelheit hinter dem Bauhaus durch bis zum Pflegeheim und von dort an die Hauptstrasse und dann Richtung Fust. So hatte ich vielleicht fünf Minuten länger, aber lief viel gemütlicher. Zudem war es leicht unheimlich, den leisen und dunklen Weg zu laufen. Schlussendlich kam ich Zuhause drei Minuten früher an, als der Zug in Niederwangen halten würde. Das heisst ich war früher zu Hause und habe mich noch etwas bewegt. Top. Ich war müde, so dass es mich heute schnell ins Bett zog (und es war heute auch kein Fussball angesagt).












Hokum

NIFFF 2026 Spezial

Hokum

Story:

Ohm Bauman (Adam Scott) reist aus den USA nach Irland, um die Asche seiner Eltern zu verstreuen und ihrem Wunsch zu entsprechen. Doch es kommt anders, als geplant…

Meine Meinung:

Damian McCarthy sorgte mit The Oddity am NIFFF 2024 für einen Erfolg. Hokum ist sein neuster Film und ich war sehr erfreut, als ich sah, dass der am diesjährigen NIFFF laufen würde da der Film keinen regulären Kinostart (in der Schweiz) haben würde. Hokum war unterhaltsam, aber irgendwie dennoch auch nichts Besonderes. 100% überzeugt hat mich der Film nicht. Vielleicht hatte ich einfach auch zu viele oder zu hohe Erwartungen.

Auf der anderen Seite wusste ich inhaltlich sehr wenig. Der Film geht inhaltlich in eine andere Richtung, als ich das erwartet hätte. Der Film ist ein Mix aus Krimi und Ghost-Film. Für einen Horror- und Geisterfilm muss ich jedoch bemängeln, dass ich nicht einmal erschrocken oder zusammengezuckt bin. Trotz einiger Jump-Scares und/oder dem Versuch, Spannung durch Bilder und Setting zu generieren. Das war schon etwas enttäuschend. Ich denke, in der Hinsicht hatte The Oddity die Nase vorn. Der Mix des Plots war zwar etwas erfrischend, auf der anderen Seite auch relativ unglaubwürdig.

Dazu kommt, dass der Film auch eine Komödie ist. Es gibt viel zu lachen und der Film war in der Hinsicht auch oft zu lustig, um dann auch wirklich gruselig oder unheimlich zu sein, auch wenn andere Kinobesucher durchaus erschrocken sind. Ich bin da wohl einfach schon abgestumpft. Der Film ist gut gespielt, aber die männliche Hauptfigur, gespielt von Adam Scott (Hellraiser: Bloodline, The Monkey), war mit oft nicht sonderlich sympathisch. Das Finale fand ich auch enttäuschend, im Keller gab es mir dann doch auch zu viele CGI-Fratzen und die unbeantworteten Fragen störten mich diesmal. Aber unterhaltsam war Hokum auf jeden Fall.

Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Hokum

Irland, Vereinigte Arabische Emirate, USA 2026

R: Damian McCarthy

D: Adam Scott, Peter Coonan, David Wilmot

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

At the Place of Ghosts

NIFFF 2026 Spezial

At the Place of Ghosts

Story:

Zwei Brüder (Blake Alec Miranda und Forrest Goodluck) mit schwerer Vergangenheit sind gezwungen, sich wieder zu vereinen. Sie müssen, um einen Geist aufhalten zu können, tief in die Wälder eindringen…

Meine Meinung:

At the Place of Ghosts hat mir nicht wirklich gefallen. At the Place of Ghosts ist ein kanadisch-belgischer Film im Indigenen Setting. Der Film ist aber nicht wirklich eine grosse Auseinandersetzung mit den australischen Ur-Völkern, eigentlich auch kaum ein Ghost-Film und schon gar kein Folkhorror-Film, obwohl öfters als solcher betitelt. Viel mehr ist das ein Familiendrama um zwei Brüder, die seit ihrer Kind- und Jugendzeit ein schweres Geheimnis hüten. Die sich entfremdet haben. Es geht um Kummer, Trauma und Vergebung.

At the Place of Ghosts hat einige schöne Naturaufnahmen und überzeugt durch die Settings. Die Musik war authentisch und zum Setting passend. Zudem war der Film von den mir unbekannten Darstellern gut gespielt. Leider blieben die Figuren relativ blass charakterisiert, so dass ich mit ihnen nicht mit gefiebert habe. Es entstehen nicht wirklich Sympathien für die zwei Brüder. Inhaltlich hat mich der Film auch nicht abgeholt. Richtig spannend wurde es nie und die Zeitreisen während ihrer Reise in den Wäldern wirkte mehr irritierend oder aufgesetzt, so z.B., wenn die Ureinwohner von ausländischen Soldaten angegriffen werden.

Laut KI starteten Kämpfe zwischen australischen Ureinwohnern und ausländischen Kolonisten im Jahr 1788. Dass es dazumal schon Power-Frauen als Soldatinnen gab (dazu noch lesbisch, so wie es dargestellt wurde), ist einfach unglaubwürdig. Die Szene nahm vielleicht fünf Minuten im Film ein und wirkte unpassend und aufgesetzt. Vielleicht waren das Auflagen, die integriert sein mussten, um Fördergelder zu bekommen (einer der Brüder ist auch homosexuell, und daraus wird für den Plot eigentlich auch wenig gemacht). Das Finale war enttäuschend und die CGI-Effekte waren schlecht. Ich mag keine CGI.-Geister (die sich dann in Blätter auflösen) und ganz übel und schlecht waren die Szenen mit den CGI-Wölfen. Einfach nur grauenhaft und peinlich. Klar, dass ist eine Independent Produktion, aber trotzdem. Dann lieber gar nicht solche Szenen drehen, als solchen Mist zu zelebrieren.

Da hatte ich leider falsche Erwartungen. Ich hatte mir mehr (Folk)Horror versprochen, so dass ich am Ende mit At the Place of Ghosts nur wenig anzufangen wusste…

Infos:

O: Sk+te'kmujue'katik

Kanada, Belgien 2025

R: Bretten Hannam

D: Blake Alec Miranda, Martha Irving, Forrest Goodluck

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 81 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).