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Dienstag, 23. Mai 2023

The Twelve Fairies

The Twelve Fairies 

Story:

 

King Evil (?) will Buddha töten. Lotus Guard Bai Ma (Shadow Liu Chih-Yu) macht sich auf ihrer Reise, um King Evil zu stoppen, auf die Suche nach den 12 Animals (Cheng Hoi-Yuen, Yang Hsiung, An An, Lin Hsiao-Lu, Siu Huen, Lee Chih-Chi, Liu Chi-Han, Lin Kuang-Yung, Hsu Yu-Ta, Liu Chun, Cheng Tung-Chuen, Pang San), welche sie im Kampf unterstützen sollen…

 

Meine Meinung:

 

The Twelve Fairies ist Chiu Chung-Hings letzter Film, wie es scheint. Zuvor hat Chiu Chung-Hing dem Fan bereits sehenswerte und effektgeladene Fantasy-Action aus Taiwan spendiert. Man denke da nur an Titel wie A Heroic Fight, Hello Dracula, The Child of Peach oder Magic of Spell. Auch an anderen Fantasy-Filmen und/oder normalen Filmen wie Shaolin Drunkard, The Miracle Fighters oder Secret Rivals 3 war er beteiligt. Ab 1990 wurde es dann leider leise um Chiu Chung-Hing.

 

The Twelve Fairies ist im Grossen und Ganzen gut. Es sei aber gesagt, dass der Film klar schlechter als z.B. The Child of Peach plus Fortsetzungen, Kung-Fu Wonder Child oder King of the Children ist. Das liegt daran, dass es weitaus weniger Action/Effekte und vor allem auch weniger Lin Hsiao-Lu (Iceman Cometh, Horrible High Heels, Dragon Kid, The War Dogs, Strange Tales of Ghosts, Haunted House Elf, The Dignified Killers, Wandering Heroes) zu sehen gibt. Das ist ähnlich wie in The Expendables. Wenn sich jemand wie Lin Hsiao-Lu den Film mit elf weiteren Co-Stars plus Shadow Liu Chih-Yu teilt, dann kann sie ja auch nicht nur im Mittelpunkt stehen.

 

Dem Film hätte ich meinen Augen deutlich mehr Action-Szenen gut getan. Davon gibt es im ¼ zu sehen (u.a. auch ein Kämpfe gegen Zombies) und dann eigentlich fast erst im Finale wieder. Und das ist zu wenig. Der Mittelteil wird von Klamauk dominiert und den verschiedenen Tier-Charakteren. Zuweilen verschwindet der von Lin Hsiao-Lus gespielte Charakter auch einfach um erst kurz vor dem Finale wieder aufzutauchen. Die anderen Tier-Figuren sind deutlich weniger interessant und teilweise auch nervend.

 

Nebst Lin Hsiao-Lu sind nur zwei weitere Namen eine Erwähnung wert. Zum einen die damals, wenn ich es richtig gerechnet habe, 12jährige Shadow Liu Chih-Yu, die dazumal vor allem mit den Hello Dracula Filmen grosser Erfolge feierte (Hello Dracula, Hello Dracula 2, Hello Dracula 3, Hello Dracula 4, Hello Dracula 5, Hello Dracula Serie). Sie spielt die Hauptrolle Lotus Guard. Und als Priester (am Anfang des Filmes) ist Venom-Star Lu Feng (Crippled Avengers) in einer Kurzrolle zu sehen.

 

Der Film startet mit einer Zeichentrick-Animation und erinnert dabei hier und da an grössere Vorbilder wie Tom und Jerry sowie Looney Tunes (Road Runner). In der Sequenz wird die Legende der 12 Animals erzählt. Für westliche Zuschauer geht’s doch etwas zu schnell, aber amüsant und origineller Beginn in den Film. Der Humor ist einerseits grenzdebil doof, auf der anderen Seite auch mit Folter oder Nackt-Szenen (Hinterteile) gemixt. Unausgegorener Mix wie die Fans es aus dem Genre nicht anders kennen und manchmal auch mögen. 

 

Die Kostüme, CGI-Effekte, Gimmicks der Kämpfer und Monster-Masken (der Kopf von King Evil erinnerte an das Monster aus Story of Ricky), besonders im Finale, sind cool, fantasievoll, charmant und genau nach meinem Geschmack. In der Szene geht es, für einen "Kinderfilm", hier und da auch recht blutig her und zu, wenn praktisch alle Tier-Charaktere sterben…

 

Fazit: Wer Child of Peach und Co. mochte, sollte die Erwartungen reduzieren. Dann kann The Twelve Fairies auch trotz "zu wenig Lin Hsiao-Lu" Spass machen!

 

Infos:

 

O: Xin Shi Er Sheng Xiao

 

Taiwan 1990

 

R: Chiu Chung-Hing

 

D: Cheng Hoi-Yuen, Yang Hsiung, An An, Lin Hsiao-Lu, Siu Huen, Lee Chih-Chi, Liu Chi-Han, Lin Kuang-Yung, Hsu Yu-Ta, Liu Chun, Cheng Tung-Chuen, Pang San, Lu Feng

 

Laufzeit der HK-LD: Ca. 92 Min.

 

Gesehen am: Feb. 2016 / Neusichtung am: 20.04.23

 

Fassungen: Für die 2. Sichtung lag mir nun erstmals die HK-LD von Mei Ah vor = Mandarin/Canto mit festen englischen und chinesischen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Als Alternative gibt es vom gleichen Label noch die VCD (welche ich nun verkaufe) und eine LD aus China (vom Mei Ah China Ableger-Label Guangzhou Tung Ah), die wohl 1:1 der HK-LD entsprechen dürfte. Eine DVD, Blu-Ray und/oder deutschsprachige Fassung gibt es nicht (Stand: April 2023).

Donnerstag, 15. Dezember 2022

A Heroic Fight Review

A Heroic Fight

Story:

Gangsterboss Duh will aus dem Geschäft aussteigen und die Macht seinem Sohn abgeben, sehr zur Missgunst seiner rechten Hand Wey (Dick Wei). Dazu lässt Duh seinen Tod vortäuschen, indem er eine Special Effects und Stunt-Crew (Yuen Cheung-Yan, Lin Hsiao-Lu) anheuert, welche die «Tötung» inszenieren. Doch Wey und Co. (Chang Shan, Yang Hsiung) kommen hinter das Geheimnis und sagen der Special Effects und Stunt-Crew den Kampf an…

 

Meine Meinung:

 

Als ich A Heroic Fight vor elf Jahren das erste Mal sah, war mir die Taiwanesin Lin Hsiao-Lu scheinbar noch unbekannt. A Heroic Fight war wohl der erste Film von ihr, den ich sah. Inzwischen habe ich etliche Filme von ihr gesehen und hab daran grosse Freude - man denke nur an Fantasy-Filme wie Kung-Fu Wonder Child, The Child of Peach, Magic of Spell, Strange Tales of Ghosts, Magic Warriors, King of the Children (= Hello Dracula 4), You Xia Er, Dragon Kid, Haunted House Elf, The Twelve Fairies oder Iceman Cometh.

 

A Heroic Fight stellt daher eine willkommene Abwechslung dar, da modernes Setting und kein Fantasy-Genre. Damit reiht sich der Film in andere Werke wie Kung Fu Student, Emergency Police Lady, Thunder Cops II, Horrible High Heels, The War Dogs, The Magic Amethyst oder The Dignified Killers ein. A Heroic Fight von Regisseur Chiu Chung-Hing (Hello Dracula) ist ein Mitte der 80er Jahre Mix aus Action, Stunts, Film-in-Film-Szenen und Komödie. Der Film war ein Erfolg, so dass Regisseur Chiu Chung-Hing auch noch in späteren Filmen mit Lin Hsiao-Lu als Regisseur tätig war.

 


Der Film erzählt einen originellen, abwechslungsreichen und fantasievollen Plot. Dabei sitzt nicht jeder Joke, aber der Mix aus Stunts, Action und Gimmicks à la James Bond machen viel Spass! Der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt! Yuen Cheung-Yan (Drunken Tai Chi), vom legendären Yuen Clan, macht wie Lin Hsiao-Lu, welche wieder Mal eine Tomboy spielt, eine gute Figur. Ebenso HK-Star und Ex-Kickboxer Dick Wei (Shanghai Police), der selbstverständlich einen Bösewicht mimt. 

 

 

Was mir an den Action-Szenen auch gefiel waren die Film-in-Film-Szenen, Gimmicks und Kostüme. Lin Hsiao-Lu schlüpft hier schon gefühlt dreimal in andere Rollen - als Kämpferin gegen Monsterwesen à la The Child of Peach und als sie später die Attentäterin spielt, erinnerte mich ihr Outfit an jenes von Yukari Oshima aus Kung-Fu Wonder Child und/oder ihre Prinzessinnen Darstellung aus Dragon Kid. Nicht nur dass: einige der Bösewichte um Dick Wei entsprangen, was deren Aussehen angehen, auch aus anderen Filmen: 

 

Yang Hsiung, der den Gangster mit der Hakenhand spielt, erinnert an den Gangster mit derselben Waffe aus Dragon Kid und Shaolin Vs. Lama Bösewicht Chang Shan kopiert Chung Fats Outfit aus dem ein Jahr zuvor in Hong Kong veröffentlichten Police Assassins. Auch die Musik ist teilweise gestohlen (A Nightmare on Elm Street). Jedoch immer nur ganz kurz, so dass für ungeübte Ohren nicht ersichtlich. Und der Hauptplot erinnert, wohl auch nicht ganz zufällig, an den US-Film F/X - Murder by Illusion.

 

Fazit: Spassig, actionreich, fantasievoll, abwechslungsreich & unterhaltsam!  

 

Infos:

 

O: Yong chuang jiang hu

 

Taiwan 1986

 

R: Chiu Chung-Hing


D: Dick Wei, Yuen Cheung-Yan, Lin Hsiao-Lu, Chang Shan, Yang Hsiung

 

Laufzeit der HK-DVD: 84:11 Min.

 

1. Sichtung am: Okt 2011 / Neusichtung am: 23.11.22

 

Fassungen: Mir lag die Code-Free DVD aus HK von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Schade, dass andere Filme mit Lin Hsiao-Lu nicht auch von dem Label in Hong Kong veröffentlicht wurden. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2022).

Sonntag, 15. Mai 2022

Magic Warriors Review

Magic Warriors

Story:

 

Little Flying Dragon (Lin Hsiao-Lu) rettet Golden Boy (Chan Yin-Yu) vor Kid of the Worst (Chang Shan) und macht sich auf die Suche, um Golden Boys Onkel Hsiu Lo Se (Alexander Lo Rei) zu befreien, um Kid of the Worst und dessen Vater, Devil King, zu zerstören…

 

Meine Meinung:

 

Nach The Child of Peach und Magic of Spell folgt der dritte und letzte Teil der Child of Peach Fantasy-Reihe aus Taiwan mit Lin Hsiao-Lu in der Hauptrolle. Zwar spielt sie nicht mehr Peach Boy, sondern Little Flying Dragon, aber ansonsten ist mehr oder weniger alles beim Alten geblieben: Verrückte, fantasievolle, bunte und herrlich naive Fantasy-Elemente dominieren das Geschehen!

 

Und für 1989 bot der Film quasi das beste des damaligen Kinos aus Taiwan: Lin Hsiao-Lu (Kung Fu Wonder Child), Lee Tso-Nam (The Woman Avenger), Chang Shan (Wild Panther) oder Alexander Lo Rei (Ninja - The Final Duel) in seiner Doppelrolle, wobei letzterer auch die Action besorgte und Lee Tso-Nam, der sich den Regiestuhl teilte (mit Chuang Yan-Chien), den Film auch produzierte.

 

Viele bekannte Namen, die in anderen Zusammensetzungen bereits zusammengearbeitet haben, z.B. Alexander Lo Rei und Chang Shan (in Shaolin Vs. Lama) oder Alexander Lo Rei und Lin Hsiao-Lu (in The Magic Amethyst, Kung Fu Student und Emergency Police Lady). Besonders Lin Hsiao-Lu und Alexander Lo Rei haben gut harmoniert, was ihr späteres Zusammenarbeiten erklären dürfte, zumal beide dazumal gern gesehen waren im Taiwan-Kino: Lin Hsiao-Lu im Child-Fantasy Sektor und Robert Tai Entdeckung Alexander Lo Rei im Ninja-Film.

 

Dennoch hat mir der Film, wenngleich noch immer sehenswert und spassig, weniger gut als die Vorgänger gefallen. Der Film bot für mich, warum auch genau immer, weniger Charme. Dazu kommt, dass die Musik nicht mehr so gut war wie in den Vorgängern und ausserdem hat Golden Boy und dessen Fäkal-Humor (Fürze bis hin zu Urin oder Defäkation) genervt statt «lustig unterhalten». Auch die neuen Nebenfiguren, die zwar lustige Namen tragen (Dirty Ghost, Evergreen Wierdo*, Snails Spirit) waren wenig interessant und charismatisch.

*die englischen Subs der DVD sind stark fehlerhaft. Jedes Weirdo wurde z.B. als Wierdo übersetzt.

 

Was die Action-Szenen angehen haben harte Stunts abgenommen, dafür wurde die Martial Arts Schraube, vor allem im 9minütgen Finale, erhöht. Es wird weiterhin nicht mit innovativen Gimmicks (Bösewicht, dass seinen linken Arm als Kanone anfeuern kann), amüsanten Szenen (Lin Hsiao-Lu verwandelt sich aufgrund von "corrila Pills" in einen Gorilla) und coolen Szenen gespart (z.B. ein Einhorn Plüschtier, welches sich in Ponygon verwandelt, um Bösewichte zu bekämpfen siehe Bild unten.

 

 


 

Lin Hsiao-Lu Fans kommen voll auf ihre Kosten, auch wenn sie erneut einen Jungen spielt und sogar einen auf Lone Wolf & Cub macht, während sie Golden Boy (der im Film mehrfach, auch von seinen Eltern oder einem Papagei, als dumm bezeichnet wird) via fallenbestückten Kinderwagen durch die Wälder schiebt. Im Finale darf sie mit Äxten kämpfen, eine willkommene Abwechslung.

 

Alexander Lo Rei spielt in der ersten Rolle einen edlen Schwertkämpfer, der in Säure getaucht (in einem Vogelkäfig zum Skelett getaucht) verstirbt und darf erst kurz vor dem Finale als «Onkel» wieder auftauchen - diesmal mehr als Macho und so, wie wir ihn aus anderen Filmen kennen. Chang Shan als Bösewicht ist, gerade nach seiner Rolle in Shaolin Vs. Lama, immer ein Genuss. Leider wird hier bis zum Finale mit seinem Potenzial gespart, was schade ist. Dennoch liefert er sich im Finale einen tollen Fight gegen Lo Rei und Lin Hsiao-Lu, auch wenn danach noch sein Film-Vater, Devil King, mitmischen darf! Und nur schon allein wegen diesen neuen Minuten voller Wahnsinn und Martial Arts, lohnt sich der Film allemal!

 

Fazit: Für Fans der Reihe nach wie vor sehenswert!

 

Infos:

 

O: Feng Huang Wang Zi

 

Taiwan 1989

 

R: Chuang Yan-Chien, Lee Tso-Nam

 

D: Lin Hsiao-Lu, Chan Yin-Yu, Chang Shan, Alexander Lo Rei

 

Laufzeit der TW-DVD: 93:43 Min.

 

Gesehen am: Mai 2016 / Neusichtung am: 10.04.22

 

Fassungen: Mir lag die taiwanesische DVD von Scholar vor = Uncut, VHS Master, recht dumpfer Ton, O-Ton, feste englische Subs mit vielen Fehlern, gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2022).

Freitag, 6. Mai 2022

Magic of Spell Review

Magic of Spell

Story:

 

The Devil, Stone und Co. (Sam Ching-Wai) erwachen und planen, Kinder zu entführen um mit deren Blut zu alter Stärke zurück zu finden. Dabei stirbt Peach Boys «Mutter» (Yau Mei-Fong). Peach Boy (Lin Hsiao-Lu) und ihre Helfer (u.a. Hsu Yu-Ta) nehmen danach den Kampf gegen das Böse auf…

 

Meine Meinung:

 

Der zweite Teil der taiwanesischen Child Fantasy Reihe Child of Peach kann, wie bereits der Vorgänger (The Child of Peach) durch und durch überzeugen. Lin Hsiao-Lu (Kung Fu Wonder Child) kehrt als Titelheld und Tomboy «Peach Boy» zurück, um zusammen mit ihren Freunden Chicken, Dog. und Co. (neu ins Team stösst der Ginseng King = kommt dem Fan natürlich sofort Three-Head Monster in den Sinn) gegen das Böse zu kämpfen!

 

Der Fantasy-Film mit herrlich kindlicher Naivität wird dem Fan mit Pop-Songs, fantasievollen Einfällen, irrwitzigen Monstern und charmanten Effekten serviert. Die Effekte und Monster (Stein-Monster, Masken und sogar Zombies) sind genau nach meinem Geschmack und in der 2. Disc der VCD gibt es praktisch nur Action. Ich würde behaupten, 90% der zweiten Disc bestehen nur aus Fantasy- und Action-Szenen, wo sich der Film zu Beginn in der Hinsicht noch etwas zurücknahm.

 

Nach Teil eins benötigt die Fortsetzung keiner langer Einleitung mehr. Die Figuren sind mehr oder weniger bekannt. Es gibt auch Änderungen: es stossen neue Verbündete dazu, andere sind ausgeschieden (Peach Boys «Vater» ist z.B. inzwischen gestorben). Die Actionszenen sind total verrückt und fantasievoll. Mit Klamauk (Hexe die Peach Boys Schüler verführt), Drama (Film Tod von Lin Hsiao-Lu «Mutter») und gewissen Härten (Auge ausgestochen) muss gerechnet werden

 

Coole, fetzige, bunte und fantasievolle choreographiert und härtere Stunts runden den Film ab. Speziell das Finale ist in der Hinsicht absolut zu geniessen. Da machte Regisseur Chiu Chung-Hing (Shaolin Drunkard) alles richtig, da er zudem als Action Director fungierte und auf dem Gebiet gute Erfahrungen gesammelt hat (in Filmen wie Seven Men of Kung-Fu, Dreadnought, Hello Dracula). Auch die Kinder- und Jugendlichen-Darsteller sind in der Hinsicht positiv aufgefallen.

 

Fazit: Für Fans des taiwanesischen Fantasy-Kinos unbedingt zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Magic Warriors

 

Infos:

 

O: Tao Tai Lang Da Xian Shen Wei

 

Taiwan 1988

 

R: Chiu Chung-Hing

 

D: Lin Hsiao-Lu, Sam Ching-Wai, Yau Mei-Fong, Hsu Yu-Ta

 

Laufzeit der HK-VCD: 45:29 Min. (Disc 1), 35:24 Mn. (Disc 2)

 

Gesehen am: Mai 2016 / Neusichtung am: 29.03.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor. Die Bildqualität ist gut, wobei Disc 1 mehr Pixel aufweist als die 2. O-Ton, feste englische Subs, falscher On-Screen Titel im Print (Magic of Stell statt Magic of Spell). Die VHS aus Taiwan soll paar Sekunde länger dauern (z.B. wie einem Zombie der Arm abgerissen wird*). Mir kam es so vor, als könnte dies zensurbedingt sein, da merkwürdig geschnitten (auch, als dem Zombie danach noch das Bein abgerissen wird). Jedoch soll die VCD auch Szenen haben, die im VHS aus Taiwan fehlen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Sand: März 2022). *Inzwischen habe ich die Szene mit dem VHS aus Taiwan vergleichen können und die ist auf meiner VCD 1:1 identisch. 

 



 

Montag, 13. Dezember 2021

The Child of Peach Review

The Child of Peach

Story:

 

King Devil (Huang Chung-Yu) ist auf der Suche nach dem «Sword of Sun». Dieses findet er im Peach Garden. Die früheren Besitzer tötet King Devil. Bevor sie sterben gelingt es ihnen, ihr Baby, Peach-Kid (Lin Hsiao-Lu) auf die Erde zu schicken. Dort wird Peach-Kid von Old Man (Chin Tu) und Old Lady (Yau Mei-Fong) adoptiert und grossgezogen. King Devil erweckt derweil die Horden der Hölle (Lin Kuang-Yung) und richtet diverse Massaker an. Peach-Kid und Verbündete (Pang San, Chen Si-Ping, Shadow Liu Chih-Yu) nehmen den Kampf gegen King Devil und Co. auf…

 

Meine Meinung:

 

The Child of Peach ist herrlich naiv-bunte Mitte 80er Jahre Fantasy aus Taiwan und wurde dort und vor allem in Japan zu einem grossen Erfolg und stellt den ersten Teil der «Child of Peach» Reihe dar. Weitere Filme um magische Kinder, die in Pfirsichen geboren wurden und Monster bekämpften, waren die Folge (The Magic Sword of Watari, Na-Jan – Il Piccolo Titano = liegt noch ungesehen rum).

 

Der Bezug auf Japan hat seinen Ursprung auch in der japanischen Mythologie: The Child of Peach ist nämlich eine Verfilmung einer japanischen Legende (Momotarō). Was mich zunächst an die japanische Legende der Mondprinzessin erinnerte (mysteriöses Kind trifft auf Ehepaar, Vater als Holzfäller, z.B. verfilmt in Princess from the Moon) ist eine sehr getreue Momotarō Umsetzung. So verwundert es auch nicht, dass die Figuren sehr japanisch gekleidet sind und/oder der Film wie eine «Anime Verfilmung» wirkt. Die imdb listet auch Bandai als Produktionsfirma. Andere Datenbanken nicht = ich habe via Kontaktformular bei Bandai nachgefragt, Mal schauen ob da was kommt:-) Nachtrag 12.12.21: es kam nie eine...

 

Dazu kommt, dass Filme mit Lin Hsiao-Lu oder auch die Hello Dracula Reihe (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Serie) um Shadow Liu Chih-Yu in Japan auch äusserts populär waren – und beide Mädels sind in The Child of Peach auch zusehen. Lin Hsiao-Lu (Horrible High Heels, Iceman Cometh, Dragon Kid, The War Dogs, Strange Tales of Ghosts, Haunted House Elf, King of the Children, The Dignified Killers, Wandering Heroes) ist der grosse Star des Filmes, während Shadow Liu Chih-Yu in einer Nebenrolle als Fairy auftreten darf, in welchem die Figuren Namen wie Old Man, King Devil, Melon, Princess Apple oder Tiny-cock haben und Lin Hsiao-Lu als "Tomboy" Held Peach-Kid darstellt.

 

Der Film bietet fantasievolle Fantasy-Szenen im Wechsel mit coolen Stunts, Klamauk (gibt mind. drei Szenen mit Urin und eine mit Darmgasen), Action, wechselhaftem Ton (Klamauk Vs. Dorf-Massaker und komplette Zerstörung Vs. sexueller Humor) und dazu einen coolen, passenden Soundtrack, der mir bereits im Vor- und Abspann wunderbar gefallen hat! Die Effekte haben Charme und sind genau nach meinem Geschmack. In den Stunts sind Wirework, Slow-Motion und Laserstrahlen-Effekte vertreten ebenso wie platzende Köpfe à la Scanners oder ein Monster, welches komplett aus Pfirsichen besteht und am Ende die Helden im Kampf gegen den Endgegner unterstützt. Crazy!

 

Fazit: Sehenswert! Für 80er Jahre Taiwan-Fantasy-Fans absolutes Pflichtprogramm!

 

Gefolgt von: Magic of Spell

 

Infos:

 

O: Xin Tao Tai Lang

 

Taiwan 1987

 

R: Chen Chun-Liang

 

D: Huang Chung-Yu, Lin Hsiao-Lu, Chin Tu, Yau Mei-Fong, Lin Kuang-Yung, Pang San, Chen Si-Ping, Shadow Liu Chih-Yu

 

Laufzeit der TW-DVD: 96:37 Min.

 

Gesehen am: Feb. 2016 / Neusichtung am: 09.10.21

 

Fassungen: Mir lag die DVD von Scholarship aus Taiwan vor = O-Ton, englische Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Daneben sah ich als Alternativen: VHS aus Japan (wohl Dubbed in Japanisch) und eine DVD/VCD aus China (soll auch englische Subs haben). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2021).

Dienstag, 23. November 2021

Kung Fu Wonder Child Review


Kung Fu Wonder Child

Story:

 

Chin Hsu (Yukari Oshima) sucht nach ihrem Vater und Schwester, die entführt wurden. Sie kommt einem bösen Magier (Li Hai-Hsing) und dessen rechter Hand (Wong Kwan-Hong) auf die Spur. Zusammen mit ihren neuen Verbündeten, Grandpa Hua Won (Jack Long Shi-Chia), dessen Schüler Hsiu Chun (Lin Hsiao-Lu) und dessen zwei Sidekicks (Tang Heng-Wu, William Yen) nehmen sie den Kampf gegen die bösen Magier auf…

 

Meine Meinung:

 

Die meisten Filme mit Lin Hsiao-Lu, dem Star der Child of Peach Reihe aus Taiwan, sah ich bisher nur einmal. Das trifft sowohl auf den hier besprochenen Kung Fu Wonder Child wie auch ihre Werke wie A Heroic Fight, Kung Fu Student, Emergency Police Lady, You Xia Er, Thunder Cops II, The Magic Amethyst oder The Twelve Fairies zu.

 

Grund, dies langsam zu ändern. Der Anfang macht Kung Fu Wonder Child. Der sehenswerte & charmante Mitte 80er Jahre Fantasy-Film aus Taiwan lohnt sich. Bunt, wild, verrückt, charmante Effekte nach meinem Geschmack und viel Fantasy-Elemente. Die Naivität dieser Filme mag ich einfach. Das kompensiert sogar für 2-3 doofe Klamauk-Szenen.

 

Dazu kommt ein tolles Duo: Lin Hsiao-Lu (Horrible High Heels, Iceman Cometh, Dragon Kid, The War Dogs, King of the Children, Strange Tales of Ghosts, Haunted House Elf) darf in dem Film zusammen mit Japanerin Yukari Oshima (A Serious Shock! Yes Madam!, Project S, Iron Angels, Angel’s Mission) kämpfen. Beide überzeugen und Fans ihrer Lieblinge kommen voll auf ihre Kosten. Yukari darf sogar etwas mehr kämpfen, scheidet aber vor dem Finale dann aus. Ich denke man sah sie selten in einer solche klassische Rolle.

 

Regie führt Genre-Kenner und Ex-Shaw Brothers Regisseur und Taiwanese Lee Tso-Nam, der viele sehenswerte Filme realisiert hat (Crazy Nuts of Kung Fu, The Hot, the Cool and the Vicious, Eagle's Claw, Mission Kiss and Kill) und der auch schon mehrfach mit den Taiwan-Grössen Lin Hsiao-Lu oder Alexander Lo Rei zusammenarbeitete. Alexander Lo Rei (Young Kickboxer, Drug Tiger) war für die Kampf-Choreographie zuständig.

 

Die Action-Szenen basieren auf Wuxia-Filmen: Rumfliegen, Wirework, Fantasy-Elemente. Aber nicht nur. Es wird auch bodenständig gekämpft, es kommen Stunts à la Jackie Chan vor (wenn Stars an unsichtbaren Drähten weggezogen werden, z.B. wenn sie im Kampf «weg gekickt» werden) oder auch Hilfsmittel wie Magie, Gimmicks oder sogar futuristische Schusswaffen, die mich teilweise an Filme wie eXistenZ oder an Das Todeslied des Shaolin erinnert haben (Lung Feis Waffe). Die Action erinnert ans spätere Kino von Tony Ching Siu-Tung (dessen A Chinese Ghost Story kam ein Jahr später in die Kinos).

 

Cool fand ich u.a.: die Musik (z.B. schon im Vorspann), eine pelzigen Riesen-Centipede, gegen welchen Lin Hsiao-Lu kämpfen darf, einen Zeichentrick-Cartoon Drachen, der gegen Yukari Oshima ankämpft, Hopping Vampires und Zombie-Kämpfe, «Lebensretter» wie Jungfrauen oder Diskussionsinhalte über Urin, eine Hommage an Alien (Lin Hsiao-Lu bekommt einen Facehugger ab) sowie Tomboy-Elemente (Lin Hsiao-Lu spielt wie schon in der Child of Peach Reihe oder The Twelve Fairies einen Jungen).

 

Fazit: Für Fans von Filmen wie der Child of Peach Reihe und Co. oder Lin Hsiao-Lu oder Yukari Oshima allgemein zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Ling Huan Tong Zi

 

Taiwan 1986

 

R: Lee Tso-Nam

 

D: Yukari Oshima, Lin Hsiao-Lu, Wong Kwan-Hong, Tang Heng-Wu, William Yen, Jack Long Shi-Chia, Li Hai-Hsing

 

Laufzeit der thai. DVD: 90:04 Min.

 

Gesehen am: Feb. 2016 / Neusichtung am: 16.08.21

 

Fassungen: Mir lag für die 2. Sichtung diesmal die Original-DVD aus Thailand von Mangpong vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität. In der ofdb kommt die DVD technisch schlecht weg, aber es gibt viel Schlimmeres. Löblich: Mandarin O-Ton und englische Subs sind vorhanden. Man sieht, dass feste chinesische / englische Subs mit dem Balken im Bild überdeckt wurden. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Aug. 2021).