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Freitag, 12. Dezember 2025

Drunken Master Slippery Snake

 

Drunken Master Slippery Snake

Story:

Cliff Lok und Peter Chan Lung geraten auf ihrer abenteuerlichen Weise an diverse Kämpfer (u.a. Chiang Tao, Kong Chuen), die ihnen ans Leder wollen. Sie können immer entkommen, bis sie auf den tödlichen Lung Yung Feng (Lee Hoi-Sang) treffen. Um ihn zu besiegen, braucht Cliff Hilfe von Bamboo Stick (Simon Yuen)…

Meine Meinung:

Aka Mad Mad Kung Fu. Aka Ol' Dirty Kung Fu. Nicht zu verwechseln mit Ol' Dirty & the Bastard aus dem gleichen Jahr und mit dem gleichen Cast (Simon Yuen). Drunken Master Slippery Snake stellt eine Produktion aus Taiwan dar, je nach Filmdatenbanken wird auch Hong Kong genannt. Bei Drunken Master Slippery Snake handelt es sich um eine typische Old School Kung Fu Komödie, die nach den Jackie Chan Erfolgen (Drunken Master und Co.) entstanden sind. Und dessen Niveau wird, selbstverständlich, nicht erreicht.

Dennoch empfand ich Drunken Master Slippery Snake als spassig, unterhaltsam und vor allem kurzweilig. Mit einer Laufzeit von nur 81 Minuten ist der Film abwechslungsreich. Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather, Shaolin Death Squads, The Ring of Death) und Peter Chan Lung (Crazy Safari) harmonieren gut miteinander. Da kommen etliche Buddy-Movie Motive zum Tragen, was das ungleiche Duo angeht. Spassig. Simon Yuen (Kiss of Death, Iron Bridge Kung-Fu, Sleeping Fist), der Meister aus Die Schlange im Schatten des Adlers, kommt hier nur am Anfang und im Finale vor. Ihm sieht man an, dass er in vielen der Kampfszenen gedoubelt werden musste.

In Nebenrollen und Gastauftritten sind Chiang Tao (Die Depesche des Todes, Schweig oder stirb) sowie Cheng Kang-Yeh (Challenge of the Masters, The Duel) zu sehen. Vor allem letzterer nervt mich oft in Shaw Brothers Filmen (z.B. Heroes of the East). Hier machte er in seinem Auftritt Spass. Hatte etwas von Dean Shek. Am meisten Freude hatte ich hingegen an Lee Hoi-Sang (The 36th Chamber of Shaolin, The Kung-Fu Warrior, Shaolin Prince). Ihn kenne ich vor allem aus Nebenrollen, selten aus Hauptrollen. Hier spielt er den Hauptbösewicht und Endgegner. Und er macht das toll. Die Kampfszenen sind auch sehenswert.

Fazit: Wer Old School Kung Fu Filme mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1979

R: Ho Meng-Hua, Yu Cheng-Chun

D: Cliff Lok, Peter Chan Lung, Chiang Tao, Kong Chuen, Lee Hoi-Sang, Simon Yuen, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 04.11.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor = Mandarin mit englischen Subs, gute Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht. Als Master diente scheinbar die deutsche Widescreen Fassung. Als Bonus gibt es nebst zwei Kampfdemos und einer Bildergalerie noch eine zensierte Szene (in Mandarin mit «forced» englischen und chinesischen Untertiteln). Die Szene ist amüsant und es wird gekämpft. Diese fehlt im Print. Daher weiss ich nicht, ob die Fassung als Uncut durchgeht. Die Szene scheint im Original-Print nämlich verwendet worden zu sein. Vielleicht fehlt die Szene im deutschen Print und da das Label dieses als Master nahm, fiel das nicht auf. In Deutschland heisst der Film (VHS und DVD) Schnapsnase und Schlappohr. Es gibt keine Blu-Ray. Ich hatte davon noch kurz die VHS aus Japan (Mad Mad Kung Fu). Als ich dieses kaufte wusste ich nicht, dass ich die UK-DVD schon habe. Ich finde das VHS aber nicht mehr und habe es auch nicht auf meiner Liste von ungesehenen Filmen gelistet. Gut möglich, dass ich das VHS schon vor Jahren verkauft habe, nachdem ich bemerkte, dass ich den Film doppelt habe. 

Mittwoch, 6. September 2023

The Elimination Pursuit

The Elimination Pursuit

Story:

Ein schwarzgekleideter, wortkarger Einzelgänger (Tien Peng) nimmt den Kampf gegen den Devil Clan (u.a. Kwan Chung) auf. Viele Feinde (u.a. Hsiao Hou-Tou, Chang Chung-Yu, Li Chu-Yong) warten auf ihn. Zwei Polizisten (Pearl Chang Ling, Tien Ho) sind ebenfalls auf dem Weg, die Hintermänner des Devil Clans zu verhaften…

Meine Meinung:

Aka The Three Famous Constables. The Elimination Pursuit lag viele Jahre ungesehen rum. Als ich das Cover sah wusste ich nicht, dass Tien Peng oder Pearl Chang Ling mitwirken. Beide unter anderem Namen auf dem Cover abgebildet. Tien Peng spielte in vielen Schwertkampffilmen mit (The Lost Swordship, Sword with the Windbell, The Silver Spear) und Pearl Chang (The Invincible Swordswoman, Inheritor of Kung Fu, General Invincible), besonders bekannt durch Wolf Devil Woman, bedarf keiner grossen Vorstellung mehr.

The Elimination Pursuit, ein taiwanesischer 80er Jahre Wuxia im sehr düsteren und nebeligen Gewand, von Chang Peng-Yi (Shaolin Kung Fu Mystagogue, Relentless Broken Blade), hat mir dabei sehr gut gefallen. Der Film war besser als erwartet. Ein echter Kracher. Von Chang Peng-Yi liegen noch andere Filme ungesehen rum: Clutch of Power (UK-DVD), The Romantic Double Rings (Korea VHS) und Awe Inspiring Weapon (Korea-VHS). Nach The Elimination Pursuit bin ich sehr gespannt auf diese Filme.

The Elimination Pursuit beginnt mit einem Song und einer Art Best-of-Zusammenstellung von Szenen des Filmes. Viele Taiwan-Produktionen aus der Zeit taten dies: der Zuschauer bekommt so was wie eine Art Trailer zu sehen. Macht Lust auf mehr! Was am Film gefällt sind die vielen dunklen, düsteren und nebligen Szenen. Atmosphärisch dicht, düster und sehr stimmungsvoll. Dennoch will ich den Film nicht ins Horrorgenre drücken, wie das an manch einem Ort geschrieben steht. Die Stimmung ist aber toll und gefällt.

Ich mochte den Plot: dieser ist nicht langweilig und dem Verlauf ist gut zu Folgen. Tien Peng macht einen auf Okami – einen einsamen, schweigsamen Antihelden. Er überzeugt extrem in dieser mysteriösen Rolle als schier unbesiegbarer Schwertkämpfer, der unendlich viele Feinde im Film ins Jenseits schickt. Tien Ho und Pearl Chang sind dann zwei Constables, die, wie Tien Peng, ebenso hinter dem Devil Clan her sind. Ihre Präsenz ist kleiner als jene von Tien Peng. Beide überzeugen aber auch. Was auch passt, ist der Einsatz von Italo-Western Musik. Herrlich!

Desweitern ist der Film zu keiner Sekunde langweilig: es gibt fast alle fünf Minuten Kampfszenen. Diese Duelle erinnern ans Italo-Western und/oder japanische Samurai-Genre. Einzelne Szenen sind auch so gefilmt, da passt die Italo-Western Musik noch besser zu den Kampfszenen. Es gibt jede Menge abgefahrene Kampfszenen. Fantasievoll, blutig, abwechslungsreich. Der Humor wurde zum Glück auf ein bis zwei Szenen reduziert und ist nicht vorhanden. Humorvolle und damit eher unpassende Szenen betreffen Lin Kuang-Yung, der zum Glück nur eine kleine Rolle spielt und im Verlauf des Filmes auch verstirbt. Glück gehabt!

Fazit: Kracher des taiwanesischen Wuxia Genres!

Infos:

O: San Da Ming Bu Hui Jing Shi

Taiwan 1983

R: Chang Peng-Yi

D: Tien Peng, Pearl Chang Ling, Tien Ho, Kwan Chung, Hsiao Hou-Tou, Chang Chung-Yu, Li Chu-Yong

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 79 Min.

Gesehen am: 07.08.23

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor. Auf der Disc prangt hingegen das Logo von Vengeance Video = schaut aus wie ein nicht anamorpher 35mm Print in Widescreen mit viel Charme, in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs. Wahrscheinlich Uncut. Daneben gibt es noch eine Vollbild-VHS aus Taiwan. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2023).

Freitag, 19. Mai 2023

General Stone

General Stone 

Story:

 

Chu Erh (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und Chun Chao (Dorian Tan Tao-Liang) schliessen sich der Widerstandbewegung an. Ihr Ziel ist es, den tyrannischen Herrscher Wang Chao (Lung Fei) zu besiegen…

 

Meine Meinung:

 

Diese Goldig Films-Produktion und HK-Kung Fu Film wirkt aufgrund seines Fantasy- und Trash-Gehalts fast mehr wie eine Taiwan- statt eine -HK-Produktion. Es kommen lebende Steinfiguren à la The Unbeaten 28, geheime Kammern à la Wooden Man und magische Waffen (Pfeilbogen, Peitsche) vor. Dazu Kicker Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River), Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) in seiner obligatorischen Bösewichts-Rolle und Taiwanesin und Sängerin Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Shaolin Death Squads) als Heldin.

 

In einer Nebenrolle ist noch Blacky Ko Shou-Liang (Das Todeslied des Shaolin) zu sehen. Die Regie besorgte Tao Hung. Scheinbar war General Stone seine einzige Regiearbeit. Der Film ist gut und solide. Kein Kracher, weil er auch lahmere Phasen gibt. Einige der Massen-Szenen waren lahm und im Mittelteil gerät Polly Shang-Kuan Ling-Feng längere Zeit zu sehr in den Hintergrund. Ich mochte die Kampfszenen, in denen ohne Waffen gekämpft wird, oder die Trainingsszenen von Dorian Tan Tao-Liang gegen die lebenden Stein-Statuen (eine davon ist sein Vater!!!) mehr als die anderen Kampfszenen.

 

Lung Fei kämpft, was speziell ist, mit seinem Bogen. Ohne Pfeile abzufeuern. Zudem schaut er wie ein japanischer Krieger / General aus. Viele der Szenen sind Outdoor gedreht und am Ende darf ein Dummy einen steilen, felsigen Abhang hinunterrollen und das Schicksal von Lung Fei besiegeln. Das mag ich immer. Die Musik war leider etwas billiges, eintöniges Archivmaterial, welches man aus unzähligen solchen Eastern kennt. Schade! Da wäre geklaute Musik aus US-Horrorfilmen oder dem Italo-Western besser gewesen. Dorian Tan Tao-Liang hat zwar eine eindrückliche Beinarbeit vorzuweisen, aber dafür das Charisma eines Ameisenhaufens.

 

Fazit: Aufgrund des Trash- und Fantasy-Faktors näher am Taiwan statt am HK-Kino der damaligen Zeit! Solide und für Fans der Beteiligten interessant!

 

Infos:

 

O: Shi San Tai Bao Li Cun Xiao

 

HK 1976

 

R: Tao Hung

 

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Lung Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Hu Chi, Chuan Yuan, Blacky Ko Shou-Liang

 

Laufzeit der UK-DVD: 82:42 Min.

 

Gesehen am: 19.04.23

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor = gute bis durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Als Bonus gibt es ein Interview mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (2.5 Minuten). Sie spricht erstaunlich gut Englisch. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: April 2023).

Donnerstag, 19. Januar 2023

Soul of Bruce Lee Review

Japanuary 2023

Soul of Bruce Lee

Story:

 

Nachdem sein Meister ermordet wurde, zieht es dessen Schüler (Sonny Chiba) nach Thailand, um den Mörder (Luk Chuen) zu stellen und den Tod seines Meisters zu rächen. Doch im Kampf wird Sonny verletzt. Derweil arbeitet ein Agent (Tadashi Yamashita) ebenso am Fall, während Sonny von Etsuko Shihomi gesundgepflegt wird, ehe der Kampf gegen die Bösewichte (u.a. auch Bolo Yeung) ansteht…

 

Meine Meinung:

 

Ein Japanuary ohne einen Film mit Sonny Chiba (Wolf Guy) ist kein richtiger Japanuary. Soul of Bruce Lee ist dabei ein sehr skurriler und wirrer Film, dessen richtige Entstehungsgeschichte mir unbekannt ist. Es fängt schon beim Herstellungsland an: ist es eine Produktion aus Japan oder Hong Kong? Oder eine Co-Produktion? Laut Datenbanken soll es eine Toei Produktion sein. Aber ohne Gewähr…

 

Fakt ist, dass der Film von Japaner Yukio Noda und Chinese Chan Tung-Man stammt. Yukio Noda hat wohl mit Zero Woman: Red Handcuffs (aka Der Tiger von Osaka) seinen bekanntesten Film abgeliefert, während sämtliche Filme, die unter Mithilfe von Chan Tung-Man stammen, jeweils immer (!) auch einen 2. Regisseur an Bord hatten. Schon schräg! So wundert es nicht, dass der Film, indem auch Japaner und Chinesen vor der Kamera stehen, so wirkt, als sei er aus drei Filmen zusammengeschnitten worden! Wie wohl der ursprüngliche Film ausgesehen haben mag?

 

Soul of Bruce Lee, auch bekannt als Soul of Chiba, ist ein exotischer & wirrer Trash-Bruceploitation Film. Den Bruce Lee-Part mimt dabei Tadashi Yamashita als Anti-Drogen-Agent. Dieser war vor allem im US-Action-Kino zu Hause. Über Sonny Chiba braucht es hingegen keine Worte verlieren. Interessant sind hier nur zwei Dinge: seine Trainingsmethoden mit Stromstössen und die Drogenabhängigkeit seiner Figur! Luk Chuen (Deadly Chase for Justice) spielt den Bösewicht und Endboss, Muskelpaket Bolo Yeung (Chinese Hercules) quasi dessen Leibwächter und Sister Street Fighter Star Etsuko Shihomi hat eine kleinere Nebenrolle.

 

Die Stars machen dabei in den Kampfszenen eine gute Figur. Die Kampfszenen bestehen nicht nur aus Karate, welche Sonny Chiba dank The Street Fighter und dessen Erfolg in den USA, weltweit bekannt machten. Die Kämpfe rocken, sind fantasievoll (Sonny Chiba kämpft gegen vier Männer, die von Affen besessen sind) und schön gefilmt (hier und da auch Zeitlupeneinsätze). Auch mit Blut wird nicht gespart = es gibt auch den ein oder anderen blutigen Shoot-Out (Pistole, improvisierte Pfeile). Besonders das lange Finale ist actionreich geworden und kompensiert für die ein oder andere lahme und wirre Passage im Film.

 

Fazit: Für Sonny Chiba Fans interessant!

 

Infos:

 

O: Ji Sha! Xie Dao Quan

 

HK, Japan, Thailand 1977

 

R: Yukio Noda, Chan Tung-Man

 

D: Sonny Chiba, Luk Chuen, Tadashi Yamashita, Bolo Yeung, Etsuko Shihomi

 

Laufzeit der US-DVD: 93:10 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Rarescope vor. Diese bietet zwei Fassungen zum Film. Die Englisch Dubbed läuft etwas kürzer als die Jap. Originalversion mit englischen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind auf gutem VHS-Niveau. Mit Fighting Fist befindet sich ein zweiter Sonny Chiba-Film in dem Set (Double Feature). In Deutschland von NEW auf DVD veröffentlicht worden (Deutsch/Englisch, deutsche Subs). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2023).

Samstag, 12. Juni 2021

Chinese Hercules Review

Chinese Hercules

Story:

 

Shen Wei-Ta (Michael Chan Wai-Man) bringt im Kampf-Duell ausversehen seinen Gegner um. Er verlässt daraufhin seine Freundin (Chiang Fan) und Ort und Stelle und schwört, von Gewissensbissen geplagt, nie mehr zu kämpfen und sein Martial Arts Können für sich zu behalten. Er findet an einem abgelegenen Ort einen Job am Pier. Die Arbeiter (Lee Tin-Ying) und ihr Chef (Huang Chung-Hsin) werden jedoch von den örtlichen und externen Gangstern (Leung Tin, Fong Yau, Bolo Yeung) schikaniert, geschlagen, getötet. Ob Shen Wei-Ta seine Tarnung zugunsten der Hilfe seiner Kollegen aufgeben wird?

 

Meine Meinung:

 

Nach 13 Jahren sah ich mir Chinese Hercules zum zweiten Mal an und wurde mit einigen Überraschungen konfrontiert: ich wusste nämlich gar nicht (mehr), dass Michael Chan Wai-Man (Don't Love Any Stranger) eine der Hauptrollen spielte. In den USA wurde der Film nämlich stark auf Bloodsport und Van Damme Gegner Bolo Yeung (Deadly Chase for Justice) zugeschnitten – daher auch der Titel Chinese Hercules und/oder die Tatsache, dass dieser das Cover ziert obwohl dieser nur eine Nebenrolle spielt und der Film ansonsten bekannt ist als Freedom Strikes a Blow, The Kid in Pier oder A Duel of Harbour.

 

Leider empfand ich den Film, einen grundsoliden Anfang 70er Jahre Basher, nicht als Kracher. Schon gar nicht als Michael Chan Wai-Man Kracher. Warum nicht? Dies ist dem Plot geschuldet, der nicht nur wenig originell ist, sondern auch noch nervt und dafür sorgt, dass Michael Chan Wai-Man nur zwei Kampfszenen abbekommen hat. Zu wenig, wie ich meine…

 

Im Plot spielt Michael Chan Wai-Man einen Mann, der sich geschworen hat, nie mehr zu kämpfen & sein Talent bewusst zu verbergen. Daraus resultiert, dass die Bösewichte lange die Unschuldigen terrorisieren und teilweise töten und unser Held greift nicht ein. Und das nervt. Mit seiner Tat verschuldet er quasi, dass es Opfer gibt. Zwar haben auch andere Martial Arts Grössen solche Rollen gespielt (z.B. Gordon Liu in Dirty Ho oder Bruce Lee in The Big Boss), aber dort war das weniger nervend umgesetzt worden.

 

Die Action-Szenen sind ansonsten solide. Die erste, die Michael Chan Wai-Man abliefert, ist gleich zu Beginn und leider nicht wirklich spektakulär. Trotz neuem Master (mehr dazu unter Fassungen) ist dort die Bildqualität teilweise so dunkel, dass der Kampf nicht genossen werden kann. Immerhin rockt der lange Endkampf von Michael Chan Wai-Man gegen Bolo Yeung und anschliessend gegen Fong Yau und zuvor der Kampf von Michael Chan Wai-Mans Boss gegen den örtlichen Gangsterboss, dem Arm und Bein gebrochen werden.

 

Was das Sehvergnügen leider negativ beeinträchtigt hat war der englische Dub. Der war grausam übel (Ohrenkrebs) und die Vertonung der Disc ist qualitativ auch alles andere als toll (teilweise sind die Dialoge so leise, dass man kaum was hört und die Geräusche im Vergleich viel zu laut). Schade um das tolle 35mm Master…

 

Fazit: Michael Chan Wai-Man Fans sollten mit angepassten Erwartungen an den Film gehen (= es gibt nur eine gute Kampfszene von ihrem Liebling zu sehen und Bolo Yeung hat nur eine Nebenrolle), ansonsten solide Kost für jeden Basher-Fan.

 

Infos:

 

O: Ma Tou Da Jue Dou

 

HK 1973

 

R: Huang Ta

 

D: Michael Chan Wai-Man, Huang Chung-Hsin, Leung Tin, Fong Yau, Bolo Yeung, Lee Tin-Ying

 

Laufzeit der US-Blu Ray: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2008 / Review überarbeitet am: 11.03.21

 

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor. Für die damalige Erstsichtung die ultramiese US-DVD von Platinum (Englisch Dubbed, grauenhafte Synchro, mieser Ton, kein O-Ton, miese Bildqualität, nur Vollbild aber von Bolo Yeung an der Budo Gala 2010 signiert worden) während mir für die Neusichtung die US-Blu Ray von Dark Force vorlag: Uncut, restaurierte 35mm Fassung (ganz ordentliche bis richtig gute Bildqualität und Widescreen), Bonusfilm (Bruce’s Ninja Secret) aber leider nur Englisch Dubbed. Die Synchro ist grottenschlecht und der Ton ist auch auf der All Region Blu-Ray kacke (Stimmen teilweise viel zu leise, Umgebungsgeräusche viel zu laut). In Deutschland nur zensiert als VHS zu bekommen (Titel: Gazakko – Seine Fäuste trommeln das Todeslied). Nachtrag 25.06.23: Nachdem ich erfolglos nach dem HK-VHS gesucht hatte, erfuhr ich, dass die UK-DVD auch die Mandarin Fassung beinhalten sollte. Und tatsächlich: der Film liegt in Englisch oder Mandarin vor. Es gibt englische Subs. Interessant ist, dass vereinzelte Dialoge auch in der Mandarin Fassung nur Englisch Dubbed sind und einige der Prügelszenen ohne jegliche Schreie durch die Kämpfer auskommen d.h. nur Schlaggeräusche zu hören sind. Ob diese Szenen in der früheren O-Ton Fassung zensiert wurden? Ich weiss es nicht. Die DVD von Rarescope überzuegt durch eine gute Bild- und Tonqualität (wirkt wie ein Kinoprint), die Uncut-Fassung und im O-Ton und mit angepassten Erwartungen (Michael Chan Wai-Man darf nur zwei Mal kämpfen) macht der Film definitiv viel mehr Freude als in der grauenhaft schlechten, kaum zu ertragenden Englischen Fassung.