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Sonntag, 19. April 2026

Lee Cronin's The Mummy

Lee Cronin's The Mummy

Story:

Ein Journalist und dessen Frau gehen durch die Hölle, als ihre Tochter in der Wüste spurlos verschwindet. Acht Jahre später taucht das Mädchen plötzlich wieder bei der Familie auf. Doch sie ist verändert…

Meine Meinung:

Als ich dieses Jahr den Trailer zu Lee Cronin's The Mummy im Kino sah, war ein Kinobesuch beschlossene Sache. Zuvor hatte ich von diesem Titel und dem Namen Lee Cronin noch nie gehört. Der Trailer machte definitiv Lust auf mehr. Richtig gute Mumienhorrorfilme gibt es nämlich viel zu wenige, würde ich sagen.

Gestern sah ich mir den Film, der eine stolze Laufzeit von 133 Minuten beinhaltet, vor meiner 4. von sechs Nächten (ich arbeite als Nachtwache) an. Trotz der langen Laufzeit und der Tatsache, dass ich erst seit 16.00 Uhr wach war, wurde ich im Kino nicht müde. Das spricht für den Film. Vielleicht stimmt das Verhältnis nicht ganz. Am Anfang und Mittelteil ist der Film ruhig erzählt, gegen Ende hin wird es hingegen hektischer.

Wer den Film sieht dürfte sich an Filme wie Drag Me to Hell, Der Exorzist, Das Omen und vor allem die neuen Evil Dead Filme erinnert fühlen. Und das überrascht auch nicht, denn wie ich nach der Sichtung feststellte, handelt es sich bei Lee Cronin um den Regisseur von Evil Dead Rise.

Der Cast war solide. Die zwischenmenschlichen Probleme, die durch den Horror entstehen, wollen aber nicht wirklich zünden. Dazu waren die Entscheidungen, welche die Mutter und der Vater treffen, zu oft nicht nachvollziehbar. Die Kinder spielten fast besser als die Erwachsenen. Einzelne Horrorparts wirkten zudem zu drüber und mehr unfreiwillig komisch, statt zum Fürchten (z.B. die Abdankung der Grossmutter). Und einige Ideen werden nicht in den Plot integriert (der Professor).

Abgesehen von zwei-drei billigen CGI-Szenen (Sandsturm und Kojoten) bietet der Film eine ordentliche Palette an blutigen Splattereffekten, Bodyhorror Sequenzen und, und das freute mich am meisten, viele Ekelszenen, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Zudem sieht der Film allgemein toll aus und ist stark in Szene gesetzt. Das Make-Up (Gesicht) des Kindes hingegen fand ich wenig originell. Solche Fratzen sah man in den letzten Jahren einfach zu oft in dem Genre. Der Inhalt des Filmes ist auch alles andere als originell. Ägypten als Setting war hingegen cool und eine willkommene Abwechslung.

Fazit: Horrorfans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Lee Cronin's The Mummy

USA, Irland 2026

R: Lee Cronin

D: Jack Reynor, Laia Costa, Veronica Falcón, May Calamawy, Natalie Grace

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 133 Min.

Gesehen am: 18.04.26

Fassungen: In Bern im Originalton mit deutschen Untertiteln und Uncut im Kino gesehen (ab 16 Jahren, während der in Deutschland keine Jugendfreigabe erhalten hat). Soll am 31.12.26 von Warner in Deutschland auf Blu-Ray und Co. erscheinen.

Sonntag, 3. Oktober 2021

Dawn of the Mummy Review

Horroktober 2021

Dawn of the Mummy

Story:

Fotomodels, Crew und Co. (= Umgebung) werden in Ägypten von einer tödlichen Mumie heimgesucht…

Meine Meinung:

Dawn of the Mummy hat die Neusichtung nicht bestanden. Der US-Mumien-Horrorfilm fliegt aus der Sammlung. Was Mumien angehen gibt es für meinen Geschmack zu wenig wirklich sehenswerte Horrorfilme. Da kommt mir spontan fast nur der Paul Naschy Film The Mummy’s Revenge in den Sinn, wobei auch das kein Kracher war.

Was ich mit Dawn of the Mummy in Verbindung brachte war die schlechte Qualität der DVD. Dies beeinträchtigt das Sehvergnügen enorm. Daher kaufte ich früher auch diese UK-DVD von Anchor Bay, welche ich all die Jahre nie sah. Leider ist diese auch nicht optimal (mehr dazu unter Fassungen).

Der Film fliegt ausfolgenden Gründen aus der Sammlung: obwohl eine angenehme Laufzeit von ca. 85 Minuten ist der Film grösstenteils stinklangweilig. Nicht nur das: viele lahme Füllszenen, keine Spannung, wenig interessant, billig (vor allem der phasenweise unpassende Soundtrack), mag nicht zu fesseln etc. Bei der Figurenzeichnung haben es die Filmemacher auch nicht besser gemacht: uninteressant und nervend. Das hysterische Rumgekreische der Frauen fing nämlich alsbald stark zu nerven an…

Auch in Sachen Effekte, Make-Up, Suspense und Gore überzeugt der Film nicht. Am besten davon ist vielleicht im Finale noch der Gore-Faktor. Jedoch ist dieser aufgrund der schlechten, viel zu dunklen Bildqualität gar nicht wahrzunehmen. Die Effekte und auch schicken Zombie- bzw. Mumien-Fress-Make-Up Effekte und Masken können ihre Wirkung gar nicht entfalten. Sehr schade, denn was die Mumien(Zombies) angehen gibt es doch hier und da ein-zwei stimmungsvolle Szenen, die sogar leicht an Lucio Fulcis The Beyond erinnert haben.

Fazit: Aufgrund der miesen Qualität, der Längen und des uninteressanten Plots inklusive Figurenzeichnung nicht wirklich empfehlenswert!

Infos:

O: Dawn of the Mummy

USA 1981

R: Frank Agrama

D: Brenda King, Barry Sattels, George Peck, John Salvo, Ibrahim Khan

Laufzeit der UK-DVD: 88:14 Min.

Neusichtung am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Anchor Bay vor = Uncut, schlechte Bildqualität, Englischer O-Ton, keine Subs, Audiokommentar als Bonus. Die Bildqualität/ das Master sind so schlecht, dass die Gore-Szenen oftmals nur erahnt werden können und auch Make-Up Masken kommen kaum zur Geltung. Ausländische DVDs oder die deutsche Fassung (CMV) sollen gleich schlecht sein. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2021).

Mittwoch, 18. November 2020

Die Rache der Pharaonen Review

Die Rache der Pharaonen

Story:

Eine Mumie (Christopher Lee) nimmt Rache an den Personen (u.a. Peter Cushing), die vor vielen Jahren das Grab von Prinzessin Ananka gefunden und geöffnet haben…

Meine Meinung:

Hammer-Filme sind Genre-Film-Produktionen aus England die vor allem in den 30ern bis zu den 80ern aktiv waren und sich teilweise mit Monsterfilmen einen Namen machten (Vampire, Mumie etc.) und dabei oft erstmals Farbfilme besagter Kreaturen auf die Leinwand zauberten. Dabei wurde nicht selten auch mit Vertragsschauspielern (à la Shaw Brothers) gedreht. Zwei der bekanntesten Namen, die auch in Die Rache der Pharaonen zu sehen sind: Peter Cushing (At the Earth's Core) und Christopher Lee (The Bloody Judge).

Was Hammer-Filme angehen, bin ich ein Greenhorn. Ich kenne nur einige, wenige Titel: Circus der Vampire (Mal als Kind gesehen, weiss nicht mehr), Die 7 goldenen Vampire (Co.-Produktion mit den Shaw Brothers), Ti Lung – Der tödliche Schatten des Mr. Shatter (Dito – steht noch auf Wunschliste), Wake Wood (à la Friedhof der Kuscheltiere, eine der neuen Hammer-Produktionen), Die Frau in Schwarz (neue Hammer-Produktion) oder The Lodge (am NIFFF 2019 gesehen). Ungesehen liegt rum: Als Dinosaurier die Erde beherrschten.

Die Rache der Pharaonen, der erste Mumien-Gruselfilm in Farbe, vereint die beiden späteren Top-Stars Peter Cushing und Christopher Lee in einem Film. Der Film ist grundsolide, unterhaltsam und kurzweilig. Der Vorspann und die Musik empfand ich als sehr gelungen. Die Sets hingegen sahen teilweise zu steril und «gelackt» aus (keine Spinnweben in einer alten Grabkammer?).

Die Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht. Etwas schwarzer, britischer Humor dringt hier und da durch. Obwohl der Film relativ kurzweilig erscheint, hat der Film seine Schwächen im Skript und der Story: dies wird nämlich relativ bodycountarm und vor allem spannungsarm und ohne wirkliche Überraschungen erzählt. Die Figuren im Film wissen viel zu schnell von der Mumie und um was es geht.

Fazit: Für meinen Geschmack ist Die Rache der Pharaonen gut schaubar und alles andere als ein schlechter Film. Aber zu wenig gut, um in die Sammlung aufgenommen zu werden…

Infos:

O: The Mummy

Großbritannien 1959

R: Terence Fisher

D: Peter Cushing, Christopher Lee, Yvonne Furneaux, Eddie Byrne, Michael Ripper

Laufzeit der deutschen DVD: 84:16 Min.

Gesehen am: 03.08.20

Fassungen: Gesehen via DVD aus Deutschland von Universal: Uncut, gute wenn auch teilweise zu dunkle Bildqualität, gute Tonqualität, Deutsch (zu empfehlende Synchro) / Englisch mit Subs. Gibt es in den USA auch als Blu-Ray.

Donnerstag, 30. April 2020

The Mummy’s Revenge Review

The Mummy’s Revenge

Story:

Eine alte Mumie (Paul Naschy) erwacht in London zum Leben und geht nachts auf Beutejagd. Bevorzugtes Beuteschema: Frauen…

Meine Meinung:

Von The Mummy’s Revenge, einem bis dato eher seltenen Paul Naschy Titel (gab es wohl bisher nur als zensierte spanische DVD), war ich leicht enttäuscht. Ich hatte wohl zu viel erwartet da seltener Titel und Zensurvorgeschichte. Der Film wurde vor Jahren von Code Red angekündigt – danach hörte man lange nichts mehr, ehe sich nun Scorpion Releasing dem Film annahm und diesen in den USA auf Blu-Ray veröffentlichte.

Für solch kleine Genre-Perlen und Labels muss man, gerade in der heutigen Netflix und Co. Zeit, froh und dankbar sein. Dennoch: ich habe sicherlich etwas zu viel erwartet. Schlecht ist The Mummy’s Revenge, in welchem Naschy gleich mehrere Rollen verkörpert, nicht. Aber auch kein Kracher.

Ich störte mich an: teilweise wirkte der Film etwas lahm und es gab, ähnlich wie in 80er Jahre US-Slashern, lahme Füllszenen. Dazu kommt, dass ich mir den Film blutiger gewünscht hätte. Viele der Morde passieren im off screen und die Story ist nicht sonderlich spannend.

Die gezeigten Effekte wie auch das Mumien-Make-Up waren gut, die Mädels wie immer schön anzusehen und Naschy sehr solide in seinen Rollen. Als Mumie (mit dem Make-Up) hätte man ihn gar nicht erkannt, wenn ich es nicht zuvor gelesen hätte.

Der Film, der tatsächlich in England gedreht wurde, kann ich, auch wenn kein Kracher, allen Paul Naschy Sammlern und Fans empfehlen...

Infos:

O: La Venganza de la momia

Spanien 1973

R: Carlos Aured

D: Paul Naschy, Jack Taylor, María Silva, Helga Liné, Rina Ottolina, Luis Dávila, Pilar Bardem, Eduardo Calvo

Laufzeit der US-Blu: 91 Min.

Gesehen am: 19.03.20

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Scorpion Releasing vor = Uncut (Langfassung d.h. Szenen, die auf der spanischen DVD fehlen, sind hier erhalten), Infos auf dem Back-Cover (à la Booklet), Audiokommentar, sehr gute Bild- und Tonqualität (bis auf wenig eingefügte Szenen aus einem anderen Master), Englisch/Spanisch mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2020).