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Montag, 30. März 2026

Shelter

Shelter

Story:

Mason (Jason Statham) lebt einsam in einem Leuchtturm. Als die verletzte Jessie (Bodhi Rae Breathnach) anspült wird, rettet Mason das Mädchen. Als Mason auf dem Festland von einer Überwachungskamera gefilmt wird taucht später ein Trupp bewaffneter Soldaten auf, die Mason umbringen wollen…

Meine Meinung:

Shelter ist der neuste Streich mit Jason Statham (Death Race, Safe, The Expendables, The One). Der Film von Ric Roman Waugh wurde u.a. auch selbst von seinem Star und Hauptdarsteller mit produziert. Ich habe etwa das erwartet, was Jason Statham auch zuletzt abgeliefert hat. Für mich persönlich ist Shelter dabei schlechter als The Beekeeper aber besser als A Working Man. Aber, und das ist das Gesamtfazit, handelt es sich bei Shelter im Grunde genommen nicht um einen Film, der ins Kino gehört.

Und keiner seiner letzten Filme gehört (in meine) Filmsammlung. Mit anderen Worten denke ich, dass das Kapitel Jason Statham und Low-Budget Actionfilme im Kino, für mich in Zukunft der Vergangenheit angehören (The Beekeeper 2 wird sicher noch geschaut, aber sonst werde ich auf weitere Werke verzichten). Shelter ist okay und kann einmal angesehen werden, aber hier wird absolut nichts Neues oder Spektakuläres erzählt. Alles solide Mittelmass.

Die Laufzeit war mit über 100 Minuten zu lang, Höhepunkte fehlen und leider rockt der Film auch nicht in den Actionszenen (Schiessereien, Autoverfolgungsjagd, kurze Kämpfe). Jason Statham macht als einsamer Held dennoch eine gute Figur. Er spielt gut. So auch Bodhi Rae Breathnach als Jessie. Sie hat für eine Kinder-Figur so gut wie nicht genervt. Sie wird später dieses Jahr in Robert Eggers Werwulf vor der Kamera stehen. Schwach waren hingegen die Bösewichte und billig die aufgesetzte Sozialkritik an Gesichtserkennung und Geheimdienstmethoden.

Fazit: Unspektakuläre Action-Unterhaltung mit zu ruhigem Start. Nur für Hardcore Jason Statham Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shelter

Grossbritannien, USA 2026

R: Ric Roman Waugh

D: Jason Statham, Harriet Walter, Bill Nighy, Daniel Mays, Naomi Ackie, Bodhi Rae Breathnach

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 30.03.26

Fassungen In Bern im Kino gesehen = Uncut, Originalton mit Untertiteln. Soll Ende Jahr in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Donnerstag, 10. Juli 2025

A Working Man

A Working Man

Story:

Als die Tochter (Arianna Rivas) eines Freundes (Michael Peña) von Gangstern (Jason Flemyng, Emmett Scanlan, Andrej Kaminsky, Piotr Witkowski, Greg Kolpakchi, Maximilian Osinski, Eve Mauro, Cokey Falkow, Chidi Ajufo, Ricky Champ, Max Croes) entführt wird, nimmt sich Levon (Jason Statham) der Sache an…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zu A Working Man, einem neuen US-Actionfilm, produziert von Sylvester Stallone (Demolition Man, Rocky, Rambo), sah, nahm ich diesen als vielversprechend war. Umso enttäuschender war die Tatsache, dass der Film in der Schweiz keinen Starttermin erhielt. Und dass, obwohl The Beekeeper in der Schweiz zu sehen war. Was haben The Beekeeper und A Working Man gemeinsam? Das Genre (Action), den Hauptdarsteller (Jason Statham) und den Regisseur (David Aye).

Also gönnte ich mir den Film via Stream. In der Schweiz ist das legal. Ich habe nicht viel erwartet, auch wenn mir der Trailer gefiel. Das lag daran, dass auch The Beekeeper kein «Überfilm» darstellte. Aber immerhin war der unterhaltsam. Etwas, was ich leider von A Working Man nicht sagen kann. Nach der Sichtung weiss ich auch, warum der Film in der Schweiz keinen Kinostart bekommen hat. Der ist einfach total schlecht. Müll. Im direkten Vergleich ist The Beekeeper ein geniales Meisterwerk.

Es gibt keine einzige gute Action-Szene, mehrheitlich stört eine miese Kameraarbeit (viel zu nah dran und mieses Editing), die Figuren stammen direkt aus der Hölle (alle Bösewichte trotz Namen wie Jason Flemyng oder Emmett Scanlan), zu viel Belangloses und Kitschiges (den Nebenplot mit der Filmtochter hätte man eliminieren sollen) und es gibt zu viele Längen. Für einen Film dieser Art sind 116 Minuten Laufzeit tödlich. Das ist ein Plot, dem 86 Min. gutgestanden hätten und die Filmemacher sich nur auf das Wesentliche hätte beschränken sollen: die Actionszenen!

Im letzten Viertel hat es 2-3 Momente, wo ich Schmunzeln musste. Jason Statham (Death Race, Safe) ist solide. Abgesehen davon ist A Working Man Zeitverschwendung. Dass der Film überhaupt in einem Land im Kino läuft, ist beachtenswert. Die 18er Freigabe in Deutschland ist zudem ein absoluter Witz…

Fazit: Nicht zu empfehlen!

Infos:

O: A Working Man

Grossbritannien, USA 2025

R: David Ayer

D: Jason Statham, Arianna Rivas, Michael Peña, Jason Flemyng, Emmett Scanlan, Andrej Kaminsky, Piotr Witkowski, Greg Kolpakchi, Maximilian Osinski, Eve Mauro, David Harbour, Cokey Falkow, Chidi Ajufo, Ricky Champ, Max Croes

Laufzeit der Online-Fassung: Ca. 116 Min.

Gesehen am: 10.04.25

Fassungen: Der Film hat in der Schweiz keinen Schweizer Kinostart erhalten. Daher habe ich den Film via Stream gesehen (Uncut, Englisch). In Deutschland läuft der Uncut in den Kinos (FSK18). Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: April 2025).

Dienstag, 7. Mai 2024

Safe

Safe

Story:

In New York wird die junge Chinesin Mei (Catherine Chan) von russischen Gangstern und den Triaden gejagt. Zufällig landet sie in den Armen des Ex-Agenten Luke (Jason Statham), der damit sämtliche Feinde auf sich zieht…

Meine Meinung:

Safe bekam ich vor längerer Zeit vom Kollegen geschenkt. Ein Film, von dem ich sonst nie etwas mitbekommen hätte. Als ich mich vor der Sichtung über den Plot informierte, kam mir dabei der spätere Scott Adkins Film Legacy of Lies in den Sinn. Kein guter Start. Und das schlechte Omen sollte sich bewahrheiten: ich fand Safe, ein US-Actionfilm mit Jason Statham (The Beekeeper), grottenschlecht.

Das fing schon beim wenig originellen Plot an, beim Kind, bei den billigen Klischees, dem Aussehen von Jason Statham mit Penner-Mütze à la Bruce Willis in dem mittelmässigen Death Wish Remake bis hin zu der Tatsache, dass es keine einzige gute Action-Szene im ganzen Film zu bestaunen gibt. Und wenn ein Film nach einer Start-Sequenz mehrfach in Zeitebenen hin- und herspringt, so mag ich das nicht («vor einer Stunde», «vor einem Jahr» etc.).

Am schlimmsten war aber die Kameraführung und das Editing: eine Katastrophe. Ich habe schon innerhalb der ersten 15 Minuten überlegt, abzuschalten. Ungeniessbar. Verwackelt, unübersichtlich, einfach schlecht und billig. Zudem nimmt sich der Film viel zu ernst. Deshalb mag ich solche übertriebene Action-Vehikel wie The Beekeeper lieber: die sind wenigstens lustig, nehmen sich nicht ernst, veralbern sich.

Ausserdem hatte es keine einzige Figur, die mir irgendwie sympathisch war: weder die Bösen Russen noch Chinesen waren überzeugend, das Mädel hat auch eher genervt und selbst Jason Statham wirkte lustlos und unmotiviert. Seine Kameraden, die nach und nach aus dem Hut gezaubert werden (die sind alle hinter der Safe-Kombination her, welche Mei sich, da hochintelligent, gemerkt hat), sind auch bloss 08/15-Fiugren und Kanonenfutter in einem lahmen und nicht inspirierenden Actionfilm mit schlechter Action.

Fazit: Totalausfall!

Infos:

O: Safe

USA 2012

R: Boaz Yakin

D: Jason Statham, Catherine Chan, Robert John Burke, James Hong, Anson Mount, Chris Sarandon, Sándor Técsy

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 94:13 Min.

Gesehen am: 19.02.24

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Momentum Pictures vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Schuber, O-Ton und englische Subs vorhanden. Die Fassungen in Deutschland sind auch Uncut (FSK 18 - im Vergleich: in England, zurecht, ab 15 Jahren freigegeben). Die deutsche Ausgabe hat deutsche Subs, aber keine Englischen (Sprachen Deutsch/Englisch, Label: Concorde).

Mittwoch, 6. März 2024

The Beekeeper

 

The Beekeeper

Story:

Ein Ex-Mitglied (Jason Statham) einer strenggeheimen Organisation, genannt Beekeepers, nimmt den Kampf gegen eine Betrüger-Bande auf (Josh Hutcherson, David Witts)…

Meine Meinung:

Den ersten Trailer zu The Beekeeper, einem neuen Actionfilm mit Jason Statham (Death Race, The Expendables, The Expendables 2, The Expendables 3, The Expendables 4, The One, The Meg, Snatch), fand ich vielversprechend. Vor allem mochte ich den Selbstjustiz-Plot. Solche Inhalte à la Death Sentence, Death Wish (1, 2, 3, 4 & 5), The Night of the Executioner oder Nobody mag ich, zumal die Bösewichte anhand des Trailers total überzeichnet dargestellt aussahen = man hasst sie noch mehr.

Ich war überzeugt, dass der Film unterhaltsamer sein würde, als der letzte Selbstjustiz-Actioner, den ich im Kino sah: Silent Night von John Woo! Und so war es auch. The Beekeeper ist an sich kein toller Film, aber eins ist der Film: herrlich unterhaltsam, stupide und amüsant! Ich fühlte mich an die 80er Jahre erinnert und in einzelnen Momenten/Szenen sah ich Filme wie The Punisher mit Dolph Lundgren, Auf brennendem Eis mit Steven Seagal, Mr. Majestyk - Das Gesetz bin ich mit Charles Bronson oder The Terminator 2 mit Arnold Schwarzenegger vor meinem geistigen Auge.

Das mich einzelne Szenen veranlassten, an oben genannten Filmen zu denken, sagt im Positiven schon alles aus. Zudem ist mir Jason Statham seit The Transporter sehr sympathisch und Selbstjustiz-Inhalte gehen immer. Den Plot kann man auf eine Art und Weise auch als sozialkritisch betrachten. The Beekeeper legt schnell los. Der Plot geht Schlag auf Schlag. Es wird nicht lange zugewartet und Längen sind praktisch nicht vorhanden. Jason Statham ist cool und die Bösreichte rund um Josh Hutcherson oder David Witts nehmen Silicon Valley mehr als nur aufs Korn. Köstlich. Und Jeremy Irons (Stirb langsam –Jetzt erst recht) macht seine Sache auch gut.

Der Film, eigentlich fast eine nicht ernstzunehmende, total hohle und übertriebene Komödie, ist unterhaltsam und die Sprüche landen zum Schmunzeln ein. Viele Wortspiele mit Bienen. Zur Brutalität muss ich sagen, dass der Film eigentlich sehr harmlos ist. Die 18er Freigabe in Deutschland ist nicht gerechtfertigt. Was die Action-Szenen angehen gibt es im ganzen Film eigentlich nur eine tolle Action-Szene: den, ich nenne es Mal, «Endkampf» zwischen Jason Statham und Taylor James. Da kam fast The Raid Feeling auf. Schade gab es nicht mehr davon! Der Rest an Action-Szenen ist ok, aber nichts Besonderes. Der Film lebt mehr von den amüsanten Dialogen, den überzeichneten Figuren und dem coolen Actionhelden.

Fazit: Fans von Jason Statham und Selbstjustiz-Inhalten können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The Beekeeper

USA, Großbritannien 2024

R: David Ayer

D: Jason Statham, Emmy Raver-Lampman, Bobby Naderi, Josh Hutcherson, Jeremy Irons, David Witts, Michael Epp, Taylor James, Phylicia Rashad

Laiufzeit der Kinofassung: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 18.01.23

Fassungen: Im Kino gesehen ab 16/14 Uncut, im O-Ton mit deutschen Subs. Die 18er Freigabe in Deutschland ist nicht gerechtfertigt & übertrieben. In Deutschland soll der Film im April dieses Jahres auf Blu-Ray und Co. erscheinen.

Donnerstag, 28. September 2023

The Expendables 4

 

The Expendables 4

Story:

Bei einer Mission der Söldner-Truppe Expendables wird Barney (Sylvester Stallone) getötet. Christmas (Jason Statham) wird aus dem Team ausgeschlossen, da er einen Befehl missachtet hat. Das Team (50 Cent, Dolph Lundgren, Megan Fox, Randy Couture, Jacob Scipio, Levy Tran) ist nun hinter dem Mörder von Barney (Iko Uwais) her, Christmas ebenso…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Expendables-Reihe flog damals gleich nach der 1. Sichtung aus der Sammlung bzw. wurde nicht in diese integriert. Würde der vierte Teil wieder besser werden? Leider nein! Ich hörte vor dem Kinostart viel Schlechtes. Trotz angepasster Erwartungen muss ich eingestehen, dass The Expendables 4 wirklich in jeder Hinsicht grottenschlecht geworden ist. Der Film vom Hidden Strike Regisseur kann getrost links liegen gelassen werden.  Warum man immer wieder solche unbekannten No-Names als Regisseure verpflichtet, ist für mich unverständlich.

Mein Fazit zur Pause (in der Schweiz laufen Filme, je nach Kino, mit Pause) lautete:

«Erbärmlich, peinlich, in jeder Hinsicht grottenschlecht, zum Fremdschämen, Katastrophe»

Die 2. Hälfte des Filmes ist minim weniger schlecht, aber alles in allem auch nicht wirklich gut. The Expendables 4 ist eine Fortsetzung, auf die die Welt nicht gewartet hat. Völlig unnötig. Der schwache Start an den Kinokassen gibt mir Recht – R-Rating hin oder her (der 3. Teil bekam ja nur ein PG-13 Rating, was viele der Fans kritisiert haben). Na ja, so richtig viel Derbes gibt es in The Expendables 4 nicht zu sehen. Ein-zwei CGI-Blutmomente, paar Schimpfwörter (Fuck), sexuelle Themen (Golden Shower Witze) und die Nippel der Megan Fox waren wohl die Gründe für die R-Freigabe. Also, alles halb so wild. 

Der Plot ist an sich ok und die Zeit geht mehr oder weniger vorbei. Ex- Expendables sind nicht mehr dabei: Jet Li, Wesley Snipes, Antonio Banderas oder Terry Crews (kein Verlust). Jason Statham bekommt hier die meisten Szenen zu sehn. Sylvester Stallone hat eine kleine Nebenrolle und Dolph Lundgren wird total verschenkt. Die restlichen Neuzugänge um 50 Cent (sogar einer seiner Songs ist im Film zu hören), Megan Fox (sieht, wohl verunstaltet durch Schönheitsoperationen und Botox, wie ein Roboter aus, hässlich) oder Jacob Scipio (Humor zum Fremdschämen) sind allesamt schlecht und den Vorgängern der Reihe unwürdig. Dialoge und Humor zum Fremdschämen…

Zudem mag ich es nicht, wenn sich «Sänger» (50 Cent) als Schauspieler versuchen. Es gibt natürlich positive Ausnahmen, z.B. Canto-Pop-Sänger Andy Lau (Magic Crystal), der eine grossartige Film-Karriere dargelegt hat. Oder Grössen wie Alice Cooper in Die Fürsten der Dunkelheit oder Meat Loaf in Dario Argentos Pelts. Aber im Grossen und Ganzen bin ich davon kein Fan. Vor allem nicht, wenn es Rapper sind. 

Wo ich vor der Sichtung Hoffnungen hatte waren die Auftritte der asiatischen Stars wie Tony Jaa (Tom Yum Goong), Iko Uwais (The Raid) oder Dan Chupong (Born to Fight). Doch dank der miesen Action-Darstellung bleiben diese weit hinter ihren Möglichkeiten. Es gibt keine einzige gute Action-Szene. Furchtbares CGI, praktisch ein Greenscreen-Bild nach dem anderen, schlechte, miese, viel zu nahe dran und unübersichtliche Kameraführung zerstören praktisch jede Action-Szene. Die Verantwortlichen hätte man eigentlich feuern sollen. Im Grunde ist das Arbeitsverweigerung. Wer mag denn bitte solche CGI-Effekte und solche Action-Szenen?

Fazit: Schlecht, schlechter, The Expendables 4Sollte jemals ein 5. Teil kommen, wird der definitiv nicht mehr geschaut werden…

Infos:

O: Expend4bles

USA 2023

R: Scott Waugh

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, 50 Cent, Dolph Lundgren, Megan Fox, Tony Jaa, Iko Uwais, Randy Couture, Jacob Scipio, Levy Tran, Dan Chupong

Laufzeit der Schweizer Kinofassung: Ca. 103 Min.

Gesehen am: 22.09.23

Fassungen: Im Schweizer Kino gesehen = Uncut, O-Ton, englische Subs, Freigabe 16/14. In Deutschland läuft der Film ab 18 Jahren (der Film ist so dumm, der hätte auch locker ne FSK12 bekommen können). Die deutsche Blu-Ray soll am 02.12.23 erscheinen.

Mittwoch, 27. September 2023

The Expendables 3

The Expendables 3

Story:

Barney Ross (Sylvester Stallone), Anführer der Expendables, bekommt es mit einem ehemaligen Mitglied seiner Bande zu tun: Stonebanks (Mel Gibson). Um ihn zu schnappen wird ein neues Team (Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz) zusammengestellt. Doch damit hat Barney keinen Erfolg. Stonebanks kann entkommen und Barneys Team gefangengenommen. Barney und sein altes Team (Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li) plus neue Mitglieder und alte Bekannte (u.a. Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger) schicken sich nun an, Stonebanks zu beseitigen und die jungen Kollegen zu retten…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der bisher gesamthaften doch eher durchschnittlichen The Expendables Reihe (nur der 2. Teil ist noch in der Sammlung) ist der bis dato schlechteste Teil der Reihe und nicht mehr empfehlenswert! Der Film von Patrick Hughes bietet dem Zuschauer nicht mehr das, wofür die Reihe eigentlich Mal stehen sollte (Anlehnung an die US-80er Jahre Actionfilme) und enttäuscht auf ganzer Linie! Der dritte Teil wird nicht in die Sammlung integriert und ist in Sachen Action, Abwechslung / Story, Screen-Time der Stars, coole Sprüche (es gibt im Ganzen nur einen wirklich coolen Dialog), Gewaltlevel und Effekte schlechter als seine beiden Vorgänger (The Expendables und The Expendables 2).

Die Laufzeit ist zu lang, die Story und einige Wendungen oder Vorgehensweisen der Figuren absolut unlogisch, das Einbringen der neuen, jungen 08/15 Expendables ein grosses Desaster während die alten Stars kaum zu sehen sind (Dolph Lundgren z.B.). Jason Statham (The Meg) bekommt auch weniger Actionszenen und Jet Li (The One) kommt nur am Ende ca. fünf Minuten zum Einsatz, nachdem er bereits im Vorgänger kaum zu sehen war. Sehr schade! Harrison Ford war okay, Wesley Snipes (Blade) auch aber Antonio Banderas (Assassins – Die Killer) hat mit seinem Klamauk extrem genervt (Film ist so oder so viel zu zahm, harmlos und pseudo lustig). Aus der Negativität ragt nur Mel Gibson (Lethal Weapon) als Bösewicht heraus. Ordentlich, solide.

Dank der PG-Rating Freigabe, um mehr Zuschauer in die Kinos zu locken, darf nicht auf blutige Action gehofft werden. Diese gibt es schlicht nicht. Die Actionszenen am Anfang und Mittelteil waren allesamt schlecht, langweilig und total billig in Szene gesetzt. Die Effekte (vor allem das viele CGI) sind nochmals verschlechtert worden im Vergleich zu den Vorgängern und konkurrieren schon mit den alten The Asylum Produktionen. Nur im langen Finale ist die Action besser inszeniert, aber um ehrlich zu sein, auch alles andere als grandios: es gibt kaum Abwechslung, kaum Kämpfe, unblutige Shoot-Outs.

Fazit: Der bisher schlechteste «Expendables»!

Gefolgt von: The Expendables 4

Infos:

O: The Expendables 3

USA, Frankreich 2014

R: Patrick Hughes

D: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz, Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li, Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen: DVD: 126:13 Min.

Gesehen am: 2015

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden. Gibt es natürlich auch auf Blu-Ray. DVD schon lange entsorgt/verkauft, da mir Film nicht gefallen hat.

Montag, 25. September 2023

The Expendables 2

The Expendables 2

Story:

Auftraggeber Mr. Church (Bruce Willis) lässt das Söldner-Team um die Expendables (Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth) einen neuen Auftrag annehmen. Sie sollen einen Computer bergen, der den Aufenthalt von Aluminium preisgibt. Bösewichte (Jean-Claude Van Damme, Scott Adkins) sind hinter dem Aluminium her…

Meine Meinung:

Der 2. Teil hat mir nach der Neusichtung besser als der 1.Teil gefallen und bleibt in der Sammlung. Dinge, welche mich im 1. Teil störten (zu wenig Screentime der Stars, schreckliches Editing und Kameraführung, CGI-Blut), wurden hier sichtlich verbessert: Die Mehrheit der Stars bekommen mehr Screentime, schlechte CGI-Momente wurden reduziert (sieht man von der Szene mit dem Flugzeug im Finale Mal ab) und die Kameraführung ist viel übersichtlicher.

Allein die grandiose und lange Action-Sequenz, mit welcher der Film startet, lässt alle Actionszenen des Vorgängers weit hinter sich. Natürlich gibt es auch hier einige Abstriche zu machen. Ja, von Scott Adkins hätte man gerne mehr sehen dürfen und ja, auch Jet Li (Born to Defend) verabschiedet sich schnell aus dem Film, aber dafür gibt es mehr von Dolph Lundgren (The Demon Hunter), Bruce Willis (Last Boy Scout) und Arnold Schwarzenegger (Red Heat) zu sehen. Und Chuck Norris (Code of Silence) Cameo macht auch viel Spass! Und Jet Li darf vor seinem Ausscheiden auch mehr von seinem Können zeigen, als er dies im Ganzen 1. Teil tat.

Wo der Film bei neuen Gesichtern nebst Chuck Norris gefällt sind die neuen Bösewichte. Jean-Claude Van Damme (Harte Ziele) und sein Overacting machen viel Spass! Er ist immer dann am besten, wenn er sich nicht ernst nimmt. Scott Adkins (Undisputed IV Boyka Is Back) hätte zwar gerne mehr kämpfen und zeigen dürfen, was er kann, aber dennoch mochte ich ihn als rechte Hand von Van Damme. Am meisten erinnert mich die Rolle an seine Boyka-Rolle aus der Undisputed-Reihe. Sylvester Stallone und Jason Statham sind noch immer die eigentlichen Stars des Filmes während Dolph Lundgren etwas mehr zu einem Comic-Charakter geformt wird.

Nan Yu fügte sich gekonnt ins Geschehen ein, Liam Hemsworth ist zum Glück nach einer Weile nicht mehr zu sehen (und das waren auch die einzigen Szenen, die ich als unnötige Gefühlsduselei abtun würde, aber als Klischee mit dem Ausgang zu seinem Charakter, hat es mich während der 2. Sichtung weniger gestört als damals im Kino) und die Action-Momente sind zahlreich und abwechslungsreich: Explosionen, Verfolgungsjagden, blutige Shoot-Outs, Crashs, Panzer-Action, Kämpfe mit Messer und viel Ironie (kultige Sprüche von Arnie oder Willis, Norris Witze) machen den Film zu einem unterhaltsamen und actionreichen Vergnügen.

Fazit: Fans der alten Haudegen werden mit dem Film ihren Spass haben!

Gefolgt von: The Expendables 3

Infos:

USA 2012

R: Simon West

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth, Scott Adkins, Nan Yu

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 102:23 Min.

Neusichtung am: 19.09.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Splendid vor = Uncut, Deutsch/Englisch (mit deutschen Subs), sehr gute Bild- und Tonqualität.

Sonntag, 24. September 2023

The Expendables

The Expendables

Story:

Ein Söldner-Team (Jason Statham, Sylvester Stallone, Jet Li, Randy Couture, Terry Crews) soll auf einer Insel in Südamerika einen Diktator (David Zayas) ausschalten. Doch bald stellt sich heraus, dass der Feind jemand anderes (Eric Roberts, Steve Austin, Gary Daniels) ist…

Meine Meinung (Kinofassung):

Da noch diesen Monat der 4. Teil in die Kinos kommt, habe ich mir vorgenommen, die ersten zwei Filme nochmals zu schauen. The Expendables, eine Ansammlung von vielen Action-Helden und eine angebliche Hommage ans 80er Jahre Action-Kino, hat inzwischen auch schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel und bringt es bis dato auf drei Fortsetzungen. Mein Filmgeschmack ist strenger, vor allem auch, was neue US-Actionfilme angehen (siehe John Wick und Co.).

Leider hat mich The Expendables heuer nur noch wenig angesprochen, so dass der Film sogar aus der Sammlung fliegt. Warum? Die zwei Hauptgründe sind schnell genannt: das Editing und die Kameraarbeit sind mühsam, verwackelt, viel zu schnell und total unübersichtlich sprich nervend und macht die Action-Szenen kaputt. Das zweite passte ebenfalls in die Kategorie: billigste CGI-Effekte (z.B. die Blut-Szenen oder einige der miesen Greenscreen Hintergründe oder die Verbrennung von Steve Austin). Billiger geht es nicht…

Und diese Punkte, die Machart und Inszenierung der Action-Szenen sind im Grunde genommen keine Hommage an die guten alten 80er oder gar 90er, im Gegenteil. Dazu kommt, dass etliche der Stars zu kurz kommen und viel zu wenig Screentime haben. Verschenktes Potenzial, wenn ich da an Namen wie Jet Li (The Last Hero in China), Dolph Lundgren (The Mechanik) oder Gary Daniels denke. Am meisten Zeit bekommen Sylvester Stallone (Demolition Man) und Jason Statham (Death Race). Die Gastauftritte von weiteren Grössen wie Mickey Rourke (Angel Heart), Bruce Willis (Stirb langsam) oder Arnold Schwarzenegger (Predator) sind nett, aber der Rede nicht wert. Und was Namen wie Randy Couture oder Terry Crews im Film verloren haben, weiss ich auch nicht.

Der Plot ist Mittel zum Zweck und auf einige Gefühlsduseleien (Jason Statham und seine Film-Freundin) hätte gerne verzichtet werden dürfen. Auch wie mit Dolph Lundgrens Figur umgegangen wird, ist unglaubwürdig (soll im Extended Director's Cut etwas korrigiert worden sein) und schade.  Die Action-Szenen sind ok, aber nichts Besonderes. Eigentlich gibt es keine einzige Actionszene wo ich sagen würde, die ist wirklich super. Die Effekte und Kameraarbeit machen fast alles zunichte. Gegen Ende knallt es immerhin ordentlich: kurze aber immer zu schnell endende und übersichtliche Kämpfen im Wechsel mit vielen Shoot-Outs oder Explosionen. Immerhin langweilig ist die Nu Image Produktion definitiv nicht. Aber ein Film, der seine Fans eigentlich relativ unbefriedigt zurücklässt. Schade...

Gefolgt von: The Expendables 2

Infos:

O: The Expendables

USA 2010

R: Sylvester Stallone

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Randy Couture, Steve Austin, David Zayas, Charisma Carpenter, Gary Daniels, Terry Crews, Mickey Rourke, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen DVD: 99:44 Min.

Neusichtung am: 16.09.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut Kinofassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Inzwischen gibt es noch eine Alternativfassung = Extended Director's Cut mit alternativen und neuen Szenen. Figuren bekommen mehr Screentime, werden nun anders dargestellt, CGI Gore wurde entfernt wie auch die Feuer-CGI-Szenen. Beim Kampf Jet Li Vs. Dolph Lundgren ist das Editing leicht besser. Dazu gibt aber auch mehr Drama (Jason Statham und seine Freundin).

Mittwoch, 24. Juli 2019

The One Review

The One

Story:

Es existieren mehrere Paralleluniversen. Es ist verboten, sich in diesen hin- und her zu bewegen. Doch genau das tut der ehemalige Agent und jetzt Mörder und Kriminelle Gabriel Yulaw (Jet Li). Sein Ziel: Sein Ich in jedem Universum töten. Mit jedem Tod seiner «Kopie» wird er schneller, intelligenter, stärker. Er will all seine Ichs töten und zum «The One» werden. 123 Morde hat Gabriel bereits verübt. Nun wartet sein letztes Opfer auf ihn: Gabe (Jet Li). Gabriel auf den Fersen, um ihn aufzuhalten: zwei Agenten (Delroy Lindo, Jason Statham)…

Meine Meinung:

Auf Jet Li (The Bodyguard From Beijing) wurde ich in Jugendjahren, noch während meiner Schulzeit durch Filme wie Black Mask (Starlight VHS), Kiss of the Dragon (Kinobesuch mit Eltern), Lethal Weapon 4 (sein US-Debüt, guckten wir auch im Schulunterricht vor dem Ferienbeginn) und eben auch The One aufmerksam (bei US-DVD Release). Erst danach folgten die Klassiker aus China/HK (Fist of Legend, The Shaolin Temple…) und weitere Werke aus Frankreich (Danny the Dog) oder den USA (Romeo Must Die).

The One habe ich seit Jugendjahren nicht mehr gesehen und bereits vor der Neusichtung wusste ich, dass der Film nach aktuellen Massstäben (mein veränderter Filmgeschmack) aus der Sammlung fliegen würde – und so ist es – The One ist nicht mehr Teil meiner Filmsammlung. The One ist ein Mix aus Sience Fiction und Action und stammt von Regisseur James Wong, der diverse Akte-X Folgen und zwei Final Destination Filme (Teile 1 und 3) in Szene gesetzt hat.

Im Vergleich mit den anderen US-Jet Li Filmen (Romeo Must Die und Born 2 Die) nervt hier allerdings kein Hip-Hop und keine Rapper im Film – ein grosses Plus. Aber die Action ist halt einfach nicht gut in Szene gesetzt und der Film absolut nichts Spezielles. Viele unwirkliche Moves und zu viele billige CGI The Matrix Spielereien – schade, da somit Jet Li sein echtes Können zu 95% im Film gar nie zeigen kann/darf.

Jet Li überzeugt zum Teil nicht durch sein Schauspiel und viele der Figuren sind nicht der Rede wert (seine Cop Kollegen, seine Filmfrau). Echte Dramatik kommt nie auf – das Schicksal der Figuren ist einem egal. Der Film macht aber nicht alles falsch: obwohl die Action nicht gut ist, gibt es davon jede Menge zu sehen und The One ist definitiv eines nicht: Langweilig! Es ist fast immer was los, Längen sind Fehlanzeige und man wird kurzweilig und abwechslungsreich unterhalten.

Man muss sich einfach darauf einstellen, dann kann man den Blöd- und Schwachsinn sogar hier und da irgendwie geniessen. Technisch (die ganzen Zukunfts-Gimmicks) ist der Film auch gut gemacht, immerhin ein Kommerzschund-Produkt – wäre auch komisch, wenn dem nicht so gewesen wäre.

Ausserdem mag ich Jet Li und auch Jason Statham (The Meg) sehe ich gerne, der danach noch öfters mit Jet Li zusammengearbeitet hat (War, The Expendables). Delroy Lindo, Jason Stathams Filmpartner, hat mir auch gut gefallen. Er spielte auch schon mit Jet Li zusammen (Romeo Must Die). Die wichtigsten Figuren überzeugen in ihren Rollen.

Fazit: Nur für Jet Li und Jason Statham Fans interessant – jedoch nur für Mainstream-Fans zu empfehlen! Ich bleibe bei den Luc Besson und HK Filmen von Jet Li! Denke, auch andere US-Filme mit Jet Li werden in Zukunft aus der Sammlung fliegen…

Infos:

O: The One

USA 2001

R: James Wong

D: Jet Li, Delroy Lindo, Jason Statham, Carla Gugino, James Morrison, Richard Steinmetz

Laufzeit der US-DVD: 87:10 Min.

Gesehen am: Jugendjahren / Review überarbeitet am: 20.05.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia vor = Uncut, auch für heutige Verhältnisse noch eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (auch Deutschland). Lächerliche Randnotiz: der harmlose, blutleere Film (PG-13 Rating) ist in Deutschland (!!!) ab 18 Jahren freigegeben! Die 16er Fassung ist zensiert…Eigentlich müsste der Film Uncut eine FSK12 erhalten nach heutigen Massstäben…

Freitag, 19. Juli 2019

Death Race Review

Death Race

Story:

In der Zukunft: Gefängnisse werden privat und nicht mehr vom Staat geführt. Verbrecher werden wie Gladiatorenkämpfe für Spektakel benutzt: sie müssen mit Autos, die zu tödlichen Waffen umgerüstet werden und mit diversen Gimmicks bestückt sind, gegeneinander rennen fahren was Online-Einnahmen einbringt. Als der «Liebling» der Fans stirbt, wird Ex-Soldat Jensen Ames (Jason Statham) entführt – er soll als «Frankenstein» die von den Fans vergöttert Figur weiterhin verkörpern – gegen seinen Willen…

Meine Meinung:

Ich stellte mir, vor allem letztes Jahr die Frage, ob ich mir Death Race 2-4, Direct to Video / DVD Veröffentlichungen, kaufen sollte oder nicht. Nun guckte ich mir, nach zehn Jahren, Teil eins, ein Remake von einem Roger Corman Film mit David Carradine und Sylvester Stallone aus dem Jahre 1975, an und komme zu folgendem Ergebnis: die Fortsetzungen werden nicht gekauft und Death Race fliegt aus der Sammlung.

Reflektierte ich den Film, so kann man Death Race, wenn man moderne B-Actionfilme und Star Jason Statham mag, gut (zumindest einmal) ansehen. Aber nach den Jahren muss ich sagen, dass der Film gar nicht sonderlich viel bieten kann: es gibt, wenn ich das richtig gezählt habe, nur drei Autorennen d.h. drei richtige Actionszenen. In einem Film, der fast zwei Stunden Laufzeit bietet, klar zu wenig.

Dazu kommen Längen (bis der Film Mal an Fahrt gewinnt), Klischees, nervende Sidekicks (gerade die zwei Jünglinge von Coach) und Frauen, die praktisch nichts zu melden haben. Wer Jason Statham mag, wird den Film aber sicherlich mögen. Cool ist, dass bei den Actionszenen auf allzu moderne Hilfe (billiges CGI) grösstenteils verzichtet wurde.

Da hat Regisseur Paul W.S. Anderson, der paar coole Filme ins Leben gerufen hat (Mortal Kombat, Event Horizon, Alien vs. Predator), alles richtig gemacht. Die Action ist zum Teil, wenn auch schnell geschnitten und weniger brutal und blutig als in Erinnerung habend, schick anzusehen. Vor allem wer gerne Auto-Action-Szenen mag, wird an der Reihe ggf. ein grösseres Interesse haben.

Daneben war der Einsatz von B-Darstellern nicht schlecht: Ian McShane (Serie American Gods), Jason Clarke (grottenschlechte Leistung im Friedhof der Kuscheltiere Remake), Robert LaSardo (Autopsy) oder Robin Shou (Bloodfight 2, Tiger Cage 2, The Cyprus Tigers, Fury in Red, Fatal Chase) der mit Regisseur Anderson bereits in Mortal Kombat zusammengearbeitet hat.

Fazit: Zu wenig Action bietend, um in der Sammlung zu bleiben. Nur für Jason Statham und Auto-Freaks zu empfehlen!

Infos:

O: Death Race

USA, Deutschland, Großbritannien 2008

R: Paul W.S. Anderson

D: Jason Statham, Ian McShane, Robert LaSardo, Jason Clarke, Robin Shou

Laufzeit der US-DVD: Ca. 111 Min.

Gesehen am: Jan. 2009 / Review überarbeitet am: 12.05.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Universal vor = Schuber, R- und Unrated Fassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs vorhanden. Gibt es auch in D Uncut und inzwischen auch auf Blu-Ray.

Mittwoch, 1. Mai 2019

The Meg Review

The Meg

Story:

Ein Megalodon, eine eigentlich ausgestorbene Hai-Art, taucht auf und beginnt, die Anzahl Menschen drastisch zu reduzieren. Ein Wissenschaftler Team (u.a. Jason Statham, Bingbing Li, Robert Taylor, Page Kennedy) versucht das Monster unschädlich zu machen…

Meine Meinung:

Weiterer Kommerzschund, den ich zum Zeittotschlagen während eines langen Fluges (10+ Stunden) sah und somit ein Review zu The Meg spendieren kann – ansonsten hätte ich mir diesen Film nie angesehen. The Meg war wirklich okay und viel besser als erwartet – wobei ich sagen muss, dass ich mit NULL Erwartungen an den Film ging. Der Film zeigt den wachsenden Einfluss von China – denn es handelt sich bei The Meg um eine chinesisch-amerikanische Co.-Produktion, wobei der Film fast schon chinesischer wirkt als amerikanisch – ich denke, dass wird in Zukunft zunehmen. Die Chinesen werden bestimmen, wo es langgeht. Im Moment sind es ehemalige Stars, welche nach China gehen (Bruce Willis, Adrien Brody, Renny Harlin, Mike Tyson, Steven Seagal…). Filme haben von Geldern und Produzenten aus China auch schon profitiert (Hardcore Henry z.B.).

Auch The Meg, der die typischen Elemente und Klischees des Tierhorrorfilm bietet, wartet meist mit sehr guten und aufwändigen Effekten auf. Der Hai ist zu 95% natürlich nur ein CGI Fisch – aber muss sagen, gute Effekte. Und andere Effekte gibt es auch zu sehen (toter Hai auf dem Schiff, abgetrenntes Bein, Wal mit Wunden…) und auch die ganzen Unterwasser-Szenen, vor allem zu Beginn, wo der unbekannte Meeresraum durchsucht wird, war sehr gut getrickst und bot wirklich Spannung und Stimmung.

Was The Meg weiterhin gut zu stehen kommt ist die Tatsache, dass der Film ironisch, lustig und nicht ernstzunehmend ist - und dies auch zu keiner Sekunde sein will. So stört man sich weniger an der Figurenzeichnung, gängigen Klischees, bescheuerten und unangebrachten Dialogen und Handlungen der Figuren. Ausserdem ist der Film einfach unterhaltsam und es ist fast immer was los. Langweilig wird es selten.

Dazu kommt, dass ich Jason Statham eigentlich mag, auch wenn er mir zuletzt in zu vielen kommerziellen und/oder billigen Actionfilmen mitwirkte. Aber er hat schon gute Filme gemacht, die mir zusagen = Bube, Dame, König, grAs, Snatch - Schweine und Diamanten, The Transporter 1 & 2, Crank 1 & 2, War, Bank Job, Death Race, The Expendables 1 & 2 (da beginnt er langsam zu nerven) und zuletzt in der Actionkomödie Spy - Susan Cooper Undercover (er parodiert sich quasi selbst – geil!).

Er und die Chinesin Bingbing Li, die 2. grosse Hauptrolle im Film, geben zudem ein süsses Liebespaar ab. Sie spielte in HK, China und US-Produktionen – ich habe allerdings nur 1-2 Titel, in welcher sie gelistet wird, in der Sammlung und kann mich an keinen Film/Szene mit ihr erinnern. Muss aber nichts heissen…

Die anderen Figuren kann man in die Tonne treten – ein Klischee nach dem anderen. Der Film ist kein Highlight und nichts für die Sammlung, dass man schon fast R-Rating Gore und Blut im Film hatte und zuletzt zernierte, glaube ich nicht. Ammenmärchen, Werbung, Marketing, Aufmerksamkeit erregen. Ist auch gelungen, denn darüber wurde in Filmforen debattiert. Ziemlicher Schwachsinn…

Fazit: The Meg ist weniger übel als befürchtet und stellt einen unterhaltsamen Edel-Trash-Tierhorror-Streifen mit starken Computereffekten und einem sympathischen Duo (Statham und Bingbing Li) dar, die den Film praktisch alleine tragen (und vor der Versenkung retten). Kann man schauen – aber nichts für die Sammlung! Was Haie und Horror angeht empfehle ich die Jaws Reihe!

Infos:

O: The Meg

China, USA 2018

R: Jon Turteltaub

D: Jason Statham, Bingbing Li, Robert Taylor, Page Kennedy

Laufzeit der Originalversion: Ca. 113 Min.

Gesehen am: Ende März 2019

Fassungen: Ich sah den Film Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs im Flugzeug (Flug Südkorea – Deutschland). In D von Warner auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht worden (diverse Sprachen und Subs). O-Ton in Englisch/Mandarin.