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Freitag, 22. Mai 2026

Passenger

Passenger

Story:

Tyler (Jacob Scipio) und Maddie (Lou Llobell) wollen Unabhängigkeit und begeben sich mit einem umgebauten Van auf ein Abenteuer. Als sie jedoch Zeuge eines Unfalls werden, ändert sich der abenteuerliche Trip zu einem Horrortrip…

Meine Meinung:

Als ich im Kino einen kurzen Teaser zu Passenger sah, war der Kinobesuch beschlossene Sache. Der Teaser zeigte nur einen kurzen (verkürzten) Clip aus dem Film. Es handelte sich nicht um einen echten Trailer. Danach schaute ich mir auch keine weiteren Clips oder Trailer an. Mit anderen Worten: als ich gestern im Kino sass, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Der Inhalt des Teasers ist auch der Anfang des Filmes. Ich hoffte auf schaurig gruselige Horrorunterhaltung. Regie führte André Øvredal (Troll Hunter). Zumindest dessen The Autopsy of Jane Doe fand ich sehr spannend und stimmungsvoll. Dass er auch hier Regie führte, wurde mir aber erst beim Schreiben dieser Zeilen klar.

Passenger hat mich dann auch wirklich gut unterhalten. Langweilig wurde es nie und der Film ist eine Achterbahnfahrt des Gruselkinos. Sehr kurzweilig, aber für mich war der Film, auch wenn es einige spannende Szenen gab, dennoch nie wirklich gruselig. Das war etwas schade. Es wird viel mit Jump-Scares gearbeitet. Wer sensibel ist, wird sich mit Sicherheit fürchten oder mehrfach im Kino zusammenzucken. Die Tonspur im Kino war schon absolut gelungen und intensiv. Auf jeden Fall war der Film sehr unterhaltsam. Das Duo um Jacob Scipio (Expend4bles) und Lou Llobell war auch sympathisch und der Film gut gespielt. Zudem sah der Film optisch, mit Ausnahme des Finales (CGI-Feuer), auch sehr gut aus.

Wo der Film sehr punktet ist sein Spiel mit den Settings, die Tools, die damit einhergehen und dem Konzept des Vans. So weiss man zuerst nie, wohin die Reise geht und es ist kein alltägliches Setting, welches in vielen anderen Filmen schon zu sehen war. Das war schon innovativ und interessant, wie das mit Horrorthemen und Schrecken verschmolzen wurde. Machte Lust auf mehr. Mit wenig wurde viel rausgeholt und so ist eine Grundspannung immer gegeben. Wo der Film hingegen schwächelt ist das Drehbuch und dessen Verlauf. Das Paar findet zu einfach heraus, was Sache ist. Dazu passt auch die schwach gezeichnete Nebenfigur Diana. Zudem war das Finale enttäuschend.  

Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Passenger

USA 2026

R: André Øvredal

D: Melissa Leo, Jacob Scipio, Lou Llobell, Bonni Dichone, Devielle Johnson

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 21.05.26

Fassungen: Im Kino gesehen = Uncut, O-Ton und deutsche Untertitel. Es ist noch keine deutsche DVD; Blu-Ray oder UHD angekündigt (Stand: Mai. 2026).