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Dienstag, 9. Juni 2026

Fight for Survival

Fight for Survival

Story:

Die Da-mo Bücher werden aus einem Shaolin Tempel gestohlen. Shi-pu-chun (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die Jahre lang im Kloster in Kung Fu ausgebildet wurde, macht es sich zur Aufgabe, in die weite Welt zu ziehen, um die gestohlenen Bücher zu finden und zurück in den Tempel zu bringen…

Meine Meinung:

Aka The Fight for Shaolin Tamo Mystique. Ich dachte früher immer, dass es sich bei Fight for Survival um ein «modern day» Setting handelt. Falsch gedacht. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Hou Cheng (Unsubdued Furies, On the Waterfront, The Legend of Mother Goddess) ist im klassischen Shaolin-Kloster Setting angesiedelt. Fight for Survival hat mir gut gefallen. Vor allem Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng (A Girl Called Tigress, Bruce Kung Fu Girls, The Ghostly Face) dürften voll auf ihre Kosten kommen.

Dabei hat Regisseur Hou Cheng schon öfters mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng zusammengearbeitet. Nämlich in Filmen wie The Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, The Rangers oder Seven to One. Fight for Survival gehört sicherlich zu den besseren Zusammenarbeiten der beiden. Im Cast finden sich noch Namen wie Judy Lee (The Unique Lama), Elsa Yang (Island Warriors) oder Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco). Die haben alle drei jedoch eher wenig Screentime abbekommen. Dafür gibt es sehr viel Polly zu sehen!

Was ich mochte war die Tatsache, dass Polly Shang-Kuan Ling-Feng hier Mal in einem typischen Shaolin-Kloster Plot zu sehen ist inklusive Ausbildung. In der Zeit waren sonst nur Männer in solchen Rollen zu sehen (z.B. Jet Li in The Shaolin Temple). Warum nicht auch Mal eine Frau? Abgerundet wird der Film durch einige coole und fantasievolle (andere würden sagen trashige) Kampfszenen, da Polly sowohl einige ihrer Gegner ihre Beine oder Arme stark verlängern können. Das sorgte für einige sehr amüsante Kampfszenen. Einzige zwei Mankos: vor dem Finale hat der Film paar lahme Hänger und das Finale selbst hätte mehr Kämpfe vertragen dürfen.

Abgesehen davon aber jedem Polly Shang-Kuan Ling-Feng Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Da Zhang Men Chuang Shao Lin

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Don Wong Tao, Yuen Si-Wo, Wen Chiang-Long, Chin Kang, Judy Lee, Elsa Yang

Laufzeit der US-VHS: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 09.06.26

Fassungen: Mir lag das US-VHS von CBS/FOX VIEDEO vor = Vollbild, Englischer Dub (mies), unbekannt ob Uncut/Cut, gute Bildqualität. Es scheint ggf. eine südkoreanische und taiwanesische VHS zu geben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 3. Juni 2026

Bruce Kung Fu Girls

Bruce Kung Fu Girls

Story:

Polly (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und ihre vier Freundinnen (Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying) helfen Pollys Onkel, der bei der Polizei arbeitet, in einem Fall. Sie sollen helfen, einen Dieb, der sich unsichtbar machen kann, zu fangen. Dazu reisen sie extra nach Hong Kong…

Meine Meinung:

Aka Five Pretty Young Ladies. Diese Mitte der 70er Jahre Produktion aus Taiwan hat mich gut unterhalten und Spass bereitet. Es handelt sich um eine harmlose Kung Fu Komödie mit Protagonistinnen, die aus «Charlie’s Angels» entstammen könnten. Der Plot ist simpel. Cool fand ich zwei Dinge, die den Film leicht von anderen Kung Fu Filmen aus der Zeit abheben: Zum einen das moderne Setting. Viele Eastern spielten zu der Zeit im klassischen Setting. Nicht so hier. Zum zweiten ist die Tatsache originell, dass leichte Sci-Fi Momente in den Plot einfliessen, da es sich auch um einen unsichtbaren Dieb handelt (kommt erst in der 2. Filmhälfte vor).

Der Film ist mehr oder weniger unterhaltsam. Die Kämpfe der Frauen machen Spass, da oft knappe, sexy Outfits. Das ist bewusst so gewählt. Die Frauen sind in Bruce Kung Fu Girls das starke Geschlecht und die Männer sind die Bösewichte oder Schwächlinge. Da war der Film dem heutigen Zeitgeist bereits voraus. Die fünf Kämpferinnen werden von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui und Ha Ying-Ying gespielt. Die machen das sehr gut und harmonieren prächtig. Dabei waren vor allem Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Elsa Yang bekannte Namen in dem Genre. Polly darf sogar singen (sie war ja auch im echten Leben eine Sängerin).

Im Gegensatz zu den Mädels, die in vielen Genre-Filmen zu sehen waren (= Empress Dowager's Agate Vase, Deadly Silver Angels), sind die männlichen Kollegen unspektakulär und nur Mittel zum Zweck. Der Film ist nie ernst zu nehmen. Der Humor ist amüsant, aber nie dämlich oder unter der Gürtellinie angesetzt. Leider ist der Englische Dub nicht wirklich gelungen, passt aber hier und da zum Gezeigten. Ich denke dennoch, dass mir ein Mandarin Print mehr zusagen würde und der Film sicherlich noch lustiger wäre. Es wird u.a. während einem Camping-Ausflug, bei einer Feier mit Torten oder in einer Schwimmhalle gekämpft. Erst im letzten Viertel treten die fünf Kämpferinnen dann in engen Leder-Outfits auf. Diese Motive zierten etliche Cover und Poster zum Film. Gutes Marketing.

Fazit: Speziell Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang und Co. zu empfehlen!

Infos:

O: Wu Jiao Wa

Taiwan 1975 / 1977 (je nach Quelle)

R: Shih Ti

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying,

Laufzeit der HK-VHS: 94:12 Min.

Gesehen am: 03.06.26

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed VHS aus Hong Kong von Ocean Shores vor = Statt Widescreen in Vollbild, schlechter Englischer Dub, solide Bild- und Tonqualität. Wahrscheinlich Uncut (Film harmlos, zu schneiden gäbe es nichts). Es gibt noch eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed). O-Ton Fassungen (mit/ohne Subs), eine deutsche Fassung wie auch DVD- oder Blu-Ray Versionen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Donnerstag, 12. Februar 2026

The Swordsman of All Swordsmen


The Swordsman of All Swordsmen

Story:

Tsai Ying-Chieh (Tien Peng) musste als Kind mit ansehen, wie seine Eltern von mehreren Kämpfern (u.a. Miao Tian) getötet wurden. Nun ist Tien Peng ein junger Mann und sinnt auf Rache. Doch als er auf die Tochter (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) eines Täters (Tsao Chien) trifft und sie ihm das Leben rettet, kommt Tien Peng in ein ethisches Dilemma…

Meine Meinung:

The Swordsman of All Swordsmen ist ein wunderschöner und sehenswerter Wuxia aus dem Jahr 1968. Regisseur Joseph Kuo (The 7 Grandmasters, The Mighty One, Born Invincible) liess sich vom Shaw Brothers Film Come Drink with Me und einigen japanischen Filmen beeinflussen und inspirieren. Der Film gilt als erster Teil der «Tsai Ying-Chieh» Trilogie. Tsai Ying-Chieh wird von Tien Peng gespielt. In den «Fortsetzungen» (The Bravest Revenge, The Ghost Hill) führte Joseph Kuo jedoch nicht mehr Regie.

Die Rache-Geschichte in The Swordsman of All Swordsmen mag auf den ersten Blick wenig originell anmuten, dennoch bietet der Plot und Inhalt am Ende doch etwas mehr Anspruch als andere Filme mit ähnlichen Inhalten. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass sich Held Tsai Ying-Chieh im Verlauf des Filmes mit der von Polly Shang-Kuan Ling-Feng gespielten Figur anfreundet und sogar von ihr gerettet wird, nur am Ende festzustellen, dass auch ihr Vater einer der Täter ist, den er jagt. Zudem ist dieser inzwischen blind geworden und geläutert.

Das ethische Dilemma kommt gut zur Geltung. Die schönen Kameraeinstellungen, die stimmungsvollen Settings (das Duell am Strand war eines der Highlights des Filmes) und die überzeugenden Darsteller in den Kampfszenen machen den Film zu einem sehenswerten Sehvergnügen. Tien Peng (The Elimination Pursuit, Sword with the Windbell, The Lost Swordship) macht seine Sache ordentlich und eine damals noch sehr junge Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, A Girl Called Tigress) überzeugt wie auch die herrlich fiesen Bösewichte.

Fazit: Sehenswerter Wuxia!

Infos:

O: Yi Dai Jian Wang

Taiwan 1968

R Joseph Kuo

D: Tien Peng, Miao Tian, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tsao Chien

Laufzeit der UK-Blu: 85:45 Min.

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 11.02.26

Fassungen: Nach meiner 1. Sichtung (DVD aus Taiwan) war nun die UK-Blu-Ray von Eureka an der Reihe. Das Set kommt mit Schuber, Karten, Poster, einem Bonusfilm (Mystery of Chess Boxing) und seinem informativen Joseph Kuo Interview daher. Der Film ist Uncut, im O-Ton und hat englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent (vom taiwanesischen Filminstitut restauriert). Lief in Deutschland zumindest im Kino (als Der Fünfarmige Tiger).

Sonntag, 14. Dezember 2025

Empress Dowager's Agate Vase Review

Empress Dowager's Agate Vase

Story:

Militärkommandant Wang ist auf der Suche nach der Vase von Kaiserin Cixi, um diese dem japanischen Militär gegen einen Waffendeal einzutauschen. Doch auch eine Diebesbande (u.a. Ko Hsiao-Pao), eine hinterlistige Madame (Hu Chin) und Polly (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) sind hinter der Vase her…

Meine Meinung:

Empress Dowager's Agate Vase ist eine Komödie mit einigen Kung Fu Szenen. Hou Cheng (Unsubdued Furies, On the Waterfront), der einige sehenswerte Bashers (siehe genannte Filme in der Klammer) inszenierte, führte bei dieser First Films Produktion aus Hong Kong Regie. Der Cast bestand laut einem «Zeitungsartikel» aus 50 Künstlern aus dem taiwanesischen TV und etliche Komiker waren beteiligt. Mir sind diese nicht bekannt. Nur Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Ghostly Face, Little Hero, Shaolin Traitorous) ist mir ein Begriff. Sie spielt eine der Hauptrollen.

Polly Shang-Kuan Ling-Feng wirkte bereits in vielen Filmen von Regisseur Hou Cheng mit = Seven to One, The Rangers, The Zodiac Fighters. Empress Dowager's Agate Vase lag mir in einer Mandarin gesprochenen Version ohne Untertitel vor. Dennoch fand ich das Gezeigte mehrheitlich wenig witzig (Situationskomik). Zudem hat der Film auch Längen, vor allem auf der ersten Disc (der VCD). Es hätte gerne mehr Kämpfe geben dürfen. Der Film ist wirklich mehr Komödie als ein Kung Fu Film. Schon in The Rangers störte mich der Humor. Ich denke nicht, dass englische Subs die Qualität für mich verbessert hätten.

Freude hatte ich eigentlich nur Polly Shang-Kuan Ling-Feng. Die macht auch in den lustigen Momenten eine gute Figur und hatte sichtlich Spass an ihrer Rolle. Auch in den Kampfszenen überzeugt sie. Auf der 2. Disc (der VCD) steigert sich die Anzahl der Kampfszenen. Etwas schade ist, dass Polly Shang-Kuan Ling-Feng keinen echten Gegner vor die Nase gesetzt bekommt. Die Bande aus Dieben war weniger mein Fall. Bei diesen «Künstlern» dürfte es sich wohl um bekannte taiwanesische Schauspieler aus dem taiwanesischen TV handeln. Was mir an Polly Shang-Kuan Ling-Feng weiterhin gefiel war die Tatsache, dass sie hier Mal Frau sein darf. Das heisst sie verkleidet sich weder als Mann noch spielt sie einen Tomboy. Cool.

Fazit: Mässiger Film mit unlustigem Humor, der nur durch Polly Shang-Kuan Ling-Fengs Szenen gerettet wird!

Infos:

O: Diao Man Dou Feng Sao

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Hu Chin, Ko Hsiao-Pao

Laufzeit der chinesischen VCD: 1. Disc (51:32 Min.) / 2. Disc (36:53 Min.)

Gesehen am: 09.11.25

Fassungen: Mir lag die VCD aus China vor = Vollbild statt Widescreen, Mandarin O-Ton, keine Subs. Vor dem Film wird noch der Trailer abgespielt. Eine Szene auf der 2. Disc läuft zweimal nacheinander ab. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2025). Solide Bild- und Tonqualität.

Mittwoch, 26. November 2025

18 Bronzemen Review

18 Bronzemen

Story:

Wan (Carter Wong) und Tang (Tien Peng) lernen im Shaolin Tempel 20 Jahre Kung Fu Techniken. Beide verfolgen Motive der Rache. Tang will den Tod von Herrscher Hei (Yi Yuan), der für den Tod seines Vaters (Chang Yi) verantwortlich ist, rächen. Hilfe bekommt er von seiner Schwester (Polly Shang-Kuan Ling-Feng). 

Meine Meinung (Rekonstruierte Originalfassung):

18 Bronzemen dürfte wohl der bekannteste Eastern von Regisseur Joseph Kuo (The Death Duel, The Mighty One, The 36 Deadly Styles) sein. Ich dachte immer, dass wäre die taiwanesische Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker Die 36 Kammern der Shaolin. Aber wenn die Daten (der HK-Filmdatenbank) stimmen, wurde dieser erst ein Jahr nach 18 Bronzemen realisiert. Somit war 18 Bronzemen wohl einer der ersten seiner Art. Noch für den Shaw Brothers oder weiteren Arbeiten durch Dritte (Lo Wei und Jackie Chan mit Wooden Man).

Der Inhalt war wegweisend und eine Inspiration. Das harte Training im Shaolin Tempel dient der Rache, es gibt Bronzemänner und am Ende wird ausserhalb des (Shaolin) Klosters gekämpft. Ich sah den Film bisher nur einmal. Das ist sehr lange her (Okt. 2007). Damals sah ich die reguläre HK-Fassung, welche jedoch einer stark veränderten Fassung entspricht, die für den japanischen Markt kreiert wurde. Viele Szenen aus der Original-Fassung, die es früher nur auf VHS und Co. gab, wurden entfernt. Joseph Kuo hat den Film für den jap. Markt mit Szenen aus Filmen wie The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple aufgepeppt.

Der Film ist solide, aber dennoch kein Kracher. Die Kampfszenen sind gut, aber nicht überragend und zudem waren mir die Helden zu wenig charismatisch. Tien Peng (The Elimination Pursuit) kann sein Talent erst gegen Ende abrufen, Polly Shang (Seven to One) kommt nur im letzten Viertel vor und Carter Wong (The Legendary Strike) war mehrheitlich sehr unsympathisch. Chang Yi (The War of the Boundary) spielt leider nur in einer Flashback-Szene mit d.h. einen sehr kleinen Auftritt. Dennoch: solide und viele Trainings- und Kampfszenen erwarten den Zuschauer = es wird kaum langweilig.

Fazit: Für Kung Fu Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: The Return of the 18 Bronzemen

Infos:

O: Shao Lin Si Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo Nan-Hong

D: Carter Wong, Tien Peng, Yi Yuan, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der UK-Blu: 100:50 Min.

Gesehen am: Okt. 2007 / Neusichtung: 18.08.25

Fassungen: Früher sah ich den Film als HK-Fassung via Koch Media DVD. Diese «HK-Fassung» entsprach aber einer massiv stark veränderten Fassung, die dazumal für den japanischen Markt erstellt wurde. Diese wurde mit Szenen aus The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple integriert. Die Originalfassung gab es nur als VHS-Fassungen. Eureka haben mit ihrer Cinematic Vengeance Box nebst der japanischen Fassung im durchgängigen HD auch eine rekonstruierte Uncut Fassung gebastelt. 90% HD, aber es wurden auch Szenen aus 35mm Prints und VHS (Vollbild-Inserts) integriert. O-Ton mit englischen Subs. Löblich.

Sonntag, 14. September 2025

Heroes in the Late Ming Dynasty

 


Heroes in the Late Ming Dynasty

Story:

China im Jahr 1366:

General Shung Ting-Pi (Pai Ying) soll entfernt werden. Dazu sind den Bösewichten (Carter Wong) alle Mittel recht. General Shung Ting-Pi wird verhaftet und es droht ein Gerichtsverfahren. Auf seinem Weg zum Gericht sieht er sich diversen Gefahren, aber auch Verbündeten (Tien Peng, Polly Shang-Kuan Ling-Feng) konfrontiert. Diese schlagen zu, als General Shung Ting-Pi während eines unfairen Gerichtsverfahrens zum Tode verurteilt wird…

Meine Meinung:

Heroes in the Late Ming Dynasty ist ein Mitte der 70er Jahre Eastern aus Hong Kong, der jedoch in Taiwan gedreht wurde. Der Film ist kein reiner Kung-Fu Film. Das sollten sich Fans bewusst sein, um nicht enttäuscht zu werden. Der Film von Regisseur Wu Min-Hsiung (The Green Dragon Inn, One Foot Crane) umfasst die Genres Historienfilm, Kostümdrama, Kung-Fu Film und Gerichtsfilm. Auf Klamauk wird glücklicherweise verzichtet, was sich positiv auf den Film und die englische Synchro auswirkt.

Der Plot kann etwas konfus anmuten, vor allem dann, wenn der Zuschauer die Schauspieler nicht kennt. Und in Heroes in the Late Ming Dynasty tummeln sich halt schon einige bekannte Namen in Haupt- und Nebenrollen wie Carter Wong (The Ming Patriots, Killer from Above), Tien Peng (The Elimination Pursuit, The Lost Swordship), Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Rangers, The Shaolin Kids), Barry Chan (Game of Killers, The Black Tavern) oder Shan Mao (A Girl Called Tigress). Davon spielt Carter Wong, was mich freute, die Rolle des Bösewichts (natürlich weisshaarig).

Tien Peng und Polly Shang-Kuan Ling-Feng sind die Helden des Filmes. Die restlichen Figuren kann man theoretisch vernachlässigen. Mehr Kung Fu Kämpfe hätten dem Film zwar nicht geschadet, dennoch mochte ich den Film, auch wenn im Vergleich zu anderen Filmen eher wenig gekämpft wird. Die Qualität der Kampfszenen war aber gut. Am besten empfand ich die kurzen Fights von Carter Wong. Schade, dass er im Finale nicht etwas länger «durchgehalten hat».

Fazit: Kein Kracher, aber solide!  

Infos:

O: Da Ming Ying Lie

HK 1975

R: Wu Min-Hsiung

D: Carter Wong, Tien Peng, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Barry Chan, Shan Mao, Pai Ying, Tien Ho, Han Ying-Chieh

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 94 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min.

Gesehen am: 13.06.25 / 2. Sichtung (Korea-VHS): 07.03.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Asaka Vision vor = Vollbild, Englischer Dub, solide Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht (sah nicht zensiert aus). Originalbildformat wäre 2,35:1. Der Englische Dub ist zuweilen sogar ganz ok. Da bin ich von vielen anderen Kung-Fu-Filmen schlechtere englische Sprachfassungen gewohnt. Liegt vielleicht daran, dass es in Heroes in the Late Ming Dynasty keinen Klamauk zu sehen gibt. Mir ist nicht bekannt, dass es davon eine DVD, Blu-Ray oder eine deutsche Fassung gäbe (Stand: Juni 2025). Nachtrag März 2026: Es folgte eine 2. Sichtung als südkoreanische VHS von Korea Media. Der Film liegt vor im O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Untertiteln. Der Film ist und bleibt durchschnittlich, da dialoglastig und nur wenig Kampfszenen bietend. Das wusste ich aber schon (1. Sichtung als indonesische Betamax). Die VHS aus Südkorea ist auch nur in Vollbild. In Mandarin macht der Film aber mehr Laune als Englisch Dubbed. Mit dem Verlauf der Story gibt es auch mehr Kampfszenen. Der Film bleibt aber bis zum Ende nur solide. Kein Must See Titel. Nur für Fans des Genres. 

Freitag, 13. Juni 2025

The Rangers

The Rangers

Story:

Lin Jo Nan (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) will den Namen ihres Vaters rächen. Dieser wurde von Salz-Schmugglern unter der Führung von Chang (Yasuaki Kurata) hereingelegt. Lin gibt sich als Mann aus und infiltriert die rivalisierende Bande von Chang, um ihren Vater zu rächen und Chang das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

70er Jahre Basher von Hou Cheng (Unsubdued Furies, The Shaolin Invincibles, On the Waterfront), der viele Filme mit Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng realisierte = Heroine of Tribulation, The Zodiac Fighters, Fight for Survival, Heroine Kan Lien Chu, Empress Dowager's Agate Vase, Seven to One. Nach Seven to One und A Girl Called Tigress trifft Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous) erneut auf Japaner Yasuaki Kurata (The Secret of Shaolin Poles, Wang Yu - Der Karatebomber), der den Bösewicht spielt.

The Rangers fängt gut an, kann das Niveau aber nicht durchgehend halten. Trotz gutem Cast mit Namen wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Chin Kang (The Silver Spear) oder Addy Sung Gam-Loi (Kung Fu from Beyond the Grave) kommt es im Verlauf zu Längen. Vor allem der Klamauk und die Tatsache, dass auch ein kleiner, extrem nervtötender Junge (Yeh Hsiao-Yee aus Mars Men), im Film mitspielt, schwächen den Film doch erheblich. Verstärkt wird dies durch den Gender-Tausch. Polly Shang agiert im Tomboy Look und ihr kleiner Bruder bekommt eine Perücke und spielt ein Mädchen, dass im Finale einem Bösewicht in Nahaufnahme ins Gesicht uriniert (nicht der einzige Urin-Joke). Muss ich nicht sehen.

Hätte man das weggelassen und/oder diese «humorvollen» Szenen durch harte Kampfszenen ersetzt, wäre der Film um einiges besser geworden. So trübt das Endergebnis am Ende doch etwas, was schade ist. Schade um Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata und Addy Sung Gam-Loi, die ansonsten in den Kampfszenen zu gefallen wissen. Addy Sung Gam-Loi spielt dabei einer der Männer an Yasuaki Kuratas Seite. So was wie seine rechte Hand. Trotz Urin-Joke im Finale wird der Film gegen Ende wieder etwas härter und die Kampfszenen nehmen wieder zu = solide!

Fazit: Auch wenn kein Kracher für Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata zu empfehlen!

Infos:

O: Daai Siu Yau Lung

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Addy Sung Gam-Loi, Han Ching-Hsiang, Chin Kang

Laufzeit der China VCD: Disc 1 (47:50 Min.) / Disc 2 (40:06 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die VCD aus China vor = In Mandarin mit englischen & chinesischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine Blu-Ray oder deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Samstag, 12. April 2025

Seven to One

Seven to One

Story:

Ting Hsia-Fang (Polly Ling-Feng Shang-Kuan) will den Tod ihres Vaters rächen und sucht, zusammen mit ihrem Freund, nach dem Mörder…

Meine Meinung:

Seven to One hat mir gut gefallen. Ich mochte vor allem die Tatsache, dass der Film in der Gegenwart (Taiwan 70er Jahre) spielt. Also ein modernes Setting. Ich glaube, dass ist der einzige Film mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan (A Girl Called Tigress, Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous), den ich kenne, der nicht im klassischen Kung Fu Setting angesiedelt ist. Und diese willkommene Abwechslung mochte ich sehr.

Der Film von Cheng Hou (The Shaolin Invincibles, The Legend of Mother Goddess) ist eine taiwanesische Produktion, auch wenn es Filmdatenbanken gibt, die auch Hong Kong als Herstellungsland listen. Cheng Hou ist auch der Regisseur hinter Zodiac Fighters. Zudem hat Cheng Hou auch in Filmen wie Empress Dowager's Agate Vase, Heroine of Tribulation (eine Art heiliger Gral des Kung Fu Filmes, glaube es existiert eine Betamax in Südkorea), The Fight for Shaolin Tamo Mystique, Heroine Kan Lien Chu oder in The Rangers schon mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan zusammengearbeitet.

Drei der oben genannten Filme (Empress Dowager's Agate Vase, The Fight for Shaolin Tamo Mystique und The Rangers) liegen mir noch ungesehen vor. Es machte Spass, Polly Ling-Feng Shang-Kuan Mal in einem modernen Film und in modernen 70er Jahre Klamotten zu sehen statt im klassischen Kung Fu Setting. Sie macht optisch eine gute Figur und Fans von ihr werden voll auf ihre Kosten kommen. Der Plot ist simpel und es gibt jede Menge Action sprich Kämpfe.

Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) ist der 2. grosse Name an Bord der Produktion. Er spielt einen Sänger und den Retter von Polly. Er hilft ihr. Dass sich Yasuaki Kurata am Ende doch noch als Bösewicht entpuppt, ist leicht schade, aber durfte von Fans von ihm fast erwartet werden. Schade, aber auch etwas vorhersehbar. Dafür gibt es ein unendlich langes Finale mit unterschiedlichen Settings und Verfolgungsjagden (Strasse, See, Insel). Das lange Finale kompensiert für die ein oder andere lahme Sequenz in der Mitte des Filmes. Ansonsten legt der Film ein hohes Tempo an den Tag.

Fazit: Pflichtprogramm für Fans von Polly Ling-Feng Shang-Kuan!

Infos:

O: Nu ying xiong fei che duo bao

Taiwan 1973

R: Cheng Hou

D: Polly Ling-Feng Shang-Kuan, Yasuaki Kurata, Ma Chi, Chou Chung-Lien, Shao Lo-Hui, Yee Hung, Chiu Ting, Bruce Leung Siu-Lung, Lung Fong, Blacky Ko Shou-Liang

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 02.02.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von AGFA = zusammen mit Shaolin Invincibles auf einer Blu-Ray mit Schuber. Zu Seven to One = 35mm Print, Englischer Dub, hervorragende Bild- und Tonqualität. Soll ähnlich wie die Celestial Restaurationen von Shaw Brothers Filmen unzählige Fehlstellen und Frame-Cuts haben*. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025). Die VHS aus Südkorea ist auch Englisch Dubbed. *So fehlt das Intro in den Film (Verfolgungsjagd zu Fuss und Credits) und auch im Finale scheint ein grösserer Szenenblock zu fehlen (Polly verfolgt Kurata mit dem Motorrad, während Kurata Benzin auf die Strasse kippt, Szenenwechsel: Kurata bedient auf einem See ein Motorboot während Polly bewusstlos in einem kleinen Boot liegt, welches vom Motorboot nachgezogen wird).

Montag, 20. Januar 2025

A Girl Called Tigress

A Girl Called Tigress

Story:

Sau Fong (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) ist auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester Sau Ping (Polly Shang-Kuan). Diese wird vom örtlichen Gangster-Boss Chow Kwan (Yasuaki Kurata) festgehalten. Sau Fong wird bei ihrer Suche von einem Freund (Chin Kang) begleitet. Derweil erschweren Clan-Rivalitäten zwischen dem Chow Kwan und einem anderen Clan (u.a. Blacky Ko Shou-Liang) die Suche nach Sau Ping…

Meine Meinung:

Bei A Girl Called Tigress handelt es sich um einen Anfang der 70er Jahre Basher aus Taiwan mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Zodiac Fighters, The Ghostly Face, Little Hero) und Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) in den Hauptrollen. Polly Shang-Kuan Ling-Feng spielt sogar eine Doppelrolle als Zwillingsschwester und der aus Japan stammende Kurata selbstverständlich den Bösewicht.

Der Film beginnt mit einem coolen Intro à la Bruce Lee Film. Zudem mit Musik aus einem Alice Cooper Song. Cool. Der Film hat auch immer wieder Action zu bieten. Doch der Plot ist uninteressant. Nicht wirklich langweilig als Film, aber wirklich unspektakulär. Es gibt zudem diverse Nebenfiguren und Nebenplots, die eigentlich immer wieder den Drive aus dem Film und Verlauf nehmen. Da hätte man gerne Szene straffen und weglassen können, um so Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen (die meisten Zuschauer werden den Film sowieso nur aufgrund der beiden ansehen).

Das heisst, der Plot wirkt vor allem lahm und einige Szenen wirken sehr repetitiv. Zur Verteidigung des Filmes sei gesagt, dass mir der Film in Mandarin ohne englische Untertitel zur Verfügung stand. Ab einem bestimmten Zeitpunkt nehmen die Kampfszenen zu. Mehr und mehr. Und Yasuaki Kurata und Polly Shang-Kuan Ling-Feng geraten mehr und mehr in den Vordergrund, was dem Film und dem Spektakel gut tut. Zuvor waren statt unsere Lieblinge Namen wie Chin Kang (Shaolin Warrior) oder Shan Mao (Wang Yu - Der Karatebomber) zu sehen. Und Blackie Ko Shou-Liang (Invincible). Auch bekannte Gesichter im 70er Jahre Basher-Kino.

Fazit: Für Basher Fans, vor allem dank der 2. Action intensiven Hälfte und viel Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata zu empfehlen!

Infos:

O: Shuang Mian Nu Sha Xing

Taiwan 1973

R: Wang Hung-Chang

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Chin Kang, Shan Mao, Cheng Fu-Hung, Blackie Ko Shou-Liang

Laufzeit der HK-VHS: 74:43 Min.

Gesehen am: 24.11.24

Fassungen: Mir lag das Ocean Shores VHS vor = unbekannt ob Uncut oder nicht (wirkte auf jeden Fall nicht zensiert), Mandarin O-Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität, Vollbild. Zuvor lag mir die Englisch Dubbed VHS (ungesehen) vom gleichen Label vor. Das VHS wurde nach Holland verkauft. Es gibt keine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung (oder sind mir zumindest nicht bekannt, Stand: Nov. 2024).

Mittwoch, 4. Dezember 2024

The Mysterious Heroes

The Mysterious Heroes

Story:

Lo Tien Fung (Sek Kin) wird von den Schergen des Baron (Wang Hsieh) gefangen genommen. Zwei Helden (Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng) machen es sich zur Aufgabe, Lo Tien Fung zu befreien. Dabei werden sie von einem Bettler (Cliff Lok) unterstützt…

Meine Meinung:

The Mysterious Heroes ist nebst Filmen wie Shaolin Traitorous, Shaolin Death Squads oder The Shaolin Kids eine weitere Zusammenarbeit zwischen Carter Wong (The Mad Cold-Blooded Murder), Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Return of the Kung Fu Dragon) und Regisseur Chan Siu-Pang (Curse). Der Eastern aus Hong Kong, 1977 veröffentlicht und in Taiwan gedreht, erzählt auf den ersten Blick einen wirren, konfusen und wenig gradlinigen Plot.

Ich muss gestehen, dass mir simplere Plots mehr liegen. Wer viele dieser Filme gesehen hat, wird aber schlussendlich auch in The Mysterious Heroes am Ende nichts Neues vorfinden. Durch die Tatsache, dass das VHS aus Japan nicht Englisch freundlich ist, ist es wichtig, die Schauspieler, die die Figuren verkörpern, zu kennen. Sonst dürfte es kompliziert und ungeniessbar werden. Carter Wong und Polly Shang-Kuan Ling-Feng spielen natürlich die Helden.

Sie sind die Kinder von der von Sek Kin (The Virgin Sword) gespielten Figur. Das wird aber erst im Finale aufgeklärt. Cliff Lok (Killer from Above), den ich einmal mehr wenig charismatisch finde, spielt einen Bettler. Ich mag solche Figuren heuer immer weniger. In Wahrheit spielt er eine Art Undercover-Agent bzw. einen Studenten von Sek Kin, der immer dann auftaucht, wann unsere zwei Helden (Carter und Polly) Hilfe brauchen. Wang Hsieh (Fury of a Virgin) spielt die obligatorische Schurken-Rolle wie auch Phillip Ko Fei (Fatal Termination), wobei letzterer nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen ist.

Die Kampfszenen sind solide. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Schon bevor der Film startet, dürften die Charaktere ihr Können zeigen (was ggf. auf der US-DVD fehlt). Vor allem Carter Wong und Polly Shang-Kuan Ling-Feng machen ihre Sache ordentlich (z.B. der Kampf von Carter Wong gegen vier Gangster in einem Gasthaus). Auch die Kämpfe von Carter Wong gegen Sek Kin oder die ganzen Finalkämpfe gefallen. Auch die am Ende immer mehr wechselhaften Settings und Zunahme von Kampfszenen machen The Mysterious Heroes zu einem sehr unterhaltsamen und soliden Eastern.

Fazit: Eastern-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Yin Xia En Chou Lu

HK 1977

R: Chan Siu-Pang

D: Sek Kin, Wang Hsieh, Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Cliff Lok, Phillip Ko Fei

Laufzeit der jap. VHS: 91:40 Min.

Gesehen am: 28.10.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD unter dem Titel Wu Tang Swordsman (ein Double Feature mit Shaolin Traitorous) von Xenon vor. Englisch Dubbed (grottenschlecht) und Vollbild, ggf. fehlt der Vorspann mit Kampf Demonstrationen. Desweitern liegt mir das jap. VHS von Victor vor = Uncut, Mandarin O-Ton mit jap. Subs und Widescreen. Laut HK- und Taiwan-Film-Koryphäe Toby Russell ist das VHS sehr zu empfehlen (= "one of the Best Japanese tapes") da das Originalmaster scheinbar zerstört wurde (= «the negative was ruined, it had turned to liquid»). Abgesehen davon, dass die Bildqualität ist einigen Nacht-Szenen zu dunkel aussieht, ist die VHS wirklich schön anzusehen. Eine O-Ton Fassung mit Untertiteln, eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Freitag, 29. November 2024

Shaolin Traitorous

Shaolin Traitorous

Story:

Shang Yung (Carter Wong) macht sich nach jahrelangem Training im Shaolin Kloster auf den Weg, den Tod seiner Eltern zu rächen. Die Täter sind First Head of East Chang (Sammo Hung) und Officer of N. City (Huang Feilong), welche ihren Meister Tin Erh Keng (Chang Yi) dienen. Hilfe bekommt Shang Yung von Hsiao Yun Erh (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die es ebenfalls auf Tin Erh Keng abgesehen hat…

Meine Meinung:

Aka The Traitorous. Shaolin Traitorous ist ein taiwaneischer Kung Fu-Film aus dem Jahr 1976 von Sung Ting-Mei. Wer das Genre mag, wird auch den Film mögen. Mich sprach vor allem der Cast an. Obwohl einige Datenbanken auch Hong Kong als Herstellungsland angehen, würde ich auch definitiv auf Taiwan tippen. Der Film vereint glanzvolle Namen wie Carter Wong (The Shaolin Kids, The Association, The Furious Killer), Sammo Hung (Hand of Death, Twilight of the Warriors: Walled In, Knockabout), Chang Yi (Profile in Anger, Imperial Sword, Killer from Above) und Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Heroes Behind the Enemy Lines, General Stone, The Invincible Super Guy).

Ich empfand den Film als sehr gut. Etwas über dem Durchschnitt angesiedelt. Das lag nicht nur am sehenswerten Cast, sondern auch an zwei weiteren Tatsachen. Erstens verzichtet der Film auf Slapstick, Klamauk und Humor. Etwas, was ich begrüsse, da der Humor in solchen Kung-Fu-Filmen nicht selten auch wirklich doof und kindisch ist. Der zweite Grund ist die Tatsache, dass es wenig Längen und wenig lahme Füllszenen gibt. Es gibt fast nur Action und der Plot wurde auf das nötigste reduziert. Ich mag solche simplen 08/15 Rache-Plots. Die Filme schaut der Fan wegen den Stars und den Kämpfen, nicht aufgrund interessanter Story-Plots.

Die Kampfszenen sind solide, auch wenn etwas wenig mit den Füssen und Beinen gekämpft wird. Carter Wong ist Carter Wong. Solide. Aber wenig charismatisch und immer mit gleicher Mimik à la Steven Seagal. Polly Shang-Kuan Ling-Feng Schauspiel hat mir gefallen. Auch im Finalkampf überzeugt sie. Am besten haben mir Sammo Hung und Chang Yi gefallen. Beide Bösewichte. Vor allem Sammo Hung hat dabei fast einige der besten Kampfszenen überhaupt abbekommen, abgesehen vom Finalkampf zwischen Carter Wong/ Polly Shang-Kuan Ling-Feng gegen Chang Yi. Sammo Hung spielt, wie sein Meister, auch einen weisshaarigen Gegner.

Chang Yi mag ich als Bösewicht lieber, statt ihn in Heldenrollen zu sehen. Unvergessen sind seine Auftritte in Filmen wie Phantom Kung Fu, The War of the Boundary, The Thrilling Sword, Eagle’s Claw7 Men of Kungfu oder The Secret of Shaolin Poles. Fans von Chang Yi sollten wissen, dass er praktisch nur im Finale kämpft. Zuvor lässt er seine beiden rechten Hände, Sammo Hung und Huang Feilong (auch weisshaarig), ran. Nur um falsche Erwartungen von vornerein im Keim zu ersticken. Das Finale dauert ca. sechs Minute ist fantasievoll und brutal anzusehen. Unser Trio gibt ihr alles und liefert, wenn er darum geht, dem Kung Fu Fan ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Da Tai Jian

Taiwan (je nach Quelle HK) 1976

R: Sung Ting-Mei

D: Carter Wong, Sammo Hung, Huang Feilong, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 15.10.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Xenon vor = Double Feature. Nebst Shaolin Traitorous befindet sich noch der Carter Wong Film Wu Tang Swordsman im Set. Zu Shaolin Traitorous = Uncut, Mandarin Print in Widescreen (aber nicht anamorph), gute Bild- und Tonqualität mit englischen Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2024).

Sonntag, 12. Mai 2024

The Shaolin Kids

The Shaolin Kids

Story:

Der Kaiser (Ko Hsiang-Ting) ist in Gefahr. Es geht um eine Liste, welche zu ihm gelangen soll. Rebellen (Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng) gelingt es, diese dem tyrannischen Premier Minister, der den Kaiser stürzen lassen will, zu entwenden. Der Premier Minister schickt seine Killer (Huang Feilong, Cliff Lok) los, um die Liste zu finden und die Rebellen zu töten…

Meine Meinung:

The Shaolin Kids erzählt die ewige Geschichte von einem Tyrannen, der die Herrschaft an sich reissen, und den Kaiser vernichten will und dabei von heldenhaften Rebellen gestört wird. Am Rande kommen in dem grundsoliden Film von Regisseur Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) auch böse Japaner vor, aber keine «Shaolin Kids», was nicht weiter schlimm ist. Und es gibt viel Pathos, Rache-Motive und Aufopferungen.

Es handelt sich um eine taiwanesische Produktion aus dem Jahr 1975. Der Film wartet mit einem grossen Cast auf. Es sind fast zu viele Parteien dabei, so das nicht allen gerecht wird. Allgemein würde ich den Film als gut und solide betiteln, aber nicht als Meisterwerk. Dazu waren die Kampf- und Schwertkampf-Szenen mehrheitlich zu wenig speziell und/oder zu wenig spektakulär, um aus der Masse herauszuragen. Für die Kampfszenen zeigte sich u.a. Cliff Lok (Shaolin Death Squads) zuständig, der mir als rechte Hand des bösen Premier Minister gefallen hat.

Nebst Cliff Lok wartet der Film mit Stars wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng (General Stone), Carter Wong (Good Bad & Losers), Chang Yi (Gambling for Gold) oder Tien Peng (The Lost Swordship) auf. Polly Shang-Kuan Ling-Feng macht ihre Sache ordentlich. Carter Wong sieht mit Bart ungewohnt aus und Chang Yi sehe ich definitiv lieber als Bösewicht statt als Held. Gegen Ende werden die Kampfszenen besser, vor allem im Finale oder jene mit Huang Feilong und Cliff Lok. Letztere haben Pillen, mit denen sie nicht sterben und die sie einnehmen, wenn sie am Sterben sind. Das fand ich cool.

Fazit: Solide Kung Fu Unterhaltung!

Infos:

O: Yi Dai Zhong Liang

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo

D: Ko Hsiang-Ting, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng, Huang Feilong, Cliff Lok

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 87:59 Min.

Gesehen am: 21.02.24

Fassungen: Siehe The 7 Grandmasters! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024). Zudem lag mir die Betamax aus Indonesien von Asaka Vision vor = Bekam ich geschenkt und behalte ich deshalb.

Samstag, 24. Februar 2024

Heroes Behind the Enemy Lines

Heroes Behind the Enemy Lines

Story:

Zwei Agenten aus China (Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Charlie Chin Chiang-Lin) begeben sich auf eine Undercover-Mission. Als «Ehepaar» dringen sie somit zum Feind vor, um diesen zu infiltrieren…

Meine Meinung:

Meine Erwartungen bezüglich des taiwanesischen Filmes Heroes Behind the Enemy Lines hielt ich gesenkt und klein. Ich habe gewusst, dass der Film relativ wenig Action haben wird. Wenn ich dies nicht gewusst hätte, wäre die Enttäuschung grösser ausgefallen. Aber auch so ist Heroes Behind the Enemy Lines doch zuweilen ein recht lahmer Film, der es am Ende nur knapp und mit zwei zugedrückten Augen in die Filmsammlung schafft. Regie führte der mir unbekannte James Liu Yi. Dieser hat fast ausnahmslos Dramen realisiert.

Seine Stärken lagen also nicht im Kung-Fu oder Actionfilm. Das sieht man dem Film, auch in den wenigen Action-Szenen, an, auch wenn mit Wang Yung-Sheng (The Mystery of Chess Boxing, Seven Men of Kung-Fu, Crazy Nuts of Kung Fu) kein schlechter Martial Arts Director an Bord war. Der Film spielt in einem meiner Meinung nach wenig interessanten Setting, wartet mit Klischees auf (Böse Japaner), uninteressantem Drama und zu vielen Dialogen und viel zu wenig Action. Richtige Highlights gibt es nicht.

Zudem wird in den Action-Szenen relativ wenig gekämpft. Es kommen mehr Schusswaffen und Effekte/Stunts zum Einsatz: das Finale mit dem Zug hatte charmante Miniatur-Bauten-Effekte, die etwas an Godzilla und Co. erinnerten. Die Shoot-Outs sind aber auch relativ lahm und harmlos in Szene gesetzt. Was die Stars angehen, kann der Film immerhin auf die beiden Mädels Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel, Revengeful Swordswoman) und Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Ghostly Face, Little Hero) zurückgreifen. Nett, aber Potenzialverschwendung, da beide nicht wirklich sonderlich viel von ihrem Können zeigen dürfen. Und von Betty Pei Ti (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan) als böser Japanerin hätte es auch mehr Szenen geben dürfen.

Fazit: Nur für Sammler des Genres und/oder der Stars (Polly Shang, Jude Lee…) interessant!

Infos:

O: Zhan Zi Ying Hao

Taiwan 1975

R: James Liu Yi

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Charlie Chin Chiang-Lin, Judy Lee, Wang Ching-Ping, Tien Yeh, Ko Hsiang-Ting, Betty Pei Ti

Laufzeit der taiwanesischen LD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 08.01.24

Fassungen: Mir lag die Laserdisc aus Taiwan vor = Wahrscheinlich Uncut, im O-Ton Mandarin mit chinesischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Alternativen: HK-VCD von Mei Ah (Mandarin mit chinesischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Freitag, 19. Mai 2023

General Stone

General Stone 

Story:

 

Chu Erh (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und Chun Chao (Dorian Tan Tao-Liang) schliessen sich der Widerstandbewegung an. Ihr Ziel ist es, den tyrannischen Herrscher Wang Chao (Lung Fei) zu besiegen…

 

Meine Meinung:

 

Diese Goldig Films-Produktion und HK-Kung Fu Film wirkt aufgrund seines Fantasy- und Trash-Gehalts fast mehr wie eine Taiwan- statt eine -HK-Produktion. Es kommen lebende Steinfiguren à la The Unbeaten 28, geheime Kammern à la Wooden Man und magische Waffen (Pfeilbogen, Peitsche) vor. Dazu Kicker Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River), Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) in seiner obligatorischen Bösewichts-Rolle und Taiwanesin und Sängerin Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Shaolin Death Squads) als Heldin.

 

In einer Nebenrolle ist noch Blacky Ko Shou-Liang (Das Todeslied des Shaolin) zu sehen. Die Regie besorgte Tao Hung. Scheinbar war General Stone seine einzige Regiearbeit. Der Film ist gut und solide. Kein Kracher, weil er auch lahmere Phasen gibt. Einige der Massen-Szenen waren lahm und im Mittelteil gerät Polly Shang-Kuan Ling-Feng längere Zeit zu sehr in den Hintergrund. Ich mochte die Kampfszenen, in denen ohne Waffen gekämpft wird, oder die Trainingsszenen von Dorian Tan Tao-Liang gegen die lebenden Stein-Statuen (eine davon ist sein Vater!!!) mehr als die anderen Kampfszenen.

 

Lung Fei kämpft, was speziell ist, mit seinem Bogen. Ohne Pfeile abzufeuern. Zudem schaut er wie ein japanischer Krieger / General aus. Viele der Szenen sind Outdoor gedreht und am Ende darf ein Dummy einen steilen, felsigen Abhang hinunterrollen und das Schicksal von Lung Fei besiegeln. Das mag ich immer. Die Musik war leider etwas billiges, eintöniges Archivmaterial, welches man aus unzähligen solchen Eastern kennt. Schade! Da wäre geklaute Musik aus US-Horrorfilmen oder dem Italo-Western besser gewesen. Dorian Tan Tao-Liang hat zwar eine eindrückliche Beinarbeit vorzuweisen, aber dafür das Charisma eines Ameisenhaufens.

 

Fazit: Aufgrund des Trash- und Fantasy-Faktors näher am Taiwan statt am HK-Kino der damaligen Zeit! Solide und für Fans der Beteiligten interessant!

 

Infos:

 

O: Shi San Tai Bao Li Cun Xiao

 

HK 1976

 

R: Tao Hung

 

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Lung Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Hu Chi, Chuan Yuan, Blacky Ko Shou-Liang

 

Laufzeit der UK-DVD: 82:42 Min.

 

Gesehen am: 19.04.23

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor = gute bis durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Als Bonus gibt es ein Interview mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (2.5 Minuten). Sie spricht erstaunlich gut Englisch. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: April 2023).