Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Frauengefängnis werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frauengefängnis werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 28. Dezember 2025

Vendetta Review

Vendetta

Story:

Stunt-Frau Laurie Collins (Karen Chase) begeht Straftaten, damit sie ins Gefängnis kommt. Dort will sie den Tod ihrer jungen Schwester (Michelle Newkirk) rächen, die einer Frauengang (u.a. Sandy Martin) zum Opfer fiel…

Meine Meinung:

Vendetta sah ich mir nur an, da ich den Film auf einer Double Feature Disc hatte. Ansonsten wäre es kein Film gewesen, der auf meiner Wunschliste gestanden wäre. Die Disc kaufte ich aufgrund Naked Vengeance. Nun sah ich mir Vendetta an. Ich erwartete nicht viel und fand den Film leicht besser als erwartet. Kein Kracher, aber doch schwer unterhaltsam und kurzweilig.

Mit einer Laufzeit von nur knapp etwas mehr als 80 Minuten und einem simplen Rache-Plot fiel es Vendetta leicht, anspruchslos zu unterhalten. Es gibt Rape & Revenge Motive im Film wie auch WIP-Inhalte. Hier und da war der Film sogar leicht sleaziger, als erwartet. Der Plot ist 08/15 und kann nicht ernst genommen werden. Das Overacting und die Darstellung der Figuren laden zum Fremdschämen ein. Die Frauengang könnte direkt aus einem Troma-Film stammen.

Die 80er Jahre Friseuren sind furchtbar, wie auch das Auftreten der meisten Figuren im Film. Als Anführerin der Frauengang wurde ein Mannsweib gecastet. Sandy Martin kann als robuste Anführerin im Knast, die alle terrorisiert, eigentlich nicht ernstgenommen werden. Aber genau dieser Trash-Faktor macht den Film am Ende auch so zugänglich und unterhaltsam. Auf eine Art sympathisch. Karen Chase spielt die Heldin. Eine Stunt-Frau. Somit werden ihre Kampfkünste erklärt.

Im Knast beginnt sie einen Rachefeldzug, nachdem sie herausgefunden hat, was mit ihrer jüngeren Schwester passierte und wer dafür verantwortlich ist. Der Film ist nicht wirklich blutig. Die Rache-Szenen beschränken sich meist auf Prügeleien. Daraus resultiert der Tod der Gegnerinnen. Im Finale gibt es dann sogar noch eine Massenszene (sehr trashig, vor allem die zuvor gezeigte Musikeinlage im Knast) inklusive eines saftigen blutigen Shoot-Out. Karen Chase macht in den Actionszenen eine gute Figur (aber sie hat die wohl schlimmste Frisur von allen). 

Fazit: Als gratis Trash-Bonusfilm okay!

Infos:

O: Vendetta

USA 1986

R: Bruce Logan

D: Karen Chase, Michelle Newkirk, Sandy Martin, Kin Shriner, Roberta Collins

Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.

Gesehen am: 28.12.25

Fassungen: Gesehen als Double Feature US-Blu-Ray von Shout Factory (der zweite Film im Set ist der sehenswerte Naked Vengeance) = Uncut, Englischer O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland nur als VHS unter dem Titel Frauengefängnis USA zu haben.

Mittwoch, 25. September 2024

Escape from Hell Hole

Escape from Hell Hole

Story:

Jungfrau Indri (Gudi Sintara), ein Mädchen vom Lande, wird durch ihre Freundin Kartina (Siska Widowati), welche seit längerem in der Stadt wohnt, durch falsche Versprechen in die Stadt gelockt. Dort wird Indri an einen Geschäftsmann (Dicky Zulkarnaen) verkauft, der mit Jungfrauen dealt. Ein Zuhälter. Wer nicht spurt, wird gefoltert und gefügig gemacht. Bald schon denkt Indri an Flucht, doch auch die Mädels untereinander geraten aneinander…

Meine Meinung:

Nebst War Victims stellt Escape from Hell Hole die 2. WIP-Genre-Produktion aus Indonesien dar, die es auch ins Ausland geschafft hat. Im Gegensatz zu War Victims stand hinter dem Film eine grosse Produktionsfirma: Rapi Films. Die bekannten Filmstudios, die auf viele ausländische Trends aufgesprungen sind und einige tolle Exploitation-Werke prodoziert und veröffentlicht haben. Man denke da nur an die Produktionen mit Barry Prima (The Warrior, Srigala) oder Suzzanna (The Queen of Black Magic, Revenge of Samson).

Leider hat mir Escape from Hell Hole, wie übrigens früher (1. Sichtung fand im März 2006 statt), nicht gefallen. Im Vergleich ist sogar War Victims der klar bessere Film, da Action geladener, effektiver und nackter. Escape from Hell Hole hat nämlich folgendes Hauptproblem: für einen Film in dem sonderbaren, provokativen Sub-WIP-Genre (WIP = Women in Prison) zeigt der Film keine nackte Haut. Ja, Indonesien ist ein muslimisches Land und Nacktheit verpönt. Aber in War Victims war es ja (zwar mit Fogging-Zensur) auch möglich. Warum nicht hier?

Die Frauen sind immer bekleidet, sogar wenn sie in der Badewanne baden, tragen sie Unterwäsche. Das extremste, was hier zu sehen sind, sind nackte Frauenrücken. Mehr nicht. Das ist für eine WIP-Produktion natürlich eine Art Todesstoss. Dazu kommen weitere negative Elemente. Der Film ist stinklangweilig. Es passiert kaum etwas und der Film ist uninteressant, lahm und die Laufzeit viel zu lang. Da hätten statt 102 Minuten nur 80 Min. gebraucht werden sollen. Dazu kommt, dass es mehrfach unpassenden und peinlichen Humor zu sehen gibt. Etwas, was sich durch fast alle asiatischen Länder zog, egal ob Indien (Daayan), Indonesien oder die Philippinen (Revenge of Lady Fighter).

Das Budget war klein. Das sieht man dem Film auch an. Zwar gibt es gegen Ende 2-3 blutige Szenen und ein echtes Feuer (Finale), aber dafür waren die Shoot-Outs im Finale schlicht unglaubwürdig. Da werden Gegner teilweise auch paar Metern Entfernung nicht getroffen und blutige Shoot-Outs gibt es nicht. Besonders als der Boss vor geringer Entfernung gelöchert wird, gibt es keinen einzigen Bluttropfen zu sehen. Sehr schade! Auch die Namen des Stars sind wohl eher der der 2. oder 3. Garde anzurechnen. Keine bekannten Namen wie Barry Prima, Suzzanna, W.D. Mochtar oder Eva Arnaz dabei. Die Hauptrollen spielen Gudi Sintara (The Warrior and the Blind Swordsman), Dicky Zulkarnaen (Special Silencers), Siska Widowati (Satan’s Slave) sowie Leily Sagita (Ferocious Female Freedom Fighters).

Fazit: Leider nicht zu empfehlen da langweilig und harmlos.

Infos:

O: Kawin Kontrak

Indonesien 1983

R: Maman Firmansyah

D: Gudi Sintara, Siska Widowati, Dicky Zulkarnaen

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: März 2006 / Neusichtung am: 15.08.24

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Terror Vision vor = Schuber, Uncut* (= Extended Version), hervorragende Bild- und Tonqualität, Originalbildformat, O-Ton mit englischen Subs und drei exklusive Extras für diese Vö runden die Fassung ab. *In einer Szene gibt es Fogging-Zensur. Die perfekte Vö zu diesem Film. In der deutschen Fassung (VHS) fehlen über 20 Minuten Material. Davon sind aber nur zwei Gewalt-Momente betroffen. Es gibt keine deutsche DVD oder Blu-Ray (Stand: Aug. 2024).

Montag, 8. Januar 2024

Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song

Japanuary 2024

Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song

Story:

Nami (Meiko Kaji) ist erneut auf der Flucht. Sie trifft auf einen ehemaligen Klassenkameraden (Masakazu Tamura) und findet heraus, dass beide einen korrupten Cop als Feind haben. Doch als sie bei einem Versuch, durch die schwangere Ehefrau des Cops an diesen zu gelangen und die Frau stirbt, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Nach den ersten drei Teilen hatte Regisseur Shunya Ito (Curse of the Dog God) keine Lust mehr auf eine Fortsetzung, wofür er bei Toei auch abgestraft wurde, ehe er dann aus der Versenkung geholt wurde, um Curse of the Dog God zu drehen (laut dem Interview auf der Curse of the Dog God-Disc). Dass Können von Shunya Ito wird deutlich, denn ohne sein Mittun verliert die Fortsetzung im Vergleich zu den drei ersten Female Prisoner #701 viel Klasse und Qualität.

Der neue Regisseur kann zwar auch solide bis sehenswerte Produktionen vorweisen (Massacre Gun, Retaliation, Savage Wolf Pack, Assault! Jack the Ripper), aber es gelingt ihm nicht, die mystische Aura der Vorgänger Filme aufrechtzuerhalten. Der Plot ist nach einem tollen Start (Verfolgungsjagd) lahm. Es wird zu viel Zeit mit dem ehemaligen Bekannten von Nami vergeudet. Dieser wird solide von Masakazu Tamura dargestellt. Aber im Grunde eine relativ uninteressante Figur, der zu viel Screentime geschenkt wird.

Nami, erneut stark aber sehr wortkarg von Meiko Kaji verkörpert, gerät dadurch oft in den Hintergrund. Erst nachdem sie Schwangere Frau des bösen Cops stirbt, nimmt der Film langsam Fahrt auf. Richtig toll wird der Film aber selten und dann eigentlich nur im Finale. Dort stimmt auch die Farb-Optik wieder und die visuellen und optischen Einfälle sind ein absoluter Genuss! Warum nicht schon vorher so? 

Ein Detail gefiel mir aber auch im Finale nicht, und zwar die Tatsache, wie dumm und unrealistisch der Bösewicht selbst am Galgen landet. Das war schon sehr fragwürdig umgesetzt, aber immerhin optisch schick. Das Rachelied (Urami Bushi) passt jedoch auch nach wiederholtem Male gut zum Inhalt und zur mystischen, rächenden Figur Nami aka Scorpion.

Fazit: Der schlechteste Teil der Reihe! Fans sollten die Erwartungen nach den ersten drei sehenswerten Filmen nach unten schrauben…

Gefolgt von: New Female Prisoner 701: Scorpion

Infos:

O: Joshû sasori: 701-gô urami-bushi

Japan 1973

R: Yasuharu Hasebe

D: Meiko Kaji, Masakazu Tamura, Yumi Kanei, Hiroshi Tsukata, Yayoi Watanabe, Toshiyuki Hosokawa

Laufzeit der US-DVD: 88:21 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Neusichtung am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es von Rapid Eye Movies in Deutschland auf DVD. Wer eine Blu-Ray möchte, sollte zur UK-Ausgabe von Arrow Video greifen.

Samstag, 21. Januar 2023

Female Prisoner #701 Scorpion: Beast Stable Review

Japanuary 2023

Female Prisoner #701 Scorpion: Beast Stable

Story:

 

Nami (Meiko Kaji) ist noch immer auf der Flucht. Auf dieser trennt sie dem Polizisten und Verfolger Kondo (Mikio Narita) den Arm ab. Er macht die Suche nach ihr danach zu seinem persönlichen Ziel. Sie kommt bei der Prostituierten Yuki (Yayoi Watanabe) und dessen mental kranken Bruder unter. Als Nami einen Kunden/Zuhälter tötet, zieht sie Aufmerksamkeit auf Yuki und sich…

 

Meine Meinung:

 

Der dritte Teil, wieder von Regisseur Shun'ya Itô, gefällt mir bisher, man möge es kaum glauben, am besten. Der Film beginnt blutig, fesselnd und stark. Eine Spannung war gegeben, da ich praktisch gar nichts mehr wusste. Das heisst die Neusichtung fühlte sich mehr an, als sähe ich den Film zum ersten Mal. Wie bereits im Vorgänger mag ich die wechselhaften Settings und die Abwechslung. Das, sagen wir Mal, etwas "lahmere 08/15 WIP-Setting" vom 1. Teil bot mir schlussendlich zu wenig Spannung & Abwechslung.

 

Meiko Kaji (Outlaw: Gangster VIP 2) ist wie immer sehr stark. Diesmal äusserts wortkarg. Sie wirkt schon fast wie ein phantastisches Element in dem Film. So auch eine ihrer letzten Szenen mit der Krähe oder ihre Aussage, dass der Geist der Getöteten (Schwangeren) in sie geflossen sei. Der Plot nimmt sich Zeit und führt neue Figuren gekonnt ein: Mikio Narita (Message from Space) als einarmiger Cop ist ebenso souverän und ganz stark und nebst Meiko Kaji das grosse Plus des Filmes stellt Yayoi Watanabe (Wolf Guy) dar. Ihre Figur bringt extrem viel Trauer, Gefühl, Erotik und Drama in den Film. Quasi der heimliche Star des Filmes.

 

So überrascht es auch nicht, dass ihr und dem Verlauf der Story sehr viel Zeit eingeräumt werden (als sich Nami in der Kanalisation versteckt). Einige Zuschauer dürften diese Szenen, da es den Plot sehr verlangsamt, lahm und langweilig finden. Mir haben sie gefallen. Es baut eine melancholische Stimmung auf. Der Film hat nur sporadisch Action- und Gewaltszenen. 

 

Man möchte fast mit einem Takashi Kitano Film vergleichen (Hana-Bi z.B.): sporadisch auftauchende Gewaltspitzen, die dafür umso mehr Wirkung entfalten! So auch hier (die Abreibung z.B.). Am Ende gibt es wieder einen überraschenden Wechsel ins Gefängnis. Die Musik steuert einmal mehr Meiko Kaji bei (der Song Urami Bushi wird von ihr selbst gesungen) und passt wunderbar zur Szenerie.

 

Fazit: Sehenswerte Fortsetzung! Bin schon jetzt auf den 4. Teil gespannt!

 

Gefolgt von: Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song

 

Infos:

 

O: Joshû sasori: Kemono-beya

 

Japan 1973

 

R: Shun'ya Itô

 

D: Meiko Kaji, Mikio Narita, Yayoi Watanabe

 

Laufzeit der US-DVD: 87:01 Min.  

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock aus den USA vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. In Deutschland inzwischen von REM zu habe unter dem Titel Sasori Vol. 3 - Den of the Beast = Jap. mit deutschen Subs, Uncut, DVD. Eine Blu-Ray scheint es bisher nur in England von Arrow Video zu geben (Stand: Jan. 2023).

Montag, 31. Januar 2022

Sasori - Jailhouse 41 Review


Japanuary 2022

Sasori - Jailhouse 41

Story:

Sasori (Meiko Kaji) und mehreren anderen Frauen gelingt der Ausbruch aus dem Knast und die Flucht. Sie treten eine gefährliche Reise an, die Opfern fordern wird. Auf allen Seiten. Die Polizei ist ihnen auf den Fersen. Der Gefängnisdirektor (Fumio Watanabe) will Sasori tot sehen…

Meine Meinung:

Teil zwei knüpft an die Handlung von Teil eins (Female Prisoner #701: Scorpion) an und erzählt die Geschichte weiter. Die zwei Hauptfiguren aus dem Vorgänger kehren zurück: Meiko Kaji (Lady Snowblood) mimt einmal mehr das Hassobjekt des Direktors, gespielt von Fumio Watanabe (School of the Holy Beast), der in Teil eins durch Sasori ein Auge verloren hat. Daher will er bittere Rache. Und Regie führt erneut der mir unbekannte Shun'ya Itô, der vor allem für diese Film-Reihe bekannt wurde (führte auch in Teil drei Regie).

Für mich persönlich hat die Reihe kein durchgehendes «Kracher-Potenzial». Es sind Filme mit Ecken und Kanten. Teil eins gefiel mir z.B. letztens viel weniger gut als früher. Sasori - Jailhouse 41 gefiel mir dagegen aktuell gut und sogar ein Ticken besser als der Vorgänger. Des liegt daran, dass es abwechslungsreichere Settings gibt und der Film optisch wieder einmal wunderschön eingefangen wurde.

Es gibt viele interessante Stilmittel, fast schon psychedelische, traumähnliche und surrealistische Settings (Visionen, Spiele mit Farben, viel Gesang/Lieder). Visionen zu den einzelnen Mädels, Englisch untertitelte Lieder (glaube ca. 4-6 Stück im ganzen Film) und schräge Kameraeinstellungen. Dabei wirkt der Film ansonsten ernster, düsterer und auch weitaus brutaler als der Vorgänger. Da war ich (positiv) überrascht. Die Obsession des Direktors und die Rachegefühle von Sasori werden intensiv eingefangen. Sasori gibt diesmal eine wortkarge Anti-Heldin die nur ein Ziel verfolgt: Rache. 

Meiko Kaji spielt gut. Sie hat weniger Actionszenen als im Vorgänger, gerät aber durch viele andre Figuren etwas in den Hintergrund, was sich jedoch nicht negativ auswirkt. Die Männer werden überzeichnet dargestellt und bestehen zu 99% aus Sadisten, Arschlöchern, Unmenschen, Unsympathen und Vergewaltigern. Die Mehrheit der anderen Gefangenen sind solide, nur eine hat sehr durch ihr Overacting genervt und hat für unpassende und zuweilen peinliche Szenen gesorgt (die Banzai-Szene im Bus z.B.). Und leider bekommt sie von den Mädels fast am meisten Screentime. Sie zieht den Film doch etwas runter…

Abgesehen davon eine sehenswerte Fortsetzung und für Fans des Exploitation-Kinos zu empfehlen!

Gefolgt von: Female Prisoner #701 Scorpion: Beast Stable

Infos:

O: Joshû sasori: Dai-41 zakkyo-bô

Japan 1972

R: Shun'ya Itô

D: Meiko Kaji, Fumio Watanabe, Kayoko Shiraishi, Hiroko Isayama, Yukie Kagawa, Hosei Komatsu

Laufzeit der deutschen DVD: 88:43 Min.

Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von rem vor = Digipack mit Schuber und Poster, Deutsch/Jap. mit deutschen Subs, gute aber nicht sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es als Blu-Ray von Arrow Video (ganze Box mit den ersten vier Teilen der Reihe).

Donnerstag, 18. November 2021

Achtung! The Desert Tigers Review

Achtung! The Desert Tigers

Story:

 

2. Weltkrieg: US-Offiziere (u.a. Richard Harrison) werden von den Nazis in der Wüste gefangen genommen und in ein KZ gesteckt. Dort erwarten sie grausame Experimente, Folterungen und Ausschweifungen, vor allem ausgeführt von Dr. Lessing, SS Afrika Korps (Lea Lander). Doch die Amerikaner planen die Revolte…

 

Meine Meinung:

 

Achtung! The Desert Tigers sah ich vor Ewigkeiten beim Kumpel, der mir dann auch diese Disc aus Holland vermacht hat. Seither sah ich den Film nicht mehr. Es handelt sich bei Achtung! The Desert Tigers um einen Naziploitation -Streifen mit (!!!) Richard Harrison in einer der Hauptrollen. Der Film, auch bekannt unter den Titeln Kaput Lager - Gli ultimi giorni delle SS aka Wüstenfüchse kennen kein Erbarmen (in Deutschland als Action/Kriegsfilm vermarktet), hatte ich als wenig toll in Erinnerung.

 

Und diese Meinung teile ich auch aktuell nach einer Neusichtung, so dass der Film die Sammlung verlassen wird. Richtig viele sehenswerte Naziploitation-Filme gibt es gar nicht. Mir kommen da vor allem Gestapo’s Last Orgy, Ilsa: She Wolf of the SS, Vrouwenkamp, Women’s Camp 119 oder Deported Women of the SS Special Section in den Sinn. Der Rest ist meist oft nur Durchschnitt gefolgt von paar echten Stinkern (Holocaust 2, The Red Nights of the Gestapo oder Private House of the SS Girls). Achtung! The Desert Tigers gehört in die Kategorie «Durchschnitt».

 

Der Film von Luigi Batzella (SS Hell Camp) ist ein Mix aus billigem Kriegs- und Actionfilm im Wechsel zum Naziploitation-Lagerfilm à la Ilsa und Co. Die besten Szenen sind jene aus dem Wüsten-KZ. Dabei erinnert der Film von der Stimmung und den Bildern an die Ilsa Fortsetzung Ilsa, Harem Keeper of the Oil Sheiks. Die Highlights sind: Authentisch in Deutsch gesprochene Sätze/Worte, etwas nackte Haut, sexuelle Erniedrigungen und dazu vor allem sehr passende und stimmungsvolle Musik.

 

Die Highlights sind jedoch eher rar gesät und machen vielleicht ¼ der Laufzeit aus. Lea Lander ist ein schwacher und wenig charismatischer Ilsa Ersatz, während Richard Harrison oder Gordon Mitchell noch die bekanntesten Namen in diesem Trash-Schundwerk sind. Wie haben sich die beiden wohl in diese Produktion verirrt? Wusste sie überhaupt, für was für ein Endprodukt sie da aufgelaufen sind?

 

Die Kriegs- und Action-Szenen sind billig, uneffektiv, unblutig (Film allgemein in der Hinsicht sehr harmlos – Effekte dürfen nicht erwartet werden), repetitiv und teilweise wurden irgendwelche echten Archiv-Kriegsaufnahmen eingefügt, die deplatziert wirken. Leider machen diese Szenen ca. 50% oder gar mehr des Filmes aus, was schade ist.

 

Fazit: Harmloser und langweiliger Beitrag zur kurzlebigen Naziploitation-Welle. Lohnt sich nur für Sammler und Komplettisten des sonderbaren Genres.

 

Infos:

 

O: Kaput Lager - gli ultimi giorni delle SS

 

Italien 1976

 

R: Luigi Batzella

 

D: Richard Harrison, Isarco Ravaioli, Lea Leander, Agnes Kalpagos, Gordon Mitchell

 

Laufzeit der holländischen DVD: 81:49 Min.

 

Neusichtung am: 15.08.21

 

Fassungen: Mir lag die holländische DVD von DVD Network vor = Uncut, englischer Ton, holländische Subs, grauenhafte Bildqualität. In Deutschland zensiert auf VHS zu haben unter dem Titel Wüstenfüchse kennen kein Erbarmen. Eine O-Ton mit englischen Subs und/oder Blu-Ray-Fassung gibt es nicht (Stand: Aug. 2021).