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Donnerstag, 11. Mai 2023

Kiss of the Dragon

Kiss of the Dragon 

Story:

 

Ein chinesischer Cop (Jet Li) gerät in Frankreich zur Zielscheibe einer Intrige von korrupten Polizisten (Tchéky Karyo) und Gangstern (Cyril Raffaelli, Didier Azoulay, John Forgeham, Max Ryan, Colin Prince) und kämpft darum, seinen Namen rein zu waschen und einer Prostituierten (Bridget Fonda) zu helfen, ihre Tochter zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Kiss of the Dragon ist besser als die US-Filme mit Jet Li (z.B. The One) aber kommt nicht an seine Arbeiten aus Hong Kong (The Last Hero in China, Black Mask, Born to Defend) heran. Der von Luc Besson (Léon - Der Profi) produzierte Film, an welchem auch Jet Li am Drehbuch schrieb, sieht man seine Herkunft deutlich an: die Handschrift von Luc Besson ist zu jeder Sekunde ersichtlich! Als wäre er selbst auf dem Regiestuhl gesessen. Von Regisseur Chris Nahon kam danach praktisch nichts mehr. Eine Eintagsfliege…

 

Kiss of the Dragon ist gut, aber kein Kracher. Nicht alles an dem Film ist gut gealtert. Der Plot ist sehr dünn und man sollte nicht nach Realismus suchen. Es gibt 2-4 Szenen, die so bescheuert sind, wo man nur den Kopf schütteln kann. Bitte nicht hinterfragen! Der Plot ist 08/15. Was störend war, war der ganze Sub-Plot mit der Prostituierten, gespielt von Bridget Fonda. Das war lahm, billig und kitschig. Tut nichts zur Story bei. Hätte man zugunsten von Straffungen entfernen können. Unfreiwillig komisch.

 

Die Musik entspricht mehrheitlich nicht meinen Geschmack, passt aber zum franz. Gangster- und Ghetto-Setting. Was die Franzosen können, sind Gangster-Geschichten erzählen. Die korrupten Cops sind im Film nebst den Zuhältern die Bösewichte. Und die Bösewichte machen, auch durch ihr Overacting, jede Menge Spass! Am meisten überzeugt Fiesling Tchéky Karyo, der dazumal im Franz. Kino gern gesehen war (Dobermann, Crying Freeman). Dank ihm wird der Film klar aufgewertet. Aber auch Namen wie Cyril Raffaelli (vor allem bekannt für Banlieue 13 und dessen Fortsetzung), Didier Azoulay, John Forgeham, Max Ryan (Death Race) oder Colin Prince überzeugen (in den Actionszenen & als Bösewichte).

 

Jet Li macht seine Sache natürlich auch gut. Auch er und seine Kampfkünste werten den Film nebst Tchéky Karyo auf. Die Action-Szenen bestehen aus Verfolgungsjagden, kleineren Stunts, hier und da einem (blutigen) Shoot-Out und vor allem kürzeren Kampfszenen. Da machen vor allem die Duelle von Jet Li gegen Colin Prince, Jet Li gegen die "Twins" oder Jet Li gegen die vielen Karate-Kämpfer im Finale viel Spass! Und natürlich auch jene Kampfszenen auf dem Boot mit dem Eiffelturm im Hintergrund. Cool! Die Action-Szenen sind humorlos in Szene gesetzt. Das heisst es wird auch gestorben (mit Granaten, Essstäbchen, Nadeln). Corey Yuen (Women on the Run) fungierte als Action-Regisseur. In den ersten Kampfszenen (Hotel) erinnern die Szenen an Jackie Chan (da Jet Li viele Alltagsgegenstände in die Kämpfe integriert).

 

Fazit: Kein Kracher, aber dank Jet Li, Tchéky Karyo, der soliden Action und einer grossen Portion Nostalgie noch immer gut schaubar!

 

Infos:

 

O: Kis of the Dragon

 

Frankreich, USA 2001

 

R: Chris Nahon

 

D: Jet Li, Tchéky Karyo, Cyril Raffaelli, Bridget Fonda, Didier Azoulay, John Forgeham, Max Ryan, Colin Prince

 

Laufzeit der Schweizerischen DVD: 94:20 Min.

 

Gesehen am: 25.11.01 / Neusichtung am: 16.04.23

 

Fassungen: Mir lag die Schweizer DVD von MEDARIA vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen/franz. Subs (deutsche Synchro gelungen), gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland auch auf DVD oder Blu-Ray (Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen/englischen Subs).

Freitag, 18. November 2022

Léon - Der Profi Review

Léon - Der Profi

Story:

 

Die Familie der 12jährigen Mathilda (Natalie Portman) wird von korrupten Cops (u.a. Gary Oldman) getötet. Sie überlebt und flüchtet sich zu Nachbar und Profikiller Léon (Jean Reno). Dieser nimmt sie unter seine Fittiche. Eine besondere Beziehung entsteht: Er bildet sie zur Killerin aus…

 

Meine Meinung:

 

Léon - Der Profi mag ich. Klassiker des Euro-Kinos von Luc Besson. Der Film machte die dazumal unbekannte Natalie Portman zum Weltstar. Jean Reno war bereits einer und spielte in vielen Filmen von Luc Besson mit (z.B. in Nikita, der mir persönlich jedoch gar nicht zusagte und verkauft/entsorgt wurde). Seine Figur Léon wurde auch in der Popkultur (z.B. als Charakter im Videospiel Broforce als "Brofessional") und/oder in Satiren (z.B. im HK-Film Out of the Dark mit Stephen Chow) bekannt.

 

Zwar sind die Liebesgeschichte mit Lolita-Vibes durch Hintergrundinfos zu Luc Bessons Leben, die er scheinbar in das Drehbuch hat einfliessen lassen, definitiv umstritten, aber sagen wir Mal so: Andere Länder, andere Sitten. Gegen die Rechtslage hat Besson dazumal nicht verstossen und spätere Vorwürfe im Zuge der MeToo Bewegung wurden gerichtlich abgeschmettert. Abgesehen davon mag ich den Film.

 

Obwohl ich kein grosser Fan von New York bin, mag ich das New York Setting des Filmes. Die Musik ist super, etwas vom Besten des Filmes. Auch der Cast ist bis in die Nebenrollen stark besetzt: nebst Natalie Portman, die damit ihr Debüt gab und Jean Reno, überzeugt vor allem Gary Oldman (True Romance) als korrupter, drogensüchtiger Cop. In meinen Augen der heimliche Star des Filmes. Seine Szenen beim Massaker oder auf der Toilette (Zusammentreffen mit Mathilda) sind intensiv, spannend und stark gespielt. Selten hat mich ein Darsteller nur durch eine Performance in einem film so beeindruckt.

 

Zwar ist der Plot, sind wir Mal ehrlich, teilweise arg hohl und unglaubwürdig (leere Polizeiwache, unzählige Cops haben gegen einen Mann keine Chance, das Ausarten und Unerkannt Bleiben von Gary Oldmans gespielter Figur), und die Actionszenen hätten zahlreicher sein dürfen, aber im Grossen und Ganzen, auch aufgrund nostalgischer Gefühle, mag ich den Film dennoch. Die Action-Szenen sind zwar selten, aber der 1. Auftritt von Léon, das Massaker durch die Cops oder das Finale rocken derbe! Genug Gefühl, Dramatik und Herz sind auch definitiv dabei!

 

Fazit: Sehenswerter Klassiker und einer der besten Filme von Luc Besson und mit Jean Reno!

 

Infos:

 

O: Léon

 

Frankreich 1994

 

R: Luc Besson

 

D: Jean Reno, Gary Oldman, Natalie Portman, Danny Aiello, Peter Appel, Willie One Blood, Don Creech

 

Laufzeit der deutschen DVD: 127:26 Min.

 

Neusichtung am: 13.10.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Steelbook vor = Booklet, Doppel DVD, Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs. Die deutsche Synchronisation ist hervorragend. Bild- und Tonqualität sind gut, aber aus aktueller Sicht klar optimierungsbedürftig. Die Bildqualität war, vor allem jetzt zu Blu-Ray Zeiten, sehr unscharf. Da könnte ich gar über ein Upgrade nachdenken.

Freitag, 24. August 2018

Taxi Taxi Review

   
Taxi Taxi

Story:

Taxifahrer Daniel Morales (Samy Naceri) und sein Freund und Polizist Émilien Coutant-Kerbalec (Frédéric Diefenthal) geraten in ein neues Abenteuer: ein japanischer Diplomat, der Frankreich und die Stadt besucht, wird von der Yakuza entführt. Daniel und Co. machen es sich zur Aufgabe, ihn zu befreien und der Yakuza das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Taxi fand ich okay – aber ich dachte schon, dass ich die Box mit allen vier Teilen aus der Sammlung stellen werde da nur die Teile 1-2 wirklich gut sein sollen, die Teile drei und vier sehe ich als Bonus an. Und als sich Teil eins nur als okay herausstellte dachte ich schon: das wars gewesen mit der Reihe!

Glücklicherweise hat mir der zweite Teil in allen Belangen deutlich besser gefallen als Teil eins, so dass die Box nun definitiv in der Sammlung bleiben wird - auch falls die weiteren Fortsetzungen nicht gut sein sollten. Der Film ist einfach unterhaltsamer, hat weniger Längen, hat deutlich mehr, bessere und abwechslungsreichere Action, war deutlich aufwändiger (Stunts und Budget) und der Humor war ebenso deutlich besser.

Nebst den beiden Hauptfiguren (Daniel und Émilien) kehren auch andere Personen aus Teil eins zurück: die blonde Polizistin, der Polizeichef oder Daniels Freundin. Statt Deutsche wird nun das Klischee der Japaner als Bösewichte bedient. Macht definitiv viel Spass!

Die Story fackelt nicht lange (Figuren müssen nicht mehr eingeführt werden) und der Film ist quasi eine langgezogene Reise voller Stunts, Action, Humor und lustigen Sprüchen! Macht viel Spass!

Fazit: Wer von Teil eins enttäuscht war, sollte die Reihe noch nicht an den Nagel hängen – Teil zwei zu sichten, lohnt sich. 

Gefolgt von: Taxi 3

Infos:

O: Taxi 2

Frankreich 2000

R: Gérard Krawczyk

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Marion Cotillard, Emma Wiklund, Bernard Farcy

Laufzeit der deutschen DVD: 84:18 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Siehe Teil eins Taxi.

Donnerstag, 9. August 2018

Taxi Review

Taxi

Story:

Daniel Morales (Samy Naceri), der mit seinem umgebauten Flitzer Taxi fährt, hilft der Polizei (Frédéric Diefenthal) auf der Suche nach der «Mercedes Gang» (Bankräuber)…

Meine Meinung:

Die von Luc Besson produzierte Actionkomödie Taxi war Ende der 90er in Frankreich und darüber hinaus ein grosser Erfolg. Bis heute folgten vier Fortsetzungen (die neuste ist von 2018), ein US-Remake (2004) und auch eine US-TV Serie soll es noch geben.

Obwohl der Film Ende der 90er ein Hit war, kam er nie gross unter meinen Radar. Das Interesse war nicht gross vorhanden. Wenn ich evaluiere, kann ich nicht sagen warum. Nun habe ich den Film gesehen und fand diesen solide und kurzweilig, aber nichts Besonderes. Vielleicht auch genau deshalb, weil ich den Film in Jugendjahren verpasst habe und er somit keine «Kindheitserinnerung» darstellt und der Nostalgie-Bonus fehlt.

Vielleicht deshalb, weil danach ähnliche Actionfilmen kamen, die spektakulärer und mir sympathischer waren (The Transporter, ebenfalls von Luc Besson produziert, der zum Teil auch coole Auto-Actionszenen und Verfolgungsjagden liefert). Der Humor war zudem auch nicht immer toll.

Aber alles in allem kann Taxi gut geschaut werden. Man wird ohne Ansprüche kurzweilig unterhalten. Es gibt genug Action (aber auch hier: nichts Spezielles, nichts Spektakuläres), die sich mit Humor und dem Duo Samy Naceri (Das tödliche Wespennest) und Frédéric Diefenthal abwechseln und zugleich unterhalten.

Fazit: für mich nicht der grosse Klassiker, sondern «nur» ein solider Film, den man sich gut ansehen kann. Denke, zumindest Teil zwei wird das Niveau von Taxi halten können…

Gefolgt von: Taxi Taxi

Infos:

O: Taxi

Frankreich 1998

R: Gérard Pirès

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Marion Cotillard, Manuela Gourary, Emma Wiklund

Laufzeit der deutschen DVD: 85:52 Min.

Gesehen am: 28.05.18

Fassungen: Mir lag die Taxi Box mit den Teilen 1-4 von Tobis / Universum Film vor = Uncut, Deutsch/Franz. ohne Subs, gute Bild- und Tonqualität.