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Mittwoch, 18. Juni 2025

Boss Level

Boss Level

Story:

Roy Pulver (Frank Grillo) steckt in einer Zeitschleife fest. Immer wieder erwacht er am gleichen Tag, um von Killern (Selina Lo, Eric Etebari, Meadow Williams, Michael Tourek, Quinton 'Rampage' Jackson, Rashad Evans, Aaron Beelner) getötet zu werden. Er versucht, hinter das Geheimnis zu kommen und damit seine Ex-Frau (Naomi Watts) zu retten…

Meine Meinung:

Boss Level lag einige Jahre ungesehen rum. Ich war skeptisch, daher liess ich mir den Film als Wichtelgeschenk schenken, wenn ich mich korrekt erinnere. Leider hat mir der Film nicht wirklich gefallen. Schlecht ist der Film nicht, aber das Gezeigte entsprach wenig meinem Geschmack. Die 100 Minuten zogen sich doch recht und am meisten gestört haben mich die ganzen dramatischen Szenen mit der Ex-Frau und dem Sohn von der von Frank Grillo gespielten Figur. Die hätte man alle streichen sollen. Der hier und da leicht erkennbare Vergleich mit einem Videospiel (und auch das Arcade- und Game-Setting in einzelnen Szenen) war hingegen spassig.

Bei dem Film des mir unbekannten Joe Carnahan handelt es sich um einen Mix aus Sci-Fi, Action und Love-Story/Drama inklusive Komödie. Im Zeitschleifen-Setting. Das Endresultat hat mich nicht überzeugt. Dafür, dass ein Darsteller wie Frank Grillo (Wolf Warrior II) an Bord ist, gibt es eigentlich nicht eine wirklich tolle Action-Szene zu sehen. Die Action-Szenen, vor allem die Kämpfe, waren schwach. Wirkten unecht, künstlich. Auch CGI kommt vor. Als schlechtes CGI zu erkennen. Einzig bei der Verfolgungsjagd (Auto) gibt es ein-zwei bessere Szenen, wo zum Teil, wie es aussieht, auch ohne CGI gearbeitet wurde.

Was dem Film auch fehlt sind echte Gegner für Frank Grillo. Die im Film dargestellten Killer sind meiner Meinung nach ein Witz und zu überzeichnet dargestellt. Zu lustig. Es ist zwar nett, Mel Gibson (Hacksaw Ridge, Fatman, Lethal Weapon) als Hauptbösewicht zu sehen, aber dessen Versuch, im Finale gegen Frank Grillo zu kämpfen, war einfach nur peinlich. Michelle Yeoh (Wing Chun, Police Assassins, Police Story 3 Super Cop) ist nur in zwei Szenen zu sehen und spielt so was wie Gordon Liu in Kill Bill. Sie hilft Frank Grillo in Sachen Schwertkampftraining. Das es auch anders geht (Martial Arts, Humor und überzeichnete Killer) wurde in Accident Man: Hitman’s Holiday bewiesen.

Fazit: Höchstens ok für eine einmalige Sichtung, aber nichts für meine Sammlung!

Infos:

USA 2021

R: Joe Carnahan

D: Mel Gibson, Michelle Yeoh, Naomi Watts, Frank Grillo, Selina Lo, Eric Etebari, Meadow Williams, Michael Tourek, Quinton 'Rampage' Jackson, Rashad Evans, Aaron Beelner

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 100:59 Min.

Gesehen am: 22.03.25

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von LEONINE vor = Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, kein Wendecover. Den Film gibt es auch als UHD.

Freitag, 22. November 2024

Payback

Payback

Story:

Porter (Mel Gibson), Val Resnick (Gregg Henry) und Porters Ehefrau Lynn (Deborah Kara Unger) bestehlen die Triaden. Doch der Gewinn ist zu klein, damit sich Val zurück ins «Syndikat», eine Verbrecherorganisation, einkaufen kann. Daher hintergehen Val und Lynn Porter und lassen ihn für tot geglaubt zurück. Nach Genesung ist Porter zurück in der Stadt, und er hat nur ein Ziel: sein Geld wieder zu bekommen…

Meine Meinung (DC-Fassung):

Payback, ein US-Actionfilm mit Mel Gibson (Fatman, Lethal Weapon 4, The Expendables 3), sah ich seit zehn Jahren nicht mehr. Ich wusste auch gar nicht mehr, welche Fassung ich früher sah. Grund der Neusichtung war der kürzliche Tod von Sänger und Schauspieler Kris Kristofferson, den ich ansonsten nur aus den Blade Streifen (Blade, Blade II, Blade: Trinity) kenne. Wie sich nach dem Schauen des Director’s Cut herausstellte, war Kris Kristofferson in dieser Form gar nicht dabei. Kris Kristofferson gibt es in Payback nur in der Kinofassung zu bewundern. Mehr dazu unter Fassungen.

Payback hat mir, trotz Ausbleiben von Kris Kristofferson (In der DC-Version), bis auf das Ende, gut gefallen. Ich mochte den simplen Plot, ich mochte die coolen Action-Momente, ich mochte den charismatischen, sympathischen und coolen Mel Gibson, der für die Rolle wie geschaffen scheint. Mir haben aber auch die schmierigen Nebenfiguren, gespielt von Namen wie Gregg Henry, David Paymer (Accident Man), James Coburn, Bill Duke (Predator, Commando), Jack Conley oder William Devane gut gefallen. Passen allesamt hervorragend dazu. Kill Bill Star Lucy Liu gibt einen amüsanten Co-Star ab.

Der Plot und die Handlungen von Mel Gibsons Figur regen zum Schmunzeln an. Es ist amüsant anzusehen, wie es Gangster, Triaden und korrupte Cops gegeneinander aufhetzt und sich auch sonst wie ein Antiheld verhält (Penner bestehlen).  Der Film hat wohl dossierte Action-Sequenzen. Hübsch altmodisch: paar Schlägereien hier und da, paar tolle Auto-Crashs abseits vom heutigen CGI-Müll und wenige, dafür doch hier und da recht blutige Shoot-Outs (Attentatsversuch der Triaden an Mel Gibsons Figur). Explosionen und Folter gibt es hingegen nur in der Kinofassung zu sehen, dafür ist oben genanntes Attentatsversuch in der DC-Fassung härter/blutiger.

Fazit: Für Fans von Mel Gibson Pflichtprogramm!

Infos:

O: Payback

USA 1999

R: Brian Helgeland (Paul Abascal = neuen Aufnahmen)

D: Mel Gibson, Gregg Henry, Deborah Kara Unger, Lucy Liu, David Paymer, James Coburn, Bill Duke, Jack Conley, William Devane

Laufzeit der deutschen Blu-Ray (DC): 90:18 Min.

Gesehen am: Feb. 2014 / Neusichtung am: 05.10.24

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Warner vor = Kinofassung und DC auf einer Disc. Sehr gute Ton und solide Bildqualität (jede HK-DVD von IVL, deren Shaw Brothers Releases, sehen qualitativ 100x besser aus als diese Blu-Ray), Deutsch/Englisch mit diversen Untertitel-Optionen. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Der auf Blu-Ray veröffentlichte DC hat viele neue Szenen, neue Musik und andere Farbfilter. Einige Figuren aus der Kinofassung (z.B. der vor kurzem verstorbene Kris Kristofferson und sein Film-Sohn) kommen nicht mehr vor. Dann gibt es noch eine 3., nicht offizielle Fassung: den Workprint. Dieser ist noch länger als der offizielle DC und dürfte die ursprüngliche Wunschfassung von Regisseur Brian Helgeland sein. Den gibt es in den USA nur inoffiziell auf VHS. Regisseur Brian Helgeland wurde während der Post-Produktion des Filmes gefeuert.

Mittwoch, 27. September 2023

The Expendables 3

The Expendables 3

Story:

Barney Ross (Sylvester Stallone), Anführer der Expendables, bekommt es mit einem ehemaligen Mitglied seiner Bande zu tun: Stonebanks (Mel Gibson). Um ihn zu schnappen wird ein neues Team (Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz) zusammengestellt. Doch damit hat Barney keinen Erfolg. Stonebanks kann entkommen und Barneys Team gefangengenommen. Barney und sein altes Team (Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li) plus neue Mitglieder und alte Bekannte (u.a. Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger) schicken sich nun an, Stonebanks zu beseitigen und die jungen Kollegen zu retten…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der bisher gesamthaften doch eher durchschnittlichen The Expendables Reihe (nur der 2. Teil ist noch in der Sammlung) ist der bis dato schlechteste Teil der Reihe und nicht mehr empfehlenswert! Der Film von Patrick Hughes bietet dem Zuschauer nicht mehr das, wofür die Reihe eigentlich Mal stehen sollte (Anlehnung an die US-80er Jahre Actionfilme) und enttäuscht auf ganzer Linie! Der dritte Teil wird nicht in die Sammlung integriert und ist in Sachen Action, Abwechslung / Story, Screen-Time der Stars, coole Sprüche (es gibt im Ganzen nur einen wirklich coolen Dialog), Gewaltlevel und Effekte schlechter als seine beiden Vorgänger (The Expendables und The Expendables 2).

Die Laufzeit ist zu lang, die Story und einige Wendungen oder Vorgehensweisen der Figuren absolut unlogisch, das Einbringen der neuen, jungen 08/15 Expendables ein grosses Desaster während die alten Stars kaum zu sehen sind (Dolph Lundgren z.B.). Jason Statham (The Meg) bekommt auch weniger Actionszenen und Jet Li (The One) kommt nur am Ende ca. fünf Minuten zum Einsatz, nachdem er bereits im Vorgänger kaum zu sehen war. Sehr schade! Harrison Ford war okay, Wesley Snipes (Blade) auch aber Antonio Banderas (Assassins – Die Killer) hat mit seinem Klamauk extrem genervt (Film ist so oder so viel zu zahm, harmlos und pseudo lustig). Aus der Negativität ragt nur Mel Gibson (Lethal Weapon) als Bösewicht heraus. Ordentlich, solide.

Dank der PG-Rating Freigabe, um mehr Zuschauer in die Kinos zu locken, darf nicht auf blutige Action gehofft werden. Diese gibt es schlicht nicht. Die Actionszenen am Anfang und Mittelteil waren allesamt schlecht, langweilig und total billig in Szene gesetzt. Die Effekte (vor allem das viele CGI) sind nochmals verschlechtert worden im Vergleich zu den Vorgängern und konkurrieren schon mit den alten The Asylum Produktionen. Nur im langen Finale ist die Action besser inszeniert, aber um ehrlich zu sein, auch alles andere als grandios: es gibt kaum Abwechslung, kaum Kämpfe, unblutige Shoot-Outs.

Fazit: Der bisher schlechteste «Expendables»!

Gefolgt von: The Expendables 4

Infos:

O: The Expendables 3

USA, Frankreich 2014

R: Patrick Hughes

D: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz, Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li, Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen: DVD: 126:13 Min.

Gesehen am: 2015

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden. Gibt es natürlich auch auf Blu-Ray. DVD schon lange entsorgt/verkauft, da mir Film nicht gefallen hat.

Dienstag, 13. Juni 2023

Lethal Weapon 4

Lethal Weapon 4 

Story:

 

US-Cops (Mel Gibson, Danny Glover) und Co. (Joe Pesci, Chris Rock) legen sich mit chinesischen Menschenschmugglern und Gangstern (Jet Li, Kim Chan, Al Leong) an…

 

Meine Meinung:

 

Der vierte und bisher letzte Teil von Richard Donners Lethal Weapon-Reihe sah ich dazumal als Jugendlicher vor den drei ersten Filmen der Reihe. Das war sogar während dem Unterricht in der 10. Schulklasse. Ich glaube, ein Lehrer ist krank ausgefallen und wir guckten uns in der Klasse den Film an. So genau kann ich es nicht mehr sagen. Schon damals gefiel mir der Film und ich empfand den Film als unterhaltsam, amüsant und lustig.

 

Eine Meinung, welche ich nach wie vor Teile. Der Film ist von den vier Filmen der Unterhaltsamste. Besonders nach dem schwachen dritten Teil ist Lethal Weapon 4 sehr willkommen und eine klare Steigerung. Überraschend, dass es bisher nie einen weiteren Teil gab. Gerüchte gab es dazu jede Menge. Aber inzwischen dürften Mel Gibson (Fatman) und Danny Glover definitiv "zu alt sein für den Scheiss" (wobei Gibson noch hin und wieder in guten Filmen zu sehen ist).

 

Interessant ist, dass Lethal Weapon 4, zumindest auf Letterboxd (Social Media Datenbank für Filmfans), viele schlechte Bewertungen bekommt, da der Film angeblich "rassistisch" und "homophob" sein soll. Ich denke, dass sind wohl jüngere "Fans" der heutigen Woke-Generation, welche an allem etwas zu motzen haben, die so denken. Daher sind Reviews zu gewissen Filmen auf Letterboxd amüsant zum Lesen. Gilt auch für seltene Filme abseits des Mainstreams, die heutzutage viel einfacher die Runde machen (Grund: Streaming).

 

Lethal Weapon 4 ist natürlich weder rassistisch noch homophob, sondern bietet Stereotypen, die dazumal gern gesehen waren und macht sich gekonnt über Minderheiten lustig und die Szenen sind halt wirklich witzig. Ich empfand es als gelungenen Schachzug, Joe Pesci etwas in den Hintergrund zu drängen und mit Chris Rock eine neue Figur, die viel Humor in den Film bringt, zu präsentieren. Gelungen. Mel Gibson und Danny Glover sind ein blind eingespieltes Team. Beide machen ihren Job toll.

 

Der grosse Star ist für mich aber Jet Li (Kiss of the Dragon, The Sorcerer and the White Snake, Fong Sai Yuk). Lethal Weapon 4 ist sein US-Debüt. Zwar drehte er schon zuvor in den USA (The Master, Defector - Karate-Kickboxer), aber das waren HK-Produktionen. Spätere US-Filme konnten das Niveau von Lethal Weapon 4 nicht halten und flogen bereits aus der Sammlung (The One) und/oder werden in Zukunft nach Neusichtungen wohl entsorgt werden (Romeo Must Die, Born 2 Die). Bei einigen Titeln kann ich das noch nicht sagen (Forbidden Kingdom, War, The Expendables Reihe). In Lethal Weapon 4 spielte Jet Li erstmals einen Bösewicht. Etwas, was er selten tat (später, wenn ich nicht irre, wiederholte er dies in The Warlords).

 

Jet Li überzeugt in all seinen Szenen. Fies, böse, kaum zu besiegen, tolles Charisma. Er hätte mehr Bösewichte spielen sollen. Das hat er auch drauf. Oft gäbe man das einigen Stars gar nicht. So z.B. auch Chow Yun-Fat (in Scared Stiff). Auch seine Kampfszenen überzeugen mehrheitlich bis auf eine einzelne Sequenz, die zu sehr nach The Matrix ausschaut. Ansonsten macht er in den Kampfszenen eine gute Figur. Das Finale gegen Mel Gibson und Danny Glover (im Regen) ist eines der Highlights des Filmes. Die Choreographie steuerte Corey Yuen (Born Invincible) bei. Bei der Neusichtung stellte ich zudem fest, dass weitere bekannte HK-Stars an Bord sind, auch wenn nur in Nebenrollen aber dennoch erwähnenswert: Eddy Ko (Shaolin Drunkard) und Conan Lee (The Cyprus Tigers).

 

Der Film ist trotz seiner zwei Stunden Laufzeit zu keiner Sekunde langweilig. Der Mix aus Action, Figuren und deren Zusammenspiel sowie Humor funktioniert bestens. Eine Wohltat sind auch die Action-Szenen. Wäre der Film heute gedreht worden, wären wohl sämtliche Szenen mit Auto-Crashs, Verfolgungsjagden, Zügen, Explosionen oder Helikoptern sowie das Meer und Schiff am Anfang aus dem Rechner gekommen. So gibt es hier noch schön klassische, aufwändige und altmodische Action-Szenen mit echten Stunts, Crashs und Explosionen zu sehen (z.B. Zug der das Auto rammt und zur Explosion bringt). Toll!

 

Fazit: Starke Fortsetzung und sehenswerter Abschluss der Lethal Weapon-Reihe!

 

Infos:

 

O: Lethal Weapon 4

 

USA 1998

 

R: Richard Donner

 

D: Mel Gibson, Danny Glover, Joe Pesci, Chris Rock, Jet Li, Kim Chan, Al Leong, Rene Russo, Eddy Ko, Conan Lee

 

Laufzeit der deutschen DVD: 122:13 Min.

 

Neusichtung am: 02.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, Uncut. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Samstag, 17. Dezember 2022

Lethal Weapon 3 Review

Lethal Weapon 3

Story:

 

Die Cops Martin und Roger (Mel Gibson, Danny Glover) bekommen es diesmal mit Drogen-Dealern (Bobby Wynn, Gregory Millar) und Ex-Cops (Stuart Wilson) zu tun. Unterstützt wird das Polizisten-Duo von Lorna (Rene Russo) und Leo (Joe Pesci).

 

Meine Meinung DC):

 

Den dritten Teil empfand ich schon immer als schwächsten Teil der Reihe. Dies hat auch die aktuelle Neusichtung nicht geändert. Im Gegenteil: der Film fliegt sogar aus der Sammlung! Im Vergleich zu den ersten Teilen (1. Teil / 2. Teil) ist Lethal Weapon 3 sehr schwach und wird der Action-Reihe nicht gerecht. Ob es am Wechsel (80er Jahre vorbei?) gelegen hat? Am Dream Team um Regisseur Richard Donner oder dem Buddy-Movie Duo Mel Gibson und Danny Glover (und Nervensäge Leo) kann es nicht gelegen haben.

 

Oder doch? Der Film hat viele Gründe, warum er nervt und/oder zu wenig gut für die (Action)Filmsammlung ist. Das Wichtigste: der Film hat, bei einer Laufzeit von praktisch zwei Sunden (klar zu lang), viel zu wenig Action. Dazu kommt, dass die Actionszenen sehr harmlos sind. Es gibt praktisch keine blutigen Shoot-Outs mehr. Das, was in den Vorgängern und dem 80er Jahre Actionkino gang und gäbe war, ist hier verschwunden.

 

Dann gibt es leider viel zu viele Szenen, die zum Fremdschämen einladen und/oder die Dramagesülze zeigen: singender Cop bei Verfolgungsjagd, Konfrontation zwischen Mel und betrunkenem Danny auf dem Boot, die Beerdigungsszene, die "Ich liebe dich" Szene zwischen Danny und seinem Sohn, die Bearbeitung von Gibson an dem Regisseur, damit Dannys Tochter den Job wieder bekommt, Gibson Vs. Hund oder die 08/15-Love-Story zwischen Gibson und Russo.

 

Weiterhin ist der Plot selbst für fiktive Filmverhältnisse auch unglaubwürdig. Man nehme nur den Beginn mit der Bombenentschärfung am Anfang: Unfug, schwach, nicht spannend und vor allem unnötig! Warum sollte sich das Duo in Gefahr begeben, wo gar nicht nachvollziehbar? Eine Spannung war da nie vorhanden. Nebst unrealistischen und nervenden Szenen ist der Film dann auch sehr vorhersehbar = der Rookie Cop, der vor dem Finale mitmischen will und dann erschossen wird. War mehr als vorhersehbar.

 

Nebst ein-zwei durchschnittlichen Action-Szenen überzeugt eigentlich nur Stuart Wilson als Bösewicht. Der Rest ist durchschnittlich bis schlecht. Und das ist klar zu wenig! Schwache Fortsetzung, nicht zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Lethal Weapon 4

 

Infos:

 

O: Lethal Weapon 3

 

USA 1992

 

R: Richard Donner

 

D: Mel Gibson, Danny Glover, Rene Russo, Joe Pesci, Stuart Wilson

 

Laufzeit der deutsche DVD (DC): 116:01 Min.

 

Neusichtung am: 15.12.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Director's Cut (drei Minuten mehr Handlung = unwichtig), Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Bild- und Tonqualität sind gut. Auf Blu-Ray in Deutschland scheinbar nur in der Kinofassung zu haben.

Samstag, 3. Dezember 2022

Lethal Weapon 2 Review

Lethal Weapon 2 

Story:

 

Riggs (Mel Gibson) und Murtaugh (Danny Glover) legen sich im 2. Teil mit Gangster-Diplomanten (u.a. Derrick O'Connor, Joss Ackland) an…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem grossen Erfolg von Lethal Weapon durfte Richard Donner erneut ran und spendiert dem Dream-Team um Mel Gibson und Dany Glover eine Fortsetzung. Die erste von drei. Neu ins Team stösst Joe Pesci und damit mehr Humor als im Vorgänger. Auf der einen Seite macht es Spass, der Film ist unterhaltsam und macht gute Laune, auf der anderen Seite wirkt der Film fast schon zu lustig. Vor allem die Szenen mit Joe Pesci. Gibson & Glover hingegen harmonieren toll.

 

Der Film startet actionreich: die lange Verfolgungsjagd mit Stunts, Explosionen und Shoot-Outs war ein toller Start in den Film. Der Film bietet einen simplen Plot, genug Charakterisierung, Humor und Action, um zu unterhalten. Die späteren Action-Szenen bestehen erneut aus einem Mix aus Shoot-Outs und Verfolgungsjagden. Hin und wieder mischt sich ein Stunt dazu und im Finale gibt’s auch eine kürzere Kampfszene zwischen Mel Gibson und Bösewicht Derrick O'Connor. Es gibt zum Glück weniger Drama als im Vorgänger. Der Sub-Plot mit der Sekretärin und Riggs hätte es dennoch nicht gebraucht.

 

Die Bösewichte kommen nicht an jene aus dem ersten Film heran. Dafür mochte ich die Söldner und vor allem Alarmstufe: Rot Bösewicht Gary Busey zu sehr. Im neuen Film sind es Gangster, die ihre Taten hinter ihrem Diplomanteschutz verbergen. Ich habe mich beim Schauen gefragt, ob dies der Realität entspricht, so wie es im Film geschildert wird. Wenn dem so ist, dann ist die Gesetzeslage dämlich und lädt Gangster dazu ein, bewusst das Gesetz zu brechen. Derrick O'Connor jedoch fand ich cool. Er hat Charisma, mehr als der Haupt-Bösewicht. Seine Szenen waren stark.

 

Fazit: Wer den Vorgänger mochte, kann sich den 2. Teil der Reihe bedenkenlos ansehen!

 

Gefolgt von: Lethal Weapon 3

 

Infos:

 

O: Lethal Weapon 2

 

USA 1989

 

R: Richard Donner

 

D: Mel Gibson, Danny Glover, Derrick O'Connor, Joss Ackland, Patsy Kensit, Joe Pesci

 

Laufzeit der deutschen DVD (DC): 113:10 Min.

 

Neusichtung am: 15.11.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = DC-Fassung, Deutsch/Englisch mit Subs, gute Bild- und Tonqualität. Der DC hat drei neue Szenen (nur Handlung). Auf Blu-Ray ist, wie es scheint, in Deutschland nur der Kino-Cut veröffentlicht worden.