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Freitag, 6. März 2026

Epitaph

Epitaph

Story:

Ein Krankenhaus soll geschlossen werden. Ein ehemaliger Arzt erinnert sich an diverse (Grusel)Geschichten, die er 1942 im dortigen Anwesen erlebt hat…

Meine Meinung:

Epitaph habe ich 2019 in Südkorea im Urlaub gekauft. Quasi ein Blindkauf. Ich glaube, durch einen anderen Blog (eines Kumpels) auf den Film aufmerksam geworden zu sein. So genau weiss ich das nicht mehr. Ich wusste nichts über den Film. Ich dachte, als ich mir heute das Cover der DVD ansah, dass es sich wohl um einen alten Streifen à la The Housemaid oder The Insect Woman handeln würde. Pustekuchen. Es handelt sich um einen «neuen» Film aus dem Jahr 2007. Ein Regie-Debüt der Brüder Jeong Beom-sik und Jeong Sik, die später Gonjiam: Haunted Asylum realisieren sollten.

Ich las vor der Sichtung nur ein Review auf einer anderen Schweizer Homepage und habe nichts erwartet. Aber immerhin wusste ich nun, um was es geht. Ein koreanischer Arzt, der in den 40ern im durch Japan besetzten Korea in einem Krankenhaus arbeitete, erinnert sich, als er erfährt, dass das Krankenhaus geschlossen werden soll, an seine Arbeit. Und der Inhalt sind mehrere Geister-Geschichten, die z.T. auch miteinander verknüpft sind. Und dann sorgt auch noch ein Serienkiller-Sub Plot für Angst und Schrecken.

Ich wurde positiv überrascht. Für mich stellt Epitaph einen Geheimtipp dar und einen der besten südkoreanischen Filme, welchen ich in letzter Zeit sah. Der Film ist optisch eine Wucht. Das gilt sowohl für die Bildsprache, wie auch der innovativen Arbeit der Kameraführung oder der passenden, wunderschönen Musik. Es wird hier Spannung und Grusel durch Stimmung, Bilder und Musik erzeugt, und nicht durch billige Jump-Scares. Toll. Die Effekte und Bilder sind der Wahnsinn, zumal der Film durch die verschiedenen Sub-Plots auch zu keiner Sekunde langweilig wird.

Ich konnte mich gut auf den Film und Inhalt einlassen und wurde somit auch gefesselt. Es kam definitiv Gruselstimmung auf. Die starke Vertonung der südkoreanischen DVD half dabei. Die mir unbekannten Darsteller haben alle durch die Bank überzeugt. Unbekannt heisst, ich kenne diese von den Namen nicht, was jedoch nicht bedeutet, dass es unerfahrene Darsteller sind. Das ist nicht der Fall. Namen wie Jin Goo (A Bittersweet Life), Kim Bo-kyung (Tae Guk Gi: The Brotherhood of War), Kim Tae-woo (JSA) oder Kim Eung-soo (Attack the Gas Station) haben Erfahrung im Film. Einige kreiden dem Plot an, wirr und konfus zu sein. Ich würde meinen, den Film einfach auf sich wirken zu lassen und die Bilder und Musik zu geniessen.

Fazit: Schöner Geheimtipp. Ich freue mich schon auf eine zukünftige Zweitsichtung!

Infos:

O: Gidam

Südkorea 2007

R: Jeong Beom-sik, Jeong Sik

D: Jin Goo, Kim Tae-woo, Lee Dong-gyoo, Kim Bo-kyeong, Ko Joo-yeon, Kim Eung-soo

Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 06.03.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD von SM Pictures vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und hervorragende Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und es scheint (noch) keine Blu-Ray zu geben (Stand: März 2026).

Update

Bei folgendem Review gibt es neue Bilder und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:

- Shaolin Heroes

The New One-Armed Swordsman

 

The New One-Armed Swordsman

Story:

Durch List und Intrige gelingt es Long Yizhi (Ku Feng), dem jungen Helden und Schwertkämpfer Lei Li (David Chiang) ein Verbrechen anzuhängen, ihn zu provozieren und im Kampf zu besiegen. Dies hat zur Folge, dass sich Lei Li einen Arm abtrennt und sich aus der Martial Arts Welt zurückzieht. Als Long Yizhi dies später wiederholt und Lei Lis Freund Hero Fung (Ti Lung) dabei ums Leben kommt, schwört Lei Li blutige Rache…

Meine Meinung:

Der dritte und letzte Teil der «The One-Armed Swordsman» Reihe von Chang Cheh (The Savage 5, The Nine Demons) kommt nicht ganz die die Vorgänger (The One-Armed Swordsman und Return of the One-Armed Swordsman) heran. Dennoch ist auch The New One-Armed Swordsman ein sehenswerter Eastern, der noch immer aus der Masse herausragt. Superstar Jimmy Wang Yu (The Chinese Boxer, Die Todesbucht der Shaolin) stand für die neuste Fortsetzung nicht zur Verfügung und wurde durch David Chiang (Kuan - Der unerbittliche Rächer, It Remains) ersetzt.

Der Hauptgrund, warum mir die zwei vorherigen Teile mehr zugesagt haben, ist die Tatsache, dass es hier im Mittelteil doch einige Längen gibt. Das ist der Grund. Und die Musik fand ich stellenweise unpassend. Was ich nicht wusste ist, dass sich die Musik im O-Ton und z.B. der englischen Sprachfassung unterscheiden. Ggf. wäre jene vom englischen Dub besser gewesen. Abgesehen davon ist der Film unterhaltsam. David Chiang gibt einen wunderbaren Jimmy Wang Yu Ersatz ab und Ku Feng mag ich als Bösewicht so oder so. Auch hier liefert er in der Hinsicht ab, auch wenn sein Umfeld etwas naiv agiert.

Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra) spielt diesmal nur eine grosse, tragische Nebenrolle. Er macht das jedoch stark und sein Heldentot ist äussert derb in Szene gesetzt. In weiteren Nebenrollen sind Namen wie Wang Chung (The Delinquent), Chan Sing (Tiger Force) oder Cheng Kang-Yeh (Drunken Master Slippery Snake) zu sehen. Und selbst eine Frau (Li Ching) kommt vor und spielt einen nicht unwichtigen Charakter. Immerhin ist es ihr Schwert, welches sie David Chiang geschenkt hat, mit welchem er am Ende, einem sehenswerten Finale auf einer Brücke, voller blutiger Momente und einem hohen Bodycount, für Rache sorgt.

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Xin Du Bi Dao

HK 1971

R: Chang Cheh

D: Ku Feng, David Chiang, Ti Lung, Li Ching, Wang Chung, Chan Sing, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-Blu: 102:33 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / 2. Sichtung am: 06.03.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Three) = Uncut und ohne Frame Cuts, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gemeldete Asynchronitäten sind mir beim Schauen nicht aufgefallen. In Deutschland von TVP (als Das Schwert des gelben Tigers) auf Blu-Ray zu haben.