Epitaph
Story:
Ein Krankenhaus soll geschlossen werden. Ein ehemaliger Arzt erinnert sich an diverse (Grusel)Geschichten, die er 1942 im dortigen Anwesen erlebt hat…
Meine Meinung:
Epitaph habe ich 2019 in Südkorea im Urlaub gekauft. Quasi ein Blindkauf. Ich glaube, durch einen anderen Blog (eines Kumpels) auf den Film aufmerksam geworden zu sein. So genau weiss ich das nicht mehr. Ich wusste nichts über den Film. Ich dachte, als ich mir heute das Cover der DVD ansah, dass es sich wohl um einen alten Streifen à la The Housemaid oder The Insect Woman handeln würde. Pustekuchen. Es handelt sich um einen «neuen» Film aus dem Jahr 2007. Ein Regie-Debüt der Brüder Jeong Beom-sik und Jeong Sik, die später Gonjiam: Haunted Asylum realisieren sollten.
Ich las vor der Sichtung nur ein Review auf einer anderen Schweizer Homepage und habe nichts erwartet. Aber immerhin wusste ich nun, um was es geht. Ein koreanischer Arzt, der in den 40ern im durch Japan besetzten Korea in einem Krankenhaus arbeitete, erinnert sich, als er erfährt, dass das Krankenhaus geschlossen werden soll, an seine Arbeit. Und der Inhalt sind mehrere Geister-Geschichten, die z.T. auch miteinander verknüpft sind. Und dann sorgt auch noch ein Serienkiller-Sub Plot für Angst und Schrecken.
Ich wurde positiv überrascht. Für mich stellt Epitaph einen Geheimtipp dar und einen der besten südkoreanischen Filme, welchen ich in letzter Zeit sah. Der Film ist optisch eine Wucht. Das gilt sowohl für die Bildsprache, wie auch der innovativen Arbeit der Kameraführung oder der passenden, wunderschönen Musik. Es wird hier Spannung und Grusel durch Stimmung, Bilder und Musik erzeugt, und nicht durch billige Jump-Scares. Toll. Die Effekte und Bilder sind der Wahnsinn, zumal der Film durch die verschiedenen Sub-Plots auch zu keiner Sekunde langweilig wird.
Ich konnte mich gut auf den Film und Inhalt einlassen und wurde somit auch gefesselt. Es kam definitiv Gruselstimmung auf. Die starke Vertonung der südkoreanischen DVD half dabei. Die mir unbekannten Darsteller haben alle durch die Bank überzeugt. Unbekannt heisst, ich kenne diese von den Namen nicht, was jedoch nicht bedeutet, dass es unerfahrene Darsteller sind. Das ist nicht der Fall. Namen wie Jin Goo (A Bittersweet Life), Kim Bo-kyung (Tae Guk Gi: The Brotherhood of War), Kim Tae-woo (JSA) oder Kim Eung-soo (Attack the Gas Station) haben Erfahrung im Film. Einige kreiden dem Plot an, wirr und konfus zu sein. Ich würde meinen, den Film einfach auf sich wirken zu lassen und die Bilder und Musik zu geniessen.
Fazit: Schöner Geheimtipp. Ich freue mich schon auf eine zukünftige Zweitsichtung!
Infos:
O: Gidam
Südkorea 2007
R: Jeong Beom-sik, Jeong Sik
D: Jin Goo, Kim Tae-woo, Lee Dong-gyoo, Kim Bo-kyeong, Ko Joo-yeon, Kim Eung-soo
Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 102 Min.
Gesehen am: 06.03.26
Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD von SM Pictures
vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und hervorragende Tonqualität.
Es gibt keine deutsche Fassung und es scheint (noch) keine Blu-Ray zu geben
(Stand: März 2026).

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