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Sonntag, 18. Januar 2026

Yellow Killer

Yellow Killer

Story:

Ein Profikiller (Pai Ying) will aus dem Geschäft aussteigen. Er ist verliebt. Eine Frau (Li Hsiang) ist der Grund. Das passt Gangster-Boss Mr. Lo (Chiang Nan) nicht. Dieser versucht nun, seinen Schützling selbst unter die Erde zu bringen. Männer (Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung) hat Mr. Lo genug. Und die Polizei (Paul Chun) mischt auch noch mit…

Meine Meinung:

Aka The Yellow Killer. Bei dieser Anfang der 70er Jahre Produktion handelt es sich um einen Streifen aus Hong Kong. Im Gegensatz zu anderen Filmen aus der Zeit spielt die Produktion in der Gegenwart. Der Film ist ein Mix aus Gangster- und Action-Film. Ein kleiner, dreckiger und ruppiger Film, dem ein Gesicht wie Michael Chan Wai-Man gutgestanden wäre. Denn dieser spielte in viele ähnlichen 70er Jahre Filmen mit. Es gibt genug Dramatik und Figurenzeichnung, um überzeugen zu können. Folgerichtig wird auf Klamauk verzichtet. Die Action-Momente sind hart, die Bösewichte schmierig und fies und es gibt auch einige hübsch schmuddelige Szenen (die Disco-Szene mit dem Gegenschnitt auf den Duschmord).

Der Plot ist selbstverständlich nicht neu und es gibt die ein oder andere lahme Sequenz. Aber im Grossen und Ganzen fühlte ich mich gut unterhalten und hatte Freude am Kontrast des modernen Settings. Pai Ying (Green Killer, The Woman of Wrath, Devil Design) gibt zudem einen wunderbaren Antihelden ab. Dem Plot und Verlauf konnte ich auch ohne verständliche Untertitel gut folgen. Die Actionszenen bestehen hauptsächlich aus harten Kampfszenen. Da kommen dann auch Mal Messer oder andere Waffen (Nunchakus) zum Einsatz. Und hier und da gibt es auch Attentate mit Schusswaffen oder Strangulation.

Der Film wurde zu Ehren von Bruce Leung Siu-Lung (Kidnap in Rome, Black Belt Karate) angesehen, der Mitte Januar verstorben ist. Sein Mitwirken fand diesmal vor allem hinter der Kamera statt. Bruce Leung Siu-Lung hat die Actionszenen choreographiert und diese waren gelungen inszeniert. Besonders die z.T. speziellen Kameraeinstellungen waren optisch cool anzusehen. Einer der besten Kämpfe war jener von Pai Ying gegen den Gegner mit Messern mitten auf einem Häuserdach. Das war ziemlich cool. Im Finale, wenn es zum dramatischen, nihilistischen Ende kommt, darf Bruce Leung Siu-Lung dann sogar noch als Scherge des Bosses im Gruppenkampf mitmischen. Zudem sind noch Paul Chun (The Killer) und Hwang In-Shik (The Way of the Dragon) mit von der Partie.

Fazit: Wer diese 70er Jahre Gangster- und Crime-Filme aus Hong Kong mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Huang Se Sha Shou

HK 1972

R: Jimmy Shaw

D: Pai Ying, Li Hsiang, Chiang Nan, Paul Chun, Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:09 Min.

Gesehen am: 18.01.26

Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Video Production aus Südkorea vor = Vollbild und zusätzlich gezoomt, um englische und chinesische Untertitel aus dem Bild zu schieben (stelle ich auf 16:9, siehe ich noch 1% der festen chinesischen Untertitel), Mandarin O-Ton, solide Bildqualität (Master mit Charme), mir unbekannt ob Uncut. Es gab diverse brutale Momente und nackte Tatsachen. Die Szenen, die in Deutschland fehlen (Titel: 2 stahlharte Fäuste der Rache), waren auf den ersten Blick vorhanden. Dennoch scheint die VHS aus den USA noch länger zu laufen (86:36 Min. vs. 81:09 Min.). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2026).

Dienstag, 23. September 2025

The 36 Crazy Fist Review

 


The 36 Crazy Fist

Story:

Der Vater von Wong Tai Kwong (Tony Leung Siu-Hung) und Wong Wai Chi (Michelle Yim) wird ermordet. Wong Tai Kwong schwört Rache. Durch die Mithilfe von diversen Personen (Ku Feng, Paul Chun, Chiang Cheng, Lau Kar-Yung) lernt er Kung Fu, um am Ende gegen die Bösewichte (Yen Shi-Kwan, Chan Lau) bestehen zu können…

Meine Meinung:

Nach den Jackie Chan Erfolgsfilmen Die Schlange im Schatten des Adlers sowie Drunken Master realisierte Chen Chi-Hwa (Imperial Sword, The Ape Girl, Retreat of the Godfather) diesen Drunken Master Klon mit dem Titel The 36 Crazy Fist (je nach Fassung auch als The 36 Crazy Fists bekannt). In vielen Orten wurde der Film als Jackie Chan Film beworben und verkauft. Das betrifft Alternativtitel (Jackie and the 36 Crazy Fists), Bilder auf dem Cover oder Fassungen, wo sogar Behind the Scenes Ausschnitte mit Jackie Chan vor den eigentlichen Film geschnitten wurden.

Jackie Chan (Snake and Crane Arts of Shaolin, City Hunter, Hand of Death) spielt im Film nicht mit. Er wurde jedoch als Martial Arts Director an Bord geholt. Sämtliche Kampfszenen sind von ihm choreographiert und dies sieht man den Trainings- und Kampfszenen auch positiv an. Da haben Jackie Chan und der Cast ganze Arbeit geleistet. Zu den Highlights sind die Kampfdemonstrationen zu Beginn während des Vorspanns (natürlich vor rotem Hintergrund), die zwei Kampfszenen mit Fung Hak-On (The Prodigal Boxer, The Protector) sowie das spektakuläre Finale.

Yen Shi-Kwan (The Killer in White, Dragon Fist), der mir unbekannt ist, spielt den Hauptbösewicht, der praktisch fast nur für den Finalkampf auftaucht, sehr gut. Der Held des Filmes, gespielt von Tony Leung Siu-Hung (Five Superfighters), gibt einen guten Jackie Chan Klon ab. Lau Kar-Yung (The Black Wall) hingegen hat nur eine kleine Rolle. Grosse Nebenrollen haben Paul Chun (The Man from Vietnam, Wild Search) sowie Shaw Brothers Legende Ku Feng (Shaolin Intruders, Summons to Death). Letzteren sah ich, glaube ich, noch nie in einer solchen «cartoonhaften» Rolle. Ein Moment beinhaltet auch nackte Tatsachen. Aussergewöhnlich, für diese Art Film.

Fazit: Für Fans von Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen!

Infos:

HK 1979

O: San Shi Liu Mi Xing Quan

R: Chen Chi-Hwa

D: Tony Leung Siu-Hung, Michelle Yim, Ku Feng, Paul Chun, Chiang Cheng, Lau Kar-Yung, Yen Shi-Kwan, Chan Lau, Fung Hak-On

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:06 Min. (inklusive einer kurzen Werbung während dem Film)

Gesehen am: 28.06.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Hwa Video Production vor = O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen, solide Bild- und Tonqualität, nicht ganz Uncut (die Szene mit den Brüsten wurde leicht entschärft, aber nicht komplett). Die englischen Subs sind gut zu lesen und werden nicht durch koreanische Subs überdeckt. Erst nach der Sichtung sah ich, dass ich davon noch eine US-Blu-Ray habe. Von Gold Ninja Video in deren Jackiesploitation - A Treasury of Jackie Chan Inspired Rip-Offs and Copy Cats Collection. Der Film liegt dort Uncut, mit Behind the Scenes im Film integriert (Jackie Chan zeigt, wie sie kämpfen sollen) und als 35mm Print vor. Leider nur Englisch Dubbed. Der Dub soll gemäss mehreren Reviews grauenhaft schlecht sein. Die Fassung werde ich nie schauen. Die Blu-Ray wurde von Angela Mao signiert, da sich auch ein Angela Mao Film in der Collection befindet. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Sonntag, 6. Juli 2025

A Mysterious Weapon

A Mysterious Weapon

Story:

Paul (Paul Chun Pui) wird bei einer Eskorten-Begleitung verletzt und danach durch den hinterlistigen Sek (Sek Kin) und seine Männer (u.a. Simon Yuen) hineingelegt. Sek hat es auf die potenzielle Freundin von Paul abgesehen und vergiftet sogar dessen Vater und schiebt es Paul in die Schuhe. Paul wird durch seine Schwester (Suet Nei), die in den Bergen Kampftechniken lernte, gerettet. Gemeinsam sagen sie Sek den Kampf an…

Meine Meinung:

Bei A Mysterious Weapon handelt es sich um einen dieser typischen Mitte bis Ende der 60er Jahre Canto-Schwertkampffilme à la Paragon of Sword and Knife, The Virgin Sword und Co. Regie führte Ling Yun. Diese Filme sind i.d.R. wenig bekannt. A Mysterious Weapon lag mir ungesehen als Kassette aus Südkorea vor. Der Film wurde zu Ehren von Suet Nei, die am 3. Juli dieses Jahres ihrem Ehemann (der im Film nebst Lau Kar-Leung die Kampf-Choreographie beisteuerte) in den Tod folgte, angesehen.

Die VHS aus Südkorea hat keine englischen Subs und liegt statt im O-Ton Canto in Mandarin vor. Es dürften ca. zehn Minuten an Film-Material fehlen (am 29. März 2019 lief eine ca. 84minütige Fassung im HK-Filmarchiv, während die VHS aus Südkorea ca. 75 Minuten läuft). Ein Kumpel von mir hat englische Subs erstellt, so dass ich die koreanische VHS-Fassung mit englischen Subs schauen konnte. Es handelt sich um einen klassischen, altmodischen Schwertkampffilm. Der Film ist solide und englische Subs sind definitiv keine verkehrte Sache, da es doch auch viele Dialoge zu hören gibt.

Die z.T. blutigen Kampfszenen sind solide. Der Cast ist bei all diesen Filmen (à la Paragon of Sword and Knife) ähnlich wie auch die z.T. etwas naiven Geschichten und/oder Handlungen der Figuren. Nebst Suet Nei sieht man hier auch wieder Namen wie Kenneth Tsang Kong (Angel Terminators), Der Mann mit der Todeskralle Bösewicht Sek Kin (natürlich auch hier als Bösewicht), Paul Chun (Wild Search) oder Drunken Master Star Simon Yuen. Ich hatte Freude, dass er u.a. zweimal gegen Suet Nei kämpfen darf. Diese setzt u.a. ihre Haare, was ich sehr originell und fantasievoll fand, als Waffe ein. Cool!

Fazit: Solide!

Infos:

O: Tie fa hong gu

HK 1969

R: Ling Yun

D: Suet Nei, Paul Chun Pui, Sek Kin, Simon Yuen, Kenneth Tsang Kong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 75 Min.

Gesehen am: 05.07.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Fine vor = läuft 75 Minuten statt 84 Minuten (2019 lief im HK-Filmarchiv eine 84minütige Fassung), Vollbild, statt O-Ton Kantonesisch Dubbed in Mandarin mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2025).

Dienstag, 11. März 2025

The Man from Vietnam

The Man from Vietnam

Story:

Drei Flüchtlinge aus Vietnam (u.a. Wang Chung) versuchen ihr Glück in Hong Kong. Dort kommt es zu einem Schusswechsel, bei dem drei Personen sterben. Die Flüchtlinge flüchten. Die Polizei (Paul Chu) ermittelt und findet heraus, dass die Flüchtlinge in Aktivitäten mit örtlichen Gangstern (Melvin Wong, Stanley Fung) involviert sind….

Meine Meinung:

The Man from Vietnam stellt, laut dem Hong Kong Film-Archiv, das Regiedebüt von Regisseur Clarence Ford (Iceman Cometh) dar. Der Film, der zwar 1980 gedreht aber erst zwei Jahre später veröffentlicht worden sein soll, soll ein Flop gewesen sein. Eigentlich schade, da der Film definitiv New Wave Vibes bietet und einer der besseren Filme von Clarence Ford darstellt. Filme mit Flüchtlingen beschäftigten zu der Zeit auch andere New-Wave Regisseure (z.B. The Story of Woo Viet sowie Boat People von Ann Hui).

Es überrascht daher nicht, dass sich Clarence Ford diesem dazumal brisanten und aktuellen Thema angenommen hat. Eine folgerichtige Wahl. Bei The Man from Vietnam handelt es sich um einen, wie es aussieht, sehr seltenen Film. Ich finde im Netz kein einziges Review. Der Film ist ein Flüchtlings-Drama mit vereinzelten Action- und Gangster-Szenen (vor allem blutige Shoot-Outs). New Wave Vibes und Sozialkritik lassen in dieser First Films Produktion nicht lange auf sich warten und sind von Beginn an spürbar. Die meisten Action-Momente hat der Film am Anfang und am Ende.

Wang Chung (Blooded Treasury Fight, The Beauty Escort, Cops and Robbers) spielt eine der Hauptrollen. Er, der zuvor vor allem in Produktionen der Shaw Brothers zu sehen war, flüchtet zusammen mit zwei Männern aus Vietnam nach Hong Kong, wo sie an Gangster geraten (Melvin Wong und Stanley Fung). Und die Polizei ist ihnen auf den Fersen (Paul Chun aus The Killer). Paul Chu ist die 2. Hauptrolle. Kent Cheng (Run & Kill) spielt eine Nebenrolle und die Mehrzahl seiner Szenen sind peinlich (à la die Chow Yun-Fats "Eat the Rice" Szene aus A Better Tomorrow 2).

Fazit: Fans von New Wave Anfang der 80er Jahre Filme aus Hong Kong können definitiv einen Blick riskieren!

Infos:

O: Yue Nan Zai

HK 1982 (1980 aber erst 1982 veröffentlicht worden)

R: Clarence Ford

D: Wang Chung, Paul Chu, Stanley Fung, Melvin Wong, Chan Mei-Ling, Kent Cheng

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:00 Min.

Gesehen am: 09.03.25

Fassungen: Mir lag das Vollbild-VHS aus Südkorea von Hwa Soung vor = Canto O-Ton mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die Version machte einen unzensierten Eindruck (blutige Shoot-Outs, blutiger Messer-Mord, mehrere Nacktszenen). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2025).

Donnerstag, 6. Februar 2025

Wild Search

Wild Search

Story:

Polizist Lau Chun-Pong (Chow Yun-Fat) und Co. (Tommy Wong Kwong-Leung) sind hinter Waffenschmugglern und Gangstern (Paul Chun Pui, Ho Yik-Ming, Roy Cheung) her. Bei einem Einsatz wird eine Frau getötet. Dessen Schwester (Cherie Chung Cho-Hung) könnte das Puzzleteil sein, um den Fall zu lösen. Lau verliebt sich in sie und umgekehrt. Doch die Ermittlungen gegen die Gangster und das Auftauchen ihres Ehemannes werden zu Stolpersteinen…

Meine Meinung:

Wild Search ist ein Ende der 80er Jahre Film aus Hong Kong von Ringo Lam (The Twin Dragons, Aces Go Places IV, Full Contact). Der Film ist ein Mix aus Actionfilm, Love-Story und Drama im modernen Setting. Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn ich auch gerne etwas mehr Actionszenen statt dramatischen Momenten gesehen hätte. Aber es ist schlussendlich schon gut so, wie es ist. Ringo Lam arbeitet hier einmal mehr mit Superstar Chow Yun-Fat (City War, Scared Stiff, The Seventh Curse) zusammen.

Die Action ist, wie man es von Ringo Lams Arbeiten meist nicht anders kennt (Undeclared War, Touch and Go), realistischer und bodenständiger inszeniert als in anderen HK-Actionfilmen aus der Zeit. Und es gibt wieder einmal tolle Auto-Stunts und Crashs zu sehen d.h. auch Autos werden gekonnt in die Actionszenen integriert. Im Finale darf dann auch echtes Feuer nicht fehlen. Das Attentat Versuch auf Chow Yun-Fat hatte jedoch klare The Terminator Vibes. Roy Cheung bewegt sich in einer Szene 1:1 wie Arnie. Die Shoot-Outs haben allgemein viel Wucht und sind packend anzusehen.

Roy Cheung (The Magnificent Scoundrels, Beast Cops, High Voltage) und auch The Killer Star Paul Chun (Quick Swordsman, Fight Back to School 3) sind als Bösewichte und Dreckskerle perfekt besetzt. Roy Cheung hat es schon immer verstanden, fiese Charaktere darzustellen. Eine seiner besten Rollen verdankt er auch Ringo Lam in School on Fire. Aber auch dem Overacting von Paul Chun zuzusehen, macht grosse Laune. Tommy Wong Kwong-Leung (A Chinese Ghost Story 3, Justice My Fool, A Day Without Policeman) und Cherie Chung (The Good, the Bad & the Beauty, The Dead and the Deadly) überzeugen auch. Shaw Brothers Star Ku Feng (The Black Falcon, The Deadly Breaking Sword, Die Todespagode des gelben Tigers) fiel mir hingegen gar nicht auf…

Fazit: Zu empfehlen!

Infos:

O: Bun Ngo Cong Tin Ngaai

HK 1989

R: Ringo Lam

D: Chow Yun-Fat, Roy Cheung, Tommy Wong Kwong-Leung, Cherie Chung Cho-Hung, Paul Chun Pui, Ho Yik-Ming, Roy Cheung, Ku Feng

Laufzeit der HK-DVD: 98:32 Min.

Gesehen am: 06.12.24

Fassungen: Mir lag die Code-Free-DVD aus Hong Kong von Mei Ah vor = gute Bild- und Tonqualität, nicht anamorph, O-Ton, englische Subs, Uncut. Die HK-DVD hat sogar (!!!) deutsche Untertitel! Den Film gibt es inzwischen in Hong Kong und England auf Blu-Ray. Die UK-Disc würde ich bevorzugen, da exklusive Extras. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Samstag, 21. September 2024

Quick Swordsman

Quick Swordsman

Story:

Wu Meiyun wird von Sanshao, dem Sohn des Tyrannen Tie Guanxiong aus der Gemeinde Xiaoyao, belästigt. Held Qi Tianxiong (Bang Soo-Il) schreitet ein und trennt Sanshao im Kampf die rechte Hand ab. Daraufhin beauftragt Tie Guanxiong Meng Genfa, der bei ihm noch Schulden hat, Qi Tianxiong zu töten. Doch Meng Genfa gelingt dies nicht. Er wird im Duell verletzt. Danach lässt Tie Guanxiong vier Blitzdämonen holen, welche Qi Tianxiong besiegen sollen. Das Dorf, in welchem sich Qi Tianxiong versteckt, bekommt eine Frist von drei Tagen, ihn auszuliefern. Bei Ungehorsam droht dem Dorf die Vernichtung durch Feuer. Xiaoying, die Schwester von Meng Genfa, die gegen ihren Willen verheiratet wurde, nimmt zusammen mit Qi Tianxiong und den Dorfbewohnern den Kampf gegen die vier Blitzdämonen und Tyrann Tie Guanxiong auf…

Meine Meinung:

Quick Swordsman ist ein seltener Film, ggf. sogar eine Co.-Produktion zwischen HK und Südkorea. Ggf. gibt es auch zwei Fassungen mit mehr chinesischen oder mehr koreanischen Darstellern. Ich finde wenig Reviews. Eins in Englisch, eins in Russisch. Auf YouTube gibt es eine Beschreibung in Chinesisch (siehe Infos unter Fassungen). Unabhängig aus welchem Land der Film stammt kann ich sagen, dass Quick Swordsman kein Kracher ist. Speziell nicht in der (Englisch) synchronisierten Fassung. Ich denke, dass der Film im O-Ton besser wäre, auch wenn noch immer kein Kracher.

Der 1970 veröffentlichte und in Südkorea gedrehte Film (davon sieht man nichts, könnte genauso gut Taiwan sein) erinnert inhaltlich vor allem an Filme wie Seven Samurai und den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Jimmy Wang Yu. Auch hier wird einem Mann (zuerst dem Bösewicht) die Hand abgeschlagen, ehe diese später auch unser Held, gespielt von Bang Soo-Il (The Crush), verliert. Abgesehen davon sind praktisch, zumindest für mich, keine bekannten Namen dabei.

Der bekannteste Name ist Paul Chun (The Six Directions Boxing, Hunting List). Der später z.B. in sehr bekannten Filmen wie John Woos The Killer (gemeint ist der HK-Film, nicht sein kommendes US-Remake) zu sehen war. Er spielt einer der Hauptfiguren. Gelistet ist zudem Bruce Leung Siu-Lung, der jedoch (in der HK-Film-Datenbank) nur als «Extra» gelistet ist und bevor er «bekannt» war. So erstaunt es auch nicht, dass mir Bruce Leung Siu-Lung (The Dragon Lives Again) nicht aufgefallen ist. Die Action-Szenen (= vor allem Schwertkampfszenen) sind ok, solide und durchschnittlich, aber im Grossen und Ganzen nichts Besonderes.

Fazit: Mehr interessant da selten und aus Komplettierung und weniger überzeugend durch filmische und inhaltliche Qualität. Ok, solide, aber definitiv kein Must See Titel!

Infos:

O: Shen Jian You Long

HK (Südkorea?) 1970

R: Gu Sam-Lam

D: Pat Ting Hung, Paul Chun, Jimmy Lung Fong, Hong Wai, Kong Man-Sing, Yau Lee, Lin Ching, Bang Soo-Il

Laufzeit der indonesischen Betamax: 86:56 Min.

Gesehen am: 21.07.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von SPVIDEO vor = k.A. ob Uncut, Englischer Dub (mässige und nicht wirklich tolle Qualität), indonesische Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2024). Auf YouTube auf dem Kanal «Kantonesischer Spielfilmkanal» findet sich eine kantonesische Fassung mit festen englischen und chinesischen Untertiteln. O-Ton soll aber Mandarin sein und die YouTube Fassung ist zensiert (z.B. blutiger Armstumpf). Ggf. gibt es noch eine (veränderte) und Koreanisch gesprochene Fassung in Südkorea.

Donnerstag, 29. August 2024

Rosa

Rosa

Story:

Die HKer Polizei (u.a. Yuen Biao, Lowell Lo Koon-Ting) beschützen das Modell Rosa (Lu Hsiao-Fen) vor Killern (u.a. Dick Wei, Chung Fat). Derweil versucht Lowell bei Rosa zu landen und Yuen Biao verliebt sich in Lowells Schwester (Kara Hui) und umgekehrt...

Meine Meinung:

Ich sah den Film im März 2008. Nun, nach über zehn Jahren folgte die 2. Sichtung und ich empfand Rosa als nette, kleine und solide Unterhaltung. Die Hong-Kong-Produktion aus dem Jahr 1986 ist ein Genremix aus Action, Liebesgeschichte (vor allem im Mittelteil zwischen der 30. und 60. Minute) und Komödie. Für meinen Geschmack hätte der Film von Joe Cheung Tung-Cho (Return Engagement), der einige sehenswerte Filme realisiert hat (Flaming Brothers, Pom Pom and Hot Hot, The Killer in White, The Incredible Kung Fu Master), mehr Action haben dürfen.

Vor allem im Mittelteil. Die «Beziehungskiste» um Yuen Biao (Peacock King, Knockabout), Lowell Lo (Pedicab Driver), Ex-Shaw Brothers Legende Kara Hui (Wu Xia, Mrs K) und Lu Hsiao-Fen (Exposed to Danger, Kill for Love) waren die vielleicht schwächsten Szenen in einem sonst relativ amüsanten Film. Am Anfang herrscht guter Humor, auch durch Figuren wie Tai Bo (Into the Night) und vor allem Paul Chun (In the Line of Duty III) in einer amüsanten Rolle als Vorgesetzter von Yuen Biao und Lowell Lo. Blacky Ko Shou-Liang (Imperial Sword) habe ich im Gegensatz zu Ka Lee (Heroes Shed no Tears) nicht erkannt und Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares) spielte eine ungewohnt ernste Rolle (mehr oder weniger).

Wer Yuen Biao mag, kommt dennoch auf seine Kosten, da Hauptrolle. Für die wenigen, aber grandiosen Action-Szenen und deren Choreographie war Yuen Biao zusammen mit Yuen Wah (Kick Boxer) und Mr. Vampire Star Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire) verantwortlich. In den ersten 60 Minuten gibt es jedoch nur ca. zwei Kampfszenen. Der Rest folgt im Finale. Etwas schade ist, dass Kara Hui und Chung Fat verhältnismässig wenig Kampfszenen bekommen haben. Und an Potenzialverschwendung erinnert auch der Ausgang des Kampfes von Dick Wei (City Warriors) gegen Yuen Biao. Ansonsten mochte ich, speziell Dick Wei und Chung Fat (Twinkle Twinkle Lucky Stars) als Bösewichte und die Kampfszenen rockten derbe.

Fazit: Für Yuen Biao und HK-Filmfans zu empfehlen!

Infos:

O: San Yung Seung Heung Baau Chuk Chap

HK 1986

R: Joe Cheung Tung-Cho

D: Yuen Biao, Dick Wei, Lu Hsiao-Fen, Lowell Lo Koon-Ting, Kara Hui, Paul Chun, Charlie Cho Cha-Lee, Chung Fat, Ka Lee, Blacky Ko Shou-Liang, Tai Bo

Laufzeit der HK-DVD: 91:49 Min.

Gesehen am: März 2008 / Neusichtung am: 27.05.24

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Universe vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Code Free, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2024).

Dienstag, 13. August 2024

A Mad World of Fools

Shawgust 2024

A Mad World of Fools

Inhalte inklusive meiner Meinung:

A Mad World of Fools, eine Mitte der 70er Jahre Shaw Brothers Produktion und «Komödie» im modernen Setting, die von David Chiang (Shaolin Abbot, Die Todeskralle des roten Phoenix, What Price Survival), der auch die Hauptrolle spielt und im Film zusätzlich als «Presenter» zu sehen ist (à la Cryptkeeper in Geschichten aus der Gruft), realisiert wurde, wurde von Chang Cheh (Dancing King, The Rebel Intruders, Disciples of Shaolin) produziert. Der Film hat keinen wirklichen Plot.

Die Shaw Brothers gingen nach dem Motto «Sex sells». David Chiang als Presenter bietet den Zuschauern zehn Sketchs in unterschiedlicher Länge, um diese danach jeweils zu kommentieren. Das hatte z.T. fast Fake Mondo Vibes, da dem damals konservativen 70er Jahre Hong Kong Zuschauer sexuelle Vorlieben (Exhibitionismus, Voyeurismus, Fetisch, S/M, Homosexualität, Transvestitismus) und nackte Tatsachen (hier und da paar Brüste) gezeigt werden.  

Aufgelistet bieten die zehn Sketchs folgendes:

1. Dean Shek (A Better Tomorrow 2) als Voyeur und Fetischist. Gebrauchte Frauenkleider, ein BH und Slip, verdrehen ihm den Kopf.

2. Ein Mann in Frauenkleidern begutachtet sich im Spiegel.

3. Ein Mann, der von Frauen umworben wird, stellt sich als homosexuell aus.

4. Wu Ma (Two Jolly Cops) entblösst sich vor diversen Frauen.

5. Ein Schwächling und Tagträumer (David Chiang) wünscht er wäre ein Kung Fu Star. Seine Idole: Bruce Lee, Chen Kuan-Tai und Ti Lung. Doch als er mit seiner Freundin spazieren geht und von einer Gruppe Männern belästigt wird, stellt sich heraus, dass er seine Träume nicht in die Tat umsetzen kann. Einer der wenigen guten Sketchs des Filmes, da David Chiang und lange Laufzeit. Als Belästiger sind u.a. Fung Hak-On (Last Hurrah for Chivalry) und Yuen Cheung-Yan (Drunken Tai Chi) zu sehen.

6. Ein Ehemann steigert seine Lust, indem er eine Prostituierte besucht.

7. Ein Ehemann der Schulden hat und statt seiner Ehefrau die TV-Inhalte geniesst, bringt diese an den Rand der Verzweiflung.

8. Ein Geschäftsmann lässt sich von einer Prostituierten auspeitschen.

9. Ein Sohn kehrt aus Europa zu seiner Familie zurück inklusive seiner europäischen, aufgeschlossenen und freizügigen (blonden) neuen Ehefrau (Marlene Perry) - sehr zum Schrecken der Familie.

10. Die 2. Folge mit David Chiang und nebst dem 5. und 9. Sketch jene mit der längsten Laufzeit. David Chiang spielt einen Kleptomanen. Als er jedoch von Gangstern etwas klaut, wird er von diesen verfolgt. Die Gangster spielen u.a. einmal mehr Fung Hak-On und zusätzlich noch Lau Kar-Wing (der zusammen mit Lau Kar-Leung auch als Action Director fungierte) und Paul Chun Pui (People’s Hero, In the Line of Duty III).

Lohnt sich A Mad World of Fools? Man sollte meinen ja. Zehn Sketchs = abwechslungsreich und unterhaltsam. Dennoch kann ich diese «Komödie» kaum empfehlen. Der Film ist mittelmässig und für eine Komödie eigentlich kaum lustig. Die meisten Episoden sind belanglos und uninteressant. Sketchs Nr. eins und neun waren solide. Nur jene mit David Chiang (Sketchs Nr. fünf & zehn) waren gut. David Chiang und sein Charisma machen vieles wett und in dem fünften Sketch gibt es auch Kung Fu-Szenen zu sehen. Seine Tagträumereien werden amüsant dargestellt und ihn in einer modernen Rolle zu sehen, machte Spass.

Alles in allem müsste der Film eigentlich aus der Sammlung fliegen, aber dank David Chiang und zwei zugedrückten Augen bleibt der Mal vorerst in der Sammlung…

Infos:

O: Guai ren guai shi

HK 1974

R: David Chiang

D: David Chiang, Marlene Perry, Wu Ma, Dean Shek, Yuen Cheung-Yan, Richard Breslin, Lau Kar-Wing, Fung Hak-On, Paul Chun Pui, Tina Chin Fei, Maggie Li Lin-Lin, Lily Chen Ching

Laufzeit der TW-DVD: Ca. 97 Min.

Gesehen am: Aug. 2024

Fassungen: Mir lag die Code-3-Disc aus Taiwan von Celestial/Deltamac vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

Samstag, 19. März 2022

Fight Back to School 3 Review

Fight Back to School 3

Story:

 

Sing Sing (Stephen Chow) ermittelt neu als Undercover-Cop an einem Mordfall, da das Opfer ihm 1:1 gleicht. Er nimmt die Identität von Million Wong (Stephen Chow) an und ermittelt nun im Umfeld des Opfers (Anita Mui, Anthony Wong, Sharla Cheung), wer der Täter sein könnte…

 

Meine Meinung:

 

Fight Back to School 3 hat mir von allen drei Teilen aktuell am besten gefallen, gefolgt vom guten ersten Film und am letzten Platz landet der Vorgänger, der doch etwas enttäuschend ausfiel. Teil drei bringt Neuerungen: Wong Jing! Er führt neu Regie und damit ist auch Stephen Chow Sidekick Ng Man-Tat (Tiger Cage) erstmal Geschichte. Auch das Setting wechselt: weg von der Schule in einen Mordfall.

 

Die neuen Elemente taten der letzten Fortsetzung gut. Wer den Humor eines Wong Jing (High Risk) und eines Stephen Chow (Just Heroes) mag, wird den Film lieben! Der Humor ist schön derb, zuweilen geschmacklos und die Mimik-Spiele von Stephen Chow sind der Wahnsinn. Aber auch neue Figuren überzeugen in den lustigen Rollen:

 

Anita Mui (Magic Crane), Anthony Wong (Ebola Syndrome), Leung Kar-Ya (His Name Is Nobody) und Nat Chan Pak-Cheung (The Romancing Star) waren ebenso grossartig in ihren Rollen und brachten viel Humor in den Film. Anthony Wong spielte ja schon oft schräge Rollen (z.B. Black Mask) und Nat Chan Pak-Cheung ist für seine ulkigen Rollen bekannt (Magic Crystal). Sehr Freude hatte ich an Shaw Brothers Stars Leung Kar-Yan. Ihm in einer lustigen Rollen zu sehen, machte höllisch viel Spass.

 

Nur Sharla Cheung (Deadly Dream Woman) bildet die Ausnahme, welche mir weniger zusagte. In Kurzauftritten sind übrigens noch Paul Chun (The Six Directions Boxing) und Phillip Chan (Long Good Bye) zu sehen. Die wenigen Action-Szenen besorgte Mang Hoi (The Blonde Fury). Wong Jing schrieb das Skript und Stephen Chow half mit, den Film zu produzieren. Es werde nebst einheimischen Filmen (God of Gamblers) vor allem westliche Filme wie Die nackte Kanone (wenig) und Basic Instinct (vor allem) parodiert.

 

Fazit: Toller Abschluss einer amüsanten Triloge und jedem Stephen Chow Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Tao xue wei long zhi long guo ji nian

 

HK 1993

 

R: Wong Jing

 

D: Stephen Chow, Anita Mui, Anthony Wong, Sharla Cheung, Nat Chan Pak-Cheung, Leung Kar-Yan, Phillip Chan, Paul Chun

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 89 Min.

 

Neusichtung: 01.02.22

 

Fassungen: Siehe Teil eins!