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Sonntag, 14. Dezember 2025

The Cavalier Review

The Cavalier

Story:

Ping Erh (Doris Lung Chun-Erh) und ihr Grossvater (Yi Yuan) tauchen in einer Stadt auf. Ping Erh bietet sich zum Duell an: wer sie im Kampf besiegt, darf sie heiraten. Die Gewinner (Sze-Ma Lung und Tseng Chao) wollen Ping Erh aber nicht zur Braut nehmen, sondern fliehen. Warum? Diese sind in Wahrheit Rebellen und sie wollen die tyrannische Regierung (Lo Lieh) und ihre Männer (u.a. Lung Fei) eliminieren. Und gleichzeitig werden die von der Regierung gejagt…

Meine Meinung:

Aka Smart Cavalier. Der fleissige Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The 7 Grandmasters, The Mighty One) drehte Ende der 70er mit The Cavalier eine solide Kung Fu Komödie in Taiwan, die vor allem dank dem Cast und den Kampfszenen zu überzeugen vermag. Der Mix aus «wer die Frau im Duell besiegt wird ihr Ehemann» und «Han Rebellen mit Liste gegen Manchu-Regierung» funktionierte erstaunlich gut und machte The Cavalier von Beginn an unterhaltsam.

Ich mochte Doris Lung Chun-Erh (The Secret of Shaolin Poles, The Jade Fox) als weiblicher Lead. Sie macht in den Kampf- wie auch in den lustigen Szenen eine gute Figur. Sie und ihr Grossvater harmonieren gut zusammen und werden zu Unfreiwilligen Gehilfen der Rebellen und geraten zwischen die Fronten. Das erste Viertel des Filmes, in dem sie beiden einen Ehemann für Doris Lung suchen, ist amüsant anzusehen. Alle die antreten, werden aus heutiger Sicht politisch unkorrekt dargestellt (Dicke, Dumme, Zwerge).

Die Helden haben zwar in den Kampfszenen sehr gefallen, sind mir aber namentlich nicht bekannt. Vor allem ihre Kampfszenen gegen Tsai Hung (The Death Player, 8 Strikes of Wild Cat) und Lung Fei (The Hero, Eunuch of the Western Palace) waren sehenswert. Tsai Hung und Lung Fei sehe ich immer gerne als Bösewicht. Als Hauptbösewicht (natürlich mit weissen, langen Haaren) sehen wir hier Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Black Belt Karate, The Black Magic with Buddha). 

Lo Lieh kommt jedoch nur im Finale vor. Startet sein Kampf spektakulär und mit überraschenden Momenten (er beisst dem Helden den Finger ab und bringt den Helden mit dem abgetrennten Finger um), so wandelt sich sein Charakter danach in eine Art Dean Shek à la A Better Tomorrow 2. Ein Mix aus dauerhaftem Kichern und Drunken Master Kampf-Stil. In der Tat etwas «silly», dennoch braucht es am Ende mehrere Personen, bis der Gegner besiegt ist.

Fazit: Fans von Kung Fu Komödien dürften mit The Cavalier ihren Spass haben!

Infos:

O: Da Xia Ke

Taiwan 1978

R: Joseph Kuo

D: Doris Lung Chun-Erh, Yi Yuan, Lo Lieh, Lung Fei, Tsai Hung, Sze-Ma Lung, Tseng Chao

Laufzeit der HK-VHS: 87:23 Min.

Gesehen am: 17.11.25

Fassungen: Mir lagen zwei VHS vor. Das erste VHS von Casa Vision stammt aus Indonesien und ist Englisch Dubbed. Das bekam ich, wenn ich mich korrekt erinnere, geschenkt. Das zweite VHS ist aus Hong Kong vom ultraseltenen Label Video Village in Mandarin mit englischen Suns. Als ich dieses kaufte, hatte ich schlecht recherchiert denn davon gibt es in Hong Kong (von Mei Ah) auch eine Englisch untertitelte DVD. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2025).

Freitag, 4. Juli 2025

Crazy Boy & Pop-Eye

 

Crazy Boy & Pop-Eye

Story:

Gold Haired Lion (Kwan Hoi-San) will eine Kampfschule übernehmen und es kommt zum Kampf. Der Meister und dessen Familie sterben. Dessen Schüler Mo (Yuen Bo) und dessen Kumpel (Alan Chan Kwok-Kuen) wollen den Kampf gegen Gold Haired Lion aufnehmen…

Meine Meinung:

Crazy Boy & Pop-Eye ist eine weitere 1979er Kung Fu Komödie aus Hong Kong, wie so viele andere auch, die nach den Jackie Chan Erfolgsfilmen Die Schlange im Schatten des Adlers und Drunken Master gedreht wurden. Alle wollten vom Erfolg etwas abhaben. So ist es wenig überraschend, dass auch Phillip Kams Film auf die gleichen Prinzipien setzt: Kung Fu, Klamauk, Schüler-Meister-Rache-Plot. Interessanterweise war Crazy Boy & Pop-Eye die einzige Regiearbeit von Phillip Kam.

Der Film hält sich mehr oder weniger an die Vorgaben, die das damalige Old School Kung Fu Genre ausmachte. Viel Klamauk, ein episodenhafter Plot, Klischees, gestohlene Italo-Western Musik (nur wenig und nur auf der 1. Disc der VCD), viele Outdoor-Aufnahmen, Low-Budget-Produktion. Im Vergleich zu anderen Produktionsfirmen, die unabhängig und abseits von Shaw Brothers und Golden Harvest Filme produzierten, fehlen in Crazy Boy & Pop-Eye die wirklich grossen Namen.

Mir waren nur Kwan Hoi-San (Crocodile Evil) als Bösewicht (er spielt eine Nebenrolle), Fatty Kent Cheng (The Man from Vietnam, Spooky Family) und Chiu Chi-Ling (The Dragon on Fire, Twins) bekannt. Letztere haben sogar nur Gastauftritte. Die Hauptfiguren wurden von den mir nicht bekannten Alan Chan Kwok-Kuen (The Daring Kung-Fu Refugee, Shaolin Prince) sowie Yuen Bo (Martial Arts Director in Ghost Killer oder Shadow Cop) gespielt. Letzterer macht in den akrobatischen Kampfszenen eine solide Figur. Dennoch vermag er nicht, an Jackie Chan und Co. heranzureichen. Seine Karriere verbrachte er mehr als Action Director, statt als Actor.

Fazit: Kung Fu Klamauk von der Stange. Alles schon gesehen und vor allem schon besser gesehen. 

Infos:

O: Zhuang Ju Zai Yu Niu Gan Yan

HK 1979

R: Phillip Kam

D: Kwan Hoi-San, Yuen Bo, Alan Chan Kwok-Kuen, Lee Heung-Kam, Pak Man-Biu, Kent Cheng, Chiu Chi-Ling

Laufzeit der HK-VCD: 79:45 Min.

Gesehen am: Ende März 2025

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Canto/Mandarin mit englischen Subs, Vollbild, solide Bild- und Tonqualität. Mir ist keine DVD mit Originalton bekannt. Es gibt keine Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: Ende März 2025). Zufällig gesehen, dass mir unter dem Titel The Dragon, the Odds noch eine VHS aus Indonesien von Casa Vision vorliegt (Englisch Dubbed, indonesische Subs). Diese VHS bekam ich geschenkt.

Samstag, 19. April 2025

The 13 Styles Strike

The 13 Styles Strike

Story:

Shanghai in den 30ern: Ausländer und Banden machen sich vor Ort breit. Es kommt zu einem Kampfturnier, in welchem ausländische Kämpfer siegen und Chinesen das Gesicht verlieren. Bösewichte versuchen, den alten und kranken Meister (Chan Sing) aus der Reserve zu locken. Doch dieser bleibt cool. Schlussendlich schlägt dessen Schüler im Ring den Ausländer. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, als dieser nach einem Mord an einem Gangster die Flucht ergreift. Derweil planen die Bösewichte mit einem Kämpfer aus Amerika, ihre Ehre wiederherzustellen und weitere, z.T. auch aus dem Ausland stammende Kämpfer, sind auf der Suche nach dem Schüler von Chan Sing…

Meine Meinung:

Aka 8th Wonder of Kung Fu. Der Film aus Taiwan mit für mich unbekanntem Cast, sehen wir Mal von Chan Sing (Little Flying Dragon, Die Todespagode des gelben Tigers, Evil Hits Evil) als Ausnahme ab, entstand Ende der 70er Jahre und gefiel mir im Grossen und Ganzen besser als erwartet. Dies gilt auch für die Anzahl und Qualität der Kampfszenen, mit Ausnahme der Box- und Ringkämpfe. Diese waren à la Blind Boxer lahm und unspektakulär.

Der Film spielt in Shanghai und der Streifen hat Jimmy Wang Yu Vibes, da viele ausländische Kämpfer. Egal ob z.B. Amerikaner, Schwarze oder Thais. Da fühlte ich mich an die Jimmy Wang Yu Klassiker Wang Yu - Eine Faust wie ein Hammer sowie Master of the Flying Guillotine erinnert. Da kommen z.B. auch thailändische Kämpfer vor, die sich u.a. die Füsse verbrennen. Das gibt dem Film eine exotische Note. Fans von Chan Sing sollten ihre Erwartungen hingegen anpassen: er spielt weder die Hauptrolle, noch ist er wirklich in einer richtigen Kampfrolle zu sehen.

Abgesehen von den Box- und Ringkampfszenen sind die Kampfszenen jedoch sehr solide und sehenswerte in Szene gesetzt. Regisseur Chang Ying setzt bei der Darstellung des vergangenen Chinas auf Realismus. Er war in den 40ern in China im Filmgeschäft aktiv, ehe er dann nach Taiwan geschickt wurde. Von ihm kenne ich den Fantasy-Film The Fantasy of Deer Warrior. Wenn ich seine Filmographie betrachte, sind solche Kung Fu Filme die Ausnahme. The 13 Styles Strike scheint zudem seine letzte Regiearbeit gewesen zu sein.

Das einzige Manko des Filmes ist die Tatsache, dass die meisten Figuren relativ bedeutungslos gezeichnet sind. Und es sind keine wirklichen Sympathieträger dabei. Keine Figuren, mit denen man sich identifiziert. Keine Figuren mit Charisma. Keine coolen Socken. Hätte man da auf andere Namen gesetzt, plus wenn die Ring- und Boxkampfszenen spektakulärer gewesen wären, so wäre aus The 13 Styles Strike ein richtiger Knaller geworden. Aber das ist motzen auf hohem Niveau. Wie ich sagte: ich wurde positiv überrascht, da ich vor allem nicht solche guten Kampfszenen erwartet hätte.

Fazit: Solide!

Infos:

O: Fei Qin Zou Shou Shi San Xing

Taiwan 1979

R: Chang Ying

D: Wu San-Chu, Chen Sing, Mark Lung Goon-Mo, Yeh Hai-Fang, Chen Chiu

Laufzeit der holländischen Betamax: 90:48 Min.

Gesehen am: 09.02.25

Fassungen: Gesehen via holländisches Betamax von Golden Fighter = Englischer Dub, holländische Subs, k.A. ob Uncut (sah aber danach aus), solide Bild- und Tonqualität. Leider hat mein Betamax Probleme und spielt die Dinger sehr leise ab (Ton), so dass es nicht immer einfach war, das Gesagte zu verstehen. Erst nach der Sichtung habe ich bemerkt, dass ich davon noch eine ungeschaute VHS aus Indonesien hätte: Englischer Dub, indonesische Subs, wahrscheinlich auch Uncut. Label: Casa Vision. Da die Betamax auch nur in Vollbild ist, werde ich diese Version zu verkaufen versuchen und in Zukunft gönne ich mir den Film in der VHS-Version aus Indonesien. Eine O-Ton Fassung und/oder deutsche Vö sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Sonntag, 20. August 2023

The War of the Boundary

 

The War of the Boundary

Story:

Heldin Pearl Chang Ling kämpft gegen die mongolischen Eindringlinge (u.a. Phillip Ko Fei), unter der Führung von Chang Yi, an…

Meine Meinung:

The War of the Boundary ist ein seltener Film. Ich finde im Internet kein Review. In Datenbanken (ofdb, Letterboxd) scheint der Film nicht gelistet. Auf Youtube findet sich immerhin ein Upload einer VHS aus Südkorea. So gesehen scheint meine Fassung dennoch auch selten und ist eine Rarität, da Englisch Dubbed. Ich mag diese Dubs nicht, es gibt aber genug Fans, welche dafür bluten würden! Die Betamax, welche mir vorliegt, wurde am 31. März 1982 veröffentlicht. Ist also länger auf dieser Welt, als ich es bin…

The War of the Boundary handelt von der ewigen Geschichte der Mongolen, welche ins Land dringen und besiegt werden müssen. Keine neue Story. Ich hatte Freude, als ich las, dass Wolf Devil Woman Star Pearl Chang Ling (The Invincible Swordswoman), Phillip Ko Fei (The Loot) und Chang Yi (Gambling for Gold) im Film mitspielen. Pearl Chang ist die Heldin, Phillip Ko spielt eine Nebenrolle als Mongole und Chang Yi ist der Bösewicht. Chang Yi, der auch in klassischen Shaw Brothers Filmen zu sehen war, gefällt mir in Filmen von unabhängigen Filmstudios.

Besonders dann, wenn er schrille und komische Bösewichte wie hier spielt, geht er in seiner Darbietung richtig auf! Ich denke da an Rollen wie The Thrilling Sword, Seven Men of Kung-Fu, Eagle's Claw, The Secret of Shaolin Poles, 10 Brothers of Shaolin oder Shaolin Kung Fu Mystagogue. Zu Shaw Brothers Zeiten war er mir noch gar nicht bekannt und in seinen Rollen wenig prägend. Für mich wird Chang Yi immer mit diesen Taiwan-Eastern in Verbindung stehen, in denen er sehenswerte Bösewichte spielen durfte. Da liegen noch einige Filme ungesehen rum (The Traitorous, Imperial Sword), sind vorbestellt (Phantom Kung Fu) und/oder sind «verschollen» (The Magic Ring).

Und lohnt sich The War of the Boundary? Eigentlich kaum! Der Film ist, vor allem in Bezug zu Namen wie Pearl Chang Ling, Chang Yi oder Phillip Ko Fei, eine Enttäuschung. Das gilt vor allem für die Actionszenen und den Unterhaltungswert. Der Film hat gefühlt zwei Kampfszenen und sonst nur belanglose Dialoge/lahme Story. Längen. Pearl Chang Ling hält sich sehr zurück und dann gibt es nebst miesem Englischem Dub auch noch ein nervendes Kind. Um fair zu sein, die besagten zwei Kampfszenen sind jedoch sehr cool. Eine davon ist eine Flashback-Szene, in der die Shaolin-Mönche gegen die Mongolen kämpfen. In der Wüste. Die 2. Kampfszene ist das irre Finale.

Im Finale darf dann auch endlich Chang Yi ran und dessen Kampfszenen sind einfach toll anzusehen! Allgemein rettet Chang Yi als oberster Mongole mit seiner total schrillen Art und Weise und seinem Overacting und Schauspiel den Film! Und er bekommt im Gegensatz zu Pearl Chang richtig viel Screentime und darf am Ende wie ein Verrückter wüten, wenn er u.a. sogar das nervende Kind tot beisst! Muss man glauben, um es gesehen zu haben! Die Finalkämpfe machen sogar in der Vollbild-Version Spass! Ansonsten ist das Bildformat natürlich störend.

Abgesehen davon eigentlich kein wirklich guter und vor allem ein lahmer Film. Dank zwei zugedrückten Augen und der erwähnenswerten Darbietung von Chang Yi bleibt der Film dennoch in der Sammlung! Empfehlen kann ich den Film eigentlich nur für ultimative Fans von Chang Yi…

Infos:

O: Zhan tian shan

Taiwan 1978

R: Wong Sing-Loy

D: Pearl Chang Ling, Chang Yi, Phillip Ko Fei, Tsung Hua, Wen Chiang-Long

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 89:19 Min.

Gesehen am: 25.07.23

Fassungen: Mir lag die Betamax aus Indonesien von Casa Vision (= Casa Video) vor = k.A. ob Uncut oder nicht, statt 2,35:1 nur Vollbild, statt O-Ton grauenhafter englischer Dub, durchschnittliche Bildqualität. Der Vorspann unterscheidet sich vom VHS aus Südkorea (= Mandarin mit koreanischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2023).




Dienstag, 8. August 2023

Cantonen Iron Kung Fu

Cantonen Iron Kung Fu 

Story:

 

Master Lin (Wang Hsieh) ist ein Kung-Fu-Meister und ein Geschäftsmann mit florierendem Geschäft. Er nimmt Liang Kun (Leung Kar-Yan) unter seine Fittiche und bildet ihn in Kung Fu aus. Gangster-Boss Chiu Wan-Chin (Phillip Ko) will sich das Geschäft von Master Lin unter den Nagel reissen und lässt Lin töten. Liang Kun schwört Rache…

 

Meine Meinung:

 

Cantonen Iron Kung Fu ist eine typische 1979er Kung-Fu-Komödie, wie sie in Hong Kong dazumal zu unzähligen veröffentlicht wurden. Es gibt bessere, aber auch schlechtere Titel. Cantonen Iron Kung Fu ist gesamthaft guter Durchschnitt. Was man dem Film ankreiden kann, ist das, was viele Filme dieser Art haben: zuerst zu wenig Kung Fu, vor allem Klamauk (nicht wirklich lustig), episodenhafter Plot. Erst nach ca. 40-50 Minuten kristallisiert sich ein Plot, der Klamauk nimmt ab, die Kampfszenen und deren Qualität nehmen steigend zu. Die negativen Elemente in der 1. Filmhälfte sind weniger nervend/lahm als in anderen Filmen dieser Art.

 

Schwach war die Musik: 08/15 Klänge aus dem Archiv. Schade, dass da nicht westliche Musik (Italo-Western z.B.) verwendet wurde. Hätte den Film und einzelne Szenen aufgewertet. Der Englische Dub war grauenhaft schlecht, da kann aber der Film per se nichts dafür. Im O-Ton kann der Film deshalb nur besser wirken. Der Film ist mehr oder weniger unterhaltsam. Der Plot an sich etwas kompliziert und am Ende eine typische Rache-Story. Der Cast hat mir an sich gut gefallen.

 

Im Film von Lee Chiu (Kung Fu from Beyond the Grave) spielen Leung Kar-Yan (Die Tödliche Rache) und Phillip Ko (Eagle’s Claw) die Hauptrollen. Leung Kar-Yan ist der Held, Phillip Ko der Bösewicht. Beide machen einen fantastischen Job. Sie sind in ihren Kampfszenen überragend. Vor allem die Kämpfe gegen Ende und das Finale sind in der Hinsicht absolut beeindruckend und sehenswert. Starke Leistung! In Nebenrollen überzeugen Wang Hsieh (Fury of a Virgin) als Meister, Wang Chung (Cops and Robbers) als mysteriöser Helfer und Ma Chin-Ku (South Shaolin vs. North Shaolin) als rechte Hand von Phillip Ko.

 

Fazit: Für Old-School Kung Fu-Film-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Guang Dong Tie Qiao San

 

HK 1979

 

R: Lee Chiu

 

D: Wang Hsieh, Leung Kar-Yan, Phillip Ko, Ma Chin-Ku, Wang Chung, Ting Wa-Chung, Pang San

 

Laufzeit der indonesischen VHS: 79:35 Min.

 

Gesehen am: 02.07.23

 

Fassungen: Mir lag das indonesische VHS von Casa Vision vor. Furchtbarer Englischer Dub, Vollbild, durchschnittliche Bildqualität, ggf. auch gekürzt. Die Laufzeit beträgt 79:35 Minuten (PAL). Die deutsche Blu-Ray (Titel: Die Blutigen Krallen des Leoparden) hingegen läuft z.B. 85:46 Minuten. Was fehlt, ist mir nicht bekannt. Die deutsche Synchro soll den Film sehr sinnentstellen und den Film lustiger machen, als er wohl ist. Dennoch denke ich über ein Upgrade nach da besserer Qualität, längere Laufzeit und besseres Bildformart (2,35:1). In China (Auktionshaus) finde ich nur eine Bootleg-DVD. In einem Shop in Südkorea ein VHS gesehen (dürfte in O-Ton sein), leider sold out. 

Freitag, 11. November 2022

The Swift Shaolin Boxer Review



Mit Angela Mao in Queens 2022

The Swift Shaolin Boxer

Story:

 

Bösewicht Chief Lei (Lo Lieh) soll aufgehalten werden. Die Regierung schickt dafür mehrere Agenten (u.a. Wang Kuan-Hsiung), die im Restaurant/Hotel von Miss Long Yan (Angela Mao) und Hwa Tin-Yen (Shih Chung-Tien) übernachten und die Aufenthalte nicht überleben. Damit der 3. Agent (Wei Tzu-Yun) bessere Chancen hat, muss dieser diverse Prüfungen und Kämpfe gegen Dritte (u.a. Judy Lee) bestehen. Er besteht, bekommt einen Helfer (Ting Wa-Chung) an die Seite gestellt und macht sich auf den Weg, seine Mission zu erfüllen…

 

Meine Meinung:

 

Es ist ewig her, seit ich Filme und Klassiker mit Angela Mao sah. Die meisten ihrer Filme und Klassiker von Golden Harvest sah ich nur 1x und kann mich, ehrlich gesagt, an nichts mehr erinnern. Das gilt auch für bekannte Titel wie Lady Whirlwind, Hapkido, When Taekwondo Strikes oder Broken Oath. Dazu kommt, dass ich einige ihrer Filme zwar habe, aber noch nicht gesehen habe (Scorching Sun, Fierce Winds, Wild Fire, The Tournament, The Fate of Lee Khan).

 

Angela Mao, welche ich im August dieses Jahres in meinem Kurztrip nach New York getroffen habe (Bericht = HIER KLICKEN!), gilt als Queen des Kung Fu Filmes. Zurecht oder übertrieben? Heute folgte die 1. Sichtung von The Swift Shaolin Boxer und ich wurde durch und durch positiv überrascht und kann behaupten, dass Angela Mao ihrem Ruf als Königin des Kung Fu Filmes durchaus verdient hat. Sie weiss definitiv zuzulangen und macht in den Kampfszenen eine sehr gute Figur!

 

Regisseur Chen Hung-Min, der einige tolle Filme realisiert hat (The Fly Dragon Mountain, Mars Men, Calamity, Little Hero), hat mit The Swift Shaolin Boxer, der in Taiwan gedreht wurde, einen tollen Eastern geschaffen. Wer mit solchen Filmen nichts am Hut hat und/oder den Cast nicht kennt, dürfte den Plot wirr und verwirrend finden. Das ist er aber nur bedingt. Da gibt es andere (Wuxia) Filme, die deutlich wirrer und komplexer sind und mit noch mehr Figuren aufwarten.

 

The Swift Shaolin Boxer hat mir aus drei Gründen gut gefallen:

 

1. Der Film hat einen extrem grossen Unterhaltungswert. Es gibt von Anfang an bis zum Ende alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Ohne Übertreibung! Das ist nicht immer der Fall und sehr löblich! Zudem ist für eine Spannung bis zum Finale garantiert (gehört Angela Mao zu den Bösewichten?).

 

2. Dabei ist die Qualität der Kampfszenen, deren Choreographie und die Abwechslung (betreffend Waffen, Gimmicks, Settings) stark in Szene gesetzt! Hätte ich so nicht erwartet! Auch die Settings sind toll: Turnier, Restaurant, Bambuswald, Friedhof und sogar Hopping Vampires kommen vor! Das Finale mit den Sonnenschirmen fand ich auch mehr als gelungen!

 

3. Dazu kommt ein toller Cast! Nebst Angela Mao sind Lo Lieh (Clan of the White Lotus) als Bösewicht, Wang Kuan-Hsiung (Dirty Trick) als 2. Agent, der getötet wird und Judy Lee (The Lantern Street), ebenso in einer Nebenrolle, zu sehen. Die mir unbekannten Shih Chung-Tien (Bösewicht), Wei Tzu-Yun (Hauptperson/"Held") und Ting Wa-Chung (Helfer des "Helden") waren zumindest in den Kampfszenen stark (diese beinhalten auch Kämpfe mit oder gegen Lo Lieh und Angela Mao).

 

Fazit: Stark! Nicht nur für Fans von Angela Mao zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Du Ba Tian Xia

 

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1978

 

R: Chen Hung-Min

 

D: Lo Lieh, Wang Kuan-Hsiung, Angela Mao, Shih Chung-Tien, Wei Tzu-Yun, Judy Lee, Ting Wa-Chung

 

Laufzeit der indonesischen Betamax: 90:03 Min.

 

Gesehen am: 05.10.22

 

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Casa Vision vor, die 2022 im August von Angela Mao signiert wurde. Zur Fassung: Uncut, Englischer Dub, mittelmässige bis zu dunkle (Nachtszenen) Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2022).