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Freitag, 11. September 2026

Ruthless Law

Ruthless Law

Story:

Seung Tung (Alex Man) ist ein Immigrant, der nach Hong Kong kommt, um familiäre Dinge zu erledigen. Primär will er seine Grossmutter besuchen. Dabei reist er illegal aus China ein. Er erwischt mehrfach der Polizei. Seung Tung trifft auf Ah Zheng (Eddy Ko), der ihm helfen will, seine Grossmutter zu finden. Doch diese ist bereits tot. Durch Zufall gerät Seung Tung später an Wu Guoxiong (Michael Chan Wai-Man), der bei Kredithaien Schulden hat und seine Freundin (Deannie Yip) verprügelt. Seung Tung hilft ihr und beide verlieben sich. Später entführt Wu Guoxiong die Tochter seiner Freundin, um Lösegeld zu erpressen. Seung Tung plant, das Mädchen zu retten…

Meine Meinung:

Aka Ruthless Family. Ruthless Law ist ein seltener Film. Der Ende der 80er Jahre Streifen, eine Hong Kong Produktion von Max Lee Chiu-Jun (Shaolin Vs Manchu, Who Cares), der danach zwar nur wenige, aber fast nur sehenswerte Filme produziert hat (= Who Cares, That's Money, Mountain Warriors), ist ein Drama. Ich hatte mehr ein Action-Drama erwartet und wurde enttäuscht, da eigentlich kaum Action-Szenen. Ich ging daher mit falschen Erwartungen an den Film.

Ich finde im Netz keine einzige englischsprachige Inhaltsangabe zum Film. Auch kein Review. KI half nur teilweise und hat öfters die Zuordnung der Darsteller (Eddy Ko, Michael Chan Wai-Man) zu ihren Figuren falsch wiedergegeben, so dass ich auch in der Hinsicht z.T. falsche Erwartungen hatte. Der Film ist definitiv kein Kracher und die Tatsachen, dass es keine englischen Untertitel gibt und die Bildqualität für einen Film aus dem Jahr 1988 erschreckend schwach ist, half auch nicht unbedingt, ein vergnügliches Seherlebnis zu generieren.

Warum ich den Film am Ende trotzdem behalte? Ganz knapp? Wegen Michael Chan Wai-Man (Talk to Me, Dicky, Profile in Anger, Black Dream). Er spielt, wie es aussieht, den Hauptbösewicht. Was er genau tut und warum, ist mir jedoch nicht bekannt. Aber ich mochte ihn im Finale des Filmes, da auch gleichzeitig fast die einzige Action-Szene des Filmes. Er kommt fies und brutal rüber. Wirkt wie ein echter Killer. Das Setting mit den Eisblöcken war auch cool. Ich mag Eis in solchen Filmen. Hat fast Full Contact oder The Big Boss Vibes. Alex Man (Lucky Diamond) muss im Finale viel einstecken. Das kommt gut rüber.

Michael Chan Wai-Man kam ansonsten weniger vor, als erhofft. Zudem wirkte er, so förmlich gekleidet und sogar Brille tragend, sonderbar. Im Finale trägt er die Brille dann zum Glück nicht mehr. Er scheint im Finale Spass zu haben, Gewalt anzuwenden. Alex Man macht seinen Job sehr solide. Das Ende, das keinen Platz für Selbstjustiz lässt, ist dementsprechend folgerichtig. Eddy Ko (Cunning Kids) spielt nur eine Nebenrolle und Walter Tso Tat-Wah (Midnight Angel) mimt natürlich einen alten Cop. Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger) habe ich nicht erkannt. War auch schwierig, bei der schlechten und dunklen Bildqualität.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen. Bleibt nur wegen dem Finale mit Michael Chan Wai-Man in der Sammlung!

Infos:

O: Fat Lut Mo Ching

HK 1988

R: Max Lee Chiu-Jun

D: Alex Man, Michael Chan-Wai Man, Eddy Ko, Deannie Yip, Irene Wan, Chun Wong, Walter Tso Tat-Wah, Phillip Ko Fei

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:37 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von Life Production vor = mässige und öfters sehr dunkle und unscharfe Bildqualität, solide Tonqualität, O-Ton mit koreanischen Subs. Die US-VHS ist ebenso nicht Englisch freundlich (Canto O-Ton mit chinesischen Subs). In HK gibt es den Film von Winson auf LD. Auch hier: Im O-Ton und ohne englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Thunderbolt

 

Thunderbolt

Story:

Der international gesuchte Gangsterboss Warner «Cougar» Krugerman (Thorsten Nickel) wird dank der Mithilfe des Rennfahrers und Autowerkstattbesitzers Chan Foh To (Jackie Chan) in Hong Kong verhaftet. Doch Gangsterboss Krugerman wird von seinen Untergebenen (u.a. Ken Lo) aus dem Gefängnis befreit und dieser schwört Rache an Chan Foh To…

Meine Meinung:

Auf Thunderbolt war ich gespannt. Ich sah den Film nur einmal und das war im Feb. 2006. Vor mehr als 20 Jahren. Thunderbolt von Gordon Chan (Fight Back to School II, Fist of Legend, Beast Cops) ist sicherlich nebst Titeln wie New Police Story, Crime Story oder Shinjuku Incident einer der ernsteren Filme in der langen Karriere von Jackie Chan (Who Am I?, Battle Creek Brawl, Dragon Lord). Leider konnte mich der Film nicht wirklich überzeugen. Ich empfinde den Film als mittelmässig. Thunderbolt entstand nach Rumble in the Bronx. In diesem hat sich Jackie Chan am Knöchel verletzt (Fraktur), so dass dies Auswirkungen auf die Action-Szenen in Thunderbolt hatte.

Thunderbolt markiert nach langer Abstinenz eine Zusammenarbeit zwischen Jackie Chan und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Encounters of the Spooky Kind 2, Slickers Vs Killers). Sammo Hung hat geholfen, die Action-Szenen zu realisieren. Zusammen mit Jackies Team. Und das sind auch die Highlights des Filmes. Die Actionszenen. Der Film ist nicht per se ein Martial Arts Film. Es gibt Verfolgungsjagden (mit Rennwagen durch Hong Kong und das Finale), eine Zerstörung einer Arbeitsstätte (cool, geht viel kaputt), einen Ausbruch aus dem Polizeirevier (hat fast Terminator Vibes und blutige Shoot-Outs) und drei Kampfszenen. Dabei gefällt diese in der Arbeitsstätte und jene in Japan. Das war es jedoch auch schon, was die positiven Seiten des Filmes sind.

Der Film war mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden zu lang, die Musik wirkte billig, die Kameraführung und das Editing sind teilweise rätselhaft (beschleunigt, stockend, Slow-Mo) und/oder in einigen Kampfszenen zu nah dran (wahrscheinlich aufgrund Jackie Chans noch nicht 100% genesenem Knöchel zu verdanken), die Love-Story und das Ende mit dem Kuss waren peinlich wie auch einige der schauspielerischen Leistungen (Jackie Chans und Michael Wongs Zusammentreffen im Krankenhaus waren schlecht gespielt). Die Bösewichte waren ein schlechter Scherz und konnten nicht ernstgenommen werden, mit Ausnahme der Japan-Fraktion (Ken Lo und Co.). Das Finale war auch unspektakulär.

Nebst Jackie Chan, Michael Wong (First Option, Her Name Is Cat, Knock Off) und Ken Lo (Cheetah on Fire, Police Story 3 Super Cop, Lucky Dragon) sind hier noch Namen wie der ehemalige Shaw Brothers Regisseur Chor Yuen (The Sniping, City Warriors, Full Moon Scimitar), Chin Ka-Lok (keine Actionrolle), Corey Yuen (Kurzauftritt als Arzt im Spital, der Jackie Chan die Nadel aus dem Arm zieht) sowie Shing Fui-On (Brave Young Girls, Code of Honor) zu sehen. Shing Fui-On spielt keinen der Bösewichte und hat nur eine kurzen Gastauftritt. Langweilig wird es eigentlich nicht, aber es gibt trotzdem viele unnötige Füllszenen, die man hätte weglassen können.

Fazit: Nur dank den Actionszenen geniessbar!

Infos:

O: Pik Lik Foh

HK 1995

R: Gordon Chan

D: Jackie Chan, Anita Yuen, Thorsten Nickel, Chor Yuen, Daisy Woo Hoi-Yan, Annie Man Chung-Han, Michael Wong, Dayo Wong Chi-Wah, Sawada Kenya, Ken Lo, Kayama Yuzo, Chin Ka-Lok, Eguro Mari, Shing Fui-On, Corey Yuen

Laufzeit der UK-UHD: 110:40 Min.

Gesehen am: Feb. 2006 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film als UK-UHD von Arrow Video (Jackie Chan's Breakout Hits!) = O-Ton (Kantonesisch/Englisch/Jap. mit englischen Subs), neu restauriert (den Film gab es bisher nur auf DVD d.h. es gab keine Blu-Ray). Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, wenn mir auch zu dunkel. Ich musste tatsächlich am Helligkeitsregler des TV drehen um mir das Bild etwas heller stellen zu können. Es gibt einiges an Extras (jap. Fassung, das Feature Breakout! Part 3: Thunderbolt oder Outtakes.) In Deutschland Uncut von Kinowelt auf DVD zu haben. Ob sich dort der korrekte O-Ton befindet (oder ein Englischer Dub), ist mir nicht bekannt.

Dienstag, 8. September 2026

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

China im Jahr 528:

Ein Taoist-Priester (Chuan Yuan/ Chen Jen-Lei) trifft mit seinen Untergebenen in einer Stadt ein. Dort übernimmt er schnell die Kontrolle. Ihm gelingt es, das einfache Volk um den Finger zu wickeln. So lässt er z.B. Regen aufkommen. Danach sind ihm fast alle gehörig. Nur Chi Yun (Wen Chiang-Long) und Yen Chi (Judy Lee) erkennen die Gefahr, die vom Priester ausgeht. Da kommt ihnen ein Mönch (Chan Sing) gerade recht, um die Gefahr zu bannen…

Meine Meinung:

Shaolin Monk wird je nach Datenbank mit dem Film The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance verwechselt, da dieser je nach Fassung (z.B. die Betamax aus Indonesien) dort auch den Titel Shaolin Monk trägt und zudem gleicher Cast (Chan Sing, Philip Ko). Shaolin Monk, dessen On-Screen Titel Shaolin Tamo Buddhist Monk lautet, hat mir dabei deutlich besser gefallen als der andere «Shaolin Monk». Ich fand den Film besser, als ich es erwartet hätte. Ich konnte zwar nicht alle Motive verstehen, da keine englischen Untertitel, aber ich konnte dem Plot, nachdem ich ein anderes Review gelesen hatte, dennoch gut folgen.

Selten war es so einfach, Bösewichte (Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei) und Helden (Wen Chiang-Long, Judy Lee, Chan Sing) auseinander zu halten, wie hier. Erstes sind keine dunklen Nachtszenen vorhanden und zweitens erkennt man schon an der Kleidung, wer zu den Helden oder Bösen gehört. Chan Sing (Big Boss of Shanghai) mimt den kaum besiegbaren Mönch, der seine Kampffähigkeiten jedoch bewusst zurückhält, auch wenn er hier und da von den Bösewichten angegangen wird. Judy Lee (The Lady Constable) und Wen Chiang-Long (Tiger Jungle) sind die Helden, die den Kampf gegen die Bösewichte aufnehmen.

Chuan Yuan spielt den Bösewicht, der wie ein Sektenguru anmutet. Er macht das toll. Vor dem Finale entpuppt er sich als falsche Identität, da eine Maske tragend und daher wird der Bösewicht im Finale dann von Chen Jen-Lei gespielt. Er liefert sich einen tollen Kampf gegen Judy Lee und Wen Chiang-Long, den nicht alle davon überleben. Erst im Finale taucht ein zweiter Bösewicht auf, natürlich mit weissen, langen Haaren. Dieser wird von Phillip Ko Fei (The Criminal) gespielt und ihn mag ich immer als Bösewicht. Er liefert sich dann den Finalkampf gegen Chan Sing. Auch das ist ein toller Kampf. Mit einzelnen Ausnahmen wird auf Klamauk verzichtet und der Film bietet skurrile Outfits und Frisuren (vor allem jene von Chan Sing) und die Musik hat Italo-Western Vibes.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin Zu Shi

HK 1976/1977 (je nach Quelle)

R: Lin Fu-Ti

D: Chan Sing, Judy Lee, Wen Chiang-Long, Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:52 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Videoproduction vor = Tai Seng Master in Vollbild (ggf. noch gezoomt), in Mandarin mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus. Es gibt den Film in den USA und UK auf DVD, jedoch nur Englisch Dubbed. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Ebenso wenig deutsche Fassungen oder Blu-Ray Versionen (Stand: Sept. 2026).

Montag, 7. September 2026

Seven Knights

Seven Knights

Story:

Chen Lei (Chen Kuan Tai) und seine Banditen sorgen für Angst und Schrecken. Nachdem sie ihrem alten Leader (Wang Kuan-Hsiung) getötet haben, überfallen sie Dörfer, rauben die Häuser aus und schrecken auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurück. Die Regierung erlässt ein Kopfgeld auf Chen Lei. Sieben Helden (u.a. Ko Chun-Hsiung, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang) nisten sich in einem Dorf ein und bereiten die Anwohner (u.a. Fan Mei-Sheng, Elsa Yang) auf den Kampf gegen die Banditen vor…

Meine Meinung:

Seven Knights ist ein seltener Film aus Taiwan, der sich am japanischen Klassiker Seven Samurai orientiert. Der Film ist fast eine Art Remake und scheint zusammen mit Seven Warriors, der 1989 in Hong Kong veröffentlicht wurde, eine der wenigen Filme mit dieser Thematik aus Hong Kong und Taiwan zu sein. Und beide Filme gefallen mir besser als Seven Samurai, auch wenn Seven Knights selbst kein Kracher ist. Denn fehlende verständliche Untertitel sorgen, vor allem auf der ersten Disc, für Längen.

Der Plot ist halt bekannt und danach werden die einzelnen Helden vorgestellt. Wie sie in die Gruppe integriert werden, wie sie Planen, der Bedrohung durch die Banditen Herr zu werden bis hin zum Training der einfachen Bauern und Dorfbewohner. Dabei darf Blackie Ko (Secret of the Chinese Kung Fu) den Hampelmann spielen. Eine Art Version von Toshirô Mifune aus dem Original. Fan Mei-Sheng (Darkside of Chinatown), Elsa Yang (The Phantom Chivalry) sowie Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes) spielen eher Nebenrollen. Sie sind nicht die Hauptbösewichte und/oder gehören nicht den sieben Helden an.

Blackie Ko gehört zu den sieben Helden, deren andere Mitglieder mir unbekannt sind. Chen Kuan-Tai (Sleazy Dizzy) spielt den Hauptbösewicht. Er macht das fies, diabolisch und mit viel Overacting, ohne dabei lächerlich zu wirken. Wer andere Filme mit ihm kennt, z.B. The Crippled Avengers, weiss, dass er problemlos auch Schurken darstellen kann. Im Finale taucht er mit einer Art Rüstung auf, die ihn fast unverwundbar macht. Im Finale kämpft er am Ende gegen drei Mann, ehe er bezwungen wird. Der Film beginnt mit einigen Actionszenen und dann folgen Längen. Immerhin gibt es in diesen Momenten viel geklaute Italo-Western Musik zu hören, was gut zum Setting passt.

Allgemein erinnert der Film an japanische Samurai und/oder Italo-Western Filme. Settings, Story, viel Schlamm (Finale), die Waffe von Elsa Yang (Franco Nero aus Django lässt grüssen) und eben besagte Musik. Es gibt tolle Zeitlupenaufnahmen und Stunts (Pferde). Aufgrund der Längen im Mittelteil ist der Film nicht im Kracher-Sektor anzusiedeln. Dafür gibt es in den letzten 40-30 Minuten Daueraction, die teilweise auch relativ blutig geraten ist (platzender/explodierender Kopf). In einer schick restaurierten Version würde der Film sicherlich auch blutiger wirken (Shoot-Outs, Blutfontänen). Und wer weiss, ob in dieser VCD-Fassung auch noch mehr Szenen fehlen, als jene im Finale (Köpfung).

Fazit: Das Warten auf der Finale lohnt sich!

Infos:

O: Qi Wu Shi

Taiwan 1982

R: Chin Ao-Hsun

D: Chen Kuan-Tai, Fan Mei-Sheng, Blackie Ko, Ko Chun-Hsiung, Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang

Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc = 49:14 Min. / 2. Disc = 44:00 Min.

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität. In mind. einer Szene sah es nach typischer Zensur aus (Köpfung). Dazu fand ich auch ein Bild der Szene, das einen kopflosen Torso zeigt, aus dessen Rumpf Blut spritzt. Genau die Szene dürfte zensiert sein. Leider finde ich dieses Bild Online nicht mehr. Vom gleichen Label gibt es auch eine VHS und LD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Sonntag, 6. September 2026

Sleazy Dizzy

Sleazy Dizzy

Story:

Undercover-Polizist Lung (Chen Kuan-Tai) wird von Gangstern verfolgt und fast getötet. Dabei verliert er sein Gedächtnis. Zuvor versteckte 50 Millionen und trifft danach auf seiner Flucht zufällig auf einem Dieb (Stephen Chow) und auf Yang Bao Lin (Sibelle Hu). Das zieht jedoch die Aufmerksamkeit der Gangster (Alex Fong, Kenneth Tsang Kong, Josephine Koo Mei-Wah) auf sie und nun sind die alle in Gefahr…

Meine Meinung:

Sleazy Dizzy gehört zwar nicht zu den allerbesten 90er Jahre Streifen mit Stephen Chow (Fight Back to School, King of Comedy, Fist of Fury 1991, The Magnificent Scoundrels), dennoch hatte ich mit dieser Actionkomödie von Shaw Brothers Regisseur Chu Yuan (The Magic Blade, The Duel of the Century, Haunted Tales) meinen Spass. Es sollte eine der letzten Regiearbeiten des ehemaligen Shaw Brothers Regisseurs werden. Der Film ist wirklich ein Mix aus Action (vor allem Shoot-Outs, aber auch Kämpfe und Verfolgungsjagden), jedoch fast immer mit humorvollem Slapstick vermischt. Und eben eine Komödie. Dabei ist das Talent von Stephen Chow schon sehr deutlich erkennbar und es macht einfach Spass, dem Treiben auf der Leinwand zuzusehen, sofern man etwas erkennt (der Film ist mehrheitlich stockdunkel und die Qualität der Fassung wirklich stark optimierungsbedürftig).

Der Plot ist simpel. Zu Stephen Chow gesellen sich Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (The Bloody Escape) sowie Sibelle Hu (The Holy Virgin Versus the Evil Dead, Horror Holiday, Drugs Area). Beide sind Kampferfahren und vor allem Sibelle Hu macht auch in den lustigen Szenen eine gute Figur. Sie muss viel einstecken in dem Film. Sibelle Hu mag ich fast mehr in solchen humorvollen Rollen. Keine Ahnung warum. Sie hat für mich nicht den gleichen Stellenwert wie z.B. eine Yukari Oshima, eine Moon Lee oder eine Cynthia Khan. Bei den Bösewichten sind auch keine Unbekannten Namen dabei: Alex Fong spielt den Mittelmann (wird schon sehr früh gezeigt) und Kenneth Tsang Kong (The Immigrant Policeman) mimt den alten, bösen Mann im Hintergrund.

Unterhalten wird der Fan nur, wenn man mit diesem HK-Humor der 90er etwas anfangen kann und sofern man die Stars d.h. Filmes, das heisst vor allem Chen Kuan-Tai, Stephen Chow sowie Sibelle Hu kennt. Wer kein einziges Gesicht kennt, wird auch mit dem Verlauf des Filmes grosse Mühe haben, da so dunkel. Wer die Gesichter nicht zuordnen kann, wird aufgrund der Dunkelheit des Prints nicht mehr wissen, wer wen verfolgt oder wer wen bekämpft. Die Szenen sind zwar dunkel, aber im Grossen und Ganzen ist es noch leicht erkennbar. Ich habe, und das ist tragisch, schon schlimmere Prints gesehen. Es ist eigentlich eine kleine Schande, dass die Filme in Hong Kong so schlecht veröffentlicht und präsentiert wurden. Eine anständige Restauration würde den Film mit Sicherheit aufwerten.

Fazit: Unterhaltsam!

Infos:

O: Xiao tou A Xing

HK 1990

R: Chu Yuan

D: Chen Kuan-Tai, Stephen Chow, Sibelle Hu, Alex Fong, Kenneth Tsang Kong, Josephine Koo Mei-Wah, Ricky Ho Pui-Tung, Shum Lo

Laufzeit der malaysischen DVD: 92:46 Min.

Gesehen am: Sept. 2011 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die malaysische DVD von Dragon Jester vor = Uncut, durchschnittlich und mehrheitlich zu dunkle Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. In HK selbst gibt es den Film nicht auf DVD. Da gäbe es z.B. eine VCD. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2026).

Shaolin King Boxer


Shaolin King Boxer

Story:

Gangster Su Ting-Cheng (Lau Kar-Wing) wird von seinen Gangster-Kollegen Liang Pao (Leung Kar-Yan) sowie Pao Po-Pi (Wilson Tong) aus dem Gefängnis befreit. Su Ting-Cheng kennt nur ein Ziel: Rache an dem Inspektor, der ihn verhaftet hat. Doch Inspektor Chiu Tien-Hsing (Chen Kuan-Tai) überlebt den Angriff, bleibt jedoch verletzt zurück, während seine Familie den Tod findet. Er schwört Rache an den Gangstern und bekommt von Ting Yi-Lan (Meng Fei) Unterstützung… 

Meine Meinung:

Aka Shaolin Kingboxer und Iron Fists. Den Film von Karl Maka (sein Name im Vorspann lautet Kais Mak) sah ich seit 16 Jahren nicht mehr. Und das war von all den Chen Kuan-Tai (Thunderclap) Filmen, welche ich diese Tage sah, der bisher beste Titel. Was für ein Kracher! Aber bei Namen wie Karl Maka (Aces Go Places), Chen Kuan-Tai, Lau Kar-Wing (His Name Is Nobody), Leung Kar-Yan (Legend of a Fighter), Meng Fei (Take the Rap) oder Wilson Tong (The Treasure Hunters) auch keine wirkliche Überraschung! Der Film legt ein hohes Tempo und eine simple Story mit Italo-Western-Elementen an den Tag (Raub, Verrat, teilweise könnte auch die Musik aus Italo-Western stammen).

Der Plot ist wirklich simpel und es dauert keine fünf Minuten, bis absolut sehenswerte Kampfszenen folgen. Und davon gibt es, fast pausenlos und bis zum Ende, jede Menge zu bestaunen. Der Film ist auch ernst und dramatisch inszeniert. Es gibt keinen Klamauk. Meng Fei spiel einen ähnlichen Charakter wie in The Prodigal Boxer 1 + 2 inklusive The Secret of Shaolin Poles. Einen lausbübischen Charakter. Das liegt ihm aber. Er und Chen Kuan-Tai, letzterer als eiskalter Rächer, der den Tod seiner Familie rächen will, geben ein tolles Duo ab. Beide haben eigene Waffen, die gekonnt in die Kampfszenen eingebracht werden.

Und an den Bösewichten hatte ich selbstverständlich auch Freude. Wie könnte ich nicht, bei Namen wie Wilson Tong, Leung Kar-Yan sowie Lau Kar-Wing?!. Letzterer ist der Hauptbösewicht und alle drei dürfen spektakuläre Kampfszenen demonstrieren. Es gibt einzelne Szenen, die künstlich beschleunigt wurden. Das war leicht schade und dass sich die Parteien im Finale verraten und gegenseitig an den Kragen gehen, fand ich ebenfalls leicht schade. Ich hätte es lieber gesehen, wenn sie im Kampf gegen die Helden besiegt worden wären. Freude hatte ich auch am Mädel auf der Seite der Bösewichte. Leider wird ihr Name in einigen Filmdatenbanken (z.B. hkmdb) nicht gelistet. Laut KI soll es sich um Hilda Liu Hao-Yi handeln, die u.a. auch für das Stunt-Team vom Lau Kar-Wing tätig war. Sie kämpft im Film mit Messern und macht dabei eine gute und absolut tödliche Figur. Ob es sich bei ihr tatsächlich um Hilda Liu Hao-Yi handelt, kann ich dennoch nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. In anderen Reviews lese ich, dass es sich um Yang Pang An oder Wong Gwan handeln soll. Auf jeden Fall überzeugt sie, da die einzige grosse Frauenrolle im Film.

Fazit: Pflichtprogramm für Eastern Fans!

Infos:

O: Tit Kuen

HK 1977, 1979 (je nach Quelle)

R: Karl Maka

D: Chen Kaun-Tai, Lau Kar-Wing, Leung Kar-Yan, Wilson Tong, Meng Fei, Chen Hui-Lou, Yeh Fei-Yang, Ko Fei, Huang Ha, Wang Yao

Laufzeit der US-DVD: 88:14 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen als US-Bootleg DVD, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde = eine Kopie einer US-VHS. Vollbild, Englischer Dub (keine gute Quali, aber erträglicher da der Film praktisch auf Klamauk verzichtet), durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026). Da muss ich mich nach einem Mandarin Print (in China) umsehen!

Samstag, 5. September 2026

Big Boss of Shanghai


Big Boss of Shanghai

Story:

Nach einem Kampf und einem Todesfall fliehen die Freunde Wong Chun Yung (Chen Kuan-Tai) und Cheung Fu Sum (Lung Fong) nach Shanghai. Durch ihre Kampfkünste steigen sie schnell zu mächtigen Männern auf. Doch aus den Freunden werden Feinde, als sich Cheung Fu Sum von Wong Chun Yung abwendet und mit Gangster-Boss Lam Kin See (Chan Sing) eine Allianz eingeht, um Wong Chun Yung zu töten…

Meine Meinung:

Chen Kuan-Tai (New Pilgrims to the West, 14 Blades, Ghost Killer), eine Shaw Brothers Legende, feierte mit Der Pirat von Shantung seinen Durchbruch. Danach kamen viele Filme mit ähnlichen Inhalten. 1979 durfte Chen Kuan-Tai in einer Lo Wei Produktion selbst Regie führen und die Hauptrolle verkörpern und er orientierte sich dabei an seinem Erfolgsfilm Der Pirat von Shantung. So gibt es inhaltlich keine Überraschungen, dafür gibt es hochwertiges Eastern-Kino. Dank der Produktionsfirma von Lo Wei war das nötige Kleingeld vorhanden, und das sieht man der Produktion auch positiv an. Kostüme, Settings, Requisiten. Top.

Der Film ist von Anfang an simpel gehalten und unterhaltsam. Wer schon mehrere solche Eastern sah, wird dementsprechend auf wenig Überraschungen stossen. Dafür gibt es eine grosse Anzahl von sehenswerten und harten Kampfszenen, tolle Bilder- und Settings, einen starken Cast und, und das ist etwas sehr Tolles, gestohlene Italo-Western Musik. Ich kann nur nicht in Erfahrung bringen, aus welchem Italo-Western die Musik stammt. Aber sie passt, schon im Vorspann, perfekt zu den Settings. Und ich liebe Italo-Western Musik im Eastern-Genre. Dank der grossen Anzahl Kampfszenen wird es nie langweilig.

Chen Kuan-Tai macht, wenig überraschend, eine tolle Figur. Er spielt am Ende den Helden, während Lung Fong (The Rebellious Reign) zum Bösewicht mutiert. Und in solchen Rollen mag ich Lung Fong lieber. Apropos Lung Fong: dieser stand schon mit Chen Kuan-Tai vor der Kamera, und zwar in Dangerous Person. Auch Chan Sing (Die Depesche des Todes, Black List, Das Geheimnis der Todesschlange) sowie Cheng Kang-Yeh (Heroes of the East) standen schon mit Chen Kuan-Tai vor der Kamera. Nämlich in Filmen wie Tough Guy, The Bloody Fists, Return to Action oder Executioners from Shaolin. Und Action-Choreograph Chen Mu-Chuan (The Jade Fox) arbeitete schon in Hero Tattooed with 9 Dragons mit Chen Kuan-Tai zusammen.

Fazit: Sehenswerter Eastern mit vielen tollen Kämpfen!

Infos:

O: Shang Hai Tan Da Heng

HK 1979

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Lung Fong, Chan Sing, Cheng Kang-Yeh, Chen Hui-Lou, Lee Ho, Cheng Fu-Hung

Laufzeit der HK-DVD: 92:46 Min.

Gesehen am: Nov. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

The Sniping

The Sniping

Story:

Bei einem Gefängnisausbruch werden zwei Polizisten (Wilson Tong), darunter der Sohn von Chu (Chor Yuen), getötet. Die Gangster (u.a. Norman Tsui, Dion Lam Dik-On) nehmen Tsang Tin-chee (Eric Tsang) als Geisel. Die Polizei (Chen Kuan-Tai) arbeitet an dem Fall. Tsangs Freundin (Irene Wan Pik-Ha) und ihr Vater (Wu Fung) heuern einen Privatdetektiv (Alex Man) an, um Tsang zu finden. Derweil geht Chu einen Pakt mit Triaden (u.a. Fung Hak-On, Phillip Ko Fei) ein, denn er will die Mörder seines Sohnes nicht hinter Gittern, sondern unter der Erde sehen…

Meine Meinung:

Von all den Filmen mit Chen Kuan-Tai (Angel’s Mission, The Black Magic with Buddha, The Era of Vampires), die ich die letzten Tage gesehen habe, hatte er in dem Modern Day Action Film The Sniping die bisher kleinste Rolle. Man kann hier wirklich nur von einer kleinen Nebenrolle sprechen. Zudem führte Chen Kuan-Tai hier auch keine Regie, schrieb nicht am Drehbuch und hat den Film auch nicht produziert. Er spielte «nur» eine solide Nebenrolle. The Sniping verdanken wir vor allem Wilson Tong (Kung Fu Genius, Daggers 8, Ghost Nursing), der Regie führte, einen Gastauftritt hinlegte und auch mithalf, die Action-Szenen zu choreographieren und als Produzent des Filmes fungierte er auch.

Der Film hat die Zweitsichtung bestanden, auch wenn es in den ersten 50 Minuten gerne mehr Actionszenen hätte geben dürfen. Die Actionszenen sind abwechslungsreich anzusehen. Zudem sind die Actionszenen allgemein hart, schmerzhaft und blutig in Szene gesetzt. Das gilt für Morde, Shoot-Outs und die Szenen, in denen mit Messern und Macheten verletzt und getötet wird. Die kürzeren Kämpfe sind rasant und übersichtlich choreographiert. Sie machen viel Spass, zumal es auch den ein oder anderen kleineren, sehenswerten Stunt zu bestaunen gibt. Die Macher zeigen eindrücklich, wie mit wenig Budget tolle Action entstehen kann.

Dass dabei der dünne Plot nicht viel hergibt, versteht sich von allein. Dennoch gibt es zwei kleinere Überraschungen beim Plot. Zum einen, dass ein schräger Vogel wie Eric Tsang (They Came to Rob Hong Kong, The Thirty Million Dollar Rush, The Challenger) im Film eine Freundin wie Irene Wan Pik-Ha (Bloody Brotherhood) abbekommt, was schon fast unrealistisch anmutet (sieht man Mal von diversen echten Me Too Anschuldigungen ab, wobei man sagen muss, dass Eric Tsang nie offiziell angeklagt oder verurteilt wurde), und zum anderen soll die von Shaw Brothers Regisseur Chor Yuen (Killer Clans) gespielte Figur homosexuell sein und eine Affäre zu einem westlichen Mann führen. Für einen HK-Film aus der Zeitspanne auch sonderbar. In der VHS aus China fehlt auch Handlung. Ob es sich um Dialoge handelt, welche sich auf diese Affäre beziehen? Gut möglich! Abgesehen davon gibt es eigentlich keine Überraschungen. Selbst der Heldentod im Finale ist nicht wirklich überraschend. Halt ein typisch Heroic Bloodshed Moment. 

Die Action rockt derbe, vor allem jene auf der 2. Disc (der VCD-Fassung aus Hong Kong = ca. 50 Minuten Laufzeit). Dazu macht auch der Cast eine gute Figur. Alex Man (The Secret, Prince Charming) ist einmal mehr cool als Low-Budget Chow Yung Fat. Norman Tsui (Wounded Tracks) ist etwas «ungenutzt». Er hätte mehr von seinem Potenzial ausschöpfen können. Fung Hak-On (The Protector) gibt natürlich einen der Bösewichte ab und macht seine Sache ordentlich. Phillip Ko Fei (The Club) auch, auch wenn dieser eigentlich nur eine Szene abbekommt und im Gegensatz nur kurz zu sehen ist. In den Kampfszenen hat auch der mir unbekannte Dion Lam Dik-On absolut überzeugt (fast mehr als ein Norman Tsui). Das könnte auch daran liegen, dass es gleichzeitig eine Karriere als Choreograph und Action Director aufgebaut hat und in Filmen wie The Stone Age Warriors oder Fatal Chase die Actionszenen überwacht und inszeniert hat.

Fazit: HK-Actionfans zu empfehlen!

Infos:

O: Kei Bing

HK 1989/1990 (je nach Quelle)

R: Wilson Tong

D: Alex Man, Norman Tsui, Eric Tsang, Chen Kuan-Tai, Chor Yuen, Irene Wan Pik-Ha, Wu Fung, Dion Lam Dik-On, Fung Hak-On, Wilson Tong, Phillip Ko Fei

Laufzeit der HK-VCD: 91:02 Min.

Gesehen am: Juli 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade Entertainment vor = Statt Widescreen in Vollbild, durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, keine Subs, Uncut. Es gibt eine VHS in China in Widescreen und mit englischen Subs, jedoch ist diese leicht (16 Sek.) in Gewalt und stärker an Handlung zensiert und nicht im O-Ton sondern Mandarin Dubbed. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Hero Tattooed with 9 Dragons

 

Hero Tattooed with 9 Dragons

Story:

Ta Lung (Chen Kuan-Tai) ist arrogant, provoziert gerne, hat eine grosse Klappe und hält nichts vom Studieren. Seine Leidenschaft gilt nur dem Kämpfen. Als er im Kampf einen Gegner verletzt, flieht er vom Tatort und erlebt diverse Abenteuer. Da wird Mr Kao (Ku Cheng) auf Ta Lung aufmerksam und wird sein Meister. Später kommt es an Ta Lungs Familie zu einem Massaker. Ta Lung und neue Verbündete (u.a. Judy Lee, Chen Song-Yong) rächen sich an den Tätern (u.a. Tsai Hung)…

Meine Meinung:

Aufgrund meines aktuellen Chen Kuan-Tai (Don’t Love Any Stranger, Murderer, The Fortune Code) Marathons war nun der taiwanesische Eastern Hero Tattooed with 9 Dragons, den ich tatsächlich nur als Bootleg in der Sammlung stehen habe, an der Reihe, aufgefrischt und neu angesehen zu werden. Der Film von Pao Hsueh-Li (Tough Guy, The Heroes, Ninja in the Deadly Trap) kann mit anderen Filmen des Regisseurs, zumindest in dieser Fassung und Form (Vollbild, Englischer Dub), nicht mithalten.

Das Vollbild war hier und da störend aber deutlich schlimmer und nervender war der nervtötende Englische Dub. Grauenhaft! Die ersten zehn Minuten, in denen Chen Kuan-Tais Figur als Kind dargestellt wird, nerven sehr. Ich ging auch mit falschen Erwartungen an den Film. Ich habe mehr einen ernsten, humorlosen und düsteren Wuxia erwartet. Stattdessen bekam ich eine Kung-Fu-Komödie mit nicht linearem Plot serviert, in dem z.T. erst nach ca. 55 Minuten noch wichtige Personen für den Verlauf der Handlung auftauchen, die zuvor nie zu sehen waren. Immerhin war die Musik mehrheitlich, auch wenn repetitiv, cool. Das hätte deutlich schlimmer sein können.

Ich denke, wäre es ein Mandarin Print gewesen, wäre der Film weniger nervend gewesen. So verkommt der Mix aus Klamauk und Englischem Dub zu einem hässlichen Sehvergnügen. Langweilig wird es jedoch selten und es gibt viele Kampf- und Trainingsszenen. Chen Kuan-Tai spielt eine Figur, die besser zu einem Jet Li (à la seine Rolle in Fong Sai Yuk) oder Alexander Fu Sheng gepasst hätte. Ein Schlitzohr-Charakter. Da wirkte Chen Kuan-Tai leicht unpassend, auch wenn er in den Kampfszenen natürlich zu überzeugen vermochte. Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel) ist eben eine der besagten Figuren, die erst gut nach einer Stunde auftauchen. Zuerst sorgt sie für weitere Füllszenen mit doofem Klamauk, im Finale überzeugt sie hingegen mit ihren Waffen im Kampf. Tsai Hung spielt einen der Bösewichte. Er spielte regelmässig in den Filmen von Regisseur Pao Hsueh-Li mit, z.B. in Blooded Treasury Fight oder The Kung Fu Emperor.

Fazit: Kein Kracher und nur Hardcore-Fans von Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Jiu Mei Long

TW 1978

R: Pao Hsueh-Li

D: Chen Kuan-Tai, Ku Cheng, Cheng Kang-Yeh, Judy Lee, Chen Song-Yong, Tsai Hung

Laufzeit der Bootleg-DVD:  Ca. 91 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film via US-Bootleg-DVD, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde. Als Vorlage diente scheinbar eine US-VHS, die möglicherweise auch Masterfehler hat. Mind. einmal sah es nach einem Zensursprung aus und auch sonst sind einige Szenenübergänge komisch anzusehen. Extrem mieser englischer Dub, solide Bildqualität und Vollbild statt Widescreen. In einigen Trainingsszenen zwischen Chen Kuan-Tai, Ku Cheng und Cheng Kang-Yeh fällt das Vollbild besonders negativ auf. Ich denke, nur schon in Mandarin ist der Film erträglicher. Daher werde ich schauen, ob ich davon (in China) eine Mandarin Fassung finde. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Freitag, 4. September 2026

Return to Action

Return to Action

Story:

Officer Wan (Alex Man) ist schon lange hinter Gangster Mad Man (Shing Fui-On) her. Er bekommt eine neue Partnerin (Lee Yiu-Man) aus den USA an die Seite, die ihm helfen soll, Beweise gegen Mad Man zu finden. Officer Wan ist mit Joey (Rosamund Kwan) verheiratet. Dessen Bruder Hwa (Mark Cheng) arbeitet für besagten Gangster Mad Man. Als die neue Partnerin von Wan Hwa zum Opfer fällt und später ein Film mit belastendem Material verloren geht, zieht das die gesamte Familie inklusive Vaters (Chen Kuan-Tai) in den Abgrund…

Meine Meinung:

Return to Action ist eine weitere Regiearbeit von Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (Challenge of the Gamesters, The Raiders, Deadly Duo) nebst Titeln wie The Iron Monkey oder Dangerous Person, die ich mir ihm zu Ehren ansah. Chen Kuan-Tai verstarb Anfang des Monats. Return to Action sah ich ewig nicht und bisher blieb es bei einer Sichtung im Jahr 2014. Aktuell bin ich für Nürnberg, London und meine Wild-Season im Okt. am Sparen. D.h. ich kaufe bewusst kaum Filme, gehe aktuell weder ins Kino noch ins Restaurants = die vielen freien Tage nutze ich nun für einen Chen Kuan-Tai Marathon!

Return to Action hat die Zweitsichtung bestanden. Der Film, der auch von Chen Kuan-Tai produziert wurde, hat mir fast sogar noch etwas mehr als früher Spass gemacht. Das liegt einfach daran, dass ich mehr der Schauspieler kenne, die ich dazumal noch nicht kannte. Daher war das Sehvergnügen angenehmer. Der Film ist ein ernstes Action-Drama ohne Klamauk. Es handelt sich um eine kleine, unabhängige Produktion. Also kein Big-Budget Werk und kein grosses Studio stand hinter dem Film. Dennoch gibt es tolle Actionmomente zu bestaunen. Hier und da blutige Shoot-Outs, fiese Gangster, Crashs mit Fahrzeugen und Explosionen, kleinere Stunts und brutale Gewalt und harte Kämpfe. Hier bestechen die Fights nicht durch eine schicke Ästhetik oder unrealistische Bewegungen, sondern durch rohe Härte.

Chen Kuan-Tai kommt in der ersten Hälfte vereinzelt vor, übernimmt dann jedoch das Zepter in der 2. Hälfte und bekommt in dieser auch diverse sehenswerte Actionszenen spendiert, in der er trotz seines Alters und als Rolle des Vaters, eine gute Figur abgibt. Dabei sind die Actionszenen halt einfach auch verdammt gut und intelligent geschnitten und choreographiert. Ein Genuss. Chen Kuan-Tai spielt auch gut. Sein Leiden nimmt man seiner Figur problemlos ab. Alex Man (The Last Duel, The Big Brother, Rouge), den ich früher weniger mochte und inzwischen eigentlich recht gerne sehe, konnte mich auch überzeugen. Er sorgt auch für eine Spur von «Erotik», als er sich direkt vor Rosamund Kwan (Magic Crane, Twinkle Twinkle Lucky Stars, Tiger Cage 2) am nackten Hintern kratzt.

Rosamund Kwan spielt auch toll, da dramatisch und mit unglaublich viel Präsenz und Intensität. Und zum Teil wirkt sie auch unglaublich sexy. Dass es, fast wie in westlichen Filmen, Sexszenen gibt (zwischen ihr und Alex Man), mutet fast ungewöhnlich an, da solche Momente in solchen HK-Actionfilmen i.d.R. eine Mangelware darstellen. Als Bösewichte gefallen Shing Fui-On (wenig überraschend) und cool fand ich es, Raped by an Angel und A Taste of Killing and Romance «Psycho» Mark Cheng hier an der Seite von Shing Fui-On zu sehen. Sehr schön. Zudem bringt er, da er Rosamund Kwans «Schwester» und Chen Kuan-Tais «Sohn» verkörpert, genug Dilemmas in die Handlung, die auch dramatisch funktionieren. In Neben- oder Gastauftritten sind noch Namen wie Cheng Kang-Yeh (Shaw Brothers), Kenneth Tsang Kong (als Chen Kuan-Tais Vorgesetzter), Yue Tau-Wan (der, der schielt), Lo Lieh (Knast-Cameo), Wilson Tong (Knast-Attentäter) oder Tai Bo (Informant, der zu Beginn umgebracht wird) zu sehen.

Fazit: Wer harte Cop Vs. Gangster Action-Dramen mag, vor allem ohne Klamauk, dreckig und ruppig, kann sich bedenkenlos an Return to Action wagen!

Infos:

O: Dip Huet Fung Wan

HK 1989

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Alex Man, Shing Fui-On, Rosamund Kwan, Mark Cheng, Lee Yiu-Ma, Chan Chik-Wai, Yat Boon-Chai, Yue Tau-Wan, Cheng Kang-Yeh, Kenneth Tsang Kong, Wilson Tong, Lo Lieh, Tai Bo

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen via HK-VCD von Ocean Shores = O-Ton mit englischen Subs, Uncut, mässige bis viel zu dunkle Bildqualität. Da werde ich ggf. den Kauf zur HK-LD wagen und schauen, ob diese ggf. etwas besser, schärfer oder heller ist. Vom gleichnamigen Label gäbe es auch noch eine VHS. In Südkorea gibt es auch noch eine VHS. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

A Life of Ninja


A Life of Ninja

Story:

Killer-Ninjas (Peng Gang) und Dritte (Huang Gen-Wei) unter der Führung ihres Clan-Leaders (Yasuaki Kurata) haben es auf Geschäftsmann Chan Ming-Fu (Chen Hung-Lieh) abgesehen. Die Polizei (Tien Wen-Chung) ermittelt und bekommt Hilfe des Martial Arts Lehrers Chow Han-Wei (Chen Kuan-Tai)…

Meine Meinung:

Als ich mir vor einigen Monaten Ninja Kung Fu ansah, wollte ich eigentlich A Life of Ninja von Lee Tso-Nam (The Green Jade Statuette, Crazy Nuts of Kung Fu, The Woman Avenger) auffrischen und hatte mich dazumal im Titel geirrt. Der Tod der Shaw Brothers Legende Chan Kuan-Tai (Heroes Two, Return of Bastard Swordsman, The Master) hat mich nun motiviert, ihm zu Ehren, den Film anzusehen. Und ich habe die Sichtung nicht bereut. A Life of Ninja, obwohl er natürlich zuweilen auch an Lee Tso-Nams The Challenge of the Lady Ninja erinnert, da Ninjas und gleicher Cast, hat mir sogar besser gefallen als The Challenge of the Lady Ninja.

Warum? Im Vergleich zu The Challenge of the Lady Ninja hat A Life of Ninja mehr Action, bessere Action, mehr Härten, mehr Unterhaltung und nebst Chen Kuan-Tai und Elsa Yang (Deadly Silver Angels, Shanghai Massacre, Bruce Kung Fu Girls) ist hier noch Japaner Yasuaki Kurata (Call Me Dragon, The Unsubdued Furies, The Good and the Bad) als Hauptbösewicht zu sehen, was den Film und vor allem die Kampfszenen positiv und qualitativ aufwertet. Der taiwanesischen Produktion kann auch definitiv eine Portion Trash nicht abgesprochen werden, wobei der Film dabei nie lächerlich oder billig wirkt.

Der Plot ist mehr als simpel und da der Film eine angenehme Laufzeit von nur 88 Minuten aufweist, ist der Film, auch dank den vielen Kampf- und Actionszenen, sehr kurzweilig und abwechslungsreich. Es gibt Szenen, die sind einfach amüsant, trashig oder sleazig, auch wenn sie hier und da absolut nichts zum Plot beitragen (Frauen in Bikinis ins Eiswasser hängen lassen, Frauen in Bikinis und Schlammringen). Chen Kuan-Tai spielt die Hauptrolle und den Helden. Fans von ihm werden voll auf ihre Kosten kommen. Er macht gegen Yasuaki Kurata eine gute Figur. Letzterer überzeugt natürlich als Clan-Leader der Ninja ebenso.

Elsa Yang spielt auch gut. Auf den Seiten der Ninjas gefiel mir auch die weibliche Attentäterin gut. Leider konnte ich ihren Namen nicht in Erfahrung bringen. Es ist leicht schade, dass sie am Ende nicht im Kampf besiegt wurde. Ich hätte sie gerne gegen Chen Kuan-Tai kämpfen sehen. Das wäre cool gewesen. Mit Huang Gen-Wei war zudem ein echter Wrestling Champion an Bord (laut Vorspann sogar «World Champion») und in einer Nebenrolle agiert Chen Hung-Lieh, letzterer jedoch ohne Kampfszenen. Er ist jedoch die Motivation und Ausgangslage der Ninja-Angriffe.

Fazit: Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Wang Ming Ren Zhe

Taiwan 1983

R: Lee Tso-Nam

D: Chen Kuan Tai, Chen Hung-Lieh, Tien Wen-Chung, Yasuaki Kurata, Huang Gen-Wei, Peng Gang

Laufzeit der US-DVD: 88:06 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Neusichtung: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tai Seng vor. Diese haben als Vorlage die Englisch Dubbed Fassung von Ocean Shores gebraucht = solide bis (im Finale) zu dunkler Bildqualität, statt Widescreen nur Vollbild, mieser Englischer Dub, dafür 100% Uncut. Die US-DVD von Crash Cinema sowie die UK-DVD wären in Widescreen, Mandarin und mit festen englischen und chinesischen Subs, sind jedoch zensiert (in der Crash-Cinema DVD fehlt nur eine Szene, ob die UK identisch zensiert ist, ist mir nicht bekannt aber gut möglich). Das HK-VHS von Ocean Shores ist in Kantonesisch und ca. um sechs Minuten zensiert. Es gibt deutsche DVDs ( = als Die Rache des Ninja), die auch Uncut sind, aber ohne O-Ton. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2026). Meine US-DVD von 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert. Ich überlege sogar, mir die DVD von AVV zu kaufen da dort Uncut, Widescreen und zwei deutsche Synchros vorhanden. Eine der Synchros soll gut sein, die andere trashig. Auf jeden Fall wäre der Film somit sicher qualitativ nochmals wertiger als mit dem englischen Dub…

Donnerstag, 3. September 2026

Dangerous Person

Dangerous Person

Story:

Zwei Gangster (Lam Gwok-Hung, Pomson Shi) werden aus dem Gefängnis entlassen und planen, sich am Inspektor (Chen Kuan-Tai), der sie damals verhaftet hat, zu rächen…

Meine Meinung:

Die Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (The Challenge of the Lady Ninja, Tough Guy, Butcher), dessen Filme wie The Boxer from Shantung, Killer Constable, The Iron Monkey, Crippled Avengers, The Bloody Fists oder The Flying Guillotine zu seinen besten und bekanntesten Titeln zählen, und den ich im Mai 2011 in Amsterdam persönlich getroffen habe, ist nun leider 80jährig verstorben. Ihm zu Ehren plane ich nun, drei Filme von ihm anzusehen, die ich länger nicht mehr sah und ich auf dem Blog noch nicht besprochen sind.

Den Anfang machte Dangerous Person, den ich bisher nur einmal im Jahr 2011 gesehen habe. Davon gibt es auch heute keine bessere Fassung und nebst einer Fullscreen-LD nur diese besprochene VCD. Was Dangerous Person interessant macht ist die Tatsache, dass Chen Kuan-Tai nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Regie führte und das Drehbuch schrieb. Produziert wurde der Film von Lo Wei. Chen Kuan-Tai lief 1981 zwar noch für die Shaw Brothers auf, aber gleichzeitig stand er für viele andere unabhängige Filmstudios vor der Kamera und führte in einem halben Dutzend Filmen Regie.

Der Film wirkt auf der einen Seite wie einer dieser Anfang der 80er Jahre New Wave Filme, auf der anderen Seite scheint sich der Film auch an amerikanischen Vorbildern (z.B. Dirty Harry) zu orientieren. Kein Kracher, aber gute Unterhaltung. Chen Kuan-Tai spielt die Hauptrolle als harter Hund und Inspektor. Er macht dabei eine gute Figur und überzeugt auch schauspielerisch im dramatischen letzten Viertel des Filmes. Der Film beginnt ruhig und erzählt einen, wenn man das HK-Genre der Zeit kennt, wenig überraschenden Plot. Dabei wird es gegen Ende nihilistisch und fies. Das mag ich manchmal, wenn es stimmig ist und passt. Und hier passt es.

Abgesehen von Chen Kuan-Tai verzichtet der Film auf grosse und bekannte Namen in Hauptrollen. Aus seiner Shaw Brothers Zeit liess er Lo Lieh (Clan of the White Lotus, The Concrete Jungle, Ghosts Galore) für eine kleine Nebenrolle antanzen. In einer weiteren kurzen Gastrolle als Chen Kuan-Tais Boss ist der spätere The Killer Star Paul Chun (Wild Search) zu sehen. Und ein junger Lung Fong (An Eye for an Eye) kennt der Fan aufgrund seines markenten Gesichtes auch aus anderen Filmen. Die anderen zwei Hauptfiguren als rächende Gangster werden von den mir unbekannten Lam Gwok-Hung und Pomson Shi verkörpert. Solide, auch wenn beiden eine grosse Karriere verwehrt blieb. Einmal ist kurz das Dawn of the Dead Theme zu hören und dreimal sind Stücke aus Phenomena zu hören. Cool.

Fazit: Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Wei Xian Ren Wu

HK 1981

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Lam Gwok-Hung, Pomson Shi, Lo Lieh, Lung Fong, Paul Chun, Cheng Lai-Fong

Laufzeit der HK VCD: 91:59 Min.

Gesehen am: Aug. 2011 / Neusichtung: 03.09.26

Fassungen: Gesehen via HK-VCD von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection). Solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es scheint keine DVD zu geben. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Samstag, 29. August 2026

Operation: Broken Arrow

Operation: Broken Arrow

Story:

Bei einer Übung stiehlt Vic Deakins (John Travolta) zwei Atombomben, um den Staat damit erpressen zu können. Sein ehemaliger Kumpel Riley Hale (Christian Slater) und eine Park-Rangerin (Samantha Mathis) versuchen, ihn aufzuhalten…

Meine Meinung:

Operation: Broken Arrow war nach Harte Ziele der zweite US-Film von HK-Meisterregisseur John Woo (The Killer, Bullet in the Head, The Young Dragons) und die erste Zusammenarbeit zwischen John Woo und John Travolta (In a Valley of Violence) und zwischen John Woo und Christian Slater (True Romance). Beide würden später in Im Körper des Feindes sowie Windtalkers erneut in einem John Woo Film vor der Kamera stehen. Operation: Broken Arrow ist sehenswerte 90er Jahre Action und Actionfans zu empfehlen.

Der Plot ist dünn und es gibt, vor allem im Vergleich zu John Woos HK-Filmen, weitaus weniger Charakterentwicklung was aber auch daran liegt, dass John Woos erster Rohschnitt (soll 120 Minuten gelaufen sein) angepasst werden musste. Ich denke, seine ursprüngliche Vision hätte anders ausgesehen. Doch ähnlich wie in Harte Ziele ist es mehr als verschmerzbar, dass die Figuren weniger tief charakterisiert werden, als in seinen anderen Filmen. Auch der dünne Plot ist für mich kein Nachteil. Im Gegenteil.

Der Film wird dadurch zu keiner Sekunde langweilig. Die Action und die Kameraarbeit, vor allem im Vergleich zum heutigen Actionfilm, ist eine Wohltat. Übersichtlich, Slow-Mo Aufnahmen, nicht verwackelt, «altmodische» Effekte d.h. echte Züge, echte Hubschrauber, echte Autos und echte Explosionen. Und davon gibt es eine Menge. Es gibt jede Menge Stunts, Crashs, Shoot-Outs und ein-zwei kürzere Kämpfe. Ich glaube ganze vier Helikopter werden im Film in die Luft gejagt. Das hat schon was und die Actionszenen sind absolut sehenswert und abwechslungsreich inszeniert. Ich hatte daran grosse Freude, denn ein Actionfilm sieht sich der Fan aufgrund der Actionszenen an.

Und die Actionszenen rocken. Was zudem auch gefällt ist die Musik von Hans Zimmer. Die gefällt mir extrem gut und so empfand ich es als sehr gelungen, dass genau diese Musik auch ein Jahr später für Scream 2 verwendet wurde. Toll. Toll war auch der Cast. Zwar stimme ich einigen kritischen Stimmen zu, wenn sie sagen, dass Christian Slater gegen John Travolta abstinkt, dennoch hat er seine Sache, vor allem an der Seite von Samantha Mathis (Pet Sematary: Bloodlines), sehr ordentlich gemacht. Ein absoluter Genuss war hingegen John Travolta, der hier einen extrem coolen Bösewicht spielen durfte. Mit viel Overacting. Er hatte sichtbar Freude an seiner Rolle und ich auch. In meinen Augen eine seiner besten Darbietungen.

Fazit: Pflichtprogramm für Actionfans!

Infos:

O: Broken Arrow

USA 1996

R: John Woo

D: John Travolta, Christian Slater, Samantha Mathis, Kurtwood Smith, Howie Long, Vyto Ruginis, Vondie Curtis-Hall, Bob Gunton, Delroy Lindo

Laufzeit der deutschen DVD: 103:57 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Aug. 2026

Fassungen: Mit lag die deutsche DVD von 20th Century Fox vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, solide Bild- und gute Tonqualität (Bild relativ unscharf). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray. Ein früherer Cut von John Woo (120 Min.) soll gekürzt worden sein (mehr Charaktertiefe und Gewalt in den Actionszenen). Es gibt nur diese reguläre Kinofassung (Stand: Aug. 2026).