Seven Knights
Story:
Chen Lei (Chen Kuan Tai) und seine Banditen sorgen für Angst und Schrecken. Nachdem sie ihrem alten Leader (Wang Kuan-Hsiung) getötet haben, überfallen sie Dörfer, rauben die Häuser aus und schrecken auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurück. Die Regierung erlässt ein Kopfgeld auf Chen Lei. Sieben Helden (u.a. Ko Chun-Hsiung, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang) nisten sich in einem Dorf ein und bereiten die Anwohner (u.a. Fan Mei-Sheng, Elsa Yang) auf den Kampf gegen die Banditen vor…
Meine Meinung:
Seven Knights ist ein seltener Film aus Taiwan, der sich am japanischen Klassiker Seven Samurai orientiert. Der Film ist fast eine Art Remake und scheint zusammen mit Seven Warriors, der 1989 in Hong Kong veröffentlicht wurde, eine der wenigen Filme mit dieser Thematik aus Hong Kong und Taiwan zu sein. Und beide Filme gefallen mir besser als Seven Samurai, auch wenn Seven Knights selbst kein Kracher ist. Denn fehlende verständliche Untertitel sorgen, vor allem auf der ersten Disc, für Längen.
Der Plot ist halt bekannt und danach werden die einzelnen Helden vorgestellt. Wie sie in die Gruppe integriert werden, wie sie Planen, der Bedrohung durch die Banditen Herr zu werden bis hin zum Training der einfachen Bauern und Dorfbewohner. Dabei darf Blackie Ko (Secret of the Chinese Kung Fu) den Hampelmann spielen. Eine Art Version von Toshirô Mifune aus dem Original. Fan Mei-Sheng (Darkside of Chinatown), Elsa Yang (The Phantom Chivalry) sowie Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes) spielen eher Nebenrollen. Sie sind nicht die Hauptbösewichte und/oder gehören nicht den sieben Helden an.
Blackie Ko gehört zu den sieben Helden, deren andere Mitglieder mir unbekannt sind. Chen Kuan-Tai (Sleazy Dizzy) spielt den Hauptbösewicht. Er macht das fies, diabolisch und mit viel Overacting, ohne dabei lächerlich zu wirken. Wer andere Filme mit ihm kennt, z.B. The Crippled Avengers, weiss, dass er problemlos auch Schurken darstellen kann. Im Finale taucht er mit einer Art Rüstung auf, die ihn fast unverwundbar macht. Im Finale kämpft er am Ende gegen drei Mann, ehe er bezwungen wird. Der Film beginnt mit einigen Actionszenen und dann folgen Längen. Immerhin gibt es in diesen Momenten viel geklaute Italo-Western Musik zu hören, was gut zum Setting passt.
Allgemein erinnert der Film an japanische Samurai und/oder Italo-Western Filme. Settings, Story, viel Schlamm (Finale), die Waffe von Elsa Yang (Franco Nero aus Django lässt grüssen) und eben besagte Musik. Es gibt tolle Zeitlupenaufnahmen und Stunts (Pferde). Aufgrund der Längen im Mittelteil ist der Film nicht im Kracher-Sektor anzusiedeln. Dafür gibt es in den letzten 40-30 Minuten Daueraction, die teilweise auch relativ blutig geraten ist (platzender/explodierender Kopf). In einer schick restaurierten Version würde der Film sicherlich auch blutiger wirken (Shoot-Outs, Blutfontänen). Und wer weiss, ob in dieser VCD-Fassung auch noch mehr Szenen fehlen, als jene im Finale (Köpfung).
Fazit: Das Warten auf der Finale lohnt sich!
Infos:
O: Qi Wu Shi
Taiwan 1982
R: Chin Ao-Hsun
D: Chen Kuan-Tai, Fan Mei-Sheng, Blackie Ko, Ko Chun-Hsiung, Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang
Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc = 49:14 Min. / 2. Disc = 44:00 Min.
Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026
Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität. In mind. einer Szene sah es nach typischer Zensur aus (Köpfung). Dazu fand ich auch ein Bild der Szene, das einen kopflosen Torso zeigt, aus dessen Rumpf Blut spritzt. Genau die Szene dürfte zensiert sein. Leider finde ich dieses Bild Online nicht mehr. Vom gleichen Label gibt es auch eine VHS und LD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).


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