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Dienstag, 28. April 2026

Always There

Always There

Story:

Young-ah, aus armen Verhältnissen stammend, rutscht in städtische Gefilde ab d.h. wird von einer Gang gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Kang Baek-chon, der seinen Bruder durch erwähnte Gang verloren hat, will diese zerschlagen. Als er zufällig auf Young-ah trifft, verliebt er sich in sie. Derweil bekommt die Gang ein neues Mitglied: Cobra. Dieser soll die Organisation beschützen. Wird Kang Baek-chon die Gang zerschlagen und Young-ah aus ihren Fängen retten können?

Meine Meinung:

Always There war ein Blindkauf, den ich rund um das Jahr 2018/2019 getätigt habe. Und dieser hat sich nicht gelohnt. Es handelt sich bei Always There um einen Mix aus Thriller, Drama, Erotik- und Gangster-Film aus dem Jahr 1990, wobei die Bösewichte alle aus dem HK-Kino der damaligen Gangsterstreifen von John Woo stammen könnten. Das ist unverkennbar, dass diese Filme aus Hong Kong, die extrem erfolgreich waren, als Inspirationsquelle dienten.

Der Film von Seok Do-Won ist solide, aber kein Kracher. Seok Do-Won hat in den 90ern einige Erotikfilme realisiert. Dabei waren vor allem einige Madame Aema Fortsetzungen (Madame Aema 4-8 inklusive den 10. Teil sowie die Dracula Variante Dracula Emma). Im Vergleich zu diesen ist Always There aufwändiger. Ob der Film in Südkorea jedoch tatsächlich im Kino lief, weiss ich nicht. Der Cast ist mir jedoch auch unbekannt. Zumindest von den Namen her.

Die einzigen zwei Schauspieler, welche in Filmen mitgewirkt habe, die ich kenne, betreffen vor allem das Kung Fu-Kino. Da halfen die Koreaner auch mit und/oder einige ihrer Stars waren in Produktionen aus Taiwan oder Hong Kong zu sehen. In Always There sehen wir dabei Seo Pyeong-Seok, den ich aus Hitman in the Hand of Buddha kenne sowie Kim Kuk-hyeon, den ich in Filmen wie The Clones of Bruce Lee und dem koreanischen Casanova Wong Film For the Motherland sah. Die Darsteller sind solide. Nur die Dramatik am Ende war mir zu laienhaft.

Bei Kung-Fu Filmen stört es (oft) nicht, wenn englische Untertitel fehlen. Hier war es jedoch, würde ich meinen, vielleicht von Nachteil. Auf der anderen Seite gibt der Plot wirklich auch nicht viel her. Alles schon viele Male gesehen. Naives Mädel vom Lande wird in der urbanen Stadt ausgenutzt. Für eine Film mit Erotikszenen ist der Film zu konservativ (auch wenn es kurze Nacktszenen zu sehen gibt) und für einen Film mit Actionszenen und Gangstern muss der Fan bis zum Finale warten, bis Mal was passiert (paar wenige blutige Shoot-Outs). Soll heissen es gibt viele Längen. Zu wenig Action, zu viel Drama.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Eonjena geu jalina

Südkorea 1990

R: Seok Do-Won

D: Jeong So-Nyeo, Kim Cheon-Man

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 97:45 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jung Woo Cinema vor = Sah Uncut aus (paar blutige Shoot-Outs und paar wenige Nacktszenen), Koreanischer O-Ton, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Montag, 17. Oktober 2022

Divine Power and Magic Martial Arts Review

 
Horroktober 2022

Divine Power and Magic Martial Arts

Story:

Ein Mann wird für tot geglaubt im Wald zurückgelassen. Er reanimiert sich und beschwört in einer Höhle die Mächte der Hölle. Mit dieser tötet er ein Elternpaar. Nur die kleine Tochter überlebt. Nun, viele Jahre später, soll genau diese Tochter (Huang Jin-Yi) mit einem Fettsack verheiratet werden. Dessen (?) Vater (Melvin Chang Yun-Wen) hat dies arrangiert, um sie zu töten. Auf dem Weg zur Zeremonie bekommt sie es mit diversen Geschöpfen der Hölle zu tun…

Meine Meinung:

Auf Divine Power and Magic Martial Arts, der "südkoreanischen Version" des taiwanesischen Filmes Revenge of Two Exorcists (sehr selten) war ich sehr gespannt. Erstens sieht das Artwork sehenswert aus, zweitens soll der Film Gummi-Monster- und Kaiju-Effekte bieten! Toll! Da ich den Film ohne Untertitel sah und es sich um eine chinesische Folklore handelt, war das Gezeigte nicht unbedingt einfach zu verstehen. Dass die koreanischen Filmemacher ggf. noch Szenen gekürzt oder mit koreanischem Cast neu gedreht haben, macht die Sache nicht unbedingt einfacher.

Beim Schauen ist mir zumindest nichts aufgefallen. Der Film wirkte wie aus einem Guss. Zudem waren auch deutlich HK/TW-Stars wie Huang Jin-Yi, Melvin Chang Yun-Wen oder Kou Feng zu sehen. Melvin Chang Yun-Wen (Furious Dragon), der im Film Wu Ma ähnlich sieht, spielt den Bösewicht, Huang Jin-Yi den weiblichen Lead und Kou Feng (Princess and the Toxicant) dessen "echte Liebe".

Die grosse Frage: lohnt sich der Film für Fantasy- und Kaiju-Fans? Leider nur bedingt! Wären da nicht die sehenswerten letzten 25 Minuten, hätte ich den seltenen Film gleich wieder verkauft. In den ersten 60 Minuten gibt es nur zwei gute Szenen. Ansonsten viel Plot, Liebesgeschichte, etwas Humor. Alles sehr dialoglastig. Martial Arts gibt es nichts zu sehen. Der Film wurde für den Horroktober ausgewählt, aber vom wirklichem Horror darf keine Rede sein.

Der Fan von charmanten Monster- und Kaiju-Effekten, angeblich auch unter Mithilfe aus Japan realisiert (und/oder auch teilweise dort gedreht), muss bis zum Finale warten, bevor er befriedigt wird. Die dort gezeigten Effekte waren dann jedoch wirklich cool! Es gibt fliegende Monster, Riesen, Monster direkt aus der Hölle oder ein Kampf zwischen einer Schlange und einem Drachen zu sehen. Die Schlange hat mich an King of Snake und der Kampf mit dem Morgenstern an The Boy and a Magic Box erinnert.

Fazit: Aufgrund der letzten 25 Min. bleibt der Film (knapp) in der Sammlung. Fans sollten sich auf lahme 60 Minuten einstellen. Mit richtigen Erwartungen wird man auch weniger enttäuscht. Ich hatte sicherlich auch zu viel erwartet. Cool wäre es natürlich gewesen, wenn die Monster- und Effekte-Szenen mehr durch den Plot verteilt gewesen wären…

Infos:

O: Sinsulmasul, 신술마술

Südkorea 1985

R: Kim Jong-seong

D: Nam Hye-gyeong, Ho Won-chi, Moon Mi-bong, Kim Gi-jong

Hier noch Angaben zur taiwanesischen Fassung:

Revenge of Two Exorcists

O: Tao Hua Nu dou Zhou Gong, 桃花女鬥周公

Taiwan 1975

R: Lai Cheng-Ying

D: Huang Jin-Yi, Kou Feng, Wu Sung, Chang Kuei, Melvin Chang Yun-Wen

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:54 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jung Woo Cinema vor = Uncut, Koreanischer O-Ton, keine Subs, Vollbild, gute Bildqualität aber aufgrund Band-Fehler mit Störungen (vor allem in den ersten sechs und den letzten fünf Minuten). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Bei Divine Power and Magic Martial Arts handelt es sich um die koreanische Version der Mitte des 70er Jahre (1975) Filmes Revenge of Two Exorcists aus Taiwan. Wie sich die beiden Fassungen mit Ausnahme der Sprache unterscheiden, ist mir nicht bekannt. Laut taiwanesischem Filmarchiv, die angeblich einen 35mm Print von Revenge of Two Exorcists besitzen, läuft diese Fassung neun Min. länger als die Divine Power and Magic Martial Arts Version.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Who Broke the Red Rose Stem Review

Who Broke the Red Rose Stem

Story:

Yeo-jin hat Pech: ihre ganze Familie fällt einem Attentat zum Opfer (erschossen, via Auto durch Explosionen getötet). Nur sie, ihre Tochter und ihr Ehemann überleben. Gangster sind hinter dem Geschäft von Yeo-jins Vater (der beim Attentat starb) her. Also wird Yeo-jins Ehemann entführt, um Druck auf Yeo-jin auszuüben. Dabei erleidet die Tochter einen mentalen Schock und muss danach seelsorgerisch betreut werden. Yeo-jin überschreibt einen Teil der Firma an die Kidnapper. Diese halten ihr Wort nicht und töten ihren Ehemann – danach sinnt Yeo-jin und zwei Verbündete Kämpferinnen an ihrer Seite (u.a. eine blonde Ausländerin) auf Rache…

Meine Meinung:

Regisseur Nam Gi-nam ist mir erst ein Begriff, seit ich mich mit südkoreanischen VHS und Filmen aus älteren Filmena aus Südkorea und deren VHS befasse und dank einer FB-Gruppe und direkte Kontakte nach Südkorea, die ich in meinem Urlaub (BLOG) auch getroffen habe. So soll Nam Gi-nam ein bekannter und namhafter Filmregisseur sein, den zumindest die älteren Koreaner sicherlich kennen dürften.

Ausserhalb Südkoreas dürfte Nam Gi-nam, der vor einem Tag verstoben ist (am 24.07.19), jedoch kaum jemand einen Begriff sein. Um seinen Allgemeinzustand stand es schon länger schlecht. So wurde er z.B. schon Anfang Juni 2019 ins Krankenhaus eingeliefert. Ihm zu Ehren gab es nun eine filmische Erstsichtung – denn im Gegensatz zu vielen anderen Regisseuren kenne ich von Nam Gi-nam kaum Filme.

Nam Gi-nam, der für die koreanischen Versionen von Shaolin Vs. Lama und Ninja in the Dragon's Den (liegt ungesehen rum) verantwortlich sein soll, hat einige interessante Titel in seiner Filmographie stehen: The Cemetery Under the Moon (Cheonnyeon hwansaeng) von 1996, Three Dark Spirits von 1985 (soll die koreanische Version von Evil Hits Evil sein – der auch, zumindest als Taiwan Fassung, noch ungesehen rumliegt), The Woman Blacksmith von 1982 (sieht nach Old School Kung Fu aus) und den bereits gesichteten und als empfehlenswert abgetan Fairy of the Night. Daneben hat er noch einige Filme mit dem Komiker Shim Hyung-rae (Tyranno's Toenail) realisiert.

Who Broke the Red Rose Stem ist ein Mix aus Action, Rache und Drama. Der Film ist kein Action-Meisterwerk und das Budget war sichtbar klein. Doch man kann den Film gut schauen. Und: eins ist der Film nicht – langweilig. Es ist immer was los. Der Film ist sehr kurzweilig und der Racheplot kann gut studiert werden, auch ohne Untertitel, die beim VHS aus Südkorea fehlen. Es wird nicht alles ganz chronologisch erhält und Motive werden nicht erklärt bzw. sind unverständlich für Zuschauer, die der Sprache Koreanisch nicht mächtig sind.

Aber der Inhalt ist dünn und mehr Mittel zum Zweck, damit die drei Frauen (Yeo-jin wird immer von zwei gleich gekleideten Frauen begleitet, eine davon ist eine Ausländerin und Blondine – das haben die Zuschauer damals sicher gemocht mit dem exotischen Element im Inhalt) auf Rachefeldzug gehen können. Dies geschieht, trotz wenig Budget, abwechslungsreich in Sachen Einsatz und Kampf, aber auch die Settings sind wechselhaft (Gebäude, Baustellen, Tiefgaragen, abgelegene Wälder etc.).

Was die Action angeht wird geschossen (meist unblutig, selten recht blutig), gibt es kleinere Stunts, Explosionen (Auto und ein Mann wird mit Dynamit komplett in 1000e Stücke gesprengt) und solide Martial Arts der Mädels, oftmals unterlegt mit fetziger Musik! Und fast vergessen: eine blutige Folterszene gibt es auch zu sehen! Dank der grossen Anzahl Action, den wenigen Längen, der Tatsache, dass der Film unter zwei Stunden läuft und auf zu viel Dramatik verzichtet wird (was im modernen Kino aus Südkorea leider oft nicht der Fall ist), kann man Who Broke the Red Rose Stem Fans des Regisseurs (oder denen, die es noch werden wollen) nur empfehlen! Kein Meisterwerk, aber gut!

Infos:

O: Nuga bulg-eun jangmileul kkeokk-eossna / 누가 붉은 장미를 꺾었나

Südkorea 1990

R: Nam Gi-nam

D: Kim Cheong, Park Keun-hyong, Gang Hui-yeong, Gwon Na-yeong, Kim Ha-rim

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 97 Min.

Gesehen am: 25.07.19

Fassungen: Mir liegt das VHS aus Südkorea von Jungwoo vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Koreanische Sprache, keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt und ausserhalb Koreas dürfte der Film nie erschienen sein (Stand: Juli 2019).