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Dienstag, 28. Juli 2020

Tenebrae Review


Tenebrae

Story:

Der amerikanische Schriftsteller Peter Neal (Anthony Franciosa), dessen Agent (John Saxon) und Sekretärin (Daria Nicolodi) reisen nach Italien, Rom, um Peters neues Buch «Tenebre» zu promoten. Zur gleichen Zeit werden vor Ort mehrere Frauen getötet. Auffallend dabei: den Opfern werden Seiten aus dem Tenebre Roman in den Mund gestopft und die Mordwaffe ist die gleiche, wie in Peters Roman. Dieser wird bedroht, die Polizei (Giuliano Gemma) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Nach seinen übernatürlich angehauchten Filmen Suspiria und Inferno kehrte Dario Argento (Sleepless, La Sindrome di Stendhal, Dawn of the Dead, Terror at the Opera) zu seinen Giallo Wurzeln, ausgelöst durch Filme wie Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe, Die neunschwänzige Katze, Vier Fliegen auf grauem Samt oder Rosso – Farbe des Todes, zurück.

Tenebrae ist, wie eigentlich alle alten Filme von Dario Argento, zu empfehlen. Trotzdem erreicht der Film nicht ganz die Qualität von Filmen wie Suspiria oder Terror at the Opera. Dafür war die Kriminalgeschichte wenig originell und Hauptdarsteller Anthony Franciosa war mir noch nie wirklich sympathisch (soll zudem Alkoholiker gewesen und am Set mühsam gewesen sein).

Ansonsten kann ich mich aber nicht beklagen:

der Film wartet mit einem kleinen «All-Star» Cast auf, welches vor allem Fans des Ital. Kinos toll finden dürften. Es laufen auf, in Haupt-, Neben- und Cameo-Auftritten: John Saxon (Cannibal Apocalypse, A Nightmare on Elm Street Part 1, 3 & 7, Der Todeskuss des Paten, The .44 Specialist, Special Cop in Action), Dario Argento «Ex» Daria Nicolodi (spielte in vielen Filmen von Dario mit), John Steiner (Cut and Run, Deported Women of the SS Special Section, Body Count), Michele Soavi (Cameo Auftritt zusammen mit der Transe), Regisseur von Filmen wie Dellamorte Dellamore oder Stagefright und Italo-Western Legende Giuliano Gemma (A Pistol for Ringo, A Man to Respect, Die Rache bin ich, Blutiges Blei). Lamberto Bava legt, wie auch Dario Argento (die Hände im Vorspann) und Michele Soavi, auch einen Cameo-Auftritt hin, aber diesen bemerkte ich nicht.

Solch bekannten Gesichter alle in einem Film vereint zu sehen, war erfrischend und schön. Am meisten Freude hatte ich an Giuliano Gemma. Obwohl ich Tenebrae schon oft sah, wusste ich nicht, dass er im Film mitspielt (zu meiner Verteidigung: ganz früher kannte ich ihn auch nicht). Nebst Cast überzeugt der Film weiterhin durch seine Optik. Audiovisuell gibt es einige wunderbare Momente (Vorspann, Kamerafahrt bevor die Lesben getötet werden, Blutbad im Finale & Schreikrampf) zu sehen. Nur schon für diese, lohnt sich die Sichtung.

Der starke Soundtrack von Goblin ist ebenfalls eine Wucht und passt hervorragend zu den Bildern und Kamerafahrten eines Dario Argento. Sie haben mehrfach zusammengearbeitet (u.a. noch in Deep Red, Suspiria, Dawn of the Dead…). Ein Genuss. Die Effekte sind auch klasse und die Morde teilweise schön blutig geraten (die Deutschen hatten daran keine Freude, so dass der Film bis dato noch immer verboten ist = lächerlich), so dass auch Splatterfans in ein-zwei Szenen bestens bedient werden.

Fazit: Sehenswerter Klassiker von Dario Argento!

Infos:

O: Tenebre

Italien 1982

R: Dario Argento

D: Anthony Franciosa, John Saxon, Daria Nicolodi, Giuliano Gemma, John Steiner, Christian Borromeo, Mirella D'Angelo, Veronica Lario, Eva Robins, Michele Soavi

Laufzeit der US-Blu Ray: 101:02 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 27.07.20

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu Ray von Synapse films vor = Wild Side Master, welches von Synapse farbkorrigiert und restauriert wurde (DNR Fehler behoben), Steelbook, Soundtrack CD, Blu-Ray und DVD. Dazu gibt es ein 16seitiges Booklet. Nebst diversen Extras (Doku über Giallo Genre in Spielfilmlänge) liegt der Film in einer hervorragenden Bild- und Tonqualität vor in Englisch/Ital. mit englischen Subs (gibt eine Spur für die Englische und eine für die Ital. Tonspur). Der Film kann auch mit englischen Credits angesehen werden (über Bonus). Für mich die ultimative Fassung zum Film. Da brauche ich in Zukunft keine Updates mehr. Wer den Film auf Blu-Ray in Deutsch sehen möchte, muss zur Blu-Ray aus XT Video greifen (über Österreich, da der Film in D verboten ist).

Sonntag, 24. Mai 2020

The Return of Ringo Review

The Return of Ringo

Story:

Nach dem amerikanisch-mexikanischen Bürgerkrieg kehrt Ringo (Giuliano Gemma) nach Hause zurück. Dort stellt er fest, dass das Dorf von mexikanischen Banditen (Fernando Sancho, Nieves Navarro) beherrscht wird. Seine Frau gehört, gezwungen, nun an die Seite des Banditen-Bosses Paco (George Martin) und soll zwangsverheiratet werden. Das kann Ringo nicht zulassen…

Meine Meinung:

The Return of Ringo hat ausser dem Cast und Genre mit Teil eins A Pistol for Ringo nichts zu tun. Die Stars schlüpfen in neue Rollen und erzählen eine eigene, neue Geschichte. Gestorbene Figuren sind wieder lebendig. Das Wiedersehen mit den bekannten Gesichtern (Giuliano Gemma, Fernando Sancho, Nieves Navarro, Manuel Muñiz) macht Spass.

Auch Regisseur Duccio Tessari und Ennio Morricone (Musik) kehren zurück. Der Film ist mind. genau so toll wie der erste Teil. was mir hingegen etwas besser gefiel war die Tatsache, dass der zweite Teil ernster und düsterer ist. Das fand ich klasse.

Eine Spannung war stets vorhanden und ein neuer Mann an Bord, George Martin (Die Nacht der rollenden Köpfe), als Hauptbösewicht, gefiel mir besonders gut nebst Fernando Sancho (If You Meet Sartana…Prey for Your Death) und der schönen Nieves Navarro (Emanuelle and the Last Cannibals, Death Walks at Midnight).

George Martin spielt ein echtes ekel und findet in Giuliano Gemma einen starken Gegner. Es ist toll anzusehen, wie Giuliano Gemma langsam aber sicher mehr und mehr die Kontrolle übernimmt und einen perfiden Plan ausheckt, um den Bösewichten im Finale das Handwerk zu legen. Einzelne Szenen knisterten so richtig vor Spannung.

Es gibt genug Action, so dass auch Action-Fans auf ihre Kosten kommen, inklusive sehenswerter Stunts. Der Soundtrack gefiel ebenso, wobei mir der Song aus Teil eins länger im Gedächtnis blieb. Was mir nebst Spannung, Story und Schauspiel sehr gefiel war die Stimmung – Staub und Heu wirbeln durch die Luft, man hört den Wind pfeifen – es gibt etliche solche Einstellungen, die dem Film eine ganz besondere Western-Atmosphäre verleihen.

Fazit: Wer Teil eins mochte, dem sei die Fortsetzung auch zu empfehlen!

Infos:

O: Il Ritorno di Ringo

Italien, Spanien 1965

R: Duccio Tessari

D: Giuliano Gemma, Fernando Sancho, Lorella De Luca, Nieves Navarro, Antonio Casas

Laufzeit der UK-Blu-Ray: ca. 97 Min.

Gesehen am: 30.03.20

Fassungen: Siehe Teil eins! PS: Hat in Deutschland KEINE Jugendfreigabe und in England ist der ab 12 Jahren freigegeben!!!

Sonntag, 10. Mai 2020

A Pistol for Ringo Review

A Pistol for Ringo

Story:

Sancho (Fernando Sancho) und seine Bande (u.a. Nieves Navarro) überfallen eine Bank und lassen einen Leichenberg hinter sich. Sie fliehen und nehmen im abgelegenen Nirgendwo Geiseln (u.a. Lorella De Luca). Die Stürmung durch den Sheriff (George Martin) und Co. hätte ein Massaker zur Folge. In Ringo Angel Face (Giuliano Gemma) finden sie die Lösung – dieser schmiedet mit dem Sheriff einen Plan und nimmt sich dem Problem an…

Meine Meinung:

A Pistol for Ringo ist ein Italo-Western der mir sehr gut gefallen hat. Auch dank dem grossartigen Giuliano Gemma, der mir einfach sympathisch ist und der an der Rolle sichtlich viel Spass hatte und auch für einige tolle Stunts verantwortlich war. Obwohl der Film harmlos und ab 12 Jahren freigegeben ist (England), ist der Bodycount sehr hoch.

Der Film beginnt actionreich und ändert später fast in ein Kammerspiel, als die Gangster Geiseln nehmen. Dort entstehen Beziehungen zwischen Geiseln und Gangstern, die für den Verlauf der Story nicht unwichtig sind. Und Giuliano Gemma kommt ins Spiel.

Eine gewisse Spannung ist gegeben, da man nicht weiss, auf welche Seite sich Giuliano Gemma am Ende schlagen wird und/oder ob er nicht beide Parteien (Gangster und Sheriff) betrügt. Das liegt halt am Anti-Helden Charakter, die oft im Italo Kino zu sehen waren. Geld wichtiger als Moral.

Die Action-Szenen sind gut in Szene gesetzt – der Überfall, Schiessereien, Verfolgungsjagden auf Pferden (inklusive Pferde Stürze wie man es sonst nur aus dem asiatischen Kino her kennt) und Schlägereien und sogar Explosionen (Finale). Giuliano Gemma (Blutiges Blei, A Man to Respect, Die Rache bin ich) ist natürlich klasse, trägt den Film alleine. Aber auch die anderen Figuren (Sancho, Dolores, der Scheriff, dessen Sidekick) tragen viel zum Unterhaltungswert des Filmes bei.

Weiter positiv: der stimmige Soundtrack von Ennio Morricone/Bruno Nicolai = Top!

Fazit: Jedem Italo-Western Fan ans Herz zu legen!

Gefolgt von: The Return of Ringo

Infos:

O: Una Pistola per Ringo

Italien, Spanien 1965

R: Duccio Tessari

D: Giuliano Gemma, Fernando Sancho, Lorella De Luca, Nieves Navarro, Antonio Casas, José Manuel Martín

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 24.03.20

Fassungen: Mir lag die UK-Blu Ray von Arrow Video vor = Teile 1 und 2 auf einer Blu-Ray, erstklassige Bild- und Tonqualität, Uncut, sehr viel exklusives Bonusmaterial, Englisch/Ital. mit u.a. englischen Subs. Gäbe es in Deutschland auf DVD von Koch Media.

Donnerstag, 8. August 2019

A Man to Respect Review

A Man to Respect

Story:

Steve Wallace (Kirk Douglas) sass drei Jahre im Knast und kommt Frei. Es dauert nicht lange, bis seine ehemaligen Arbeitgeber ihm zu verstehen geben, dass sie wieder gerne mit ihn zusammenarbeiten würden (Steve ist ein Profi im Einbrechen und Stehlen). Steve lehnt ab. Steve lernt später durch Zufall Marco (Giuliano Gemma) kennen. Da ihm seine ehemaligen Arbeitgeber im Nacken sitzen plant Steve den letzten Coup – zusammen mit seinem Schützling Marco, welchen er für den finalen Raub ausbildet. Steves Freundin (Florinda Bolkan) ist davon wenig begeistert und am Ende läuft nichts wie geplant…

Meine Meinung:

Als ich vor dem Schauen die Inhaltsangabe studierte, dachte ich nicht, dass der Film sonderlich spannend und/oder ein potenzieller Kracher sein könnte. Ich war, das gebe ich zu, skeptisch. Vor allem aufgrund der Thematik mit dem Einbrechen und wegen Kirk Douglas. Die Deutsch-Ital. Co-Produktion, in Deutschland gedreht, war jedoch viel besser als befürchtet und, und das ist das schöne, ein echter Kracher! Eine solche Spannung habe ich in diesem Genre schon lange nicht mehr erlebt. Das VHS aus Japan ist Uncut und andere Fassungen (US-DVD, deutsche DVD) sind zensiert – ich kann mir auch vorstellen, dass Handlung und/oder Szenen, welche die Figuren mehr beleuchten, fehlen. Und das ist ein Jammer, denn der Film funktioniert als Ganzes sehr gut. Jede Szene, die entfallen würde, wäre eine zu viel.

Der Film überzeugt durch seine interessante, sich langsam aufbauende und vor allem extrem spannende Story. Das Ende gefiel mir auch (erinnerte leicht an Hitch-Hike). Zu Gute kommt dem Film, dass die Figuren, allen voran das Trio Kirk Douglas (macht auch in den Action-Szenen eine gute Figur), Ital. Western Held Giuliano Gemma (Blutiges Blei) und Florinda Bolkan (welche in Don’t Torture a Duckling die Ketten zu spüren bekommt) genug Tiefe bekommen, dami ihre Schicksale dem Zuschauer nicht egal sind.

Die Musik steuerte Ennio Morricone (u.a. verantwortlich für Soundtrack in Die Rache bin ich) bei und auf sporadische Action-Szenen wird, trotz des Einbrecher-Settings, nicht verzichtet. Das Highlight dürfte vor allem die lange Auto-Verfolgungsjagd sein, die sehenswert in Szene gesetzt wurde.

Fazit: Wer das Ital. Polizei- und Gangster-Setting mag, sollte sich diesen Kracher und Geheimtipp vom Der Mann aus Virginia Regisseur Michele Lupo, auch wenn mehr Wert auf Figuren und Story legend als andere Vertreter seiner Art, nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Un Uomo da rispettare

Deutschland / Italien 1972

R: Michele Lupo

D: Kirk Douglas, Giuliano Gemma, Florinda Bolkan, Wolfgang Preiss, Reinhard Kolldehoff, Romano Puppo, Bruno Corazzari

Laufzeit des jap. VHS: Ca. 111 Min.

Gesehen am: 22.05.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan von Visual Book vor = Uncut, Englischer Ton, japanische Subs, gute Bildqualität. In Deutschland zumindest auf DVD erhältlich, jedoch stark zensiert (96 statt 111 Minuten). Zudem soll die DVD technisch schlecht sein («schlechte Bildqualität», «Ton ist auch sehr schlecht»). Eine deutsche Uncut Fassung auf DVD / Blu Ray gibt es nicht (Stand: Mai 2019).

Donnerstag, 11. April 2019

Die Rache bin ich Review

Die Rache bin ich

Story:

Zu der Zeit, in welcher die Faschisten in Italien im Aufschwung waren:

Der als harte Hund bekannte Cesare Mori (Giuliano Gemma) wird als neuer Präfekt nach Sizilien geschickt. Dort soll er den Kampf gegen die Mafia aufnehmen…

Meine Meinung:

Für mich hat X-Rated damit eine unbekannte Perle veröffentlicht. Ein echter Geheimtipp, ein echtes Highlight, ein filmisches Meisterwerk, ein echter Kracher den man als Fan von Italo Filmen aus dieser Zeit unbedingt gesehen haben solle.

Der Film beruht auf wahren, geschichtlichen Ereignissen, so dass der Film fast als Biografie angesehen werden kann. Man muss die Hintergründe nicht kennen. Das Sehvergnügen wird dadurch nicht beeinträchtig. Im Booklet hat X-Rated als Bonus viele spannende Hintergrundinfos zu der Story und zur Figur Cesare Mori zusammengetragen, die man jedoch erst nach dem Sehen des Filmes lesen sollte.

Ich fand die Story spannend und authentisch. Der Film bietet eine dichte, fesselnde Stimmung und Giuliano Gemma (Blutiges Blei), den ich vor allem aus dem Italo Western Genre kenne, vollbringt vielleicht die beste und intensivste Leistung seiner Karriere. Ganz stark mit welcher Leidenschaft und Passion er Cesare Mori verkörpert. Bravo! Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig und auch die anderen Figuren sind alle unglaublich gut dargestellt und gespielt.

Dazu kommt ein feiner Soundtrack vom Meister persönlich (Ennio Morricone). Der Film hat mich inhaltlich sehr an die geniale Serie Allein gegen die Mafia erinnert. Auch dort reist ein Beamter an einen neuen Ort, um es mit der Mafia aufzunehmen. Also: wer Allein gegen die Mafia mochte, sollte sich Die Rache bin ich nicht entgehen lassen!

Fazit: Jedem Italo-Film Fan uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Il Prefetto di ferro

Italien 1977

R: Pasquale Squitieri

D: Giuliano Gemma, Claudia Cardinale, Stefano Satta Flores, Massimo Mollica

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 117:48 Min.

Gesehen am: 20.02.19

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von X-Rated vor = Uncut, Deutsch/Ital. mit deutschen Subs (die deutsche Sprachfassung ist absolut genial), DVD auch dabei (ist ein Mediabook), Booklet (sogar mit richtig informativem Inhalt) und die Bildqualität ist absolute Spitzenklasse.

Sonntag, 27. August 2017

A Bullet for the President Review

A Bullet for the President

Story:

Wilder Westen, Texas, USA: der aktuelle US Präsident (Van Johnson) setzt sich für die Schwarzen ein, was vielen Bürgern nicht gefällt. Als der Präsident einen Besuch in Texas plant, planen diverse Personen ein Attentat auf den Präsidenten zu verüben. In dem Schwarzen Jack (Ray Saunders) haben sie schon den potenziellen Täter ausfindig gemacht, doch Jacks Freund Bill (Giuliano Gemma) kann das erste Attentat verhindern und rettet den Präsidenten. Doch die Feinde, die Intrigen spinnen und grosse politische Macht geniessen, planen bereits die nächsten Schritte…

Meine Meinung:

Blutiges Blei (Alternativtitel) stand lange auf meiner Wunschliste. Ich wusste nur, dass es ein Italo Western mit Giuliano Gemma in der Hauptrolle ist = reicht für mein Interesse und Kauf.

Der Film hat mir recht gut gefallen. Vor allem, dass es ein etwas untypischer Italo Western ist. Hauptthema und Motive der Figuren sind die Politik und mögliche Konsequenzen des aktuellen Präsidenten und dessen Entscheidungen, welche beeinflusst werden sollen. Bestechung, Korruption und Erpressung inklusive. Zudem kommt es am Ende gar zu einer spannenden Gerichtsverhandlung (quasi das Finale vor dem Actionfinale), welche früher in den deutschen Fassungen wohl stark zensiert wurde da viele der Dialoge nur in Ital. mit dt. Untertiteln vorliegen.

Den Soundtrack fand ich passend und gut, die eher spärlich eingesetzten Action-Szenen waren sehr solide und Settings, Drehorte und Ausstattung passten. Das nötige Kleingeld schien vorhanden und vor allem die Darsteller waren durchs Band überdurchschnittlich gut und glaubhaft. Zu einer Legende wie Giuliano Gemma brauche ich glaube ich auch nicht mehr Worte verlieren = Sympathischer Western-Held!

Fazit: Unterhaltsamer und sehenswerter Italo Western! Klare Empfehlung meinerseits! 

Infos:

O: Il Prezzo del potere

Italien, Spanien 1969

R: Tonino Valerii

D: Giuliano Gemma, Fernando Ray, Warren Vanders, María Cuadra, Ray Saunders, Van Johnson

Laufzeit der deutschen Blu Ray: Ca. 109 Min.

Gesehen am: 07.08.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray von More Films vor = kein Wendecover, deutscher Ton (viele ehemals fehlend Dialoge/Szenen nur in Ital. mit deutschen Subs), Ital. Ton (leider keine UT, aber nicht tragisch da deutsche Synchro sehr gut), sehr gute Bildqualität, Uncut.