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Montag, 20. Februar 2023

Fury of a Virgin Review



Fury of a Virgin

Story:

Lily Lan Yu-Li wird von Gangster Wang Hsieh gefoltert und traumatisiert zurückgelassen. In der Zeit sitzt ihr Bruder Yun Chung-Yueh im Gefängnis. Als er entlassen wird und über den Zustand von Lily informiert wird, sinnt er zusammen mit einem Kollegen (Addy Sung Gam-Loi) auf Rache…

Meine Meinung:

Der Kauf des VHS aus Spanien (ab 13 Jahren freigegeben) war ein Risiko, da es theoretisch auch Executioner (Sonny Chiba) oder Don't Love Any Stranger hätte sein können (falsche Bilder auf dem Cover). Fury of a Virgin ist ein Taiwan Black Movie, der, wie es scheint, im Westen von IFD Films and Arts veröffentlicht wurde. Der Film ist kein Kracher (wären z.B. Filme wie Who Knows About Me, The Nude Body Case in Tokyo oder The Lady Avenger), aber ich sah schon deutlich lahmere Taiwan Black Movies (The Guy at Simenting).

Fury of a Virgin bietet ziemlich viel Action, so dass es wenig Längen gibt. Dem Plot kann man auch ohne Sprachkenntnisse (mir lag nur ein spanisch synchronisiertes VHS vor) gut folgen. Lily Lan Yu-Li wird von Wang Hsieh, der besonders lustvoll und schmierig wirkt (wirkte wie ein taiwaneischer Weinstein), gefoltert und dann wie Charles Bronsons Tochter (in Death Wish 2) traumatisiert zurückgelassen. Dies hat zur Folge, dass dessen Filmbruder (Yun Chung-Yueh) und dessen Kollege (Addy Sung Gam-Loi) sie rächen.

Simpel. Die genauen Motive sind nicht ganz klar. Weitere Dinge wie Frauenhandel, Drogen und gestohlene Juwelen sind weitere Film-Inhalte. Am Ende siegt natürlich die Polizei. Immerhin zeigen die Taiwan Black Movies auf, ass es nie gut ist, illegale Aktionen durchzuführen und dass das am Ende allen, die gegen das Gesetz verstossen, nicht gut bekommt. Das ist auf eine Art aber auch schade (das Ende). Ich hätte lieber gesehen, dass Wang Hsieh getötet statt verhaftet (zusammen mit den "Helden") wurde.

Wang Hsieh (Queen Hustler) war stark in seiner Rolle. Overacting ja, aber ohne lächerlich zu wirken. Zudem sieht man, dass er sichtlich Spass an seinem Auftritt hatte. Teilweise führt er sich (wenn er Frauen angeht) so auf, als sei er ein Kind im Süsswarenladen. Highlight ist die Folterszene mit Mäusen und Bohrer. Yun Chung-Yueh hat in den Kampfszenen gefallen und Addy Sung Gam-Loi (Kung Fu from Beyond the Grave) war der einzige Star, der mir im Voraus was sagte. Ihn sehe ich immer gerne. Lily Lan Yu-Li hingegen hat mich enttäuscht (plus furchtbare 80er Jahre Frisur).

Die Mehrheit der Action-Szenen sind unspektakuläre Kampfszenen gefolgt von unspektakulären Shoot-Outs. Ein-zwei blutige Treffer (oder Messer-Action) gibt es zu sehen.  Im Finale gibt es nebst wenig gestohlener Italo-Western Musik vor allem das Goblin Theme aus Dawn of the Dead zu hören. Das hingegen fand ich cool! Alles in allem bin ich froh, nicht 205 Euro für den Film gezahlt zu haben:-)

Fazit: Es gibt bessere aber auch schlechtere Taiwan Black Movies. Fury of a Virgin ist solider Durchschnitt!

Infos:

O: Yu Mian Zhi Zhu

Taiwan 1982

R: To Pak-Hon

D: Lily Lan Yu-Li, Wang Hsieh, Yun Chung-Yueh, Addy Sung Gam-Loi, Fanny Fang Fang-Fang, Wang Pao-Yu

Laufzeit des spanischen VHS: 80:13 Min.

Gesehen am: 25.10.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Spanien vor = Label unbekannt, Widescreen (Ausnahme Intro), Spanisch Dubbed, diverse Bildfehler da Schimmel und verschmutzt. Im Westen wurde der Film von IFD Films and Arts veröffentlicht wurde. Inwiefern die Fassung abgeändert, zensiert oder ergänzt wurde, ist mir nicht bekannt (Laufzeit der VHS: 80:13 Min.). Alternativen: VHS aus Holland (Englisch Dubbed), welches auf einer FB-Gruppe (Auktion) für 205 Euro wegging (2019). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2022).

Sonntag, 13. März 2022

Blazing Ninja Review

Blazing Ninja

Story:

 

China in den 40ern: Die Japaner haben China besetzt. Doch Wiederstandkämpfer nehmen den Kampf gegen die Japaner auf…

 

Meine Meinung:

 

Blazing Ninja ist ein wirrer Film, dessen Plot wie auch seine Hintergrund-Story, die nicht bekannt ist, wirr und konfus anmutet. Jedoch darf das nicht überraschen, denn immerhin handelt es sich bei dem Trash-Film Blazing Ninja um eine Godfrey Ho (Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil, The Dynamite Shaolin Heroes), IFD Films & ARTS, Joseph Lai & Tomas Tang Produktion. Laut Reviews ist auch die Englisch Dubbed Fassung wirr. Also lag es nicht nur am Türkischen Dub…

 

Godfrey Ho war schliesslich bekannt, aus vorhandenem Archiv-Material und/oder fertigen/unfertigen Filmen (zumindest Film-Produktionen aus Südkorea) neue Filme zu drehen, indem er Szenen entfernte und Szenen drehte oder aus anderen Werken einfügte. So auch geschehen in Blazing Ninja. Plot dürfte ein Spionage-Film aus Südkorea sein. Die Japaner sind Mal wieder die Bösen und der Film scheint im in den 40ern angesiedelt zu sein.

 

Aber so wirklich klar wird das nicht. Die Musik stammt teilweise aus den 70ern (z.B. Shaft) und auch die Zeit-Dimensionen bringt der Film durcheinander: 40er Jahre im Wechsel zu moderneren 70er Jahren plus eingefügte Old School Kung Fu Szenen im klassischen Setting die absolut nichts mit dem Plot zu tun haben. Letztere sind aber auch gleichzeitig die besten Action-Szenen des Filmes.

 

Der Film startet mit einem Kämpfer im gelben Anzug à la Bruce Lee und in weiteren eingefügte Kung Fu Szenen wurden Bolo Yeung (Chinese Hercules), Casanova Wong (South Shaolin vs. North Shaolin), Phillip Ko (The Club) und Chan Sing (Rage of the Wind) reingeschnitten. Diese sorgen, wie erwähnt, für die besten Kampfszenen des Filmes. Ob es tatsächlich eine 90minütige Originalversion gibt? Unbekannt. Das Betamax läuft, wie die anderen bekannten Fassungen, nur ca. 77 Minuten.

 

Highlights nebst den eingefügten Kampfszenen: ein fliegender Dummy, ein Seppuku, Kampf auf Baumstämmen à la Wang Yu - Der Karatebomber und nackte Tatsachen (Trailer zu Alice Goodbody). Schmuddel und Gewalt wären passend und wünschenswert gewesen.

 

Fazit: Blazing Ninja ist Trash, der kurzweilig unterhält.

 

PS: es kommt natürlich nicht ein Ninja im Film vor…

 

Infos:

 

O: The Blazing Ninja

 

HK, Südkorea 1973

 

R: Godfrey Ho

 

D: Chang Yi-Tao, Eagle Han Ying, Yeo Su-jin, Bae Su-cheon, Bolo Yeung, Chan Sing, Phillip Ko, Casanova Wong

 

Laufzeit der türkischen Betamax: 76:55 Min.

 

Gesehen am: 25.01.22

 

Fassungen: Mir lag die türkische Betamax von Gala-Ferman vor = Uncut, Türkischer Dub, Vollbild, gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Laut IFD Films & ARTS Flyer liegt der Film in Englisch, Mandarin & Kantonesisch vor und liefe im Original 90 Minuten in 1,85:1. Ob diese Fassung existiert, ist mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2022).

Montag, 29. März 2021

The Dynamite Shaolin Heroes Review

The Dynamite Shaolin Heroes

Story:

 

Die Ming Dynastie ist am Ende angekommen. Nun herrscht in China Anarchie. Kang und andere wollen dies nicht wahrhaben. Ihr Ziel ist es, die alte Ordnung wiederherzustellen. Dies ist einfacher gesagt als getan, da es viele Feinde und Gruppierungen/Personen gibt, die selbst Anspruch auf den Thron stellen. Eine Liste steht im Mittelpunkt wie auch eine Familie, die von den Bösewichten bedroht wird. Doch ein mysteriöser Kämpfer, Lotus, hilft diesen immer wieder aus der Patsche…

 

Meine Meinung:

 

The Dynamite Shaolin Heroes ist ein absolut solider Low-Budget Kung-Fu Film, der sich eigentlich kaum von den Produktionen aus Hong Kong (Wald-und-Wiesen Kung Fu Filme) unterscheidet. Eine leichte Exotik wird durch den Drehort – es handelt sich um einen südkoreanischen Film, gewonnen. Allerdings hatten später die Chinesen (Godfrey Ho, Tomas Tang, IFD Films and ARTS) ihre Finger im Spiel.

 

Inwieweit sich beide Fassungen unterscheiden ist mir nicht bekannt. Herausgefunden habe ich nur, dass die IFD Films and ARTS-Fassung einen anderen Titel (Dragoneer 4 - The Dynamite) trägt und länger läuft (statt 77 neu 90 Minuten). Ob in der 77minütigen Fassung Szenen fehlen, ist mir nicht bekannt.

 

Auf jeden Fall ist der Plot von The Dynamite Shaolin Heroes leicht wirr und konfus. Aber man sollte sich gar nicht so wirklich darauf konzentrieren: wichtig sind ein Kurzweiligkeit, nette Settings und solide bis coole Kämpfe. Und dies alles bietet der Film problemlos. Dazu doofe Dialoge (halt Englischer Dub), bunte Klamotten, einen mysteriösen Helden, plötzliche Ortswechsel (im Kampf springen sie und in der nächsten Szene kämpfen sie plötzlich an einem Strand). Der «koreanische» Einfluss (Taekwondo) sieht man den Kampfszenen positiv an. Die Namen sind mir bis auf Lo Lieh (Little Hero), natürlich als Schurke, unbekannt.

 

Fazit: Für Kung Fu-Film Fans ok und grundsolide. Gut schaubar!

 

Infos:

 

O: Solimsa Mokryeondosa

 

Südkorea 1978

 

R: Godfrey Ho Chi-Keung, Lee Hyeok-Su

 

D: Lo Lieh, Kim Young-in, Choi Sung-kyu, Kim Ki-bum, Choi Bong

 

Laufzeit der jugoslawischen VHS: 77:35 Min.

 

Gesehen am: 11.01.21

 

Fassungen: Mir lag die VHS aus Jugoslawien vor = Englischer Dub mit «jugoslawischen» Subs und einer mittelmässigen Bildqualität. Der Dub hingegen war im Grossen und Ganzen ok und besser als Ocean Shores Sprachfassungen. Andere VHS oder DVDs (aus England) sind auch nur in Englisch und laufen alle 77 Minuten. Ob dies die Originalversion oder die IFD Fassung (die sollte jedoch 90 Min. laufen und ist unter dem Titel Dragoneer 4 - The Dynamite bekannt) ist mir nicht bekannt. Eine Blu-Ray, O-Ton mit Subs oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Jan. 2021).

Dienstag, 3. November 2020

Kingfisher the Killer Review

Kingfisher the Killer

Story:

Eine Mutter liegt im Sterben. Während des Sterbens verrät sie ihrem Sohn, dass dieser noch einen Bruder habe und er diesen finden und Rache an den Tätern (Gangster, die es eigentlich auf ihn abgesehen haben) üben soll…

Meine Meinung:

Kingfisher the Killer ist ein Flickwerk, welches Fans Joseph Lai und seiner IFD Films & ARTS Firma zu verdanken haben! Man nahm einen ca. 72minütigen Film aus Thailand (Regie: Wisan Suntisucha) und schmückte diese Fassung mit neuen Szenen – Gewalt, nackten Tatsachen, Schmuddel. Typisch für die IFD Films & ARTS Produktionen. So entstand Kingfisher the Killer, der oft als HK-Taiwan-Co.-Produktion vermarktet wird.

Der Low-Budget Film hat mir gefallen. Kein Kracher, aber durch und durch okay und gut. Ninjas kommen übrigens keine vor, auch kein Richard Harrison wie das sonst oft in IFD Films & ARTS Produktionen der Fall war. Die Story wirkt hier und da ein wenig wirr, was aber auch nicht wundert, da Flickwerk aus bestehendem Film plus neuer Rahmenhandlung.

Der Low-Budget Film wartet hier und da mit seltsamem Klamauk auf, ist aber mehrheitlich ernst. Vor allem gegen Ende verschwindet der Humor total. Der Sleaze-Anteil hätte ich mir höher gewünscht, selbst gilt für Schmuddel, Sex und Gewalt-Szenen. Die Kampfszenen sind jedoch sehenswert, realistisch und zuweilen hart in Szene gesetzt.

Obwohl die Story verwirrend sein kann, sollte man sich darüber nicht ärgern, sondern das Gezeigte vor allem geniessen. Am Ende sind es, glaube ich, drei Helden (darunter die zwei Brüder) gegen den Bad Guy. Darüber hinaus gibt es Explosionen, Auto-Verfolgungsjagden, kleinere Stunts und einige WTF Szenen (Mann benutzt nach dem Sex die nackte Frau als Schild, als der Profi-Killer auf ihn einsticht).

Fazit: Kurzweilige Low-Budget Gangster-Action aus der IFD Films & ARTS Schmiede!

Infos:

O: Jie zhan

HK/Thailand 1981

R: Ang Saan (HK Edit), Wisan Suntisucha (Thai. Originalfassung)

D: Michelle Yim, Jacky Liu Hong-Yi, Bruce Mang Long, Chan Yeung, Ang Saan, Lak Apichat, Supansa Nuengpirom

Laufzeit der thai. Fassung: Ca. 72 Min. / Laufzeit der HK Fassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 23.07.20

Fassungen: Mir lag die Betamax aus Holland von Video for Pleasure vor = Uncut HK Edit, Englisch Dubbed, Vollbild, gute Bildqualität. Englischer Dub im Großen und Ganzen ok. Gäbe es vom gleichen Label auch auf VHS. Eine DVD/Blu-Ray/O-Ton mit englischen Subs inklusive englische Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2020).

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Deadly Silver Angels Review

Deadly Silver Angels

Story:

Zwei Triaden-Clans bekämpfen sich. Lau Pak (Elsa Yang) trauert am Grab ihres Vaters, der von Triaden-Boss Lau (Wang Hsieh) getötet wurde. Lau Pak will Rache. Dafür lässt sie Kämpferinnen ausbilden. Derweil gibt es nach wie vor blutige Auseinandersetzungen zwischen den Triaden. Ein Undercover-Agent (Eagle Lee Siu-Fei) ist ebenfalls involviert und ebenfalls hinter Lau her…

Meine Meinung:

Weiterer Anfang 80er Jahren Crime/Triaden-Film aus Taiwan von Regisseur Chang Chih-Chao (Handsome Vagabond, The Mob Family) mit Star Elsa Yang (The Nude Body Case in Tokyo, The Challenge of the Lady Ninja, The Woman from Hell) in der Hauptrolle der international (leicht verändert) von IFD Films & Arts vertrieben wurde.

Die Story ist zunächst einwenig wirr und konfus. Man sollte auch gar nicht zu stark versuchen, die Figuren auseinanderzuhalten und wer jetzt genau wen und warum bekämpft. Hauptplot ist Elsa Yang auf Rachewegen plus der Undercover-Cop. Es gibt weitere Nebenplots (zwei Brüder die sich bekämpfen, da sie nicht wissen, dass sie Brüder sind und eine weitere Girl-Gang, welche sich Elsa Yangs Gruppe anschliessen, nach Kampf am Strand).

Nach Logik sollte man nicht suchen. Die Entwicklung der Geschichte wird im Verlauf jedoch immer besser und klarer. Selbes gilt für die Action-Szenen. Eine spektakuläre Choreographie sollte man nicht erwarten. Allgemein sind die Action-Szenen nur wenig spektakulär. Vor allem am Anfang. Doch auch diese steigern sich qualitativ. Es gibt blutige Shoot-Outs (wenig), amüsante Trainingsszenen am Strand, Frauenkämpfe (am Strand) und Messer-Kampfszenen (blutig und am meisten vertreten, beste Szenen: Finale!). In einer Szene sind auch Motorräder Inhalt einer Action-Szene (Angriffe auf Triaden-Boss Lau).

Die Leistung der Darsteller reicht von gut, okay, naiv bis zu nicht weiter erwähnenswert. Am besten waren Wang Hsieh, der eine Gangster-Bruder und Elsa Yang als Lead (auch wenn mir ihre Frisur nicht gefällt). Ihre Fans kommen, vor allem Dank der Rache-Action in der 2. Filmhälfte und dem Finale, voll auf ihre Kosten.

Fazit: Elsa Yang Fans greifen zu!

Infos:

O: Yan Zhi Hu

Taiwan 1981

R: Chang Chih-Chao

D: Elsa Yang, Wang Hsieh, Eagle Lee Siu-Fei, Ma Sha, Chiang Tao

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 19.10.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan vor = Uncut im Sinne der IFD Films & Arts Version (mit hinzugefügter Nackt-Szene zu Beginn, die jedoch nur mit Fogging Zensur vorliegt) und weniger Handlung als die Original-Taiwan-Fassung, Englischer Dub, jap. Subs, gute Bildqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und eine O-Ton mit englischen Subs Fassung scheint es nicht zu geben (Stand: Okt. 2019).

Samstag, 27. Mai 2017

Hard Bastard Review

Hard Bastard

Story:

Zwei Männer (u.a. Hwang Jang-Lee) und eine Frau, die Kunststücke und musikalische Darbietungen vorführen, geraten in einer Ortschaft an die lokalen Gangster. Diese sind nicht erfreut, als Hwang Jang-Lee statt zu zahlen die Fäuste sprechen lässt. Dies gefällt dem Gangsterboss (Jang Il-shik) gar nicht und man arbeitet einen Plan aus, um die Störenfriede zu töten...

Meine Meinung:

Godfrey Ho und seine IFD Films and ARTS haben viele nicht uninteressante Filme veröffentlicht. Auch einige über Südkorea - dort gedreht, mit Südkoreanischen Darstellern und dann auf der ganzen Welt vertrieben (z.B. The Dragon's Snake Fist).

So einer ist auch Hard Bastard, der mir als Old School Kung Fu Fan natürlich auch gut gefallen hat. Sehr solide Arbeit. Etwas Klamauk (der Humor und die Rolle des Guten Kämpfers für den grossen Star des Filmes, Hwang Jang-Lee, ist sehr untypisch), Wald-und-Wiesen d.h. koreanische Natur (Berge, steinige Strände etc.) und eine Story, die ca. in den 30ern/40ern in Shanghai spielen soll.

Fremder kommt in die Stadt und legt sich mit dem hiesigen Gangster an. Wie schon erwähnt spielt Hwang Jang-Lee (bekannt als Silver Fox und aus unzähligen Rollen als Bösewicht) eine untypische Rolle die ihm liegt. In den Kampfszenen macht er so oder so eine starke Figur wie auch Jang Il-shik als Bösewicht und auch die Co-Stars!

Die Laufzeit ist kurz, Kampfszenen gibt es genug so dass der Film kurzweilig erscheint und es kaum Längen gibt = klare Empfehlung von meiner Seite her!

Für Hwang Jang-Lee Fans ein gelungenes Fressen (von hm muss ich sowieso auch noch mehr Filme schauen und Lücken schliessen)!

Infos:

O: Cheon-yonglan

Südkorea 1982

R: Godfrey Ho, Lee Hyeok-su

D: Hwang Jang-Lee, Jang Il-shik, Yun-Ju Ji, Ki-ju Kim, Chang Inn Shik

Laufzeit der UK DVD: 84:21 Min.

Gesehen am: 09.08.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2016). Mir lag die UK DVD vor = solide Bildqualität, Uncut, nur Englischer Ton. Jede DVD des Labels ist fehlerhaft - kurz vor Ende springt die DVD automatisch immer wieder ins Menü. Man kann den Film nur zu Ende schauen, wenn man zuvor die Fast Forward Taste drückt und die Stelle somit übergeht.

Samstag, 25. Februar 2017

Eagle vs. Silver Fox Review

Eagle vs. Silver Fox

Story:

Silver Fox (Hwang Jang Lee) lässt nach dem Untergang der Manchu Dynastie die besten Kämpfer und Kung Fu Schulen zerstören / töten.

Das schockt die Martial Arts Welt. Eine Gruppe von diversen Kämpfern tun sich zusammen, nominieren Chow Fung als Nr. 1 und bereiten ihn auf den Kampf gegen Silver Fox vor…

Meine Meinung:

Absolut nicht origineller Old School Kung Fu Streifen, der vor allem Outdoor gedreht wurde weil zu wenig Budget.

Eine Zusammenarbeit aus Hong Kong und Südkorea und angeblich in Korea gedreht. Mit dabei: Hwang Jang Lee (Live Hard, Five Fingers of Steel), der hier Mal wieder einen tollen Bösewicht abgibt. Jedoch heisst das auch, dass er mit Ausnahme des Finales nicht allzu viele Kampfszenen abbekommt, da natürlich die Helden und deren Ausbildung vor allem gezeigt werden bzw. Inhalt des Filmes sind.

Der Film ist aber durch und durch solide und okay. Vor allem Fans von diesen Old School Kung Fu Filmen werden mit einigen tollen Fights und einem sehenswerten Finale beglückt. Für alle anderen ist dieser Film nichts.

Die Story ist natürlich nur Mittel zum Zweck, die englische Synchro ist mies, Budget schien minim, aber die Action war halt relativ cool so, dass ich den Film allen Old School Kung Fu und Hwang Jang Lee Fans nur empfehlen kann!

Ob es jetzt eine Produktion aus Hong Kong oder Südkorea ist, weiss ich nicht. Laut einigen Seiten ist HK das Produktionsland, der Originaltitel Eagle vs. Silver Fox (auch der Action Director wird im Vorspann Silver-Fox genannt!!!).
Andere Seiten geben Südkorea und HK als Land an, haben aber andere Originaltitel für den Film (z.B. Bicheongwon).

Der Film ist eine Joseph Lai Produktion und Regie führte angeblich Godfrey Ho, andere Seiten sprechen als Regisseur von einem Koreaner (Yun-Kyo Park). Bei diesen Namen (Joseph Lai, Godfrey Ho) muss man so oder so immer aufpassen, da oft auch Filme aus Archivmaterial oder aus Szenen aus anderen Filmen hergestellt werden.

Eagle vs. Silver Fox gehört aber definitiv nicht dazu, da es sich um eine (sehr solide) IFD Films & ARTS Produktion handelt (dort unter dem Titel Dragoneer 12 - The Crucial). Es ist ein Film aus einem Guss. Da kann man unbesorgt sein.

Fazit: Hwang Jang Lee Fans greifen zu!

Infos:

O: Eagle vs. Silver Fox / Bicheongwon

HK / Südkorea 1980

R: Godfrey Ho, Yun-Kyo Park

D: Hwang Jang Lee, Mario Chan, Richard Kong, Simpson Yuen

Laufzeit der US DVD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 09.02.17

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und keine O-Ton Fassung. Laut IFD Films wurde der Film in Mandarin / Kantonesisch gedreht jedoch auch in Englisch. Die englische Synchro ist jedoch sehr schlecht. Das Originalbildformat geniesst auf DVD Fassungen auch kein Dasein, so dass UK oder US DVD nur in Vollbild daherkommen. Als Master diente wohl ein englischsprachiges VHS. K.A. ob Uncut oder nicht. Bildqualität ist okay. Mir lag die US DVD vor.

Donnerstag, 12. Januar 2017

A Man From Holland Review

 
A Man From Holland

Story:

Ein Profikiller (Philip Ko) kehrt aus Holland nach Hong Kong zurück, wo er zwischen die Fronten eines Kollegen und Cops (Ray Lui) und eines anderen Gangsters (Michael Chan Wai-Man) gerät…

Meine Meinung:

A Man From Holland hat mir gut gefallen! In anderen Reviews kommt der Film schlecht weg. Man liesst z.B. in anderen Reviews von einer „ruppigen Machart der Actionszenen“, „häufigen, sleazigen Sexszenen in Kombination mit expliziten Gewalttaten“, von einem „Synthiescore“ ist auch die Rede wie von einem „edlen Exploitationflair“ = für mich alles tolle Argumente FÜR einen Kauf und nicht dagegen! 

Ich mag das billige, dreckige Exploitation-Kino und daher sind mir solche Szenen auch in einer HK Produktion Recht. Der Film gefällt dann auch dank seiner billigen, dreckigen Machart! Die Story ist nicht originell, aber bietet tolle Szenen für Phillip Ko der den Killer sehr überzeugend spielt wie auch Michael Chan Wai-Man in der Rolle als Gangsterboss. Beide brillieren und Fans der Beiden sollten sich den Film nicht entgehen lassen. Da gerät Held Ray Lui doch glatt in den Hintergrund.

Die Actionszenen sind nicht schön gefilmt oder ästhetisch, sondern brutal und dreckig, jedoch in der mir vorliegenden Fassung auch zensiert. Dafür gibt es eben reichlich Schmuddel, nackte Haut und auch die Verbindung zu Actionszenen (vor allem die Strandszene mit den Früchten, den Schildkröten, dem Aal und der nackten, gefesselten Frau, (S)Exploitation in Reinkultur!). Das sorgt für eine dreckige Atmosphäre welche mir gut gefallen hat. Teilweise leiden einige der Actionszenen auch an einer viel zu dunklen Bildqualität, so dass man kaum etwas erkennen kann. Das ist schade, aber trotzdem ist der Film gut schaubar und Fans sollten deshalb nicht verzichten.

Wurde von IFD Films And Arts zur gleichen Zeit unter anderem Titel (Magnum Thunderbolt) neu veröffentlicht (Cut and  paste Werk). Hat aber mit dem Original A Man From Holland nur noch wenig zu tun.

Fazit: Kann man sich als HK Film-Fan gut ansehen & für Fans von Michael Chan Wai-Man & Philip Ko zu empfehlen!

Infos:

O: Lian Huan Pao

HK 1986

R:  Patrick Kong Yeung

D:  Michael Chan Wai-Man, Philip Ko, Ray Lui, Callan Leung

Laufzeit der HK VCD: 84:55 Min.

Gesehen am: 01.12.16

Fassungen: Mir lag die HK VCD vor = zensiert (einige der Tötungsszenen gibt es Uncut auf youtube zu sehen), bescheidene bis schlechte (Nachtszenen) Bildqualität, O-Ton und feste englische UT vorhanden. In Deutschland lediglich auf VHS erscheinen, auch zensiert. Ob es eine Uncut Fassung gibt ist mir nicht bekannt! Eine DVD Version scheint es auch nicht zu geben. Nachtrag: 15.05.19: Soll von TVP in Deutschland auf Blu-Ray erscheinen! Nachtrag 22.01.21: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die neue TVP Blu-Ray aus Deutschland vor = Mediabook mit DVD/Blu-Ray, Booklet, Uncut Fassung restauriert, Langfassung (glaub nicht spezifisch restauriert), hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs vorhanden. Sähen doch alle HK-Filme aus der Zeit so aus! Schön, dass solche Filme nicht vergessen gehen und restauriert werden!