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Sonntag, 19. Juli 2026

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Story:

Angela (Pamela Springsteen), die Killerin aus Sleepaway Camp 1 + 2, ist zurück und mordet nun im Camp New Horizons Teens ab…

Meine Meinung (Workprint):

Unmittelbar nach dem Beenden der Dreharbeiten des zweiten Teiles wurde am gleichen Ort gleich die nächste Fortsetzung mit dem Zusatztitel «Teenage Wasteland» gedreht. Wieder von Regisseur Michael A. Simpson und erneut mit Pamela Springsteen als Angela. Der Film hat wenig Plot und spielt neu mit der Idee, reiche und sozial benachteiligte Jugendliche in einem Camp zu vereinen. Abgesehen davon bleibt alles beim Alten. Ich sah mir den Workprint an, da die Kinofassung in Sachen Morden und Gewalt stark zensiert wurde.

Der Workprint ist zwar in den Gewaltmomenten Uncut, dafür ist die Bildqualität alles andere als toll (aber absolut okay), nur Vollbild und was am meisten irritiert hat, waren der fehlende Soundtrack, Musik sowie fehlende Toneffekte und Geräusche (so ist z.B. bei jeder Szene mit dem mobilen Radio keine Musik zu hören). Den Film kann ich Hardcore-Slasher Fans empfehlen, auch wenn Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland das Niveau des Vorgängers nicht halten kann. Der Plot wirkt nochmals dünner und der Film billiger als der zweite Teil. Dass der Film ein sehr kleines Budget hatte, sieht man der Produktion jederzeit an.

Pamela Springsteen spielt gut. Der Rest der Figuren und Charaktere sind 08/15 Stereotypen und spielen mit viel Overacting, schlecht oder austauschbar. Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland punktet in Sachen kreatives Töten und einem hohen Bodycount. Es gibt etliche Opfer. Auch auf einige Nacktszenen muss der Slasher-Fan nicht verzichten. Die Morde sind innovativ, aber selbst in der Workprint Fassung eigentlich nicht sonderlich brutal oder blutig, so dass die starke Zensur der Kinofassung nicht nachvollziehbar ist. Dennoch war es cool, z.B. einen Rasenmäher (noch vor Braindead) als Mordwerkzeug gesehen zu haben.

Fazit: Wer die ersten zwei Filme mochte, kann trotz den Mängeln einschalten!

Gefolgt von: Return to Sleepaway Camp

Infos:

O: Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

USA 1989

R: Michael A. Simpson

D: Pamela Springsteen, Tracy Griffith, Michael J. Pollard, Mark Oliver, Sandra Dorsey, Kim Wall, Daryl Wilcher

Laufzeit der US-Blu (Workprint): 84:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Ich habe den Film als US-DVD von Anchor Bay (zensierte Kinofassung) und US-Blu-Ray von Shout Factory in der Sammlung. Letztere bietet den Workprint (VHS-Master) als Bonus = immerhin Uncut in den Kills. Jedoch sollen einige Dialoge und Musikstücke fehlen da eben ein Workprint. Die Kinofassung ist stark zensiert. Schade, dass man für die Bonusfassung nicht das HD-Master nahm und die Uncut Szenen einfügte. Die Bild- und Tonqualität des Workprint sind durchschnittlich. O-Ton Englisch ohne Untertitel. Es gibt keine Musik und diverse Soundgeräusche fehlen, was die Sichtung gewöhnungsbedürftig macht. In Deutschland gibt es den Workprint von X-Rated auf DVD.

Samstag, 18. Juli 2026

Update

Zu Ehren von Sam Neill, der am 13.07.26 verstarb, gibt es drei Reviews zu:


- Event Horizon

- Daybreakers

- In the Mouth of Madness







RIP


In the Mouth of Madness

In the Mouth of Madness

Story:

Privatdetektiv John Trent (Sam Neill) nimmt einen neuen Auftrag an. Er soll einen verschwundenen Horrorautoren (Jürgen Prochnow) finden. Was zunächst als einfacher Auftrag beginnt, endet in einem Horrortrip…

Meine Meinung:

In the Mouth of Madness wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. In the Mouth of Madness ist ein Mitte der 90er Jahre Horrorfilm von John Carpenter (Pro-Life, Cigarette Burns). Ich sah den Film in meinem Leben bisher sehr wenig (ich glaube nur 1-2x) und ich wusste nicht mehr sonderlich viel. Nach der Sichtung kann ich sagen, dass der Film zwar sehr gut ist, ich ihn aber nicht ganz zu meinen aktuellen John Carpenter Highlights zähle (zu denen gehören Halloween, Das Ding aus einer anderen Welt und Vampire).

In the Mouth of Madness würde ich zu den besseren Filmen im Mittelfeld zählen. Ich denke, dass z.B. auch Die Fürsten der Dunkelheit in dieser Kategorie landen würde. Und danach Filme wie Sie leben, Ghosts of Mars, Christine oder Escape from New York. Praktisch alle diese Filme sah ich bisher nur einmal und müsste ich dringend auffrischen. In the Mouth of Madness dürften Sam Neill Fans voll auf ihre Kosten kommen, da sehr viel Screentime und Hauptrolle. Er erzählt in der Gummizelle, wie es dazu kam, dass es in dieser gelandet ist. Wenn ich am Film etwas kritisieren muss, dann dass der Film nicht wirklich gruselig, ziemlich blutleer und die Musik unauffällig ist.

Zu den Stärken gehören ansonsten der Plot, der inhaltlich spannend, interessant, unterhaltsam und durch und durch phantastisch ist. Alles scheint möglich. John Carpenter hat sich stark an H.P. Lovecraft orientiert. Am meisten erinnern die Tentakel-Wesen an das grosse Autorenvorbild. In einer Szene kommen auch Hellraiser Vibes auf. Nebst Sam Neill ist der Film mit Namen wie Julie Carmen (sammelte bereits in Fright Night Part 2 Horrorerfahrungen), Jürgen Prochnow (Beverly Hills Cop II, The Keep) oder David Warner (Necronomicon) solide besetzt. Für die spektakulären Make-Up-Masken und Wesen aus einer anderen Dimension war die KNB-FX Group (House III, Nightwish) verantwortlich.

Fazit: Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: In the Mouth of Madness

USA 1994

R: John Carpenter

D: Sam Neill, Julie Carmen, Jürgen Prochnow, David Warner, John Glover, Bernie Casey, Peter Jason

Laufzeit der US-Blu: 95:22 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von New Line Cinema/Warner vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Nebst dem O-Ton befindet sich sogar die deutsche Sprachfassung an Bord. Ich sah mir den Film in Deutsch an. Die Synchronisation ist gelungen und Sam Neill hat seine bekannte deutsche Stimme abbekommen. Die US-Blu-Ray soll inhaltsgleich mit der deutschen Blu-Ray sein. In England gibt es bereits eine UHD.

Daybreakers

Daybreakers

Story:

In einer nahen entfernten Zukunft wird die Erde von Vampiren beherrscht. Edward Dalton (Ethan Hawke) ist Wissenschaftler und arbeitet an einem künstlichen Blut, damit kein Menschenblut getrunken werden muss. Das ist auch bitter nötig, da es immer weniger Menschen (als Nahrungsquelle) gibt und die Vampire bald nicht mehr ernährt werden können. Eine Gruppe Menschen (u.a. Willem Dafoe) hingegen haben einen Weg gefunden, Vampire wieder in Menschen zu verwandeln und hoffen auf die Hilfe von Edward, sehr zur Missgunst von Charles Bromley (Sam Neill), der die Arbeit von Edward Dalton finanziert…

Meine Meinung:

Daybreakers wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. Ich sah den Film bisher nur einmal und diese Sichtung ist über zehn Jahre her. Ich wusste praktisch nichts mehr über den Film. Ich wusste nur noch, dass es um Vampire geht. Das klassische Vampir-Genre empfinde ich, wie auch das Zombie-Genre, als ausgelutscht. Umso schöner ist der Inhalt von Daybreakers. Der spielt in einer Welt, die von Vampiren beherrscht wird und in dem Menschen kaum mehr eine Rolle spielen. Dieser Aspekt macht Daybreakers erfrischend anders und originell.

Bei Daybreakers handelt es sich um einen Film der Spierig Brüder. Diese haben vor allem 2003 durch ihren Fun-Splatter Undead für Furore gesorgt. Es ist erstaunlich, dass diese danach nur relativ wenig Filme realisiert haben. Mit Filmen wie Jigsaw oder Winchester blieben sie zumindest dem Horrorgenre treu. Daybreakers, der auch mit amerikanischer Mithilfe produziert wurde, ist dabei deutlich aufwändiger und kommerzieller als z.B. Undead.

Nur schon der Cast um Namen wie Ethan Hawke (In a Valley of Violence, The Northman), Sam Neill (ich mag ihn als Bösewicht) oder Willem Dafoe (Nosferatu, The Lighthouse) zeigt deutlich, dass den Spierig Brüdern hier mehr Ressourcen zur Verfügung standen, als bei älteren Produktionen. Dabei machen die Schauspieler ihre Sache ordentlich. Nur Willem Dafoe schwächelt (aufgrund seiner Charaktertiefe und dem Drehbuch) vielleicht leicht und auch die Frauenrolle hätte es nicht zwingend gebraucht.  Aber allzu schlimm oder klischeehaft wird es in der Hinsicht nicht.

Der Film sieht wertig aus. Es gibt sogar einige Action-Szenen im Film (Shoot-Outs, Explosionen, Verfolgungsjagd via Auto) und sieht man von einigen, wenigen CGI-Momenten ab, die etwas schwächeln (Vampire, die verbrennen), spart der Film auch nicht mit blutigen und handgemachten Effekten. Der Film ist blutiger, als ich das in Erinnerung hatte. Splatterfans dürfte interessieren, wie sich Daybreakers im Vergleich mit Undead schlägt. Den sah ich so lange nicht, dass ich dazu keine Stellung nehmen kann. Für einen Film, der ab 16 Jahren freigegeben ist, gibt es auf jeden Fall genug blutige Momente zu sehen.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Daybreakers

Australien, USA 2009

R: Michael Spierig, Peter Spierig

D: Sam Neill, Willem Dafoe, Ethan Hawke

Laufzeit der deutschen DVD: 93:45 Min.

Gesehen am: März 2012 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Sunfilm vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, DTS-Tonspur (Deutsch), gute Bild- und sehr gute Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Freitag, 17. Juli 2026

Event Horizon

Event Horizon

Story:

2047:

Eine Rettungscrew (Laurence Fishburne, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Jason Isaacs, Sean Pertwee) und ein Wissenschaftler (Sam Neill) sollen das vor sieben Jahren verschwundene Raumschiff Event Horizon bergen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Event Horizon wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. Event Horizon mochte ich schon immer und da ich den Film auf dem Blog noch nicht besprochen hatte, war es klar, dass das der erste Film sein würde, den ich aufgrund des Todesfalles in den Player legen würde. Event Horizon von Regisseur Paul W.S. Anderson (Death Race) ist in meinen Augen einer der besten Sci-Fi-Horrorfilme der damaligen Zeit. Der Film erinnert aufgrund einiger Bilder, seiner Stimmung und durch Settings (Hölle) an Clive Barkers Hellraiser. Dem Vergleich hält der Film auch heute noch Stand.

Event Horizon ist ein Film nahezu zur Perfektion, selbst in der stark verkürzten und auch zensierten Kinofassung (siehe Fassungen). Das Einzige, was mir nicht gefiel, war der Vorspann des Filmes. Billig in Optik und Musikauswahl. Wirkt einfältig und lahm (wie dann auch der Abspann). Schade, dass da nicht was Passenderes kreiert wurde. Abgesehen davon hat mir der Streifen ansonsten sehr zugesagt. Ich fand den Plot stimmungsvoll, leicht unheimlich, unterhaltsam, gradlinig, fesselnd und interessant. Die Weltraum- und Raumschiff-Szenen kommen aufwändig zur Geltung, vor allem der Zugang (das Schwarze Loch) zur anderen Dimension hebt den Film von anderen Sci-Fi-Filmen ab.

Der Film ist für eine FSK 16 Freigabe dennoch relativ blutig, trotz der Zensur, die der Film widerfahren hat. Die Effekte sind toll anzusehen und es gibt mehrere herrlich fiese Szenen (ohne Schutzanzug in die Schleuse z.B.). Die Wahl des Soundtracks/der Musik ist mit Ausnahme des Vor- und Abspannes toll und passt hervorragend zu den Horrorparts. Die passen und machen Laune. Der Cast um Sam Neill (er spielt unglaublich gut), Laurence Fishburne (Death Wish II), Joely Richardson (Color Out of Space), Kathleen Quinlan (The Hills Have Eyes) oder Jason Isaacs (Black Hawk Down) ist durch und durch stark. Wenig bekannt ist, dass für die «Höllensequenz» sogar Porno-Darsteller und Menschen mit Amputationen an Bord geholt wurden. Jedoch ist davon nicht mehr viel übrig (die Szenen fielen beim Testpublikum durch).

Fazit: Sehenswerter Sci-Fi-Horror!  

Infos:

O: Event Horizon

USA, Grossbritannien 1997

R: Paul W.S. Anderson

D: Laurence Fishburne, Sam Neill, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Jason Isaacs, Sean Pertwee

Laufzeit der deutschen DVD: 92:01 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Paramount vor = wie weltweit nur die (u.a. in Gewalt) zensierte US-Kinofassung, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (ich mag die deutsche Synchro), gute Bild- und Tonqualität (DTS-Tonspur). Einige der zensierten Szenen sind mit Kommentar als Extras vorhanden. Der Rohschnitt soll 130 Minuten gelaufen sein und angeblich musste Anderson den Film auf 92 Minuten kürzen. Schade, dass es bis heute keine echte Uncut-Fassung des Filmes gibt (Stand: Juli 2026). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Samstag, 11. Juli 2026

Letzter NIFFF Tag

 

Heute würde der erste Film einige Stunden früher starten als in den vergangenen NIFFF-Tagen. Daher schrieb ich die Berichte von gestern schon diese Nacht, damit ich dann in voller Ruhe schlafen konnte. Ich würde das Zuhause um 11.40 Uhr verlassen. Dennoch stellte ich meinen Wecker auf 08.00 Uhr. Ich habe gerne Zeit am Morgen. Schreiben musste ich nichts mehr. Ich zockte (Broforce) und entschied, heute einen Film auszulassen. Und zwar den Abschlussfilm = Colony. Warum? Vor dem Film habe ich zwei Stunden Pause = rumsitzen. Der Film läuft dann nochmals zwei Stunden und da auch die Abschlusszeremonie stattfindet, würde das heissen, drei Stunden zu sitzen. Und das auf den harten Stühlen der Passage 1. Darauf hatte ich keinen Bock. Zudem denke ich, dass ich Colony so oder so nicht überragend gefunden hätte (schon Train to Busan fand ich schlecht). Ich wollte nach dem 2. Film lieber noch Desserts essen gehen, gemütlich die Heimreise antreten und abends gemütlich Fussball schauen (das England-Spiel).

Es reichte mir auf den 11.59 Uhr Zug statt auf den geplanten 12.15 Uhr Zug. Daher war ich schon um 12.28 Uhr in Neuchatel. Der Zug war voll (glaube eine Art Pfadfinder Gruppe). Praktisch der ganze Zug war voll und unzählige Kinder sassen auch auf den Böden, da keine freien Plätze. Ich fand zum Glück in einem 4er Abteil noch einen freien Platz und las weiter Gewebte Welt. Ist das spannend am Ende! Der heutige erste Film sollte erst um 14.00 Uhr starten. Und es sollte die beste und letzte Chance auf ein Autogramm werden. Gezeigt wird der neuste Film von Eisuke Naito, den ich bisher zweimal sah aber keine Gelegenheit für ein Autogramm hatte. Als ich um ca. 12.35/12.40 Uhr an der Passage ankam, sah ich ihn: Eisuke Naito, seine Ehefrau und diverse andere Personen. Der Standort des Tisches war unpraktisch, da ich nicht von hinten auf ihn zusteuern konnte. Gerade, als ich mein Cover zum Signieren parat machen wollte, kam der Kellner und hat ihnen ihr Mittagessen gebracht. So kam es wie bereits vor einigen Tagen: auch jetzt konnte ich mir kein Autogramm (und Foto) holen, da sie am Mittagessen waren (sie haben Burger und Pommes bestellt, sah gut aus).

Ich entschied daher, auch weil ich früher als geplant in Neuchatel war, selbst was essen zu gehen. Und zwar ins nahegelegene Les Brasseurs. Und was nahm ich dort? Erneut zwei Crème Brulée (Nr. neun und zehn). Es war die gleiche Kellnerin wie gestern und sie erinnerte sich noch an mich. Das Les Brasseurs war diesmal (halt ein Samstagmittag) sehr gut besucht und zum Glück hatten sie die Klimaanlage im Gegensatz zu gestern eingeschaltet. Die Begegnung mit Eisuke Naito hatte mich hungrig gemacht (wohl Auswirkungen von vegetativem Nervensystem). Es war jetzt 12.45 Uhr und die zwei Crème Brulée waren seit 08.00 Uhr das Erste, was ich gegessen hatte. Danach ging ich mir noch ein kaltes Cola kaufen und ging nach 13.00 Uhr wieder in die Passage. Dort wartete ich noch fast bis um 13.30 Uhr, ehe ich mich in die Passage begab und dann Augenkontakt mit Eisuke Naito aufnahm. Es gab ein Foto und ein Autogramm. Er schien schüchtern, aber schien auch sehr dankbar und Freude zu haben. Es war seine Idee, das signierte Cover der US-Blu-Ray ins Foto zu heben, auch wenn dadurch sein cooles T-Shirt (Godzilla Vs. Biollante) bedeckte. Schade war, dass ich die falsche Cover-Seite signieren liess (es handelt sich um ein Wendecover). Cool war noch wer das Foto geschossen hat. Der neue Schnuri. Er und der Dolmetscher (kein Asiate) sassen gegenüber von Eisuke Naito und seine Ehefrau. Er, der mich in einigen Vorstellungen nervte, half mir nun und machte zwei tolle Bilder von uns. Dankeschön!






Danach machte ich mich auf den Weg auf die Vorstellung. Eisuke Naito stellt seinen neusten Film (Blood on Snow) vor. Da hiess es warten und schwitzen. Es war unerträglich heiss und Türöffnung war ca. fünf Minuten vor 14.00 Uhr. Die Vorstellung war ausverkauft. Der Kinosaal wurde zwar gekühlt, aber dessen Wirkung war nach ca. 20 Minuten verlogen. Der Film startete auch verspätet. Eisuke Naito sprach zum Publikum und nahm dann selbst im Kinosaal Platz, um seinen eigenen Film ansehen zu können. Danach war nur kurze Pause angesagt. Die Sitze und die Wärme haben mir zugesetzt. Ich kaufte in einem Dönerladen (alles andere hatte irgendwie schon geschlossen) nochmals ein kaltes Cola und machte mich erneut auf den Weg ins gleiche, heisse Kino und stand an. Auch der nächste Film war praktisch ausverkauft. Cool war, dass sich Eisuke Naito, diesmal allein und ohne Ehefrau, auch diesen Film im Kino, zwei Reihen vor mir sass er, ansah. Sleep No More war ein nicht uninteressanter Film. Ich muss noch überschlafen und reflektieren, ob der auf die Wunschliste kommt oder nicht. Danach verliess ich das Kino um ca. 18.20 Uhr und suchte das Okapi Neuchatel auf, wo ich vor sechs Tagen mit dem Kumpel aus Zürich essen ging. Dort bestellte ich mir erneut eine Crème Brulée (Nr. elf), einen Cheesecake (Nr. drei) und ein Cappuccino. Inzwischen war es windig und angenehm. Ggf. kommt in Neuchatel noch ein Gewitter auf. Um 19.00 Uhr fuhr ich dann wieder Richtung Bern und vom Westside aus mit dem Bus, der heute und um diese Uhrzeit noch fuhr, nach Hause und schrieb nach dem Füttern der Katzen die Berichte. Mein Ziel war, das bis 23.00 Uhr erledigt zu haben, damit ich mir das Fussballspiel zwischen England und Norwegen anschauen konnte. Und ab morgen heisst es dann leider wieder arbeiten!











Fazit:

Folgende Filme gelangen auf meine Wunschliste:

- Hen

- Saccharine

- Ikatan Darah

Eventuell noch: 

- Sleep No More (muss ich noch reflektieren)


Sleep No More

NIFFF 2026 Spezial

Sleep No More

Story:

Nach dem Tod ihrer Mutter, die in einer Perückenfabrik arbeitete, beginnen deren Töchter zu ermitteln und stellen fest, dass es in der Perückenfabrik schon diverse mysteriöse Todesfälle gab…

Meine Meinung:

Sleep No More ist ein wirklich interessanter Film. Ich war schon erstaunt, als ich las, dass sich der Regisseur nur «Edwin» nennt. Von Edwin kenne ich keine anderen Filme. Neue indonesische Horrorfilme sah ich in den letzten Jahren, vor allem auf Filmfestivals oder auch Zuhause (vor allem Remakes von Rapi Films Klassikern), schon einige. Die meisten haben mich nicht überzeugt und taugten nur für eine Sichtung und/oder fanden erst gar nicht den Weg in die Sammlung.

Sleep No More ist wahrscheinlich der beste neue indonesische Horrorfilm, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Das aufgrund der fantasievollen und innovativen Story, die sich erst Mal von anderen Geister-Filmen aus Indonesien abhebt. Es muss auch klar gesagt werden, dass es viele Dinge gibt, die im Film nicht erklärt werden und die übernatürlich und phantastisch sind. Das dürfte nicht allen gefallen. Stark waren handgemachte Monster- und Verwandlungsszenen, die ich in dem Film nicht erwartet hätte.

Als ich die Kreatur im Finale sah, war das einfach nur schön. Wobei es schon zuvor viele praktische Effekte zu sehen gibt. In einzelnen Momenten fühlte ich mich an Filme wie Exte: Hair Extensions, Das Ding aus einer anderen Welt, Bride of Re-Animator, Seeding of a Ghost sowie Street Trash erinnert. Und das heisst schon was. Toll war auch, wie schnell der Film nach seiner inhaltlichen Abschliessung, endet. Sofort wie zu guten alten Shaw Brothers Zeiten. Kein langes blablabla. Die Darsteller waren solide bis gut. Inhaltlich gibt es eine sozialkritische Note à la Species (Kritik an den Arbeitsbedingungen).

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: Monster Pabrik Rambut

Indonesien, Singapur, Japan, Deutschland, Frankreich 2026

R: Edwin

D: Rachel Amanda, Lutesha, Iqbaal Dhiafakhri Ramadhan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Blood on Snow

NIFFF 2026 Spezial

Blood on Snow

Story:

Ein Paar aus Tokyo inklusive Sohn ziehen aus der Grossstadt auf das verschneite Land, in dem der kranke Grossvater lebt.  Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Aka Ice Blood. Blood on Snow ist der neuste Film von Eisuke Naito. Dessen vergangene Filme sah ich am NIFFF (Liverleaf, Toxic Daughter) oder am BRUGGGORE Filmfestival (Higuma!! The Killer Bear). Seine bisherigen Filme entsprachen der Hit or Miss Auswahl. Liverleaf und Higuma!! The Killer Bear (einer der besten Filme am diesjährigen BRUGGGORE Filmfestival) mochte ich, Toxic Daughter hingegen gefiel mir gar nicht. Blood on Snow passt nicht in die Hit or Miss Kategorie. Der Film ist solide und durchschnittlich. Also nicht toll, aber auch nicht schlecht.

Blood on Snow ist weniger Ghost-Horror, als erwartet. Es handelt sich um einen sehr ruhigen und zuerst sehr dialoglastigen Film. Der Film spielt in einer ländlichen, verschneiten Gegend. Schnee scheint es Eisuke Naito, auch wenn man die anderen Filme von ihm betrachtet, angetan zu haben. Schnee sehe ich, vor allem im älteren japanischen Kino, immer sehr gerne, da meist sehr stimmungsvoll. Blood on Snow ist ein Mix aus Drama, Sozialkritik und Geister-Film. Der Film baut zuerst die Prämisse um den «Snow Woman» auf. Doch nach und nach zeigt der Hauptplot, dass es eher um Familienkonflikte geht.

Mir kamen da kranke Familienmitglieder, Co-Abhängigkeiten, Femizide und Traumata in den Sinn. Der Film wirkte dann zuweilen wie eine japanische Blaubart-Variante inklusive Vibes à la Ringu und Ju-on: The Curse. Der Film versucht wie die ganzen J-Horrorstreifen Grusel zu erzeugen. Für mich hat das nicht funktioniert, auch wenn die grossen Vorbilder gut studiert und filmisch festgehalten und gekonnt inszeniert wurden. Mir war das Tempo zu langsam, echter Grusel stellte sich zu keiner Sekunde ein und ich fand den Film auch erstaunlich wenig stimmungsvoll. Mit einigen CGI-Momenten wurde ich zudem nicht warm. Abgesehen davon ist der Film wie auch der Cast sonst sehr solide.

Fazit: Geschmackssache! Man sollte einen ruhigen Film erwarten, der mehr an Ringu und Co. erinnert als an die vorherigen Filme von Eisuke Naito…

Infos:

O: Hyoketsu

Japan 2026

R: Eisuke Naito

D: Kitayama Hiromitsu, Kato Chihiro, Sano Shiro

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 98 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

NIFFF 7. bis 8. Tag

 

Die Berichte vom Vortag waren heute schnell geschrieben. Ich hatte noch eines der Sandwiches von gestern, welches heute mein Frühstück sein würde. Heute lag es drin, dass ich mir The Night Comes for Us ansah (läuft zwei Stunden). Da wollte ich mein altes Review schon länger Mal anpassen und da ich unbedingt mit The Furious vergleichen wollte, fand ich heute Mittag nun Zeit. Zudem fand ich auch in einem Forum eine Meinung, die meiner ähnelt und die «Kampfszenen» kritisiert. Auf Letterboxd gibt es natürlich auch viele kritische Stimmen. Danach ging es via Bus ins Westside. Dort kaufte ich ein (Red Bull und drei Sandwiches). Ich musste auf den Zug warten. Es war heiss. Über 30 Grad. In Neuchatel lief ich erneut durch die Passage, sah aber keine Gäste. Kein Quarxx und kein Eisuke Naitô. Da es heute zwischen den beiden Filmen, die auf dem Programm standen, knapp werden würde, gönnte ich mir vor dem ersten Kinobesuch im Les Brasseurs zwei Crème Brulée und eine Cola. Das war erfrischend und tat gut. Der erste Film lief heute im Passage 1. Das wird immer schön gekühlt. Aber langsam tun mir mein Gesäss und mein Kreuz weh. Vom langem sitzen.






Ikatan Darah ist nebst Hen der zweite Film, der es definitiv auf meine Wunschliste schafft. Es tat gut, endlich Mal einen Film zu sehen, der mir von Anfang an bis zum Ende gut gefiel und mir Freude bereitet hat. Danach hatte ich weniger Pause, als erwartet (der Schnuri hat Ikatan Darah vorgestellt und durch die langen Werbeshows vor der Sichtung werden die Pausen zwischen den Filmen immer kürzer). Ich schaffte es noch schnell, mein Sandwich zu essen und danach ging es schon in den letzten Film heute: The Holy Boy. Als ich beim Kino Studio vorbeilief und dort die Kinobesucher den Kinosaal verliessen, dachte ich eine Sekunde lang, dort auch Eisuke Naitô zu sehen. Aber was, wenn ich mich irren sollte? Sah er sich dort wirklich einen Film an? Wenn ja, was lief? Ich hatte jedoch keine Zeit dafür und es wäre peinlich gewesen, ihn zu fragen, wenn er es denn nicht gewesen wäre. Ich sah mir später nochmals ein Online-Foto von ihm an und es könnte ihn gewesen sein. Erst einen Tag später fand ich heraus, welche Vorstellung es war: Biester (La cérémonie) aus dem Jahr 1995.

The Holy Boy war danach an der Reihe. Die Vorstellung schief auch ausverkauft. Es war super warm. Keine Klimaanlage. Das Gesäss und Kreuz taten noch mehr weh, als beim ersten Film. Der Regisseur war anwesend und gab ein kurzes Grusswort ehe er den Kinosaal verliess. Kurz vor Ende kehrte er zurück. Da gab es wohl noch ein kurzes Q&A. Aber ich verliess den Saal. In der Passage sah ich keine der beiden Gäste. Da The Holy Boy verspätet zu Ende war, reichte es mir nicht auf den 21.30 Uhr Zug. Also nahm ich den späteren und sah mir bis ich nach Hause ging, auf dem Handy das Fussballspiel zwischen Frankreich und Marokko an. Marokko hat absolut enttäuscht und mit Frankreich kam der verdiente Sieger ins Halbfinale. Ich habe mein Handy heute bewusst kaum gebraucht und es in den maximalen Energiemodus (= maximales Energiesparen) versetzt. So kann ich praktisch alle Apps nicht brauchen, dafür hatte ich abends um 22.00 Uhr noch ca. 80% Akku-Leistung und konnte heute im eiskalten Zug das Fussballspiel schauen. Ich wurde im Zug schon total müde und Zuhause hiess es um ca. 00.30 Uhr ab ins Bett.

Am Morgen war ich recht müde, träge und etwas antriebslos. So dauerte es bis am Mittag, bis ich meine Berichte zu Ende geschrieben hatte. Als Ablenkung bekam ich Post. Ich hoffte auf den Film Red Pirate. Einen taiwanesischen Film den ich als chinesische DVCD bestellt hatte. Leider war es ein anderer Film, den ich bekam. City Hero, den ich schon als HK-DVD haben müsste (und den ich eigentlich eher mässig fand). Das Ding habe ich sofort auf FB zum Verkaufen eingestellt, aber leider hat bisher niemand zugeschlagen. Ich denke auch nicht, dass das Ding jemand kaufen wird. Danach ging ich via Bern Bahnhof nach Neuchatel statt über Brünnen. Ich kaufe um ca. 14.15 Uhr in Niederwangen ein (Trinken, Sandwiches).





Dann folgte die Zugfahrt. Man merkte, dass heute Freitag war. Wochenende. Mehr Menschen. Der Zug war voll und im Gegensatz zu den anderen Tagen war der Zug nicht gekühlt (!!!). Es war also heiss. Ich habe praktisch die ganze Fahrt weiter Gewebte Welt gelesen. Es ist fast fertig und noch immer spannend. Toll. Es ist auch heute über 30 Grad warm. Heute ging ich nicht als erstes zur Passage Regisseure suchen (da der erste Film dort laufen wird d.h. also komme ich automatisch dort vorbei) sondern ich suchte zuerst Les Brasseurs auf. Und dort nahm ich meine zwei obligatorischen Crème Brulée (Nr. neun und zehn seit Sonntag) und eine Cola. Die Bedienung deckte für zwei, sie dachte ich erwarte jemand, der noch nicht da ist. Herzig. Aber auch hier: im Gegensatz zu vorgestern haben sie im Restaurant nicht gekühlt. Vorgestern war es drinnen angenehm kühl und heute haben sie nicht gekühlt. Verstehe das einer. Danach habe ich noch ein öffentliches WC getestet (eklig) und machte mich auf den Weg in die Passage. Keine Gäste gesehen. Der erste Film (Teenage Sex and Death at Camp Miasma) war fast ausverkauft und startete mit Verspätung. Das Publikum schien mit dem Film ihren Spass gehabt zu haben. Dafür war Phi Phong: The Blood Demon relativ schlecht besucht und dennoch wurde es aufgrund der Hitze fast unerträglich (und dann läuft der Film noch zwei Stunden und kommt am Ende nicht zu Ende). Zudem haben mich einige der Zuschauer neben und hinter mir genervt. Vielleicht bin ich nach so vielen Tagen einfach nur dünnhäutiger. Danach machte ich es mir mit Fussball auf dem Handy (Spanien gegen Belgien) auf dem Weg zum Bahnhof. Hätte ich es nicht so gemütlich genommen, hätte ich schon den 21.30 Uhr Zug nehmen können. So konnte ich erst um 22.00 Uhr in Neuchatel abfahren und kam um ca. 23.40 Uhr Zuhause an. Die Berichte habe ich alle nachts noch geschrieben, da Samstagmorgen kaum Zeit (der erste Film startet schon um 14.00 Uhr).




Phi Phong: The Blood Demon

NIFFF 2026 Spezial

Phi Phong: The Blood Demon

Story:

Ein Bruder (Kiều Minh Tuấn) und eine Schwester (Minh Anh), beides Schamanen, erhalten einen Telefonanruf, dass es ihrer Mutter, die in einem abgelegenen Berg-Dorf wohnt, schlecht geht. Als sie vor Ort eintreffen, vermuten sie den Phi Phong als Ursache des Schreckens (Phi Phong = «is a bloodthirsty demon from mountainous folklore in Vietnam»)…

Meine Meinung:

Phi Phong: The Blood Demon ist ein vietnamesischer Folklore-Horrorfilm, der sofort zu Beginn klarstellt, dass der Plot frei erfunden und keine echten Tiere getötet wurden. Das wird dem Zuschauer sofort via Texteinblendungen kommuniziert. Phi Phong: The Blood Demon des mir unbekannten Regisseur Đỗ Quốc Trung startet vielversprechend. Aus Vietnam kenne ich, wenn ich nicht irre, keine Horrorfilme. Nur ein bis zwei Actionfilme, wobei einer auch am NIFFF zu sehen war (= Fish, Fists and Ambergris). Ich mag Folklore-Inhalte und der Trailer sah vielversprechend aus.

Phi Phong: The Blood Demon überzeugt zunächst durch einen inhaltlich spannenden Plot, authentische Rituale und Zeremonien, schöne, abgelegene und stimmungsvolle Bilder und Settings, kaum bis kein CGI und unverbrauchte, sympathische Figuren (das Geschwisterpaar). Kiều Minh Tuấn und Minh Anh spielen das stark. Dem Film gelingt es auch, gruselig zu wirken. Erschrocken bin ich aber nie (einer in meiner Reihe ist sicher ein halbes Dutzend Mal zusammengezuckt). Die Prämisse geht lange gut, aber dann fällt der Film inhaltlich in sich zusammen.

Der Plot wirkt uninteressanter und wenig originell, zuweilen wirken Story-Stränge gehetzt. Es geht weniger stimmungsvoll zu und her und am Ende folgt ein Showdown nach dem nächsten. Der Film weiss nicht, wann er enden soll und als Zuschauer habe ich es kaum mehr ausgehalten, sitzen zu bleiben. Alles wirkte langatmig, öde und einfach nur noch langweilig. Am Ende handelt es sich einfach nur um einen 08/15 Rache-Plot. Da hätte man viele Szenen weglassen und straffen können. Mir wäre ein 08/15 Exorzismus-Plot lieber gewesen. Das Finale war auch schwach und das CGI hat in diesen Momenten nicht überzeugt. Das Film wirkt in den Szenen auch über dramatisiert. Immerhin wird auf asiatischen Klamauk verzichtet.

Fazit: Das letzte Viertel zieht den Film negativ nach unten!

Infos:

O: Phí Phông: Quỷ Máu Rừng Thiêng

Vietnam 2026

R: Quoc Trung Do

D: Đoàn Minh Anh, Diệp Bảo Ngoc, Nina Padovan, Kiều Minh Tuấn, Minh Anh

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 120 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

NIFFF 2026 Spezial

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

Story:

Der Slasher Camp Miasma soll eine Fortsetzung erhalten. Endlich. Das Projekt geht an die neue, talentierte Regisseurin Kris (Hannah Einbinder). Diese will unbedingt den Star des ersten Filmes im Projekt dabeihaben und sucht sie auf. Doch Billy (Gillian Anderson), das ehemalige Final Girl aus Camp Miasma, lebt total isoliert und zurückgezogen. Dennoch wagt sich Kris, Billy aufzusuchen. Und sofort ist Kris von Billy fasziniert. Wird es ihr gelingen, sie für das Projekt zu begeistern?

Meine Meinung:

Teenage Sex and Death at Camp Miasma ging ich nur schauen, da auch ein Slasher. Ansonsten hat mich der Film nicht wirklich interessiert. Letztes Jahr lief von der Regisseurin I Saw the TV Glow am NIFFF und mein Kumpel hatte nicht viel dafür übrig. Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist ein Mix aus Slasher, Hommage an die 80er Jahre Slasher, Arthouse-Film, Meta-Kommentar, Film-im-Film, Satire, Erotikfilm sowie ein Film über die weibliche Sexualität, auch wenn der Film von einer Transsexuellen Regisseurin stammt statt von einer Frau.

Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist am Ende zwar nichts für meine Sammlung und nicht jede Szene oder jeder Dialog gefiel mir, aber im Grossen und Ganzen war es einer der unterhaltsameren Filme an diesem NIFFF. Die Liebeserklärung an 80er Jahre Slasher kommt im Vorspann wunderbar zur Geltung (plus später Videodrome). Da fühlte ich mich natürlich sofort an die Freitag der 13. Reihe erinnert. Aber auch die Mörder aus der Halloween oder A Nightmare on Elm Street Reihe finden Erwähnung wie auch Psycho (oder Ed Gein, auf dessen Story Psycho basiert) oder die Sleepaway Camp-Reihe.

Der Film punktet nebst dem grossen Unterhaltungswert durch den Plot (wo steuert die Reise hin?), die starken Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen sowie seine Optik. Eine gewisse Spannung ist gegeben. Die Film-im-Film-Szenen fand ich cool. Das Ende hingegen gefiel mir nicht. Ich hätte es besser gefunden, wenn es (nach der La petite mort Szene) kein Happy End gegeben hätte. Gillian Anderson spielte stark, auch wenn ich sie nur aus Akte-X (und daher mit ihrer deutschen Stimme) kenne. Ihre Originalstimme zu hören, schien mir fremd. Die mir unbekannte Hannah Einbinder machte ebenfalls einen sehenswerten Job.

Fazit: 80er Jahre Slasher Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Teenage Sex and Death at Camp Miasma

UK, Kanada, USA 2026

R: Jane Schoenbrun

D: Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Patrick Fischler

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 106 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Freitag, 10. Juli 2026

The Holy Boy

NIFFF 2026 Spezial

The Holy Boy

Story:

Ein Lehrer nimmt in einem abgelegenen Berg-Dörfchen eine Stelle als Lehrer an. Bald muss er erkennen, dass die Ortschaft ein schreckliches Geheimnis hütet…

Meine Meinung:

Was genau mich in The Holy Boy, einem Italienischen Film von Paolo Strippoli (Flowing, A Classic Horror Story), erwarten würde, war mir nicht bekannt. Ich habe zwar kurz in den Trailer gesehen und das was ich sah, erinnerte mich irgendwie leicht an Midsommar, aber so genau wusste ich das nicht. Ich wusste nur, dass ein Lehrer in einem abgelegenen Dorf eine befristete Stelle annimmt und das in der Ortschaft etwas nicht stimmt. The Holy Boy hat zwar versucht, etwas Neues zu schaffen, dennoch erinnert der Film mit seinem Spiel aus Trauer, Verlust und Traumata, und wie Menschen damit umgehen, an andere Genre-Werke der letzten Jahre.

Der phantastische Umgang damit verdient sicherlich Anerkennung. Dennoch konnte mich The Holy Boy nicht wirklich vollumfänglich überzeugen. Der Film bleibt am Ende Antworten schuldig, es gibt mieses CGI (Feuer) und die Figuren sind mehrheitlich wenig sympathisch. Michele Riondino (Interstate), er spielt den Lehrer, fand ich sehr unsympathisch. Er erinnerte mich an den Protagonisten aus Hokum. Auch die anderen Figuren (der Junge, dessen Vater oder der Geistliche etc.) fand ich allesamt unsympathisch. Auf der einer Seite kann man fast sagen, dass der Junge durch die Ankunft des Lehrers eine Art Coming of Age Erfahrung macht.

Das hat mich aber alles relativ kalt gelassen und wenig gefesselt. Richtig spannend war der Film auch nicht. Gerne hätte sich der Film am Anfang mehr Zeit nehmen dürfen. Die Begegnung zwischen dem Lehrer und dem Jungen und deren Kraft ging für meinen Geschmack viel zu schnell. Diese Szenen wirkten gehetzt und unglaubwürdig. Abgesehen davon sieht der Film ansonsten schick aus. Die Settings wirken authentisch und das abgelegene Dorf in Italiens Bergen hat definitiv seinen Charme. Die Musk hat mir in vielen Szenen hingegen nicht gefallen. Wirkte unpassend. Falls ich das Ende richtig interpretiert habe, erinnerte es an Hexensabbat (1977).

Fazit: Hat mich leider am Ende nicht überzeuget. Aber es gibt definitiv Extrapunkte für den Versuch, etwas Kreatives zu präsentieren!

Infos:

O: La valle dei sorrisi

Italien 2025

R: Paolo Strippoli

D: Michele Riondino, Romana Maggiora Vergano, Roberto Citran

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 122 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Den Film gibt es in Deutschland bereits auf Blu-Ray (Deutsch/Ital. mit deutschen Untertiteln, Uncut).