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Freitag, 6. März 2026

The New One-Armed Swordsman

 

The New One-Armed Swordsman

Story:

Durch List und Intrige gelingt es Long Yizhi (Ku Feng), dem jungen Helden und Schwertkämpfer Lei Li (David Chiang) ein Verbrechen anzuhängen, ihn zu provozieren und im Kampf zu besiegen. Dies hat zur Folge, dass sich Lei Li einen Arm abtrennt und sich aus der Martial Arts Welt zurückzieht. Als Long Yizhi dies später wiederholt und Lei Lis Freund Hero Fung (Ti Lung) dabei ums Leben kommt, schwört Lei Li blutige Rache…

Meine Meinung:

Der dritte und letzte Teil der «The One-Armed Swordsman» Reihe von Chang Cheh (The Savage 5, The Nine Demons) kommt nicht ganz die die Vorgänger (The One-Armed Swordsman und Return of the One-Armed Swordsman) heran. Dennoch ist auch The New One-Armed Swordsman ein sehenswerter Eastern, der noch immer aus der Masse herausragt. Superstar Jimmy Wang Yu (The Chinese Boxer, Die Todesbucht der Shaolin) stand für die neuste Fortsetzung nicht zur Verfügung und wurde durch David Chiang (Kuan - Der unerbittliche Rächer, It Remains) ersetzt.

Der Hauptgrund, warum mir die zwei vorherigen Teile mehr zugesagt haben, ist die Tatsache, dass es hier im Mittelteil doch einige Längen gibt. Das ist der Grund. Und die Musik fand ich stellenweise unpassend. Was ich nicht wusste ist, dass sich die Musik im O-Ton und z.B. der englischen Sprachfassung unterscheiden. Ggf. wäre jene vom englischen Dub besser gewesen. Abgesehen davon ist der Film unterhaltsam. David Chiang gibt einen wunderbaren Jimmy Wang Yu Ersatz ab und Ku Feng mag ich als Bösewicht so oder so. Auch hier liefert er in der Hinsicht ab, auch wenn sein Umfeld etwas naiv agiert.

Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra) spielt diesmal nur eine grosse, tragische Nebenrolle. Er macht das jedoch stark und sein Heldentot ist äussert derb in Szene gesetzt. In weiteren Nebenrollen sind Namen wie Wang Chung (The Delinquent), Chan Sing (Tiger Force) oder Cheng Kang-Yeh (Drunken Master Slippery Snake) zu sehen. Und selbst eine Frau (Li Ching) kommt vor und spielt einen nicht unwichtigen Charakter. Immerhin ist es ihr Schwert, welches sie David Chiang geschenkt hat, mit welchem er am Ende, einem sehenswerten Finale auf einer Brücke, voller blutiger Momente und einem hohen Bodycount, für Rache sorgt.

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Xin Du Bi Dao

HK 1971

R: Chang Cheh

D: Ku Feng, David Chiang, Ti Lung, Li Ching, Wang Chung, Chan Sing, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-Blu: 102:33 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / 2. Sichtung am: 06.03.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Three) = Uncut und ohne Frame Cuts, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gemeldete Asynchronitäten sind mir beim Schauen nicht aufgefallen. In Deutschland von TVP (als Das Schwert des gelben Tigers) auf Blu-Ray zu haben.

Montag, 8. Dezember 2025

Mother of a Different Kind Review

Mother of a Different Kind

Story:

Krankenschwester Lam Sau Mei (Petrina Fung Bo-Bo) dreht nach dem Tod ihres Sohnes durch. Sie macht Inspektor Cheung Hung (Lau Ching-Wan) dafür verantwortlich und will sich an ihm rächen…

Meine Meinung:

Shaw Brothers Legende David Chiang (Kuan - Der unerbittliche Rächer, Die Todespagode des gelben Tigers, The Six Directions Boxing) führte in ca. einem Dutzend Filme Regie (z.B. in A Mad World of Fools oder The One Armed Swordsmen). Mother of a Different Kind aus dem Jahr 1995 markierte seine letzte Regie-Arbeit. Mother of a Different Kind ist ein nicht uninteressanter Mix aus Thriller und schwarzer Komödie, wobei ich den Film nicht wirklich als Komödie ansehe. Das ist dann schon mehr dem Overacting zu verdanken und einigen inhaltlichen Twists.

Mother of a Different Kind ist nicht allzu bekannt. Das kann auch daran liegen, dass ab Mitte der 90er Jahre die filmische Qualität von HK-Produktionen abnahm. Die Ungewissheit, was die Zukunft bringen würde (1997), war allgegenwärtig. Zum anderen gibt es von dem Film, wie es scheint, keine DVD-Ausgabe (nur eine VCD und LD, ggf. noch eine VHS). Somit wurde der Film auch nicht einem breiten Publikum zugänglich. Schlecht ist Mother of a Different Kind nicht, aber auch weit davon entfernt, in die Sammlung aufgenommen zu werden.

Der Plot wirkt hier und da arg konstruiert, übertrieben und das Ende gefiel mir nicht. Auch sonst sind einige der Handlungen der Figuren schlicht unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Im Grossen und Ganzen geht die Zeit beim Schauen aber vorbei und da der Film teilweise, wie bereits erwähnt, unglaubwürdig ist, kommt es aber hier und da auch zu einigen inhaltlichen Überraschungen, die man so nicht erwartet hätte. Zudem ist das Tempo des Filmes, vor allem in der ersten Hälfte, hoch. Lau Ching-Wan (The Third Full Moon, Expect the Unexpected, Detective vs. Sleuths) macht einen soliden Job.

Fazit: Geschmackssache. Mir hat der Film zu wenig gut gefallen, um in die Sammlung integriert zu werden.

Infos:

O: Bat Yat Yeung Dik Lut Lut

HK 1995

R: David Chiang

D: Petrina Fung Bo-Bo, Lau Ching-Wan, Veronica Yip Yuk-Hing, Annabelle Lau Hiu-Tung, Michael Tong Man-Lung

Laufzeit der HK-LD: Ca. 60 Min. (1. LD), Ca. 38 Min. (2. LD)

Gesehen am: 26.09.25

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Cameron Entertainment vor = der Film wurde auf zwei LDs aufgespielt, O-Ton, englische Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Hong Kong noch von Mei Ah auf VCD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2025). Leider hatte die LD Laserrot und ich musste nach ca. 20 Minuten Sichtung auf Online-Fassungen (die eine schlechtere Bildqualität hatten), ausweichen.

Samstag, 23. August 2025

Shaolin Temple

Shawgust 2025

Shaolin Temple

Story:

Die Regierung (Ku Feng, Lu Feng, Wong Ching, Tsai Hung) plant den Shaolin Tempel und dessen Mönche und Schüler (Lo Meng, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Ti Lung, David Chiang, Phillip Kwok, Li Yimin, Bruce Tong Yim-Chaan, Yueh Hua, Wang Chung, Lau Wing, Wai Wang) zu töten. Verräter (Shan Mao, Johnny Wang Lung-Wei) im Shaolin Tempel machen es der Regierung einfach, sich auf den Kampf vorzubereiten…

Meine Meinung:

Chang Cheh (The Generation Gap, Die 13 Söhne des gelben Drachen, Heaven and Hell) spannte mit Wu Ma (Haunted House Elf, Heroic Brothers, Into the Night) zusammen und veröffentlichte Mitte der 70er Jahre mit neuem Choreographen-Team (Liu Chia-Liang und Tong Kai waren Geschichte) und in Taiwan gedreht einen der sehenswertesten Shaolin-Kloster-Beiträge aus dem Shaw Brothers Universum. Der Film gilt zu Recht als sehenswert und Klassiker des Genres. Ich sah den Film seit 15 Jahren nicht mehr und der Steifen hat die 2. Sichtung locker bestanden.

Der Plot ist zwar sehr dünn, nichts Neues und dient praktisch nur dem Selbstzweck, dafür rocken die vielen spektakulären Kampf- und Trainingsszenen. Vor allem das lange Finale bietet Spektakel pur. Der Film wird aber nicht jedem Star gerecht. Folgende Namen bekommen am meisten Kampfszenen spendiert: Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet), Alexander Fu Sheng (Friends), Johnny Wang Lung-Wei (My Rebellious Son), Li Yimin (7 Commandments of Kung Fu), Bruce Tong Yim-Cha (Shaolin Abbot) und Shan Mao (Tiger). Vor allem letzterer, den ich vor allem von 70er Jahre Basher kenne, hat mich in den Kampfszenen positiv beeindruckt.

Namen wie Ti Lung (Young Lovers on Flying Wheels), Phillip Kwok (Forbidden Arsenal) und David Chiang (The Revenge of the Shaolin Kid) dürfen eigentlich fast nur im Finale zeigen, was sie können. Andere Namen kommen so gut wie nicht (Wang Chung und Yueh Hua) oder gar nicht (Ku Feng) zum Zug. Als Bösewichte (nebst den zwei Verrätern) und daher nur im Finale kämpfend überzeugen Namen wie Lu Feng (The Rebel Intruders), Tsai Hung (8 Strikes of Wild Cat) und Wong Ching (The Prodigal Boxer). An dem Trio hatte ich grosse Freude. Die passen immer hervorragend in die Schurken-Rollen.

Fazit: Must See Titel!

Infos:

O: Shao Lin Si

HK 1976

R: Chang Cheh, Wu Ma

D: Lo Meng, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Ti Lung, David Chiang, Phillip Kwok, Li Yimin, Bruce Tong Yim-Chaan, Shan Mao, Johnny Wang Lung-Wei, Yueh Hua, Wang Chung, Ku Feng, Lu Feng, Wong Ching, Tsai Hung, Lau Wing, Wai Wang, Shih Szu

Laufzeit der UK-Blu: 119:45 Min.

Gesehen am: April 2010 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shaw Scope Volume One) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus gibt es eine Fassung ohne Frame-Cuts und ein Special über Chang Cheh vorgetragen von Tony Rayns (Ca. 30 Min.). Letzteres ist zu empfehlen. Weitere Extras (u.a. ein Interview mit Chiang Tao) muss ich noch schauen. In Deutschland (als Der Tempel der Shaolin) von diversen Labels auf Blu-Ray und DVD zu haben (Deutsch, Mandarin mit Subs, Uncut).

Dienstag, 19. August 2025

Return of the One-Armed Swordsman

Shawgust 2025

Return of the One-Armed Swordsman

Story:

Fang Gang (Jimmy Wang Yu) wird angefragt, an einem Kampfturnier anzutreten. Er sagt ab. Er will das Leben als Farmer geniessen. Hinter dem Turnier stehen Bösewichte (u.a. Liu Chia-Liang, Ku Feng, Tang Chia Lau Kar-Wing), die über alle Ressourcen (= die besten Kämpfer) verfügen wollen. Wer nicht mit macht, wird gezwungen, entführt oder getötet. Als Fangs Ehefrau (Lisa Chiao Chiao) entführt wird, gerät er definitiv zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Nach dem sensationellen Erfolg von The One-Armed Swordsman war eine Fortsetzung eine logische Konsequenz. Der Vorgänger machte Jimmy Wang Yu (Die Todesbucht der Shaolin, Das Todeslied des Shaolin, Boxers of Loyalty and Righteousness) zu Hong Kongs ersten Superstar (noch vor Bruce Lee) und der Film war der erste, der mehr als eine Million HKD an den Kinokassen einspielte. Jimmy Wang Yu genoss danach diverse Freiheiten und sollte nur ein Jahr später bereits auf dem Regiestuhl sitzen (The Chinese Boxer).

Return of the One-Armed Swordsman, den ich seit Mai 2008 nicht mehr sah, hat die 2. Sichtung bestanden. Der erste Teil gehört zu meinen Lieblingsfilmen im Shaw Brothers Universum. Wie sollte sich da die Fortsetzung machen? Ich empfand den zweiten Film der dreiteiligen Reihe als stark und sehenswert. Der Film ist qualitativ stark anzusehen und erreicht Kracher-Qualitäten. Dennoch mochte ich den ruhigeren Vorgänger etwas mehr, was aber nicht heissen soll, dass mir der in Actionszenen zahlenmässig viel höhere 2. Teil nicht gefällt.

Nebst Jimmy Wang Yu kehrten aus dem Vorgänger Lisa Chiao Chiao (The Dragon Family, Kwan Fu – Die Bande der Tigerkralle) als seine Film-Freundin und Chang Cheh (The Duel, Journey to the West, The Nine Demons) als Regisseur zurück. Der Film bietet massiv mehr Kämpfe, massiv mehr Blut-Effekte und einen massiv höheren Bodycount als der Vorgänger. Der Plot ist sehr dünn. Dass zwei weibliche Charaktere nicht unwichtige Rollen spielen (und eine auch bei den Bösewichten dabei ist), gefiel mir. Jimmy Wang Yu Fans werden voll auf ihre Kosten kommen. Sein Ego und Selbstvertrauen bringt er gekonnt und souverän in den Film ein. Ultracoole Darbietung von ihm!

Der Film wartet mit Unmengen an bekannten Gesichtern auf. Nebst Jimmy Wang Yu gefallen vor allem die Besetzungen der Bösewichte. Da sind Namen dabei wie Tien Feng (Oath of Death, The Snake Girl Drops In, The Savior), Ku Feng (Bruce and the Iron Finger, Revenge of the Corpse, The Furious Killer), Tong Kai (auch Choreograph des Filmes), Lau Kar-Wing (The Treasure Hunters, His Name Is Nobody), Lau Kar-Leung (auch Choreograph des Filmes) und Wu Ma (Ghost in Me, The Dead and the Deadly). Bei den Helden sind Namen dabei wie Cliff Lok (The Shaolin Kids), Chan Sing (The Ape Girl) und sogar die späteren Chang Cheh Stars David Chiang (A Mad World of Fools) und Ti Lung (The Convict Killer). In Mini-Auftritten sind auch noch Yuen Woo-Ping oder Yuen Cheung-Yan (Star aus Filmen wie Shaolin Drunkard oder Drunken Tai Chi) zu sehen.

Fazit: Für Shaw Brothers, Jimmy Wang Yu und Chang Cheh Fans Pflichtprogramm!

Gefolgt von: The New One-Armed Swordsman

Infos:

O: Du Bei Dao Wang

HK 1969

R: Chang Cheh

D: Jimmy Wang Yu, Lisa Chiao Chiao, Liu Chia-Liang, Ku Feng, Tang Chia, Lau Kar-Wing, Tien Feng, Essie Lin Chia, Yuen Cheung-Yan, Ti Lung, Cliff Lok, Chan Sing, David Chiang, Yuen Woo-Ping, Wong Ching

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 109 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Vol. 3) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland von TVP auf Blu-Ray erscheinen (Die Rückkehr des Königstigers).

Donnerstag, 14. August 2025

The Savage 5


Shawgust 2025

The Savage 5

Story:

Gangster (u.a. Wai Wang, Wong Ching, Chiang Tao) terrorisieren ein Dorf. Eine Gruppe Helden (Ti Lung, David Chiang, Wang Chung, Danny Lee, Chen Kuan-Tai) nehmen den Kampf gegen die Gangster auf…

Meine Meinung:

The Savage 5 sah ich seit 15 Jahren nicht mehr. Es handelt sich um einen Chang Cheh (The Fantastic Magic Baby, Death Ring, Die Todespagode des gelben Tigers) Film für die Shaw Brothers. Der Inhalt erinnert etwas an den japanischen Klassiker Seven Samurai mit dem Unterschied, dass mir The Savage 5 mehr zusagte und es in The Savage 5 mehr (und bessere) Action-Sequenzen zu bestaunen gibt. Der Plot ist zugegebenermassen sehr dünn, dafür wird der Zuschauer bestens unterhalten und nie kognitiv überfordert.

Chang Cheh bleibt in vertrauten Territorien und tut das, was er am besten kann. Seine Helden opfern sich auf, sterben langsame, blutige Heldentode und sind zahlenmässig hoch vorhanden. Und mit Wong Bing-Bing gibt es sogar eine grössere Frauenrolle, was bei Chang Cheh nicht immer der Fall gewesen war. Ansonsten greift Chang Cheh auf seine bekannten Stars zurück. Der Film lebt vor allem von Ti Lung (The Kung Fu Emperor, City War, The Deadly Breaking Sword), Wang Chung (The Man from Vietnam, Blooded Treasury Fight) und den tollen Bösewichten wie Chiang Tao (The Kung Fu Cook), Wong Ching (Sketch) oder Wai Wang (Lewd Lizard).

Danny Lee (Mighty Peking Man, Undeclared War) hingegen fällt etwas ab (ihm nahm ich die Martial Arts Rolle nie wirklich ab), Chen Kuan-Tai (Tough Guy, The Shanghai Thirteen) scheidet überraschend schnell (und wohl als erster der Helden) aus dem Film aus und David Chiangs (Once Upon a Time in China II, The Challenger) Figur gefiel mir diesmal deutlich weniger. Sowohl vom Aussehen als auch von seinem Charakter (Dieb). So überrascht es dann auch nicht, dass die Finalkämpfe von Ti Lung und Wang Chung bestritten werden. Die Kampfszenen steuerten Tang Chia (Shaolin Intruders) und Liu Chia-Liang (My Young Auntie) bei. Beide sollen sich zerstritten haben. Die Kampfszenen sind sehr blutig inszeniert.

Fazit: Chang Cheh Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Wu Hu Jiang

HK 1973

R: Chang Cheh

D: Wai Wang, Wong Ching, Chiang Tao, Ti Lung, David Chiang, Wang Chung, Danny Lee, Chen Kuan-Tai, Wong Bing-Bing

Laufzeit der US-Blu: Ca. 95 Min.

Gesehen am: März 2010 / Neusichtung am: 01.08.25

Fassungen: Früher sah ich den Film als HK-DVD von IVL. Die DVD habe ich noch immer in der Sammlung, da von Chen Kuan-Tai signiert worden. Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (The Ti Lung/David Chiang Collection) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland von T.V.P. unter dem Titel Die Wilden 5 auf Blu-Ray zu haben (die deutsche Synchro soll grossartig sein).

Mittwoch, 16. Juli 2025

Once Upon a Time in China II

Once Upon a Time in China II

Story:

1895 in China:

Wong Fei Hung (Jet Li), sein Schüler (Max Mok) und seine 13. Tante (Rosamund Kwan) reisen nach Shanghai. Dort treibt die Sekte White Lotus unter ihrem Anführer Gao Kung (Xiong Xin-Xin) ihr Unwesen. Diese haben es vor allem gegen die Engländer abgesehen und führen Terroranschläge durch. Zur gleichen Zeit wird Dr. Sun Yat-Sen (Zhang Tielin) zum Staatsfeind erklärt. Wong Fei Hung nimmt den Kampf gegen die White Lotus Sekte auf und setzt sich, da Dr. Sun Yat-Sen unterstützend, auf die Todesliste von Commander Lan (Donnie Yen)…

Meine Meinung:

Kann Tsui Hark (Aces Go Places II, A Better Tomorrow 3, Black Mask 2: City of Masks) an seinen Vorgänger-Hit Once Upon a Time in China anknüpfen? Ja, das kann er. Diesen übertreffen? Nein, das nicht. Die Fortsetzung zu Once Upon a Time in China hält das hohe Qualitäts-Level des Vorgängers. Nebst Jet Li kehrt noch Rosamund Kwan zurück. Kent Cheng entfällt und die im ersten Film von Yuen Biaos gespielten Figur wird folgerichtig von Max Mok gespielt. Neu an Bord sind Shaw Brothers Legende David Chiang, Xiong Xin-Xin als Bösewicht (kommt im 3. Teil in einer neuen Rolle wieder vor) und Donnie Yen als 2. Bösewicht.

Jet Li (The Sorcerer and the White Snake, The Master, Martial Arts of Shaolin) bekommt diesmal mehr Screentime. Er darf sein Können erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen. Er scheint für die Drahtseil-Akte und Kampfszenen wie geschaffen. Und dank der Zusammenarbeit mit Choreograph Yuen Woo-Ping (Eine Prise für tödliche Pfeifen, Shaolin Drunkard, Dreadnaught) werden die Kampfszenen erneut zum Highlight des Filmes. Rosamund Kwan (Undeclared War, The Assassin) bekommt weniger Screentime. Sie ist u.a. in einer amüsanten Szene über Hundefleisch zu sehen. Dass Yuen Biao ersetzt wurde, war korrekt, da sein Potenzial total verschwendet wurde. Die Rolle seiner Figur wird nun von Max Mok (An Eye for an Eye, Usurpers of Emperor's Power) gespielt.

Als Shaw Brothers Fan war ich erfreut zu sehen, dass ja auch David Chiang (The Shanghai Thirteen, The Boxer from Shantung, Blooded Treasury Fight) mitwirkt. Allerdings spielt dieser eine relativ unbedeutende Nebenrolle und dies ohne Action. Von Donnie Yen (Blade II, Ip Man 4: The Finale, Special ID) hätte ich mir mehr Screentime gewünscht. Mit der (White Lotus) Sekte wird zu viel Zeit verschwendet und das Overacting von Xiong Xin-Xin (stand schon in The Blade in einem Tsui Hark Film vor der Kamera) war z.T. fast zu viel des Guten. In einem Gastauftritt sehen wir noch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness). Donnie Yen kehrt hier auch zu seinem Entdecker Yuen Woo-Ping zurück. Unvergessen sind dessen Zusammenarbeiten wie Drunken Tai Chi, Mismatched Couples oder In the Line of Duty 4.

Dass geschichtlich reale Figuren (nebst Wong Fei Hung) wie Sun Yat-sen in den Plot integriert wurden, wusste ich gar nicht mehr. Er floh von den Kommunisten aus China nach Taiwan, der Rest ist Geschichte. Dass ist auch der Grund, warum China Taiwan täglich droht und provoziert. Der Film ist einen Tick ernster als der Vorgänger, was mir gefiel. Ernster heisst düsterer, weniger Klamauk und teilweise geht es überraschend brutal zu, wenn vor allem Westliche mit brennenden Pfeilen angegriffen werden. Zudem fand ich es positiv, dass der Fokus diesmal mehr auf Jet Li liegt, und nicht seinem Schüler oder anderen Drittpersonen.

Fazit: Schon allein aufgrund des Finalkampfes ist der Film sehenswert! Must See Titel für Jet Li und Donnie Yen Fans!

Gefolgt von: Once Upon a Time in China III

Infos:

O: Wong Fei-Hung II: Nam Yi Dong Ji Keung

HK 1992

R: Tsui Hark

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Max Mok, Donnie Yen, David Chiang, Xiong Xin-Xin, William Ho Ka-Kui, Zhang Tielin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 112 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neue Sichtung am: 20.04.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray via der Once Upon a Time in China: The Complete Films Box von Criterion Collection = O-Ton, Englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt diverse Extras wie u.a. ein Interview mit Donnie Yen oder eine Doku über Wong Fei Hung. Ich bin aber nicht dazu gekommen, mir die Extras anzusehen. Gibt es in Deutschland von Splendid Film auf Blu-Ray (auch Uncut, mit O-Ton und deutschen Subs).

Samstag, 29. März 2025

The Shanghai Thirteen


The Shanghai Thirteen

Story:

Ein brisantes Dokument macht die Runde. Diverse Killer (u.a. Danny Lee, Lu Feng, Chi Kuan-Chun, Wong Ching, Chan Sing, Sonny Yue) versuchen, den Besitzer zu töten und in den Besitz des Dokumentes zu gelangen. Doch diverse Helden (u.a. Wang Chung, Leung Kar-Yan, Andy Lau, David Chiang, Ti Lung, Chiang Sheng) setzen ihr Leben aufs Spiel, um den Träger und das Dokument an ihren Zielort zu bringen…

Meine Meinung:

Ich sah den Film länger nicht. Dies dürfte meine 3. Sichtung sein. The Shanghai Thirteen ist eine Mitte der 80er Jahre Produktion aus Taiwan von Meister-Regisseur Chang Cheh (The Boxer from Shantung, Chang Cheh: A Memoir, Chinatown Kid) der hier seine ganzen Stars (plus einige Neulinge), die er zu Shaw Brothers Zeiten entdeckte und förderte, in einem Film à la The Expendables oder Just Heroes zusammen vor der Kamera vereint. Im Gegensatz zu meiner 1. Sichtung (alte HK-DVD, nur Vollbild = englische Subs, wie das Bildformat, stark beschnitten) schaute ich den Film heuer ohne englische Untertitel an (dafür in Widescreen).

Fehlende englische Untertitel sind zu verschmerzen, da der Film praktisch keinen Plot an. Bis auf Jimmy Wang Yu (der Dieb zu Beginn), Danny Lee (Attentäter zu Beginn) und Chen Kuan-Tai (Executioners from Shaolin, Gang Master, Dirty Trick) bekommen alle mind. eine absolut spektakuläre Kampfszene spendiert. Nach dem Diebstahl und Attentat folgt etwas Gelaber, aber nach ca. 20-25 Min. folgt ein Kampfsetting nach dem anderen. Ohne Pause bis zum Ende. Die Kampf-Choreographie ist der Wahnsinn und es wird heldenhaft und blutig gestorben wie zu besten Chang Cheh Zeiten. Ein feuchter Traum für Shaw Brothers Fans.

Nebst Jimmy Wang Yu (The Killer Meteors), Danny Lee (Undeclared War) und Chen Kuan Tai sind Namen zu sehen wie Raiders of the Shaolin Temple Star Sonny Yue (tolle Kämpfe im Finale), Venom Star Chiang Sheng (Crippled Avengers), Wang Chung (tolle Kampfszene, bevor er erschossen wird), Leung Kar-Yan (grössere Überraschung, ihn in diesem Film zu sehen, toller Kampf gegen Venom Star Lu Feng), ein junger Andy Lau (grössere Überraschung, ihn in diesem Film zu sehen, toller Kampf gegen Venom Star Lu Feng), David Chiang (tolle Kampfszenen im Casino gegen Chi Kuan-Chun und Wong Ching), Ti Lung (darf im Finale kämpfen und ist einer der wenigen Überlebenden), Venom Star Lu Feng (tolle Kampfszenen gegen Andy Lau und Beardy), Chi Kuan-Chun (Casino Bösewicht, liefert sich tolle Kampfszenen mit u.a. David Chiang), Wong Ching (toller Fächer-Kampf mit Dauergrinsen und starken Overacting, Kampf gegen u.a. David Chiang), The Nine Demons Star Ricky Cheng (Dancing King) und Chan Sing als Art Endboss (Kampf gegen Ti Lung).

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O:  Shang Hai Tan Shi San Tai Bao

Taiwan 1984

R: Chang Cheh

D: Danny Lee, Lu Feng, Chi Kuan-Chun, Wong Ching, Chan Sing, Wang Chung, Leung Kar-Yan, Andy Lau, David Chiang, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Jimmy Wang Yu, Sonny Yue, Ricky Cheng

Laufzeit der jap. DVD: 86:48 Min.

Gesehen am: Sept. 2011 / Neusichtung am: 18.01.25 / Sichtung der HK-Blu: 28.05.25

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Victor Entertainment vor. Die ist zwar Uncut (und somit länger als die DVDs aus Deutschland und England) und bietet eine recht anständige Bildqualität (plus Widescreen), aber leider liegt der Film nur in Kantonesisch vor. O-Ton wäre Mandarin. Es gibt keine englischen Subs. Uncut, mit O-Ton und englischen Subs ist die HK-Blu-Ray. In Deutschland wurde der Film als 13 Kämpfer von Shanghai veröffentlicht. Nachtrag Mai 2025: Mit der HK-Blu-Ray von CN Entertainment erfolgte nun die erste Sichtung im O-Ton und mit englischen Subs. Der Film ist, wie bereits erwähnt, ein Kracher! Die Blu-Ray hat eine bessere Bildqualität als die DVD aus Japan. Allerdings war ich mit der Tonspur qualitativ nicht zufrieden. Vor allem im letzten Viertel gab es meiner Meinung nach hörbare Probleme. Dialoge und Geräusche, die dumpf waren und die man kaum gehört hat oder wo sich die Tonlage während eines Dialogs verändert hat. Zudem hatte ich auch den Eindruck, dass einige der Kampfszenen plötzlich schneller ablaufen als bei der DVD aus Japan, was unecht aussah. Da ich die DVD aus Japan nicht mehr habe, kann ich das aber nicht mehr vergleichen. 

Freitag, 28. März 2025

The Boxer from Shantung

 

The Boxer from Shantung

Story:

Ma Yongzheng (Chen Kuan-Tai) und sein Freund Xiao Jiangbei (Cheng Kang-Yeh) erreichen Shanghai. Sie erhoffen sich ein besseres Leben. Ma Yongzheng trifft auf Boss Tan Si (David Chiang), der in grossen Teilen der Stadt das Sagen hat. Ma ist von Tan beeindruckt und sieht ihn ihm einen Freund, ein Vorbild und ein Idol. Ma Yongzheng will auch zum Boss aufsteigen. Dies zieht den Zorn von Tans Feinden (Fung Ngai, Ku Feng, Wong Ching, Fung Hak-On, Wang Chung, Chiang Nan) auf Ma, der nun, wie Tan, eliminiert werden soll…

Meine Meinung:

1969 entdeckte Chang Cheh (Die Todespagode des gelben Tigers, The Fantastic Magic Baby, Das Höllentor der Shaolin) Chen Kuan-Tai (Little Dragon Maiden, Shadow Cop, Ambitious Kung Fu Girl) an einem Kampfturnier. Später motivierte dieser Chen Kuan-Tai, bei den Shaw Brothers einen Vertrag zu unterzeichnen. 1972 war es dann so weit: Chen Kuan-Tai bekam in The Boxer from Shantung die Hauptrolle und wurde damit zum neuen Star der Shaw Brothers. Der Film war sehr erfolgreich und zog viele weitere Filme nach, die über die Figur Ma Yongzheng, welche Chen Kuan-Tai spielt, handeln sollten (oder über dessen Geschwister).

Filme wie Ma Su Chen (mit Jimmy Wang Yu), Furious Slaughter (Dito), A Brave Girl-Boxer in Shanghai, The Sister of the San-Tung Boxer, The Avenger oder Kung Fu Mama (soll in Zukunft von Toby Russells neuem Label als Blu-Ray erscheinen) waren die logische Folge. Jeder wollte vom Erfolg von The Boxer from Shantung profitieren. Dabei wurde The Boxer from Shantung zur etwa gleichen Zeit wie The Big Boss mit Bruce Lee gedreht und beide Filme sagten Schwertkampfszenen den Kampf an. Neu wurde mit Fäusten gekämpft, nicht mehr mit Schwertern. Zusammen mit anderen Filmen wie King Boxer, Fist of Fury sowie The Chinese Boxer wurde der neue Trend zu einem vollen Erfolg.

Chen Kuan-Tai erzählt dazu im Bonusmaterial eine nette Anekdote, da er fast bei Golden Harvest gelandet wäre, gerade zur Zeit, als Bruce Lee dort anheuerte. Chen Kuan-Tai brilliert in The Boxer from Shantung mit Charisma und seiner kampferprobten Physis. Er war der richtige Mann zur richten Zeit und wurde ein neuer «Schüler» unter «Mentor» Chang Cheh, der den Film zusammen mit Pao Hsueh-Li (The Heroes, The Oath of Death, Blooded Treasury Fight) realisierte. The Boxer from Shantung war bei Fans und Kritik sehr beliebt. Ich persönlich muss inzwischen feststellen, dass ich den Streifen doch leicht überbewertet finde, was nicht heissen soll, dass ich den Film als schlecht empfinde.

Allerdings empfinde ich den Plot als relativ lahm. Für einen Film, der mehr als zwei Stunden Laufzeit bietet, gab es für meinen Geschmack auch zu wenig Action- bzw. Kampfszenen. Es gab sogar Längen und von Namen wie Wong Ching (Sketch), Wang Chung (The Delinquent) oder Fung Hak-On (A Mad World of Fools) hätte ich gerne mehr (Actionszenen) gesehen. Auch von David Chiang (The Challenger) hätte es gerne mehr Szenen haben dürfen. Da bekam Yuen Biao im Remake (Hero 1997) mehr Screentime ab. Ku Feng (The Psychopath) spielt einen der Bösewichte. Was die Actionszenen angehen, ist besonders das Finale zu erwähnen. Das ist wirklich ein blutiges Meisterwerk und kompensiert die ein oder andere Länge im früheren Verlauf des Filmes.

Fazit: Für Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ma Yong Zhen

HK 1972

R: Chang Cheh, Pao Hsueh-Li

D: Chen Kuan-Tai, David Chiang, Ku Feng, Cheng Kang-Yeh, Fung Ngai, Wong Ching, Fung Hak-On, Wang Chung, Chiang Nan

Laufzeit der UK-Blu: 134:25 Min.

Gesehen am: Jan. 2007 / Neusichtung am: 17.01.25

Fassungen: Gesehen via Shaw Scope Volume One Box von Arrow Video (UK-Label). Nebst Buch, Sonderverpackung, Soundtrack CDs und vielen weiteren Filmen liegt The Boxer from Shantung ohne Frame-Cuts vor. Die Fassung ist daher die weltweit längste Fassung, da im Finale auch eine Sequenz, die überall fehlte, enthalten ist. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton und englische Subs sind vorhanden. Es gibt viele Extras. Das Interview mit Chen Kuan Tai (ca. 20 Minuten) ist ok, aber etwas zäh und repetitiv. Das Interview mit David Chiang (ca. 30 Minuten) ist toll. Dann kommt auch John Woo (ca. acht Minuten) zu Wort, der berichtet, wie seine Themen in The Killer, Hard Boiled und Co. (Bruderschaft, Verrat, Zeitlupeneinsatz) aus seiner Zusammenarbeit mit Chang Cheh resultiert. Zuletzt wurden an einem Shaw Brothers Event Ku Feng und Chen Kuan-Tai interviewt (ca. 17 Minuten). Das empfand ich als sehr sympathisch. Es gibt weitere Extras wie Trailer und Vorspänne. In Deutschland von filmArt als Der Pirat von Shantung auf Blu-Ray zu haben (Frame-Cuts und im Finale gibt es auch einen Schnitt in einer Actionsequenz).

Dienstag, 24. September 2024

Blooded Treasury Fight

 

Blooded Treasury Fight

Story:

Der zum Tode verurteilte Yin Gan To (David Chiang) wird aus dem Knast entlassen, um bei einer gefährlichen Mission zu helfen: angeführt von Marshal Chow Kwan Han (Dorian Tan Tao-Liang) und seinem Team (u.a. Tsai Hung, Fan Mei-Sheng) soll er in der «Blood Mill» helfen, einen Perlenschatz zu finden. Das Gelände wird von Gangster-Boss Mill master (Michael Chan Wai-Man) und seiner Armee bewacht. Auch andere Parteien (u.a. Wang Chung) sind hinter den Perlen her. Als Marshal Chow verletzt zurückbleibt und sich Yin und Co. zur Mühle kämpfen und gefangen genommen werden, macht sich der nun genesene Marshal Chow und Co. (u.a. Wong Ching) auf, die Entführten zu befreien und den Schatz zu finden…

Meine Meinung:

Shaw Brothers Regisseur Pao Hsueh-Li (Oath of Death, Finger of Doom, Deadly Angels) hat mit Blooded Treasury Fight einen unabhängigen Kung-Fu-Film in der Form der Shaw Brothers Studios gedreht. Da weniger Budget vorhanden war, wurde viel in der Natur gedreht. Dennoch können sich die Anzahl Kampfszenen, deren Qualität und vor allem der namhafte Cast, sehen lassen. Ich fand den Film besser, als ich den in Erinnerung hatte. Vor allem Fans von David Chiang (A Mad World of Fools, Die 7 goldenen Vampire) und Michael Chan Wai-Man (The Deadly Breaking Sword, The Master Strikes Back) kommen voll auf ihre Kosten.

Interessant ist, dass Regisseur Pao Hsueh-Li schon mehrfach mit Michael Chan Wai-Man zusammengearbeitet hat. Nämlich in Eight Escorts, The Heroes sowie in The Beauty Escort. Interessant ist, dass zwei dieser Filme (nämlich Eight Escorts & The Beauty Escort) zusammen mit Blooded Treasury Fight von einem total unbekannten Label (= Colaborate Company Ltd.) auf VHS veröffentlicht wurde. Spannend. Ob es da einen Deal mit Michael Chan Wai-Man oder Regisseur Pao Hsueh-Li gab? Der Film bietet einen simplen Plot, der am Ende noch paar Twists bietet: wer wen warum verrät und wahre Identitäten. Nichts Neues im damaligen HK oder Taiwan-Kino. Wer die Stars kennt, wird auch die Figuren auseinanderhalten können.

Nebst David Chiang und Michael Chan Wai-Man tummeln sich nämlich Namen wie Dorian Tan Tao-Liang (Scorching Sun, Fierce Winds, Wild Fire), Fan Mei-Sheng (The Delinquent), Wang Chung (Have Sword, Will Travel), Wong Ching (Mobfix Patrol), Wu Ma (The Black Tavern) oder Tsai Hung (The Vengeance of Six Dragon) im Film. Fan Mei-Sheng scheidet schnell aus dem Film. Er hat verhältnismässig wenig Szenen abbekommen. Wu Ma hat nur einen Gastauftritt. Nebst den Namen gibt es noch andere Stars, die kämpfen können und in den Kampfszenen eine gute Figur machen. Vor allem die Finalkämpfe sind sehenswert. Da darf fast jeder Darsteller Mal gegen jeden kämpfen und mit Blut wird auch nicht gespart.

Fazit: Stark & sehenswert für Kung Fu-Film Fans!

Infos:

O: Xue rou mo fang

HK 1979

R: Pao Hsueh-Li

D: David Chiang, Dorian Tan Tao-Liang, Tsai Hung, Fan Mei-Sheng, Michael Chan Wai-Man, Wang Chung, Wong Ching, Wu Ma, Kim Jeong-Ran, Chan Bik-Fung, Jang Il-Do, Kao Chiang, Lee Kwan

Laufzeit der VHS von Colaborate Company Ltd.: 85:28 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: 15.08.25

Fassungen: Im Okt. 2011 sah ich den Film beim Kumpel als Englisch synchronisierte DVD von World Video. Danach verpasste ich einmal das Ocean Shores VHS aus Taiwan um eine Woche, welches auf Ebay gelistet war. Hätte O-Ton und Subs gehabt. Wurde für 250 USD verkauft. Von meinem Kanada-Dealer. Danach hätte ich eine VHS aus Südkorea kaufen können. Unbekannt ob die reguläre Fassung oder verändert (= Extraszenen oder HK-Stars mit koreanischen Stars ersetzt). Auf jeden Fall Dubbed in Koreanisch. Daher Mal liegen gelassen. Später bekam ich von keinem Deutschland-Dealer Angebote geschickt und sah Blooded Treasury Fight. Nach kurzer Info Audio-Optionen bestätigen lassen (Mandarin mit englischen Subs) und das VHS gekauft. Es kam aus Frankreich. Original VHS, aber ohne Hülle. Das Logo konnte niemand identifizieren. Der Franzose, von welchem es mein Deutschland-Dealer hat, meinte, es sei ein «Master-Tape» zum Erstellen von Kopien für Videotheken. Er selbst habe es von einem Bekannten, der in einem Chinatown einen Shop hatte. Durch Angebote von meinem China-Dealer konnte ich das Label identifizieren, ihm einen Namen zuordnen: Colaborate Company Ltd. Jedoch fand ich mit den Namen im Netz keine Infos. Das VHS kam bei mir defekt an. Die Band war gerissen. Nicht nur von der Spule, sondern auch vom Band. Ich konnte es am Flicken. Dies kann hier nachgelesen werden = HIER KLCICKEN. Nun sah ich mir den Film an. Original-Vorspann, O-Ton, englische Subs, bis auf Nachtszenen eine gute Bildqualität und wahrscheinlich Uncut. Schön, diese seltene O-Ton und englische Subs Fassung in der Sammlung zu haben. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

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Donnerstag, 19. September 2024

The Challenger

The Challenger

Story:

Yu (David Chiang) und Chin (Norman Tsui) sind auf der Suche nach Pai (Phillip Ko Fei). Dieser hat Chins Ehefrau vergewaltigt und getötet. In der zwielichtigen Wei (Lily Li) sehen sie einen Weg, Pai zu finden…

Meine Meinung:

The Challenger wurde zu Ehren von Norman Tsui (Shaolin Mantis, We're Going to Eat You, The Dragon Family) aufgefrischt. Er begann seine Karriere bei den Shaw Brothers. Wurde er zuerst vereinzelt in Nebenrollen eingesetzt, kamen später mehr und mehr Hauptrollen (Bastard Swordsman, Return of Bastard Swordsman, Hong Kong Godfather, Seeding of a Ghost) dazu, ehe er sich auch in der Ära nach den Shaw Brothers in Hong Kong Kino durchsetzen (Das Todesduell der Shaolin, Das Schwert, Sea Wolves, The Rebellious Reign, Blood Ritual, The Club, That’s Money), bis hin zu neueren Produktionen (Dream Home, Sword Master).

Nun ist Norman Tsui an Krebs verstorben (01.09.24). The Challenger, dessen Fortsetzung The Loot ich vor nicht allzu langer Zeit aufgefrischt habe, kam in die Auswahl, ihm zu Ehren aufgefrischt und neu gesichtet zu werden. Wie bereits die Fortsetzung stellt The Challenger, ein Film von Eric Tsang (Hitman, The Dragon Lives Again, Millionaires Express) und produziert von Lo Wei (The Big Boss, Triad Story, Wooden Man), für Kung-Fu-Film-Fans absolutes Pflichtprogramm dar. Der Film aus dem Jahr 1979 erzählt eine Story im klassischen Kung-Fu-Setting.

Bei The Challenger handelt es sich um eine Kung-Fu-Komödie mit Norman Tsui und David Chiang (Die 7 goldenen Vampire, Die 13 Söhne des gelben Drachen, Die Todeskralle des roten Phoenix) in den Hauptrollen. Fans der beiden kommen voll auf ihre Kosten. Besonders Norman Tsui dürfte hier wohl seine eindrücklichsten Kampfszenen in seiner Karriere spendiert bekommen haben (nebst The Loot sowie The Rebellious Reign). Starke Leistung der beiden. Der Film könnte fast als Buddy-Movie durchgehen, da beide Helden unterschiedliche Motive haben, den Bösewicht zu finden.

Dieser wird gekonnt von Phillip Ko Fei (Bandits, Prostitutes & Silver, Master Killers, Lucky Seven 2) dargestellt. Auch seine Kampfszenen sind unglaublich spektakulär. Allein das Finale rechtfertig den Kauf des Filmes und entschädigt für den z.T. wechselhaften Ton des Filmes und/oder den hier und da gezeigten Klamauk. Eric Tsang ist in einem Gastauftritt zu sehen und Mars (Dragon Lord, Come Drink with Me) bekommt im Gegensatz zu Lily Li (The Beauty Escort, Black Magic 2, The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare) keine Kampfszene spendiert. Lily Li darf aber nur 1-2x zeigen, was in ihr steckt. Dies sollte sich spätestens in der Fortsetzung ändern.

Fazit: Danke der starken Kampf-Choreographie und einem starken Cast (David Chiang, Norman Tsui & Phillip Ko Fei) ein absoluter Must Have Titel des Kung-Fu-Kinos!

Gefolgt von: The Loot

Infos:

O: Ti Guan

HK 1979

R: Eric Tsang

D: David Chiang, Norman Tsui, Lily Li, Phillip Ko Fei, Mars, Eric Tsang

Laufzeit der HK-DVD: 87:57 Min.

Gesehen am: Dez. 2007 / Neusichtung am: 18.09.24

Fassungen: Mir lag die Code-Free-DVD aus HK von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland von diversen Anbietern auch auf DVD (Deutsch/Kanto mit englischen Subs, Uncut). Titel: Der Herausforderer. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2024).

Mittwoch, 14. August 2024

Die 7 goldenen Vampire

Shawgust 2024

Die 7 goldenen Vampire

Story:

Professor Van Helsing (Peter Cushing) und sein Sohn (Robin Stewart) suchen in China nach Graf Dracula (John Forbes-Robertson/Chan Shen). Ihre Expedition wird von Vanessa Buren (Julie Ege) finanziert. Vor Ort werden sie von Hsi Ching (David Chiang) und Co. (Shih Szu, Lau Kar-Wing) unterstützt… 

Meine Meinung:

Die Shaw Brothers haben auch mit anderen Filmstudios Filme gedreht. Mit Filmstudios aus anderen Ländern. Zum Beispiel mit der deutschen Rapid Films (Karate, Küsse, blonde Katzen), mit der italienischen Compagnia Cinematografica Champion (The Stranger & the Gunfighter) oder, wie im Fall von Die 7 goldenen Vampire, mit der britischen Hammer Films. Ich denke, dass Die 7 goldenen Vampire wohl die international bekannteste Zusammenarbeit zwischen den Shaw Brothers und einem ausländischen Film-Studio darstellt.

Regie führte Roy Ward Baker. In einigen Datenbanken wird noch Chang Cheh (The Nine Demons, Trilogy of Swordsmanship, Journey to the West) als Regisseur gelistet. Das konnte ich nicht weiter verifizieren. Die 7 goldenen Vampire ist einer von vielen Dracula-Filmen aus der Feder der Hammer Films. Da kamen zuvor Filme wie Dracula jagt Mini-Mädchen, Blut für Dracula oder Dracula und seine Bräute. Der Film wurde komplett in Hong Kong und ggf. China gedreht. Die Dreharbeiten seien chaotisch gewesen. Dies vor allem aufgrund Sprachprobleme zwischen der britischen und der HK-Crew, wobei letztere kaum Englisch sprach.

Die 7 goldenen Vampire hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film ist in meinen Augen kein Kracher, aber höllisch kurzweilig und unterhaltsam. Die Highlights für mich waren die coolen "Vampir-Zombies", deren Masken und wie sie getötet werden. Die Effekte waren dabei genau nach meinem Geschmack. Wie sich die Geschöpfe teilweise aus dem Boden und Grund buddeln, erinnerte mich an die Zombies aus Zombi 2. Die Masken hatten zudem Burial Ground Vibes. Mit Blut und nackten Tatsachen (Brüste) wird auch nicht gespart.

Die Kampfszenen sind solide und wurden von Lau Kar-Leung (Shaolin Mantis, The 36th Chamber of Shaolin, Executioners from Shaolin) inszeniert. Vor allem vor dem Finale, die Kämpfe in der Höhle, waren die Kung Fu Highlights für mich. Ansonsten sind die Kampfszenen nur solide. Die Musik hat mich nur wenig überzeugt. Der Plot bot schlussendlich nichts Neues. David Chiang (Sword with the Windbell, From Here to Prosperity, Iron Angels) konnte leider auch nicht gänzlich glänzen. Von den Chinesen haben mich Shih Szu (The Black Tavern, The Rescue, The Woman from Hell) und Chan Shen (Lost Souls, The Imp, Schweig oder stirb) am meisten überzeugt, bei den Engländern Peter Cushing (Die Rache der Pharaonen, At the Earth's Core). Einer der Kämpfer an David Chiangs Seite wird von Lau Kar-Wing (His Name Is Nobody, Heroes Two, Skinny Tiger and Fatty Dragon) gespielt (mit Pfeilbogen bewaffnet).

Fazit: Erfolgreicher Mix zweier legendärer Film-Studios!

Infos:

O: The Legend of the 7 Golden Vampires

Grossbritannien, HK 1974

R: Roy Ward Baker, Chang Cheh

D: Peter Cushing, David Chiang, Robin Stewart, Julie Ege, Chan Shen, Shih Szu, John Forbes-Robertson, Lau Kar-Wing

Laufzeit der deutschen DVD: 85:30 Min.

Gesehen am: Feb. 2008 / Neusichtung am: Shawgust 2024

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die US-Blu-Ray bietet noch den alternativen US-Cut und u.a. ein Interview mit David Chiang als Bonus. Die deutsche DVD hat keine Extras. Auf chinesischen Seiten à la YouTube finde ich Fassungen, in denen Chan Shen in Chinesisch zu Dracula spricht, während dies in der englischen Fassung nicht der Fall ist. David Chiangs Stimme in der deutschen Synchronisation ist misslungen.