Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Addy Sung Gam-Loi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Addy Sung Gam-Loi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 26. Juli 2026

Butcher Wing

Butcher Wing

Story:

Ah Tang (Hon Kwok-Choi) und Lam Sai-Wing (Ng Ming-Choi) haben Stress mit örtlichen Gangstern (Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi). Wong Fei Hung (Jason Pai Piao) nimmt die Beiden daraufhin als Schüler bei sich auf und unterrichtet sie in Kung Fu…

Meine Meinung:

Butcher Wing ist ein Drunken Master und Die Schlange im Schatten des Adlers Nachzügler. In der First Film Produktion von Gam Ming und Luk Pak-Sang gibt es nichts Neues oder Originelles zu sehen (cool war aber die Musik aus Suspiria, die dreimal vorkommt). Der Film ist kein Kracher, aber auch kein schlechter Film. Butcher Wing ist ein solide Kung Fu Komödie. Der Plot ist simpel und wie schon in Drunken Master und Co. wird hier eine Wong Fei Hung-Geschichte erzählt. Diesmal schlüpft Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Portrait in Crystal, Bolo, Men from the Gutter) in die Rolle des chinesischen Volkshelden.

Er ist ein Plus des Filmes, gerät aber hier und da in den Hintergrund. Sein Kampf im Finale ist eine der besten Szenen des Filmes. Der Finalgegner wird von Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, Shaolin Prince) verkörpert. Auch er macht seine Sache mehr als ordentlich. Schade, dass er im Film nicht mehr Kampfszenen bekommen hat. Jason Pai Piao beisst sich an ihm die Zähne aus. Dass der Held nicht einfach gewinnt, das schätze ich im Kung-Fu-Genre. Die rechte Hand von Lee Hoi-Sang wird von Addy Sung Gam-Loi (The Treacherous Breed, Kung Fu from Beyond the Grave, Fury of a Virgin) gespielt, der immer wieder Kampfszenen zum Besten geben darf.

Die Kampf- und Trainingsszenen sind solide. Gegen Ende werden sie besser und alle Kampfszenen, an denen Jason Pai Piao und Lee Hoi-Sang beteiligt sind, sind sogar sehenswert. Leider nervt der Humor und der englische Dub ist sehr schlecht. Und noch schlimmer ist die Wahl der beiden Helden, die zu den Schülern von Jason Pai Piao werden: es handelt sich um Hon Kwok-Choi (Call Me Dragon) und Ng Ming-Choi (Little Super Man). Beides meiner Meinung nach Schauspieler der C-Riege und wenig sympathisch und nervend. Die Nebenrolle von Cheng Fu-Hung (The Brave Lion) passt hervorragend dazu. Da wäre ein anderer Cast deutlich aufwertender gewesen.

Fazit: Fans von Jason Pai Piao können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhu Rou Rong

HK 1979

R: Chin Ming, Luk Pak-Sang

D: Ng Ming-Choi, Hon Kwok-Choi, Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi, Jason Pai Piao

Laufzeit der US-DVD: 89:21 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Videoasia vor = Englischer Dub (übel schlecht), Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Ocean Shores Kopie, Uncut-Status unbekannt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Donnerstag, 30. April 2026

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

Frank (Chen Sing) wird zu Unrecht beschuldigt, seinen Chef ermordet zu haben. Er flüchtet in den Shaolin Tempel. Danach ist die Zeit gekommen, den wahren Täter zu finden und seinen Namen aus dem Dreck zu ziehen…

Meine Meinung:

Aka The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance. Nicht nur bei südkoreanischen Filmen handelt es sich oft um eine Mogelpackung (falsche Titel, falsche Bilder, nicht der erwartete Film auf dem Band), sondern scheinbar auch in Indonesien. Der Film trägt den Titel Shaolin Monk. Chen Sing spielte in besagtem Film aus dem Jahr 1976 mit. Bei diesem «Shaolin Monk» handelt es sich jedoch um den zwei Jahren zuvor gedrehten The Furious Monk from Shaolin, ebenfalls mit Chen Sing in der Hauptrolle.

Warum ich den Film, obwohl der sogar länger läuft als die deutsche Fassung mit dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust (mehr dazu unter Fassungen), nicht in die Sammlung aufnehme? Das liegt an 2.5 sehr simplen Gründen. Der Hauptgrund ist, dass der Film so gut wie keine Action- oder Kampfszenen bietet. In den ersten 67 Minuten passiert einfach Mal gar nichts. Super langweilig. Das ist der Hauptgrund. Danach gibt es zwar paar Kämpfe, aber da empfand ich nur den Endkampf als solide. Die Kämpfe zuvor waren total kurz und nicht spektakulär. Und einen solchen Film schaue ich halt wegen Kampfszenen und nichts anderem.

Der zweite Grund liegt an der Fassung. Da kann der Film per se nichts dafür. Die englische Sprachfassung meiner Version war ungeniessbar, grottenschlecht, nicht zum Aushalten und hat den Film qualitativ nach unten gezogen. Und da der Film in den ersten 67 Minuten sehr dialoglastig war, war das natürlich eine absolute Tortur. Der Film will eigentlich dramatisch und ernst sein, aber durch die Synchro wird es trashig und ungewollt lustig. Da passen einzelne Momente dazu, die komisch anmuten, z.B. wenn Chen Sing vor dem Finalkampf gegen mehrere Fettsäcke kämpft oder der Hauptbösewicht im Finale von einem Vogel Kot aufs Gesicht bekommt (trug nichts zur Story bei).

Der offene halbe Punkt beträgt Chen Sing. Der ist hier ohne Schnauz zu sehen, was irgendwie «weird» war. In den wenigen Kampfszenen macht Chen Sing (Two Great Cavaliers, The New One-Armed Swordsman, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger) einen mehrheitlich gelangweilten Eindruck. Nur im reinen Finalkampf wirkt er motivierter. Andere Namen wie Shan Mao (keine Kampfszene), Philip Ko (praktisch nicht zu sehen) oder Addy Sung Gam-Loi (rettet den Film auch nicht) sorgen auch nicht wirklich für mehr Kämpfe. Wer Chen Sing in einer sehenswerten Rolle als Shaolin Kämpfer sehen möchte, dem sei stattdessen Shaolin Warrior zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin He Shang

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Chen Sing, Joan Lin Feng-Chiao, Shan Mao, Gam Sai-Yuk, Betty Pei Ti, Shaw Luo-Hui, Philip Ko, Addy Sung Gam-Loi

Gesehen am: 30.04.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Suma Video mit dem englischen Titel Shaolin Monk vor. Und jetzt wird es richtig fies: Es handelt sich nicht um Shaolin Monk (HK 1976 mit Chen Sing) sondern um The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance mit Chen Sing, Betty Pei Ti, Philip Ko und Addy Sung Gam-Loi. Die Fassung ist Englisch Dubbed mit indonesischen Subs. In Deutschland gibt es den Film nur zensiert und unter dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust. Es gibt keine Blu-Ray Fassung (Stand: April 2026). In D läuft der 81 Minuten, während meine Betamax 86:33 Min. läuft. Die Bildqualität ist sehr gut, der englische Dub hingegen ist absolut ungeniessbar und furchtbar schlecht. In den USA gibt es eine Englisch Dubbed DVD (auch nur 81 Minuten). 

Mittwoch, 11. Februar 2026

The Treacherous Breed

The Treacherous Breed

Story:

Leader Cop (Addy Sung Gam-Loi) ist sicher, dass der neue Ehemann seiner Cousine ein Frauenmörder ist. Nach der Hochzeit kommt es zu mysteriösen Vorfällen im Anwesen von Leader Cops Cousine. Er und sein Team beginnen zu ermitteln…

Meine Meinung:

The Treacherous Breed ist ein seltener Film, der in einigen Datenbanken nicht zu finden ist (Letterboxd, ofdb). In anderen Datenbanken gibt es keine Reviews (imdb) und auch auf YouTube finde ich den Streifen nicht. Das Artwork der VHS sieht toll aus. Als ich den angeboten bekam, schlug ich zu. Es handelt sich um einen Anfang der 80er Jahre Thriller aus Taiwan von Regisseur Chung Gwok-Yan (Hong Kong Butcher). Die Hauptrolle und Action Choreographie übernahm Addy Sung Gam-Loi (The Black Dragon vs. The Yellow Tiger), der schon in weiteren Filmen von Chung Gwok-Yan vor der Kamera stand (Vier Schlitzaugen rechnen ab, 0.38, Hired Guns).

The Treacherous Breed ist kein Kracher. Und ist weniger gut, als das reisserische VHS-Artwork weismachen will. Der Film ist durchschnittlich und teilweise ähnlich vergleichbar mit Chung Gwok-Yans Hong Kong Butcher. Der Inhalt von The Treacherous Breed ist nicht zwingend neu und die Auflösung auch nicht. Der Film, der westlich wirken will und der Musik aus ausländischen Filmen klaut (bin nicht 100% sicher, aber meine Musik aus Freitag der 13. oder einem anderen US-Horrorfilm aus der Zeit im Film wahrgenommen zu haben), wirkt trotz dieser Bemühungen vor allem eines: langweilig und hier und da auch unfreiwillig komisch (z.B. die erste, lange Autofahrt zu seiner Cousine).

Es gibt Längen und Highlights sind rar gesät. Die Figuren und Inszenierung wirkten schludrig und naiv. Die wenigen Actionmomente (paar Prügeleien) sind oft kaum er kennen, da bei Nacht spielend und zu dunkel. Addy Sung Gam-Loi ist jedoch bemüht und gibt alles. Sein Fleiss, Einsatz und Motivation will ich dem Film nicht absprechen. Seine Schlussszene war zudem überraschend, auch wenn sie drüber war. Eigentlich unglaubwürdig, auf der anderen Seite braucht es auch Mut, so eine Szene zu schreiben, auch wenn sie nicht so wirkt, wie sie eigentlich wirken sollte. Aber sicher ein Moment, der kurz in Erinnerung bleibt.

Die anderen Figuren spielten zum Teil solide, zum grossen Teil laienhaft. Der bekannteste Name nebst Addy Sung Gam-Loi dürfte Eagle Lee sein. Er spielte damals in vielen Taiwan Black Movies mit (The Guy at Simenting, Golden Fists of a Duo, Make a Right Decision). Richtige Horrorparts gibt es selten, Blut oder Gore darf mit Ausnahme von 1-2 Szenen nicht erwartet werden und auch was Sleaze und Nacktszenen angehen, bleibt es mit Ausnahme einer Szene (in welcher sicherlich ein Body-Double eingesetzt wurde) harmlos (Shootings mit Bikini tragenden Frauen). Kein Film für die Sammlung. Allerdings, sollte ich den nicht verkaufen können, kann ich mir dennoch vorstellen, den als Unikat in der Sammlung zu lassen. Vorerst.

Infos:

O: Hei se de hun li

Taiwan 1982

R: Chung Gwok-Yan

D: Addy Sung Gam-Loi, Ko Chun-Hsiung, Gua Ah-Lei, Eagle Lee Siu-Fei, Homer Cheung Hung-Cheong, Lai Kim-Hung, Liu Meng-Yan, Tian Tian

Laufzeit der mir vorliegenden VHS: 86:45 Min.

Gesehen am: 11.02.26

Fassungen: Mir lag eine VHS vor, die aus China oder HK stammt (Label laut Übersetzer: Haiya Trading Company). Der Film ist statt in Widescreen in Vollbild und liegt in Kantonesisch mit festen englischen und chinesischen Untertiteln vor. Die Bildqualität ist, bis auf Nachtszenen, gut. Es scheint noch eine VHS in Südkorea zu geben. O-Ton müsste eigentlich Mandarin sein, da Film aus Taiwan. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).

Montag, 26. Januar 2026

Die Fliegenden Feuerstühle

Die Fliegenden Feuerstühle

Story:

Um einen hartnäckigen Polizisten (Leung Tin) erpressen zu können, heuern Gangster (u.a. James Nam Seok-Hoon, Tina Chin Fei, Addy Sung Gam-Loi) dessen Bruder (Charlie Chin Chiang-Lin) an. Letzterer ahnt nicht, dass sein Arbeitgeber Dreck am Stecken hat. Bald schon wird er zur Jagd ausgeschrieben und auch seine Freundin (Nancy Liang Lan-Si) gerät in Gefahr…

Meine Meinung:

Aka The Deadly Chase. Nicht zu verwechseln mit dem Michael Chan Wai-Man Streifen Deadly Chase for Justice oder dem 1973er Film Hard Man in Danger (Der On-Screen Titel der taiwanesischen VHS von Die Fliegenden Feuerstühle lautet nämlich auch Hard Man in Danger, wobei ich letzteren noch ungesehen als US-VHS in der Sammlung stehen habe). Die Fliegenden Feuerstühle ist ein Anfang der 70er Jahre Basher aus Hong Kong von Stanley Siu Wing (Winner Takes All?, Heart of Danger), der in den 90ern vor allem mit dem Frauenpower-Actionfilm The Avenging Quartet auf sich aufmerksam machte.

Die Fliegenden Feuerstühle ist ein solider Basher, der vor allem durch sein modernes Setting und die Drehorte (zum Teil wurde in Macau gedreht) zu überzeugen weiss und sich daher gekonnt von anderen Filmen dieser Art, die im klassischen Kung-Fu Setting gedreht wurden, abhebt. Der Film ist kein Kracher und am Anfang etwas lahm, wie auch die Biker-Szenen. Wenn ich an Hong Kong und Biker-Szenen denke, kommt mir der Shaw Brothers Film Die Wilden Engel von Hong Kong in den Sinn. Die Biker-Szenen in Die Fliegenden Feuerstühle waren, um bei der Wahrheit zu bleiben, relativ öde und boten wenig Spektakel.

Doch das Tempo nimmt im humorlosen Plot schnell zu und bleibt, und das ist überraschend, bis zur The End Einblendung bestehen. Das macht den Film definitiv kurzweilig und unterhaltsam. Die deutsche Fassung überzeugt auch durch eine starke Bildqualität (bis auf eingefügte Szenen) und eine solide deutsche Synchronisation. Aus dem Plot wird, Bruder-Twist und Dramatik im Finale hin oder her, etwas wenig gemacht. Charlie Chin Chiang-Lin (Heroes Behind the Enemy Lines) nahm man sein Opfer am Ende nicht ab, aber er war der sympathischere der zwei Brüder und machte, wie auch die Gangster um James Nam Seok-Hoon (Little Superman) oder Addy Sung Gam-Loi (nur kurzer Auftritt) eine gute Figur. Kämpfe gibt es genug.

Fazit: Solider Basher!

Infos:

O: Zhui Sha

HK 1973

R: Stanley Siu Wing

D: Charlie Chin Chiang-Lin, James Nam Seok-Hoon, Tina Chin Fei, Nancy Liang Lan-Si, Leung Tin, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der deutschen DVD: 80:22 Min.

Gesehen am: 25.01.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Savoy Film / SchröderMedia vor = Uncut, Deutsch (gute Synchro), meist sehr gute Bildqualität (35mm Print und ehemals zensierte Szenen sind aus einer schlechteren Quelle eingefügt worden), kein O-Ton. Wendecover. Eine O-Ton-Fassung (mit oder ohne Subs) ist mir nicht bekannt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2026).

Samstag, 20. Dezember 2025

The Black Dragon vs. The Yellow Tiger Review

The Black Dragon vs. The Yellow Tiger

Story:

Eine Gangster-Organisation schickt Kämpfer und Killer los, um Tong Lung (Tong Lung) auszuschalten. Dieser hat Bruce Lee (nach den Ereignissen in Way of the Dragon) im Wettkampf besiegt und somit die Organisation um viel Geld gebracht…

Meine Meinung:

Aka The Growling Tiger. Mitte der 70er Jahre Bruceploitation -Film und nicht offizielle The Way of the Dragon Fortsetzung aus Taiwan, in welcher Tong Lung (The Two Tigers) die Hauptrolle spielt und einen auf Bruce Lee macht. Der Plot ist kaum vorhanden und unglaubwürdig. Gegen Ende wird es zu einer persönlichen Rache-Geschichte, nachdem ein kleiner Junge getötet wurde und es gibt einen (relativ schwachen) Finalkampf gegen einen schwarzen Kämpfer auf einer Pagode.

Der Film von Regisseur Yang Yang war übrigens seine einzige Regiearbeit. Gleichzeitig soll er auch das Drehbuch verfasst haben. Der Film bietet zwar eine gesunde Anzahl an Kampfszenen und richtig langweilig wird es nie, dennoch ist der Film kein Kracher des Bruceploitation-Genres und/oder gehört nicht zu den besseren Titeln aus Severin Films Box (siehe Fassungen). Was dem Film fehlt, ist das gewisse Extra. Die Musik hätte besser ausgewählt werden können (Italo-Western Stücke), der Film hätte blutig oder schmuddelig (Nacktszenen und Sex als Füllszenen) sein dürfen. Das wären Details gewesen, die den Film etwas aufgewertet hätten. Zudem fehlt es dem Film an wirklich bekannten Namen. Mit Ausnahme von Addy Sung Gam-Loi (Bruce, Hong Kong Master), der mit Hitler-Schnauz zu sehen ist, sind mir die meisten Darsteller inklusive die Gweilos im Film, unbekannt. Wenig charismatische Gesellen. Die besten Szenen hat der Film im letzten Viertel des Filmes (auch die besten Kampfszenen).

Fazit: Durchschnittlicher Bruceploitation-Beitrag!

Infos:

O: Tang Shan Hu Wei Jian Sha Shou

Taiwan 1974

R: Yang Yang

D: Tong Lung, Addy Sung Gam-Loi, Tit Yan, Ching Ai-Hua, Jin Ke-Han

Laufzeit der US-Blu: 88:03 Min.

Gesehen am: 01.12.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1 = Uncut, nur Englischer Dub (mieser Dub), kein Ton dafür auch englische Subs, sehr gute Bildqualität (quasi nicht restauriertes HD = Zusammenschnitt aus zwei 35mm Prints, z.T. sehr dunkel). Die deutsche DVD (Titel: Rache für Bruce Lee) ist zwar heller (Bildqualität), aber nicht ganz Uncut und an den Seiten im Vergleich zur US-Blu-Ray stark beschnitten. Eine O-Ton Fassung ist mir unbekannt (Stand: Dez. 2025).

Dienstag, 2. Dezember 2025

Fearless Dragons Review

Fearless Dragons

Story:

Zwei Geheimagenten (Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei) versuchen zwischen einem Gangster (Johnny Wang Lung-Wei) und einer Straftat eine Verbindung zu finden, um ihn überführen zu können…

Meine Meinung:

Fearless Dragons befand sich längere Zeit als Betamax aus Indonesien ungesehen in meiner Sammlung. Die neu erschienene US-Blu-Ray brachte nun Abhilfe und der Film wurde gesichtet. Regie führte Lee Chiu (Cantonen Iron Kung Fu, Kung Fu from Beyond the Grave), der zuvor auch bei den Shaw Brothers tätig war. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion. Diese haben einige tolle Filme veröffentlicht (Duel of the 7 Tigers, The Gold Connection, Snake in the Monkey's Shadow, Two Wondrous Tigers). Fearless Dragons ist durch und durch solide.

Der Film ist eine Kung Fu Komödie. Solche waren seit 1979 sehr gefragt und daher war das Thema sehr populär. Fearless Dragons hat dabei jedoch wirklich kaum einen Plot. Unsere Helden, gespielt von Leung Kar-Yan (Profile in Anger, The Postman Fights Back, Sleeping Fist) und Phillip Ko Fei (Fatal Termination, Bandits, Prostitutes & Silver, Angel’s Mission), blödeln sich gut eine Stunde durch den Film, dessen dünne Handlung kaum vom Fleck kommt. Erst im Finale wird dann alles entlarvt (die Motive).

Zwar ist der Film nicht langweilig und beide Stars können immer Mal wieder etwas von ihrem Talent zeigen, aber es wirkt auf Dauer nicht zwingend fesselnd, da eben kein wirklicher Plot und Verlauf erkennbar sind. Das Gezeigte wirkt mehr wie eine Ansammlung von kurzen Sketchen. Die Musik ist unauffällig und der Klamauk nicht wirklich lustig oder wird zu lange zelebriert (die «Jaws» Momente). In einem Gastauftritt ist noch Addy Sung Gam-Loi (Twins of Kung Fu) zu sehen, der den Film auch choreographiert hat. In einer Nebenrolle, natürlich als Bösewicht, sehen wir ein bekanntes Gesicht: Chiang Tao (The Mysterious Foot-works of Kung Fu).

Als Haupt-Bösewicht ist Johnny Wang Lung-Wei (Dirty Ho, The Treasure Hunters, City Warriors) zu sehen. Er kämpft eigentlich nur im Finale und kurz zuvor. Dem sollten sich Fans, die ihrem Liebling gerne als Bösewicht sehen, bewusst sein und sich korrekt darauf einstellen, um nicht enttäuscht zu werden. Das lange Finale und die Kampfszenen zuvor alleine rechtfertigen aber bereits den Kauf und die Sichtung des Filmes. Johnny Wang Lung-Wei wird im Finale vom Duo Leung Kar-Yan und Phillip Ko Fei bearbeitet. Zuerst kämpfen sich nacheinander gegen ihn, dann zusammen. Die Szenen sind absolut spektakulär und aufwändig choreographiert worden. Toll!

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Jeung Ying Hung Chung Ying Hung

HK 1980

R: Lee Chiu

D: Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao, Addy Sung Gam-Loi, Tsang Chiu-Yue, Siu Gam

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 11.09.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films. Diese haben den Film direkt restauriert von Goldig Films, die ihren Filme-Katalog nun auch in HD restauriert zum Verkauf anbieten, erworben. Somit sind die Bild- und Tonqualität hervorragend. Es gibt mehrere Tonspuren (Canto, Mandarin, Englisch) und auch für jede einzelne Tonspur individuelle englische Subs. Der Film ist Uncut. Als Extras gibt es ein exklusives Interview mit Regisseur Lee Chiu (ca. 20 Minuten). Das fand ich interessant. Zuerst spricht er über seine Karriere, während die 2. Hälfte Infos zu Fearless Dragons beinhaltet. Als 2. Extras spricht Philip Ko (ca. 8 Minuten) über den Film. Es war sein letztes Interview. Vier Monate später sollte er an Krebs sterben. Es gibt noch einen Audiokommentar und die Blu-Ray ist eine Region All Disc. Zudem befindet sich eine indonesische Betamax (Titel: Two on the Road) in meinem Besitz. In Englisch. Das bekam ich geschenkt und behalte ich in der Sammlung (der Englisch Dub tönt furchtbar). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2025).

Mittwoch, 5. November 2025

Bruce, Hong Kong Master Review


Bruce, Hong Kong Master

Story:

Wang Li-Shans (Dean Shek) Freundin wird von Gangstern überfallen, vergewaltigt und getötet. Danach nimmt sein Kollege Xiao Long (Bruce Leung Siu-Lung) das Gesetz in die eigene Hand und säubert die Strassen Hong Kongs vor Abschaum, ehe er sich im Finale, als Dr. Cheng Dong-Qiao (Stanley Fung) und Shirley (Sylvia Chang Ai-Chia) von Gangstern (Sammo Hung, Bolo Yeung, Addy Sung Gam-Loi) entführt werden, einem Kampf auf Leben und Tod gegenübersteht...

Meine Meinung:

Aka Hong Kong Superman. Von Bruce, Hong Kong Master wurde ich positiv überrascht. Ich habe, aufgrund dem «Bruce» im Titel und der Tatsache, dass Bruce Leung Siu-Lung (Bruce and the Iron Finger, The Dragon Lives Again, Call Me Dragon) mitspielt, einen Bruceploitation-Film erwartet. Pustekuchen. Stattdessen gibt es einen Mix aus Drama, Kung Fu und Rape & Revenge Streifen zu sehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen aus der Zeit ohne Klamauk und Humor. Das Ganze ist ernst, humorlos, hart und dramatisch inszeniert. Der Film spielt im damaligen Hong Kong der 70er Jahre.

Nebst Bruce Leung Siu-Lung, der auch für die Kampfchoreographie zuständig war, sehen wir im Film Namen wie Sylvia Chang (sehr schnuckelig), Stanley Fung (RIP), Dean Shek (seine Rolle hat A Better Tomorrow 2 Vibes), Carter Wong (nur am Anfang kurz zu sehen), Bolo Yeung (Bösewicht, dessen Tod im Finale zensiert wurde), Sammo Hung (Bösewicht an der Seite von Bolo), Addy Sung Gam-Loi (Bösewicht an der Seite von Bolo) und Mars (nicht erkannt). Ich würde den Film zu den besten Rollen von Bruce Leung Siu-Lung zählen. Dean Shek fungiert zudem noch als Assistent Director.

Regie führte Ting Shan-Hsi, der auch das Drehbuch schrieb und auch für die Shaw Brothers tätig war (Blood Reincarnation, Imperial Tomb Raiders, Whiplash). Ob sich Ting Shan-Hsi am US-Vorbild Death Wish orientiert hat? Möglich wäre es. Der entstand ein Jahr vor Bruce, Hong Kong Master. Die erste Hälfte von Bruce, Hong Kong Master ist die ruhigere. In dieser werden die Figuren gekonnt vorgestellt, zu ihnen wird eine Beziehung aufgebaut und es gibt dramatische Momente zu sehen. In der zweiten Hälfte dominieren dann knallharte Kampfszenen, die praktisch pausenlos bis zum Finale anhalten. An Sammo Hung und Bolo Yeung als Bösewichte und «Endgegner» von Bruce Leung Siu-Lung hatte ich grosse Freude.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Xiang Gang Chao Ren

HK 1975

R: Ting Shan-Hsi

D: Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung, Bolo Yeung, Dean Shek, Stanley Fung, Addy Sung Gam-Loi, Carter Wong, Mars, Sylvia Chang Ai-Chia

Laufzeit der HK-VHS: 76:58 Min.

Gesehen am: 31.10.25 / 2. Sichtung (DVD-R): Dez. 2025

Fassungen: Mir lag das VHS von Ocean Shores vor = nebst dem On-Screen Titel fehlt auch im Finale etwas. Den Tod von Bolo Yeung sieht man überhaupt nicht. Da scheint ein ganzer Block zu fehlen. Auf der Rückseite der VHS hat es zudem ein Bild vom Finalkampf zwischen Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung und Bolo Yeung, welches auch im Film nicht zu sehen ist. Der englische Dub ist erträglich, die Bildqualität ist gut, Originalbildformat liegt nicht vor. Mir ist keine Uncut Fassung bekannt und auch keine O-Ton mit Untertiteln Fassung. Die deutschen Fassungen (Der Supermann mit der Todespranke) sollen allesamt nochmals ca. fünf Minuten kürzer sein als diese HK-Fassung. Jedoch soll es in der deutschen Fassung im Finale auch definitiv eine Szene geben, die in der HK-Fassung fehlt. Laut der ofdb (Datenbank) soll das HK-VHS 84:30 Min. laufen. Mein VHS hingegen läuft nur 76:58 Minuten. Laut Douban soll es gar eine 92minütige Mandarin Fassung geben. Als ich diese Zeilen schreibe, bin ich dran, eine solche Fassung aus China zu kaufen (DVD-R). Nachtrag Dez. 2025: Nach der Sichtung der HK-VHS (nur Englisch Dubbed, ggf. zensiert) streckten sich meine Fühler nach einer Mandarin Fassung aus. Auf einem Auktionshaus in China wurde ich fündig. Leider war das Ding ausverkauft. Via Google fand ich aber eine Mandarin-Version auf Taobao. Angeblich Mandarin und 90 Minuten Laufzeit (das HK-VHS läuft nur 76:58 Min.). Die Fassung auf Taobao gekauft. Das Bootleg ist eine Kuriosität. Das Frontcover ziert das deutsche Filmplakat. Auf der Back-Seite ziert das Motiv einer spanischen Fassung die Disc und der Text auf der Rückseite ist in Chinesisch. Der Film ist definitiv länger als die HK-VHS-Fassung, jedoch nicht in Sachen Action oder Gewalt. Ggf. nackte Tatsachen im Finale, das muss ich noch 1:1 vergleichen. Aber mehr Handlung und mehr Charaktertiefe (und leider auch eine Szene, in der Bruce Leung einen lebenden Krebs auf den Boden schleudert der sich dann in paar Einzelteile zerlegt). Das Ding wurde aus mehreren Quellen zusammen gebastelt. Das Hauptmaster dürfte die OS VHS gewesen sein. Dann gibt es aber auch etliche Momente mit einer schlechteren Bildqualität. 2x wird auch in gelb FLK eingeblendet. Ob da Szenen aus einer möglichen Bootleg FLK Version verwendet wurden? Zu 80% ist die chinesische Tonspur in Mandarin, zu 20% in Englisch. Interessant sind auch die diversen Untertitel Optionen wie Englisch und sogar Deutsch! Den Film mochte ich noch immer. Leider gibt es aber auch in dieser Fassung keine erweiterten Kampf- oder Todesszenen von Sammo Hung und Bolo Yeung.

Freitag, 13. Juni 2025

The Rangers

The Rangers

Story:

Lin Jo Nan (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) will den Namen ihres Vaters rächen. Dieser wurde von Salz-Schmugglern unter der Führung von Chang (Yasuaki Kurata) hereingelegt. Lin gibt sich als Mann aus und infiltriert die rivalisierende Bande von Chang, um ihren Vater zu rächen und Chang das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

70er Jahre Basher von Hou Cheng (Unsubdued Furies, The Shaolin Invincibles, On the Waterfront), der viele Filme mit Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng realisierte = Heroine of Tribulation, The Zodiac Fighters, Fight for Survival, Heroine Kan Lien Chu, Empress Dowager's Agate Vase, Seven to One. Nach Seven to One und A Girl Called Tigress trifft Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous) erneut auf Japaner Yasuaki Kurata (The Secret of Shaolin Poles, Wang Yu - Der Karatebomber), der den Bösewicht spielt.

The Rangers fängt gut an, kann das Niveau aber nicht durchgehend halten. Trotz gutem Cast mit Namen wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Chin Kang (The Silver Spear) oder Addy Sung Gam-Loi (Kung Fu from Beyond the Grave) kommt es im Verlauf zu Längen. Vor allem der Klamauk und die Tatsache, dass auch ein kleiner, extrem nervtötender Junge (Yeh Hsiao-Yee aus Mars Men), im Film mitspielt, schwächen den Film doch erheblich. Verstärkt wird dies durch den Gender-Tausch. Polly Shang agiert im Tomboy Look und ihr kleiner Bruder bekommt eine Perücke und spielt ein Mädchen, dass im Finale einem Bösewicht in Nahaufnahme ins Gesicht uriniert (nicht der einzige Urin-Joke). Muss ich nicht sehen.

Hätte man das weggelassen und/oder diese «humorvollen» Szenen durch harte Kampfszenen ersetzt, wäre der Film um einiges besser geworden. So trübt das Endergebnis am Ende doch etwas, was schade ist. Schade um Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata und Addy Sung Gam-Loi, die ansonsten in den Kampfszenen zu gefallen wissen. Addy Sung Gam-Loi spielt dabei einer der Männer an Yasuaki Kuratas Seite. So was wie seine rechte Hand. Trotz Urin-Joke im Finale wird der Film gegen Ende wieder etwas härter und die Kampfszenen nehmen wieder zu = solide!

Fazit: Auch wenn kein Kracher für Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata zu empfehlen!

Infos:

O: Daai Siu Yau Lung

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Addy Sung Gam-Loi, Han Ching-Hsiang, Chin Kang

Laufzeit der China VCD: Disc 1 (47:50 Min.) / Disc 2 (40:06 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die VCD aus China vor = In Mandarin mit englischen & chinesischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine Blu-Ray oder deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Samstag, 24. Mai 2025

Bruce and the Iron Finger

 

Bruce and the Iron Finger

Story:

Ein Cop (Bruce Lai) ermittelt in einer Mordserie, in welcher der Täter seine Opfer mit der Iron Finger Technik tötete. Das führt ihn zu diversen Kämpfern (u.a. Bruce Leung), ehe er den richten Täter (Ku Feng) findet…

Meine Meinung:

Von den Filmen aus der The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1., die ich bisher sah (Enter Three Dragons, The Big Boss Part II, Challenge of the Tiger, The New Game of Death, The Dragon Lives Again), gefällt mir Bruce and the Iron Finger, den ich ursprünglich als VHS aus Holland hatte (ungesehen), am besten. Zugegeben, Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache tönt auch amüsant, aber an den kann ich mich kaum erinnern. Zudem schaute ich davon die deutsche Fassung, nicht jene Version aus Severin Films Box. Nachdem Severin Films ihre Box ankündigten, verkaufte/entsorgte ich das VHS aus Holland.

Der Film von Tu Lu-Po (Magic Curse, Crocodile Evil, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!) überzeugt vor allem durch eine grosse Anzahl an Kämpfen, die zudem stark choreographiert wurden. Längen gibt es praktisch keine. Vor allem am Anfang und Mittelteil gibt es erstmal viel Kampfszenen zu sehen, bevor etwas Plot folgt. Der Plot ist sehr dünn. Auf Klamauk wird fast gänzlich verzichtet und der Cast um Bruce Lai (The Ming Patriots, Bruce Lee the Invincible, Edge of Fury), Bruce Leung (Gang Master, Little Super Man, Kidnap in Rome), Addy Sung Gam-Loi (Twins of Kung Fu, Relentless Broken Blade, The Informer), Ku Feng (The Psychopath, The Avenging Eagle, Kuan - Der unerbittliche Rächer) und Lee Hoi-Sang (Die Schlitzaugen mit dem Superschlag, The36th Chamber of Shaolin, Fists and Guts) ist sehenswert.

Die Kampfszenen und deren Choreographie besorgte u.a. Bruce Leung zusammen mit seinem Bruder. Die Kampfszenen von Bruce Leung und Bruceploitation-Star Bruce Lai sind am besten. Ku Feng, der natürlich den Bösewicht spielt, fällt dabei etwas ab. Die Kampfszenen mit Bruce Lai und Bruce Leung rocken. Die sind schnell und rasant choreographiert. Allgemein macht auch die Kamera einen tollen Job. Der Kurzauftritt von Lee Hoi-Sang mündet in einem harten Kampf auf Leben und tot und die 2-3 Kampfszenen von Addy Sung Gam-Loi können sich auch sehen lassen. Addy Sung Gam-Loi spielt einen Schüler von Ku Feng.

Fazit: Ein sehenswerter Bruceploitation-Beitrag mit vielen tollen Kampfszenen!

Infos:

O: Daai Gaau Tau Jyu Sou Noeng Zi

HK 1979

R: Tu Lu-Po

D: Bruce Lai, Ku Feng, Bruce Leung, Addy Sung Gam-Loi, Lee Hoi-Sang

Laiufzeit der US-Blu: 89:28 Min.

Gesehen am: 01.03.25 / 2. Sichtung Mai 2025

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1. Dort liegt der Film leider nur Englisch Dubbed vor. Die Synchronisation ist schlecht. Der 35mm Print hingegen schaut richtig gut aus. Es gibt englische Subs, der Film ist Uncut und es diverse Extras, aber keine exklusiven Extras mit Machern der Produktion. In Deutschland heisst der Film Shaolin Handlock. Die deutsche Blu-Ray von Cargo Records hat drei Vorteile gegenüber der US-Blu-Ray: an den Seiten mehr Bildinfos, eine hellere Bildqualität und die deutsche Synchronisation ist mutmasslich hervorragend (ich habe mir den deutschen Trailer auf YouTube angesehen). Die Disc wandert definitiv in meine Sammlung. Dann gibt es noch Aushangfotos mit Nacktszenen, die bisher in keiner bekannten Fassung gefunden wurden. Eine Fassung im O-Ton Kantonesisch ist mir nicht bekannt. Für zehn CHF versuche ich nun, in China eine DVCD zu kaufen. Die dürfte hingegen auf Mandarin sein statt in Canto. Aber mich nimmt es wunder, ob dort ggf. exklusive Szenen zu sehen sind. Nachtrag Mai 2025: Die oben erwähnte DVCD aus China konnte ich erwerben. Der macht in Mandarin (auch wenn Kantonesisch O-Ton wäre) deutlich mehr Spass als mit dem grottenschlechten und ultramiesen Englischen Dub der Severin Films Blu-Ray. Der Plot ist bekannt, daher störten auch fehlende Untertitel nicht und die Kampfszenen sind, trotz Vollbild, nicht verunstaltet. Extra Nacktszenen gibt es aber auch in dieser Fassung nicht. Sehenswerte Bruceploitation mit viel Kung Fu Szenen. Glück, dass trotz den Bilden auf dem Artwork (die nicht vom Film stammen) der korrekte Film auf der Disc zu finden war. 

Dienstag, 18. Februar 2025

Twins of Kung Fu

Twins of Kung Fu

Story:

Michelle Yim und ihr Vater (Lam Kau) erreichen ein kleines Dorf. In diesem sorgen sie mit kunstvollen Auftritten und auf der Suche nach einem Ehemann für Michelle für spassiges Aufsehen. Weniger spassig ist die Tatsache, als später im Wald Leichen gefunden wird. Als Bösewicht Jason (Jason Pai Piao) mit seinem Vater (Leung Pasan) auftaucht, nehmen die Helden (u.a. Addy Sung Gam-Loi, Michelle Yim, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam) den Kampf gegen die Bösewichte auf…

Meine Meinung:

Aka Twins. Ich besuchte Mitte Dez. meinen Kumpel. Wohl der grösste Kung-Fu Fan, den ich kenne. Auch jener, mit dem grössten Fachwissen. Ich schickte ihm Wochen vor dem Treffen einige Titel, wovon ich zwei gerne schauen würde. Ich habe mich da einfach an Stars, die mich interessieren, orientiert. Ich schickte ihm einige Titel mit u.a. Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Chen Kuan-Tai (Gang Master, Blood Brothers) und Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Portrait in Crystal, Men from the Gutter).

Und aus mehreren Filmen durfte ich dann zwei auswählen. Zum einen The Ming Patriots mit Chang Yi, zum anderen Twins of Kung Fu mit Jason Pai Piao. Von Twins of Kung Fu, der in Datenbanken auch lediglich nur Twins heisst (der On-Screen-Titel lautet jedoch Twins of Kung Fu), wusste ich im Vorfeld nichts. Der Kollege informierte mich nur, dass es andere Fassungen gibt, die kürzer sind (ca. 75 Minuten) und dass es sich um eine Kung Fu Komödie handelt. Der Film ist zudem wenig bekannt, wenn ich in Datenbanken nach Reviews suche.

Durch den Erfolg der Jackie Chan Filme Drunken Master und Co. waren ab 1979 Kung Fu Komödien auf dem Markt gefragt. Leung Pasan und Lam Yee-Hung, warum beide als Regisseur gelistet werden ist mir nicht bekannt, haben schlussendlich einen soliden Beitrag mit etwas wirrer und konfuser Story auf die Menschheit losgelassen. Leung Pasan hat den Low-Budget Film auch produziert, spielt den Bösewicht und war auch für die Choreographie zuständig. Laut Datenbank ist dies sein Regie-Debüt, wobei Leung Pasan immer wieder auch als Darsteller (The Twin Dragons) und Choreograph (The Death of Bruce Lee) tätig war.

Er kommt aber erst ab ca. einer Stunde erstmals vor. Der Plot ist, wie bei vielen anderen Kung Fu Komödien aus der Zeit, nicht gradlinig. Lange hat der Zuschauer keinen Plan, um was es geht. Es geht im Film zuerst um örtliche Figuren und viel unlustigen Klamauk. Für den "Humor" ist die Truppe um den schielenden Yue Tau-Wan (Shaolin Prince), den auch schielenden Addy Sung Gam-Loi (The Informer), Hon Kwok-Choi (der mich schon in anderen Filmen nervte), Jacky Liu Hong-Yi (mutiert dann zum Helden) und, und das ist die grösste Überraschung, mit einem sehr jungen Simon Yam (Run and Kill) zuständig.

Simon Yam sah ich, wenn ich mich nicht irre, noch nie in einem Old-School Kung Fu Film. Erst mit dem Auftauchen von Michelle Yim (Dress Off for Life) wird der Film besser. Die bringen bessere Kampfszenen in den Film. Die Qualität nimmt zu. Dazu gibt es à la Fong Sai Yuk eine Sequenz, in welcher Michelle Yim Zuschauer zum Kampf auffordert und der Gewinner bekommt als Preis eine Heirat mit ihr spendiert. Jason Pai Piao, auch als Bösewicht mit dabei, taucht auch erstmal kurz vor der 60. Minute auf. Er spielt also nur im letzten Viertel des Filmes mit. Er spielt nebst Leung Pasan den Bösewicht. Ab diesem Zeitpunkt wird der Film richtig gut. Es folgen Trainingsszenen und danach das Finale. Und diese Szenen machen richtig viel Spass, sind spektakulär choreographiert und mit viel Wucht inszeniert.

Fazit: Fans von günstigen Wald-und-Wiesen Kung Fu Komödien können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Mong Lung Fok Sing

HK 1981

R: Leung Pasan, Lam Yee-Hung

D: Michelle Yim, Jason Pai Piao, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi, Hon Kwok-Choi, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam, Leung Pasan, Lam Kau

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 11.12.24

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Omni Video (= Ocean Shores vor) = Englisch Dubbed (schlechter Dub), Vollbild, gute Bildqualität, Uncut. Mit ca. 90 Min. läuft es z.B. länger, als die ca. 75minütige DVD aus Holland. Eine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024).

Sonntag, 29. Dezember 2024

4 Robbers

4 Robbers

Story:

Vier Gangster (Lee Wing-Saan, Wynn Lau Chun-Fai, Ng Hong-Sang, Sek Hon) sorgen mit Raubüberfällen in Hong Kong und Thailand für Schlagzeilen. Sie legen sich dabei nicht nur mit der Polizei (u.a. Addy Sung Gam-Loi), sondern auch mit diversen Gangster-Gruppen (u.a. Ku Feng, Charlie Cho Cha-Lee) an…

Meine Meinung:

Aka Four Robbers. Es handelt sich um einen Actionfilm aus Hong Kong im modernen Setting. Der Ende der 80er Jahre Film erinnert dabei an eine abgespeckte Low-Budget Variante der HK-Film-Reihe Long Arm of the Law. Nur leider deutlich schlechter und vor allem unspektakulärer. Der Film von und mit Addy Sung Gam-Loi (The Buddhist Fist, Unreal Dream, Fury of a Virgin) ist leider zu wenig gut, um in meine Filmsammlung integriert zu werden. Addy Sung Gam-Loi fungierte als Multitalent: nebst Regie und Co-Star war er auch für das (schwache) Drehbuch und die Action-Choreographie (solide) zuständig.

Nebst Addy Sung Gam-Loi bietet der Film nur wenig bekannte Namen. Und diese sind ausschliesslich in kleineren Nebenrollen zu sehen: Shaw Brothers Star Ku Feng (The Web of Death, Die Todespagode des gelben Tigers, The Shaolin Disciple), Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares, The Two Jolly Cops, Police Story 2) oder Shum Wai (Bloody Brotherhood, Code of Honor, Tough Beauty and the Sloppy Slop). Zwei der vier «Robbers» werden von No-Names gespielt.

Der Film bietet zahlenmässig viel Actionszenen und war nicht langweilig. Es gibt sicher alle fünf Minuten eine Actionszene zu sehen (Prügelei oder vor allem lahme Shoot-Outs). Leider waren der Film und auch die Action zu unspektakulär, repetitiv und die Hauptfiguren waren nicht charismatisch und einfach langweilig. Eine bessere Besetzung die "vier Robbers" betreffend hätte den Film aufgewertet. Aber so sind einem die Figuren total egal. Mit blutigen Shoot-Outs muss der Fan auch bis zum Finale warten. Die Shoot-Outs im ersten Viertel oder Mittelteil sind uneffektiv in Szene gesetzt. Lag wohl am kleinen Budget…

Fazit: Besser die Long Arm of the Law Filme auffrischen!

Infos:

O: Sei Daai Tin Wong

HK 1987

R: Addy Sung Gam-Loi

D: Lee Wing-Saan, Wynn Lau Chun-Fai, Ng Hong-Sang, Sek Hon, Addy Sung Gam-Loi, Ku Feng, Charlie Cho Cha-Lee, Shum Wai

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:32 Min.

Gesehen am: 23.11.24

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Dong Yang Production vor = Vollbild, O-Ton Kantonesisch mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Sah in Sachen Action Uncut aus, ggf. in einer Sexszene zensiert. Es gibt eine US-DVD von Low-Budget Labels = auch nur in Vollbild und Englisch Dubbed. Der Dub soll furchtbar sein. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Nov. 2024).

Freitag, 27. Dezember 2024

Bolo

Bolo

Story:

Bolo und Ma (Bolo Yeung & Jason Pai Piao) werden aus dem Gefängnis entlassen und zu den «Sheriffs» eines Dorfes gewählt. Sie machen sich auf die Suche nach Gold und legen sich mit diversen Kleingangstern (Fung Ging-Man, Chiang Tao, Huang Ha) an…

Meine Meinung:

Bei Bolo handelt es sich um einen Old School Kung Fu Film bzw. eine Kung Fu Komödie, welche ab 1979 zu Dutzenden produziert wurden. Bolo soll das Regie-Debüt von Bloodsport-Star Bolo Yeung (Master Killers, Legacy of Rage, Soul of Bruce Lee) darstellen, wobei in der Hong Kong Filmdatenbank im gleichen Jahr eine weitere Regiearbeit von Bolo Yeung geleistet wird (= Writing Kung Fu). Zudem war Bolo Yeung zusammen mit Jason Pai Piao (Portrait in Crystal, Kung-Fu Brothers in the Wild West, Blood Sorcery) auch Produzent und auch Action-Regisseur.

Jason Pai Piao ist der 2. grosse Name des Filmes und spielt zusammen mit Bolo die Hauptrolle. Der Film ist in meinen Augen kein Kracher, aber sehr solide und gut schaubar. Der Plot gibt wahrlich nicht viel her. Sehr unzusammenhängend. Mehr als üblich. Das ist etwas negativ zu werden. Es ist mehr eine Ansammlung von diversen Kurz-Themen und Abenteuer, die unsere Helden überstehen müssen, ohne dabei wirklich jemals in Gefahr zu geraten. Die deutsche Synchronisation, wohl zu grossen Teilen eine KI-Synchronisation, verpasst dem Film dazu auch einige Dialoge oder Figuren eigene Dialekte, um den Film in Richtung «Klamauk» von anno dazumal zu drücken.

So erinnert der Sprecher von Jason Pai Piao z.B. an Thomas Danneberg. Ich empfand das als ganz ok und passend. Vor allem ist das so deutlich besser als in der miesen englischen Synchronisation. Nur bei der Abmischung hat das Label gepfuscht, mehr dazu unter Fassungen. Jason Pai Piao und Bolo Yeung Fans werden jedoch voll auf ihre Kosten kommen. Die zwei bieten viel zu lachen und überzeugen auch in den Kampfszenen. Ich denke, es sind einige der besten choreographierten Kampfszenen, welche ich von Bolo Yeung sah.

Zudem fand ich es schön, Bolo Yeung, der hier mir Locken und Bart zu sehen ist (ungewohnt), Mal a) als Helden (auch ungewohnt) und b) in einer Hauptrolle zu sehen. Sonst spielt er meist Schurken und Nebenfiguren. Das fand ich wirklich cool und er überzeugt definitiv in den Kampfszenen. In einer Sequenz wird ein Song von Sam Hui abgespielt, was ich ziemlich cool fand. Ist auch die Musik des Blu-Ray Menüs und wenn ich nicht irre, kommt der Song auch im deutschen Trailer vor. Ziemlich abgefahren.

Die Kampfszenen waren mehrheitlich gut und solide. Es gibt vereinzelt auch bessere Kampfszenen. Der Finalkampf z.B. war richtig toll, in welchem Jason Pai Piao und Bolo Yeung gegen Huang Ha (The Killer in White, The Challenger, Encounter of the Spooky Kind) kämpfen. Der Humor ist grenzdebil. Die deutsche Synchro und die Dialoge passen gut dazu. In Gastauftritten sind noch Addy Sung Gam-Loi (The Buddhist Fist), Eric Tsang (Hitman), Fung Ging-Man (Lackey and the Lady Tiger) und Chiang Tao (The Kung Fu Cook) zu sehen. Nebst dem schielenden Addy Sung Gam-Loi sind die noch stärker schielenden To Siu-Ming (The First Vampire in China) und Yue Tau-Wan (Miss Magic) zu sehen. Die haben sogar mehr Screentime als Addy Sung abbekommen.

Fazit: Für Sammler von klassischen Kung Fu (Komödien) zu empfehlen, auch wenn kein Kracher!

Infos:

O: Bai Ma Hei Qi

HK 1979 (je nach Quelle 1977)

R: Bolo Yeung

D: Bolo Yeung, Jason Pai Piao, Addy Sung Gam-Loi, Eric Tsang, Fung Ging-Man, Chiang Tao, Huang Ha

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.11.24

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von Cinestrange Extreme vor = DVD/Blu-Ray Mediabook mit Booklet in Deutsch/Englisch und deutschen Subs (an den deutschen Dialogen angelegt), kein O-Ton dafür hervorragende Bildqualität (schöner Widescreen-Print) und Uncut. Die deutsche Synchronisation dürfte eine teil- oder sogar durchgehend durch KI erstellte Synchronisation sein. Man hat sich da an inzwischen toten Synchro-Legenden orientiert, eigenen Klamauk/Sprüche erstellt und einige Nebenfiguren sprechen Dialekte. Das stört mich alles nicht, denn das ist noch immer massiv besser als der miese englische Dub. Nur bei der Abmischung hat das Label, wie schon bei Zakato - Die Faust des Todes, geschlampt. Michael Speier von bluray-disc.de hat das gut formuliert, Zitat: «klingt der gesamte Ton ausgesprochen blechern. Surroundeffekte gibt es keine, die Musik klingt teilweise äußerst unangenehm und die Dialoge sind unharmonisch abgemischt, so dass die eine Stimme extrem leise, die andere übertrieben laut klingt – während beide Charaktere sich quasi nebeneinanderstehend unterhalten. Bei einigen Dialogen hat man den Eindruck, dass sie aus einer komplett anderen Quelle stammen, und dass am Anfang und Ende eines Satzes die Lautstärke ein- und ausblendet ist auch keine Seltenheit». In der Hinsicht sollte sich das Label in Zukunft optimieren. Als Bonus gibt es ein «Interview» mit Bolo Yeung, als der 2012 Deutschland besucht hat. Ziemlich uninteressante Fragen und dass ständige Übersetzen (der übelst einfachen englischen Antworten von Bolo, die jeder verstehen müsste) fressen viel Zeit und sind auch oft kaum zu verstehen. Eine Fassung mit O-Ton ist mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024).

Sonntag, 10. März 2024

The Buddhist Fist

The Buddhist Fist

Story:

Si Ming (Tsui Siu-Ming) wird eines Verbrechens beschuldigt, welches er nicht begangen hat. Sein Schulfreund Shang (Yuen Shun-Yi) beginnt eigene Ermittlungen anzustellen und begibt sich in Gefahr, als ein Mordanschlag auf ihn verübt wird…

Meine Meinung:

Ich habe mir The Buddhist Fist im Originalton Kantonesisch ohne Subs angesehen, da die Disc keine Untertitel bietet. Ich habe mich über den Plot im Voraus informiert: zwei Schulkinder sind Freunde und helfen sich gegenseitig. Später eröffnet einer einen Barber-Strore und der andere wird Mönch. Der, der den Barber-Store führt, ist die Hauptperson. Der Mönch kommt deutlich weniger vor. Am Ende stehen sich beide als Feinde gegenüber.

Warum das so ist und wie die Bösewichte das hinbekommen haben, kann ich aufgrund fehlender Subs nicht sagen. Falls ihr euch auch dazu entscheidet, den Film im O-Ton zu schauen, macht es Sinn, sich zuvor über die Darsteller und den Plot zu informieren. Der Film von Yuen Woo-Ping (Hero Among Heroes) bietet in den Hauptrollen seinen Yuen Clan - da kenne ich fast jedes Gesicht aus dem ein oder anderen Familienfilm der Zeit. Wer Böse und wer Gut ist, sieht man den Figuren auch an. Warum nun Person A gegen Person B kämpft, ist meiner Meinung nach zweitrangig.

Yuen Shun-Yi spielt den Helden und Barber-Bedienstete. Ihn kennt man z.B. aus Drunken Tai Chi oder Shaolin Drunkard. Sein Gegenüber, der Mönch (nur grosse eine Nebenrolle würde ich sagen), wird von Tsui Siu-Ming (Mirage) gespielt. In etlichen Nebenrollen sind Mitglieder des Yuen Clans zu sehen: Simon Yuen (Crystal Fist), Yuen Yat-Choh (Postman Strikes Back), Brandy Yuen Jan-Yeung (Dreadnought) oder Yuen Cheung-Yan (A Heroic Fight). Die meisten Gesichter kannte ich aus Dreadnought, Drunken Tai Chi oder den Miracle Fighters Filmen (The Miracle Fighters, Shaolin Drunkard, Taoism Drunkard).

Simon Yuen verstarb während den Dreharbeiten und wurde quasi durch Fan Mei-Sheng ersetzt (wie schon in The Magnificent Butcher). In einer Nebenrolle ist noch Addy Sung Gam-Loi (Die Todesrächer von Bruce Lee) zu sehen. Die Kampfszenen stammen vom Yuen Clan und ich muss sagen, dass The Buddhist Fist in der Tat wohl einer der Top 5 Filme des Yuen Clan und von Regisseur Yuen Woo-Ping in dessen langen Karrieren darstellt. Die Anzahl Kampfdemonstrationen sind der Wahnsinn und die Choreographie ist einfach nur spektakulär und unglaublich. Von der ersten Sekunde ein Genuss auf aller höchstem Niveau! Ich kam aus dem Staunen kaum mehr heraus. 

Wie Gegenstände in die Kämpfe und die Choreographie integriert wurden, ist einfach nur innovativ. Es gibt etliche Kämpfe und jeder darf mehrfach ran - diesen fähigen Personen in Sachen Kung Fu zuzusehen, macht einfach höllisch viel Spass! Der Humor ist typisch übertrieben wie auch das Overacting und Aussehen der Figuren - mich störte es wenig, in vielen Reviews kostet das dem Film aber viele Punkte. In Englisch dürfte der Humor deutlich weniger unterhaltsam sein, aufgrund des Englischen Dubs.

Fazit: Eine der besten und spektakulärsten Filme/Arbeiten des Yuen Clan inklusive Yuen Woo-Ping!

Infos:

O: Fat Jeung Lo Hon Kuen

HK 1980

R: Yuen Woo-Ping, Tsui Siu-Ming

D: Tsui Siu-Ming, Yuen Shun-Yi, Simon Yuen, Yuen Yat-Choh, Brandy Yuen Jan-Yeung, Yuen Cheung-Yan, Addy Sung Gam-Loi, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tai Seng vor = Widescreen, O-Ton ohne Subs (Englischer Ton ist auch auf der Disc), Uncut, Code Free Disc, sehr gute Bild- und Tonqualität. Eine Fassung mit O-Ton und englischen Subs, eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).