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Dienstag, 28. Juni 2022

Harte Ziele Review

Harte Ziele

Story:

 

Reiche Gangster (Lance Henriksen, Arnold Vosloo) organisieren für Reiche (u.a. Joe Warfield) Menschjagden in New Orleans. Doch als die Tochter (Yancy Butler) eines Opfers (Chuck Pfarrer) und deren Helfer (Jean-Claude Van Damme) unbequeme Fragen stellen, laden auch diese auf der Abschussliste…

 

Meine Meinung (Unrated Fassung & XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung):

 

Früher habe ich Harte Ziele als besten US-Film von John Woo (The Killer, A Better Tomorrow, Hard-Boiled) betitelt. Heute kann ich das nicht mehr sagen. Dazu müssten zuerst Neusichtungen von Operation: Broken Arrow und Im Körper des Feindes her. Auf jeden Fall ist Harte Ziele für sich gesehen ein unglaublich toller Film und das damalige US-Debüt von John Woo (Windtalkers).

 

John Woo, dem Sam Raimi (Tanz der Teufel) zur Seite stand (Studio hatte Angst, dass Woo zu wenig gut Englisch kann), hatte leider Probleme mit seiner Wunschfassung und dem Studio. Sieht man sich den XXL Rohschnitt-Fassung (=Sneak Preview Cut) an und schaut, was davon in der Un- oder R-Rated (Kinofassung) übrig ist, ist das ein echtes Ärgernis. Die XXL Rohschnitt-Fassung (= Sneak Preview Cut) bietet mehr John Woo Feeling und ist für Fans die bessere Filmfassung.

 

Die Unrated Fassung, welche auch in Gewaltszenen nach wie vor teilweise stark zensiert ist, ist dennoch auch eine gut schaubare Fassung. Ausserdem mag ich die deutsche Synchronisation, da ich Harte Ziele als Kind/Jugendlicher zuerst im deutschen Free-TV sah und selbst in der stark verstümmelten Fassung mochte ich den Film. John Woo abreitet mit Jean-Claude Van Damme (The Last Mercenary). Dieser macht, mit Ausnahme von seiner Frisur, eine gute Figur, so war er doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

 

Vor allem die Zeitlupen-Szenen im Finale komme Van Damme gut zu stehen: da kann er Stunts wie Saltos einlegen, seine Kicks demonstrieren und Gegner blutig ins Jenseits befördern. Für eine US-Actionfilm gibt es sehr viel Action und wenig Plot zu sehen. Der Plot um Menschenjagd ist dünn, aber perfekt geeignet, um dem Fan spektakuläre und blutige Action zu bieten.

 

Das New Orleans Setting kommt dem Film auch gut zu stehen und auch die Musik mochte ich. Sehr Freude hatte ich ausserdem an den Bösewichten des Filmes: Lance Henriksen (House III, Piranha II – Fliegende Killer) und Arnold Vosloo harmonieren prächtig miteinander und sind schön fies, diabolisch und charismatisch.

 

Zudem ist der Film schön politisch unkorrekt (z.B. gegen Übergewichtige wie Eliott Keener, bekannt aus Angel Heart). Abstriche gibt es bei Yancy Butler (zu naiv, unglaubwürdig), dem Humor (weiblicher Cop und Geburtstagskuchen in Schublade) und dem Overacting von Jean-Claude Van Dammes Filmonkel (Nervt: Wilford Brimley). Wobei er bei Neusichtung weniger nervte als früher. Sam Raimis Bruder Ted hat, wie dazumal (Candymans Fluch) üblich, seinen obligatorischen Gastauftritt.

 

Fazit: Harte Ziele ist einer der besten Filme von John Woo und Jean-Claude Van Damme und jedem Actionfan uneingeschränkt zu empfehlen! 

 

Gefolgt von: Hard Target 2

 

Infos:

 

O: Hard Target

 

USA 1994

 

R: John Woo

 

D: Jean-Claude Van Damme, Yancy Butler, Lance Henriksen, Arnold Vosloo, Wilford Brimley, Chuck Pfarrer, Robert Apisa, Joe Warfield, Ted Raimi

 

Laufzeit der deutschen DVD / XXL Rohschnitt-Fassung: 116:24 Min.

 

Neusichtung am: 14.06.22

 

Fassungen: Es gibt mind. fünf Fassungen:

 

1. R-Rated Kinofassung: Schrott, da stark zensiert. 

 

2. Unrated Fassung: Gut schaubar und gibt es auf DVD / Blu-Ray, aber im Gegensatz zur XXL

Rohschnitt-Fassung noch immer in Handlung, Action und Gewalt zensiert. 

 

3. XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung. Die Fassung läuft ca. 116 Minuten. Bei der Fassung handelt es sich eigentlich um die Sneak Preview Fassung. Bei dieser waren die Gäste mit Zeitlupenszenen, Flashbacks und Gewaltszenen nicht zufrieden. 

 

4. Rohschnittfassung von 127 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt). 

 

5. Rohschnittfassung von 122 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt).

 

Interessant ist, dass der 127minütig Rohschnitt/Workprint Fassung zwar keine Musik und einen laufenden Timecode zeigt, dafür aber eine bessere Bildqualität und ein besseres Bildformat aufweist als die XXL Rohschnitt-Fassung. Und: es gibt sogar noch hier und da etwas mehr Gewalt-Spitzen (Leiche länger zu sehen, ein weiterer Typ wird im Finale erschossen, mehr Einstellungen als der Farbige erschossen wird). 

 

 





 

XXL Rohschnitt-Fassung/Sneak Preview Vs. Unrated DVD

 

 

Sonntag, 6. Februar 2022

The Last Mercenary Review


The Last Mercenary

Story:

 

Ein Geheim-Agent (Jean-Claude Van Damme) muss seinen Sohn (Samir Decazza) vor dem Staat retten, dessen Unschuld beweisen und die wahren Hintermänner finden…

 

Meine Meinung:

 

Dank Gutscheinen habe ich einige Monate Netflix. Da haben sich schon paar Serien und Titel angesammelt, die ich nun schauen werde. Darunter auch Schund wie diese französische Action-Komödie. Schon als ich den Trailer zu The Last Mercenary sah wusste ich, dass das natürlich sicher kein guter Film sein würde.

 

Dennoch – als Van Damme-Fan (Timecop, Kickboxer: Vengeance, Kickboxer – Die Abrechnung) war die Sichtung Pflichtprogramm. Und immerhin ist Van Damme meist dann am besten, wenn er sich nicht ernst nimmt (Enemies Closer, Desert Heat, Jean-Claude Van Johnson) und/oder den Bösewicht (The Expendables 2) spielt, gefolgt von Ausnahmen wie Harte Ziele und Co.

 

The Last Mercenary nun gesehen. Wie erwartet nicht wirklich gut aber mit den richtig angepassten Erwartungen kann man sich den Streifen schon geben. Ist halt definitiv mehr eine Komödie mit viel Klamauk und Grimassen, und nicht gerade der Film mit vielen oder wirklich guten Action-Szenen, auch wenn hier und da gekämpft wird und/oder es eine längere Auto-Verfolgungsjagd gibt.

 

Van Damme wird halt auch nicht jünger und es wird oft von hinten gefilmt in den Kampfszenen, so dass ich davon ausgehe, dass er in vielen der Szenen nicht selbst gekämpft hat. Dennoch ist es amüsant, da er sich selbst aufs Korn nimmt (Spagat) und er in viele bescheuerte Posen und Maskeraden schlüpft (mehrfach mit langem Haar und/oder als Frau verkleidet).

 

Wer Klamauk und dämliche Mimik-Spiele und Grimassen nicht abkann, dem sei der Film gar nicht zu empfehlen. Alle anderen können einen Blick riskieren: The Last Mercenary ist für die einmalige Sichtung durchaus ok, wenn auch von der Laufzeit her zu lang! Und mehr Action hätte es geben dürfen. Diese war zwar nie wirklich gut im Film, aber dennoch fast das beste an der Produktion…

 

Fazit: Nur für ultimative Van Damme Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: The Last Mercenary

 

Frankreich 2021

 

R: David Charhon

 

D: Jean-Claude Van Damme, Alban Ivanov, Samir Decazza, Assa Sylla, Eric Judor, Miou-Miou, Patrick Timsit

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 110 Min.

 

Gesehen am: 09.11.21

 

Fassungen: Gesehen via Netflix = Uncut, Franz. mit deutschen Subs. Netflix Produktion = es gibt keine DVD/Blu-Ray (Stand: Nov. 2021).

Sonntag, 18. August 2019

Timecop Review

Timecop

Story:

Max Walker (Jean-Claude Van Damme) ist ein «Timecop» - er reist in die Vergangenheit, um Gangster aufzuhalten, welche ebenso in der Zeit zurückreisen, um Verbrechen zu begehen und um die Zukunft durch Beeinflussung anders zu gestalten.. Max bekommt es in der aktuellen Zeitspanne mit dem jetzigen Senator (Ron Silver) zu tun, der Präsident werden will und über Leichen geht – u.a. steht auch Max Ehefrau (Mia Sara) auf der Abschussliste…

Meine Meinung:

Timecop ist gute, alte und solide 90er Jahre US-Action, wie sie dazumal x-fach inszeniert wurde mit einem Jean-Claude Van Damme auf dem Höhepunkt seiner Karriere sprich damals lockte er die Menschen noch in die Kinos und nur schon der Name versprach Erfolg.

Grosses Studio hinter sich und namhafter Mainstream-Regisseur (zumindest für dazumal) – Peter Hyams, der damals Filme wie Sudden Death (Die Hard Variante mit Van Damme), The Relic (sehenswerter Monsterhorror im Museum) und End of Days (Arnie Comeback) in die Kinos brachte. Sudden Death sollte nicht die letzte Van Damme und Peter Hyams Zusammenarbeit bleiben.

2013 arbeitete die zwei in der Direct to Video/DVD Produktion Enemies Closer zusammen – einem netten, kleinen B-Actionfilm. Van Damme konnte zuletzt aber nie mehr an Erfolg von früher (seine besten 90er Jahre Filme sind zweifelsfrei Universal Soldier und Harte Ziele) anknüpfen. Als ich mir früher die ganzen Van Damme 90er Jahre Werke ansah, habe ich Timecop immer verpasst.

Dies habe ich nun nachgeholt. Der Film ist kein Kracher, aber durch und durch solide, kurzweilige und unterhaltsame 90er Jahre Action-Ware mit netten Sience Fiction Elementen und vielen bekannten Gesichtern in Haupt- und Nebenrollen. Ron Silver gibt einen wunderbaren Fiesling und Bösewicht ab. Ihn kennt man, ebenfalls als Bösewicht und Irrer, aus dem sehenswerten Thriller Blue Steel. Bruce McGill hingegen dürften Fans aus dem Bruce Willis Actionfilm Last Boy Scout kennen. Mia Sara spielt die schöne Ehefrau von Van Damme. Aus ihrer Filmegraphie kenne ich nichts, aber mind. ein Film hört sich gut an (Nacht der Dämonen von 1988, gäbe es von Arrow Video).

Die Actionszenen und Stunts wurden solide und mit viel Übersicht eingefangen, choreographiert und gefilmt – Van Damme darf sich mehrfach, auch in Zeitlupe, auszeichnen (auch wenn er nicht alle Stunts selbst ausführte). Seine Fans dürften voll auf ihre Kosten kommen. Nur bei den Shoot-Outs sollte man leichte Abstriche machen (fehlende blutige Einschusslöscher).

Fazit: Kein Kracher aber durch und durch gut und jedem Van Damme Fan zu empfehlen! 

Gefolgt von: Timecop 2 - The Berlin Decision

Infos:

O: Timecop

USA 1994

R: Peter Hyams

D: Jean-Claude Van Damme, Ron Silver, Mia Sara, Bruce McGill

Laufzeit der deutschen DVD: 94:00 Min.

Gesehen am: 26.05.19

Fassungen: Gesehen beim Kollegen als deutsche DVD = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton/Deutsch, diverse Subs etc. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Samstag, 12. August 2017

Wake of Death Review

Wake of Death

Story:

Ex-Gangster Ben Archer (Jean-Claude van Damme) kehrt aus Marseille nach Los Angeles zurück. Er sucht den Weg aus der Kriminalität und will zusammen mit seiner Frau Cynthia (Lisa King) und seinem kleinen Sohn (Pierre Marais) ein glückliches Leben führen. Doch es kommt alles anders, als Cynthia (Sozialarbeiterin) das kleine Immigrantenmädchen Kim (Valerie Tian) nach Hause nimmt, welche illegal aus China einreiste. Ihr Vater und Anführer der Triaden, Sun Quan (Simon Yam), reist aus Hong Kong nach und findet heraus, dass seine Tochter bei Cynthia wohnt. Er lässt Cynthia töten, doch Kim kann entkommen. Ben Archer schwört indes Rache und begibt sich auf einen blutigen Rachefeldzug…

Meine Meinung:

Wake of Death habe ich seit gut zehn Jahren nicht mehr gesehen. Ich hatte den Van Damme Streifen als recht gut in Erinnerung. Dem alten Review entnehme ich, dass vor allem die «zu schnelle Schnitttechnik» und das «Familiengetue» nervig waren.

Wie mir der Film jetzt, nach so langer Zeit und kaum mehr was über den Film wissend, gefallen würde? Das Schauen war fast so, als guckte ich mir einen neuen Film an, da ich so viel schon vergessen hatte.

Wake of Death hat mir nun auch klar schlechter gefallen als dazumal und von einem tollen Van Damme Film / Comeback will ich erst gar nicht mehr sprechen. Die Story ist simpel – Rachegeschichte wie es sie zu hunderten gibt. Leider gibt es Längen – vor allem zu Beginn braucht der Fan viel Sitzfleisch, bis Mal was Interessantes passiert und Actionszenen sind Mangelware.

Der Anfang des Filmes gepaart mit den fürchterlich nervenden Herzen-Schmerzen Dramaszenen nach dem Tod von Van Dammes Film Frau war kaum zu ertragen und 1-2 hätte ich gerne nach vornegespult und begann, an dem Film zu zweifeln soll heissen ich spielte schon mit dem Gedanken, den Film aus der Sammlung zu verbannen. Diese Szenen hätte man alle weglassen können zugunsten des Tempos, was dem Film gutgetan hätte. Zudem wirkt Van Damme in diesen Szenen absolut lächerlich, peinlich, unglaubwürdig, da er versucht, ernst zu sein was er nicht sein kann.

Da sind mir seine älteren Rollen, da unfreiwillig komisch und übertrieben, dann doch viel lieber (auch die älteren Filme).

Weiterhin negativ: das Finale war ein Witz (Konfrontation zwischen Van Damme und Simon Yam) und auch Simon Yam war klar unterfordert und konnte sein Potenzial, welches er im Hong Kong Kino zu genüge unter Beweis gestellt hat, nie abrufen. Schade darum.

Der Film wird knapp nicht verkauft, weil sich der Film im Verlauf der Story steigert. Die lächerlich dramatischen Szenen nehmen ab, Längen werden kürzer und fallen weg, der Actiongehalt steigt. Die Actionszenen fand ich nun auch nicht mehr zu schnell geschnitten (heutzutage geht es ja noch schlimmer und unübersichtlicher) sondern okay und sehenswert (Shoot-Outs, ein zwei kürzere Kampfszenen, Autoverfolgungsjagd, mind. zwei echte Explosionen) und nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle die nicht harmlose, wenn auch kaum explizite Folterszene die eine unangenehme Stimmung heraufbeschwört dank Van Dammes Filmkollegen/Figuren aus Marseille, welche intensiv und sehenswert war (der korrupte Cop passte auch perfekt in die Rolle, gut gespielt, schön hinterhältig und schmierig).

Van Damme Fans können natürlich einen Blick riskieren und diese werden den Film wohl deutlich besser mögen als meinerseits. Dank der 2. Filmhälfte, die sich merklich steigert, darf der Film in der Sammlung verweilen (wenn auch knapp).

Infos:

O: Wake of Death

D / F / UK / Südafrika 2004

R: Philippe Martinez

D: Simon Yam, Jean-Claude van Damme, Pierre Marais, Valerie Tian

Laufzeit der US-DVD: 90:24 Min.

Reviewe überarbeitet: 27.07.17

Erstsichtung: zwischen 2005-2007, 2. Sichtung 26.07.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor = gute Bildqualität, sehr gute DD 5.1 Tonspur, O-Ton, keine englischen UT (ausser für chinesische Dialoge). Das Englisch ist problemlos zu verstehen. Inzwischen auch in Deutschland Uncut erhältlich (DVD, Blu Ray), was dazumal bei seiner Erstveröffentlichung nicht der Fall war. Wie sich die Zeiten ändern…

Samstag, 17. Juni 2017

Universal Soldier: Day of Reckoning Review

Universal Soldier: Day of Reckoning

Story:

John (Scott Adkins) muss Schreckliches miterleben: eines nachts dringen drei maskierte Männer in seine Wohnung ein und schlagen ihn halbtot. Bevor er ohnmächtig wird, wird er Zeuge, wie der Anführer des Trios (Jean-Claude Van Damme) seine Frau und seine Tochter erschiesst. John überlebt und schwört blutige Rache...

Meine Meinung:

Der bis dato letzte Teil der Universal Soldier Reihe (also Teil vier) hat mir beim 2. Ansehen nun besser gefallen als noch vor vier Jahren – nach den Meinungen des Fantasy Film Festes 2012 und vieler Meinungen in Foren habe ich damals einfach zu viel erwartet und ich fand, der Film wurde seinem Hype nicht gerecht.

Nun habe ich dem Film nochmals eine Chance gegeben, ging mit den richtigen Erwartungen an das Werk und siehe da: der Streifen gefiel mir besser!

Scott Adkins, der Engländer, hat sich in den letzten Jahren zu einem namhaften B-Actiondarsteller hochgearbeitet. Man muss ihn nicht mögen, aber einen gewissen Erfolg kann man ihm definitiv nicht absprechen. Nebst Rollen in TV Serien, kleinen Nebenrollen (z.B. neben Jackie Chan in The Accidental Spy, neben Jet Li in Danny the Dog), weiteren HK Actionfilmen (Extreme Challenge) folgte ab 2006 nach Undisputed II (für mich noch immer seine beste Rolle/Charakter) sein Aufstieg:

Undisputed II erfuhr bisher noch zwei weitere Fortsetzungen und Adkins arbeitete oft mit seinem Idol Van Damme zusammen, u.a. in den eher mittelmässigen The Shepard und Assassination Games um es zumindest im Kinohit The Expendables 2 besser zu machen.

Es folgten weitere Nebenrollen (The Tournament, Der Spion und sein Bruder), Genrewechsel (El Gringo) gefolgt von weiteren sehenswerten Actionstreifen (Ninja 1 & 2, Savage Dog), von Hollywood/Kommerzschund (Doctor Strange, Jarhead 3, The Legend of Hercules), über Direct To Video Fortsetzungen (Hard Target 2) und Ausflügen nach China (Wolf Warrior) ganz zu schweigen. Interessante Filme werden im Moment gedreht (z.B. Triple Threat vom Savage Dog Regisseur nebst Adkins mit Michael Jai White, Tony Jaa, Iko Uwais, Ron Smoorenburg und JeeJa Yanin).

Adkins Ausflug ins Universal Soldier Genre kann sich definitiv auch sehen lassen. Wer ihn mag kommt mit dem Film voll auf seine Kosten, da auf ihn zugeschnitten. Er spielt die Hauptrolle, während die anderen beiden Stars, Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren nur in kleinen Nebenrollen präsentiert werden. Beide haben die meiste Screentime im Finale, da beide als Endgegner für Scott Adkins auftreten (cooler Kampf gegen Dolph, Kampf gegen Van Damme eher enttäuschend und schwach).

Was den Film gut macht: Scott Adkins, Kompromisslosigkeit, gesunde Portion Härte (US Fassung nach wie vor nur zensiert erhältlich), Action. Zur Action sei gesagt: diese ist oft nicht schön oder ästhetisch in Szene gesetzt, sondern hart und brutal. Es kommen Zeitlupe vor wie auch schnelle Schnitte, es geht vieles kaputt (Hotelzimmer Kampf oder Kampf nach der Autoverfolgungsjagd) und es wird zerstört, es wird getötet und verletzt (Finale auch blutig) und nicht nur gekämpft, sondern auch viel geschossen (Massaker im Puff durch den «Klempner»). Es geht brachial zu Werke – wer vor allem auf sehenswerte Martial Arts und Adkins aus ist, guckt sich besser Ninja oder die Undisputed Filme an – aber hier dominiert die Gewalt und nicht die Ästhetik.

Inhaltlich ist der Film schwach und hier und da leicht wirr – am Ende weiss der Zuschauer z.B. nicht, ob es Adkins Familie nun gegeben hat oder nicht. Unnötig sind einige der dramatischen Rückblenden (wie die Frau erschossen wird wird mind. 3x wiederholt im Verlauf des Filmes) und der etwas lahme Start – ca. 120 Min. Laufzeit war für den kaum vorhandenen Plot dann doch etwas zu viel. Der Versuch, den Film anspruchsvoller machen zu wollen (mit Mindfuck-Momenten, Horroranleihen Dank den Visionen, optischen Spielereien, sinnlosen monotonen Szenen) als er eigentlich ist, funktioniert nur bedingt aber macht den Film immerhin etwas «exotisch» und hebt ihn trotzdem leicht von 08/15 B-Actionfilmen ab.

So gesehen kann ich den Film jedem Action- und Scott Adkins Fan nur empfehlen!

Infos:

O: Universal Soldier: Day of Reckoning

USA 2012

R: John Hyams

D: Scott Adkins, Dolph Lundgren, Jean-Claude Van Damme, Andrei Arlovski

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 113:38 Min.

Gesehen am: Januar 2013

Review überarbeitet am: 12.05.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray vor = Erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton, deutsche Subs, Uncut = Unrated Fassung = sogar länger als die US Fassungen (nur Rated R Fassungen d.h. in Gewalt zensiert).

Donnerstag, 12. Januar 2017

Kickboxer: Vengeance Review

Kickboxer: Vengeance

Story:

Eric (Darren Shahlavi) wird in Thailand in einem illegalen Kampf vom unbesiegbaren Champion Tong Pao (Dave Bautista) getötet. Erics Bruder Kurt (Alain Moussi) reist nach Thailand um den Tod seines Bruders zu rächen. Hilfe erhält er von Meister Durand (Jean-Claude Van Damme) der Eric als Schüler nimmt und ihn auf den Kampf vorbereitet…

Meine Meinung:

Remake vom Original Kickboxer (USA, 1988) mit Jean-Claude Van Damme (in Deutschland als Karate Tiger 3 veröffentlicht) der hier als Meister in einer grossen Rolle (jedoch lächerlich mit Hut und Sonnenbrille, die er über den ganzen Film trägt) zu sehen ist.

Erwartet habe ich nichts und für einen schön anspruchslosen Schund gefiel mir der Film auch ganz gut! Voller Klischees aber jederzeit kurzweilig und unterhaltsam! Schöne Unterhaltung wo man nichts denken muss.

Thailand ist auch heute ein exotischer Drehplatz, die Action ist absolut okay (mit Darren Shahlavi, Alain Moussi und Dave Bautista sind auch Martial Arts Kenner mit an Bord) ausser den Kampfszenen auf den Elefanten (sehr billig, auch Kameraführung, Schnitte und Einstellungen).

Es gibt viel Action und ich würde sagen was die Anzahl und Qualität angehen ist der Film dem Original haushoch überlegen! Im Abspann gibt es eine Hommage ans Original (tanzender Van Damme), ansonsten kommt in diesem Remake kaum was Neues dazu.

Die Darsteller machen, wie oben erwähnt, zumindest in den Kampfszenen, eine gute Figur. Jedoch sind es gerade die Helden, die allesamt unsympathisch wirken. Darren Shahlavi (startete seine Karriere im HK Kino und ist inzwischen schont tot) und Alain Moussi wirken absolut nicht sympathisch und bringen null Charisma mit sich. Van Darm habe ich schon geschrieben: mit Hut und Brille sieht er einfach lächerlich aus und in jeder seiner Kampfszenen macht er die gleichen Bewegungen, meist in Zeitlupe (halt auch schon alt).

Positive Ausnahme war Dave Bautista, der mir als Bösewicht Tong Pao sehr gut gefallen hat! Dies zusammen mit vieler und absolut okayischer Action machen den Film kurzweilig wenn man absolut null Ansprüche hat. Sicherlich einer der besseren Van Damme Filme der letzten Zeit! Fortsetzungen sollen folgen!


Infos:

O: Kickboxer: Vengeance

USA 2016

R: John Stockwell

D: Gina Carano, Dave Bautista, Jean-Claude Van Damme, Sara Malakul Lane, Alain Moussi, Darren Shahlavi

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 20.11.16

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Uncut, Wendecover vorhanden ohne Freigabe Logo, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden.