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Mittwoch, 16. Februar 2022

Thriller - A Cruel Picture Review



Thriller - A Cruel Picture

Story:

 

Madeline (Christina Lindberg), die als Kind vergewaltigt und seither stumm durchs Leben geht, wird als junge Frau in der Grossstadt zum Opfer von Zwangsprostitution. Als ihr Leben zerfällt (Auge ausgestochen, Kontakt zu Eltern verloren, Eltern sterben) plant sie Rache an ihrem Zuhälter (Heinz Hopf)…

 

Meine Meinung:

 

Thriller - A Cruel Picture wurde vor kurzem in den USA auf Blu-Ray angekündigt, so dass ich mir den Film nach langer Zeit wieder ansah. Die Frage stand im Raum: brauche ich davon ein Upgrade auf Blu-Ray ja/nein und die Antwort lautet: nein. Der Film, der Quentin Tarantino beeindruckte, hat die Neusichtung ansonsten bestanden und bliebt in der Film-Sammlung bestehen.

 

Thriller - A Cruel Picture hat mir mehr gefallen als früher. Der Film, der im Herstellungsland Schweden zuerst zensiert und später verboten wurde, wartet mit dem damaligen Erotik-Star Christina Lindberg auf, die nebst schwedischen Erotikfilmen auch den Sprung ins Ausland geschafft hat. So sah man sie sogar in Japan in zwei Toei (Journey to Japan & Sex & Fury) Produktionen oder in Deutschland (Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt).

 

Thriller - A Cruel Picture ist trotz Nackt- und Sexszenen kein Erotikfilm. Der Erotikfaktor liegt bei null. Wie der englische Titel vermuten lässt, ist der Film in vielerlei Hinsicht «grausam». Der Tod von Madelines Eltern, das Ausnutzen ihrer Naivität, das Ausstechen ihres Auges oder die Vergewaltigung, die sie bereits als junges Mädchen über sich ergehen lassen musste.

 

Dass Quentin Tarantino den Film mochte, macht bei der starken Frauenrolle, dem Rache- und Selbstjustiz-Thema inklusive Rape & Revenge Motiven, schnellen Autos, coolen Aufnahmen, blutigen Shoot-Outs, exotische Karate-Einlagen und tabubrechenden Szenen (HC-Sex-Szenen oder die Benützung einer angeblich echten Leiche = Szene in welcher das Skalpell ins Auge sticht) auch Sinn, so dass er quasi in Kill: Bill die fiktive Figur Elle Driver schuf. 

 

Mir hat der Film gefallen, auch wenn von der Laufzeit zu lang und die Slow Mo Szenen im letzten Viertel hier und da klar zu eintönig waren. Ansonsten hübsch schmuddeliger und verruchter Film mit einer sonderbar fesselnden, monotonen, langsamen und wortkargen Stimmung = mag ich. Christina Lindberg ist in jeder Szene ein Augenschmaus und war übrigens nicht in den HC-Szenen dabei. Dennoch wurden diese passend ins Geschehen eingefügt, anders als in manch anderer Produktion, wo diese wie ein Fremdkörper wirken (z.B. 99 Women).

 

Fazit: Fans des schmuddeligen 70er/80er Jahre «Bahnhof-Kinos» schlagen zu! Kleiner Exploitation-Klassiker und für Fans von Christina Lindberg so oder so lohnenswert!

 

Infos:

 

O: Thriller - En grym film

 

Schweden 1973

 

R: Bo Arne Vibenius

 

D: Christina Lindberg, Heinz Hopf, Solveig Andersson, Despina Tomazani, Per-Axel Arosenius, Gunnel Wadner

 

Laufzeit der US-DVD: 106:36 Min.

 

Neusichtung am: 20.11.21

 

Fassungen: Mir lag die Limited Edition DVD aus den USA von Synapse Films vor = Uncut, Englisch/O-Ton mit englischen Subs, sehr gute Bildqualität, interessante Extras. Wurde nun vom gleichen Label auch auf Blu-Ray angekündigt. Lief in D im Kino und es gibt eine Super-8 Fassung. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2021). Nachtrag 20.08.23: Was ich im November 2021 nicht wusste, war die Tatsache, dass bei der Synapse Films Fassung einzelne Szenen (Rollenwechsel) fehlen - also ohne Absicht und das fiel Jahre nicht auf. Leider hat es auch einige der Nacktszenen mit Christina Lindberg erwischt. Diese neue Fassung von Vinegar Syndrome (US-Blu-Ray) lag nun für eine neue Sichtung vor = zwei Filmfassungen, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut, Region-All. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, wenn mir das Master etwas dunkel schien. Die neue Doku (ca. 40minütig), in welcher auch Christina Lindberg zu Wort kommt, war informativ und sehenswert. 

Montag, 4. Januar 2021

Sex & Fury Review

Japanuary 2021

Sex & Fury

Story:

 

Japan während der Meiji-Zeit:

 

Ochô Inoshika (Reiko Ike) sucht in Tokyo nach den Mördern ihres Vaters. Sie kann sich nur an drei Tattoos erinnern. Zudem bekommt sie es bei ihrer Suche mit politischen Machenschaften und einem europäischen Spion (Christina Lindberg) zu tun…

 

Meine Meinung:

 

Sex & Fury ist ein in vielerlei Hinsicht sehr schöner Film geworden, der wohl auch westliche Filmemacher wie Quentin Tarantino inspirieret haben dürfte (für dessen Kill Bill). Der Film von Regisseur Noribumi Suzuki ist eine sehenswerte Toei-Produktion und wie viele der damaligen 70er Jahre Produktionen ein schöner Mix aus blutiger Schwertkampf-Action und Exploitation.

 

Ich schrieb, dass der Film in vielerlei schön ist. Dies ist auch in der Tat so: Sex & Fury wartet mit zwei wunderschönen Darstellerinnen auf. Zum einen mit dem japanischen Star der Stunde, Reiko Ike. Sie war in unzähligen Klassikern zu sehen, z.B. in Battles Without Honor and Humanity: Proxy War, Cops vs. Thugs oder gar im HK-Gruselfilm The Bedevilled (von Lo Wei).

 

Auf der anderen Seite und auch aus kommerziellen Gründen wurde der 2. weibliche Hauptpart mit dem schwedischen Erotikstar Christina Lindberg besetzt, deren Darbietung in Thriller: A Cruel Picture ebenfalls eine Quentin Tarantino Inspiration für Kill Bill gewesen war. Ansonsten sah man die wunderschöne Dame in schwedischen (Wide Open, Exposed) wie auch deutschen (Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt) Erotikfilmen und einer weiteren Produktion aus Japan: Journey to Japan.

 

Beide sind für das Auge gedacht, agieren aber auch wunderbar. Wenn man dem Film etwas ankreiden will, dann die relativ dünne und teilweise auch etwas lahme Story. Die spektakuläre Optik hingegen ist in jeder Hinsicht eine Wucht und schmälert über die dünne Story hinweg.

 

Nebst den zwei Schönheiten gibt es weitere optische Leckerbissen: egal ob ein psychedelischer Vorspann, ein Nackt-Kampf mit Zeitlupenaufnahmen und weissem Schnee oder die exzellente Nunsploitation-Sequenz*: optisch ist der Film in nahezu jeder Szene eine absolute Wucht!

 

*Überrascht nicht, da Noribumi Suzuki auch den besten jap. Nunsploitation Film drehte = School of the Holy Beast

 

Fazit: Wer die japanischen Pinky Violence Filme aus den 70ern mag (Menschen Schmuggel, Prostitution, Gamble-Szenen, Rachegeschichten, Frauen-Gangs- und Kämpfe…), macht mit Sex & Fury nichts falsch! Sehenswerter Film, der, so weit ich mich erinnere, auch eine sehenswerte Fortsetzung spendiert bekam (ohne Christina Lindberg). 

 

PS: Sex & Fury wird ebenfalls als Fortsetzung angesehen. Je nach Quellen eine Trilogie und/oder eine weitaus grössere Film-Reihe.

 

Gefolgt von: Female Yakuza Tale

 

Infos:

 

O: Furyô anego den: Inoshika Ochô

 

Japan 1973

 

R: Noribumi Suzuki

 

D: Reiko Ike, Christina Lindberg, Akemi Negishi, Ryôko Ema, Yôko Hori, Naomi Oka, Rena Ichinose, Rie Saotome

 

Laufzeit der US-DVD: 88:30 Min.

 

Gesehen am: Sept. 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Panik House Entertainment vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Erschienen als «The Pinky Violence Collection». Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021).

Samstag, 4. Februar 2017

Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt Review


Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt

Inhalt und meine Meinung:

Der Doku Stil geht mit Teil vier der deutschen Kultreihe flöten. Im Gegensatz zu den ersten Teilen hat man hier nicht mehr das Gefühl, eine Art Doku zu schauen. Ernsthaftigkeit sucht man vergebens, der Humor nimmt zu, amüsante und trashige Dialoge, die zum Schmunzeln anregen und alles andere als ernst sind, nehmen in teil vier stark zu = grosser Unterhaltungswert.

Angebliche Experten kommen kaum noch zu Wort, eine lineare Geschichte gibt es nicht und auf (Fake) Strassenumfragen sprich Interviews wurde nun gänzlich verzichtet.

Es werden diverse Episoden erzählt, deren Inhalte sich politisch unkorrekt und/oder schockierenden anhören als sie sind, da eben absolut humoristisch in Szene gesetzt (ausser mit der Schwarzen Frau und der Vergewaltigung, da fallen auch paar derbe Kommentare welche man heute nicht mehr bringen könnte).

Zum Beispiel die Schülerin die mit ihrem Lehrer schläft um das Abitur zu schaffen, drei Mädels welchen einen Italiener bearbeiten (wobei auch das relativ rassistisch dargestellt wurde), eine Gang von Jungen und Mädchen welche die Mädchen verkaufen für Geld, Inzestwünsche etc.

Nebst Humor wird auch Sex und die Nacktheit grossgeschrieben. Echte Erotik kommt aber dank dem Humor nicht mehr auf. Die Mädels sind aber hübsch anzusehen.

Aus dem Genre Bereich ist auch ein Name erwähnenswert: Christina Lindberg! Die Schwedin hat in einigen Soft-Sex Filmen mitgespielt (Wide Open, Maid in Sweden, Anita, Journey to Japan, Sex & Fury) und spielt hier auch in der Inzest Episode mit – sie darf mit ihren erotischen Reizen geizen und die Episode ist mehrheitlich ernst umgesetzt inklusive einer hübschen, psychedelischen Alptraum Szenen. Sie agiert gut (nebstdem sie auch toll aussieht).

Kein Wunder wurde sie noch in weiteren Filmen dieser Art «gebucht».

Daher kann man Teil vier gar Fans von Christina Lindberg empfehlen!

Fazit: Grosser Unterhaltungswert, null Ernsthaftigkeit mehr! So darf es gerne weitergehen! 

Gefolgt von: Schulmädchen-Report, 5. Teil - Was Eltern wirklich wissen sollten

Infos:

O: Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt

Deutschland 1972

R: Ernst Hofbauer

D: Christina Lindberg, Gunther Möhner, Wolf Harnisch, Anne Graf, Ulrike Butz

Laufzeit der deutschen DVD: 83:32 Min.

Gesehen am: 24.01.17

Fassungen: Siehe Teil 1! Ist auch Uncut.