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Sonntag, 15. Mai 2022

Magic Warriors Review

Magic Warriors

Story:

 

Little Flying Dragon (Lin Hsiao-Lu) rettet Golden Boy (Chan Yin-Yu) vor Kid of the Worst (Chang Shan) und macht sich auf die Suche, um Golden Boys Onkel Hsiu Lo Se (Alexander Lo Rei) zu befreien, um Kid of the Worst und dessen Vater, Devil King, zu zerstören…

 

Meine Meinung:

 

Nach The Child of Peach und Magic of Spell folgt der dritte und letzte Teil der Child of Peach Fantasy-Reihe aus Taiwan mit Lin Hsiao-Lu in der Hauptrolle. Zwar spielt sie nicht mehr Peach Boy, sondern Little Flying Dragon, aber ansonsten ist mehr oder weniger alles beim Alten geblieben: Verrückte, fantasievolle, bunte und herrlich naive Fantasy-Elemente dominieren das Geschehen!

 

Und für 1989 bot der Film quasi das beste des damaligen Kinos aus Taiwan: Lin Hsiao-Lu (Kung Fu Wonder Child), Lee Tso-Nam (The Woman Avenger), Chang Shan (Wild Panther) oder Alexander Lo Rei (Ninja - The Final Duel) in seiner Doppelrolle, wobei letzterer auch die Action besorgte und Lee Tso-Nam, der sich den Regiestuhl teilte (mit Chuang Yan-Chien), den Film auch produzierte.

 

Viele bekannte Namen, die in anderen Zusammensetzungen bereits zusammengearbeitet haben, z.B. Alexander Lo Rei und Chang Shan (in Shaolin Vs. Lama) oder Alexander Lo Rei und Lin Hsiao-Lu (in The Magic Amethyst, Kung Fu Student und Emergency Police Lady). Besonders Lin Hsiao-Lu und Alexander Lo Rei haben gut harmoniert, was ihr späteres Zusammenarbeiten erklären dürfte, zumal beide dazumal gern gesehen waren im Taiwan-Kino: Lin Hsiao-Lu im Child-Fantasy Sektor und Robert Tai Entdeckung Alexander Lo Rei im Ninja-Film.

 

Dennoch hat mir der Film, wenngleich noch immer sehenswert und spassig, weniger gut als die Vorgänger gefallen. Der Film bot für mich, warum auch genau immer, weniger Charme. Dazu kommt, dass die Musik nicht mehr so gut war wie in den Vorgängern und ausserdem hat Golden Boy und dessen Fäkal-Humor (Fürze bis hin zu Urin oder Defäkation) genervt statt «lustig unterhalten». Auch die neuen Nebenfiguren, die zwar lustige Namen tragen (Dirty Ghost, Evergreen Wierdo*, Snails Spirit) waren wenig interessant und charismatisch.

*die englischen Subs der DVD sind stark fehlerhaft. Jedes Weirdo wurde z.B. als Wierdo übersetzt.

 

Was die Action-Szenen angehen haben harte Stunts abgenommen, dafür wurde die Martial Arts Schraube, vor allem im 9minütgen Finale, erhöht. Es wird weiterhin nicht mit innovativen Gimmicks (Bösewicht, dass seinen linken Arm als Kanone anfeuern kann), amüsanten Szenen (Lin Hsiao-Lu verwandelt sich aufgrund von "corrila Pills" in einen Gorilla) und coolen Szenen gespart (z.B. ein Einhorn Plüschtier, welches sich in Ponygon verwandelt, um Bösewichte zu bekämpfen siehe Bild unten.

 

 


 

Lin Hsiao-Lu Fans kommen voll auf ihre Kosten, auch wenn sie erneut einen Jungen spielt und sogar einen auf Lone Wolf & Cub macht, während sie Golden Boy (der im Film mehrfach, auch von seinen Eltern oder einem Papagei, als dumm bezeichnet wird) via fallenbestückten Kinderwagen durch die Wälder schiebt. Im Finale darf sie mit Äxten kämpfen, eine willkommene Abwechslung.

 

Alexander Lo Rei spielt in der ersten Rolle einen edlen Schwertkämpfer, der in Säure getaucht (in einem Vogelkäfig zum Skelett getaucht) verstirbt und darf erst kurz vor dem Finale als «Onkel» wieder auftauchen - diesmal mehr als Macho und so, wie wir ihn aus anderen Filmen kennen. Chang Shan als Bösewicht ist, gerade nach seiner Rolle in Shaolin Vs. Lama, immer ein Genuss. Leider wird hier bis zum Finale mit seinem Potenzial gespart, was schade ist. Dennoch liefert er sich im Finale einen tollen Fight gegen Lo Rei und Lin Hsiao-Lu, auch wenn danach noch sein Film-Vater, Devil King, mitmischen darf! Und nur schon allein wegen diesen neuen Minuten voller Wahnsinn und Martial Arts, lohnt sich der Film allemal!

 

Fazit: Für Fans der Reihe nach wie vor sehenswert!

 

Infos:

 

O: Feng Huang Wang Zi

 

Taiwan 1989

 

R: Chuang Yan-Chien, Lee Tso-Nam

 

D: Lin Hsiao-Lu, Chan Yin-Yu, Chang Shan, Alexander Lo Rei

 

Laufzeit der TW-DVD: 93:43 Min.

 

Gesehen am: Mai 2016 / Neusichtung am: 10.04.22

 

Fassungen: Mir lag die taiwanesische DVD von Scholar vor = Uncut, VHS Master, recht dumpfer Ton, O-Ton, feste englische Subs mit vielen Fehlern, gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2022).

Dienstag, 23. November 2021

Kung Fu Wonder Child Review


Kung Fu Wonder Child

Story:

 

Chin Hsu (Yukari Oshima) sucht nach ihrem Vater und Schwester, die entführt wurden. Sie kommt einem bösen Magier (Li Hai-Hsing) und dessen rechter Hand (Wong Kwan-Hong) auf die Spur. Zusammen mit ihren neuen Verbündeten, Grandpa Hua Won (Jack Long Shi-Chia), dessen Schüler Hsiu Chun (Lin Hsiao-Lu) und dessen zwei Sidekicks (Tang Heng-Wu, William Yen) nehmen sie den Kampf gegen die bösen Magier auf…

 

Meine Meinung:

 

Die meisten Filme mit Lin Hsiao-Lu, dem Star der Child of Peach Reihe aus Taiwan, sah ich bisher nur einmal. Das trifft sowohl auf den hier besprochenen Kung Fu Wonder Child wie auch ihre Werke wie A Heroic Fight, Kung Fu Student, Emergency Police Lady, You Xia Er, Thunder Cops II, The Magic Amethyst oder The Twelve Fairies zu.

 

Grund, dies langsam zu ändern. Der Anfang macht Kung Fu Wonder Child. Der sehenswerte & charmante Mitte 80er Jahre Fantasy-Film aus Taiwan lohnt sich. Bunt, wild, verrückt, charmante Effekte nach meinem Geschmack und viel Fantasy-Elemente. Die Naivität dieser Filme mag ich einfach. Das kompensiert sogar für 2-3 doofe Klamauk-Szenen.

 

Dazu kommt ein tolles Duo: Lin Hsiao-Lu (Horrible High Heels, Iceman Cometh, Dragon Kid, The War Dogs, King of the Children, Strange Tales of Ghosts, Haunted House Elf) darf in dem Film zusammen mit Japanerin Yukari Oshima (A Serious Shock! Yes Madam!, Project S, Iron Angels, Angel’s Mission) kämpfen. Beide überzeugen und Fans ihrer Lieblinge kommen voll auf ihre Kosten. Yukari darf sogar etwas mehr kämpfen, scheidet aber vor dem Finale dann aus. Ich denke man sah sie selten in einer solche klassische Rolle.

 

Regie führt Genre-Kenner und Ex-Shaw Brothers Regisseur und Taiwanese Lee Tso-Nam, der viele sehenswerte Filme realisiert hat (Crazy Nuts of Kung Fu, The Hot, the Cool and the Vicious, Eagle's Claw, Mission Kiss and Kill) und der auch schon mehrfach mit den Taiwan-Grössen Lin Hsiao-Lu oder Alexander Lo Rei zusammenarbeitete. Alexander Lo Rei (Young Kickboxer, Drug Tiger) war für die Kampf-Choreographie zuständig.

 

Die Action-Szenen basieren auf Wuxia-Filmen: Rumfliegen, Wirework, Fantasy-Elemente. Aber nicht nur. Es wird auch bodenständig gekämpft, es kommen Stunts à la Jackie Chan vor (wenn Stars an unsichtbaren Drähten weggezogen werden, z.B. wenn sie im Kampf «weg gekickt» werden) oder auch Hilfsmittel wie Magie, Gimmicks oder sogar futuristische Schusswaffen, die mich teilweise an Filme wie eXistenZ oder an Das Todeslied des Shaolin erinnert haben (Lung Feis Waffe). Die Action erinnert ans spätere Kino von Tony Ching Siu-Tung (dessen A Chinese Ghost Story kam ein Jahr später in die Kinos).

 

Cool fand ich u.a.: die Musik (z.B. schon im Vorspann), eine pelzigen Riesen-Centipede, gegen welchen Lin Hsiao-Lu kämpfen darf, einen Zeichentrick-Cartoon Drachen, der gegen Yukari Oshima ankämpft, Hopping Vampires und Zombie-Kämpfe, «Lebensretter» wie Jungfrauen oder Diskussionsinhalte über Urin, eine Hommage an Alien (Lin Hsiao-Lu bekommt einen Facehugger ab) sowie Tomboy-Elemente (Lin Hsiao-Lu spielt wie schon in der Child of Peach Reihe oder The Twelve Fairies einen Jungen).

 

Fazit: Für Fans von Filmen wie der Child of Peach Reihe und Co. oder Lin Hsiao-Lu oder Yukari Oshima allgemein zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Ling Huan Tong Zi

 

Taiwan 1986

 

R: Lee Tso-Nam

 

D: Yukari Oshima, Lin Hsiao-Lu, Wong Kwan-Hong, Tang Heng-Wu, William Yen, Jack Long Shi-Chia, Li Hai-Hsing

 

Laufzeit der thai. DVD: 90:04 Min.

 

Gesehen am: Feb. 2016 / Neusichtung am: 16.08.21

 

Fassungen: Mir lag für die 2. Sichtung diesmal die Original-DVD aus Thailand von Mangpong vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität. In der ofdb kommt die DVD technisch schlecht weg, aber es gibt viel Schlimmeres. Löblich: Mandarin O-Ton und englische Subs sind vorhanden. Man sieht, dass feste chinesische / englische Subs mit dem Balken im Bild überdeckt wurden. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Aug. 2021).

Montag, 16. August 2021

Drug Tiger Review

Drug Tiger

Story:

 

Gangster (u.a. Tai Bo, Chang Shan, Chu Kwan-Yeung) töten an einer Kinder-Geburtstagsfeier die Eltern (u.a. Shing Fui-On) von Tang (Vincent Chiu Yan-Chun). Tang überlebt. Viele Jahre später: Durch Zufallen geraten Tang und sein Kumpel (Chiu Ying-Hong) zwischen die Fronten der Gangster/Killer seiner Eltern, einem Rächer (Lam Wai) und der Polizei (Cynthia Lam Ban-Gwan)

 

Meine Meinung:

 

Drug Tiger war ein Zufallskauf. In meinem Südkorea Urlaub kaufte ich mit meinem Korea-Dealer in einer Videothek einige VHS – darunter war auch City War II. Es handelt sich jedoch bei Drug Tiger, der, und da hatte ich Glück, wegen Alexander Lo Rei (Ninja Kids, Secret Rivals 3, Shaolin Vs. Ninja) so oder so auf meiner Wunschliste stand. Win Win Situation!

 

Doch leider hat mir dieser Film aus Taiwan (einige Datenbanken geben auch Hong Kong an, aber es sieht definitiv mehr nach Taiwan aus) nicht sonderlich gefallen. Hauptproblem: der Film hat zu viele Längen, viele der Figuren nerven oder sind uninteressant und der Humor und das Overacting waren doof und nicht lustig.

 

Bis auf Cynthia Lam überzeugen die meisten Figuren nicht. Chiu Ying-Hong nervt wie Hölle (à la Ng Man-Tat in Taxi Driver). Tai Bo (Miss Magic) und Shing Fui-On (The Killer) überzeugen, sterben aber schnell. Wu Ma (Ti Lung – Die tödliche Kobra), Eric Tsang (Lucky Stars Go Places) und Lam Wai (à la Chow Yun-Fat in A Better Tomorrow) werden total verschenkt. Shaolin Vs. Lama Bösewicht Chang Shan war solide. Leider wird er im Finale nicht im Kampf besiegt.

 

Das Beste war wirklich Cynthia Lam und ihre wenigen Kampf-Szenen. Auch sonst gibt es solide Action-Szenen zu sehen, aber im Grossen und Ganzen waren diese zu billig und zu wenig vorhanden. Stark waren viele (teilweise total unlogische) Explosionen. Ein Stunt hat dabei an Mirage und Devil Hunters erinnert.

 

Zu Alexander Lo Rei: dieser hat leider nur einen Mini-Part von ca. fünf Minuten und bekommt keine Action-Szene spendiert. Schade, wenn man bedenkt, dass er und Chang Shan, welche bereits beide in Shaolin Vs. Lama zu sehen waren, dort einige der besten Kampfszenen überhaupt abgeliefert haben! Immerhin hat der Film als Nebeneffekt etwas Positives: von Cynthia Lam Ban-Gwan werde ich mir sicherlich Madman Hunt auf die Wunschliste setzen. Hätte man sie Ende der 80er entdeckt, wäre sie sicher bekannt wie Moon Lee, Cynthia Khan oder Yukari Oshima geworden!

 

Fazit: Kann man gut einmal gucken - aber aufgrund der uninteressanten, teilweise nervenden Figuren und Humor kein Film für die Sammlung (zumal Action auch nichts Besonderes)…

 

Infos:

O: '93 jie tou ba wang

 

HK/TW 1993

 

R: Philip So Yuen-Fung

 

D: Vincent Chiu Yan-Chun, Chiu Ying-Hong, Cynthia Lam Ban-Gwan, Chang Shan, Chu Kwan-Yeung, Tai Bo, Lam Wai, Shing Fui-On, Wu Ma, Eric Tsang, Alexander Lo Rei

 

Laufzeit der koreanischen VHS: 84:42 Min.

 

Gesehen am: 08.05.21

 

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Asia Video vor = Wahrscheinlich Uncut, wahrscheinlich O-Ton (Angaben sind ja unterschiedlich ob HK oder TW-Produktion – für mich sieht es mehr nach einer taiwanesischen Produktion aus = Mandarin O-Ton) Mandarin mit koreanischen Subs, Vollbild, Titel: City War II.  Das HK-VHS ist in Canto und hat englische Subs. Die Tai Seng US-DVD ist Englisch Dubbed. Eine Blu-Ray oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2021).

Dienstag, 5. Mai 2020

Ninja Kids Review


Ninja Kids

Story:

Shao Ku (Alexander Lo Rei) kämpft gegen böse Ninjas. Ein weiterer, maskierter Kämpfer, wird von den Bösewichten (Lu Feng) via einer Flötenmelodie zum Töten getrieben…

Meine Meinung (Review bezieht sich auf das koreanische VHS = unbekannt was für eine Version):

Alexander Lo Rei hat in drei taiwanischen Serien mitgespielt, aus welchen man Filme zusammenschnitt: Ninja Kids, Mafia Vs. Ninja sowie Ninja: The Final Duel. Bei diesem vorliegenden VHS aus Südkorea nahm ich an, dass es sich um den Zusammenschnitt der Serie handelt, welcher als ca. 88minütiger Film veröffentlicht wurde = Ninja Kids.

Doch Anzeichen verdichten sich, dass es sich beim VHS um eine* Episode der Serie handelt statt um den Film. Daher gibt es natürlich deutlich weniger Action zu sehen, da Action-Szenen aus dem Film und aus den anderen Episoden fehlen. Daher empfand ich Ninja Kids in dieser Form (als koreanisches VHS) auch nur als solide.

* Die TV-Episoden laufen zwischen 35-45 Minuten. Das Korea-VHS läuft 75 Minuten. Ninja Kids liefe 88 Minuten. Vergleiche mit Ninja Kids Online Fassungen zeigen, dass das Korea-VHS NICHT Ninja Kids ist. Die koreanische Fassung endet z.B. mit der Szene, die in Ninja Kids in der 39. Minute gezeigt wird. Viel Handlung, Gewalt und auch Sex fehlen. Ich nehme an, dass das VHS eventuell aus zwei TV Episoden (Zusammenschnitt) besteht oder eine wirre zusammen gesetzte Alternativ-Version mit anderer Reihenfolge und viel Zensur…Nachtrag: Online finde ich sogar 92minütige Versionen im O-Ton mit englischen und chinesischen Subs...

Es gibt Längen, Klamauk und lange nicht jeder Kampf überzeugte mich. Dazu kommt eine unerotische Sex-Szene mit Alexander Lo Rei und Tier-Snuff – Dank Schlangenblut wird Alexander Lo Rei geheilt und gestärkt. Einzelne Szenen von Alexander Lo Rei waren superb. Auf Youtube guckte ich mir den Zusammenschnitt (Film) an – und da gäbe es deutlich mehr Action-Spektakel als bei meinem koreanischen VHS.

Man sieht es der Produktion an, dass es nicht viel gekostet hat. Nebst paar billigen Studio-Locations wird oft draussen in der Natur gekämpft und gedreht. Nur das Lager der Bösewichte war einfach, simpel und stimmungsvoll. Als Gegner von Alexander Lo Rei ist u.a. Shaw Brothers Star Lu Feng (einer von Chang Chehs Venom Stars) zu sehen, wobei es in der mir vorliegenden Fassung, wie gesagt, nur wenige Szenen gibt.

Natürlich böte auch der Film-Zusammenschnitt nicht längst alle Szenen – dafür soll der ziemlich actionreich sein – ich lass in einem Review, dass es im Film alle zwei Minuten eine Action-Szene geben soll. Dies war in meiner Fassung definitiv nicht der Fall – Grund genug, dass ich davon ausgehe, eine der einzelnen TV-Episoden auf VHS vorgefunden zu haben statt dem Film – bei koranischen VHS weiss man nie, was man bekommt. 

Beispiel 1: Hello Dracula 3 war nicht Hello Dracula 3, sondern einzelne Episoden der Hello Dracula Serie. Beispiel 2: Possessed 2, der HK-Horrorfilm, zeigt als koreanisches VHS das Motiv von Tenebre (Front) und von Manhattan Baby (Back). Man würde nie im Leben darauf kommen, dass es sich dann um Possessed 2 handelt…

Also werde ich mit diesem Review Ninja Kids nicht gerecht = habe mir nun noch die deutsche DVD bestellt, damit ich den Film-Zusammenschnitt doch noch schauen kann…

Fazit: Die TV-Serie ist wohl auch interessant aber nicht als einzelne, lose Folge, sondern als komplette Serie – diese findet sich auf der US-DVD von Venom MOB (Ultimate Ninja Collection). Zumindest für Alexander Lo Rei Fans sicher interessant, was man von dem koreanischen VHS nicht sagen kann.

Einziger Mehrwert: O-Ton Mandarin und nettes Sammelstück – aber weder Fisch (da nicht der Film) noch Fleisch (da nur eine oder zwei Folge(n) der Serie statt die Komplettserie). 

Nachtrag 05.04.20: 

Inzwischen habe ich die die bestellte deutsche DVD erhalten und den echten "Ninja Kids" Film geschaut. Der macht schon viel Spass und bietet deutlich mehr Schmuddel, Nackt-Szenen und mehr Action und Kämpfe als die Fassung, die auf dem südkoreanischen VHS aufgespielt wurde. Das Teil rockt, Längen gibt es nicht und Ninja Kids ist jedem Alexander Lo Rei Fan zu empfehlen! Zudem wartet die deutsche Fassung mit einer amüsanten, spassigen und exzellenten deutschen Synchronisation auf, die den Film zusätzlich aufwertet! Klare Empfehlung für Fans des Taiwanesischen Ninja und Alexander Lo Rei Kinos!

Infos:

O: Gwai Min Yan Che

Taiwan 1982

R: Ko Pao

D: Alexander Lo Rei, Mark Long Kuan-Wu, Chiang Sheng, Lu Feng

Laufzeit des koreanischen VHS: 77:31 Min. (wobei Film schon in der 75. Minute endet – danach kommt eine Art Vorschau/Zusammenschnitt wie es weitergeht)

Laufzeit der deutschen DVD: 88:53 Min.

Gesehen am: 20.03.20 (südkoreanisches VHS) / 30.04.20 (deutsche DVD)

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea vor. Laut Cover: Ninja Kids. Sehr gute Bild- und Tonqualität, Mandarin Ton, koreanische Subs, Vollbild. Den Film gibt es auch in Deutschland auf DVD (Schröer Media). Die Original-Serie gibt es zumindest in den USA auf DVD (nur Englisch Dubbed und als Venom of the Ninja Episoden 1-6 Episoden). Beim VHS aus Korea dürfte es sich nicht um den Film handeln, eher um 1-2 Folgen der Serie (oder eine Zusammenschnitt oder eine wirre, zensierte Alternativversion mit anderer Szenen Abfolge etc.). Nachtrag 05.04.20: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die deutsche DVD von Schröder Media vor = dort handelt es sich definitiv um den Original-Film Ninja Kids. Uncut, in einer guten Qualität und die deutsche Synchro ist erste Sahne! Die Original-Serie ist in China in Mandarin auf drei VHS verteilt veröffentlicht worden. Über chinesische Auktionshäuser erwerbbar.

Montag, 24. Februar 2020

Secret Rivals 3 Review

Secret Rivals 3

Story:

Der böse Chu Pai Tien (Robert Tai) versucht die zwei Meister Lu Tung Chung (Alexander Lo Rei) und Shao Yu Pai (John Liu) gegeneinander aufzuhetzen, indem er Lu Tung Chung einen Mord anhängt, den Shao Yu Pai rächen möchte…

Meine Meinung:

Secret Rivals 3 ist keine Fortsetzung von The Secret Rivals 1 + 2 sondern ein eigenständiger Film, der nur in England als Secret Rivals 3 verkauft wurde (ansonsten kennt man den Film unter dem Titel The New South Hand Blows and North Kick Blows). Es ist Ewigkeiten her, seit ich The Secret Rivals 1 + 2 sah. The New South Hand Blows and North Kick Blows würde ich als leicht schlechter einstufen.

Gründe:

die Action wird erst im Verlauf des Filmes richtig geil und steigert sich (typisch für Robert Tai) und der Humor hat zuweilen genervt nebst grottenschlechter, nervender Englischer Billig-Synchro. Wer ansonsten klassische Old School Kung Fu Filme (Wald-und-Wiesen Kung Fu) mag kann sich problemlos an den Film wagen. Zu 95% spielt der Film nur draussen, die Story ist nichts Neues und dient lediglich spektakulären Kampfszenen.

Robert Tai (Shaolin Vs. Ninja), der nicht nur Regie führte sondern auch mitspielt und für die Action-Choreographie zuständig war, holte mit John Liu (The Invincible Kung Fu Trio) und Alexander Lo Rei (Ninja – The Final Duel) zwei Stars an Bord, die beide nur schon durch ihre Martial Arts Fähigkeiten begeistern. Ebenso tut es Robert Tai persönlich als schier unbesiegbarer Bösewicht im Final-Kampf – stark! Chin Lung darf dann noch indirekt in die «Klischee-Rolle» vom Schüler schlüpfen, auch wenn er sich die Martial Arts seiner «Vorbilder» selbst durch Beobachten und Einstudieren beibringt.

Aufgrund der immer sehenswerteren Action, die im Verlauf der Story folgt, plus der drei grossen Namen (John Liu, Robert Tai, Alexander Lo Rei), jedem Old School Kung Fu Film Fan uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Xin Nan Quan Bei Tui

Taiwan 1981

R: Cheung San-Yee

D: John Liu, Robert Tai, Alexander Lo Rei, Chin Lung

Laufzeit der UK-DVD: 87:33 Min.

Gesehen am: 06.12.19

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Vengeance Video vor = solide bis nur zufriedenstellende, phasenweise sehr unscharfe Bildqualität, grottenschlechter Englischer Dub, kein O-Ton, Uncut. O-Ton Fassungen (legal) sind mir nicht bekannt. In Auktionshäusern finden sich schimmelige VHS Bootlegs die mit O-Ton und englische Subs sein könnten – diese wären aber verhältnismässig teuer (über 80 USD). Zudem scheint auch die Packung verdreckt und schimmelig zu sein (Papp-Packung).

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Ninja - The Final Duel Review




Ninja - The Final Duel

Story:

Nachdem ein Japaner Suizid beging (nachdem er sah, dass er gegen die Kampfkünste der Shaolin keine Chance hatte), starten die japanischen Ninjas Angriffe gegen die Shaolin-Kämpfer (u.a. Alexander Lo Rei, William Yen, Li Yi-Min). Doch diese wissen sich zu wehren…

Meine Meinung (beruht auf dem Film):

Ninja - The Final Duel ist ein Taiwanesischer Ninja-Actionstreifen mit Alexander Lo Rei von Robert Tai, der ursprünglich auch mitspielte und auch für die Kampfszenen verantwortlich war. Im Gegensatz zu andern Taiwan-Ninja (oder Shaolin) Streifen mit Alexander Lo Rei (Shaolin Temple Against Lama, Shaolin Vs. Ninja, Shaolin Vs. Lama, The Super Ninja, Ninja Vs Shaolin Guards, Mafia Vs. Ninja, Ninja in USA, Ninja Condors, Ninja Hunter) Filmen ist Ninja - The Final Duel schlechter und kein Kracher.

Der Film, der ursprünglich als Serie gedacht war (siehe mehr Infos unter Fassungen), krankt vor allem in den ersten 45 Minuten mit Längen und wenig spektakulären Kampf- und Trainingsszenen. Dazu kommen die negativen Aspekte die daraus resultieren, eine mehrstündige TV-Serie als Film zusammen gekürzt zu haben. Soll heissen: es fehlt extrem viel Handlung, es fehlen viele Figuren, es fehlen auch viele Kampf- und Trash-Szenen, die dem Film gutgetan hätten.

Ab der 45. Minute wird Ninja - The Final Duel aber besser. Hier und da gibt es auch fetzige Martial Arts zu sehen, die speziell und originell gefilmt wurde. Das hatte Robert Tai einfach drauf. Cool sind vor allem die 1:1 Kämpfe, die den Gruppenkämpfen klar zu bevorzugen sind. Negativ ist hier und da, dass die Kämpfe massiv beschleunigt abgespielt wurden, was unecht wirkt und mir nur wenig gefällt.

Ein Plus hingegen sind einige Trash-Elemente durch die Ninjas oder die Szene mit Alice Tseng, die komplett nackt gegen die Ninjas kämpft. Für solchen Schmuddel, Trash, den Fantasieanteil und ulkige Dialoge (in der englischen Sprachfassung) ist der Film bei den Fans bekannt und beliebt. Alexander Lo Rei (Alexander Lo Rei = Reviews zu seinen Filmen = HIER KLICKEN) macht eine gute Figur, ebenso sein Co-Partner William Yen. Robert Tai ist nur in der Serie zu sehen (hätte den Film massiv qualitativ erhöht).

Schön ist auch, dass Gweilos dabei sind: Eugene Thomas (Kollege von Alexander Lo Rei, spielte in vielen Filmen mit ihm mit), Silvio Azzolini, John Ladalski (nur in der Serie) und Ken Russell Sohn und Kung Fu Film Experte Toby Russell (Kollege von Robert Tai, nur in der Serie). Besonders die Kampfszenen mit Eugene Thomas rocken und sind eindrücklich.

Die Settings sind schön und wechselhaft. Inhaltlich gibt es, trotz wirren, konfusen und zerstückelten Plots (fällt auf, dass viele Szenen fehlen), mind. zwei Überraschungen, die wir so nicht erwartet hätten. Aus diesen Gründen ist der Film, trotz Kritikpunkte, noch immer für sich gesehen gut, um in die Martial Arts Film-Sammlung aufgenommen bzw. auf der Wunschliste zu landen! Interessanter wäre aber die Serie, die leider offiziell nicht veröffentlicht wurde…

Fazit: Alexander Lo Rei Fans greifen zu!

Infos:

O: Ren zhe da

Taiwan 1986

R: Robert Tai

D: Alexander Lo Rei, Li Yi-Min, William Yen, Wang Hsieh, Wang Chi-Sheng, Eugene Thomas, Silvio Azzolini, Alice Tseng, John Ladalski, Robert Tai (nur in der Serie), Toby Russell (nur in der Serie)

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 16.10.19

Fassungen: Beim Kumpel als UK-DVD gesehen = Gute Bildqualität, «Uncut», Englisch Dubbed. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray. Es gibt scheinbar keine Mandarin mit Subs Fassung (offiziell). Der Film (ca. 89 Min.) war als Serie gedacht. Toby Russell selbst, Kumpel von Robert Tai, ist im Besitz der Originalserie. Diese auf VHS umgewandelt sähe wie folgt aus: 5 VHS, pro VHS je 3 Stunden Laufzeit, Mandarin, bessere/hellere Bildqualität als die UK DVD, ggf. anderen Soundtrack (im Film gibt es u.a. Musik zu Ghostbusters zu hören). Es fehlen Unmengen Stunden an Handlung (das 1. Band startet mit Alexander Lo Reis Figur als Baby, die Szenen des Film-Zusammenschnittes beginnen erst auf dem 4. Band), Trash/Action-Szenen (mit Robert Tai, Kämpfe gegen Bronzemänner etc.) und Figuren (Robert Tai und sein Kumpel Toby Russell fehlen im Film komplett). Nachtrag 20.12.19: Für eine 2. Sichtung lag mir eine Bootleg DVD vor = O-Ton, englische und chinesische Subs, gleich "gut/schlechte" Bildqualität wie die UK DVD aber was die Fassung angeht gibt es einen Unterscheid: in der Englisch Dubbed Fassung (UK DVD) kämpft Alice Tseng komplett nackt, während sie in der O-Ton Fassung in Unterwäsche kämpft. Bleibt die Frage, ob dies bei allen O-Ton Fassungen so ist...Nachtrag 13.11.23: Für eine 3. Sichtung lag mir nun die taiwanesische VHS von Wonderful Video Compay vor = Uncut (Alice Tseng jedoch auch hier nicht komplett nackt in ihrer Kampfszene),  gute Bild- und Tonqualität (bis auf paar Nachtszenen, die zu dunkel sind), O-Ton und englische & chinesische Subs. Der Film hat mir bei der 3. Sichtung bisher am besten gefallen. Der Film ist ein ziemlich fantasievolles Actionbrett und bietet fast alle fünf Minuten eine Kampfszene. Ninjas, versteckte Gimmicks, Shaolin-Kämpfer, etwas Schmuddel/Gewalt, Alexander Lo Rei oder Geweilos machen den Film zu einem vergnüglichen und unterhaltsamen Film. 

Freitag, 23. August 2019

Shaolin Vs. Ninja Review

Shaolin Vs. Ninja

Story:

Im von Japanern besetzen China: Ninjas provozieren die friedlichen Shaolin Kämpfer (u.a. Alexander Lo Rei, William Yen), bis diese einwilligen, ein Turnier zu veranstalten, um die Kampftechniken und Kräfte jeweiliger Kämpfer zu messen. Dies, nachdem etliche Pläne der Japaner fehl schlugen…

Meine Meinung:

Als ich 2013 den Film das erste Mal sah, kannte ich mich in dem Genre noch weniger gut aus. So war mir z.B. Star Alexander Lo Rei noch kein Begriff (siehe mein altes Review). Heute mag und sammle ich fast alles von ihm, sofern man Fassungen dazu überhaupt findet. Er war der Mann, wenn es um taiwanesische Ninja-Filme ging. Er hat in einer Vielzahl von grandiosen Ninja (oder Shaolin) Filmen mitgewirkt:

Ninja Vs Shaolin Guards (für mich einer seiner besten, absoluter Kracher), Shaolin Temple Against Lama (erst vor kurzem das erste Mal, Dank LD-Kauf, im O-Ton genossen), Shaolin Chastity Kung Fu, Ninja Kids (steht noch auf der Wunschliste), Shaolin Vs. Lama (Dank Fan-Project von meinem Korea-Dealer vor kurzem auch in einer ansehnlichen Fassung genossen), The Super Ninja (sein US-Kumpel Eugene Thomas spielt auch mit), Ninja Hunter (auch mit bösen Japanern), Mafia Vs. Ninja (was für ein Kracher!!!), Ninja in USA (erneut Zusammenarbeit mit Eugene Thomas), Ninja - The Final Duel (steht auch noch auf der Wunschliste - Alice Tseng soll sogar nackt gegen Gegner kämpfen), Ninja, the Battalion (vielleicht der einzige, der nicht wirklich toll ist da aus diversen Filmen zusammengesetzter Film), Ninja Condors (erneut mit Eugene Thomas).

Shaolin Vs. Ninja passt sich oben genannten Filmen nahtlos an! Die wenig originelle Story (China unter japanischer Besetzung, böse Japaner, Shaolin Kloster wird angegriffen etc.) stört dabei überhaupt nicht. Auch nicht, dass der Film nur wenig Budget hatte (und somit viele Aussenaufnahmen). Dass die Japaner klischeehaft und übertrieben dargestellt werden, in ihrer Rolle als Bösewicht, störte mich auch nicht. Dieses Klischee (böse Ausländer) sah man so viel im asiatischen Kino (Ip Man, Fearless, Once Upon a Time in China, Fist of Legend, Fist of Fury…), dass es schon fast normal erscheint.

Was wichtig ist, sind Kampf- und Trainingsszenen. Und davon gibt es in Shaolin Vs. Ninja eine Menge zu sehen – akrobatische, spektakuläre Kampf- und Trainingsszenen und echte Duelle mit oder ohne Waffen. Da zeigen die Akteure, dass sie echten Martial Arts Background haben. Die Kampfszenen rocken derbe. Ausnahme stellt nur das Finale dar (Massenkämpfe – unübersichtlich = Nachteil). Alexander Lo Rei spielt übrigens eine grosse Nebenrolle, aber nicht die Hauptrolle aber definitiv mehr als ein Cameo. Einen echten Hauptdarsteller gibt es gar nicht – auch andere Figuren, die mind. so oft wie Lo Rei auftauchen, spielen nur Nebenrollen. Bekannt ist u.a. noch William Yen (quasi Alexander Lo Reis Schüler in Shaolin Vs. Lama).

Fazit: Alles Fans von klassischen Kung Fu und Alexander Lo Rei uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin Yu Ren Zhe

Taiwan 1983

R: Robert Tai

D: Alexander Lo Rei, William Yen, Alan Chui Chung-San, Chang Chi-Ping, Yi Yuan

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Nov. 2013 / Review überarbeitet am: 11.06.19

Fassungen: Mir lag früher nur die US-DVD von Videoasia vor (enthalten in der «Shaolin Vs.» Box zusammen mit Shaolin Vs. Wu Tang, Shaolin Vs. Lama und Shaolin Vs. Tai Chi). Zur US-DVD = in Handlung und Gewalt zensiert, durchschnittliche bis schlechte Bildqualität, nur englische Dubbed. Neu liegen mir vor: die VHS aus Südkorea von Oasis und das VHS aus China. Vorteil der zwei VHS: O-Ton, englische Subs. Die China VHS hat eine etwas blassere und schlechtere Bildqualität als die VHS aus Südkorea, dafür mehr Bildinformation an den Seiten (und somit weniger beschnittene englische Subs). In Deutschland nur auf VHS und DVD zu haben (nur Deutsch und/oder Englisch Dubbed, k.A. ob Cut oder Uncut).