Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Tien Feng werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tien Feng werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 16. Mai 2026

The Black Enforcer

The Black Enforcer

Story:

Kuan Yun-Fei (Tien Feng) hat 14 Menschenleben auf dem Gewissen und ist auf dem Weg, zum Gericht eskortiert zu werden. Nachts gelingt ihm die Flucht. Doch zuvor töten er und seine Männer die ganze Familie von Kung Tien-Lung (Tang Ching) inklusive vergewaltigen dessen Tochter. Kung Tien-Lung wird verletzt und wandert danach 15 Jahre ins Gefängnis. Danach sieht er die Zeit der Rache gekommen. Derweil lebt Kuan Yun-Fei, der inzwischen erblindet ist, mit seiner Familie ein ruhiges und abgelegenes Leben…

Meine Meinung:

The Black Enforcer war auch einer dieser Shaw Brothers Titel, die es mit Ausnahme der ZiiEagle Fassung nicht auf VCD und DVD gab. Celestial hat um das Jahr 2000 zwar begonnen, ca. 90% aller Shaw-Titel zu restaurieren und auf VCD und DVD zu veröffentlichen, doch einige Titel gingen ihnen, warum auch immer, durch die Lappen. Titel wie This Man Is Dangerous, To Kill a Mastermind, Ghosts Galore, I Will Finally Knock You Down, Dad!Pursuit of a KillerCurse of Evil, Spirit of the Raped, Revenge of the Corpse, Misfire, The Imperial Tomb Raiders, Crazy Nuts of Kung Fu, Karate King, The Psychopath, Mission Impossible, Die Wilden Engel von Hong KongShadow GirlLovers Blades, Die Bande des gelben Drachen oder Na Cha and the Seven Devils.

Dank verschiedenen Labels wie Shout Factory, TVP, Koch Media und 88 Films sind nun einige dieser Filme auf physikalischem Medium erschienen. Einige der oben genannten gab es immerhin auf VHS oder LD. Zu diesen "verschollenen" Titeln gehörte auch The Black Enforcer. Ein Wuxia und eine angebliche Co-Produktion zwischen den Shaw Brothers (also Hong Kong) sowie Südkorea, wobei in Datenbanken nur Ho Meng-Hua (Shaolin Abbot, Shaolin Hand Lock, The Mighty Peking Man) als Regisseur und kein zweiter, koreanischer gelistet wird. Fakt ist, dass scheinbar der Cast während des Drehs ausgetauscht wurde. Gedreht wurde vor Ort im kalten und verschneiten Südkorea.

Der Film ist zwar kein Kracher, hat mir aber dennoch wirklich gut gefallen. Es sind vor allem zwei Dinge, dir mir zusagten. Zum einen die teilweisen Drehorte vor Ort in Südkorea. Die geben dem Film einen anderen Touch. Viele der Shaw-Filme sind reine Studio-Filme d.h. auch alle Outdoor-Aufnahmen sind nicht selten in Studios gedreht worden. So nicht in The Black Enforcer, auch wenn es selbstverständlich auch hier einige Studio-Aufnahmen gibt (z.B. das Finale = die Bildqualität der Blu-Ray ist so gut, dass an der übermalten Wand am Ende sogar Türen zu erkennen sind!).

Der andere Punkt, den ich mochte, war die grimmige Geschichte um Moral und Rache. Und dass sich diese eben oft auch nicht lohnt. Der Film nimmt sich für seine Figuren Zeit, das mochte ich. Einige der Duelle erinnerten an japanische Samuraifilm und/oder den Italo-Western. Tien Feng (The Awaken Punch, General Invincible) gibt einen soliden Bösewicht und Tang Ching (Bat Without Wings, Thirty Six Killers) einen soliden (Anti)Helden ab. Abgesehen von den beiden und von Choe Kwang-Ho haben mir ansonsten die Mädels gut gefallen. Auch in den ethischen Momenten. Da waren die Filmtöchter den Filmsöhnen überlegen. Cliff Lok (The Invisible Terrorist), den ich nicht wirklich charismatisch finde, hat nur eine kleine Rolle bekommen (zum Glück).  Die Kampfszenen sind hübsch blutig umgesetzt worden. Zusammen mit dem Weiss des Schnee ergibt das hier und da eine schöne Ästhetik.

Fazit: Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Hei Ling Guan

HK 1972

R: Ho Meng-Hua

D: Tien Feng, Tang Ching, Wang Ping, Fang Jen-Tzu, Choe Seong, Chao Hsiung, Choe Kwang-Ho, Cliff Lok

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Juni 2015 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Früher sah ich davon eine ZiiEagle Kopie. Nun sah ich den Film via US-Blu-Ray von Shout Factory (Shaw Brothers Classics Vol. 6) = Wohl die erste Heimmedium Version (zuvor gab es weder eine VHS, LD, VCD, DVD oder Blu-Ray Fassung, zumindest nicht von Celestial), O-Ton mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Mittwoch, 10. Dezember 2025

The Golden Triangle Review

 

The Golden Triangle

Story:

Ein Gangster (Lo Lieh) entkommt der Polizei und wird in eine Gangster-Bande (u.a. Tien Feng, Tanny Tien Ni) aufgenommen. Diese wird zusätzlich von einem Undercover-Cop (Sombat Metanee) infiltriert…

Meine Meinung:

The Golden Triangle, nicht zu verwechseln mit dem Film mit dem gleichnamigen Titel aus dem gleichen Jahr (The Golden Triangle mit Yasuaki Kurata), ist eine Co-Produktion zwischen Hong Kong und Thailand. Als Regisseure gelten Wu Ma (Just Heroes) sowie Rome Bunnag. Letzterer hat ebenso bei The Possessed Regie geführt. Eine weitere Co-Produktion, in der erneut Lo Lieh (Clan of the White Lotus), Star der Shaw Brothers, vor der Kamera stand. The Possessed steht noch auf meiner zu langen Wunschliste…

The Golden Triangle ist solide. Kein Kracher, aber ok. Ich hätte mir mehr Martial Arts gewünscht, statt längere (unblutige) Schiessereien, auch wenn der Film gegen Ende in der Hinsicht aufdreht. Erst nach der Sichtung der US-Blu-Ray sah ich, dass ich den Film auch in Deutsch hätte. Als Vorgarten zur Hölle. Dessen deutsche Sprecher und Synchronisation ist exzellent und dem Englischen Dub klar vorzuziehen. Der Dub dürfte der Film auch besser machen, als er ist. Ihn positiv aufwerten. Denn der Englische Dub ist, ohne zu übertrieben, billig und mässig. Daher wird der Film in dieser Form (US-Blu-Ray) auch nicht in der Sammlung landen.

Ich mochte die Settings und die Tatsache, dass der Film kurzweilig ist und unterhalt. Ich fühlte mich gut unterhalten, auch wenn inhaltlich nichts Neues geboten wird. Den Cast mochte ich auch. Lo Lieh ist sehr solide und ihn sehe ich immer gerne als Bösewicht. Tanny Tien Ni (Black Magic 2) sowie Tien Feng (The Awaken Punch), auch aus dem Shaw Brothers Universum stammend, sehe ich auch immer gerne als Bösewichte. Beim Cast aus Thailand gefiel mir Sombat Metanee (Ghost of Guts Eater, Tears of the Black Tiger) sowie Tanyarat Lohanan.

Fazit: Solide, aber kein Must See Titel!

Infos:

O: Jin San Jiao

Thailand, HK 1975

R: Wu Ma, Rome Bunnag

D: Lo Lieh, Tien Feng, Sombat Metanee, Tanny Tien Ni, Tanyarat Lohanan

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Dez. 2013 / Neusichtung (US-Blu): 28.09.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Dark Force Entertainment = Uncut ("the most uncut version at 95 minutes"), nur Englischer Ton (mässige Synchro), gute aber zu dunkle Bildqualität (35mm Print), Region-All-Disc. Als ich mir die US-Blu Ray gekauft habe, wusste ich nicht, dass ich den Film schon als deutsche DVD (als Vorgarten zur Hölle) von Motion Picture in der Sammlung habe. Die deutsche Synchronisation ist hochwertig und erstklassig. D.h. die US-Blu-Ray wird nicht in die Sammlung aufgenommen. Der Film soll von Astro in Deutschland auf Blu-Ray erscheinen.

Dienstag, 19. August 2025

Return of the One-Armed Swordsman

Shawgust 2025

Return of the One-Armed Swordsman

Story:

Fang Gang (Jimmy Wang Yu) wird angefragt, an einem Kampfturnier anzutreten. Er sagt ab. Er will das Leben als Farmer geniessen. Hinter dem Turnier stehen Bösewichte (u.a. Liu Chia-Liang, Ku Feng, Tang Chia Lau Kar-Wing), die über alle Ressourcen (= die besten Kämpfer) verfügen wollen. Wer nicht mit macht, wird gezwungen, entführt oder getötet. Als Fangs Ehefrau (Lisa Chiao Chiao) entführt wird, gerät er definitiv zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Nach dem sensationellen Erfolg von The One-Armed Swordsman war eine Fortsetzung eine logische Konsequenz. Der Vorgänger machte Jimmy Wang Yu (Die Todesbucht der Shaolin, Das Todeslied des Shaolin, Boxers of Loyalty and Righteousness) zu Hong Kongs ersten Superstar (noch vor Bruce Lee) und der Film war der erste, der mehr als eine Million HKD an den Kinokassen einspielte. Jimmy Wang Yu genoss danach diverse Freiheiten und sollte nur ein Jahr später bereits auf dem Regiestuhl sitzen (The Chinese Boxer).

Return of the One-Armed Swordsman, den ich seit Mai 2008 nicht mehr sah, hat die 2. Sichtung bestanden. Der erste Teil gehört zu meinen Lieblingsfilmen im Shaw Brothers Universum. Wie sollte sich da die Fortsetzung machen? Ich empfand den zweiten Film der dreiteiligen Reihe als stark und sehenswert. Der Film ist qualitativ stark anzusehen und erreicht Kracher-Qualitäten. Dennoch mochte ich den ruhigeren Vorgänger etwas mehr, was aber nicht heissen soll, dass mir der in Actionszenen zahlenmässig viel höhere 2. Teil nicht gefällt.

Nebst Jimmy Wang Yu kehrten aus dem Vorgänger Lisa Chiao Chiao (The Dragon Family, Kwan Fu – Die Bande der Tigerkralle) als seine Film-Freundin und Chang Cheh (The Duel, Journey to the West, The Nine Demons) als Regisseur zurück. Der Film bietet massiv mehr Kämpfe, massiv mehr Blut-Effekte und einen massiv höheren Bodycount als der Vorgänger. Der Plot ist sehr dünn. Dass zwei weibliche Charaktere nicht unwichtige Rollen spielen (und eine auch bei den Bösewichten dabei ist), gefiel mir. Jimmy Wang Yu Fans werden voll auf ihre Kosten kommen. Sein Ego und Selbstvertrauen bringt er gekonnt und souverän in den Film ein. Ultracoole Darbietung von ihm!

Der Film wartet mit Unmengen an bekannten Gesichtern auf. Nebst Jimmy Wang Yu gefallen vor allem die Besetzungen der Bösewichte. Da sind Namen dabei wie Tien Feng (Oath of Death, The Snake Girl Drops In, The Savior), Ku Feng (Bruce and the Iron Finger, Revenge of the Corpse, The Furious Killer), Tong Kai (auch Choreograph des Filmes), Lau Kar-Wing (The Treasure Hunters, His Name Is Nobody), Lau Kar-Leung (auch Choreograph des Filmes) und Wu Ma (Ghost in Me, The Dead and the Deadly). Bei den Helden sind Namen dabei wie Cliff Lok (The Shaolin Kids), Chan Sing (The Ape Girl) und sogar die späteren Chang Cheh Stars David Chiang (A Mad World of Fools) und Ti Lung (The Convict Killer). In Mini-Auftritten sind auch noch Yuen Woo-Ping oder Yuen Cheung-Yan (Star aus Filmen wie Shaolin Drunkard oder Drunken Tai Chi) zu sehen.

Fazit: Für Shaw Brothers, Jimmy Wang Yu und Chang Cheh Fans Pflichtprogramm!

Gefolgt von: The New One-Armed Swordsman

Infos:

O: Du Bei Dao Wang

HK 1969

R: Chang Cheh

D: Jimmy Wang Yu, Lisa Chiao Chiao, Liu Chia-Liang, Ku Feng, Tang Chia, Lau Kar-Wing, Tien Feng, Essie Lin Chia, Yuen Cheung-Yan, Ti Lung, Cliff Lok, Chan Sing, David Chiang, Yuen Woo-Ping, Wong Ching

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 109 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Vol. 3) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland von TVP auf Blu-Ray erscheinen (Die Rückkehr des Königstigers).

Montag, 21. Juli 2025

Sentenced to Hang

Sentenced to Hang

Story:

Drei «Blutsbrüder» (Elvis Tsui, Kent Cheng, Tony Leung Ka-Fai) planen den Sohn (Stuart Ong) ihres reichen Bosses (Tien Feng) zu entführen und Lösegeld zu erpressen. Doch es läuft nicht wie geplant, mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Schon erstaunlich, wie viele Stars des HK-Kinos an Krebs verstorben sind. Oft zu jung. Egal ob Lam Ching-Ying (Vampire Vs. Vampire, Her Vengeance, Forced Nightmare), Anita Mui (Rouge, Scared Stiff, A Better Tomorrow 3), Suet Nei (A Mysterious Weapon, Paragon of Sword and Knife) oder Shing Fui-On (Hong Kong Adam's Family, Return of the Evil Fox, Enemy Shadow). Nun hat es auch Taylor Wong getroffen. Der hat vielleicht nicht so viele Regie-Arbeiten wie andere Regisseure aus Hong Kong vorzuweisen, aber seine Auswahl bietet an breiteres und interessantes Spektrum.

In seinen Anfängen drehte er die Indie-Produktion Return of the Deadly Blade, ehe er zu den Shaw Brothers ging. Dort heuerte er an, Jahre bevor diese ihre Kinoproduktionen einstellen sollten. Es entstanden Titel wie Buddha's Palm (1982), Behind the Yellow Line (1984) sowie Pursuit of a Killer (1985). Danach waren seine und die Zeit von Shaw vorbei. Danach folgten Filme wie Tragic Hero (Chow Yun-Fat), Triads - The Inside Story (liegt mir noch ungesehen vor), Deadly Dream Woman, No More Love, No More Death (Michael Chan Wai-Man), The Three Swordsmen (Andy Lau) oder Girls Unbutton (CAT. III).

Ich hätte Taylor Wong zu Ehren einige Filme schauen können, aber aktuell hatte ich kaum Zeit. Viel Arbeit, wenig Frei. Es blieb daher bei nur einer Sichtung. Ich entschied mich für die True-Crime Verfilmung Sentenced to Hang. Der Plot wurde schon durch die Shaw Brothers verfilmt (Kidnap mit Lo Lieh). Beim Fall handelt es sich um einen Entführungs- und Mordfall (bzw. mehrere Morde), die sich Ende der 50er und Anfang der 60er in Hong Kong zugetragen haben. Im HK-Trailer des Filmes werden echte Menschen auf der Strasse zu ihren Ansichten zum Fall (inklusive der Todesstrafe) gefragt. Spannend.

Der Film, der in HK eine CAT. III Freigabe bekam (angeblich einer, wenn nicht sogar der erste Film mit diesem Rating), sah ich bisher nur einmal im Juli 2012. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden. Sentenced to Hang ist ein durch und durch eindrücklicher Film. Vor allem die letzten 20-30 Minuten gehen unter die Haut und gehen am Zuschauer nicht spurlos vorbei. Wenn es einem Film gelingt, solche Emotionen im Zuschauer zu wecken, haben die Filmemacher schon alles richtig gemacht. Stark gespielt von Elvis Tsui (Shaolin Intruders), Kent Cheng (Crazy Boy & Pop-Eye) und Tony Leung Ka-Fai (The Twins Effect 2), den ich sonst nicht sonderlich mag. In weiteren Rollen sind noch Carrie Ng (Thrilling Story), Stuart Ong (Robotrix) und Tien Feng (My Son) zu sehen.

Fazit: Eindrückliches Drama! Sehr zu empfehlen!

Infos:

O: San Lang Qi An

HK 1989

R: Taylor Wong

D: Elvis Tsui, Kent Cheng, Tony Leung Ka-Fai, Carrie Ng, Stuart Ong, Tien Feng

Laufzeit der HK-DVD: 104:42 Min.

Gesehen am: Juli 2012 / Neusichtung am: 16.07.25

Fassungen: Mir lag die Code Free-HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs vorhanden. Jedoch ist die Bildqualität nicht mehr zeitgemäss. Nur durchschnittlich und sehr oft viel zu dunkel und unscharf. Da bräuchte es dringend eine bessere, hellere und restaurierte Fassung. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2025).

Mittwoch, 9. Juli 2025

The Awaken Punch

The Awaken Punch

Story:

Cheung Da Gong (Henry Yu Yang) verspricht seinem Vater auf dem Sterbebett, sich vom Kämpfen abzuwenden. Das nutzen Gangster (Fong Yau, Tien Feng, San Kuai, Fung Hak-On) aus, die Cheungs Land kaufen wollen…

Meine Meinung:

The Awaken Punch ist ein Anfang der 70er Jahre Basher à la The Big Boss oder Chinese Hercules. Auch hier muss der Held seine Kampfkünste vorerst einstellen, ehe er sie im letzten Viertel explodieren lässt. Das ist ein Detail, welches ich aus logischen Gründen weniger mag. Wenn der Held nicht kämpft, gibt es in diesen Phasen auch keine Kampfszenen zu sehen. Warum schaut sich der Fan solche Filme an? Wegen den Kampfszenen! Aber ich wusste über dieses Detail im Voraus Bescheid und konnte mich dementsprechend darauf einstellen.

Bis auf einige wenige Längen vor dem Finale und einer etwas unspektakulären und unfreiwillig komischen Verfolgungsjagd (in der ein Fahrrad eine Rolle spielt) sehr sehenswerter Basher. Ich wurde positiv überrascht. Dem Film tun vor allem der Verzicht auf Klamauk, seine Härte und die überzeugenden Bösewichte gut. Fong Yau (Bruce and the Iron Finger), Tien Feng (My Son), San Kuai (The Bloody Fists) und Fung Hak-On (The Godfather’s Daughter Mafia Blues) waren allesamt schön fies, schmierig und die perfekte Wahl für die Schurkenauswahl.

Tien Feng spielt den Anführer der Bande. Seine Spezialität sind Messer. Die Kampfszenen stammen von einem jungen Yuen Woo-Ping (The Buddhist Fist). Es wird vor allem mit Fäusten gekämpft, aber in ein-zwei Szenen kommen auch Waffen vor. Yuen Woo-Ping liefert nebst späteren Stars wie Mars (Dragon Lord) oder Jackie Chan (City Hunter) einen Gastauftritt hin. Der Held des Tages wird von Henry Yu Yang (Tough Guy) gespielt, der mich zuletzt auch zusammen mit Michael Chan Wai-Man und Chan Sing in Black List vollkommen zu überzeugen vermochte. Auch hier macht er einen soliden Job.

Fazit: Basher Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Po Tian Jian

HK 1973

R: Fang Lung-Hsiang

D: Tien Feng, Henry Yu Yang, Fong Yau, San Kuai, Fung Hak-On, Susanna Au-Yeung Pui-San

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.04.25

Fassungen: Gesehen via The Basher Box von VCL Entertainment/Pearl River = nebst The Prodigal Boxer in einem Set inklusive Booklet, Region-All-Disc, neuer 35mm Print (= hervorragende Bildqualität) aber leider nur Englisch Dubbed (mittelmässig). O-Ton ist nicht vorhanden. Es gibt englische Subs. Als Extras gibt es einen Trailer. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Samstag, 7. September 2024

The Black Falcon

The Black Falcon

Story:

Geheimagent Chang Shih-Chieh (Paul Chang Chung) will die Bösewichte (Wang Hsieh, Ku Feng, ) um die «Black Falcon» Bande, die eine Agentin getötet haben, aufhalten und macht es sich zur Aufgabe, die Tochter des Bösewichtes (Jenny Hu Yan-Ni) für seine Aufgabe zu gewinnen…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von James Bond in den 60ern, sprangen die Shaw Brothers auf die Erfolgswelle auf und veröffentlichten abseits ihrer Kung Fu Filme im klassischen Setting auch einige, wenige Agenten-Filme wie Poisonous Rose (1966), Temptress of a Thousand Faces (1969), Operation Lipstick (1967), Inter-Pol (1967), Angel with the Iron Fists (1967), The Golden Buddha (1966), Asia-Pol (1967) oder den hier besprochenen The Black Falcon.

Einige dieser Filme stammen von japanischen Regisseuren, andere vom späteren Bruce Lee und Jackie Chan Entdecker Lo Wei. Von den oben genannten Filmen kenne ich Asia-Pol mit Jimmy Wang Yu (wertet den Film automatisch auf) und Temptress of a Thousand Faces, den ich dazumal, wenn ich nicht irre, gar im Free-TV (Arte?) sah. Der hat nicht nur Spy-Inhalte, sondern auch Superhelden-Motive und daher habe ich den als amüsant in Erinnerung.

The Black Falcon, der ebenfalls durch einen Japaner (Furukawa Takumi) realisiert wurde, konnte mich hingegen nicht überzeugen. Der Film ist zu lahm, zu alt, zu belanglos, zu naiv, zu harmlos. Der Plot ist ok, aber im Vergleich zu dazumal westlichen Spion-Filmen war das ganze inhaltlich und auch schauspielerisch wenig überzeugend und zu unrealistisch. Einige der Dialoge sind wirklich einfach schlecht und Held Chang Shih-Chieh, gespielt von Paul Chang Chung (The Guy at Simenting), war eine Lusche und nicht wirklich cool oder sympathisch oder charismatisch. Also genau das Gegenteil von James Bond.

Als ich sah, wer sonst noch mitwirkt, insbesondere bei den Bösewichten, hatte ich Freude. Dies liess meine Erwartungen leicht steigen. Aber weder Namen wie Tien Feng (Oath of Death), Ku Feng (The Shaolin Disciple) noch Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) konnten den Film wirklich aufwerten. Davon war Wang Hsieh als Gangsterboss noch der beste und überzeugendste, währen die Mädels immerhin schick anzusehen waren (abgesehen von den teilweise furchtbaren 60er Jahre Frisuren). Die Musik war unauffällig und die Action lahm und ohne Biss.

Fazit: Langweilig und Zeitverschwendung!

Infos:

O: Hei Ying

HK 1967

R: Takumi Furukawa

D: Tien Feng, Ku Feng, Wang Hsieh, Yuan Shen, Jenny Hu Yan-Ni, Paul Chang Chung

Laufzeit der taiwanesischen DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 12.06.24

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan von Deltamac/Celestial vor = Gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Juni 2024).

Dienstag, 20. August 2024

Ninja in the Dragon's Den


Ninja in the Dragon's Den

Story:

Shadow Ninja (Sanada Hiroyuki) sucht in China nach einem Verräter, dessen sein Vater zum Opfer gefallen ist. Dieser ist der «Onkel» von Jay (Conan Lee). Jay kann es nicht zulassen, dass sein Onkel getötet wird und stellt sich Shadow Ninja in den Weg. Zudem plant ein Meister (Hwang Jang-Lee), dessen Schüler von Jay öffentlich blossgestellt wurde, seine Rache…

Meine Meinung:

Ninja in the Dragon's Den wurde zu Ehren von Corey Yuen (Sturmstaffel der Hölle, She Shoots Straight) angesehen, dessen Tod erst vor paar Tagen offiziell verkündet wurde. Einer der «Brüder» von u.a. Yuen Wah (To Kill a Mastermind, Police Story 3 Super Cop), Yuen Tak (Iron Angels II, My Young Auntie), Sammo Hung (Twilight of the Warriors: Walled In, The Dead and the Deadly), Jackie Chan (The Protector, First Strike) oder Yuen Biao (Tough Beauty and the Sloppy Slop, On the Run). Ninja in the Dragon's Den war sein Regie-Debüt.

Danach war Corey Yuen im HK-Kino ein gefragter Mann als Regisseur (Police Assassins), Darsteller (In the Blood) oder Choreograph (The Bodyguard from Beijing). Zudem brachte ihn sein Erfolg auch ins Ausland (Kiss of the Dragon, Lethal Weapon 4). Ninja in the Dragon's Den, für welchen er auch am Drehbuch mitwirkte, wurde vom legendären Seasonal Film Gründer Ng See-Yuen (The Good and the Bad, The Butterfly Murders) produziert.  Der Film war ein voller Erfolg an den Kinokassen. Zwar waren einige humoristische Parts zwischen Conan Lee und Tai Bo etwas zu viel des Guten, aber der Film fängt sich schnell wieder.

Abgesehen von Filmen wie Heroes of the East oder Five Element Ninjas darf Ninja in the Dragon's Den als einer der besten 80er Jahre HK-Filme gelten, der chinesische und japanische Kampfkünste in einer Produktion verewigt. Daher war es ein kluger Schachzug, mit Sanada Hiroyuki (Royal Warriors, Message from Space), Kaname Tsushima und Tanaka Hiroshi (Sword of Doom, Return of the Street Fighter) auch drei Japaner an Bord zu holen. Aus Südkorea durfte Hwang Jang-Lee (Game of Death II, Phantom Thief) als Bösewicht ran. Er taucht jedoch wirklich nur im Finale auf. Tai Bo (Two Toothless Tigers, Sea Wolves) taucht mit der Zeit ab, um im Finale nochmals etwas Klamauk zu verbreiten.

Der fetzige Titelsong und das Intro in den Film sind einfach cool. Auch die Kampfszenen. Im ¼ sind, wie ich bereits erwähnte, einige humoristische Szenen zu überstehen. Danach wird der Film immer besser, die Anzahl Kämpfe nehmen mehr und mehr zu und auch dessen Qualität wird besser und besser. Daher ist es nicht übertrieben zu sagen, dass Corey Yuen, der nebst Mang Hoi (Little Super Man, Legacy of Rage) auch für die Kampfszenen und deren Inszenierung zuständig war, hier einige seiner besten Arbeiten überhaupt auf die Leinwand gezaubert hat. Grosse Kunst. Spektakel garantiert! Besonders die Fights zwischen Conan Lee (Aces Go Places V, The Cyprus Tigers), der hier wie Jackie Chan aussieht, und Sanada Hiroyuki sind grosse Klasse!

Fazit: Klassiker und einer der besten Filme von Corey Yuen!

Infos:

O: Lung Ji Yan Che

HK 1982

R: Corey Yuen

D: Sanada Hiroyuki, Conan Lee, Hwang Jang-Lee, Kaname Tsushima, Tanaka Hiroshi, Tai Bo, Chin Lung, Tien Feng

Laufzeit der UK-DVD: 96:12 Min.

Gesehen am: Juli 2007 / Neusichtung am: 13.08.24 / Sichtung der deutschen Blu: 27.12.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs runden die Disc ab. Leider ist meine DVD fehlerhaft und spielt die letzten 20 Minuten nicht mehr ab. Diese habe ich dann via YouTube in Kantonesisch ohne Subs zu Ende gesehen. Als Extras gibt es geschnittene Szenen, einen Audiokommentar und Interviews. Die deutsche Blu-Ray von Shamrock Media ist Uncut, hat nebst Deutschem Ton auch den O-Ton mit Untertiteln zu bieten und nebst japanischer Alternativfassung soll sich als Easter Egg auch die koreanische Fassung von Nam Ki-nam auf der Disc befinden. Nachtrag Dez. 2025: Nachdem ich meine UK-DVD entsorgen musste (spielte die letzten 20 Min. nicht mehr ab), sah ich mir den Seasonal Film-Klassiker nun erstmals in Deutsch an. Und der Film, der in Deutschland Ninja Kommando heisst, macht mit der Synchro schon auch mächtig viel Spass! O-Ton und Subs wären auch an Bord wie auch die jap. Langfassung. Die Bildqualität der Disc ist sehr gut. Es gibt ein Wendecover. Henry Sanada und Conan Lee liefern gut ab, Tai Bo bringt viel Humor in den Film und Hwang Jang-Lee überzeugt im Finale (kommt nur dann vor). 

Dragon Lord

Dragon Lord

Story:

Die beiden Lausbuben Lung (Jackie Chan) und Wong (Mars), die sich seit Jugendjahren kennen, geraten durch mehrere Zufälle zwischen die Fronten einer Gangster-Bande. Ein Gangster (Hwang In-Shik) und dessen Bande wollen chinesische Schätze stehlen und ausserhalb Chinas verkaufen. Deputy Hoi (Michael Chan Wai-Man) kann dies ethisch nicht akzeptieren und will die Gruppe verlassen, zum Wiederwillen des Bosses. Diese haben es nun auf seinen Kopf abgesehen und da stösst der verwundete Deputy Hoi zufällig auf Lung und Wong…

Meine Meinung (Hong Kong Cut):

Zweitsichtung seit März 2007. Ich wusste bis auf ein bis zwei Momente (Rugby-Spiel, ein Stunt im Finale) nichts mehr. Ich hatte aber noch im Gefühl, dass ich Dragon Lord immer etwas schwächer fand als andere Jackie Chan Werke. Und dieser Erinnerung muss ich auch nach dieser Zweitsichtung zustimmen: Dragon Lord ist durchschnittlich und deutlich überbewertet. Wäre da nicht das tolle, 20minütige Finale, könnte man den Film getrost in die Tonne treten.

Das Problem ist die Tatsache, dass der Film von und mit Jackie Chan (The Accidental Spy, The Twins Effect 2) bis zum Finale kaum Action bietet. Natürlich, es gibt die stark choreographierte Start-Sequenz mit dem «Rugby-Spiel» und im Mittelteil die Federball-Fussball-Sequenz. Allein an letzterer wurde laut Interview mit Mars vier Wochen und mehr gedreht. Aber ohne Kung Fu sind auch diese Momente schlussendlich irgendwie lahm und unspektakulär.

Wenn ich «Fussball» in Verbindung mit Kung Fu sehen will, dann à la The Champions. Der viele Humor war auch oft unlustig und einige der Nebenfiguren wie Tai Bo (We're Going to Eat You, Back Home) oder Cheng Kang-Yeh (The Gambling Syndicate, 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange) nervend. Die Sidekicks dienten nur dem Klamauk. Es wird damit zu viel Zeit vergeudet. Die Musik war billig. Der eigentliche Plot kommt kaum zur Sprache. Laut Interview mit Mars betrug das gefilmte Material am Ende fünf Stunden. Da musste natürlich viel entfernt werden.

Das könnte auch die Ursache sein, warum vieles unausgereift wirkt. Oder in der Extended Fassung unpassend verändert wurde (z.B. Rugby-Szene im Finale nach dem Endkampf statt zu Beginn). Jackie Chan machte dabei als Regisseur aber noch wichtige Erfahrungen, ehe er später Erfolg nach Erfolg abliefern sollte. Er war nebst seinem Stunt-Team, Fung Hak-On (A Mad World of Fools, The Fantastic Magic Baby), der im Film auch in einem Gastauftritt zu sehen ist und dem leider verstorbenen Corey Yuen (Buddha Killer, Fong Sai Yuk), dem zu Ehren die Zweitsichtung abgehalten wurde, für die Choreographie und Action zuständig.

Die Action-Szenen im Finale sind der Wahnsinn. Auch die Stunts knallen schön heftig rein. In den Szenen zeigen Jackie Chan und Mars (Lackey and the Lady Tiger, Knockabout) ihr Talent und Können. Für die Golden Harvest Produktion, die komplett in Taiwan gedreht wurde (in Südkorea war es dazumal, gedreht wurde u.a. im Oktober, viel zu kalt), wurde aus Südkorea Hwang In-Shik (The Association, A Fist Full of Talons) eingeflogen. Der «Endboss» aus Jackie Chans The Young Master. Auch er überzeugt restlos. Corey Yuen ist in einer Minirolle zu sehen, Tien Feng (The Snake Girl Drops In, Kwan-Fu – Das Schwert des Todes) sorgt auch nur für Klamauk und Michael Chan Wai-Man (The Deadly Breaking Sword, The Master Strikes Back) bekommt leider so gut wie keine Action-Sequenz spendiert. Aber schön, ihn in einem Jackie Chan Film zu sehen.

Fazit: Nur dank dem Finale und zwei zugedrückten Augen und nur für ultimative Jackie Chan Fans sehenswert!

Infos:

O: Lung Siu Yau

HK 1982

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Mars, Hwang In-Shik, Michael Chan Wai-Man, Suet Lee, Paul Chang Chung, Tien Feng, Tai Bo, Cheng Kang-Yeh, Fung Hak-On, Corey Yuen

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min. (Hong Kong Cut) / Ca. 103 Min. (Extended Cut)

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: 13.08.24

Fassungen: Mir lag für eine 2. Sichtung die US-Blu-Ray von Shout Factory vor. Die Box enthält mehrere Jackie Chan Filme. Für eine Zusammenstellung siehe das Dragon Fist Review. Zu Dragon Lord sind zwei Fassungen enthalten. Für mich ist aber der Hong Kong Cut die priorisierte Fassung. Die 2. Fassung (= Extended Version) ist mir zu lang, zu verändert (Rugby-Szene nach dem Finalkampf statt zu Beginn) und Michael Chan Wai-Man bekommt in dieser gar keine Action-Szene spendiert. Auf der deutschen Blu-Ray sind auch beide Fassungen enthalten (von Splendid). Als Extras gibt es Interviews mit Louis Sit, Mars und Hwang In-Shik.

Donnerstag, 18. April 2024

The Snake Girl Drops In

The Snake Girl Drops In

Story:

Snake Girl (Dy Saveth) trifft im Dschungel auf drei Männer (u.a. Sze-Ma Lung). Diese sind von ihr begeistert und nehmen sie mit in die Grossstadt, wo Snake Girl, die aufgrund ihre Schlangenhaare nun eine Perücke trägt, erstmals mit der Zivilisation in Berührung kommt. Snake Girl gerät an einen Gangster-Boss (Tien Feng). Doch Snake Girls Tochter (Huoy Dyna) findet den Weg zu ihr, um sie zu retten…

Meine Meinung:

The Snake Girl Drops In kann quasi als nicht offizieller 2. Teil von The Snake Girl betitelt werden. Deren Hintergründe finde ich mysteriös und unklar: sind es jetzt Filme aus Taiwan, Thailand oder Kambodscha? Oder gibt es pro Land eigene Fassungen? The Snake Girl Drops In wartet mit dem The Snake Girl Star Dy Saveth (Elephant Wife, The Crocodile Men) auf. Die stammt aus Kambodscha. Nebst The Snake Girl und The Snake Girl Drops In spielte sie noch in einem dritten Snake-Film mit: The Snake Man, aus dem Jahr 1970.

An The Snake Girl kann ich mich nicht mehr erinnern. The Snake Girl Drops In hat mit Horror wenig zu tun. Der Film ist mehr ein Abenteuerfilm und eine Komödie. Dy Saveth als Snake Girl im Tarzan-Outfit schwingt sich durch den Dschungel, ehe sie in der Grossstadt diverse (harmlose) Abenteuer zu bewältigen hat. Es ist quasi so, als begibt sie sich von Sketch zu Sketch um den Zuschauer zum Lachen zu bringen. Sie spielt naiv, aber herzlich und die 70er Jahre Musik ist stimmungsvoll. Dy Saveth macht auf jeden Fall eine gute Figur.

Bei den Männern überzeugen Sze-Ma Lung (The Green Dragon Inn) und Shaw Brother Star Tien Feng (My Son). Tien Feng spielt natürlich den Gangster-Boss. Der Film ist unterhaltsam, kurzweilig, auch wenn ich aufgrund des fanz. Dubs keine Dialoge verstanden habe. Es ist aber alles selbsterklärend. Erst im Ende wird der Film etwas ernster: einige Bösewichte sterben durch Schlangen und es kommt auch zu Tiersnuff, der mich an The Princess and Toxicant oder Red Spell Spells Red erinnert hat, da lebende Tiere gegessen/durch Bisse getötet werden.

Fazit: Für Fans des Vorgängers und von Dy Saveth zu empfehlen!

Infos:

O: She mo nu da nao dou shi

Taiwan, Kambodscha 1974

R: King Weng

D: Dy Saveth, Tien Feng, Sze-Ma Lung, Chiang Kuang-Chao, Huoy Dyna

Laufzeit der YouTube Fassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.04.24

Fassungen: Via YouTube als französische Fassung gesehen = La Vipère du Karaté. Gibt es auch als Franz. VHS und DVD. Wenn ich mich nicht irre, in Widescreen, dafür nur franz. Dubbed. Wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2024). Da in Brüssel am BIFFF im Urlaub, habe ich aber auch keine Zeit, zu recherchieren.

Samstag, 2. Dezember 2023

The Thundering Sword

The Thundering Sword

Story:

Yu (Chang Yi) und Chiang (Lo Lieh) gehören der gleichen Schule an. Ihr Ziel ist es, dass besagte «Thundering Sword» zu finden. Als Yu auf Jiau (Cheng Pei-Pei) trifft und sich beide verlieben, Chiang vergiftet wird und diverse Gestalten (u.a. Chen Hung-Lieh, Ku Feng, Wu Ma) auftauchen, die ebenfalls nach dem Schwert suchen, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

The Thundering Sword wird oft mit Romeo und Julia von William Shakespeare vergleichen. Zum Glück habe ich vor der Sichtung über den Film gelesen, so dass ich meine Erwartungen anpassen konnte. Der Ende der 60er Jahre Shaw Brothers Film von Hsu Tseng-Hung (One Armed Against Nine Killers, The Invincible Super Guy), der oft mit Jimmy Wang Yu drehte, ist solide und ein Mix aus Schwertkampffilm, Drama und Liebesgeschichte (plus wenig Gesang).

Der Film bietet mehrere bekannte Namen in den Haupt- und Nebenrollen: Chang Yi (7 Men of Kungfu), Cheng Pei-Pei (Whiplash), Lo Lieh (Zodiac Fighters), Chen Hung-Lieh (A Sword Renounced), Wu Ma (A Chinese Ghost Story 2), Tien Feng (General Invincible) oder Ku Feng (The Avenging Eagle). Die Hauptfiguren werden von Chang Yi, der mir in späteren, unabhängigen Eastern und oft als verrückter Bösewicht, mehr gefiel als in seinen Helden-Rollen wie hier, und Cheng Pei-Pei. Beide harmonieren gut. Lo Lieh hat mehr eine Nebenrolle (praktisch die ganze Zeit bettlägerig, da vergiftet).

Der Rest (Ku Feng, Wu Ma, Tien Feng, Chen Hung-Lieh) sind gekonnte Namen in soliden Nebenrollen. Der Story kann man, zumindest wenn man die Darsteller kennt, gut folgen. Die Figuren agieren oft naiv, wie es dazumal in dem Genre nicht selten der Fall war. Es gibt nur sporadisch Action: blutige Schwertkämpfe und/oder sonstige Action-Szenen, in denen mit Waffen gekämpft wird. In einer Szene dürfen auch versteckte Fallen für etwas blutige Unterhaltung sorgen. Versteckte Trampolinsprünge dürfen auch nicht fehlen.

Obwohl es gerne mehr Kämpfe hätte geben dürfen, hat mich der Film solide unterhalten, auch dank den zuvor angepassten Erwartungen. Chang Yi sagte mir erst in den letzten Jahren etwas, daher bin ich froh, nun auch seine Shaw Brothers Frühwerke (neu) zu entdecken. Und Cheng Pei-Pei war in ihrer Darbietung einfach toll anzusehen.

Fazit: Für Fans von klassischen Shaw Brothers Schwertkampffilmen zu empfehlen!

Infos:

O: Shen Jian Zhen Jiang Hu

HK 1967

R: Hsu Tseng-Hung

D: Chang Yi, Cheng Pei-Pei, Lo Lieh, Tang Ti, Chen Hung-Lieh, Ku Feng, Wu Ma, Tien Feng,

Laufzeit der TW-DVD: 90:35 Min.

Gesehen am: 12.11.23

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan von Deltamac vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt keine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray (Stand: Nov. 2023).

Freitag, 1. September 2023

Kwan-Fu – Das Schwert des Todes

Kwan-Fu – Das Schwert des Todes

Story:

Die Tang Familie (u.a. Charlie Chin Chiang-Lin, Tien Feng, Chiu Tak-Ming, Ingrid Hu Yin-Yin) nimmt den Kampf gegen Japaner Okada, der mit Verbündeten (Eddy Ko, Kim Yeong-In) ein Dorf nach dem anderen, mittels auch mit Gewalt und Mord, in seinen Besitz bringt, auf…

Meine Meinung:

Bei Kwan-Fu – Das Schwert des Todes aka The Invasion handelt es sich um einen Anfang der 70er Jahre Basher, der mir deutlich besser gefiel, als erwartet. Dies lag sicherlich auch an der Fassung (35mm Print = Widescreen, erstklassige deutsche Synchronisation, die den Film zusätzlich aufwertet), die Vorteile parat hält. Der Film vom Regiegespann Suen Ga-Man und Sul Tai-ho überzeugte mich durch eine gradlinige, unkomplizierte, actionreiche und unterhaltsame Story.

Die Tatsache, dass auch mit südkoreanischem Cast und vor Ort in Südkorea gedreht wurde, tat der Produktion sichtlich gut. Die Naturaufnahmen sind der Wahnsinn und geben dem Film eine ganz spezielle Note und Stimmung. Besonders wenn im letzten Viertel dann noch Schnee dazu kommt, wird es richtig cool. So was mag ich im Eastern-Genre. Desweitern ist der Film auch inhaltlich interessanter. Ich dachte zuerst, es geht per se um «böse Japaner» gegen «gute Chinesen». Zudem gibt es Seven Samurai Vibes.

Doch mit Okada (Haupt-Bösewicht) und seiner rechten Hand (gespielt vom Koreaner Kim Yeong-In) sind eigentlich nur zwei Japaner als Hauptfiguren zu sehen. Daneben gibt es noch andere ausländische Feinde, u.a. die Kosaken zu sehen, welche Okada auf den Feldzügen und Überfällen begleiten. Diese Schurken erinnern (Optisch) an jene Bösewichte, welche Jimmy Wang Yu in Die Todeskarawane der Shaolin bekämpft. Vor allem Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather) hat mir als Bösewicht in der Hinsicht sehr gut gefallen, zumal er a) stark spielt und b) auch viel zu sehen ist.

Daneben stellt für mich nur Tien Feng (The Savior) den 2. bekannten Namen dar. Der Rest ist mir unbekannt, aber macht seine Sache sehr gut, egal ob Charlie Chin Chiang-Lin (On the Run) als Held, Ingrid Hu Yin-Yin (Kung Fu Gang Busters) als Frau oder ein sehr junger (wohl minderjähriger) Chiu Tak-Ming, der im Film die besten Kampfszenen zeigen darf. Unverständlich, dass dies seine einzige Filmrolle gewesen sein soll. Nebst dem souverän agierenden Cast, dem unterhaltsamen Plot und den schönen Landschaften sind es die Actionszenen, die punkten.

Die Action-Szenen bestehen aus, und davon war ich sehr überrascht, recht brutalen und vor allem blutigen Action-Szenen. Seien es Kämpfe ohne Waffen oder mit Waffen. Blut wird gespuckt, es gibt diverse (auch grössere) Wunden zu sehen und der ein oder andere Kämpfer verliert auch schon Mal ein Körperteil: es geht brutal, hart und blutig zu und her! Mit viel Wucht und tollen Kameraeinstellungen. Und das schon von Anfang an. Beim 1. Überfall werden keine Gefangene gemacht und die Bösewichte sind hübsch fies und böse, wie es sich für diese Art Film gehört.

Fazit: Für Fans von klassischen Kung Fu Filmen bedenkenlos zu empfehlen!

Infos:

O: Long Xiong Hu Di

HK 1972

R: Suen Ga-Man, Sul Tai-ho

D: Charlie Chin Chiang-Lin, Tien Feng, Chiu Tak-Ming, Eddy Ko, Kim Yeong-In, Ingrid Hu Yin-Yin

Laufzeit der deutschen DVD: 84:09 Min.

Gesehen am: 05.08.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Schröder Media vor = Asia Line Vol. 16, Wendecover, Deutsch/Mandarin mit englischen Subs, 35mm Print (ehemals zensierte Szenen haben eine schlechtere Qualität), charmanter Print und mehrheitlich sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist erstklassig und wertet den Film zusätzlich auf. Als Bonusfilm ist Kwan Fu - Die Bande der Tigerkralle = Deutsch, Widescreen, aber im Gegensatz zum spanischen Print noch immer um mehr als eine Minute zensiert (davon vier Sekunden Gewalt, Rest Handlung/Dialoge). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Aug. 2023).

Samstag, 4. Februar 2023

Das Schwert Review

 
Das Schwert 
 

Story:

 

Li (Adam Cheng Siu-Chow) trainiert zehn Jahre Schwertkampf, weil er der Beste werden will. Dazu sucht er nach dem besten Schwertkämpfer des Landes: Hua (Tien Feng). Als er diesen findet entscheidet Li das Duell für sich. Hua wird nur leicht verletzt. Jedoch wird Hua später von Lians (Norman Tsui Siu-Keung) rechter Hand (Eddy Ko) getötet, da Lian Huas wertvolles Schwert in seinen Besitz bringen will. Jeder meint nun, dass Li Hua auf dem Gewiesen hat. Besonders Huas Tochter (Jade Hsu) schwört Rache…

 

Meine Meinung:

 

Das Schwert aka The Sword, ein damaliger New Wave Wuxia von Patrick Tam (Love Massacre, My Heart Is That Eternal Rose), sah ich ewig nicht. Mir ist nicht klar, warum der Film so viele Drehbuchautoren zur Arbeit aufgerufen hat (laut Datenbanken sieben Stück) oder warum Patrick Tam nur so wenige Filme als Regisseur realisiert hat. Denn Das Schwert ist ein echter Kracher und auch die anderen beiden Filme, die ich von ihm kenne (Love Massacre, My Heart Is That Eternal Rose) sind überdurchschnittlich gut.

 

Als ich Das Schwert früher sah, kannte ich die meisten Darsteller nicht. Zudem, wenn ich nicht irre, guckte ich den zuerst als franz. DVD d.h. in Kantonesisch mit franz. Subs beim Kollegen. Und ich beherrsche die Franz. Sprache nicht. Ich kanns nicht verstehen, lesen und sprechen. Der Film ist sehr dialoglastig und somit war das Sehvergnügen eingeschränkt. Den Film heuer neu gesichtet zu haben war ein filmischer Genuss! Das Schwert ist in der Tat überdurchschnittlich Gutes Wuxia Kino vom Feinsten!

 

Der Plot ist simpel, nimmt sich für den Verlauf und die Figuren aber Zeit. Ich empfand den Film dennoch nie als langweilig. Optisch ist der Film einfach nur wunderschön eingefangen worden: die Wahl der Farben, die Einstellungen der Kamera, wie einzelne Szenen zusammengeschnitten und die Schwertkampf-Szenen choreographiert wurden: überwältigend! Zusammen mit dem wunderschönen Sound ein fest für die Sinne! Die Schwertkampfszenen werden sparsam in Szenen gesetzt. Wenn sie dann aber ablaufen, mit umso mehr Wucht und Intensität. Vergleichbar mit den Gewalt-Szenen in einem Takashi Kitano Film (z.B. Hana-Bi).

 

Dazu kommt ein sehenswerter Cast: Als Fan von Eddy Ko (The Postman Fights Back, Heroes Shed no Tears) und Norman Tsui (Blood Ritual, Sea Wolves) hatte ich Freude, dass beide in wichtigen Rollen und als Bösewichte zu sehen sind. Sehr cool! Adam Cheng (General Invincible) und Tien Feng (My Son) waren beide auch sehr gut in ihren Rollen. Vor allem Tien Feng sieht man seine Erfahrung an. Und fürs Auge bietet die total niedliche Jade Hsu alles, was das Herz braucht! Schade, dass sie keine allzu grosse Karriere hingelegt hat!

 

Fazit: Wird zu Recht als Klassiker im Genre gesehen! Wunderschönes Wuxia Kino aus Hong Kong, unbedingt empfohlen!

 

Infos:

 

O: Ming Kim

 

HK 1980

 

R: Patrick Tam Kar-Ming

 

D: Adam Cheng Siu-Chow, Tien Feng, Norman Tsui Siu-Keung, Eddy Ko, Jade Hsu, Bonnie Ngai Chau-Wah, Lau Siu-Ming

 

Laufzeit der deutschen DVD: 84:22 Min.

 

Neusichtung am: 31.12.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, Deutsch/O-Ton und Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für diese Neusichtung habe ich den Film sogar in Deutsch geschaut. Die deutsche Synchronisation ist qualitativ sehr gut. Soll am 10.02.23 von Maritim Pictures / Cargo in einer Limited Edition auf Blu-Ray erscheinen (2K-HD-Remastered). Ob nebst Deutschem Ton auch O-Ton und Subs auf der Disc sein werden, ist noch unbekannt (Stand: Dez. 2022).