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Dienstag, 10. Februar 2026

The Big Brother

The Big Brother

Story:

Stephen See (Alex Man) begleitet seinen Nachbarn und Kumpel Willie (Michael Miu Kiu-Wai) an eine Party (so eine Art Bachelor Party, Gentlemen's Club, Maid-Café). Dort gewinnt Stephen See zufällig den Wettbewerb und plötzlich hat er eine Dame an der Seite: Randy (Emily Chu). Diese stellt sein Leben auf den Kopf. Auf dieser Party sah Willie, dass seine Frau Kit Man (Kitman Mak Kit-Man) dort arbeitet, was er nicht wusste. Kit Man verliebt während der Party in den Gastgeber Kar Ho Tsuen (Simon Yam). Willie will dies verhindern und fragt bei Stephen um Hilfe. Dieser findet zudem heraus, dass Kar Ho Tsuen Dreck am Stecken hat und ein Menschenhändler ist…

Meine Meinung:

The Big Brother war, als ich 2019 in Südkorea war, ein Blindkauf. Es handelt sich um die HK-Actionkomödie aus dem Jahr 1987 nicht zu verwechseln mit The Big Brother aus dem Jahr 1990 (auch mit Alex Man). Der Film von Tommy Fan, der durch Golden Harvest vertrieben wurde, hat mir sehr gut und besser als erwartet gefallen. Von Tommy Fan kenne ich sonst nur The Last Duel, ebenso mit Alex Man in der Hauptrolle. Ungesehen liegt (auch als südkoreanische Videokassette) noch The Gang of Five rum.

The Big Brother ist mehrheitlich eine Komödie. Jedoch eine wirklich amüsante, lustige und abwechslungsreiche. Obwohl die mir vorliegende Fassung nicht Englisch freundlich war, empfand ich den Film und die darin gezeigte Situationskomik als lustig. Wer HK-Filme aus der Zeit (Ende der 80er, Anfang der 90er) mag, wird den Film sicherlich mögen. Mit englischen Subs kommt der Film sicherlich noch leicht amüsanter und ggf. derber. Immerhin sind es für heutige Zeiten heikle Themen (der Wettbewerbspreis ist eine Sklavin) und ggf. wird der dunkelhäutige Kämpfer im Finale noch rassistisch beschimpft. Das war im HK-Kino der Zeit nicht unüblich (in The Cyprus Tigers wird der Schwarze Kämpfer in den Untertiteln immer als Affe betitelt).

Geholfen hat, dass ich die Stars kenne und mich vor der Sichtung um den Plot informiert habe. Damit war das Sehvergnügen, fehlende englische Untertitel hin oder her, nicht eingeschränkt. Der Film vermag mit Sympathie und Charisma zu überzeugen. Das gilt auch um den Cast um Namen wie Alex Man (Fatal Recall), Simon Yam (natürlich als Bösewicht), Michael Miu Kiu-Wai (Scared Stiff), Emily Chu (The Plot), Kitman Mak Kit-Man (To Spy with Love) und Jimmy Au Shui-Wai (The Dragon Fighter). Als Handlanger von Simon Yam sind in Nebenrollen der schielende Yue Tau-Wan (der im Finale als Ninja verkleidet auftritt) und ein junger Robin Shou (mit Schnauz) zu sehen. Der Name des schwarzen Kämpfers konnte ich leider nicht ausmachen.

Die Mehrheit der Actionszenen kommt erst im Finale vor (Lagerhallen-Setting). Die Actionszenen bestehen aus kleineren Stunts, Dingen, die kaputt gehen und Kampfszenen. Dabei fallen Personen schon Mal in Kisten oder Tische oder machen Bekanntschaft mit dem harten Boden. Dabei macht vor allem der Kampf von Jimmy Au Shui-Wai gegen einen jungen Robin Shou richtig viel Spass. Knackig und rasant gefilmt und choreographiert. Stark! Dabei werden auch schon Gegenstände à la Born to Fight in die Kampfszene integriert. Und das Brüste Leben retten, sieht man auch hier wieder. Die Szene mit der Aktentasche im Finale war jedoch vorhersehbar. Was jedoch überraschend war, war die Tatsache, dass es keine Szene mit Urin zu sehen gab. Fast ein Wunder in einer HK-Komödie aus der Zeitspanne!

Fazit: Schön, auch heute noch solche positiven Überraschungen erleben zu dürfen. Da hole ich mir sicher noch eine Englisch freundliche Fassung von!

Infos:

O: Yat Goh

HK 1987

R: Tommy Fan

D: Alex Man, Simon Yam, Robin Shou, Michael Miu Kiu-Wai, Emily Chu, Kitman Mak Kit-Man, Jimmy Au Shui-Wai, Lee Heung-Kam, Yue Tau-Wan

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 92:18 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Dong-A Export Co., Ltd. und Seo Jin Trading Co., Ltd. vor = Vollbild, Kantonesischer O-Ton mit koreanischen Subs, gute Bildqualität, sah Uncut aus (Alex Mans nackter Arsch oder Brüste der ausländischen Flamme mit Simon Yam im Bett sind zu sehen). Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026). Die HK-LD von Star hat keine englischen Subs. Die HK VCD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) soll englische Subs haben.

Sonntag, 25. Dezember 2022

The Kung-Fu Revenger Review

 

The Kung-Fu Revenger

Story:

 

Chi Cheng-En (Henry Lu Yi-Lung) reist mit einem Sarg Richtung Heimatsdorf, wo er mehrere Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden, vor Gangstern rettet. Hsiao Tsui (Joan Lin Feng-Chiao) ist eine davon. Sie tut sich mit Chi zusammen. Beide verlieben sich. In der Stadt herrscht Chis Vater Boss Chi (Ko Hsiang-Ting). Sohn Chi will davon nichts wissen, ehe Boss Chi verstirbt. Danach übernimmt er dessen Geschäfte und sieht sich Gangster Wei Chang-San (Chang Chi-Ping) konfrontiert, der ihn töten will…

 

Meine Meinung:

 

The Kung-Fu Revenger aka The Guy!! The Guy!!, ein Mitte der 70er Jahre Basher von Shut Dik, war ein Blindkauf. Das VHS war billig, so schlug ich zu. Shut Dik sagt mir, wie der Cast allgemein, wenig. Er hat laut Datenbanken auch nicht wirklich viele Filme als Regisseur realisiert. Ich kenne keine anderen Filme von ihm. Five Pretty Young Ladies aka Bruce, Kung Fu Girls liegt mir noch als HK-VHS ungesehen vor. Der Blindkauf hat sich gelohnt.

 

Obwohl in meiner VHS-Fassung (wohl eine Kopie) ca. 20 Minuten Film fehlen (mehr Infos unter Fassungen), fand ich gefallen an The Kung-Fu Revenger. Ich nahm den Film als sehenswert, unterhaltsam, actionreich und kurzweilig wahr. Nicht nur aufgrund der kurzen Laufzeit (in den fehlenden 20 Minuten hätte es noch mehr Kämpfe gegeben), sondern auch durch die Tatsache begünstigt, dass der Film von Beginn an viele Kämpfe bietet. Cool ist, dass die Musik immer wunderbar zum Geschehen passt, auch wenn von westlichen Filmen geklaut (Italo Western Musik von Ennio Morricone).

 

Anfang 70er Jahre Basher aus Taiwan sind nicht selten ruhig und etwas lahm zu Beginn. Sich gegen Ende steigernd, was Kampfszenen angehen. So nicht in The Kung-Fu Revenger: hier geht von Anfang an die Post ab. Es gibt viele Kampfszenen. Es wird ohne Waffen gekämpft. Die Kampfszenen sind sehr solide, hart und schlagfertig in Szene gesetzt. Es gibt auch schicke Zeitlupenaufnahmen und es geht viel in den Kampfszenen kaputt. Das fand ich cool. Was dem Film gut tat, war der völlige Verzicht auf Humor und Klamauk. Es gibt genug fühlbares Drama und Henry Lu Yi-Lung macht als Held eine gute Figur.

 

Fazit: Für 70er Jahre Basher-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Xiao zi you zhong

 

Taiwan 1974

 

R: Shut Dik

 

D: Henry Lu Yi-Lung, Joan Lin Feng-Chiao, Ko Hsiang-Ting, Chang Chi-Ping, Chin Chien, Hu Chiu-Ping

 

Laufzeit der China-VHS: 54:26 Min.

 

Gesehen am: 22.12.22

 

Fassungen: Selten! Mir lag eine VHS aus China vor. Wahrscheinlich nur ein Bootleg. Das Front-Cover spricht dabei von Wah Mei International Video Co., LTD. wobei das Back-Cover von der LEX Video Fassung stammt. Das VHS dürfte eine Kopie der HK-VHS von LEX Video sein. Auch der Titel des LEX Video (The Kung-Fu Revenger) wurde benutzt. Ansonsten ist der Film bekannt als The Kung Fu Revenger und/oder The Guy!! The Guy!!. Das VHS ist in Mandarin mit englischen Subs. Knapp lesbar. Online Fassungen haben eine klar bessere Bildqualität. Das VHS hat eine groben Master-Fehler: ab der 37. Minute fehlen ca. 20 Minuten bis zu ca. 54 Minuten. Das VHS läuft 54:26 Minuten. Die korrekte Laufzeit beträgt jedoch 74:05 Min. Ich hatte sogar ein 2. VHS aus China gekauft. Dieses war teilweise kaputt (siehe Bild). Dieses wurde nach Tokyo verkauft. Ob dort auch nur 54 Minuten Film zu sehen sind? Ich weiss es nicht. Diese Fassung habe ich nur kurz getestet, aber nicht kopiert. Andere Fassungen und/oder eine deutsche Fassung und/oder eine DVD/Blu-Ray Ausgabe sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2022). 

 

 





Sonntag, 18. April 2021

Guzoo Review

Guzoo

Story:

 

Vier Freundinnen (Yumiko Ishikawa, Tomoko Maruyama, Naomi Kajitani & Kyoko Komiyama) machen bei der Archäologin Tomoko Kujo (Hidemi Maruyama) Urlaub. Doch in Tomokos Haus im Keller haust ein Monster, welches die Besucherinnen als Nahrung auserkoren hat…

 

Meine Meinung:

 

Guzoo, ein japanischer Kurz-Splatter-Film vom Regisseur von Guts of a Beauty, Guts of a Virgin und Rusted Body, die allesamt (ausser Guzoo) von Japan Shock in Holland veröffentlicht wurden, war eine Mitte der 80er Jahre Direct to Video Produktion. Und zwar für das Horrormagazin V-Zone, die den Film auch produziert haben.

 

Daher lässt sich Guzoo mit Filmen wie Mindwarp vergleichen, die u.a. vom US-Horrormagazin Fangoria produziert wurden. V-Zone hat dann auch Making of Berichte in irrem Magazin abgedruckt, um für den Low-Budget Kurzfilm, der nur 40 Minuten läuft, zu werben.

 

Guzoo ist für diese Art Film absolut ok. Der Film hat teilweise Momente des US-Slasher-Filmes, auch wenn auf typische Klischees wie Nacktszenen, Sex oder Drogenkonsum verzichtet wird (immerhin in Sachen Sex hatte Regisseur Kazuo 'Gaira' Komizu mit den oben genannten «Japan Shock» Titeln ziemlichen Nachholbedarf).

 

Dem Film kann man eine unterschwellige «Erotik» nicht absprechen. Hauptpersonen sind immerhin fünf Frauen – allesamt alles andere als hässlich. Obwohl Laien die danach in der Filmwelt keinen Fuss fassen konnten, machen sie ihren Job relativ ordentlich und glaubhaft. Und eben: süss anzusehen! Inhaltlich erinnert der Film an Filme wie The Deadly Spawn, 50-Jahre US-Monsterfilme oder Little Shop of Horrors. Auch Backwood-Vergleiche (Filme wie Hausu oder Diva in the Netherworld) kommen auf.

 

Das Monster sieht auch am ehesten aus wie eine Venusfliegenfalle. Allerdings mit mörderischen Tentakeln, die für 2-3 saftige, grossartige Splatter-Szenen sorgen. Tolle Effekte für diesen Low-Budget Kurzfilm. Das gilt selbstverständlich auch für das (Gummi)Monster. Am Ende war es wohl so was wie eine Schildkröten-Mutation. Die jap. VHS hat keine Subs, so dass man in der Hinsicht nur mutmassen kann.

 

Im Titel steht auch ein «Part 1». Eine Fortsetzung ist jedoch bis heute nie veröffentlicht worden. Wer ähnlich seltene Splatter-Kurzfilme aus Japan mag – z.B. Biotherapy, Cyclops oder Gakidama, der kann auch in dem Fall zugreifen! Der Film, der nun lange auf meiner Wunschliste stand, bleibt bestehen (VHS sah ich beim Kollegen), allerdings ist es kein Film, für den ich Unsummen an Geld ausgeben würde.

 

Infos:

 

O: Guzoo: Kami ni misuterareshi mono - Part I

 

Japan 1986

 

R: Kazuo 'Gaira' Komizu

 

D: Yumiko Ishikawa, Tomoko Maruyama, Naomi Kajitani, Kyôko Komiyama

 

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 44 Min.

 

Gesehen am: 18.01.21

 

Fassungen: Als jap. VHS von V-Zone beim Kollegen gesehen = jap. O-Ton, keine Subs, Uncut, bessere Bildqualität als die Bootlegs (DVD-R Kopien, teilweise mit erstellten englischen Subs). Es gibt keine deutsche Fassung, keine offizielle DVD und keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2021). Nachtrag 30.07.23: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die jap. VHS von ALTEC Co., LTD. vor = dürfte dem VHS von V-Zone entsprechen mit der Ausnahme, dass ein anderes Cover. Der Film, der zunächst wie ein Backwood-Film wirkt, ist charmant und überzeugt durch einige sehenswerte Monster- und Splatter-Effekte, die Charme haben.