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Samstag, 25. Juli 2026

Drunken Master

Drunken Master

Story:

Wong Fei-Hungs (Jackie Chan) Vater (Lam Kau) soll durch Profikiller Thunderleg (Hwang Jang-Lee) eliminiert werden. Wong Fei-Hung spannt zusammen mit Beggar So (Simon Yuen Siu-Tin), der ihn in Sachen Kung Fu ausbildet, um seinen Vater retten und den Feind besiegen zu können…

Meine Meinung:

Etwa ein halbes Jahr nach dem Erfolgsfilm Die Schlange im Schatten des Adlers startete im Jahr 1978 (im Oktober) der nächste Hit in den Hong Konger Kinos: Drunken Master! Erneut von Yuen Woo-Ping (Blades of the Guardians, The Buddhist Fist) und mit Namen wie Jackie Chan (Der Superfighter, City Hunter), Simon Yuen (Fist of the Double K, The Valiant Ones), Hwang Jang-Lee (Hitman in the Hand of Buddha, Boss) sowie Dean Shek (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin). Produziert wurde der Klassiker erneut von Ng See-Yuen (The Good and the Bad). Zusammen mit Die Schlange im Schatten des Adlers war der Film ein extremer Erfolg und machte aus Jackie Chan einen Star. Zudem wurden Kung-Fu-Komödien salonfähig. Es folgten unzählige Nachahmer.

Jackie Chan spielt hier den Volkshelden Wong Fei Hung, der später auch von anderen Stars gespielt werden sollte (z.B. von Jet Li in der Once Upon a Time in China Reihe). Und auch die Shaw Brothers sollten in der Hinsicht kurze Zeit später mitmischen = in Martial Club sollte Glatzkopf Gordon Liu in die Rolle des frechen Kung-Fu-Kämpfers schlüpfen, und sich im Finale einen spektakulären Kampf gegen Johnny Wang Lung-Wei liefern. Jackie Chan verkörpert Wong Fei Hung gekonnt. Jackie Chan kann sein Talent (Körperbeherrschung, seine Physik und sein Talent für Humor) gekonnt in den Film einbringen. Der Film bietet eine grosse Anzahl an Kampf- und Trainingsszenen.

Diese wurden von Regisseur Yuen Woo-Ping und Shaw Brothers Star Hsu Hsia (Eine Prise für tödliche Pfeifen) gekonnt choreographiert. Die Kampfszenen sind auf aller höchstem Niveau und steigern sich immer mehr und mehr. Der Film hat allgemein regelmässig Kampf- und Trainingszenen zu bieten, so dass kaum Längen aufkommen. Egal ob mit oder ohne Waffen oder mit Alltagesgegenständen, die in Kampfhandlungen integriert werden, gekämpft wird. Nebst Jackie Chan brillieren in diesen Szenen auch Simon Yuen, der seinen Meister spielt, sowie der koreanische Kicker Hwang Jang-Lee, den ich als Bösewicht immer gerne sehe. Das bekannte Wong Fei-Hung Theme ist mehrmals zu hören.

Wenn ich überhaupt etwas an Drunken Master bemängeln möchte, dann die ansonsten eher unauffällige Musik. Da bot Die Schlange im Schatten des Adlers coolere Musik in den Kampf- und Trainingszenen (oder im Vorspann). Und der Plot ist selbst für diese Art Film ausserordentlich dünn. Hwang Jang-Lee hat eigentlich relativ wenig Screentime und kommt fast nur im letzten Viertel vor. Bis zu dem Zeitpunkt ist eigentlich auch kaum ein wirklicher Handlungstrang ersichtlich. Aber das ist meckern auf hohem Niveau!

Fazit: Zurecht ein Klassiker!

Gefolgt von: Drunken Master II

Infos:

O: Jui Kuen

HK 1978

R: Yuen Woo-Ping

D: Jackie Chan, Hwang Jang-Lee, Simon Yuen Siu-Tin, Dean Shek, Lam Kau, Linda Lin Ying, Chiang Kam, Fung Ging-Man, San Kuai, Tino Wong Cheung

Laufzeit der US-DVD: 111:10 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, Englisch oder Kantonesisch (paar wenige Dialoge sind auch im Canto Track nur auf Englisch) mit englischen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (z.B. England) und in Deutschland auf DVD (als Sie nannten ihn Knochenbrecher).

Dienstag, 10. März 2026

Hitman in the Hand of Buddha

 

Hitman in the Hand of Buddha

Story:

Wong Chin (Hwang Jang-Lee) arbeitet in der Reis-Verarbeitung. Die Konkurrenz versucht, der Firma Schaden zuzufügen. Wong Chin wehrt sich und zieht so den Zorn der Gangster auf sich. Diese setzen einen Kämpfer (Tino Wong Cheung) auf Wong Chin an. Dieser hat jedoch keine Chance. Also taucht der Boss (Eddy Ko) höchstpersönlich auf und schlägt Wong Ching in die Flucht. Der flieht in den Shaolin Tempel und bereitet sich dort auf seine Rache vor…

Meine Meinung (Koreanische Fassung):

Hitman in the Hand of Buddha ist ein Film von und mit Hwang Jang-Lee, je nach Quelle und für seine Fans absolutes Pflichtprogramm. Der Film aus dem Jahr 1981 wirkt eher wie eine Ende der 70er Jahre Produktion à la Die Schlange im Schatten des Adlers. Der Mix aus Klamauk und Kung Fu, die Choreographie erinnern an diese typischen 1979er Kung Fu Komödien.  Es herrschen unterschiedliche Infos, ob der Film eine Produktion aus Hong Kong oder Südkorea ist (mehr dazu unter Fassungen). Wie dem auch sei: der Film ist Old School Kung Fu Fans wärmstens zu empfehlen!

Der Plot ist dünn und minimalistisch. Was überzeugt sind die Hauptrollen, die Anzahl von Kampf- und Trainingsszenen und die Choreographie. Das sind die Stärken des Filmes. Die Kampfszenen und die Choreographie hat Yuen Woo-Ping Vibes. Jedoch waren Corey Yuen (Ninja in the Dragon's Den, Heroes of Shaolin) und Mang Hoi (The Blonde Fury, Encounters of the Spooky Kind 2) dafür zuständig. Besonders die Kampfszene mit den Essstäbchen und der Finalkampf zwischen Hwang Jang-Lee und Eddy Ko waren die Highlights des Filmes. Der Hammer!

In der koreanischen Fassung, welche ich mir zuerst ansah, wurden einige wenige humoristische Szenen mit Kindern und Fan Mei-Sheng als Bettler entfernt. Das ist gut so. Hingegen gibt es in der HK-Fassung mehr Italo-Western Musik zu hören, als in der koreanischen Fassung. Der Eastern, der in Südkorea gedreht wurde, wartet mit Hwang Jang-Lee (The Eagle's Killer, Buddha Killer) in einer Heldenrolle auf. Ich mag ihn i.d.R. mehr als Bösewicht, doch seine Technik und Kampfszenen hier waren absolut klasse, so dass das zu verschmerzen war. Ihm gegenüber steht Eddy Ko (Mountain Warriors, The Thundering Mantis), der als fieser Bösewicht und harter Endgegner zu gefallen weiss. Speziell wenn sie im Finale zuerst mit Stöcken gegeneinander kämpfen, ist Spektakel garantiert.

Fazit: Muss See Titel für Fans von Hwang Jang-Lee!

Infos:

O: Che Diy Saai Yan, 借刀殺人, The Swordsman (Inmuga-in), 인무가인

HK, Südkorea 1981

R: Hwang Jang-Lee, Park Yun-gyo

D: Hwang Jang-Lee, Eddy Ko, Hwang Choon-Soo, Won Jin, Park Hui-Jin, Fan Mei-Sheng, Tino Wong Cheung, To Siu-Ming

Laufzeit der UK-DVD (Koreanische Fassung): 81:25 Min.

Gesehen am: 10.03.26

Fassungen: Mir ist nicht 100% klar, ob es ein HK oder ein südkoreanischer Film oder eine Co-Produktion ist. Laut dem koreanischen Filmarchiv ist es ein südkoreanischer Film, produziert von Dae Yang Films Co. und Regie führte Park Yun-gyo. Der Film wurde auch in Südkorea gedreht. Laut der Hong Kong Movie Database ist es eine HK-Produktion entstanden durch Hwang Jang-Lee, der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch Regie führte und seine Firma Hwang Jang Lee Production Company produzierte den Film. Laut der UK-DVD, die nebst der HK-Fassung (Englisch Dubbed) auch die kürzere koreanische Fassung anbietet (In Koreanisch mit englischen Untertiteln), soll die koreanische Fassung der Director’s Cut sein und soll durch die Hand von Hwang Jang-Lee entstanden bzw. editiert worden sein. Es soll auch seine Originalstimme sein, die im Koreanischen Dub zu hören ist. Daher sah ich mir zuerst die koreanische Fassung an. Die liegt in Vollbild vor. Die Bild- und Tonqualität sind (für meinen Geschmack) noch immer gut. Die HK-Fassung sah mich mir als China VHS von Pacific an. Der Film liegt statt im chinesischen O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit englischen & chinesischen Subs vor. Es handelt sich um eine Kopie der HK-VHS von Wild West Video (einem Ocean Shores Ableger). Die deutschen Hauptfassungen (Titel: Im Auge des Taifun) sind zensiert aber in Widescreen. Als Bonus haben einige deutsche Anbieter auch die Uncut Fassung in Englisch auf die Disc gepackt (Vollbild = wohl auch eine Ocean Shores Kopie). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2026). Die Koreanische Fassung läuft 81:25 Min. Die HK-Fassung 89:30 Min. Grössere Unterschiede fielen mir, speziell in den Kampfszenen, nicht auf. Ggf. fehlt im Korea-Cut die angedeutete Rape-Szene und einige lustige Szenen fehlen dort, was die koreanische Fassung kurzweiliger werden lässt. Dafür nahm ich in der HK-Version mehr Italo Western Musik wahr. Mit der Korea-Fassung via UK-DVD bin ich jedoch bestens bedient.


Mittwoch, 10. Dezember 2025

Boss Review

Boss

Story:

Eun (Jo Yang-eun) steigt vom einfachen Gangster zum mächtigen Gangsterboss auf. Zwischen diversen Gangster-Familien und Clans herrscht Krieg. Aber auch in den eigenen Reihen kann sich Eun nie sicher sein, verraten zu werden. Es kommt, wie es kommen muss, und Eun wird verraten, verhaftet und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt…

Meine Meinung:

Boss ist ein Mitte der 90er Jahre Gangster-Film aus Südkorea. Solche Filme sollten später vermehrt, auch international, Gefallen finden (davon ist City of Violence noch immer mein Favorit). Gut möglich, dass der Film vom Ende der 80er Jahre/Anfang der 90er Jahre HK-Action- und Gangsterfilm inspiriert wurde (Aufstieg und Fall eines Gangsters). Zudem erinnert die eine Autoverfolgungsjagd von Einstellungen her sehr ans John Woos Bullet in the Head (das Finale). Auf der anderen Seite soll die Geschichte und die Figuren von Boss auf einer wahren Geschichte basieren.

Boss ist solide. Es wird, vor allem am Anfang und Mittelteil, kaum langweilig. Es gibt typischer Gangster- und Gruppenactionszenen zu sehen. Vor allem Gruppenkämpfe, in denen gekickt, mit Fäusten oder Waffen (Baseballschlägern) gekämpft wird. Das ist alles solide, aber für heutige Verhältnisse unspektakulär anzusehen. Zudem relativ harmlos. Solche Gruppenkämpfe sollten das spätere südkoreanische Kino dominieren. Da war es gut, einen Kicker wie Hwang Jang-Lee im Film zu haben. Er spielt zwar nicht die Titelfigur, aber dennoch eine grosse Nebenrolle.

Hwang Jang-Lee (The Eagle's Killer, Shaolin: The Blood Mission, Iron Angels, The Uninvited Guest of the Star Ferry, Kid from Kwangtung, Buddha Killer) wurde vor allem im Kino aus Hong Kong zum internationalen Star und geniesst auch heute bei den Kung Fu Film-Fans, völlig zurecht, Kultstatus. Der restliche Cast kann, zumindest international (und was ich in Filmdatenbanken sehe), nicht mit Hwang Jang-Lee mithalten. Der Cast agiert im Grossen und Ganzen solide. Die dramatischen Enden im letzten Viertel wollen aber wenig beim Zuschauer bewirken und wirkten langweilig. Allgemein verlor ich das Interesse, als sich der Plot ins Gefängnis verlagert hatte und gegen Ende musste ich gegen das Einschlafen kämpfen.

Fazit: Nichts für meine Sammlung!

Infos:

O: 보스

Südkorea 1996

R: Yu Yeong-jin

D: Jo Yang-eun, Kim So-yeon, Park Keun-hyong, Hwang Jang-Lee, Kim Soo-mi, Kim Hyeong-il

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 105:31 Min.

Gesehen am: 27.10.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Daewoo vor = Wahrscheinlich Uncut, Koreanischer Originalton, keine Subs, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025).

Dienstag, 29. April 2025

Ninja Terminator

Ninja Terminator

Story:

Jaguar Wong (Im Ja-Ho) sucht im Auftrag seines Ninja-Chefs Harry (Richard Harrison) nach der Statue Golden Ninja Warrior. Doch auch diverse Bösewichte (Chiang Tao, Jonathan Watts, Hwang Jang-Lee) haben es darauf abgesehen…

Meine Meinung:

Wie ich in der Besprechung zu The Uninvited Guest of the Star Ferry bereits erwähnte, bin ich kein allzu grosser Fan dieser Cut-and-paste-Filme von Godfrey Ho (Robo Vampire, The Blazing Ninja, Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil). Godfrey Ho hat zusammen mit Richard Harrison (Boxer Rebellion, Challenge of the Tiger, Achtung! The Desert Tigers) unzählige Ninja-Filme realisiert. Ich kenne bisher nur zwei Zusammenarbeiten zwischen Richard Harrison und Godfrey Ho: Das Schlangenmonster (fand ich cool) und Cobra Against Ninja (kann ich mich an nichts mehr erinnern).

Was Ninja Terminator angeht, finde ich den Originalfilm (The Uninvited Guest of the Star Ferry) besser. Dennoch ist Ninja Terminator, halt auch gerade wegen den vielen Szenen aus dem Original, sehenswert. Ich denke, zu 80% kommen alle Action- bzw. Kampfszenen mit Im Ja-Ho (Secret Ninja Roaring Tiger) und Hwang Jang-Lee (Buddha Killer, Two Fists Against the Law, Lackey and the Lady Tiger) vor. Und das neue Master lässt diese Kampfszenen in neuem Licht erstrahlen. Und daher ist Ninja Terminator sehr unterhaltsam und actionreich, da praktisch nur Actionszene an Actionszene gereiht wird.

Die neuen Szenen mit Phillip Ko (der nur kurz einmal am Telefon zu sehen ist), den Ninjas und Schnauzer Richard Harrison wirken in der Tat unpassend zum Rest des Filmes. Zwar wurde durch die neuen Szenen und abweichende Dialoge (im Vergleich zum Originalfilm) versucht, einen Plot zu kreieren, der ist aber schon relativ hohl und hölzern. Ich bin kein allzu grosser Fan dieser Flickwerke von Godfrey Ho und den Kultstatus kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Sofern aber auch der Originalfilm im Set enthalten ist, sollen mir weitere Releases nur Recht sein. Und eins kann ich Ninja Terminator in der Tat nicht absprechen: langweilig war das Ganze definitiv nicht!

Fazit: Dank der vielen Kampfszenen mit Im Ja-Ho aus dem ursprünglichen Originalfilm sehenswert!

Infos:

O: Ninja Terminator

HK 1985

R: Godfrey Ho

D: Im Ja-Ho, Richard Harrison, Hwang Jang-Lee, Jonathan Wattis, Maria Francesca, Philip Ko, Chiang Tao

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 09.02.25

Fassungen: Mir lag die auf 2500 Stück limitierte US-Blu-Ray von Neon Eagle vor = nebst Ninja Terminator befindet sich auch der Originalfilm (The Uninvited Guest of the Star Ferry) im Set und ein sehr informatives Booklet zum Film und der IFD. Die Bild- und Tonqualität ist exzellent (4K Restauration). Der Film liegt im O-Ton Englisch vor. Es gibt englische Subs. Die Extras waren amüsant und informativ, vor allem das Interview mit Godfrey Ho (ca. 16 Min.) und das Feature über das Dubbing (ca. 17 Minuten). Danach gibt es noch ein Feature über den damaligen Ninja Kult (ca. 19 Min.). Das war ok, aber weniger amüsant wie die anderen Extras. Die IFD-Fassung bietet mind. zwei (unerotische) Sexszenen, die in der Originalversion fehlen. In Deutschland von diversen Anbietern Uncut auf DVD zu haben (Deutscher Ton & Widescreen).

Freitag, 18. April 2025

Secret Ninja Roaring Tiger


Secret Ninja Roaring Tiger

Story:

Tiger So (Hwang Jang-Lee) und seine Ninja-Sekte entführen Susan (Yeo Yeong-Rim). Dessen Schwester (Seo Jeong-Ah), Chun Lo (Dragon Lee) und ein Wanderer (Im Ja-Ho) machen es sich zum Ziel, Tiger So das Handwerk zu legen und Susan zu retten…

Meine Meinung (Godfrey Ho Version):

Secret Ninja Roaring Tiger hat mir sehr gut gefallen. Der Film war deutlich besser als erwartet. Es handelt sich ursprünglich um einen Film aus Südkorea. Regie führte Kim Shi-hyeon (Devil Spider, Kung Fu Fever). Ich sah davon nur die ggf. veränderte, angepasste und neu synchronisierte Fassung von Godfrey Ho (Lethal Panther, Angel Enforcers, Angel’s Mission). Trotz englischem Dub mochte ich den Film. Von Kim Shi-hyeon dürfte mir, wenn ich nicht irre, noch Dragon, the Young Master ungesehen vorliegen.

Der dünne Plot hat dabei an den taiwanesischen Film Ninja vs. Shaolin Guards mit Alexander Lo Rei erinnert. Auch dort zog eine Gruppe von drei Kämpfern durch diverse Settings und musste sich immer wieder gegen diverse Gegner zur Wehr setzen. So auch hier. Seo Jeong-Ah, Bruceploitation Star Dragon Lee (in einer Szene im Finale imitiert er das grosse Vorbild tatsächlich) und The Uninvited Guest of the Star Ferry Star Im Ja-Ho machen sich auf den Weg, Bösewicht Hwang Jang-Lee, der Angst vor Brüsten hat (erinnerte etwas an die Szene aus Duel to the Death, wenn ein Priester von einer nackten Frau angegriffen wird), das Handwerk zu legen.

Ein wirklich dünner aber einfacher Plot. Perfekt zum Folgen. Und langweilig wird es praktisch nie, da viele Kampfszenen. Die Action, die Kämpfe und die Choreographie rocken und waren besser als erwartet. Mit Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!), Hwang Jang-Lee (Hard Bastard, Iron Angels) und Im Ja-Ho (The Postman Fights Back) sind auch Könner und Kicker ihres Fachs dabei. Auch der einzige (kämpfende) weibliche Star in der Runde, Seo Jeong-Ah (The Dragon's Snake Fist) überzeugt in den Kampfszenen. So sind die rasanten Kampfszenen sehr geniessbar und befriedigend. Die Musik wurde aus westlichen Filmen (Italo-Western und James Bond) gestohlen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Film Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Injamunsalsu

Südkorea, HK 1982

R: Godfrey Ho, Kim Shi-hyeon

D: Hwang Jang-Lee, Yeo Yeong-Rim, Seo Jeong-Ah, Dragon Lee, Im Ja-Ho

Laufzeit der holländischen VHS: 81:23 Min.

Gesehen am: 09.02.2025 / 2. Sichtung (deutsche DVD): 26.02.26

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von Eagle 6 / Phoenix Home Video vor = Wahrscheinlich Uncut (die ggf. veränderte und Englisch synchronisierte Fassung von Godfrey Ho, nicht die koreanische Originalfassung), Englischer Dub (mässig), solide Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es in Deutschland unter dem Titel Die Vollstrecker der Ninja Uncut auf DVD. Die Godfrey Ho-Variante in Deutsch oder Englisch. Da werde ich wohl ein Upgrade tätigen und die VHS aus Holland verkaufen. Unter dem koreanischen Titel habe ich in Südkorea nur Poster, aber keine VHS gefunden. Nachtrag Feb. 2026: Für eine 2. Sichtung lag mir die deutsche DVD von Schröder Media vor = Widescreen, solide Bildqualität (Ausnahme 1-2 wenige Nachtszenen, die zu dunkel wirken), Uncut, Deutsche Sprachfassung (Englisch wäre auch auf der Disc), Wendecover. Der Film kommt in Deutsch deutlich besser als in Englisch. Der Film hat die 2. Sichtung locker bestanden. Hat fast Kracher Qualitäten, da viele tolle Kampfszenen, die einfach rocken und toll anzusehen sind. Dazu starker Cast. 

Donnerstag, 20. Februar 2025

The 36 Deadly Styles

The 36 Deadly Styles

Story:

Bösewichte (Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee) terrorisieren die Gegend. Eine Gruppe von Helden (Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung) stellt sich ihnen entgegen…

Meine Meinung:

The 36 Deadly Styles ist der bisher schwächste Beitrag in EUREKA!s Box-Set "Cinematic Vengeance!", den ich sah. Da waren The Shaolin Kids und vor allem 7 Grandmasters deutlich besser. Auch allgemein und abgesehen von der Eureka Box stellt The 36 Deadly Styles wohl einen der schwächeren Filme von Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) dar. Der Grund ist der massiv komplizierte und unzusammenhängende Plot. Der Film bietet quasi zwei Plots und ob die zusammen überhaupt eine Rolle spielen, kann ich nicht Mal sagen. Man könnte das Gefühl bekommen, dass hier aus zwei Filmen ein Film gebastelt wurde.

Der Humor und Klamauk sind mühsam wie auch das Overacting einiger Figuren wie. Chan Lau, der zu Beginn des Films den späteren Helden Nick Cheung und seinen Onkel durch die Wälder jagt, bevor sie Zuflucht in einem Shaolin-Tempel finden, nervt in diesen Szenen. Später kommen ultrabillige und lächerliche Perücken dazu. Die Haarpracht von Lau Kwok-Shing und Bösewicht Hwang Jang-Lee (The Uninvited Guest of the Star Ferry), der praktisch nur gegen Ende vorkommt, sind schlimm. Noch viel schlimmer und absolut lächerlich hat es jedoch Bolo Yeung (Bolo) erwischt. Das Ding muss ihn auch bei den Kampfszenen im Sehen beeinträchtigt haben…

Die Kampfszenen sind dabei solide und werden später, wenn sich auch eine Art Haupt-Geschichte bildet, besser und besser. Auch das ist im Old School Kung Fu Genre nichts Neues. Aber so schlecht oder belanglos wie hier, wurde es selten umgesetzt. Die besten Trainings- und Kampfszenen kommen im letzten Viertel vor, wenn Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Nick Cheung, Mädel Jeannie Chang und Shaw Brothers Star Fan Mei-Sheng (Mysterious Footworks of Kung Fu) mehr und mehr in den Vordergrund geraten. Der Ton des Filmes wird auch ernster und der Finalkampf und das Ende von Hwang Jang-Lee ist dann sogar überraschend blutig geraten.

Fazit: Nur für Freaks von Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen! Alle anderen schauen besser Drunken Master und Co.

Infos:

O: Mi Quan San Shi Liu Zhao

HK 1979

R: Joseph Kuo

D: Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung, Yeung Chak-Lam, Chan Lau, Jack Long Shi-Chia

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 92:17 Min.

Gesehen am: Okt. 2009 / Neusichtung am: 13.12.24

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von EUREKA! Via "Cinematic Vengeance!" Box vor. In dieser sind mehrere Filme von Joseph Kuo enthalten plus Karten, Booklet etc. Zu The 36 Deadly Styles: Uncut, O-Ton mit englischen Subs, Audiokommentar als Bonus, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland ist der Film Uncut und in Deutsch auf DVD raus. Von diversen Anbietern. Ohne O-Ton. Titel: Die Acht tödlichen Schläge.

Samstag, 8. Februar 2025

The Uninvited Guest of the Star Ferry

The Uninvited Guest of the Star Ferry

Story:

Hong Kong: koreanische Immigranten und Restaurant-Besitzer werden bedroht, erpresst und z.T. getötet. Im Ja-ho taucht vor Ort auf und verliebt sich in die Schwester (Flora Seo Jeong-ah) eines getöteten Restaurantbesitzers. Er verspricht ihr, den Mord aufzuklären. Derweil schickt die Gangster Organisation (u.a. Hwang Jang-Lee) weitere Männer los, doch Im Ja-ho kämpft gegen sie an…

Meine Meinung:

Dieser unbekannte Film aus Südkorea, ein Mix aus Action- und Gangsterfilm, erinnert minim an den Bruce Lee Streifen Way of the Dragon. Nur dank Godfrey Ho (Lethal Panther, Blazing Ninja, Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil) und der Tatsache, dass dieser für seinen späteren Richard Harrison Film Ninja Terminator Szenen aus The Uninvited Guest of the Star Ferry verwendete, verdankt es die Mitte der 80er Jahre Produktion, auch westlichen Fans bekannt gemacht worden zu sein.

Ansonsten wäre der Film wohl in der Versenkung verschwunden und hätte nie die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wie sie durch den Release der Neon Eagle entstanden ist. Ich bin ehrlich. Ich bin kein grosser Fan dieser Ninja Richard Harrison Godfrey Ho Flickwerke. Muss ich zugeben. Ich kenne auch kaum welche, aber sie interessieren mich nicht. Ich weiss jedoch, dass die Filme eine riesengrosse Fan- und Kultgemeinde haben. Ich kaufte mir dieses Set nur aufgrund The Uninvited Guest of the Star Ferry und dem Wissen, dass Hwang Jang-Lee (Buddha Killer, Game of Death II, Snake in the Eagle’s Shadow) mitspielt.

Ich habe dennoch nicht allzu viel vom Film erwartet und muss sagen, dass ich positiv überrascht wurde. Der Plot ist dünn und nur Mittel zum Zweck. Hat mich nicht gestört. Diese Art Film schaue ich nicht aufgrund einer intelligenten oder anspruchsvollen Story. Die Dialoge waren auch etwas hölzern, aber auch egal. Hier und da gibt es James Bond Vibes und/oder unfreiwillig komische Momente (was soll die blonde Perücke von Hwang Jang-Lee?). Der Film wartet mit viel Action auf. Mit sehenswerter Action. Die Kämpfe sind gut choreographiert und es wird gekickt was das Zeug hält. Dazu wirkt der Film fast wie ein Touristenvideo (Sightseeing). Die Settings, in denen gekämpft wird, sind schick anzusehen.

Hwang Jang-Lee kämpft nur im Finale. Er hält sich zuvor im Hintergrund und auch sein Gesicht (und die blonde Perücke) sind bis am Ende nie wirklich zu sehen. Er ist jedoch nicht der Hauptboss des Gangster-Organisation, sondern so was wie dessen rechte Hand und/oder die Stellvertretung. Das wird dann erst im Finale richtig deutlich, als Hwang Jang-Lee den Boss tötet, um selbst zum Oberhaupt aufzusteigen. Die Love-Story nimmt wenig Platz ein und stört nicht. 

An wem ich sehr Freude hatte war unser Held gespielt von Im Ja-ho. So heisst er laut der US-Blu-Ray. Ansonsten finden sich viele unterschiedliche Namen für den Darsteller: Im Jaho aka 임봉기 Im Bonggi. Er macht in den Kampfszenen eine starke Figur und kann definitiv auch kicken. Zudem ist er einfach eine coole Socke. Vom Aussehen und seiner Coolness her hat er mich an City of Violence Star Jung Doo-hong erinnert. Anhand eines US-Forums konnte ich Im Ja-ho verifizieren. Er spielte auch in wenigen HK-Filmen mit, z.B. in The Postman Strikes Back, in welchem er sich einen sehenswerten Kampf gegen Chow Yun-Fat liefert. Ungesehen liegt mir noch Secret Ninja, Roaring Tiger vor, in dem er auch mitwirken soll.

Fazit: Hat Spass gemacht!

Infos:

O: Stafferyui bulcheonggaek

Südkorea 1984

R: Shi-hyeon Kim

D: Im Ja-ho, Hwang Jang-Lee, Flora Seo Jeong-ah, Yoon Yang-ha

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 06.12.24

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Neon Eagle vor = Koreanische Originalfassung (laut Info vom Label in Gewalt und Sex/Nacktszenen zensiert) in Koreanisch mit englischen Subs. Es handelt sich um einen schicken und charmanten 16mm Print. Zensurschnitte sind mir nicht aufgefallen, aber Sex- und Nacktszenen gab es keine zu sehen. Szenen aus dem Film wurden später für Ninja Terminator verwendet, der im Set nebst Booklet auch enthalten ist. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Samstag, 14. Dezember 2024

Challenge of the Tiger

 

Challenge of the Tiger

Story:

Ein Gangster-Boss (Tito Garcia) lässt zwei Wissenschaftler töten, um eine Formel zu stehlen. Die Menschheit ist in Gefahr. Die zwei Agenten Huang (Bruce Le) und Richard (Richard Harrison) nehmen den Kampf gegen die Gangster (u.a. Hwang Jang-Lee) auf…

Meine Meinung:

Challenge of the Tiger ist ein schmuddeliger Bruceploitation-Streifen von und mit Bruce Le (Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache, Fire on the Great Wall, The Mad Cold-Blooded Murder). Eine 80er Jahre Produktion gedreht in Hong Kong, Macau und Spanien. Und mit dabei: Schnauzer Richard Harrison (Der Tollwütige, Achtung! The Desert Tigers, Boxer Rebellion), der zumindest laut einigen Quellen nebst Luigi Batzella als Regisseur gelistet wird. Dazu konnte ich jedoch keine weiteren Infos in Erfahrung bringen sprich ich kann die Info weder verifizieren noch dementieren.

Der Film ist sleazig und schmuddelig. Quasi eine Art Soft-Sex-Variante eines James Bond Plots. Während Bruce Le für die Action in Sachen Kampfszenen zuständig ist, ist Richard Harrison für die Action in Sachen Hose, Frauen und Bettgeschichten zuständig. Schon nur das Intro in den Film à la Flodder - Eine Familie zum Knutschen, mit nackten Tennisspielerinnen, ist einfach herrlich bekloppt und amüsant zugleich. Und dann noch in Slow-Mo. Da weiss man(n) gar nicht, welchen Bällen Aufmerksamkeit geschenkt werden soll…

Die 1. Hälfte des Filmes ist sicher jene mit mehr Sexanteilen. Dennoch wird hier und da geschossen und gekämpft. Vor allem seitens Bruce Le. In Spanien darf er auch einen Stier bekämpfen und dessen Schädel zertrümmern (inklusive Röntgen-Bild-Aufnahme à la Bruce Lee-Filme). Toll. Richard Harrison ist einfach Richard Harrison. Wirkt fast wie eine Soft-Sex Parodie auf James Bond. Und es gibt etliche Gweilos. Vor allem Frauen. Was Frauen angehen, war Pei Ju-Hua (V. I. P., The Handcuff, Ghosts Galore, Ghost Festival) am bekanntesten.

Bolo Yeung (The Kung Fu Cook, Deadly Chase for Justice) spielt nur eine Nebenrolle, während der koreanische Super-Kicker Hwang Jang-Lee (Ninja in the Dragon's Den, The Eagle's Killer, Buddha Killer) den Endgegner und Bösewicht spielt (natürlich). Er bekommt ab der 2. Filmhälfte, in der Schmuddel, Nackt- und Sexszenen zugunsten von Kampfszenen zurückgeschraubt werden, mehr und mehr Szenen und liefert sich, wenig überraschend, mit Bruce Le auch die besten Kampfszenen im ganzen Film. Durch die wechselhaften und exotischen Settings und den amüsanten Füllszenen, wird es nie langweilig und der Film weiss perfekt zu unterhalten!

Fazit: Für Trash-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Mie jue qi qi

HK 1980

R: Bruce Le, Luigi Batzella (Je nach Quelle), Richard Harrison (Je Nach Quelle)

D: Bruce Le, Richard Harrison, Nadiuska, Brad Harris, Jane Seymour, Hwang Jang-Lee, Pei Ju-Hua, Bolo Yeung, Tito Garcia, Sharon Shira

Laufzeit der VCD aus China: Disc A (54:55 Min.) / Disc B (27:50 Min.)

Gesehen am: 07.11.24

Fassungen: Ich sah den Film als VCD-Fassung aus China. Dort liegt der Film, was interessant ist, in Kantonesisch, in Vollbild und Uncut vor. Laut imdb sei O-Ton Mandarin. Ich kann dies weder verifizieren noch bestätigen. Dort steht z.B. auch, dass Luigi Batzella und Richard Harrison Regie führten, was in anderen Datenbanken nicht der Fall ist. In der The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1 von Severin Films ist der Film als US-Blu-Ray enthalten. Uncut, Widescreen, hervorragende Bild- und Tonqualität aber nur Englisch Dubbed. Ich denke, einen richtigen O-Ton gibt es sowieso nicht, da westliche und asiatische Darsteller gemeinsam vor der Kamera. Aber statt einen Englischen Dub wollte ich den Film zuerst in Kantonesisch schauen und nahm dafür auch Vollbild und eine viel schlechtere Bildqualität in Kauf. In Deutschland auf DVD zu haben (Titel: Spezialkommando Feuervogel). Untenstehend gibt es noch einen Bildvergleich zwischen der VCD und der Blu-Ray. 








Dienstag, 20. August 2024

Ninja in the Dragon's Den


Ninja in the Dragon's Den

Story:

Shadow Ninja (Sanada Hiroyuki) sucht in China nach einem Verräter, dessen sein Vater zum Opfer gefallen ist. Dieser ist der «Onkel» von Jay (Conan Lee). Jay kann es nicht zulassen, dass sein Onkel getötet wird und stellt sich Shadow Ninja in den Weg. Zudem plant ein Meister (Hwang Jang-Lee), dessen Schüler von Jay öffentlich blossgestellt wurde, seine Rache…

Meine Meinung:

Ninja in the Dragon's Den wurde zu Ehren von Corey Yuen (Sturmstaffel der Hölle, She Shoots Straight) angesehen, dessen Tod erst vor paar Tagen offiziell verkündet wurde. Einer der «Brüder» von u.a. Yuen Wah (To Kill a Mastermind, Police Story 3 Super Cop), Yuen Tak (Iron Angels II, My Young Auntie), Sammo Hung (Twilight of the Warriors: Walled In, The Dead and the Deadly), Jackie Chan (The Protector, First Strike) oder Yuen Biao (Tough Beauty and the Sloppy Slop, On the Run). Ninja in the Dragon's Den war sein Regie-Debüt.

Danach war Corey Yuen im HK-Kino ein gefragter Mann als Regisseur (Police Assassins), Darsteller (In the Blood) oder Choreograph (The Bodyguard from Beijing). Zudem brachte ihn sein Erfolg auch ins Ausland (Kiss of the Dragon, Lethal Weapon 4). Ninja in the Dragon's Den, für welchen er auch am Drehbuch mitwirkte, wurde vom legendären Seasonal Film Gründer Ng See-Yuen (The Good and the Bad, The Butterfly Murders) produziert.  Der Film war ein voller Erfolg an den Kinokassen. Zwar waren einige humoristische Parts zwischen Conan Lee und Tai Bo etwas zu viel des Guten, aber der Film fängt sich schnell wieder.

Abgesehen von Filmen wie Heroes of the East oder Five Element Ninjas darf Ninja in the Dragon's Den als einer der besten 80er Jahre HK-Filme gelten, der chinesische und japanische Kampfkünste in einer Produktion verewigt. Daher war es ein kluger Schachzug, mit Sanada Hiroyuki (Royal Warriors, Message from Space), Kaname Tsushima und Tanaka Hiroshi (Sword of Doom, Return of the Street Fighter) auch drei Japaner an Bord zu holen. Aus Südkorea durfte Hwang Jang-Lee (Game of Death II, Phantom Thief) als Bösewicht ran. Er taucht jedoch wirklich nur im Finale auf. Tai Bo (Two Toothless Tigers, Sea Wolves) taucht mit der Zeit ab, um im Finale nochmals etwas Klamauk zu verbreiten.

Der fetzige Titelsong und das Intro in den Film sind einfach cool. Auch die Kampfszenen. Im ¼ sind, wie ich bereits erwähnte, einige humoristische Szenen zu überstehen. Danach wird der Film immer besser, die Anzahl Kämpfe nehmen mehr und mehr zu und auch dessen Qualität wird besser und besser. Daher ist es nicht übertrieben zu sagen, dass Corey Yuen, der nebst Mang Hoi (Little Super Man, Legacy of Rage) auch für die Kampfszenen und deren Inszenierung zuständig war, hier einige seiner besten Arbeiten überhaupt auf die Leinwand gezaubert hat. Grosse Kunst. Spektakel garantiert! Besonders die Fights zwischen Conan Lee (Aces Go Places V, The Cyprus Tigers), der hier wie Jackie Chan aussieht, und Sanada Hiroyuki sind grosse Klasse!

Fazit: Klassiker und einer der besten Filme von Corey Yuen!

Infos:

O: Lung Ji Yan Che

HK 1982

R: Corey Yuen

D: Sanada Hiroyuki, Conan Lee, Hwang Jang-Lee, Kaname Tsushima, Tanaka Hiroshi, Tai Bo, Chin Lung, Tien Feng

Laufzeit der UK-DVD: 96:12 Min.

Gesehen am: Juli 2007 / Neusichtung am: 13.08.24 / Sichtung der deutschen Blu: 27.12.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs runden die Disc ab. Leider ist meine DVD fehlerhaft und spielt die letzten 20 Minuten nicht mehr ab. Diese habe ich dann via YouTube in Kantonesisch ohne Subs zu Ende gesehen. Als Extras gibt es geschnittene Szenen, einen Audiokommentar und Interviews. Die deutsche Blu-Ray von Shamrock Media ist Uncut, hat nebst Deutschem Ton auch den O-Ton mit Untertiteln zu bieten und nebst japanischer Alternativfassung soll sich als Easter Egg auch die koreanische Fassung von Nam Ki-nam auf der Disc befinden. Nachtrag Dez. 2025: Nachdem ich meine UK-DVD entsorgen musste (spielte die letzten 20 Min. nicht mehr ab), sah ich mir den Seasonal Film-Klassiker nun erstmals in Deutsch an. Und der Film, der in Deutschland Ninja Kommando heisst, macht mit der Synchro schon auch mächtig viel Spass! O-Ton und Subs wären auch an Bord wie auch die jap. Langfassung. Die Bildqualität der Disc ist sehr gut. Es gibt ein Wendecover. Henry Sanada und Conan Lee liefern gut ab, Tai Bo bringt viel Humor in den Film und Hwang Jang-Lee überzeugt im Finale (kommt nur dann vor). 

Sonntag, 28. Juli 2024

The Eagle's Killer

The Eagle's Killer

Story:

Ein junger Kämpfer und Student (John Cheung Ng-Long) wird von seinem Meister (Hwang Jang-Lee) verraten und in die Sklaverei verkauft. Dieser kann er entkommen. Er findet einen neuen Meister (Fan Mei-Sheng), den ihn ausbildet. Sein Ziel: Rache an seinem früheren Meister!

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Die Schlange im Schatten des Adlers wurden unzählige Nachahmer gedreht. So einer stellt auch diese Hong Kong Produktion aus dem Jahr 1979 dar. Aus dem Originalfilm von Jackie Chan ist sogar Hwang Jang-Lee (Game of Death II), natürlich als Bösewicht, mit von der Partie. Als «Jackie Chan» fungiert John Cheung Ng-Long (Tiger Cage 3) und für platten Humor sorgen Chiang Kam (Two Fists Against the Law) und Cheng Kang-Yeh (The Duel), wobei letzterer eine Art «Dean Shek»-Rolle einnimmt.

Als Meister ist einmal mehr Fan Mei-Sheng (Story of Ricky) zu sehen. Diese Rolle spielte er öfters, z.B. nach dem Ableben von Simon Yuen in Magnificent Butcher als Meister von Sammo Hung. Der Plot von The Eagle's Killer ist nur Mittel zum Zweck. Die Idee mit dem Verkauf als Sklave hatte jedoch etwas Neues (ggf. Idee von Wong Jing, der sich am Drehbuch beteiligt hat). Ansonsten bleibt alles beim Alten: Klamauk, Trainingsszenen, Rache. Der üblich Old School Kung Fu Plot also. Der Vorspann war toll: John Cheung und Hwang Jang-Lee demonstrieren ihre Skills vor rotem Hintergrund und die dazu gespielte Musik gefällt. Der Track kommt auch im späteren Verlauf des Filmes immer wieder vor.

Innovativ ist, dass Hwang Jang-Lee im Vorspann seine Kampffähigkeiten an einem Skelett demonstriert. Dies wird auch ins Finale integriert, als Hwang Jang-Lee gegen Fan Mei-Sheng kämpft. Die Trainings- und Kampfszenen sind allgemein gut und solide, aber ihnen fehlt das «gewisse Extra» und es gab (in anderen Filmen dieser Art) spektakulärere, härtere und längere Finalkämpfe als in The Eagle's Killer gezeigt. So gesehen könnten das die Beteiligten sicher besser, aber dennoch kann der Film gefallen und ist Old School Kung Fu Fans zu empfehlen. Vor allem Fans von Hwang Jang-Lee.

Infos:

O: Baai Co Si Fu Kau Co Tau

HK 1979

R: Chang Chi

D: Hwang Jang-Lee, John Cheung Ng-Long, Cheng Kang-Yeh, Fan Mei-Sheng, Chin Pei-Ling, Chiang Kam

Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc: 50:27 Min. / 2. Disc: 31:52 Min.

Gesehen am: 18.05.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Uncut, O-Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität, Vollbild. Die US-DVD ist in Vollbild und nur Englisch Dubbed. Die deutsche DVD ist in Widescreen. Kopie des deutschen VHS. Ohne O-Ton und zensiert (71 Min. gegen 90 Min.). In Deutschland als Die tödlichen Schwingen des Adlers erschienen. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir nicht bekannt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Mai 2024).

Freitag, 29. März 2024

Ghosts Galore




Ghosts Galore

Story:

Zwei Freunde (Chin Siu-Ho, Chiang Kam) und dessen Onkel (Lo Lieh) bekämpfen zuerst eine Geisterfrau (Pei Ju-Hua) ehe sie es später mit Japanern (Lung Tien-Hsiang, Hwang Jang-Lee) zu tun bekommen. 

Meine Meinung:

Ghosts Galore ist zwar kein Kracher, aber dennoch ein nicht uninteressanter, sehenswerter und wilder Genre-Mix der Shaw Brothers, paar Jahre bevor sie ihre Kino-Produktionen definitiv einstellen sollten. Ich sah den Film bisher nur als Bootleg, was sich mit dieser 2. Sichtung nun geändert hat. Die 1. Sichtung ist ganze neun Jahre her und ich wusste nichts mehr über den Film.

Ghosts Galore stammt von Hsu Hsia (Crystal Hunt), der sich in seiner Zeit bei den Shaw Brothers auch mit Filmen wie I Will Finally Knock You Down, Dad!, Fast Fingers oder Lion Vs Lion als Regisseur versuchte. Ansonsten war er für Kampfszenen zuständig (The Ring of Death, The Master) oder als Darsteller in Filmen zu sehen (Shaolin Hand Lock, Deadly Angels), wobei er meist nur Gastauftritte ohne grössere Relevanz spielte.

Die bekanntesten Namen der Produktion stellen Lo Lieh (The Thundering Sword, Black Belt Karate) als Held und Hwang Jang-Lee (Game of Death II, Shaolin: The Blood Mission) als Bösewicht dar. Ich mag Hwang Jang-Lee als Bösewicht und beide spielen Magier. Lo Lieh spielt die Hauptrolle, während Hwang Jang-Lee erst ab dem Mittelteil und vor allem im Finale auftaucht. Er spielt einen bösen Japaner. Beide sind diesmal weniger in klassischen Kampf-Szenen zu sehen, sondern agieren mit ihrer Magie.

In Sachen Kampfszenen sind Yeung Ching-Ching (als gute Japanerin Junko), das damalige Shaw Brothers Greenhorn Chin Siu-Ho (The Seventh Curse, Mr. Vampire) und Fettsack Chiang Kam zu sehen. Das letzterer, der in unzähligen Old School Kung Fu Filmen, besonders in Produktionen aus Taiwan, auch in einem Shaw Brothers Film mitspielte, hat mich überrascht. Ihn sah man in Filmen wie Lackey and the Lady Tiger, Two Fists Against the Law, Snake in the Eagle’s Shadow oder Shaolin Wooden Men. Oft spielte er nur Nebenrollen.

Der Film vereint folgende Genres: Kung Fu, Slapstick/Klamauk/Komödie, Sword-Play- und Ghost-Film inklusive Priester, die ihre Magie walten lassen und die üblichen Klischees der bösen Japaner. Der Film wirkt zunächst episodenhaft und der Klamauk war auch weniger mein Fall. Ich bin definitiv kein Fan von Chiang Kam. Greenhorns werden zudem Mühe haben, mit den übernatürlichen Elementen des Filmes. Der Film beginnt bereits damit: Lo Lieh spielt eine Art Gottheit, lässt Chin Siu-Ho und Chiang Kam «erschaffen».

Später findet Lo Lieh diese auf der Erde. Chin Siu-Ho und Chiang Kam kennen sich nicht und freunden sich durch Zufall an. Lo Lieh kommt ihnen schnell auf die Schliche. Am Ende kämpft das Gute gegen das Böse und sogar ein Peach-Boy kommt vor. Aus der Folklore im Kino der Asiaten gern gesehen, wenn ich dabei an Filme wie Child of Peach 1, 2 + 3, The Magic Sword of Watari, Princess from the Moon oder Na Jan - Il Piccolo Titano denke. Mit anderen Worten: viel innovative, abgefahrene Fantasy! Der Mix aus Magie und Kung Fu im Finale ist definitiv sehenswert und entschädigt für die ein oder andere lahme Szene oder platten Humor, der zuvor zu sehen war.

Fazit: Für Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Moon Tin San Bat

HK 1983

R: Hsu Hsia

D: Lo Lieh, Chin Siu-Ho, Chiang Kam, Pei Ju-Hua, Lung Tien-Hsiang, Hwang Jang-Lee, Yeung Ching-Ching

Laufzeit der ZiiEalge Fassung: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Dez. 2015 / Neusichtung am: 02.02.24 / Sichtung der US-Blu: 20.12.25

Fassungen: Gesehen via ZiiEagle-Box = O-Ton, englische Subs, Uncut (Nachtrag: leicht in Nacktszenen zensiert = Close Up der nackten Brüste), gute Bild- und Tonqualität, Widescreen. Der Film wurde restauriert von Celestial nicht veröffentlicht d.h. es gibt weder eine VCD noch eine DVD noch eine Blu-Ray (Stand: Feb. 2024). Lediglich auf ältere Medien hatte es der Film geschafft. Ocean Shores haben dem Film eine HK VHS und LD (O-Ton, englische Subs, Vollbild) spendiert. Eine alte Bootleg DVD (= Kopie der Ziieagle-Fassung) wurde nach Deutschland verkauft. Nachtrag Dez. 2025: Nach der alten VHS und LD von Ocean Shores die 3. physikalische Vö dieses Shaw Brothers Spätwerkes. Der Film aus dem Jahr 1983 ist ein schräger Genre-Mix aus Klamauk, Ninja Action, Action, Buddy-Movie, Gamble, Erotik und magischen Elementen (Priester, Zaubereien, Hölle, Buddha). Ich freute mich, dass Shout Factory (= Shaw Brothers Classics Vol. 8) mit ihrer Vö einen weiteren Shaw Film aus der Versenkung geholt haben. Zudem habe ich die Nacktszene mit jener aus der ZiiEagle Box vergleichen und die ZiiEagle ist wirklich zensiert. Gut und unauffällig, aber auch willkürlich, da in der ZiiEagle genug nackte Tatsachen und Brüste übrig geblieben sind in der Szene. Warum also Mal schneiden, Mal drin lassen? Aber ein Grund mehr zu hoffen, dass die ZiiEagle only Titel nach und nach auch (Uncut) auf Disc erscheinen. Der Film ist kein Kracher, aber solide. Die Action-Szenen mit den Japanern waren am besten. Chin Siu-Ho macht seine Sache ordentlich. Hwang Jang-Lee gibt einen soliden Bösewicht ab. Nicht seine beste Darbietung, aber solide. Lo Lieh war ebenso solide, kann es aber in der Hinsicht auch besser. Yeung Ching-Ching spielt eine japanische Kämpferin. Sie hat sehr überzeugt. Als Extras lohnt sich vor allem das ca. 20minütige Extra mit Chu Ko. Er spielt eine kleine Rolle, war u.a. für die Kampfszenen zuständig und hat etliche der Stars im Film auch gedoubelt. Das 2. Extra von Daniel O'Brien fand ich hingegen eher schwach. Über den Film selbst erzählt er eigentlich sehr wenig. Daniel O'Brien ist übrigens der Autor des Buches Spooky Encounters: A Gwailo's Guide to Hong Kong Horror. Einen Audiokommentar gibt es auch noch. Der interessiert mich aber nicht. Die Blu-Ray hat eine sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englischen Subs.