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Sonntag, 21. Juni 2026

Ghost of Kasane Swamp

Ghost of Kasane Swamp

Story:

Ein Sohn eines Samurai wird informiert, dass sein Vater unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Der Sohn findet heraus, dass sein Vater selbst seine Ehefrau und einen blinden Geldeintreiber getötet und die Leichen durch zwei Komplizen in einem Sumpf hat verstecken lassen. Der blinde Masseur hatte viel Geld. Die Frage stellt sich jetzt: Wo ist das Geld und wer hat es?

Meine Meinung:

Ghost of Kasane Swamp stellt ein Remake dar (Original = The Ghost of Kasane aus dem Jahr 1957) und anscheinend, wenn das stimmt, was ich gelesen habe, die letzte Produktion der Daiei Studios. Ich fand den Film solide und unterhaltsam, auch wenn es eigentlich nur sehr wenig Ghost-Szenen in dem Film zu sehen gibt. Der Plot wirkt hier und da etwas überladen. Vor allem am Anfang und Mittelteil geht die Post ab und unzählige Figuren tauchen auf. Dennoch kann dem Treiben gut gefolgt werden, auch wenn es im Verlauf auch noch einige Sub-Plots zu sehen gibt.

Der Film ist zuweilen stimmungsvoll inszeniert, aber nur wenig gruselig. Bei zwei Ghost-Szenen empfand ich die Musik als billig. Der Sumpf selbst kommt nur vereinzelt vor. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen, Motive und Intrigen dominieren das Geschehen und überwiegen die kleine Anzahl an Rache- und Ghost-Szenen. Der Film ist allgemein toll inszeniert und die Schauspieler machte ihre Sache ordentlich. Ich fand es gut, dass auf Klamauk verzichtet wurde. Ein Nachteil ist, dass sich keine Gefühle gegenüber den Figuren einstellen.

Das aufgrund der Tatsache, dass alle, und damit meine ich wirklich alle Figuren im Film Dreck am Stecken haben, andere übers Ohr hauen und durch und durch unsympathisch charakterisiert sind. Es gibt keine Guten oder Helden in der Geschichte. Es wird allgemein ein depressives und düsteres Weltbild dargestellt, welches deprimierend erscheint. Da überrascht es dann eigentlich auch nicht, wenn Betrug, Gewalt, Rache, Hintergedanken, Verrat und Tod die Folge sind und die Geister daher auch in den Hintergrund geraten.

Fazit: Fans von klassischen jap. Geisterfilmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Kaidan Kasane-ga-fuchi

Japan 1970

R: Kimiyoshi Yasuda

D: Saburô Date, Kenjirô Ishiyama, Teruo Ishiyama, Reiko Kasahara

Laufzeit der UK-Blu: 82:34 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films (Daiei Gothic Vol. 2) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Montag, 16. März 2026

The Haunted Castle

 

The Haunted Castle

Story:

Ein blinder Mönch wird ermordet und dessen Leiche versteckt. Ein Lord begehrt dessen Schwester als Konkubine. Als diese gezwungen wird, sich dem Lord zu fügen, begeht sie Harakiri und lässt eine Katze als Geist auf die Täter und Mörder ihres Bruders los…

Meine Meinung:

The Haunted Castle sah ich mir via Radiance Films Blu-Ray (Daiei Gothic Vol. 2 Box) an und im Gegensatz zu Demon of Mount Oe hat mir der richtig gut gefallen. Ich sah bisher ca. drei bis fünf japanische Cat Ghost (Bakeneko: A Vengeful Spirit, Ghost Story: Depth of Kagami, The Ghost Cat and the Mysterious Shamisen, Black Cat Mansion, A Haunted Turkish Bathhouse) Filme und in meinen Augen ist diese 1969er Version abgesehen von Kuroneko der bisher beste Cat Ghost Film aus Japan, den ich sah. Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich wurde positiv überrascht.  

Der Film stammt von Tokuzô Tanaka (The Whale God), der auch den bereits erwähnten Demon of Mount Oe realisiert hat. Der Cast um Kōjirō Hongō (Gamera: Guardian of the Universe), Rokkō Toura (Death by Hanging), Kōichi Uenoyama (Youth of the Beast), Ikuko Mōri (Yokai Monsters: 100 Monsters), Akihisa Toda (Outlaw: Gangster VIP), Akane Kawasaki (The Return of Sister Street Fighter) oder Yūsaku Terashima (Children of Hiroshima) agieren zwar solide, aber was die Figuren angehen, hat der Film sein grösstes Defizit (zum Glück bietet der Film davon sehr wenig). Es ist simpel: die Figuren sind dem Zuschauer relativ egal. Die Figuren sind wenig sympathisch. Das ist vielleicht das einzige Schwachstück des Filmes inklusive des Endes.

Aber abgesehen von diesem Detail ist der Film sehenswert. Mit einer Laufzeit von nur knapp 80 Minuten wird es kaum langweilig. Als der Spuk dann losgeht, ist eigentlich pausenlos Gruselunterhaltung garantiert. Der Film und dessen Stärken liegen dann vor allem an seiner Optik und den Bildern. Der Film ist wunderschön gefilmt, so dass viel stimmungsvolle Gruselparts entstehen. Mit wenig Einsatz und klugem Einsatz von Schatten werden atmosphärisch dichte Bilder geschaffen. Gepaart mit blutigen Szenen, tollen Make-Up Masken und einem starken, immer passenden und unheimlichen Soundtrack (auch das Intro in den Film ist bereits mehr als gelungen) macht das The Haunted Castle zu einem intensiven und schönen Cat Ghost Streifen!

Fazit: Eine der besten Horrorfilme von Daiei Film.

Infos:

O: Hiroku kaibyô-den

Japan 1969

R: Tokuzô Tanaka

D: Kôjirô Hongô, Naomi Kobayashi, Mitsuyo Kamei, Yôko Atsuta, Yûtarô Ban, Jun Fujikawa

Laufzeit der UK-Blu: 82:31 Min.

Gesehen am: 16.03.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films (Daiei Gothic Vol. 2) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2026).

Dienstag, 10. Februar 2026

Demon of Mount Oe

 

Demon of Mount Oe

Story:

Ein Dämon, der auf dem Berg Oe leben soll, versetzt die Gegend in Angst und Schrecken. Es wird erzählt, dass der Dämon seine Gestalt in monströse Gestalten ändern kann. Vor allem auf Frauen hat es der Dämon abgesehen. Ein Samurai (Shintarô Katsu), der sich zudem mit Banditen und mehreren Frauen «rumschlägt», nimmt sich der Herausforderung an…

Meine Meinung:

Nach der Sichtung von The Snow Woman freute ich mich, als Radiance Films eine 2. Daiei Gothic Box veröffentlichte und darin auch Tokuzo Tanakas Demon of Mount Oe zu finden war. Einen japanischen Film von Daiei, den es bis dato ausserhalb Japans nicht offiziell zu erwerben gab. Und der sah, was Bilder, Cover und Monster angehen, vielversprechend aus. Umso enttäuschter bin ich nun nach der Sichtung des Filmes über die Qualität und den Inhalt des Filmes.

Viele Internetseiten beschrieben den Plot um einen Dämon, der von einer Gruppe von Samurai bekämpft wird. Doch das und alle Monsterszenen machen nur ca. 5% des ganzen Filmes aus. Der Rest des Filmes ist langweilig, wirr, verworren, lahm und uninteressant. Der Film läuft dabei auch fast zwei Stunden statt die auf dem Cover angegebenen 83 Minuten. So wird aus einem kurzweiligen Film ein zweistündiger, kaum enden wollender Filmmarathon, der sich deutlich länger als zwei Stunden anfühlte. Die Optik weiss zu gefallen wie auch einige der Effekte (Ochse, Spinne). Aber das war es dann auch schon. Es geht zu 90% nicht wirklich um den "Dämon" sondern um andere Belanglosigkeiten.

Der Film ist sehr dialoglastig, es gibt Intrigen, Liebesgeschichten, uninteressante Figuren, lahme und uninteressante (unblutige) Schwertkampfszenen und vor allem Längen inklusive viele Flashbacks. Es geht primär nicht um eine Samurai-Gruppe, die den Kampf gegen den Dämon aufnimmt, wie der Plot in mehreren Quellen beschrieben wird. Schade. Auch die Darsteller reissen keine Bäume aus. Selbst Zatoichi Star Shintarō Katsu vermag den Film nicht aufzuwerten.

Fazit: Sehr langweiliger Film. Schade um die wenigen tollen Monster- und Make-Up Effekte.

Infos:

O: Ôeyama Shuten-dôji

Japan 1960

R: Tokuzo Tanaka

D: Kazuo Hasegawa, Raizô Ichikawa, Shintarô Katsu, Kojiro Hongo

Laufzeit der UK-Blu: 113:51 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films (Daiei Gothic Vol. 2) = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, erste offizielle Fassung ausserhalb Japans mit englischen Subs (zum O-Ton), zwei andere Filme und Booklet im Set enthalten. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).

Freitag, 2. Januar 2026

The Bride from Hades

Japanuary 2026

The Bride from Hades

Story:

Schullehrer Shinzaburo (Kojiro Hongo) wird von einem weiblichen Geist (Miyoko Akaza) verführt. Im Glauben, dass es sich bei der Frau um einen Menschen handelt, lässt Shinzaburo die Nähe des Geistes zu. Selbst als sein Umfeld den Geist bemerkt und Vorkehrungen trifft, um den Geist zu vertreiben, will Shinzaburo an den nächtlichen Treffen mit ihr festhalten…

Meine Meinung:

The Bride from Hades von Regisseur Satsuo Yamamoto ist der beste Film aus Radiance Films Daiei Gothic-Box. Der Film aus dem Jahr 1968 erzählt zwar nicht unbedingt einen neuen Plot und ich fühlte mich an den vor nicht allzu längerer Zeit gesehenen Nang Nak erinnert, dennoch vermochte der Film zu überzeugen. Von Regisseur Satsuo Yamamoto kenne ich nur einen Beitrag zur langjährigen Zatoichi-Reihe. Ansonsten bin ich mit dessen Arbeiten nicht vertraut. Er scheint jedoch keine weiteren Grusel- und Horrorfilme realisiert zu haben. Schade.

Der Film ist überzeugend gespielt. Auch wenn zwei wichtige Nebenfiguren etwas an ihrem Overacting «kranken», agiert der Rest glaubhaft und überzeugend. Miyoko Akaza (Lady Snowblood) als weiblicher Geist und Kojiro Hongo (Gamera: Guardian of the Universe, The Whale God, Yokai Monsters: Along with Ghosts) als tragisch Auserwählter «Nobelmann» sind gut gecastet, auch wenn letzterer im Vergleich zu Miyoko Akaza etwas abfällt. Sein Zerfall ist jedoch gut gespielt und dokumentiert. Bei The Bride from Hades handelt es sich, wie der Name der UK-Edition bereits verrät, um eine Daiei Produktion. Die waren vor allem für ihre Filmreihen wie Zatoichi, Gamera oder Daimajin bekannt.

Der Film punktet durch seine Inszenierung. Die Kameraarbeit ist gelungen. Zusammen mit den unheimlichen Bildern (vor allem bei seinen Ghost-Szenen), einer klug eingesetzten Kameraführung und der Musik, gelingt es dem Film, eine quälend langsame und unheimliche Stimmung zu generieren. Der Film ist einfach schön gefilmt und herrlich atmosphärisch und stimmungsvoll anzusehen. Zudem waren die Figuren am überzeugtesten, was die drei Filme aus der Edition angehen. Niemand, der mich genervt hat. Top.

Fazit: Fans von klassischen Gruselfilmen kommen mit The Bride from Hades auf ihre Kosten!

Infos:

O: Botan-dorô

Japan 1968

R: Satsuo Yamamoto

D: Kojiro Hongo, Miyoko Akaza, Hajime Koshikawa, Kō Nishimura Mayumi Ogawa Takashi Shimura Atsumi Uda

Laufzeit der UK-Blu: 88:35 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen als Daiei Gothic (Box) als UK-Blu-Ray von Radiance Films = O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Dienstag, 20. Mai 2025

The Kung Fu Emperor

The Kung Fu Emperor

Story:

Der Kaiser (Fang Mian) ist krank. Der tyrannische Lord Long (Chan Sing) strebt die Nachfolge an. Mit seinen Killern (u.a. Wong Ching, Jang Il-Do, Tsai Hung) lässt er potenzielle Thronfolger des Kaisers töten. Der 4. Prinz (Ti Lung) versteckt seine Martial Arts Techniken, stellt sich dumm und entkommt. Im Exil bereitet er sich zusammen mit neuen Verbündeten (Dorian Tan Tao-Liang, Shih Szu, Kao Chiang) auf die Rache vor…

Meine Meinung:

The Kung Fu Emperor sah ich im August 2013 als Englisch Dubbed Vollbild-UK-DVD. Als ich dieses VHS kaufte, wusste ich das zu dem Zeitpunkt nicht mehr. Die DVD schaute ich damals beim Kollegen. The Kung Fu Emperor ist ein guter Film. Eine HK-Produktion aus dem Jahr 1981. Zwar keine Golden Harvest und/oder Shaw Brothers Produktion, aber das Budget war sichtbar grösser als in anderen Filmen dieser Art. Der Film, der inhaltlich an den Shaw Brothers Kracher Dirty Ho erinnert, ist auf der einen Seite sehr gelungen (Settings, Kostüme, Budget, Ausstattung, Cast), auf der anderen Seite wäre mehr möglich gewesen.

Es wäre deutlich mehr Potenzial vorhanden gewesen, speziell bei den Namen, die im Film mitwirken. Der Film vom Blooded Treasury Fight Regisseur Pao Hsueh-Li (The Beauty Escort) bietet inhaltlich im Mittelteil zu viele Längen. Mehr Kämpfe in dieser Zeitspanne wären wünschenswert gewesen. Das Finale war auf der einen Seite auch etwas enttäuschend, vor allem wie der Bösewicht stirbt. Da hätte ich lieber einen langen, harten Fight von Ti Lung (Held) gegen Chan Sing (Bösewicht) gesehen. Daneben sind Dorian Tan Tao-Liang (General Stone), Shih Szu (Lady of the Law), Bruce Lai (The Ming Patriots), Tsai Hung (8 Strikes of Wild Cat) und Wong Ching (The Prodigal Boxer) zu sehen.

Nebst Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra) und Chan Sing (The Ape Girl) hatte ich vor allem an Wong Ching am meisten Freude. Er spielt die rechte Hand von Chan Sing. Von letzterem hätte ich gerne auch mehr gesehen. Er hat eigentlich relativ wenig Screentime und ich finde, mehr Chan Sing hätte den Streifen aufgewertet. Ich will den Film definitiv nicht schlecht machen, auch wenn es sich vielleicht so anhört. 

Es gibt noch immer solide und sehenswerte Kämpfe und des Produktionsstandards waren höher als bei anderen Filmen. Mehr Einzelkämpfe, mehr Kämpfe und ein besseres Finale hätten aus dem Film einen Kracher gemacht. So bleibt nur ein guter Eastern, der dank tollem Cast und Budget leicht über dem Durchschnitt liegt.

Fazit: Eastern Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gung Foo Wong Dai

HK 1981

R: Pao Hsueh-Li

D: Fang Mian, Chan Sing, Wong Ching, Jang Il-Do, Tsai Hung, Ti Lung, Dorian Tan Tao-Liang, Shih Szu, Kao Chiang

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Aug. 2013 / Neusichtung am: Ende Feb. 2025

Fassungen: Im Sommer 2023 sah ich den Film beim Kumpel als UK-DVD (Titel: Ninja - The Kung Fu Emperor). Diese war in Vollbild, Uncut und Englisch Dubbed. Nun sah ich den Film als VHS aus Japan von Daiei Video. Dieses hat zwei Vorteile: Mandarin O-Ton und Widescreen. Natürlich gibt es nur jap. Subs. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs, eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Montag, 3. April 2023

Along with Ghosts Review


Along with Ghosts 

Story:

 

Die kleine Miyo (Masami Burukido) wird Zeugin, wie ein alter Mann und Bewacher eines Friedhofs, auf dem heiligen Boden durch Gangster Higuruma (Yoshito Yamaji) und seine Männer getötet wird. Das hat zweierlei zur Folge: Miyo wird von den Gangstern gesehen und verfolgt. Miyo versucht ihren Vater zu finden. Als zweites erscheinen die Yokais, da ein Mord auf heiligem Boden geschah…

 

Meine Meinung:

 

Der dritte Teil schliesst sich qualitativ in etwa dem 2. Teil (Spook Warfare) an = d.h. besser als der 1. Teil (100 Monsters). Zusammengefast muss ich nun aber sagen, dass die Filme für mich zu wenig gut sind, in die Sammlung aufgenommen zu werden. Alles in allem bietet jeder der drei Teile einzelne Momente, die für sich gelungen sind. Aber im Grossen und Ganzen bieten die Filme für mich zu wenig, um was Besonderes zu sein. Zu wenig Monster, zu wenig Effekte.

 

Was Daiei angeht bleibe ich da lieber bei den Daimajin oder Gamera Streifen. Die Aushängeschilder von Daiei. Die Yokai Trilogie kann mit denen definitiv nicht mithalten. Die wenigen Geister-Szenen und Make-Up Effekte und Kostüme sind auch hier wieder gelungen. Zuweilen stimmungsvoll umgesetzt. Aber die Szenen machen nur wenig Laufzeit aus, was schade ist. Was ich noch mochte war die Gamble-Szene kurz vor dem Finale mit den Würfeln, die aus den Knochen der toten Mutter bestanden. Die Szene fand ich sogar grossartig.

 

Ansonsten besteht der Film aus lahmen Samurai-Kampfszenen, uninteressanten Figuren, wenig charismatischen Schauspielern und Längen. Und hier und da Klamauk (Hund unter Eimer). Wobei der Humor zum Glück schon eher selten ist. Der Film versucht mehrheitlich düster zu sein. Düster und gruselig sind auch die wenigen Yokai-Szenen (z.B. die fliegenden Köpfe). Aber wie bereits erwähnt sind solche Szenen Mangelware und von wenig sehenswertem Plot/Inhalt umgeben. 

 

Fazit: Wer die ersten beiden Filme mochte, kann einen Blick riskieren. Für mich sind die Filme im Grossen und Ganzen zu uninteressant, so dass sie nicht in die Sammlung aufgenommen werden! Schade…

 

Infos:

 

O: Tôkaidô obake dôchû

 

Japan 1969

 

R: Kimiyoshi Yasuda, Yoshiyuki Kuroda

 

D: Kojiro Hongo, Pepe Hozumi, Masami Burukido, Mutsuhiro, Yoshito Yamaji

 

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 78:15 Min.

 

Gesehen am: 17.03.23

 

Fassungen: Siehe 100 Monsters!

Montag, 16. Januar 2023

Spook Warfare Review

Japanuary 2023

Spook Warfare

Story:

 

Bei Ausgrabungen wird ein dämonischer Vampir befreit, der sich später im Körper von Lord Isobe einverleibt. Sein merkwürdiges Verhalten bleibt nicht unbemerkt. Jedoch ist es ein Kappa, der entdeckt, dass Lord Isobe besessen ist. Die Menschen kommen gegen den Vampir-Dämon nicht an, also nehmen de Yokai den Kampf gegen diesen auf…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem wirklich enttäuschenden 1. Teil 100 Monsters war es schön zu sehen, dass die 1.Fortsetzung in allen Belangen besser geworden ist, auch wenn der Film von Daiei nach wie vor kein Kracher oder Highlight ist. Der Mix aus Komödie, Folklore und Grusel funktioniert aber gut. Der Mischung verdankt es der Film auch, dass die Teile dazumal erfolgreich liefen und fortgesetzt wurden. Daiei schielte, nicht erst später mit der Schildkröte Gamera, sondern schon mit ihre Yokai Trilogie auf ein junges Publikum.

 

Zwar ist der Film wenig düsterer und es gibt sogar in ein-zwei blutige Szenen zu sehen, aber dennoch ist der Film per se für Kinder gedacht: ich denke nicht, dass da Jugendliche mit überfordert sind. Nicht bei heutige Film Massstäben und Social-Media Inhalten. Regisseur Yoshiyuki Kuroda, der danach noch die 2. Fortsetzung oder den letzten Teil der Lone Wolf and Cub Reihe (Lone Wolf and Cub: White Heaven in Hell) drehte und später nur noch im TV-Serien-Geschäft tätig sein solle, macht es besser als sein Vorgänger.

 

Besser heisst es gibt weniger Längen, der Film hat mehr Monster-Action, es gibt mehr Monster- und Effekte-Kreationen, es geht schneller zur Sache, der Film ist düsterer und die Monster stehen diesmal mehr im Mittelpunkt. Auf eine Art und Weise nimmt der Plot schon Motive von Der Exorzist / Seytan vornweg. Die Effekte-Kreationen sind superb. Ich fühlte mich an Takashi Miikes Version (The Great Yokai War) erinnert, nur mit der Ausnahme, dass hier vor allem handgemacht Effekte und Masken zu sehen sind und nicht auf CGI gesetzt wird.

 

Fazit: Für Yokai Fans interessant!  

 

Gefolgt von: Along with Ghosts

 

Infos:

 

O: Yôkai daisensô

 

Japan 1968

 

R: Yoshiyuki Kuroda

 

D: Yoshihiko Aoyama, Hideki Hanamura, Riki Hashimoto, Hiromi Inoue, Mari Kanda

 

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 78:57 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2023

 

Fassungen: Siehe 100 Monsters!

Donnerstag, 5. Januar 2023

The Whale God Review




Japanuary 2023

The Whale God 

Story:

 

Ein Killer-Wal terrorisiert ein Fischerdörfchen. Dessen Einwohner setzen zum Kampf gegen das Monstrum an…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem Erfolg von Moby-Dick im Jahr 1956 schickten Daiei Film (The Snake Girl and the Silver Haired Witch, Gamera - Guardian of the Universe, 100 Monsters) ihre Variante in die Kinos, wobei sich der Film auf die Geschichte Kujira Gami beruht. Vergleiche mit Moby-Dick sind aber definitiv nicht von der Hand zu weisen. Auf dem Regiestuhl nahm Tokuzô Tanaka (der mehrere Zatoichi Fortsetzungen und den vielversprechend aussehenden The Snow Woman drehte) Platz, die Musik besorgte Akira Ifukube (Godzilla, Frankenstein Conquers the World, King Kong Escapes).

 

The Whale God erinnert dabei an vielerlei Hinsicht an Godzilla: tolle Monster-Effekte, Stimmung durch die s/w Bilder und vor allem auch durch die Musik von Akira Ifukube. Da fühlte ich mich praktisch immer an Godzilla erinnert. The Whale God lag mir in einer nicht untertitelten Fassung vor. Offiziell gibt es keine Fassung mit englischen Untertiteln. Der Plot war mir aber im Voraus klar. Ich habe auch die Erwartungen dem Ist-Zustand angepasst.

 

Mir war durch Reviews bewusst, dass der Film nur am Anfang und vor allem im Finale Szenen mit dem «Whale God» sprich Kaiju-Action bieten würde. Mit anderen Worten: Füllszenen und Längen im Mittelteil. Zumindest wenn man die Dialoge nicht versteht. Per Se sind die Szenen sicherlich nicht uninteressant, aber wenn man den Dialogen nicht folgen kann, ist es nur halb so spannend. Es gibt Prügeleien, Charakterisierungen von Personen, Rituale und Zeremonien und natürlich eine Art Liebesgeschichte. Der Film bereitet quasi für das grosse Finale vor.

 

Die mir unbekannten Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht. Auf Klamauk jeglicher Art und Weise wird (zum Glück) verzichtet. Weibliche Rollen gibt es auch, aber die Männer dominieren, vor allem in den Action-Szenen. Die Action-Szenen (auf Booten im Meer) sind stark und sehenswert in Szene gesetzt. Beim Tier im Film handelt es sich um eine grössere Variante des pazifischen Nordkaper. Die Effekte sind genau nach meinem Geschmack. Vor allem im Finale. Da bekommt der Nordkaper auch eine Art Seele, wenn er von todesmutigen Japanern zu Tode gestochen wird. Der Film hat dabei auch starke Orca, der Killerwal Vibes.

 

Wer das klassische Kaiju-Genre aus Japan mag, kann durchaus einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Kujira gami

 

Japan 1962

 

R: Tokuzô Tanaka

 

D: Kojiro Hongo, Kyôko Enami, Shiho Fujimura, Koji Fujiyama, Shintarô Katsu, Bontarô Miyake

 

Laufzeit der jap. LD: Ca. 100 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die jap. LD von Daiei vor = Gute Bild- und Tonqualität, Uncut, jap. O-Ton, keine Subs. Der Film wurde, so wie es scheint, ausserhalb Japans nie veröffentlicht (Stand: Jan. 2023). Eine offizielle O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir nicht bekannt. In Japan sind zusätzlich zwei DVD-Fassung zu haben. Nachtrag 29.01.24: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die neue US-Blu-Ray von SRS Cinema vor = Wendecover, Poster, Region All-Disc, jap. O-Ton mit englischen Subs, neu restauriert. Die Fassung ist aufgrund der englischen Subs und der hervorragenden Bild- und Tonqualität der jap. LD vorzuziehen. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden. Die Dialoge helfen, damit auch der Plot, die Motive und die Dramatik funktioniert und die hervorragende Bildqualität lässt die Kaiju-Effekte in neuem Licht erstrahlen.