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Samstag, 20. Dezember 2025

Witch Edited Review

Witch Edited

Story:

Der Prinz der Hölle (Ben Lam) verliebt sich in eine irdische Frau. Er überredet seine Eltern (u.a. Angela Mao) sich auf Erden als Mensch tarnen zu dürfen und seine Geliebte kennenzulernen. Er will, dass sich diese aus freien Stücken ihn in verliebt. Er wird dabei von May (Lam Wai) begleitet. Derweil treibt jedoch auch ein Geist, der Männer ermordet, sein Unwesen, der während dem Liebesspiel zuschlägt und den Opfern das Blut aussaugt…

Meine Meinung:

Auf Witch Edited, dessen On-Screen Titel lediglich Witch lautet, wurde ich aufmerksam, als ich das US-VHS (als The Ghost Bride) während einer FB-Auktion sah und diese nicht gewann und/oder verpasst habe. Es handelt sich um einen typischen «Cheapie» aus Taiwan, wie sie Anfang der 90er Zuhauf entstanden sind. Ein Mix aus Ghost-Story à la A Chinese Ghost Story, dümmlichem Klamauk und Soft-Sex als Füllszenen.

Der Film, der mit einem relativ bekannten Cast aufwartet, immerhin sind hier Namen wie Lam Wai (Bloody Brotherhood, Code of Honor, No Guilty), Ben Lam (Shadow Cop, Blood Sister, The Romance of the Vampires), Jack Long (Kung-Fu Wonder Child, School for Vampires, The 3-D Army) sowie Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer, Bandits, Prostitutes & Silver, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue) zu sehen, hat die Sichtung nicht bestanden. Der Film kommt knapp nicht in die Sammlung. Angela Mao hat mit Ausnahme des Finales keine Actionszenen abbekommen.

Die Story wirkt wenig originell, unzusammenhängend und der Humor nervt. Die wenigen eingestreuten Action- und Fantasy Szenen sind zwar solide und es ist cool, immer wieder Musik aus A Nightmare on Elm Street zu hören, aber eigentlich gibt es keine einzige wirklich tolle Actionszene zu sehen. Zwei Actionszenen, darunter das Finale, waren besser, werden aber durch den wirren Plot, den doofen Humor und vor allem durch schwache Leistungen von Ben Lam und Lam Wai getrübt. Ben Lam und Lam Wai sehe ich doch lieber in ernsten Rollen, als Bösewichte oder als Antihelden.

Ein Minus war auch der Dub. Es handelt sich um einen taiwanesischen Film und Originalton wäre Mandarin. Die mir vorliegende Videokassette war hingegen in Kantonesisch. Und der Dub hörte sich unecht und billig an. Praktisch jede Stimme gleich, so dass ich es schwer auseinander zu halten war, welche Figur was gesagt hat. Zudem sind bei einigen Dialogen die Kampf- und Hintergrundgeräuschen (oder die Musik) viel leiser abgemischt, so dass kaum zu hören. Das hat total genervt. Ich denke sogar, dass das nebst der schwachen Leistung von Ben Lam und Lam Wai der Hauptgrund ist, warum der Film nicht in die Sammlung aufgenommen wurde. In Mandarin hätte ich den Film wohl knapp behalten…

Fazit: Wer sich an uninteressanten Charakteren, dümmlichem Klamauk und dem billigen Dub nicht stört, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gui Niang Zi

HK, Taiwan (je nach Quelle) 1992

R: Mark Lung Goon-Mo

D: Bai Yuchen, Lam Wai, Gam Chi-Gei, Ben Lam, Angela Mao, Pang San, Jack Long, Mark Long

Laufzeit der HK-VHS: 86:04 Min.

Gesehen am: 28.11.25

Fassungen: Mir lag die HK-VHS von Mei Ah vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Kantonesisch Dubbed statt O-Ton Mandarin (was genervt hat, zumal einige der Hintergrundgeräusche und Musik bei den Dialogen viel leiser zu hören sind) und englische Subs, Uncut (wirkte nicht zensiert und trotz CAT. III Freigabe gibt es jede Menge nackte Haut zu sehen). Es gibt auch eine VCD (vom gleichen Label) und eine US-VHS (Tai Seng) mit alternativem Titel (The Ghost Bride). Eine LD scheint es auch noch zu geben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2025). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2025).

Dienstag, 11. März 2025

Her Name Is Cat

Her Name Is Cat

Story:

Profikillerin Cat (Almen Wong Pui-Ha) wird von der Polizei in Form von John Cannon (Michael Wong) gejagt. Cat und John verlieben sich. Cat denkt ans Aufhören. Als zwei weitere Killer (Ben Lam Kwok-Bun, Chik King-Man) aus China auftauchen eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Her Name Is Cat stammt aus dem Jahr 1998. Was Produktionen aus Hong Kong angehen, schaue ich nur wenige Filme, die nach 1995 veröffentlicht wurden. Her Name Is Cat wurde zu Ehren von Clarence Ford aufgefrischt, dessen Tod vor einigen Tagen medial kommuniziert wurde. Her Name Is Cat fand ich schon früher nicht sonderlich toll und meine Meinung bleibt nach der Neusichtung unverändert. Die DVD wird sogar entsorgt und/oder verkauft.

Gut sind eigentlich nur die doch eher wenigen Action-Szenen, die solide geworden sind. Nichts allzu Spezielles, nichts, was neu oder originell erscheint, aber absolut ok und davon hätte es gerne mehr haben dürfen. Es wird gekämpft, es gibt Verfolgungsjagden und es gibt blutige Shoot-Outs zu sehen. Vor allem mit dem Auftauchen der zwei weiteren Killer nehmen Action-Szenen zu. Ben Lam (Shadow Cop, Raging Fire, The Romance of the Vampires) und die mir unbekannte Chik King-Man (A Taste of Killing and Romance) machen als Killer eine gute Figur. Die haben mir fast besser gefallen als der Main-Cast um Michael Wong (A Guilty Conscience, First Option, Beast Cops), der fast nur Englisch spricht, und Almen Wong Pui-Ha als Cat, deren Auftauchen oft mit Tiger oder Löwen-Geräuschen abgespielt werden und welche nach dem Filmgeschäft ins Yoga-Business eingestiegen ist.

Abgesehen davon ist der Film ein grösseres Ärgernis. Es gibt allgemein zu wenig Action, Längen im Mittelteil, die Romanze und Love-Story zwischen Michael Wong und Almen Wong ist unglaubwürdig, die Slow-Mo Momente wirken billig und stockend und die John Woo Momente (Kirche, Tauben) überzeugen ebenso nicht. John Woo und Co. konnten das besser. Am schlimmsten ist aber das Drehbuch, der Plot und die Love-Story. Diese hätte man besser zugunsten mehr Action ersetzten sollen. Ich bin überrascht zu lesen, dass es einige Jahre später eine Fortsetzung gab – wieder mit Almen Wong und neu mit Tai Bo, Blackie Ko und Roy Cheung. Diese soll nicht gelungen sein.

Fazit: Nicht zu empfehlen!

Gefolgt von: Her Name Is Cat 2: Journey To Death

Infos:

O: Paau Mooi

HK 1998

R: Clarence Ford

D: Almen Wong Pui-Ha, Michael Wong, Ben Lam Kwok-Bun, Chik King-Man, Ronny Ching Siu-Lung, William Duen Wai-Lun, Kenix Kwok Hoh-Ying

Laufzeit der HK-DVD: 89:55 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Neusichtung am: 09.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mei Ah vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, solide Bild- und Tonqualität, Code-Free-Disc. Den Film gibt es in Deutschland von Asia Cinema / Cargo Records auf DVD. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2025). Der deutsche Titel lautet The Huntress.

Montag, 13. Februar 2023

Shadow Cop Review

Shadow Cop

Story:

Chiu Chi-Hsiong (Waise Lee) arbeitet als Undercover-Cop. Bei einem Einsatz stirbt er. Seine Freundin Witty (Carina Lau Ka-Ling) und dessen Kollegin (Anglie Leung Wan-Yui) werden daraufhin von Chius Geist besucht. Dieser erfährt, dass zwei seiner Kollegen (Kenneth Tsang Kong und Ben Lam) für seinen Tod und das Verschwinden von Geld verantwortlich sind. Um Spuren zu verwischen, sollen auch weitere von Chius Polizisten-Kollegen (Chung Fat) sterben…

 

Meine Meinung:

 

Wohl durch den US-Film Ghost – Nachricht von Sam oder die TV-Serie Shades of LA (aka Shadow Cop) beeinflusster Anfang der 90er Jahre Mix aus Action, Komödie, Romanze, Gamble- und Ghost-Film aus Hong Kong. Der Film war mehr oder weniger ein Blindkauf. Gross recherchiert habe ich nicht. Ich wusste nur, dass der Film wohl selten ist (= es gibt keine DVD, keine Blu-Ray etc.). Wobei, alle Angaben ohne Gewähr…

 

Shadow Cop ist absolut ok und unterhaltsam, wenn auch kein Kracher. Erst nach der Sichtung las ich Reviews und war doch recht erstaunt, wie schlecht der Film von Albert Lai (A Serious Shock! Yes Madam!) wegkommt. Dies hat Shadow Cop definitiv nicht verdient. Ich denke, vor allem jene, die mit dem HK-Kino wenig vertraut sind, dürften sich an einigen Dingen stören (dreist aus US-Film geklaute Idee oder der sonderbare HK-Humor und Genre-Mix).

 

Als ich den Film kaufte, wusste ich nicht Mal, dass es ein «Ghost-Film» ist. Wobei der Film weniger Ghost-Film ist als regulärer Actionfilm. Bis Waise Lee, wohl am besten bekannt durch John Woos A Better Tomorrow, den Filmtod stirbt, dauert es sehr lange. Bis dahin unterhalten Waise Lee und seine Film-Partnerin Carina Lau (City Warriors) den Film und Zuschauer auf sympathische Art und Weise. Waise Lee zeigte ja schon in anderen Filmen, dass er auch humorvoll kann (z.B. in Forbidden Arsenal).

 

Langweilig empfand ich den Film nie. Durch die vielen Genres ist der Film abwechslungsreich. Nur das Ende war etwas plötzlich und ein echtes Finale gibt es quasi nicht. Das war etwas schade. Für Bösewicht Ben Lam (Raging Fire), der einige tolle Kampfszenen spendiert bekommt, wäre ein actionreiches Finale/Schlussszene wünschenswert gewesen. Aber wer hätte gegen ihn kämpfen sollen? Weiter positiv empfand ich den Cast.

 

Nebst bereits erwähnten Ben Lam, Waise Lee und Carina Lau überzeugen in Haupt-, Neben- und Kurzauftritten Anglie Leung Wan-Yui (She Shoots Straight), Kenneth Tsang (Paragon of Sword and Knife), Chung Fat (Police Assassins), Charlie Cho Cha-Lee (The First Vampire in China), Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (Killer Constable) und Shing Fui-On (The Killer). Von denen darf immerhin auch Chung Fat 2-3 tolle Kampfszenen demonstrieren. Schön!

 

Fazit: Dank abwechslungsreicher Story, amüsantem Humor, cooler Action und sympathischem Cast dem 90er Jahre HK-Filmfan empfohlen, auch wenn schwaches Finale und kein Kracher!

 

Infos:

 

O: San Taam Gon Sap Lui

 

HK 1993

 

R: Albert Lai

 

D: Waise Lee, Carina Lau Ka-Ling, Anglie Leung Wan-Yui, Kenneth Tsang, Ben Lam, Chung Fat, Charlie Cho Cha-Lee, Chen Kuan-Tai, Shing Fui-On

 

Laufzeit der HK-LD: Ca. 90 Min.

 

Gesehen am: 05.02.23

 

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Universe vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt mind. vom gleichen Label noch eine VHS und VCD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2023).

Mittwoch, 11. Mai 2022

Police Story 2 Review

Police Story 2

Story:

Cop und Held aus Teil eins, Chan Ka-Kui (Jackie Chan), muss mit Schrecken feststellen, dass die Bösewichte aus Teil eins (Charlie Cho Cha-Lee, Chor Yuen) wieder auf freiem Fuss sind. Und diese planen nun, Chan das Leben schwer zu machen. Dies sorgt für Zoff mit Chans Freundin May (Maggie Cheung). Doch dann bekommt es die HKer Polizei (Lam Gwok-Hung, Bill Tung, Mars) mit Erpressern und Bombenlegern (John Cheung Ng-Long, Benny Lai Keung-Kuen, Ben Lam Kwok-Bun) zu tun…

Meine Meinung (Langfassung):

Nach dem Riesen-Erfolg von Teil eins war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Unzählige Gesichter aus Teil eins kehren zurück: Jackie Chan (Wooden Man), Maggie Cheung (Dragon Inn), Bill Tung (Esprit D'amour), Tai Bo, Charlie Cho Cha-Lee, Chor Yuen, Mars sowie Lam Gwok-Hung. Neu ins Team stossen ein weibliches Cop-Trio und neue Bösewichte. Start des Filmes = eine Art Zusammenfassung von Action- und Stunt-Szenen aus Teil eins = sehr schön!

Leider kann die Fortsetzung jedoch nicht an die Qualität des Vorgängers heranreichen! Dies ist aber sowieso praktisch unmöglich, da Teil eins einfach ein verdammt geiler Film geworden ist, dessen Stunts- und Actionszenen inklusive Wirkungen kaum zu übertreffen sind. Meiner Meinung nach hätte es in Police Story 2 etwas mehr und längere Action- und Kampfszenen geben dürfen.

Vor allem von Benny Lai Keung-Kuen, der beeindruckend gegen Jackie Chan kämpft, hätte ich gerne mehr gesehen. Und von Ben Lam (Raging Fire) auch. Der war eigentlich total verschwendet. Schade, um dessen Potenzial. Auch Ken Lo (Crystal Hunt) in seinem Cameo-Auftritt hätte ich lieber in einer Action-Rolle gesehen. Apropos Cameo-Auftritte: da sind noch Wu Ma (Haunted House Elf) sowie Lau Ching-Wan (Black Mask) zu sehen.

Ein Problem ist zudem, dass der Plot eigentlich «nur» ein lauer Aufguss des Vorgängers ist. Läuft alles relativ schemenhaft und ähnlich ab. Leider auch episodenhaft. Vor allem das Wiedersehen mit Charlie Cho Cha-Lee (Running Gag mit Brille kaputtschlagen) und Chor Yuen hätte man weglassen oder kürzer darstellen dürfen, zumal sich der richtige Plot ja dann erst viel später herauskristallisiert. Dafür wären mehr Szenen mit den Erpressern schön gewesen

Zudem ist die Laufzeit auch etwas zu lang. Wie ich sehe, entspricht diese DVD-Fassung, welche ich sah, der japanischen Langfassung mit 15 Minuten Zusatzszenen. Wie ich jedoch (auf Schnittberichte.com) sehe, bestehen diese Szenen aus eigentlich unwichtigem Füllmaterial, welches für meinen Geschmack in Hong Kong zuvor bewusst aus der Fassung flog um den Film zu straffen. Möglicherweise hätte mir der Film in der alten HK-Fassung mehr zu gesagt. In der Langfassung gibt es schon die ein oder andere lahme Szenen.

Mir ist auch klar, dass das Jammern auf hohem Niveau bedeutet, da die Kämpfe (Restaurant, Spielplatz) und Stunts (Bus, Finale) nach wie vor spektakulär und sehenswert in Szene gesetzt sind. Und schlecht ist Police Story 2 natürlich überhaupt nicht geworden, halt einfach nicht so genial wie der Vorgänger. Wer Jackie Chan und das 90er Jahre HK-Kino liebt, wird mit der Fortsetzung noch immer viel Spass und Spektakel vorfinden!

Gefolgt von: Police Story 3 - Supercop

Infos:

O: Ging Chat Goo Si Chuk Chap

HK 1988

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Charlie Cho Cha-Lee, Chor Yuen, Maggie Cheung, Lam Gwok-Hung, Bill Tung, Mars, John Cheung Ng-Long, Benny Lai Keung-Kuen, Ben Lam Kwok-Bun, Anglie Leung Wan-Yui, Crystal Kwok Gam-Yan, Ann Mui Oi-Fong, Alvina Kong Yan-Yin, Wu Ma, Lau Ching-Wan, Ken Lo, Tai Bo

Laufzeit der HK-DVD: 119:08 Min.

Neusichtung am: 30.03.22

Fassungen: Siehe Teil eins! Teil zwei wurde als Langfassung veröffentlicht. Die alte HK-Fassung lief ca. 15 Minuten kürzer. Diese Straffungen sind nicht Mal schlimm, da eigentlich unwichtige Füllszenen ohne Action. O-Ton, englische Subs und eine sehr gute Bild- und Tonqualität runden die Disc ab. In Deutschland von Splendid in der gleichen Version auf Blu-Ray zu haben. Nachtrag 25.06.23: für eine weitere Sichtung lag mir nun neu die UK-DVD von HKL vor. Das erste Mal, dass ich den Film in der ca. 15 Minuten kürzeren HK-Fassung sah und wie vermutet gefiel mir der Film in dieser Form besser: der Film wirkt rasanter, weniger lahm und actionreicher! Teilweise könnte es sein, dass die Musik alternativ ist. Das kann ich aber nicht verifizieren mit Ausnahme des Abspannes (Outtakes). Da ist ein anderer Song und nicht das bekannte Police Story Theme zu hören. Die Bild- und Tonqualität sind gut, auch wenn die Bildqualität der HK-DVD besser ist (und wohl etwas heller). Cool sind bei der HKL die Extras: das Interview mit Benny Lai und in einer anderen Doku kommen Jackie Chan, Sammo Hung und u.a. Richard Norton zu Wort. Die Langfassung werde ich mir nie mehr ansehen.

Sonntag, 10. April 2022

Raging Fire Review


Raging Fire

Story:

 

Ex-Cops (u.a. Nicholas Tse) werden aus dem Gefängnis entlassen und planen Rache an dem Cop (Donnie Yen), der sie vor Gericht schwer belastet und ins Gefängnis gebracht hat…

 

Meine Meinung:

 

Raging Fire ist der letzte Film von Benny Chan (Rob-B-Hood, Magic Crane) vor dessen unerwartetem, zu frühen Tod und eine weitere Zusammenarbeit zwischen Donnie Yen (Legend of the Wolf, Wu Xia, Enter the Fat Dragon) und Nicholas Tse (Dragon Tiger Gate). Raging Fire hätte ich mir am Zürich Film Festival 2021 angesehen. Ticket war bereits gekauft, ehe ich an Corona erkrankte und dank Isolation die Vorstellung verpasste.

 

Inzwischen las und hörte ich viel zum Film. Die Erwartungen an den Film waren nicht speziell hoch. Raging Fire kann gut einmal geschaut werden, aber der grosse Wurf ist der Film nicht. Vor allem für Freunde des Ende 80er & Anfang 90er Jahre Hong Kong Kinos nicht. Der Film wirkt mehr wie ein 08/15 Hollywood-Film statt ein HK-Actionfilm.

 

Zwar ist der Film weniger dramatisch, kitschig und nervend als z.B. Sha Po Lang oder Special ID, aber mein Filmgeschmack hat sich diesbezüglich auch verändert. Ich bin, vor allem mit neueren HK-Filmen, strenger geworden. Früher hätte ich Raging Fire besser bewertet, zumal er in einigen Punkten, wie oben erwähnt, weniger nervend und dramatisch ist.

 

Dennoch musste ich auch hier in zwei Szenen spulen, da zu dramatisch. Allgemein gibt es unwichtige Längen und Sequenzen, die man auch hätte opfern können. Der Plot gibt eigentlich nicht viel her und die Erzählweise mit den ewigen Rückblenden ist doof. Zudem ist der Wandel von Brillenträger Nicholas Tse zum Psycho Nicholas Tse unglaubwürdig, sein Overacting kratzt an Rade der Lächerlichkeit (wie auch sein Tod und die davor gezeigten Flashbacks – spulte ich das zweite Mal).

 

Der Versuch Heroic-Bloodshed Bruderschaft Emotionen auf die Leinwand zu bringen, ist misslungen, da Nicholas Tse Figur von Anfang an als Bösewicht präsentiert wird. Daher hätte es auch diese Flashbacks im Finale nicht gebraucht, da null Emotion. Nicholas Tse als «Guter» ist eben nur in paar wenigen Rückblenden zu sehen. Donnie Yen selbst macht eine anständige Figur. Auch im Finalkampf macht er einen guten Job.

 

Leider bietet der Film nur zwei gute Action-Szenen. Aber keine sehr gute. Der Rest der Action-Sequenzen ist reiner Durchschnitt, Potenzialverschwendung (Ken Los Rolle) und/oder billig, peinlich und unfreiwillig komisch (wie Nicholas Tse die Pistole beim Abfeuern hält, CGI Effekte, wie Donnie Yen das Kind rettet, die ganze Auto- Motorradszenen). Da kam schon fast Jackie Chan Stimmung auf (miese CGI Effekte in dessen neuen Filmen).

 

Gut war lediglich der Endkampf (wenn auch ein müder Donnie Yen Vs. Wong Jing Abklatsch) und die Action-Szenen mit Ben Lam plus nachfolgende Szenen. Einzig hier kam, gerade durch die Stunts, etwas Old-School Stimmung auf (plus Flash Point). Schade, dass Ben Lam (The Romance of the Vampires) nicht im Kampf besiegt wird. Auf der positiven Seite gabs paar coole Aufnahmen aus Hong Kong, der Film sieht ansonsten schick aus und technisch ist die US-Blu Ray hervorragend. Simon Yam (Full Contact) und Ray Lui (Hunting List) nicht erkannt…

 

Fazit: Gefiel mir zu wenig, um den Film in die Sammlung aufzunehmen. Donnie Yen Fans können dennoch einen Blick riskieren...

 

Infos:

 

O: Nou Fo

 

HK 2021

 

R: Benny Chan

 

D: Donnie Yen, Nicholas Tse, Henry Prince Mak, Yu Kang, Tony Wu Tsz-Tung, Kit Cheung Man-Kit, Ben Lam, Ken Lo, Ray Lui, Simon Yam

 

Laufzeit der US-Blu: Ca. 127 Min.

 

Gesehen am: 18.02.22

 

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Well Go USA vor = O-Ton, englische Subs, Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland von Koch Films zu haben (DVD, Blu-Ray).

Montag, 8. Februar 2021

The Romance of the Vampires Review

The Romance of the Vampires

Story:

Vampir Fung (Ben Lam) rettet die blinde Prostituierte Rainbow (Yvonne Yung Hung) vor Gangstern (u.a. Billy Chow). Doch statt sie auszusaugen verliebt er sich in Rainbow, da sie wie seine Ex-Geliebte ausschaut. Dass Fung mit einem weiblichen Menschen liebäugelt, passt aber weder Rainbows menschlichem Verehrer, «Brother» und Zuhälter (Louis Yuen Siu-Cheung) als noch Fungs Vampir-Dame Moon (Mondi Yau Yuet-Ching) in den Kram…

Meine Meinung:

The Romance of the Vampires ist ein sehr mässiger, kaum zu empfehlender Mitte der 90er Jahre CAT. III Film aus Hong Kong. In einem Buch-Review (von HK-Film Reviews von 1977-1997 bzw. zu Filmen aus dieser Zeitspanne) kam der Film nicht schlecht weg. Daher gekauft.

Leider lohnt sich The Romance of the Vampires wirklich nicht. Der Film krankt an mehreren negativen Punkten:

Unterhaltungswert: Kaum gegeben. Es passiert wenig und der Film ist vor allem eins: unspektakulär, lahm und langweilig. Viele Längen und lahme Füllszenen. Man wird nicht unterhalten gefesselt und eine Spannung ist zu keiner Sekunde vorhanden.

Figurenzeichnung: Die Mädels sind wenig hübsch (im Vergleich zu dem, was man aus dem HK-CAT. III Kino aus der Zeit sonst so kennt) und ganz schlimm war Louis Yuen Siu-Cheung. Dessen Darstellung war höllisch nervend. Man muss sich Ng Man Tats Darbietung in Taxi Hunter vorstellen, dann bekommt man eine Ahnung, wie sehr die von Louis Yuen Siu-Cheung gespielte Figur im Film nervt. Zum Fremdschämen. Grösster Minuspunkt des Filmes.

Effekte/Action/Erotikfaktor: Es gibt im Film kaum Effekte, so gut wie keine Action und/oder auch keinen Gore. Da gibt’s nur eine (Action)Szene mit Billy Chow (Fist of Legend), die nicht der Rede wert ist. Da wäre, auch gerade mit Ben Lam (High Risk) als Lead, mehr möglich gewesen. Erotikfaktor gleich null! Die CAT. III Freigabe bekam der Film wegen diversen Sex-Szenen und Brüsten. Mehr sieht man aber nicht. Wenig graphisch, wenig explizit. Viel harmloser als manch andere CAT. III Filme. Das ist schade. Mit Billy Chow (nur kurze Nebenrolle) oder Ben Lam als Lead hätte man mehr machen können.

Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, welche Filme aus der Schmiede von Regisseur Ricky Lau entstanden sind: Mr. Vampire 1-4, Where's Officer Tuba?, Encounter of the Spooky Kind II, The Nocturnal Demon, Ghost Punting oder The Hunted Hunter. Der Mann weiss eigentlich, wie Action und vor allem Horror/Vampir-Filme anzusehen haben! Umso erschreckender ist das Gesamtergebnis in The Romance of the Vampires ausgefallen. Leider…

Fazit: Nicht zu empfehlen! Lahmer CAT. III Film…

Infos:

O: Xi wo yi ge wen

HK 1994

R: Ricky Lau

D: Ben Lam, Yvonne Yung Hung, Louis Yuen Siu-Cheung, Mondi Yau Yuet-Ching, Billy Chow, Kingdom Yuen King-Tan

Laufzeit der HK-LD: Ca. 98 Min.

Gesehen am: 08.11.20

Fassungen: Gesehen als HK-LD von Ocean Shores = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gäbe es auch als HK-DVD (auch von OS). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2020).

Mittwoch, 3. Februar 2021

High Risk Review

High Risk

Story:

Terroristen (u.a. Billy Chow, Ben Lam, Valerie Chow, Kelvin Wong Siu) nehmen in einem Hochhaus Geiseln (u.a. Wu Ma, Jacky Cheung, Chingmy Yau, Lee Lik-Chi, Charlie Yeung Choi-Nei, Charlie Cho Cha-Lee). Ein Ex-Soldat und Bombenspezialist (Jet Li) eilt den Geiseln zur Rettung und hat gleichzeitig die Chance, die Mörder seines Sohnes und seiner Ehefrau zu rächen…

Meine Meinung:

Dreistes 1995er Hong Kong Ripp-Off des Action-Highlights Die Hard mit Bruce Willis. In der 1995er Version von Wong Jing (Enter the Fat Dragon) ist es der damalige Superstar Jet Li (The Sorcerer and the White Snake, The Master, The Last Hero in China, Fist of Legend, Dr. Wai in the Scriptures with No Words, The One, Born to Defend, The New Legend of Shaolin, Black Mask, The Bodyguard from Beijing), der die Geiseln aus dem Hochhaus befreit und den Terroristen den Kampf ansagt.

Der Film wirkt zunächst leicht gewöhnungsbedürftig und befremdlich, bis man sich ab der Dreistigkeit nicht mehr aufregt und bis die Figuren eingeführt sind und der Hauptplot startet. Danach wird dem Fan ein Actionfest sondergleichen präsentiert, welches abwechslungsreich und aufwändig in Szene gesetzt wurde.

Wong Jing wartet zudem mit einem tollen Cast auf und auch in Sachen Action macht der Film viel richtig: es gibt diverse (echte) Explosionen, krasse Stunts, viele fliegende Dummies und Stuntmen, vereinzelt starke Kampfszenen, (blutige) Shootouts und sehenswerte und aufwändige Set-Pieces die u.a. ein brennendes Fahrzeug, einen Crash aus dem Hochhaus und einen Helikopter beinhalten! Da bleibt dem Fan vor Staunen die Spucke weg! So geil hatte ich die Action nicht in Erinnerung! Für die Action-Szenen zeichneten sich Corey Yuen (Above the Law) und Yuen Tak (Hero) verantwortlich.

Längen sind Mangelware und wie es sich für Wong Jing gehört ist auch der Humor nebst Action-Szenen derb: ein Bus voller Kinder und dem Sohn & der Ehefrau von Jet Li wird in die Luft gejagt, Gewalt gegen Frauen, Leichen werden rumgeworfen oder als Schutzschilder missbraucht plus das sinnlose Töten von Geiseln sind nur einige Beispiele, die typisch für das damalige Kino eines Wong Jing sind.

Jet Li liefert sich im Film einen tollen Kampf gegen Ben Lam (mit Sonnenbrille gar nicht erkannt), während Spassvogel Jacky Cheung (Slickers Vs Killers) gegen Billy Chow (Point of No Return) antreten darf, wobei letzterer eine schlimme Haarpracht zum Besten gibt (à la Van Darm in John Woods Harte Ziele). Daneben sind noch zu sehen: Chingmy Yau (Tricky Brains), Wu Ma (Die Eroberer) oder Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares) wobei ich letzteren (dank Perücke, Brille, grauer Haare) auch fast nicht erkannt hätte.

Fazit: Perfekt rasante HK-Action von Wong Jing und mit einem starken Jet Li (auch wenn die Action mehrheitlich Schusswaffen lastig ist d.h. Jet Li darf kaum kämpfen) und jedem Fan des HK-Actionkinos zu empfehlen!

Infos:

O: Sue Daam Lung Wei

HK 1995

R: Wong Jing

D: Jet Li, Billy Chow, Ben Lam, Wu Ma, Valerie Chow, Jacky Cheung, Chingmy Yau, Lee Lik-Chi, Kelvin Wong Siu, Charlie Yeung Choi-Nei, Yang Chung-Hsien, Charlie Cho Cha-Lee

Laufzeit der HK-DVD: 100:31 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Review überarbeitet am: 07.11.20

Fassungen: Mir lag die Code Free-DVD aus Hong Kong von Universe vor = Gute Bild- und solide Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Achtung: nur die 1. und die DTS Auflage sind Uncut! Es gibt eine in Gewalt stark zensierte 2. DVD-Auflage (wie auch die HK VCD)! In Deutschland von Laser Paradise auf DVD zu haben (Uncut und u.a. auch im O-Ton, aber ohne Subs). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Nov. 2020).