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Samstag, 20. Juni 2020

Die Eroberer Review

Die Eroberer

Story:

Eine Gruppe von Helden (u.a. David Chiang, Fan Mei-Sheng, Chen Kuan-Tai, Wong Chung, Danny Lee, Ti Lung, Yue Fung) ist bereit, für ihr Land zu sterben und ihre Leben zu lassen. Ihr Ziel: Rebellen (u.a. Bolo Yeung) ausschalten, die sich in einer Festung eingenistet haben…

Meine Meinung:

Aka All Men Are Brothers. Die erste und letzte Sichtung von Die Eroberer, so der deutsche Titel des Shaw Brothers Epos All Men Are Brothers von Chang Cheh (Crippled Avengers) und Wu Ma (14 Blades), ist 13 Jahre her. Ich wusste so gut wie nichts mehr über den Film. Als ich den Film vor 13 Jahre sah, kannte ich mich im Shaw Brothers Universum auch noch kaum aus – viele der Stars und Namen im Film waren mit dazumal z.B. unbekannt.

Die Story, die, glaube ich, auf einer Folklore aus China basiert (die z.B. auch für die Serie Die Rebellen vom Liang Shan Po Pate stand), kommt episch daher. Es ist ein Epos, in welchem viele Stars, die dazumal Rang und Namen hatten, auflaufen durften: Ku Feng (The One-Armed Swordsman), Bolo Yeung (The Rescue), David Chiang (Shaolin Abbot), Fan Mei-Sheng (Dreadnaught), Wong Chung (Mobfix Patrol), Danny Lee (The Killer), Michael Chan Wai-Man (Ninja Strike) oder Ti Lung (Shaolin Prince).

Heute kenne ich oben genannte Gesichter gut und so machte das Schauen von Die Eroberer noch mehr Spass als früher. Durch die aufwändige (Statisten, Bauten, Settings) und simple Story wird der Fan bestens unterhalten. Bekannte Heroic Bloodshed Themen (John Woo war ja in der Lehre bei Chang Cheh) wie Aufopferung, Heldentode und Patriotismus sind Bestandteile des Filmes, die typisch für Chang Cheh und seine Arbeiten sind.

Der Film bietet Unmengen von Action, Blut und einen enormen Bodycount. Obwohl jede Fassung zensiert ist, wird mit Blut nicht gespart. Die restaurierte Celestial-Fassung von Die Eroberer ist definitiv gut schaubar, Zensur hin oder her. Es wird fast immer mit Waffen gekämpft, nur wenig Hand gegen Hand kämpfe. Die Chorographie wurde vernachlässigt bzw. statt auf eine spektakuläre Choreographie wurde Wert gelegt auf Massen-Kampfszenen, viel Blut und einen hohen Bodycount.

Das Ableben unserer Helden wurde teilweise extrem stark in Szene gesetzt und gefilmt, so dass das Heldensterben sehr dramatisch, intensiv und lange hinausgezögert wird (wenn sie halbtot noch weiterkämpfen). Vor allem die Abgänge von Fan Mei-Sheng, Chen Kuan-Tai und Wong Chung waren absolut Spitzenklasse in Szene gesetzt. Ku Feng bekommt übrigens eine Kampfszene spendiert und ungewöhnlich ist (für einen Chang Cheh Film), das mit Yue Fung (Sword with the Windbell) sogar eine Frau mit an Bord ist (gehört auch zur Heldentruppe). Ob da Wu Ma die Finger im Spiel hatte?

Fazit: Must See Titel für jeden Shaw Brothers Fan!

Infos:

O: Dang Kou Zhi

HK 1973

R: Chang Cheh, Wu Ma

D: David Chiang, Fan Mei-Sheng, Chen Kuan-Tai, Wong Chung, Danny Lee, Ti Lung, Yue Fung, Ku Feng, Bolo Yeung, Michael Chan Wai-Man

Laufzeit der deutschen DVD: 101:17 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Review überarbeitet am: 15.05.20

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MIB vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, wie alle weltweiten Fassungen nicht Uncut. Die Fassung ist trotz Zensur sehr blutig und gut schaubar. In 3-4 Szenen fallen mögliche Schnitte auf, es fehlt aber deutlich mehr. Eine Uncut Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2020).

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