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Montag, 11. September 2017

Legend of the Wolf Review



Legend of the Wolf

Story:

Der mysteriöse als «Wolf» bekannte Fung Man Hin (Donnie Yen) wird von einem Interessenten aufgesucht – doch dieser muss sich, bevor er sein Anliegen anbringen kann, erst Mal «Wolfs» Geschichte anhören, welche von seinem treuen Freund Wai (Dayo Wong Chi Wah) erzählt wird:
Fung Man Hin (Donnie Yen) leidet an Gedächtnisverlust. Er ist ein ehemaliger Killer, der zusammen mit seinen Brüdern (u.a. Mandy Chan Chi Man, Mak Wai Cheung, Ben Lam) für Angst und Schrecken sorgte. Dank seinem Gedächtnisverlust ändert er sein Leben: trifft auf Wai, beschützt diesen vor Banditen, verliebt sich in Wai-Yee (Carmen Lee). Doch seine Killer-Brüder wollen Vergeltung und attackieren das Dorf, in welchem sich Fung Man Hin aufhält und entführen seine Frau…

Meine Meinung:

Legend of the Wolf ist ein nicht uninteressanter Film, der aber hier und da auch Schwächen aufweist. Diese wären:

Lahme Rahmenhandlung welche zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herspringt und für Längen sorgt. Auch die Liebesgeschichte (und eine der unerotischsten Sexszenen ever) bringt paar Minuten Langweilige und Kitsch, welche es nicht gebraucht hätte. Man hätte den Film gut 20 Minuten kürzer gestalten und somit Längen reduzieren können. Einige der Dialoge sind auch relativ billig wie auch der Einsatz der Musik.

Doch wie schon oft gesagt sieht man sich solche Filme nicht wegen der Story oder ihrer Originalität an. Sondern wegen der Action – und diese rockt in Legend of the Wolf definitiv!

Und da gibt es Einiges was erwähnenswert ist:

Legend of the Wolf stellte Donnie Yens Regiedebüt dar (gefolgt von Shanghai Affairs und Ballistic Kiss ein Jahr später). Er, der Star von tollen Hong Kong Actionfilmen wie Tiger Cage 1 + 2, In the Line of Duty 4, Iron Monkey, Drunken Tai Chi oder Once Upon a Time in China 2 – um einige seiner Erstlingswerke zu nennen.

Auch zuletzt war er sehr gefragt und auch einige seiner neueren Werke sind sehr zu empfehlen (Ip Man 1-3, Wu Xia, The Lost Bladesman, Legend of the Fist, 14 Blades, Sha Po Lang, Flash Point). Donnie Yen ist im Moment einer der gefragtesten Stars und erobert nach seinen unterforderten Rollen in u.a. Blade 2 nun das zweite Mal Hollywood (Rogue One: A Star Wars Story oder xXx 3 - Die Rückkehr des Xander Cage) und/oder das Kino in China (The Monkey King, Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny). Man darf gespannt sein, was man von ihm noch alles zu sehen bekommt (und der Mann ist heute auch schon über 50 Jahre alt).

Sein Regiedebüt bot diverse Stilmittel um die Actionszenen eindrücklicher und von der Masse abhebend in Szene setzen zu können. Zeitlupenaufnahmen wechseln sich mit ultraschnellen und rasanten Bildern – welche vor allem in den Massen-Kampfszenen und wie auch in den 1:1 Kampfszenen toll zur Geltung kommen. Schwindelerregend, da viele der Aufnahmen auch künstlich verschnellert wurden. Das sorgte aber auch für Kritik – wobei mir persönlich die Action sehr gefallen hat. Vor allem gegen Finale dreht der Film stark auf und nebst Massenszenen gefielen mir vor allem die 1:1 Kämpfe, u.a. Donnie Yen gegen Mandy Chan Chi Man (Eisenkette um den Arm), gegen den Kämpfer mit der Pistole, das Finale gegen Ben Lam (kommt wirklich nur in den letzten 20-30 Minuten vor) und der beste Kampf war gegen den ehemaligen Shaw Brothers Star Mak Wai Cheung (Monkey Stil) der in den Actionszenen wie auch Donnie Yen eine tolle Figur macht. Er ist sehr kampferfahren (Choreographie, echtes Kämpfen, Stunts) und trug viel zur Klasse der Actionszenen in dem Film bei. An der Seite von Regisseur, Produzent und Star Donnie Yen war er auch Action Director zusammen mit Donnie Yen und sie haben beide einen tollen Job gemacht.

Und Donnie Yen konnte dem Film seinen Stempel aufdrücken und sein Talent als Martial Arts Star und motivierter Choreograph eindrücklich unter Beweis stellen.

Der Film könnte Fans von klassischen Kung Fu Filmen zwar zu modern erscheinen – aber im Hinblick auf das teilweise heutige Actionkino aus China wirkt im Vergleich gar ein Legend of the Wolf schön Old School mässig – so dass man dem Film, zumindest jedem Donnie Yen Fan, nur empfehlen kann!

Infos:

O: Chin Long Chuen Suet

HK 1997

R: Donnie Yen

D: Donnie Yen, Dayo Wong Chi Wah, Carman Lee Yeuk Tung, Mak Wai Cheung, Ben Lam, Mandy Chan Chi Man

Laufzeit der dt. Blu Ray: 94:50 Min.

Review überarbeitet: 17.08.17

Fassungen: Die beste Fassung stellt bisher die dt. Blu Ray dar = Uncut, gute Bildqualität (stellt alle bisherigen DVDs in den Schatten), kein Vollbild (wie fast alle DVDs) und somit an den Seiten nicht beschnitten und sogar anamorph (UK DVD war nicht anamorph). Dazu kommt u.a. O-Ton (Englisch Dubbed nämlich grottenschlecht) und englische Subs. Das Interview mit Mak Wai Cheung war sehr informativ und interessant. Dazu gibt es englische UT und einen dt. Voice Over Sprecher. Einziges Manko zur Blu Ray: falsche Coverangaben (Bilder und Namen von anderen Filmen mit Donnie Yen), lächerlicher deutscher Alternativtitel (Zusatz Die Rückkehr des Kung Fu Killers – Anspielung für Kung Fu Jungle der in Deutschland als Kung Fu Killer veröffentlicht wurde) und trotz Wendecover gibt es auf beiden Seiten die FSK Freigabe auf dem Frontcover. Preis war für eine neue Vö und Schweizer Verhältnisse sehr billig.

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