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Sonntag, 31. Mai 2026

Fists of Kill

Fists of Kill

Story:

Pai Wu Tin (Dorian Tan Tao-Liang) bietet sich bei einem Lord (Ma Chi) als Bodyguard an und schafft es, diesen zu überzeugen. In Wahrheit ist Pai Wu Tin ein Undercover-Agent, der sich später mit Rebellen (u.a. Judy Lee) zusammen tut um den Lord und ausländische Elemente zu bekämpfen…

Meine Meinung:

Aka Fist of Kill. Aka Sunset in the Forbidden City. Fists of Kill scheint ein eher seltener Eastern zu sein. Man findet kaum Reviews zum Film und auch auf Letterboxd wurde der nur von vier Usern als «gesehen» markiert. Der Mitte der 70er Jahre Film aus Taiwan von Lin Pai hat mich leider nicht überzeugt, obwohl ich bei dem Genre meistens leicht zu befriedigen bin. Lin Pai hat nebst Fists of Kill nur zwei weitere (laut Filmdatenbanken) Filme realisiert. Mit anderen Worten war Fists of Kill wohl kein grosser Erfolg.

Der Plot selbst ist wenig originell, was aber auch nicht wirklich ein Kritikpunkt darstellt. Zumindest für mich nicht. Denn in Eastern sind die Plots selten kreativ. Was ich Fists of Kill ankreiden kann, ist die Tatsache, dass der Film in den ersten 60 Minuten einfach sehr langweilig ist. Kaum Kämpfe, sehr dialoglastig, uninteressante Szenen und von Dorian Tan Tao-Liang (General Stone, Drei wild wie der Teufel, Hand of Death) bin ich jetzt nicht der grösste Fan. Zumal er eben oft in Handlungsszenen zu sehen ist, und das ist nicht seine Stärke, zumal mir sein Dauergrinsen und seine Schmalz-Perücke auf den Keks ging.

Was diesen Zustand verschlimmbessert hat, war der ultramiese, sehr nervende Englische Dub. Da hier mehr als in anderen Eastern geredet wird, hätte ich bei einigem Dialogen, die so unglaublich schlecht wirkten (und unfreiwillig komisch), am Liebsten ausschalten wollen. Judy Lee (The Crane Fighter) darf dann erst im Finale richtig zulangen. In den ersten 60 Minuten hat es nur eine gute (kurze) Kampfszene, sondern wird der Zuschauer mit langweiligen Füllszenen «geschändet». Zwar gibt es im Finale (ab der 60 Minute bis zum Ende) viele Kampfszenen, aber diese konnten mich auch nicht mehr erfreuen, zumal ich kein allzu grosser Fan von Gruppenkampfszenen bin.

Fazit: Geschmackssache. Aufgrund der lahmen ersten Stunde und dem ultraschlechten Englischen Dub wird der Film nicht in meine Filmsammlung integriert!

Infos:

O: Ri Luo Zi Jin Cheng

Taiwan 1975

R: Lin Pai

D: Dorian Tan Tao-Liang, Judy Lee, Ma Chi, Chen Hui-Lou, Lung Fei, Li Ying, Shih Ting-Ken, Wang Ruo-Ping

Laufzeit der indonesischen Betamax: 84:53 Min.

Gesehen am: 31.05.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Loka Vision vor = Wahrscheinlich Uncut, Vollbild (Ausnahme der Vorspann, der in Widescreen gezeigt wird), Englischer Dub. Interessanterweise gibt es keine indonesischen Untertitel, was ich bei indonesischen Fassungen noch nie gesehen habe. Der Englische Dub ist leider grauenhaft schlecht. Am liebsten hätte ich ausgeschaltet. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2026). Da mir der Film nicht gefiel, wurde die Fassung nach England verkauft.

Montag, 18. Mai 2026

The Prodigal Boxer II

The Prodigal Boxer II

Story:

Fong Sai-yu (Meng Fei) infiltriert in einer Undercover-Aktion das Anwesen des Bösewichts (Lu Ping). Dessen Mitarbeiter und rechte Hand Kow Lee (Dorian Tan Tao-Liang) erkennt den jungen Helden sofort und will sich mit ihm messen. Nach einem Kampf werden sie zu Freunden und am Ende erkennt auch Kow Lee, dass sein Meister ein Tyrann ist, der aufgehalten werden muss. Treu steht er seinem neuen Freund Fong Sai-yu im Kampf zur Seite…

Meine Meinung (Re-released re-edit/New edit):

The Prodigal Boxer II ist die direkte Fortsetzung von The Prodigal Boxer. In der Hauptrolle kehrt Meng Fei (Take the Rap, Shaolin Hero, Eagle Flying in September) als Volksheld Fong Sai-Yuk zurück. Die Rolle steht im definitiv gut. Regie führt erneut Ulysses Au-Yeung Jun (The Wandering Dragon, Island Warriors, The Ming Patriots). Yasuaki Kurata (Tiger) und Wong Ching (Shaolin Temple) kehren nur in Rückblenden zurück. Neu an Bord sind Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River) sowie Doris Lung Chun-Erh (keine kampfbetonte Rolle).

Wer den ersten Film mochte, wird auch die Fortsetzung mögen. Mir lag nur die Wiederaufführungsfassung vor. Diese zeigt ca. 30 Minuten des ersten Filmes. Was dabei von der ursprünglichen Version entfernt wurde, ist mir nicht bekannt. Nach dem Start wechselt der Film zu den Szenen des ersten Teiles und zeigt eine Art actionbetonte Zusammenfassung. Daher auch die Szenen mit Yasuaki Kurata & Wong Ching. Dazu wird nett ein Link zur Fortsetzung eingestreut. Plötzlich sehen wir im Finale des ersten Teiles nämlich Dorian Tan Tao-Liang als Zuschauer des Kampfes. Danach wechselt der Film zum neuen Plot.

Und der besteht dann fast nur noch aus Action. Meng Fei muss, bevor er gegen den Hauptboss antreten kann, dessen vier Killer ausschalten. Und wir sehen nach den Flashbacks des ersten Teiles nur noch das plus den Endkampf. Und das war doch ziemlich cool, auch wenn vor allem die von Doris Lung Chun-Erh gespielte Figur ziemlich auf der Strecke bleibt. Die Kampfchoreographie steuerte Lau Kar-Wing (The Fake Ghost Catchers) bei. Die Choreographie war bodenständig, sehenswert und realistisch. Die Duelle muten etwas kürzer an, als im Vorgänger. Dafür wurde der Blutgehalt nach oben geschraubt. Einziges kleines Manko ist, dass Meng Fei die vier Killer relativ schnell besiegt. Da hätte ich mir durchaus härtere, längere und dramatischere Kämpfe gewünscht. Alles in allem aber sehenswert!

Fazit: Fans des ersten Teiles schalten ein!  

Infos:

O: Chuan Ji Fang Shi Yu

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1976

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Meng Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Doris Lung Chun-Erh, Lu Ping, Wei Ping-Ao

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung)

Gesehen am: 18.05.26

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo Video Production vor = Mandarin O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die englischen Subs fehlen nur in den ersten ca. zehn Minuten und in den letzten Dialogen vor der The End Einblendung. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai 2026). Der Film wurde nach seiner Erstaufführung später nochmals unter anderem Titel (Young Hero of Shaolin) und mit Archivaufnahmen (in denen u.a. Yasuaki Kurata zu sehen ist) des ersten Teiles neu aufgeführt. Die südkoreanische VHS-Fassung entspricht auch diesem «New Edit».

Dienstag, 20. Mai 2025

The Kung Fu Emperor

The Kung Fu Emperor

Story:

Der Kaiser (Fang Mian) ist krank. Der tyrannische Lord Long (Chan Sing) strebt die Nachfolge an. Mit seinen Killern (u.a. Wong Ching, Jang Il-Do, Tsai Hung) lässt er potenzielle Thronfolger des Kaisers töten. Der 4. Prinz (Ti Lung) versteckt seine Martial Arts Techniken, stellt sich dumm und entkommt. Im Exil bereitet er sich zusammen mit neuen Verbündeten (Dorian Tan Tao-Liang, Shih Szu, Kao Chiang) auf die Rache vor…

Meine Meinung:

The Kung Fu Emperor sah ich im August 2013 als Englisch Dubbed Vollbild-UK-DVD. Als ich dieses VHS kaufte, wusste ich das zu dem Zeitpunkt nicht mehr. Die DVD schaute ich damals beim Kollegen. The Kung Fu Emperor ist ein guter Film. Eine HK-Produktion aus dem Jahr 1981. Zwar keine Golden Harvest und/oder Shaw Brothers Produktion, aber das Budget war sichtbar grösser als in anderen Filmen dieser Art. Der Film, der inhaltlich an den Shaw Brothers Kracher Dirty Ho erinnert, ist auf der einen Seite sehr gelungen (Settings, Kostüme, Budget, Ausstattung, Cast), auf der anderen Seite wäre mehr möglich gewesen.

Es wäre deutlich mehr Potenzial vorhanden gewesen, speziell bei den Namen, die im Film mitwirken. Der Film vom Blooded Treasury Fight Regisseur Pao Hsueh-Li (The Beauty Escort) bietet inhaltlich im Mittelteil zu viele Längen. Mehr Kämpfe in dieser Zeitspanne wären wünschenswert gewesen. Das Finale war auf der einen Seite auch etwas enttäuschend, vor allem wie der Bösewicht stirbt. Da hätte ich lieber einen langen, harten Fight von Ti Lung (Held) gegen Chan Sing (Bösewicht) gesehen. Daneben sind Dorian Tan Tao-Liang (General Stone), Shih Szu (Lady of the Law), Bruce Lai (The Ming Patriots), Tsai Hung (8 Strikes of Wild Cat) und Wong Ching (The Prodigal Boxer) zu sehen.

Nebst Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra) und Chan Sing (The Ape Girl) hatte ich vor allem an Wong Ching am meisten Freude. Er spielt die rechte Hand von Chan Sing. Von letzterem hätte ich gerne auch mehr gesehen. Er hat eigentlich relativ wenig Screentime und ich finde, mehr Chan Sing hätte den Streifen aufgewertet. Ich will den Film definitiv nicht schlecht machen, auch wenn es sich vielleicht so anhört. 

Es gibt noch immer solide und sehenswerte Kämpfe und des Produktionsstandards waren höher als bei anderen Filmen. Mehr Einzelkämpfe, mehr Kämpfe und ein besseres Finale hätten aus dem Film einen Kracher gemacht. So bleibt nur ein guter Eastern, der dank tollem Cast und Budget leicht über dem Durchschnitt liegt.

Fazit: Eastern Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gung Foo Wong Dai

HK 1981

R: Pao Hsueh-Li

D: Fang Mian, Chan Sing, Wong Ching, Jang Il-Do, Tsai Hung, Ti Lung, Dorian Tan Tao-Liang, Shih Szu, Kao Chiang

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Aug. 2013 / Neusichtung am: Ende Feb. 2025

Fassungen: Im Sommer 2023 sah ich den Film beim Kumpel als UK-DVD (Titel: Ninja - The Kung Fu Emperor). Diese war in Vollbild, Uncut und Englisch Dubbed. Nun sah ich den Film als VHS aus Japan von Daiei Video. Dieses hat zwei Vorteile: Mandarin O-Ton und Widescreen. Natürlich gibt es nur jap. Subs. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs, eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Dienstag, 24. September 2024

Blooded Treasury Fight

 

Blooded Treasury Fight

Story:

Der zum Tode verurteilte Yin Gan To (David Chiang) wird aus dem Knast entlassen, um bei einer gefährlichen Mission zu helfen: angeführt von Marshal Chow Kwan Han (Dorian Tan Tao-Liang) und seinem Team (u.a. Tsai Hung, Fan Mei-Sheng) soll er in der «Blood Mill» helfen, einen Perlenschatz zu finden. Das Gelände wird von Gangster-Boss Mill master (Michael Chan Wai-Man) und seiner Armee bewacht. Auch andere Parteien (u.a. Wang Chung) sind hinter den Perlen her. Als Marshal Chow verletzt zurückbleibt und sich Yin und Co. zur Mühle kämpfen und gefangen genommen werden, macht sich der nun genesene Marshal Chow und Co. (u.a. Wong Ching) auf, die Entführten zu befreien und den Schatz zu finden…

Meine Meinung:

Shaw Brothers Regisseur Pao Hsueh-Li (Oath of Death, Finger of Doom, Deadly Angels) hat mit Blooded Treasury Fight einen unabhängigen Kung-Fu-Film in der Form der Shaw Brothers Studios gedreht. Da weniger Budget vorhanden war, wurde viel in der Natur gedreht. Dennoch können sich die Anzahl Kampfszenen, deren Qualität und vor allem der namhafte Cast, sehen lassen. Ich fand den Film besser, als ich den in Erinnerung hatte. Vor allem Fans von David Chiang (A Mad World of Fools, Die 7 goldenen Vampire) und Michael Chan Wai-Man (The Deadly Breaking Sword, The Master Strikes Back) kommen voll auf ihre Kosten.

Interessant ist, dass Regisseur Pao Hsueh-Li schon mehrfach mit Michael Chan Wai-Man zusammengearbeitet hat. Nämlich in Eight Escorts, The Heroes sowie in The Beauty Escort. Interessant ist, dass zwei dieser Filme (nämlich Eight Escorts & The Beauty Escort) zusammen mit Blooded Treasury Fight von einem total unbekannten Label (= Colaborate Company Ltd.) auf VHS veröffentlicht wurde. Spannend. Ob es da einen Deal mit Michael Chan Wai-Man oder Regisseur Pao Hsueh-Li gab? Der Film bietet einen simplen Plot, der am Ende noch paar Twists bietet: wer wen warum verrät und wahre Identitäten. Nichts Neues im damaligen HK oder Taiwan-Kino. Wer die Stars kennt, wird auch die Figuren auseinanderhalten können.

Nebst David Chiang und Michael Chan Wai-Man tummeln sich nämlich Namen wie Dorian Tan Tao-Liang (Scorching Sun, Fierce Winds, Wild Fire), Fan Mei-Sheng (The Delinquent), Wang Chung (Have Sword, Will Travel), Wong Ching (Mobfix Patrol), Wu Ma (The Black Tavern) oder Tsai Hung (The Vengeance of Six Dragon) im Film. Fan Mei-Sheng scheidet schnell aus dem Film. Er hat verhältnismässig wenig Szenen abbekommen. Wu Ma hat nur einen Gastauftritt. Nebst den Namen gibt es noch andere Stars, die kämpfen können und in den Kampfszenen eine gute Figur machen. Vor allem die Finalkämpfe sind sehenswert. Da darf fast jeder Darsteller Mal gegen jeden kämpfen und mit Blut wird auch nicht gespart.

Fazit: Stark & sehenswert für Kung Fu-Film Fans!

Infos:

O: Xue rou mo fang

HK 1979

R: Pao Hsueh-Li

D: David Chiang, Dorian Tan Tao-Liang, Tsai Hung, Fan Mei-Sheng, Michael Chan Wai-Man, Wang Chung, Wong Ching, Wu Ma, Kim Jeong-Ran, Chan Bik-Fung, Jang Il-Do, Kao Chiang, Lee Kwan

Laufzeit der VHS von Colaborate Company Ltd.: 85:28 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: 15.08.25

Fassungen: Im Okt. 2011 sah ich den Film beim Kumpel als Englisch synchronisierte DVD von World Video. Danach verpasste ich einmal das Ocean Shores VHS aus Taiwan um eine Woche, welches auf Ebay gelistet war. Hätte O-Ton und Subs gehabt. Wurde für 250 USD verkauft. Von meinem Kanada-Dealer. Danach hätte ich eine VHS aus Südkorea kaufen können. Unbekannt ob die reguläre Fassung oder verändert (= Extraszenen oder HK-Stars mit koreanischen Stars ersetzt). Auf jeden Fall Dubbed in Koreanisch. Daher Mal liegen gelassen. Später bekam ich von keinem Deutschland-Dealer Angebote geschickt und sah Blooded Treasury Fight. Nach kurzer Info Audio-Optionen bestätigen lassen (Mandarin mit englischen Subs) und das VHS gekauft. Es kam aus Frankreich. Original VHS, aber ohne Hülle. Das Logo konnte niemand identifizieren. Der Franzose, von welchem es mein Deutschland-Dealer hat, meinte, es sei ein «Master-Tape» zum Erstellen von Kopien für Videotheken. Er selbst habe es von einem Bekannten, der in einem Chinatown einen Shop hatte. Durch Angebote von meinem China-Dealer konnte ich das Label identifizieren, ihm einen Namen zuordnen: Colaborate Company Ltd. Jedoch fand ich mit den Namen im Netz keine Infos. Das VHS kam bei mir defekt an. Die Band war gerissen. Nicht nur von der Spule, sondern auch vom Band. Ich konnte es am Flicken. Dies kann hier nachgelesen werden = HIER KLCICKEN. Nun sah ich mir den Film an. Original-Vorspann, O-Ton, englische Subs, bis auf Nachtszenen eine gute Bildqualität und wahrscheinlich Uncut. Schön, diese seltene O-Ton und englische Subs Fassung in der Sammlung zu haben. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

Weitere Bilder:





Dienstag, 10. September 2024

Hand of Death

Hand of Death

Story:

Commander Shih (James Tin Chuen) ist ein Verräter. Er verrät die Shaolin Kämpfer und arbeitet für die Mandschuren. Ihm ist er zu verdanken, dass Zhang Yi (John Woo), der im Besitz einer wichtigen Karte war, verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Yung Fei (Dorian Tan Tao-Liang) macht es sich zusammen mit anderen Kämpfern (u.a. Jackie Chan) zur Aufgabe, Commander Shih und Co. (u.a. Yuen Wah, Sammo Hung) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Hand of Death sah ich seit 2008 nicht mehr. Ich hatte das Frühwerk von John Woo (The Killer, Heroes Shed no Tears) nie als Kracher in Erinnerung oder als solches abgespeichert. Ich wusste auch kaum mehr was über den Film. Ich wusste nur, dass Kung Fu und klassisches Setting inklusive Jackie Chan (Dragon Fist, Police Story) in einer Nebenrolle. John Woo, der seine Karriere bei den Shaw Brothers begann (unter seinem Mentor Chang Cheh), war inzwischen zu Golden Harvest übergewechselt.

Dort versuchte er sich im klassischen Kung Fu Film und spielt auch eine kleine Nebenrolle. Der Film ist absolut ok und solide, aber im Grossen und Ganzen eben auch nicht wirklich was Besonderes. Aber gut, um Erfahrungen zu sammeln. Nur drei Jahre später sollte John Woo mit Last Hurrah for Chivalry einen Kracher aus dem Hut zaubern. Die Erfahrungen, die er in Hand of Death sammelte, zahlten sich schlussendlich aus.

John Woo drehte den Film in Taiwan und Südkorea. Es sind auch viele Darsteller aus Südkorea dabei. Die Settings sind hübsch. Wo der Film seine klaren Stärken hat ist seine Musik (sein Theme), der Finalkampf von Jackie Chan und der Finalkampf zwischen James Tin Chuen (The Big Boss) und Dorian Tan Tao-Liang (Drei wild wie der Teufel). Der war stark und dessen Choreographie auch absolut sehenswert, wie auch jene von Jackie Chans Kampf gegen zwei Killer. Die Kampfchoreographie besorgte Sammo Hung (Pantyhose Hero, Slickers Vs Killers), der wie Yuen Wah (The Master, Eastern Condors) auch eine Nebenrolle als Bösewicht spielt.

Die Kampfszene zuvor sind solide, aber erreichen nie die Qualität der besagten Szenen im Finale. Die Szenen zuvor ragen nicht aus der Masse heraus. Der Plot empfand ich als relativ dürftig und es gab für meinen Geschmack auch die ein oder andere Länge. Zudem mag Dorian Tan Tao-Liang ein spektakulärer Kicker sein, aber er misst doch recht viel Charisma. Jackie Chan darf nur im Finale zeigen, zu was er fähig ist und von den Figuren gefielen mir sonst die Bösewichte. James Tin war gut und Sammo Hung als dessen rechte Hand machte viel Spass.

In Cameo-Auftritten sind noch einige bekannte Namen wie Wilson Tong (einer der kämpfenden Shaolin Mönche zu Beginn des Filmes), Yuen Biao (der von James Tin beim Einsammeln der Pfeile erschossen wird), dem späteren «Venoms» Darsteller Lu Feng (nicht erkannt), Robert Tai (nicht erkannt) oder Hard-Boiled Star Phillip Kwok (nicht erkannt) zu sehen. Es soll sich bei Hand of Death um John Woos erste Arbeit für Golden Harvest handeln und um den ersten Film, der die drei «Brüder» Sammo Hung, Yuen Biao und Jackie Chan in einem Film vereint.

Fazit: Kein Kracher, aber Old School Kung Fu Fans schlagen trotzdem zu!

Infos:

O: Shao Lin Men

HK 1976

R: John Woo

D: James Tin Chuen, John Woo, Dorian Tan Tao-Liang, Sammo Hung, Kim Ki-Joo, Yuen Wah, Jackie Chan, Yuen Biao, Wilson Tong, Phillip Kwok, Lu Feng, Robert Tai,

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 97:05 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: 16.06.24

Fassungen: Siehe Last Hurrah for Chivalry. Double Feature. Schuber, Wendecover, Uncut, O-Ton, englische Subs, John Woo Interview und Audiokommentar als Bonusmaterial, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch oder O-Ton, deutsche Subs).

Samstag, 27. Juli 2024

Story in Temple Red Lily

 

Story in Temple Red Lily

Story:

Ein Dorf wird vom Baron (Lung Fei), einem Banditen und dessen Meister, beherrscht. Im nahe liegenden Shaolin Tempel fürchtet er die Mönche, die er mithilfe von Lama Kämpfern töten lässt. Der Baron lässt zudem einen Prinzen entführen. Ein Mann (Dorian Tan Tao-Liang), eine Frau (Judy Lee) und ein Junge schicken sich an, den Prinzen zu retten…

Meine Meinung:

Story in Temple Red Lily ist sehr solide Eastern- und Schwertkampf-Unterhaltung im klassischen Setting, mit einer ggf. etwas wirren Story, was aber auch an vielen Figuren, einer schlechten Bildqualität und/oder nicht immer lesbaren Untertiteln (und je nach Medium gibt es gar keine Untertitel) liegt. Im Grunde geht es um die bekannte Story, dass ein Bösewicht die Shaolin Mönche als Gefahr ausmacht und diese töten lässt. Dazu werden die Lamas gebraucht.

Ein bekanntes Gesicht, speziell als Bösewicht in unzähligen Rollen, stellt Lung Fei (The 7 Grandmasters) dar. Dieser spielt die rechte Hand des Meisters. An ihm kann man sich orientieren, wenn man ihn kennt. Was die Helden angehen fungieren dort Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel) und Dorian Tan Tao-Liang (Last Breath), wobei im Finale noch andere Gesichter und u.a. erwähnter Junge aus der Inhaltsangabe und sogar, als Überraschungsmoment, ein Raubvogel zu sehen ist (hatte Fistfull of Talons Vibes = cool). Das Tier ist ein Effekt und kein echtes. Hatte fast Kaiju-Vibes.

Es handelt sich, je nach Quelle, um eine Produktion aus Hong Kong oder Taiwan. Gedreht wurde der Film aus dem Jahr 1976 und von Regisseur Karl Liao Chiang-Lin in Taiwan. Bis auf wenige Aufnahmen (Restaurant, Burg) handelt es sich vor allem um günstige Outdoor-Setting. Das Verlies im Finale bietet auch einige tödliche Fallen, was ich immer mag. Regisseur Karl Liao Chiang-Lin hat nur wenige Filme als Regisseur realisiert: Moonlight Sword and Jade Lion (liegt als US-DVD vor, seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen), Dreaming Fists with Slender Hands (liegt mir als Kung Fu Kids als LD vor) und The Eagle King (mit sehr nervenden Figuren).

Fazit: Fans von klassischen Schwertkampffilmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Huo Shao Gong Lian Si

HK/Taiwan 1976

R: Karl Liao Chiang-Lin

D: Judy Lee, Dorian Tan Tao-Liang, Lung Fei, Wong Lik

Laufzeit der HK-VCD: 83.34 Min. / Laufzeit der HK-VHS: 83:03 Min.

Gesehen am: 17.05.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität (aber an den Seiten leicht weniger Bildinfos im Vergleich zum VHS), O-Ton Mandarin oder Englisch, keine Subs, Vollbild. Mir lag auch das HK-VHS vor, welches ich verkauft habe. Dieses entspricht einem anderen Master = chinesische Einblendungen (Credits) statt Englischen, etwas mehr Bildinfos an den Seiten, feste englische und chinesische Subs, bessere Farben, dafür unscharf, siehe Bildvergleich unten. Davon habe ich mir zuvor aber noch eine MP4 Kopie gemacht. Das VHS ist in Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Der englische Dub soll schlecht sein («und eine hingeschluderte, von auf ganzer Linie Inkompetenten fabrizierte Synchronisation»). Die UK-DVD wäre in Widescreen, aber auch nur Englisch Dubbed. Bildvergleich:














Mittwoch, 29. November 2023

Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue



 
VHS wurde 2022 in Queens von Angela Mao signiert

Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue

Story:

Violet (Angela Mao) ist die maskierte Heldin des Filmes. Sie bekämpft heimlich ihren Vater und dessen rechte Hand Master Wu (Chang Yi). Es geht zudem um Rebellen (Dorian Tan Tao-Liang, Tien Peng), die den Herrscher stürzen wollen und um zwei geteilte Karten, die einen Schatz versprechen…

Meine Meinung:

Aka Scorching Sun, Fierce Winds, Wild Fire. Der Film, der in Deutschland den irren und unpassenden Titel Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue bekommen hat (inklusiver falscher Inhaltsangabe, die Zombies verspricht), ist eine 1979er Produktion aus Taiwan, die mir sehr gut gefallen hat. Der Plot bietet nichts Neues und ist dem Kung-Fu Fan bekannt. Es sind Inhalte wie versteckte Identitäten, Rebellen, ein tyrannischer Bösewicht, Figuren, die andere verraten und die Suche nach einer Schatzkarte.

Alles irgendwie irgendwo schon Mal gesehen. In Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue funktioniert der Mix gut. Der Film ist unterhaltsam, actionreich, teilweise etwas trashig und auch fantasievoll (tödliches Gift, welches die Opfer entstellt und schmerzhaft sterben lässt). Die Actionszenen sind teilweise solide, teilweise sehr gut. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Der Film bietet einen tollen Cast. Dieser macht in den Actionszenen eine gute Figur. Vor allem die Kämpfe mit Angela Mao, Chang Yi und Tien Peng waren stark.

Der Cast hat mir gefallen. Lo Lieh (The Black Magic with Buddha) und Dorian Tan Tao-Liang (Drei wild wie der Teufel) spielen mehr Nebenrollen. Am Anfang wirken die Szenen deplatziert. Gegen Ende gibt es aber den Link zum Original-Plot. Beide sind in den Kampfszenen solide. Tien Feng (Das Schwert) kommt nur etwas mehr vor. Er ist der mysteriöse Fremde, der hier und da auftaucht. Er gefällt in dieser Rolle. Am meisten Screentime haben Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer) und Chang Yi (The War of the Boundary).

Angela Mao und Chang Yi haben auch die besten Kampfszenen abbekommen. Und ich mag beide und beide in den Hauptrollen sind ein grosses Plus des Filmes. Chang Yi habe ich zu Shaw Brothers Zeiten nie wahrgenommen. Ich freue mich, dies in Zukunft bei 2. Sichtungen vieler Shaw-Produktionen zu ändern. Dennoch kann ich schon sagen, dass ich Chang Yi in solchen Rollen (Bösewichte in Taiwan-Eastern) deutlich lieber sehe. Als ich las, dass er im Film mitwirkt, dazu noch als Bösewicht, stieg die Vorfreude drastisch. Ein klar unterschätzter und zu wenig bekannter Bösewicht der Kung Fu Film-Welt. Einziges Manko im Film: Chang Yi wird leider nicht im Kampf, und zudem, nur unfair besiegt. Das war etwas schade…

Fazit: Für Eastern und Angela Mao und Chang Yi Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Lie Ri Kuang Feng Ye Huo

Taiwan 1979

R: Sun Kam-Yun

D: Angela Mai, Chang Yi, Dorian Tan Tao-Liang, Tien Peng, Lo Lieh

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 93:24 Min.

Gesehen am: 08.11.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Mr. Banker Films / Cargo Records (Mediabook mit DVD, Blu-Ray und Booklet) und das südkoreanische VHS vor. Zur Blu-Ray: Uncut, Deutsch/Englisch/Mandarin aber leider ohne Subs. Das einzige Manko dieser Vö. Zum Glück ist die deutsche Synchronisation gelungen und wertet den Film zusätzlich auf. Restauriert wurde ein 35mm Print und Uncut-Szenen sind im O-Ton mit festen englischen & chinesischen Subs. Die Bildqualität ist gut und hat Charme. Das VHS aus Südkorea ist im O-Ton und mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs. Leider liegen die koreanischen Subs in dem Fall direkt über den englischen Subs, so dass diese meist nicht lesbar sind. Als ich das VHS kaufte, wusste ich nicht, dass es z.B. O-Ton und englische Subs Alternativen gegeben hätte (z.B. US-DVD). Das VHS wurde von Angela Mao signiert und bleibt daher in der Sammlung bestehen.

Freitag, 19. Mai 2023

General Stone

General Stone 

Story:

 

Chu Erh (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und Chun Chao (Dorian Tan Tao-Liang) schliessen sich der Widerstandbewegung an. Ihr Ziel ist es, den tyrannischen Herrscher Wang Chao (Lung Fei) zu besiegen…

 

Meine Meinung:

 

Diese Goldig Films-Produktion und HK-Kung Fu Film wirkt aufgrund seines Fantasy- und Trash-Gehalts fast mehr wie eine Taiwan- statt eine -HK-Produktion. Es kommen lebende Steinfiguren à la The Unbeaten 28, geheime Kammern à la Wooden Man und magische Waffen (Pfeilbogen, Peitsche) vor. Dazu Kicker Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River), Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) in seiner obligatorischen Bösewichts-Rolle und Taiwanesin und Sängerin Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Shaolin Death Squads) als Heldin.

 

In einer Nebenrolle ist noch Blacky Ko Shou-Liang (Das Todeslied des Shaolin) zu sehen. Die Regie besorgte Tao Hung. Scheinbar war General Stone seine einzige Regiearbeit. Der Film ist gut und solide. Kein Kracher, weil er auch lahmere Phasen gibt. Einige der Massen-Szenen waren lahm und im Mittelteil gerät Polly Shang-Kuan Ling-Feng längere Zeit zu sehr in den Hintergrund. Ich mochte die Kampfszenen, in denen ohne Waffen gekämpft wird, oder die Trainingsszenen von Dorian Tan Tao-Liang gegen die lebenden Stein-Statuen (eine davon ist sein Vater!!!) mehr als die anderen Kampfszenen.

 

Lung Fei kämpft, was speziell ist, mit seinem Bogen. Ohne Pfeile abzufeuern. Zudem schaut er wie ein japanischer Krieger / General aus. Viele der Szenen sind Outdoor gedreht und am Ende darf ein Dummy einen steilen, felsigen Abhang hinunterrollen und das Schicksal von Lung Fei besiegeln. Das mag ich immer. Die Musik war leider etwas billiges, eintöniges Archivmaterial, welches man aus unzähligen solchen Eastern kennt. Schade! Da wäre geklaute Musik aus US-Horrorfilmen oder dem Italo-Western besser gewesen. Dorian Tan Tao-Liang hat zwar eine eindrückliche Beinarbeit vorzuweisen, aber dafür das Charisma eines Ameisenhaufens.

 

Fazit: Aufgrund des Trash- und Fantasy-Faktors näher am Taiwan statt am HK-Kino der damaligen Zeit! Solide und für Fans der Beteiligten interessant!

 

Infos:

 

O: Shi San Tai Bao Li Cun Xiao

 

HK 1976

 

R: Tao Hung

 

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Lung Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Hu Chi, Chuan Yuan, Blacky Ko Shou-Liang

 

Laufzeit der UK-DVD: 82:42 Min.

 

Gesehen am: 19.04.23

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor = gute bis durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Als Bonus gibt es ein Interview mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (2.5 Minuten). Sie spricht erstaunlich gut Englisch. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: April 2023).

Samstag, 4. März 2023

The Greatest Eight Kinds of Kung Fu Review




The Greatest Eight Kinds of Kung Fu

Story:

Wu Chiu (Michael Chan Wai-Man), der Transporte eskortiert, wird überfallen und getötet. Die Täterschaft ist unbekannt. Die Schwester von Wu (Hsu Feng) und Wus Kumpel (Wang Chung) nehmen sich dem Problem an. Die treten an Stelle von Wu Chiu und eskortieren Lieferungen. Diverse Parteien (u.a. Danny Lee, Lily Li, Ling Yun, Dorian Tan Tao-Liang, Wong Ching) sind an den Transporten interessiert. Freund oder Feind?

Meine Meinung:

The Greatest Eight Kinds of Kung Fu aka Eight Escorts ist ein toller und sehenswerter Eastern, der mir besser gefallen hat, als erwartet. Der Plot ist eigentlich relativ dünn, 08/15 und hat man so sicher auch schon im Kung Fu-Genre gesehen (damit meine ich den Twist im Finale). Das gilt auch für die vielen Parteien im Film, wo zunächst unklar, was deren Motive sind oder wo die Zuordnung fehlt. Wer ist Freund, Feind oder ein möglicher Spion oder Agent? Dass die Kassette keine englischen Subs hatte, half nicht, dies nachvollziehbar zu verstehen.

Aber schlimm war es nicht und ich konnte dem Plot folgen, da ich die Mehrheit der Stars kenne und auseinanderhalten kann. Der Film, scheinbar eine HK-Produktion von Ex-Shaw Brothers Regisseur Pao Hsueh-Li (The Heroes) in Taiwan gedreht, bietet dem Fan eine grosse Anzahl von bekannten Namen wie Michael Chan Wai-Man (The Kung Fu Kid), Wang Chung (Police Force), Danny Lee (The Killer), Lily Li (Curse of Evil), Wong Ching (Sketch), Wu Ma (14 Blades) oder Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River).

Das der Plot wenig originell ist, ist für mich kein Kritikpunkt. Wu Ma, dessen Szenen für den Plot wenig wichtig scheinen (plus seine Szenen mit den nervenden Kindern), sind vielleicht die einzigen Mankos des Films. Die hätte man zugunsten einer Straffung weglassen können. Aber nur ein Detail am Rande. Kaum der Rede wert. Der Film bietet eine extrem hohe Anzahl von Kampfszenen. Diese sind oft hart anzusehen und spektakulär und abwechslungsreich choreographiert. Es gibt Kämpfe mit Waffen, ohne Waffen, 1:1 Kampfszenen oder Gruppenkämpfe, in welchen z.B. zwei Personen gegen eine kämpfen. Das Finale ist hart.

Selbst in der 1,33:1 Fassung machen die Kampfszenen Laune und Spass! Überrascht war ich von den starken Kampfszenen von Danny Lee. Der bekommt viele Kampfszenen spendiert. Auch Lily Li demonstriert eindrücklich ihr Können. Dorian Tan Tao-Liang kämpft weniger (ca. zwei Kampfszenen). Die sind aber lang und hart anzusehen. Beeindruckende Schlagkraft und Beinarbeit. Wang Chung als stummer Kämpfer hat weniger Actionszenen, bekommt aber sonst viel Screentime. Hsu Feng bekommt auch tolle Kampfszenen spendiert. Wong Ching, der eine Nebenrolle spielt, zeigt in einer tollen Kampfszene, dass er nur schwer zu besiegen ist. Ihn mag ich als Bösewicht so oder so.

Fazit: Wer das Eastern Genre mag, sollte sich diesen Kracher nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Ba Jue

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1980

R: Pao Hsueh-Li

D: Michael Chan Wai-Man, Hsu Feng, Wang Chung, Danny Lee, Lily Li, Ling Yun, Dorian Tan Tao-Liang, Wong Ching, Wu Ma

Laufzeit der koreanischen VHS: 90:06 Min.

Gesehen am: 19.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Korea Production vor = Vollbild, ggf. noch zusätzlich gezoomt, leider im Vorspann (= Martial Arts) zensiert, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. O-Ton und englische Subs hat das VHS aus Taiwan, welches kaum mehr zu bekommen sein dürfte. Die UK-DVD ist nur Englisch Dubbed. Eine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Nov. 2022).

Dienstag, 30. August 2022

The Secret of Shaolin Poles Reviews



The Secret of Shaolin Poles

Story:

 

Commander Ma (Chang Yi) setzt ein Kopfgeld auf Held Fong Sai Yuk (Mang Fei) aus. Dies zieht diverse Feinde und Nachahmer (u.a. Lau Kar-Wing) nach sich. Besonders Japaner Ryunokai Daisai (Yasuaki Kurata) ist bedacht darauf, Fong Sai Yuk zu töten. In einem ersten Duell wird Fong Sai Yuk verwundet und danach von Commander Mas Bruder (Dorian Tan Tao-Liang) trainiert, um in einem 2. Duell eine Chance gegen den Japaner zu haben und seine «Freundin» (Doris Lung Chun-Erh) zu retten…

 

Meine Meinung:

 

The Secret of Shaolin Poles ist ein 1977er Eastern aus Taiwan (oder Hong Kong, je nach Quelle) und war besser als erwartet und fast ein Kracher! Angeblich handelt es sich um einen dritten Teil einer Trilogie (1. Teil = The Prodigal Boxer, 2. Teil = Prodigal Boxer II) und viele Szenen haben an spätere Klassiker wie The Young Master (der Fächer-Kampf) oder Once Upon a Time In China (Pferdeschwanz Kampf) erinnert. Schön!

 

Der Kung Fu Film von Ulysses Au-Yeung Jun (Fatal Recall, The Woman from the Hell, Shaolin Warrior) überzeugt durch viele spektakuläre Kampfszenen, die stark von Lau Kar-Leung (The Eight Diagram Pole Fighter) choreographiert wurden. Sehenswert und qualitativ hochwertig! Es wird mit oder ohne Waffen, auf «Poles» oder dem Boden gekämpft. Die Kampfszenen sind wunderbar anzusehen. Nicht nur die Kampfszenen von Mang Fei mit dem Fächer (gegen Lau Kar-Wing), sondern vor allem die zwei langen, harten Duelle gegen Yasuaki Kurata und der Finalkampf gegen Chang Yi.

 

Dazu kommen nebst Italo-Western Musik andere typische Klischees, die das Kung-Fu Genre dazumal bereithielt: etwas Klamauk (wobei sich der Ton immer düsterer färbt und der Klamauk bald verschwindet), miese Englische Synchro, Schüler-Meister Thema (wobei auch eher am Rande), böser Tyrann, Kinder, Urin-Szenen und grandiose Schmollszenen von Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu). Dank der vielen Kämpfe (die auch lange dauern) gibt es nur wenig Längen.

 

Was dem Film nebst starken Kung-Fu Szenen sehenswert macht, ist sein toller Cast: Mang Fei als chinesischer Robin Hood und Nationalheld Fong Sai Yuk, Yasuaki Kurata (Fist of Legend) in wohl einer seiner besten Kung Fu Rollen als Bösewicht, Dorian Tan Tao-Liang (Horror Holiday) als Krüppel-Meister, Lau Kar-Wing (The Odd Couple) in einer Nebenrolle und sehr Freude hatte ich an Chang Yi (Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger) als weisshaarigen Bösewicht und Endgegner während mich Doris Lung Chun-Erh teilweise vom Gesicht her an Maggie Cheung erinnerte. Und wie niedlich sie schmollen kann…

 

Fazit: Für Kung-Fu und Eastern Fans unbedingt sehenswert!

 

Infos:

 

O: Fang Shi Yu Da Po Mei Hua Zhuang

 

HK / Taiwan (je nach Quelle…) 1977

 

R: Ulysses Au-Yeung Jun

 

D: Chang Yi, Mang Fei, Lau Kar-Wing, Yasuaki Kurata, Dorian Tan Tao-Liang, Doris Lung Chun-Erh

 

Laufzeit der holländischen VHS: 95:24 Min.

 

Laufzeit der chinesischen DVCD: 86:89 Min.

 

Gesehen am: 20.08.22

 

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed und Vollbild VHS aus Holland von Dragon Video vor = Uncut und scheinbar länger als die UK-DVD, die zensiert sein soll. Bildqualität ist auf gutem VHS Niveau, leider Vollbild und Englischer Dub teilweise schlecht. Eine O-Ton Fassung mit/ohne Subs ist mir nicht bekannt. Es gibt ebenso keine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2022). Nachtrag 13.05.23: für eine 2. Sichtung lag mir nun die DVCD aus China vor = Bootleg und eine Ocean Shores Kopie (einer VCD?) in Englisch oder Mandarin. Gekauft da ich den Film in Mandarin wollte. Die Bildqualität ist gut. Es gibt keine Subs. Im Gegensatz zum VHS aus Holland (inzwischen verkauft) läuft die VCD kürzer (86 statt 95 Minuten). Scheinen Szenen zu fehlen. Mir jedoch nicht aufgefallen, was fehlt.