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Freitag, 21. August 2026

The Return of the Shaolin Chef

The Return of the Shaolin Chef

Story:

Horim (Elton Chong) ist Koch. Eines Tages tauchen Japaner bei ihm auf, verprügeln ihn und töten seine Frau. Sie halten Horim für den Koch Hwang Hwa-bu (Wang Ryong). Eine Verwechslung. Horim nimmt danach zusammen mit Hwang Hwa-bu eine Stelle als Koch in einem Shaolin-Kloster an. Dort spioniert er, wie Hwang Hwa-bu trainiert. Und Horim versucht, so ebenfalls sein Kung Fu zu verbessern, um sich später für den Tod seiner Ehefrau rächen zu können…

Meine Meinung (Südkoreanische Originalversion):

The Return of the Shaolin Chef ist die Fortsetzung von The Shaolin Chief Cook. Es handelt sich um eine südkoreanischen Kung-Fu-Film von Kim Jung-yong (The Undertaker in Sohwa Province), dessen Film im Ausland vor allem durch die Verschlimmbesserung von Godrey Ho (Lethal Panther, Ninja Terminator) bekannt geworden ist. Von Kim Jung-yong, der viele Filme, die später von Godfrey Ho verunstaltet wurden und sich interessant anhören, liegen mir ungesehen mind. noch zwei Titel vor (Deadly Shaolin Longfist, Arahan). In der Vergangenheit sah ich beim Kumpel Dragon Against Vampire.

Ich wurde durch meinen Filmkumpel aus London und dessen Insta Account auf The Return of the Shaolin Chef aufmerksam. Zudem, als ich auf FB das VHS zum Kaufen sah, hat mein Kumpel aus London den Film auch empfohlen. Das reichte mir aus, den Film zu kaufen und ich habe den Kauf nicht bereut. Ich empfand den Film besser, als ich das erwartet hätte. Die Fassung hat keine Untertitel und obwohl es sich um eine Fortsetzung handelt, kann der Story problemlos gefolgt werden. Anders scheint es bei der Godfrey Ho Fassung zu sein. Die soll, wahrscheinlich durch das Entfernen von und danach neu hinzugefügten Szenen, wirr sein.

Der Film bietet mehr Kämpfe, als ich das erwartet hätte. Und zwar von Beginn an. Der Plot ist simpel. Böse Japaner töten die Ehefrau von Elton Chong, der sich daraufhin einem anderen Chef Koch anschliesst und heimlich Kung Fu lernt, um sich am Ende rächen zu können. Simpel, unterhaltsam und mit vielen sehenswerten Kämpfen. Natürlich gibt es auch Klamauk, aber auch in der Hinsicht war dieser weniger störend, als es z.B. das VHS Artwork suggeriert. Zudem mutet der Film oftmals härter und dramatischer an, als erwartet. Elton Chong macht eine gute Figur und überzeugt in den sehenswerten Kampfszenen. Ich muss versuchen, mehr Filme von ihm, vor allem als südkoreanische Originalfassungen, in die Finger zu kriegen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Fans sehenswert!

Infos:

O: Dol-aon sorimsa jubangjang

Südkorea 1982

R: Kim Jung-yong

D: Elton Chong, Wang Ryong, Choe Jeong-il, Jin Nu-ri, Kook Jong-hwan, Kim Hak-jun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS vor = Uncut, O-Ton Koreanisch, keine Untertitel, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Auf dieser VHS befindet sich dien unveränderte Originalversion von Kim Jung-yong und nicht die später erstellte und neu zusammen gebastelte Fassung von Godfrey Ho, die verändert ist (entfernte Szenen, neu gedrehte Szenen, Dubbed, neue Musik etc.).

Mittwoch, 19. August 2026

The Secret Shaolin Kung-Fu

The Secret Shaolin Kung-Fu

Story:

Wu Han Wei (Li Yi-Min) arbeitet in einem Restaurant und wird von seinem blinden Grossvater (Ku Cheng) in Sachen Martial Arts ausgebildet. Er soll alle sechs Techniken des Butterfly Kampfstiles lernen. Im Restaurant trifft Wu Han Wei auf einen Bettler (Hsu Pu-Liao), der Wein stiehlt. Daraufhin entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft. Gleichzeitig gerät Wu Han Wei zwischen die Fronten, da im ganzen Ort Bettler abgeschlachtet werden. Damit versuchen Bösewichte, den Anführer des Bettler-Clans aus der Reserve zu locken…

Meine Meinung:

The Secret Shaolin Kung-Fu ist eine weitere Copy-Cats Variante von Die Schlange im Schatten des Adlers. Der Film stammt aus dem gleichen Jahr und stammt von Regisseur Ko Pao (Ninja Kids, The Seven Commandments of Kung Fu) und ist in meinen Augen eine der besseren Kopien des Jackie Chan Klassikers. Dasselbe gilt für Hauptdarsteller und Jackie Chan Klon Li Yi-Min (The 7 Grandmasters, The Mystery of Chess Boxing, Mission Kiss and Kill), der hier eine exzellente Darbietung an den Tag legt. Eastern Fans werden mit dem Film bestens bedient.

Der Film startet mit einem coolen Vorspann, in dem Li Yi-Min bereits seine Kampf Demonstrationen vorführen darf. Allgemein gibt es, gerade im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art, hier deutlich mehr Kampfszenen zu sehen. Und das von Anfang an. Somit wird es nie langweilig. Der Plot ist etwas wirr, aber weniger episodenhaft wie in anderen Streifen dieser Art. Zudem gibt es einige skurrile Momente, wenn z.B. ein Mann ohne Arme und Beine in der Gegend rumgetragen wird, diverse Personen konfrontiert die sich dann selbst töten. Im Vergleich zu The Crippled Masters handelt es sich bei dem Krüppel in The Secret Shaolin Kung-Fu jedoch nicht um einen echten Krüppel und kämpfen darf dieser hier auch nicht.

Der Film bietet nebst exzellenten Kampf- und Trainingsszenen auch einige lustige Momente, die halt typisch waren für diese Kung Fu-Komödien. Etwas mehr Härte in den Kampfszenen wären wünschenswert gewesen (immerhin werden viele Mitglieder des Beggar Clans getötet). Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Die Kampfszenen vor und im Finale sind eine Wucht. Nur schon deshalb lohnt sich die Sichtung. Wenn es etwas zu optimieren gäbe, dann die Tatsache, dass bei vielen langen Kampfszenen keine Musik zu hören ist. Das ist schade. Ein fetziger Soundtrack zu den tollen Kampfszenen wäre ein Sahnehäubchen gewesen.

Fazit: Für Old School Kung-Fu Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Hu Die Shi Ba Shi

HK 1979

R: Ko Pao

D: Li Yi-Min, Chang Chung-Kui, Hsu Pu-Liao, Sun Jung-Chi, Ku Cheng

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:46 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Sam Boo Production Co. vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, Uncut-Status unbekannt (Sah aber Uncut aus). Es gibt diverse Import-DVDs, jedoch liegen diese nur Englisch Dubbed vor. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Mittwoch, 5. August 2026

The Reckless Cricket

Shawgust 2026

The Reckless Cricket

Story:

Um seine Liebe Ah Zhu (Yau Chui-Ling) heiraten zu können, muss er ein Kung Fu Meister werden. So verlangt es Ah Zhus Vater. Also sucht sich Cricket (Hon Kwok-Choi) diverse Meister, die er mit Gold bezahlt, damit sie ihn ausbilden. Doch er fällt auf Schwindler herein, die sich das Gold krallen und danach das Weite suchen. Doch so schnell gibt Cricket nicht auf…

Meine Meinung:

The Reckless Cricket ist ein seltener Shaw Brothers Film, da es den Titel nie physikalisch zu erwerben gab. The Reckless Cricket ist Shaws Antwort auf die Jackie Chan Erfolge Im Schatten der Schlange des Adlers sowie Drunken Master. Horror-Regisseur Kuei Chih-Hung (Misfire, Corpse Mania, Spirit of the Raped) wurde mit dem Job beauftragt. Kuei Chih-Hung sollte später erneut einen Kung Fu Film drehen = Coward Bastard. Ansonsten blieb er dem Exploitation- und Horror-Genre treu.  Gut möglich, dass Kuei Chih-Hung damit beauftragt wurde, da er ein Jahr zuvor die Komödie Crazy Imposters drehte. In dieser ist The Reckless Cricket «Star» Hon Kwok-Choi bereits als Hauptrolle zu sehen.

Das könnte der Grund sein, warum Hon Kwok-Choi in The Reckless Cricket als Jackie Chan Klon herhalten musste. Auf den ersten Blick keine gute Wahl. Hon Kwok-Choi, der in einer deutschen Besprechung zum Film passend als Zappelphilipp betitelt wird, nervte mich schon in vielen anderen Eastern (z.B. in Little Super Man). The Reckless Cricket erreicht dann auch nie und nimmer die Qualität der beiden Jackie Chan Erfolgsfilme. Absolut kein Vergleich. Dennoch ist The Reckless Cricket für sich losgelöst betrachtet okay und solide. Man muss den Film einfach als das sehen, was er ist: eine Blödel-Komödie mit viel doofem und grenzdebilen Szenen. Und da passt ein schräger Vogel wie Hon Kwok-Choi dann halt doch ganz gut dazu.

Dennoch wäre es in meinen Augen kein Film für meine Shaw Brothers Sammlung. In einer Sammelbox würde ich den sicherlich nehmen, aber sonst nicht. Dafür war der Film dann halt doch zu unspektakulär. Eigentlich gibt es kaum sehenswerte Kampfszenen zu sehen. Jene im Finale und davor, waren besser, aber nicht wirklich toll. Der Humor hat dagegen öfters funktioniert und war zum Teil auch eklig (die Fressszene oder wenn mit «stinky fingers» oder Fürzen geneckt wird). Und etwas muss man dem Film lassen: langweilig wird es nie. Der Film ist unterhaltsam und kurzweilig. Addy Sung Gam-Loi (The Informer) und Chiang Tao (Five Shaolin Masters) spielen zwei der Endgegner. Lee Hoi-Sang (Bruce and the Iron Finger) einen der Fake-Meister während Lo Lieh (King Boxer) nur eine kleine Nebenrolle als Meister von Hon Kwok-Choi spielt. Kara Hui (Mrs K) hat nur einen Gastauftritt.

Fazit: Mit richtigen Erwartungen an den Film gehen, sonst wird man enttäuscht!  

Infos:

O: Kei Moon Gwaai Chiu Laan Tau Sut

HK 1979

R: Kuei Chih-Hung

D: Yau Chui-Ling, Hon Kwok-Choi, Lo Lieh, Lee Hoi-Sang, Chiang Tao, Addy Sung Gam-Loi, Kara Hui

Laufzeit der Originalversion: 89:02 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Diesen Shaw Brothers Film gab es nie auf VHS, DVD, VCD, LD oder Blu-Ray. Auch in der ZiiEagle Box ist der Film nicht zu finden. 2022 lief der Film in Singapur auf einem Pay-TV-Kanal. Auf YouTube gibt es den Film mind. dreimal, darunter auch in HD, im O-Ton Kantonesisch mit englischen und chinesischen Untertiteln. Die englischen Untertitel steuerte der Webmaster der Homepage Silver Emulsion Film Reviews bei. Er hat daran ein Jahr gearbeitet.

Dienstag, 4. August 2026

Orthodoxy Chinese Kung-Fu

Orthodoxy Chinese Kung-Fu

Story:

Ein Paar bildet ihren Adoptivsohn in Sachen Martial Arts aus. Sie bringen ihm «Orthodoxy Chinese Kung-Fu» bei und lassen ihn danach in die weite Welt ziehen, damit er sich einen Namen machen kann. Er erlebt diverse Abenteuer, bestreitet diverse Duelle und erlernt immer wieder neue Kampftechniken. Diese sind auch dringend nötig, als vor dem Finale sein Meister getötet wird. Daraufhin schwört der Adoptivsohn Rache…

Meine Meinung:

Orthodoxy Chinese Kung-Fu ist ein seltener Eastern, der aktuell in einigen Datenbanken nicht zu finden ist (ofdb, LB), was sich aber noch ändern wird (in der LB sollte er in einigen Stunden bis einigen Tagen auftauchen). Es handelt sich um eine Kung Fu-Komödie aus dem Jahr 1980 aus Taiwan. Regie führte Yu Han-Hsiang (Tai Chi Shadow Boxing, A Brave Girl-Boxer in Shanghai). Der Cast ist mir relativ unbekannt. Keine wirklich grossen Namen dabei. Mir sagen nur Betty Pei Ti (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan) sowie Wang Hsieh (The Black Falcon) etwas. Clement Yeh Chao-Hsu taucht, wenn ich nicht irre, nur für den Finalkampf auf. Markantes Äusseres. Ihn sah ich auch in anderen Eastern (Against Rascals with Kung Fu).

Der Film hat mir gefallen. War sehr solide und vor allem unterhaltsam, auch wenn die wirklich grossen Namen und Stars fehlen. Ich bin auch nicht sicher, wen den Helden gespielt hat. Laut einem YouTube Kommentar soll der männliche Schüler von einer Frau (Wei Hai-Min) gespielt worden sein, was ich mir kaum vorstellen kann. Sah zumindest sehr männlich aus. Wei Hai-Min (The 72 Desperate Rebels) ist eine bekannte Opernsängerin- und Schauspielerin aus Taiwan. Und da die Filme auch nicht mit Originaldialogen gedreht wurden, kann es zumindest sein, dass sie einen jungen Kerl spielt. Die Bildqualität der VHS war jetzt auch nicht super scharf, um das perfekt klären zu können.

Auf jeden Fall hat der Schüler seine Sache in den Kampfszenen ordentlich gemacht. Es gibt diverse Wettkämpfe und «Kampfschulen», die zum Zuge kommen. Zum Beispiel eine reine Frauenkampfgruppe oder eine Kampfschule nur bestehend aus Blinden. Am Ende läuft dann doch alles «nur» auf eine Rache-Story hin. Es gibt sicher alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen und der Ton des Filmes ist wechselhaft. Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Im Finale gar brutal, wenn mit Messern gekämpft wird und der Schüler dann den überraschenden Tod seines Meisters und Adoptivvaters rächen muss.

Fazit: Sehr solide und Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Tu bao zi da tong guan

Taiwan 1980

R: Yu Han-Hsiang

D: Ling Yun, Wei Hai-Min, Lu Wei, Hu Chin, Ko Hsiang-Ting, Wei Ping-Ao, Betty Pei Ti, Wang Hsieh, Clement Yeh Chao-Hsu

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:41 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A Joo Video Production vor = Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Untertiteln. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Sonntag, 26. Juli 2026

Butcher Wing

Butcher Wing

Story:

Ah Tang (Hon Kwok-Choi) und Lam Sai-Wing (Ng Ming-Choi) haben Stress mit örtlichen Gangstern (Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi). Wong Fei Hung (Jason Pai Piao) nimmt die Beiden daraufhin als Schüler bei sich auf und unterrichtet sie in Kung Fu…

Meine Meinung:

Butcher Wing ist ein Drunken Master und Die Schlange im Schatten des Adlers Nachzügler. In der First Film Produktion von Gam Ming und Luk Pak-Sang gibt es nichts Neues oder Originelles zu sehen (cool war aber die Musik aus Suspiria, die dreimal vorkommt). Der Film ist kein Kracher, aber auch kein schlechter Film. Butcher Wing ist ein solide Kung Fu Komödie. Der Plot ist simpel und wie schon in Drunken Master und Co. wird hier eine Wong Fei Hung-Geschichte erzählt. Diesmal schlüpft Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Portrait in Crystal, Bolo, Men from the Gutter) in die Rolle des chinesischen Volkshelden.

Er ist ein Plus des Filmes, gerät aber hier und da in den Hintergrund. Sein Kampf im Finale ist eine der besten Szenen des Filmes. Der Finalgegner wird von Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, Shaolin Prince) verkörpert. Auch er macht seine Sache mehr als ordentlich. Schade, dass er im Film nicht mehr Kampfszenen bekommen hat. Jason Pai Piao beisst sich an ihm die Zähne aus. Dass der Held nicht einfach gewinnt, das schätze ich im Kung-Fu-Genre. Die rechte Hand von Lee Hoi-Sang wird von Addy Sung Gam-Loi (The Treacherous Breed, Kung Fu from Beyond the Grave, Fury of a Virgin) gespielt, der immer wieder Kampfszenen zum Besten geben darf.

Die Kampf- und Trainingsszenen sind solide. Gegen Ende werden sie besser und alle Kampfszenen, an denen Jason Pai Piao und Lee Hoi-Sang beteiligt sind, sind sogar sehenswert. Leider nervt der Humor und der englische Dub ist sehr schlecht. Und noch schlimmer ist die Wahl der beiden Helden, die zu den Schülern von Jason Pai Piao werden: es handelt sich um Hon Kwok-Choi (Call Me Dragon) und Ng Ming-Choi (Little Super Man). Beides meiner Meinung nach Schauspieler der C-Riege und wenig sympathisch und nervend. Die Nebenrolle von Cheng Fu-Hung (The Brave Lion) passt hervorragend dazu. Da wäre ein anderer Cast deutlich aufwertender gewesen.

Fazit: Fans von Jason Pai Piao können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhu Rou Rong

HK 1979

R: Chin Ming, Luk Pak-Sang

D: Ng Ming-Choi, Hon Kwok-Choi, Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi, Jason Pai Piao

Laufzeit der US-DVD: 89:21 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Videoasia vor = Englischer Dub (übel schlecht), Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Ocean Shores Kopie, Uncut-Status unbekannt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Samstag, 25. Juli 2026

Drunken Master

Drunken Master

Story:

Wong Fei-Hungs (Jackie Chan) Vater (Lam Kau) soll durch Profikiller Thunderleg (Hwang Jang-Lee) eliminiert werden. Wong Fei-Hung spannt zusammen mit Beggar So (Simon Yuen Siu-Tin), der ihn in Sachen Kung Fu ausbildet, um seinen Vater retten und den Feind besiegen zu können…

Meine Meinung:

Etwa ein halbes Jahr nach dem Erfolgsfilm Die Schlange im Schatten des Adlers startete im Jahr 1978 (im Oktober) der nächste Hit in den Hong Konger Kinos: Drunken Master! Erneut von Yuen Woo-Ping (Blades of the Guardians, The Buddhist Fist) und mit Namen wie Jackie Chan (Der Superfighter, City Hunter), Simon Yuen (Fist of the Double K, The Valiant Ones), Hwang Jang-Lee (Hitman in the Hand of Buddha, Boss) sowie Dean Shek (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin). Produziert wurde der Klassiker erneut von Ng See-Yuen (The Good and the Bad). Zusammen mit Die Schlange im Schatten des Adlers war der Film ein extremer Erfolg und machte aus Jackie Chan einen Star. Zudem wurden Kung-Fu-Komödien salonfähig. Es folgten unzählige Nachahmer.

Jackie Chan spielt hier den Volkshelden Wong Fei Hung, der später auch von anderen Stars gespielt werden sollte (z.B. von Jet Li in der Once Upon a Time in China Reihe). Und auch die Shaw Brothers sollten in der Hinsicht kurze Zeit später mitmischen = in Martial Club sollte Glatzkopf Gordon Liu in die Rolle des frechen Kung-Fu-Kämpfers schlüpfen, und sich im Finale einen spektakulären Kampf gegen Johnny Wang Lung-Wei liefern. Jackie Chan verkörpert Wong Fei Hung gekonnt. Jackie Chan kann sein Talent (Körperbeherrschung, seine Physik und sein Talent für Humor) gekonnt in den Film einbringen. Der Film bietet eine grosse Anzahl an Kampf- und Trainingsszenen.

Diese wurden von Regisseur Yuen Woo-Ping und Shaw Brothers Star Hsu Hsia (Eine Prise für tödliche Pfeifen) gekonnt choreographiert. Die Kampfszenen sind auf aller höchstem Niveau und steigern sich immer mehr und mehr. Der Film hat allgemein regelmässig Kampf- und Trainingszenen zu bieten, so dass kaum Längen aufkommen. Egal ob mit oder ohne Waffen oder mit Alltagesgegenständen, die in Kampfhandlungen integriert werden, gekämpft wird. Nebst Jackie Chan brillieren in diesen Szenen auch Simon Yuen, der seinen Meister spielt, sowie der koreanische Kicker Hwang Jang-Lee, den ich als Bösewicht immer gerne sehe. Das bekannte Wong Fei-Hung Theme ist mehrmals zu hören.

Wenn ich überhaupt etwas an Drunken Master bemängeln möchte, dann die ansonsten eher unauffällige Musik. Da bot Die Schlange im Schatten des Adlers coolere Musik in den Kampf- und Trainingszenen (oder im Vorspann). Und der Plot ist selbst für diese Art Film ausserordentlich dünn. Hwang Jang-Lee hat eigentlich relativ wenig Screentime und kommt fast nur im letzten Viertel vor. Bis zu dem Zeitpunkt ist eigentlich auch kaum ein wirklicher Handlungstrang ersichtlich. Aber das ist meckern auf hohem Niveau!

Fazit: Zurecht ein Klassiker!

Gefolgt von: Drunken Master II

Infos:

O: Jui Kuen

HK 1978

R: Yuen Woo-Ping

D: Jackie Chan, Hwang Jang-Lee, Simon Yuen Siu-Tin, Dean Shek, Lam Kau, Linda Lin Ying, Chiang Kam, Fung Ging-Man, San Kuai, Tino Wong Cheung

Laufzeit der US-DVD: 111:10 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, Englisch oder Kantonesisch (paar wenige Dialoge sind auch im Canto Track nur auf Englisch) mit englischen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (z.B. England) und in Deutschland auf DVD (als Sie nannten ihn Knochenbrecher).

Samstag, 13. Juni 2026

Against Rascals with Kung Fu

Against Rascals with Kung Fu

Story:

Big Dumpling (Fang Cheng) muss mit Schrecken feststellen, dass eines seiner Schafe gestohlen und gekocht wurde. Big Dumpling hat gegen die Täter keine Chance. Als er auf zwei Meister (Shen Lien-Sheng, Simon Yuen Siu-Tin) trifft, lässt er sich in Kung Fu ausbilden, um sich gegen die fiesen und schmierigen Typen behaupten zu können…

Meine Meinung:

Snake in the Eagle's Shadow und Drunken Master haben unzählige Nachahmer ausgelöst. Darunter waren auch viele durchschnittliche aber noch immer solide Titel. Teilweise auch mit Simon Yuen Siu-Tin (Ol' Dirty & the Bastard, Drunken Master Slippery Snake, Sleeping Fist) persönlich. So auch in Against Rascals with Kung Fu. Doch im Gegensatz zu anderen Eastern dieser Art (oder die oben genannten Werke in der Klammer) ist Against Rascals with Kung Fu leider kein wirklich guter Film geworden. Nicht Mal mit zwei zugedrückten Augen.

Against Rascals with Kung Fu von Regisseur Kwan Ching-Liang (The King's Sword) bietet zwei grosse Hauptprobleme. Das erste ist Fang Cheng. Der ist als Held und Jackie Chan Klon eine absolute Fehlbesetzung. Null Ausstrahlung, null Charisma, kein Kung Fu Talent. Auch in den Kampfszenen überzeugt er nicht. Er ist kein Sympathieträger. Im Gegenteil. Er überrascht auch nicht, dass er sonst in Kung Fu Filmen keine Hauptrollen und mehr in anderen Genres (z.B. Gruselfilme) zu sehen war. Zum Beispiel in Streifen wie Shocking!, The Mid-Night, The Ghost, The Old House, The Terrible Night oder Horror Inn.

Daneben gibt es noch ein Kind und wirklich auch schwache Bösewichte. Da wurden irgendwelche C-Namen genommen. Das zweite grosse Problem ist die Tatsache, dass der Film keine, und damit meine ich wirklich keine, einzige gute Kampf- oder Trainingsszene bietet. Das ist schon erschreckend, wenn doch zumindest ein Name à la Simon Yuen Siu-Tin an Bord ist. Der Humor war nervend und unlustig, der Film hatte Längen und es gab zu wenig Kämpfe. Selbst das Finale war total schnell vorbei und von schwacher Qualität. Wer entschieden hat, Fang Cheng als Held einzusetzen, der hat schlicht seinen Job nicht gemacht.

Fazit: Schwacher Eastern der keinen Mehrwert bietet. Wahrscheinlich der schlechteste Drunken Master Klon überhaupt. Kommt nicht in meine Filmsammlung...

Infos:

O: Lao Tou Quan Tou Da Man Tou

HK 1979

R: Kwan Ching-Liang

D: Fang Cheng, Shen Lien-Sheng, Simon Yuen Siu-Tin, Gwan Ging-Fung, Tao Min-Ming, Clement Yeh Chao-Hsu, Sun Lan

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 84:59 Min.

Gesehen am: 13.06.26

Fassungen: Gesehen via südkoreanische VHS von Sam Boo Production = Mandarin mit koreanischen, chinesischen und englischen Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität (Vollbild statt Widescreen). Alle deutschen Fassungen (Titel: Zwei Dreschflegel schlagen alles kurz und klein) sind zensiert bzw. eine eigene Schnittfassung (es wurde viel Material entfernt und durch Szenen eines anderen Eastern ersetzt). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Montag, 27. April 2026

Kung Fu Genius

Kung Fu Genius

Story:

Kung Fu Genius (Cliff Lok) und Freunde (Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh) wollen eine Kung-Fu-Schule eröffnen und ziehen somit den Zorn von Gangstern (Wilson Tong, Lee Hoi-Sang), die ebenfalls eine Kung-Fu-Schule sowie ein Bordell betreiben, auf sich…

Meine Meinung:

Kung Fu Genius ist eine weitere Kung-Fu-Komödie aus dem Jahr 1979. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, Cunning Kids) aus Hong Kong. Wilson Tong (Invitation of Ghost, Daggers 8, Dirty Ho) spielt mit = Endgegner, war für die Kampfszenen und deren Choreographie zuständig und führte Regie. Der Star des Filmes ist Cliff Lok (The Shaolin Kids, Shaolin Death Squads, Drunken Master Slippery Snake), der persönlich nicht zu meinen Lieblingen gehört und Charisma vermissen lässt.

Der Plot ist 08/15 und es gibt jede Menge Humor, Slapstick und Peinlichkeiten. Dazu gehört die Tatsache, dass mehrere Personen im Film, wie und warum auch immer, in einen kognitiv veränderten, lächerlichen und nervenden Menschen umgepolt werden. So à la Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) in A Better Tomorrow II = braucht Nerven. Gut war, dass meine Fassung in Mandarin statt im furchtbaren Englischem Dub war. Das wäre, mit den Figuren und dem Humor, sicher eine absolute Qual gewesen.

Zwei Dinge sah ich als grössere «Kritikpunkte» an. Zum einen eben die Helden, die mir wenig zugesagt haben. Cliff Lok ist mir nicht sonderlich charismatisch und auch Cheng Kang-Yeh nervte mich schon in anderen Filmen (z.B. Heroes of the East). Er spielt oft solche (nervende) Comic-Charaktere. Peter Chan Lung steuert immerhin einen Enten-Kampfstil bei und Hsiao Ho (My Young Auntie) war noch der erträglichste aus der Truppe. Schade war auch, dass der Film fast keine Musik hat. Einmalig gibt es das Dawn of the Dead Theme zu hören und das wäre cool gewesen, wenn das auch bei den späteren Kampfszenen eingesetzt worden wäre.

Stark war hingegen die sehr hohe Anzahl an Trainings- und vor allem Kampfszenen. Vor allem in den letzten 30-40 Minuten gibt es etliche Duelle, so dass Kung-Fu-Fans bestens bedient werden. Zudem haben wir auf der Seite der Bösewichte die Namen besser gefallen als unsere Helden. Wilson Tong sehe ich seit Daggers 8 immer gerne als Bösewicht und einer seiner Männer wird von Glatzkopf Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, The Kung-Fu Warrior) gespielt. Auch ihn mag ich in solchen Rollen. Die Outdoor-Settings, besonders im Finale, waren für die finale Kampfkonfrontation passend gewählt (Steinbruch).

Fazit: Old School Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Tian Cai Gong Fu

HK 1979

R: Wilson Tong

D: Wilson Tong, Cliff Lok, Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 27.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Boo Production vor = Vollbild (hier und da störend in den Kampfszenen), solide Bild- und Tonqualität, Mandarin mit koreanischen Subs. Auf DVD gibt es den Film u.a. in England, aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: April 2026). Es scheint eine DVD in Japan zu geben, die ggf. in Mandarin und Widescreen sein könnte.

Dienstag, 10. März 2026

Hitman in the Hand of Buddha

 

Hitman in the Hand of Buddha

Story:

Wong Chin (Hwang Jang-Lee) arbeitet in der Reis-Verarbeitung. Die Konkurrenz versucht, der Firma Schaden zuzufügen. Wong Chin wehrt sich und zieht so den Zorn der Gangster auf sich. Diese setzen einen Kämpfer (Tino Wong Cheung) auf Wong Chin an. Dieser hat jedoch keine Chance. Also taucht der Boss (Eddy Ko) höchstpersönlich auf und schlägt Wong Ching in die Flucht. Der flieht in den Shaolin Tempel und bereitet sich dort auf seine Rache vor…

Meine Meinung (Koreanische Fassung):

Hitman in the Hand of Buddha ist ein Film von und mit Hwang Jang-Lee, je nach Quelle und für seine Fans absolutes Pflichtprogramm. Der Film aus dem Jahr 1981 wirkt eher wie eine Ende der 70er Jahre Produktion à la Die Schlange im Schatten des Adlers. Der Mix aus Klamauk und Kung Fu, die Choreographie erinnern an diese typischen 1979er Kung Fu Komödien.  Es herrschen unterschiedliche Infos, ob der Film eine Produktion aus Hong Kong oder Südkorea ist (mehr dazu unter Fassungen). Wie dem auch sei: der Film ist Old School Kung Fu Fans wärmstens zu empfehlen!

Der Plot ist dünn und minimalistisch. Was überzeugt sind die Hauptrollen, die Anzahl von Kampf- und Trainingsszenen und die Choreographie. Das sind die Stärken des Filmes. Die Kampfszenen und die Choreographie hat Yuen Woo-Ping Vibes. Jedoch waren Corey Yuen (Ninja in the Dragon's Den, Heroes of Shaolin) und Mang Hoi (The Blonde Fury, Encounters of the Spooky Kind 2) dafür zuständig. Besonders die Kampfszene mit den Essstäbchen und der Finalkampf zwischen Hwang Jang-Lee und Eddy Ko waren die Highlights des Filmes. Der Hammer!

In der koreanischen Fassung, welche ich mir zuerst ansah, wurden einige wenige humoristische Szenen mit Kindern und Fan Mei-Sheng als Bettler entfernt. Das ist gut so. Hingegen gibt es in der HK-Fassung mehr Italo-Western Musik zu hören, als in der koreanischen Fassung. Der Eastern, der in Südkorea gedreht wurde, wartet mit Hwang Jang-Lee (The Eagle's Killer, Buddha Killer) in einer Heldenrolle auf. Ich mag ihn i.d.R. mehr als Bösewicht, doch seine Technik und Kampfszenen hier waren absolut klasse, so dass das zu verschmerzen war. Ihm gegenüber steht Eddy Ko (Mountain Warriors, The Thundering Mantis), der als fieser Bösewicht und harter Endgegner zu gefallen weiss. Speziell wenn sie im Finale zuerst mit Stöcken gegeneinander kämpfen, ist Spektakel garantiert.

Fazit: Muss See Titel für Fans von Hwang Jang-Lee!

Infos:

O: Che Diy Saai Yan, 借刀殺人, The Swordsman (Inmuga-in), 인무가인

HK, Südkorea 1981

R: Hwang Jang-Lee, Park Yun-gyo

D: Hwang Jang-Lee, Eddy Ko, Hwang Choon-Soo, Won Jin, Park Hui-Jin, Fan Mei-Sheng, Tino Wong Cheung, To Siu-Ming

Laufzeit der UK-DVD (Koreanische Fassung): 81:25 Min.

Gesehen am: 10.03.26

Fassungen: Mir ist nicht 100% klar, ob es ein HK oder ein südkoreanischer Film oder eine Co-Produktion ist. Laut dem koreanischen Filmarchiv ist es ein südkoreanischer Film, produziert von Dae Yang Films Co. und Regie führte Park Yun-gyo. Der Film wurde auch in Südkorea gedreht. Laut der Hong Kong Movie Database ist es eine HK-Produktion entstanden durch Hwang Jang-Lee, der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch Regie führte und seine Firma Hwang Jang Lee Production Company produzierte den Film. Laut der UK-DVD, die nebst der HK-Fassung (Englisch Dubbed) auch die kürzere koreanische Fassung anbietet (In Koreanisch mit englischen Untertiteln), soll die koreanische Fassung der Director’s Cut sein und soll durch die Hand von Hwang Jang-Lee entstanden bzw. editiert worden sein. Es soll auch seine Originalstimme sein, die im Koreanischen Dub zu hören ist. Daher sah ich mir zuerst die koreanische Fassung an. Die liegt in Vollbild vor. Die Bild- und Tonqualität sind (für meinen Geschmack) noch immer gut. Die HK-Fassung sah mich mir als China VHS von Pacific an. Der Film liegt statt im chinesischen O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit englischen & chinesischen Subs vor. Es handelt sich um eine Kopie der HK-VHS von Wild West Video (einem Ocean Shores Ableger). Die deutschen Hauptfassungen (Titel: Im Auge des Taifun) sind zensiert aber in Widescreen. Als Bonus haben einige deutsche Anbieter auch die Uncut Fassung in Englisch auf die Disc gepackt (Vollbild = wohl auch eine Ocean Shores Kopie). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2026). Die Koreanische Fassung läuft 81:25 Min. Die HK-Fassung 89:30 Min. Grössere Unterschiede fielen mir, speziell in den Kampfszenen, nicht auf. Ggf. fehlt im Korea-Cut die angedeutete Rape-Szene und einige lustige Szenen fehlen dort, was die koreanische Fassung kurzweiliger werden lässt. Dafür nahm ich in der HK-Version mehr Italo Western Musik wahr. Mit der Korea-Fassung via UK-DVD bin ich jedoch bestens bedient.


Sonntag, 25. Januar 2026

Method Man

 


2022 mit Angela Mao in Queens

Method Man

Story:

Xiao Lung (Peter Chang Chi-Long) will den Tod seines Vaters (Lung Fei) rächen. Um gegen den Feind (Casanova Wong) bestehen zu können, reichen seine Kampfkünste jedoch nicht aus. Er lässt sich ausbilden um am Ende zusammen mit Verbündeten (Hwa Ling) Rache zu üben…

Meine Meinung:

Aka The Fearless Young Boxer. Bei Method Man handelt es sich um einen in Taiwan gedrehten Film à la Drunken Master und Co. Nach Jackie Chans beiden Erfolgsfilmen waren Kung Fu Komödien angesagt. Viele Filmemacher sprangen auf den Trend auf. Auch Jimmy Shaw (The Yellow Killer), der hier Peter Chang Chi-Long (Six Directions of Boxing, The 72 Desperate Rebels, Mantis Under Falcon Claws) als Jackie Chan Klon auf die Menschheit loslässt. Der Film hat mir besser gefallen als erwartet.

Der Plot ist natürlich nur Mittel zum Zweck, 08/15 und als Fan muss zugewartet werden, ehe sich der Hauptplot mehr und mehr herausbildet. Das war in dem Genre halt einfach so. Es gibt viel Humor, Klamauk und andere Sub-Plots, ehe Peter Chang am Ende seinem Nemesis gegenübersteht. Der Film ist kurzweilig und einige humorvolle Szenen könnten zumindest im Originalton amüsant sein. Jedoch nicht im Englischen Dub. Dieser ist grauenhaft schlecht. Für mich das perfekte schlechte Beispiel, warum ich solche Dubs nicht mag.

Nicht grauenhaft schlecht sind die Trainings- und vor allem die Kampfszenen. Diese sind besser als erwartet und sehr spektakulär eingefangen worden. Alle Beteiligten machen in diesen eine absolut hervorragende Figur. Egal ob Peter Chang Chi-Long, Hwa Ling (Eagle's Claw) oder Casanova Wong (Bloody Mafia, The Legendary Strike, South Shaolin vs. North Shaolin) als Bösewicht. Letzterer ist eine Wucht und bietet als Fiesling und harter Brocken eine beeindruckende Performance. Seine Beinarbeit und seine Kicks sind exzellent. Lung Fei (Eunuch of the Western Palace) ist in einer kurzen Rolle als Peter Changs Vater zu sehen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Siu Ji Meng Daai

HK 1979

R: Jimmy Shaw

D: Peter Chang Chi-Long, Lung Fei, Casanova Wong, Hwa Ling, Chia Kai, Chen Hui-Lou, Su Chen-Ping, Wang Yung-Sheng

Laufzeit der holländischen DVD: 92:18 Min.

Gesehen am: 25.01.26

Fassungen: Gesehen via holländische DVD von DVD Video = Englischer Dub (furchtbare Qualität), wahrscheinlich Uncut, nicht anamorph, dumpfer Ton, solide Bildqualität. Erst nach der Sichtung gesehen, dass ich davon via Jackiesploitation - A Treasury of Jackie Chan Inspired Rip-Offs and Copy Cats noch eine Public Domain US-Blu-Ray hätte. Das Set, welches 2022 von Angela Mao signiert wurde, ist auch nur Englisch Dubbed. Es ist aber ein anderes Master (On Screen Titel = Avenging Boxer) d.h. der Ton ist klarer und die Version ist anamorph. Dennoch wäre eine Mandarin Ausgabe wünschenswert. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Donnerstag, 18. Dezember 2025

The Iron Monkey Review

The Iron Monkey

Story:

Die Regierung schlachtet seine Feinde, darunter ganze Familien, ab. Nur Chen (Chen Kuan-Tai) kann entkommen. Er flüchtet sich ins Shaolin Kloster und lässt sich dort im Kampf ausbilden. Später lernt er bei einem Meister die Affenkampftechnik. Danach lässt er sich als General beim Feind (u.a. Chin Kang, Leung Kar-Yan, Wilson Tong) anstellen, um diese von innen heraus zu zerstören und Rache zu nehmen…

Meine Meinung:

The Iron Monkey, nicht zu verwechseln mit dem 90er Jahre Streifen mit Donnie Yen, stellt eine unabhängige, kleine Perle von und mit Shaw Brothers Star Chen Kuan-Tai (The Challenge of the Lady Ninja, Tough Guy, Challenge of the Gamesters) dar. Es war seine 2. Regie-Arbeit und auch für die Kampfszenen und deren Choreographie war er zuständig.

Zwar ist der Inhalt des Filmes nicht wirklich was Neues oder originell, doch die extrem hohe Anzahl von Trainings- und Kampfszenen machen den Film zum Pflichtprogramm. Gut ist, dass der Film komplett aus Humor und Klamauk verzichtet. Das kommt dem Film gut zu stehen. Allgemein ist der Ton düster und hart und selbst vor Kindern wird keinen Halt gemacht. Dasselbe gilt für die Kampfszenen: hart und mit viel Power. Ein Genuss!

Der Film startet bereits vielversprechend mit Kampfdemonstrationen (nebst einigen Tier-Szenen, in denen ein Affe auf einen Adler losgelassen wird). Ein gern gesehener Start im Old School Kung Fu Kino, der Lust auf mehr macht. Quasi eine Art schmackhafter «Trailer» vor dem Film der zeigt, worauf sich der Zuschauer im Film freuen kann. Nebst Chan Kuan-Tai gefallen vor allem die Bösewichte um Wilson Tong (Snake Deadly Act), Leung Kar-Yan (Profile in Anger) sowie Chin Kang (The Mysterious Heroes). Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet) ist nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen.

Fazit: Must See Titel für Chen Kuan-Tao Fans!

Infos:

O: Tit Hau Ji

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1977

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Leung Kar-Yan, Wilson Tong, Chin Kang, Shih Chung-Tien, Viola Ku Yin, Wu Ma

Laufzeit der HK-VHS: ?

Gesehen am: Juli 2010 / Neusichtung am: 27.11.25

Fassungen: Ich sah den Film früher als US-DVD (nur Englisch Dubbed). Die deutsche DVD von Ascot Elite/Shamrock Media (soll eine kultige deutsche Synchro haben, aber keinen O-Ton) soll eine Langfassung darstellen = Export-Fassung plus erweiterten Handlungsszenen aus einem Mandarin-Print. Angeblich sollen einige Mandarin Fassungen dafür in Gewaltmomenten zensiert sein. Mir lag eine VHS aus Hong Kong oder China vor. Auf der Rückseite steht Inter-Continental Video. Copyright 1980. Das Label gab es damals in HK und den USA. 2022 riss mir jedoch das Band von der Spule und das VHS-Gehäuse ging kaputt. Doch mir gelang es, das Band wieder an der Spule zu befestigen und danach packte ich das Band und die Spule in ein leeres VHS-Gehäuse aus Südkorea. Das könnt ihr hier nachlesen: Link. Heute sah ich mir dieses VHS an. Der Ton ist etwas leise und der Ton rauscht. Abgesehen davon lief der Film gut durch. Die Bildqualität war gut und es handelt sich um einen Mandarin Print mit englischen und chinesischen Subs. Auffällige Schnitte bemerkte ich keine.

Dienstag, 16. Dezember 2025

Rage of the Dragon Review

Rage of the Dragon

Story:

Menschen sind verschwunden und/oder getötet worden. Auch Lei Lungs (Dragon Lee) Vater gehört zu den Vermissten. Das macht Lei Lung zum Verdächtigen. Vor allem Meister Wong Kwok (Choe Min-Gyu) hat es auf Lei Lung abgesehen. Er macht Lei Lung auf den Tod seines Vaters verantwortlich. Master Kwan (Carter Wong) versucht derweil, wie auch Lei Lung, die Sache aufzuklären…

Meine Meinung:

Rage of the Dragon ist eine sehr positive Überraschung der Bruceploitation Box von Severin Films. Bis auf wenige Ausnahmen und die Tatsache, dass Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Enter Three Dragons) einer der Hauptrollen spielt, wäre der Film für mich nicht Mal per se ein typischer Bruceploitation-Vertreter, sondern mehr ein eigenständiger Kung Fu-Film. Und die mag ich definitiv lieber als reine Bruceploitation-Filme.

Es handelt sich um einen südkoreanischen Film, der auch vor Ort gedreht wurde. Der Film stammt von Kim Shi-Hyeon (Kung Fu Fever). Schon dessen Secret Ninja, Roaring Tiger hat mir in den letzten Monaten ausserordentlich gut gefallen und so steht es auch um Rage of the Dragon. Die südkoreanischen Settings heben den Film gekonnt von den Kollegen aus Hong Kong und Taiwan ab. Auch beim Plot versucht der Film, anders zu sein. Die Szenen in der Grotte erinnerte mich leicht an The Butterfly Murders.

Es gibt viele tolle Kampfszenen, die diverse Tier-Kampfstile anwenden (z.B. Schlange). Die komischen Kampfgeräuschen sind schräg, aber haben ihren Charme und geben dem Film, zumindest im Finale, eine leicht trashige Note. Nebst Dragon Lee tummeln sich hier noch Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin), der den Bösewicht spielt. Choe Min-Gyu (Ninja in U.S.A.) hat in den Kampfszenen auch überzeugt. Etwas schade, dass Kim Ji-Hye, ich glaube es handelt sich um die einzige Frauenrolle, kaum Kampfszenen bekommen hat. Godfrey Ho (Ninja Terminator) hat den Film quasi ausserhalb Koreas vertrieben, aber war nicht wirklich dessen Regisseur.

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: 매권 Cheer (Maegwon)

Südkorea 1980

R: Godfrey Ho, Kim Shi-Hyeon

D: Dragon Lee, Choe Min-Gyu, Carter Wong, Kim Ji-Hye, Im Ja-Ho, Yoon Il-Joo

Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.

Gesehen am: 18.11.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) = Uncut «HK-Version» (= Godfrey Ho Version), Englischer Dub (sogar solide), Widescreen, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland als Im Auftrag der Todeskralle auch auf Blu-Ray erschienen. Da werde ich wohl, da Deutscher Ton dem Englischen Dub sicherlich überlegen, nochmals zugreifen. Inwieweit die koreanische Originalversion von Godfrey Ho verändert wurde, ist mir nicht bekannt. In mind. einem Review habe ich gelesen, dass Szenen mit Dragon Lee und Kim Ji-Hye (die Frau) rausgeflogen sind aber auch einige Kampfszenen von Dragon Lee gegen Carter Wongs Männer vor dem Finale.

Freitag, 12. Dezember 2025

Drunken Master Slippery Snake

 

Drunken Master Slippery Snake

Story:

Cliff Lok und Peter Chan Lung geraten auf ihrer abenteuerlichen Weise an diverse Kämpfer (u.a. Chiang Tao, Kong Chuen), die ihnen ans Leder wollen. Sie können immer entkommen, bis sie auf den tödlichen Lung Yung Feng (Lee Hoi-Sang) treffen. Um ihn zu besiegen, braucht Cliff Hilfe von Bamboo Stick (Simon Yuen)…

Meine Meinung:

Aka Mad Mad Kung Fu. Aka Ol' Dirty Kung Fu. Nicht zu verwechseln mit Ol' Dirty & the Bastard aus dem gleichen Jahr und mit dem gleichen Cast (Simon Yuen). Drunken Master Slippery Snake stellt eine Produktion aus Taiwan dar, je nach Filmdatenbanken wird auch Hong Kong genannt. Bei Drunken Master Slippery Snake handelt es sich um eine typische Old School Kung Fu Komödie, die nach den Jackie Chan Erfolgen (Drunken Master und Co.) entstanden sind. Und dessen Niveau wird, selbstverständlich, nicht erreicht.

Dennoch empfand ich Drunken Master Slippery Snake als spassig, unterhaltsam und vor allem kurzweilig. Mit einer Laufzeit von nur 81 Minuten ist der Film abwechslungsreich. Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather, Shaolin Death Squads, The Ring of Death) und Peter Chan Lung (Crazy Safari) harmonieren gut miteinander. Da kommen etliche Buddy-Movie Motive zum Tragen, was das ungleiche Duo angeht. Spassig. Simon Yuen (Kiss of Death, Iron Bridge Kung-Fu, Sleeping Fist), der Meister aus Die Schlange im Schatten des Adlers, kommt hier nur am Anfang und im Finale vor. Ihm sieht man an, dass er in vielen der Kampfszenen gedoubelt werden musste.

In Nebenrollen und Gastauftritten sind Chiang Tao (Die Depesche des Todes, Schweig oder stirb) sowie Cheng Kang-Yeh (Challenge of the Masters, The Duel) zu sehen. Vor allem letzterer nervt mich oft in Shaw Brothers Filmen (z.B. Heroes of the East). Hier machte er in seinem Auftritt Spass. Hatte etwas von Dean Shek. Am meisten Freude hatte ich hingegen an Lee Hoi-Sang (The 36th Chamber of Shaolin, The Kung-Fu Warrior, Shaolin Prince). Ihn kenne ich vor allem aus Nebenrollen, selten aus Hauptrollen. Hier spielt er den Hauptbösewicht und Endgegner. Und er macht das toll. Die Kampfszenen sind auch sehenswert.

Fazit: Wer Old School Kung Fu Filme mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1979

R: Ho Meng-Hua, Yu Cheng-Chun

D: Cliff Lok, Peter Chan Lung, Chiang Tao, Kong Chuen, Lee Hoi-Sang, Simon Yuen, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 04.11.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor = Mandarin mit englischen Subs, gute Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht. Als Master diente scheinbar die deutsche Widescreen Fassung. Als Bonus gibt es nebst zwei Kampfdemos und einer Bildergalerie noch eine zensierte Szene (in Mandarin mit «forced» englischen und chinesischen Untertiteln). Die Szene ist amüsant und es wird gekämpft. Diese fehlt im Print. Daher weiss ich nicht, ob die Fassung als Uncut durchgeht. Die Szene scheint im Original-Print nämlich verwendet worden zu sein. Vielleicht fehlt die Szene im deutschen Print und da das Label dieses als Master nahm, fiel das nicht auf. In Deutschland heisst der Film (VHS und DVD) Schnapsnase und Schlappohr. Es gibt keine Blu-Ray. Ich hatte davon noch kurz die VHS aus Japan (Mad Mad Kung Fu). Als ich dieses kaufte wusste ich nicht, dass ich die UK-DVD schon habe. Ich finde das VHS aber nicht mehr und habe es auch nicht auf meiner Liste von ungesehenen Filmen gelistet. Gut möglich, dass ich das VHS schon vor Jahren verkauft habe, nachdem ich bemerkte, dass ich den Film doppelt habe. 

Dienstag, 2. Dezember 2025

Fearless Dragons Review

Fearless Dragons

Story:

Zwei Geheimagenten (Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei) versuchen zwischen einem Gangster (Johnny Wang Lung-Wei) und einer Straftat eine Verbindung zu finden, um ihn überführen zu können…

Meine Meinung:

Fearless Dragons befand sich längere Zeit als Betamax aus Indonesien ungesehen in meiner Sammlung. Die neu erschienene US-Blu-Ray brachte nun Abhilfe und der Film wurde gesichtet. Regie führte Lee Chiu (Cantonen Iron Kung Fu, Kung Fu from Beyond the Grave), der zuvor auch bei den Shaw Brothers tätig war. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion. Diese haben einige tolle Filme veröffentlicht (Duel of the 7 Tigers, The Gold Connection, Snake in the Monkey's Shadow, Two Wondrous Tigers). Fearless Dragons ist durch und durch solide.

Der Film ist eine Kung Fu Komödie. Solche waren seit 1979 sehr gefragt und daher war das Thema sehr populär. Fearless Dragons hat dabei jedoch wirklich kaum einen Plot. Unsere Helden, gespielt von Leung Kar-Yan (Profile in Anger, The Postman Fights Back, Sleeping Fist) und Phillip Ko Fei (Fatal Termination, Bandits, Prostitutes & Silver, Angel’s Mission), blödeln sich gut eine Stunde durch den Film, dessen dünne Handlung kaum vom Fleck kommt. Erst im Finale wird dann alles entlarvt (die Motive).

Zwar ist der Film nicht langweilig und beide Stars können immer Mal wieder etwas von ihrem Talent zeigen, aber es wirkt auf Dauer nicht zwingend fesselnd, da eben kein wirklicher Plot und Verlauf erkennbar sind. Das Gezeigte wirkt mehr wie eine Ansammlung von kurzen Sketchen. Die Musik ist unauffällig und der Klamauk nicht wirklich lustig oder wird zu lange zelebriert (die «Jaws» Momente). In einem Gastauftritt ist noch Addy Sung Gam-Loi (Twins of Kung Fu) zu sehen, der den Film auch choreographiert hat. In einer Nebenrolle, natürlich als Bösewicht, sehen wir ein bekanntes Gesicht: Chiang Tao (The Mysterious Foot-works of Kung Fu).

Als Haupt-Bösewicht ist Johnny Wang Lung-Wei (Dirty Ho, The Treasure Hunters, City Warriors) zu sehen. Er kämpft eigentlich nur im Finale und kurz zuvor. Dem sollten sich Fans, die ihrem Liebling gerne als Bösewicht sehen, bewusst sein und sich korrekt darauf einstellen, um nicht enttäuscht zu werden. Das lange Finale und die Kampfszenen zuvor alleine rechtfertigen aber bereits den Kauf und die Sichtung des Filmes. Johnny Wang Lung-Wei wird im Finale vom Duo Leung Kar-Yan und Phillip Ko Fei bearbeitet. Zuerst kämpfen sich nacheinander gegen ihn, dann zusammen. Die Szenen sind absolut spektakulär und aufwändig choreographiert worden. Toll!

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Jeung Ying Hung Chung Ying Hung

HK 1980

R: Lee Chiu

D: Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao, Addy Sung Gam-Loi, Tsang Chiu-Yue, Siu Gam

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 11.09.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films. Diese haben den Film direkt restauriert von Goldig Films, die ihren Filme-Katalog nun auch in HD restauriert zum Verkauf anbieten, erworben. Somit sind die Bild- und Tonqualität hervorragend. Es gibt mehrere Tonspuren (Canto, Mandarin, Englisch) und auch für jede einzelne Tonspur individuelle englische Subs. Der Film ist Uncut. Als Extras gibt es ein exklusives Interview mit Regisseur Lee Chiu (ca. 20 Minuten). Das fand ich interessant. Zuerst spricht er über seine Karriere, während die 2. Hälfte Infos zu Fearless Dragons beinhaltet. Als 2. Extras spricht Philip Ko (ca. 8 Minuten) über den Film. Es war sein letztes Interview. Vier Monate später sollte er an Krebs sterben. Es gibt noch einen Audiokommentar und die Blu-Ray ist eine Region All Disc. Zudem befindet sich eine indonesische Betamax (Titel: Two on the Road) in meinem Besitz. In Englisch. Das bekam ich geschenkt und behalte ich in der Sammlung (der Englisch Dub tönt furchtbar). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2025).