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Sonntag, 26. Juli 2026

Butcher Wing

Butcher Wing

Story:

Ah Tang (Hon Kwok-Choi) und Lam Sai-Wing (Ng Ming-Choi) haben Stress mit örtlichen Gangstern (Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi). Wong Fei Hung (Jason Pai Piao) nimmt die Beiden daraufhin als Schüler bei sich auf und unterrichtet sie in Kung Fu…

Meine Meinung:

Butcher Wing ist ein Drunken Master und Die Schlange im Schatten des Adlers Nachzügler. In der First Film Produktion von Gam Ming und Luk Pak-Sang gibt es nichts Neues oder Originelles zu sehen (cool war aber die Musik aus Suspiria, die dreimal vorkommt). Der Film ist kein Kracher, aber auch kein schlechter Film. Butcher Wing ist ein solide Kung Fu Komödie. Der Plot ist simpel und wie schon in Drunken Master und Co. wird hier eine Wong Fei Hung-Geschichte erzählt. Diesmal schlüpft Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Portrait in Crystal, Bolo, Men from the Gutter) in die Rolle des chinesischen Volkshelden.

Er ist ein Plus des Filmes, gerät aber hier und da in den Hintergrund. Sein Kampf im Finale ist eine der besten Szenen des Filmes. Der Finalgegner wird von Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, Shaolin Prince) verkörpert. Auch er macht seine Sache mehr als ordentlich. Schade, dass er im Film nicht mehr Kampfszenen bekommen hat. Jason Pai Piao beisst sich an ihm die Zähne aus. Dass der Held nicht einfach gewinnt, das schätze ich im Kung-Fu-Genre. Die rechte Hand von Lee Hoi-Sang wird von Addy Sung Gam-Loi (The Treacherous Breed, Kung Fu from Beyond the Grave, Fury of a Virgin) gespielt, der immer wieder Kampfszenen zum Besten geben darf.

Die Kampf- und Trainingsszenen sind solide. Gegen Ende werden sie besser und alle Kampfszenen, an denen Jason Pai Piao und Lee Hoi-Sang beteiligt sind, sind sogar sehenswert. Leider nervt der Humor und der englische Dub ist sehr schlecht. Und noch schlimmer ist die Wahl der beiden Helden, die zu den Schülern von Jason Pai Piao werden: es handelt sich um Hon Kwok-Choi (Call Me Dragon) und Ng Ming-Choi (Little Super Man). Beides meiner Meinung nach Schauspieler der C-Riege und wenig sympathisch und nervend. Die Nebenrolle von Cheng Fu-Hung (The Brave Lion) passt hervorragend dazu. Da wäre ein anderer Cast deutlich aufwertender gewesen.

Fazit: Fans von Jason Pai Piao können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhu Rou Rong

HK 1979

R: Chin Ming, Luk Pak-Sang

D: Ng Ming-Choi, Hon Kwok-Choi, Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi, Jason Pai Piao

Laufzeit der US-DVD: 89:21 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Videoasia vor = Englischer Dub (übel schlecht), Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Ocean Shores Kopie, Uncut-Status unbekannt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Samstag, 25. Juli 2026

Drunken Master

Drunken Master

Story:

Wong Fei-Hungs (Jackie Chan) Vater (Lam Kau) soll durch Profikiller Thunderleg (Hwang Jang-Lee) eliminiert werden. Wong Fei-Hung spannt zusammen mit Beggar So (Simon Yuen Siu-Tin), der ihn in Sachen Kung Fu ausbildet, um seinen Vater retten und den Feind besiegen zu können…

Meine Meinung:

Etwa ein halbes Jahr nach dem Erfolgsfilm Die Schlange im Schatten des Adlers startete im Jahr 1978 (im Oktober) der nächste Hit in den Hong Konger Kinos: Drunken Master! Erneut von Yuen Woo-Ping (Blades of the Guardians, The Buddhist Fist) und mit Namen wie Jackie Chan (Der Superfighter, City Hunter), Simon Yuen (Fist of the Double K, The Valiant Ones), Hwang Jang-Lee (Hitman in the Hand of Buddha, Boss) sowie Dean Shek (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin). Produziert wurde der Klassiker erneut von Ng See-Yuen (The Good and the Bad). Zusammen mit Die Schlange im Schatten des Adlers war der Film ein extremer Erfolg und machte aus Jackie Chan einen Star. Zudem wurden Kung-Fu-Komödien salonfähig. Es folgten unzählige Nachahmer.

Jackie Chan spielt hier den Volkshelden Wong Fei Hung, der später auch von anderen Stars gespielt werden sollte (z.B. von Jet Li in der Once Upon a Time in China Reihe). Und auch die Shaw Brothers sollten in der Hinsicht kurze Zeit später mitmischen = in Martial Club sollte Glatzkopf Gordon Liu in die Rolle des frechen Kung-Fu-Kämpfers schlüpfen, und sich im Finale einen spektakulären Kampf gegen Johnny Wang Lung-Wei liefern. Jackie Chan verkörpert Wong Fei Hung gekonnt. Jackie Chan kann sein Talent (Körperbeherrschung, seine Physik und sein Talent für Humor) gekonnt in den Film einbringen. Der Film bietet eine grosse Anzahl an Kampf- und Trainingsszenen.

Diese wurden von Regisseur Yuen Woo-Ping und Shaw Brothers Star Hsu Hsia (Eine Prise für tödliche Pfeifen) gekonnt choreographiert. Die Kampfszenen sind auf aller höchstem Niveau und steigern sich immer mehr und mehr. Der Film hat allgemein regelmässig Kampf- und Trainingszenen zu bieten, so dass kaum Längen aufkommen. Egal ob mit oder ohne Waffen oder mit Alltagesgegenständen, die in Kampfhandlungen integriert werden, gekämpft wird. Nebst Jackie Chan brillieren in diesen Szenen auch Simon Yuen, der seinen Meister spielt, sowie der koreanische Kicker Hwang Jang-Lee, den ich als Bösewicht immer gerne sehe. Das bekannte Wong Fei-Hung Theme ist mehrmals zu hören.

Wenn ich überhaupt etwas an Drunken Master bemängeln möchte, dann die ansonsten eher unauffällige Musik. Da bot Die Schlange im Schatten des Adlers coolere Musik in den Kampf- und Trainingszenen (oder im Vorspann). Und der Plot ist selbst für diese Art Film ausserordentlich dünn. Hwang Jang-Lee hat eigentlich relativ wenig Screentime und kommt fast nur im letzten Viertel vor. Bis zu dem Zeitpunkt ist eigentlich auch kaum ein wirklicher Handlungstrang ersichtlich. Aber das ist meckern auf hohem Niveau!

Fazit: Zurecht ein Klassiker!

Gefolgt von: Drunken Master II

Infos:

O: Jui Kuen

HK 1978

R: Yuen Woo-Ping

D: Jackie Chan, Hwang Jang-Lee, Simon Yuen Siu-Tin, Dean Shek, Lam Kau, Linda Lin Ying, Chiang Kam, Fung Ging-Man, San Kuai, Tino Wong Cheung

Laufzeit der US-DVD: 111:10 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, Englisch oder Kantonesisch (paar wenige Dialoge sind auch im Canto Track nur auf Englisch) mit englischen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (z.B. England) und in Deutschland auf DVD (als Sie nannten ihn Knochenbrecher).

Samstag, 13. Juni 2026

Against Rascals with Kung Fu

Against Rascals with Kung Fu

Story:

Big Dumpling (Fang Cheng) muss mit Schrecken feststellen, dass eines seiner Schafe gestohlen und gekocht wurde. Big Dumpling hat gegen die Täter keine Chance. Als er auf zwei Meister (Shen Lien-Sheng, Simon Yuen Siu-Tin) trifft, lässt er sich in Kung Fu ausbilden, um sich gegen die fiesen und schmierigen Typen behaupten zu können…

Meine Meinung:

Snake in the Eagle's Shadow und Drunken Master haben unzählige Nachahmer ausgelöst. Darunter waren auch viele durchschnittliche aber noch immer solide Titel. Teilweise auch mit Simon Yuen Siu-Tin (Ol' Dirty & the Bastard, Drunken Master Slippery Snake, Sleeping Fist) persönlich. So auch in Against Rascals with Kung Fu. Doch im Gegensatz zu anderen Eastern dieser Art (oder die oben genannten Werke in der Klammer) ist Against Rascals with Kung Fu leider kein wirklich guter Film geworden. Nicht Mal mit zwei zugedrückten Augen.

Against Rascals with Kung Fu von Regisseur Kwan Ching-Liang (The King's Sword) bietet zwei grosse Hauptprobleme. Das erste ist Fang Cheng. Der ist als Held und Jackie Chan Klon eine absolute Fehlbesetzung. Null Ausstrahlung, null Charisma, kein Kung Fu Talent. Auch in den Kampfszenen überzeugt er nicht. Er ist kein Sympathieträger. Im Gegenteil. Er überrascht auch nicht, dass er sonst in Kung Fu Filmen keine Hauptrollen und mehr in anderen Genres (z.B. Gruselfilme) zu sehen war. Zum Beispiel in Streifen wie Shocking!, The Mid-Night, The Ghost, The Old House, The Terrible Night oder Horror Inn.

Daneben gibt es noch ein Kind und wirklich auch schwache Bösewichte. Da wurden irgendwelche C-Namen genommen. Das zweite grosse Problem ist die Tatsache, dass der Film keine, und damit meine ich wirklich keine, einzige gute Kampf- oder Trainingsszene bietet. Das ist schon erschreckend, wenn doch zumindest ein Name à la Simon Yuen Siu-Tin an Bord ist. Der Humor war nervend und unlustig, der Film hatte Längen und es gab zu wenig Kämpfe. Selbst das Finale war total schnell vorbei und von schwacher Qualität. Wer entschieden hat, Fang Cheng als Held einzusetzen, der hat schlicht seinen Job nicht gemacht.

Fazit: Schwacher Eastern der keinen Mehrwert bietet. Wahrscheinlich der schlechteste Drunken Master Klon überhaupt. Kommt nicht in meine Filmsammlung...

Infos:

O: Lao Tou Quan Tou Da Man Tou

HK 1979

R: Kwan Ching-Liang

D: Fang Cheng, Shen Lien-Sheng, Simon Yuen Siu-Tin, Gwan Ging-Fung, Tao Min-Ming, Clement Yeh Chao-Hsu, Sun Lan

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 84:59 Min.

Gesehen am: 13.06.26

Fassungen: Gesehen via südkoreanische VHS von Sam Boo Production = Mandarin mit koreanischen, chinesischen und englischen Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität (Vollbild statt Widescreen). Alle deutschen Fassungen (Titel: Zwei Dreschflegel schlagen alles kurz und klein) sind zensiert bzw. eine eigene Schnittfassung (es wurde viel Material entfernt und durch Szenen eines anderen Eastern ersetzt). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Montag, 27. April 2026

Kung Fu Genius

Kung Fu Genius

Story:

Kung Fu Genius (Cliff Lok) und Freunde (Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh) wollen eine Kung-Fu-Schule eröffnen und ziehen somit den Zorn von Gangstern (Wilson Tong, Lee Hoi-Sang), die ebenfalls eine Kung-Fu-Schule sowie ein Bordell betreiben, auf sich…

Meine Meinung:

Kung Fu Genius ist eine weitere Kung-Fu-Komödie aus dem Jahr 1979. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, Cunning Kids) aus Hong Kong. Wilson Tong (Invitation of Ghost, Daggers 8, Dirty Ho) spielt mit = Endgegner, war für die Kampfszenen und deren Choreographie zuständig und führte Regie. Der Star des Filmes ist Cliff Lok (The Shaolin Kids, Shaolin Death Squads, Drunken Master Slippery Snake), der persönlich nicht zu meinen Lieblingen gehört und Charisma vermissen lässt.

Der Plot ist 08/15 und es gibt jede Menge Humor, Slapstick und Peinlichkeiten. Dazu gehört die Tatsache, dass mehrere Personen im Film, wie und warum auch immer, in einen kognitiv veränderten, lächerlichen und nervenden Menschen umgepolt werden. So à la Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) in A Better Tomorrow II = braucht Nerven. Gut war, dass meine Fassung in Mandarin statt im furchtbaren Englischem Dub war. Das wäre, mit den Figuren und dem Humor, sicher eine absolute Qual gewesen.

Zwei Dinge sah ich als grössere «Kritikpunkte» an. Zum einen eben die Helden, die mir wenig zugesagt haben. Cliff Lok ist mir nicht sonderlich charismatisch und auch Cheng Kang-Yeh nervte mich schon in anderen Filmen (z.B. Heroes of the East). Er spielt oft solche (nervende) Comic-Charaktere. Peter Chan Lung steuert immerhin einen Enten-Kampfstil bei und Hsiao Ho (My Young Auntie) war noch der erträglichste aus der Truppe. Schade war auch, dass der Film fast keine Musik hat. Einmalig gibt es das Dawn of the Dead Theme zu hören und das wäre cool gewesen, wenn das auch bei den späteren Kampfszenen eingesetzt worden wäre.

Stark war hingegen die sehr hohe Anzahl an Trainings- und vor allem Kampfszenen. Vor allem in den letzten 30-40 Minuten gibt es etliche Duelle, so dass Kung-Fu-Fans bestens bedient werden. Zudem haben wir auf der Seite der Bösewichte die Namen besser gefallen als unsere Helden. Wilson Tong sehe ich seit Daggers 8 immer gerne als Bösewicht und einer seiner Männer wird von Glatzkopf Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, The Kung-Fu Warrior) gespielt. Auch ihn mag ich in solchen Rollen. Die Outdoor-Settings, besonders im Finale, waren für die finale Kampfkonfrontation passend gewählt (Steinbruch).

Fazit: Old School Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Tian Cai Gong Fu

HK 1979

R: Wilson Tong

D: Wilson Tong, Cliff Lok, Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 27.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Boo Production vor = Vollbild (hier und da störend in den Kampfszenen), solide Bild- und Tonqualität, Mandarin mit koreanischen Subs. Auf DVD gibt es den Film u.a. in England, aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: April 2026). Es scheint eine DVD in Japan zu geben, die ggf. in Mandarin und Widescreen sein könnte.

Dienstag, 10. März 2026

Hitman in the Hand of Buddha

 

Hitman in the Hand of Buddha

Story:

Wong Chin (Hwang Jang-Lee) arbeitet in der Reis-Verarbeitung. Die Konkurrenz versucht, der Firma Schaden zuzufügen. Wong Chin wehrt sich und zieht so den Zorn der Gangster auf sich. Diese setzen einen Kämpfer (Tino Wong Cheung) auf Wong Chin an. Dieser hat jedoch keine Chance. Also taucht der Boss (Eddy Ko) höchstpersönlich auf und schlägt Wong Ching in die Flucht. Der flieht in den Shaolin Tempel und bereitet sich dort auf seine Rache vor…

Meine Meinung (Koreanische Fassung):

Hitman in the Hand of Buddha ist ein Film von und mit Hwang Jang-Lee, je nach Quelle und für seine Fans absolutes Pflichtprogramm. Der Film aus dem Jahr 1981 wirkt eher wie eine Ende der 70er Jahre Produktion à la Die Schlange im Schatten des Adlers. Der Mix aus Klamauk und Kung Fu, die Choreographie erinnern an diese typischen 1979er Kung Fu Komödien.  Es herrschen unterschiedliche Infos, ob der Film eine Produktion aus Hong Kong oder Südkorea ist (mehr dazu unter Fassungen). Wie dem auch sei: der Film ist Old School Kung Fu Fans wärmstens zu empfehlen!

Der Plot ist dünn und minimalistisch. Was überzeugt sind die Hauptrollen, die Anzahl von Kampf- und Trainingsszenen und die Choreographie. Das sind die Stärken des Filmes. Die Kampfszenen und die Choreographie hat Yuen Woo-Ping Vibes. Jedoch waren Corey Yuen (Ninja in the Dragon's Den, Heroes of Shaolin) und Mang Hoi (The Blonde Fury, Encounters of the Spooky Kind 2) dafür zuständig. Besonders die Kampfszene mit den Essstäbchen und der Finalkampf zwischen Hwang Jang-Lee und Eddy Ko waren die Highlights des Filmes. Der Hammer!

In der koreanischen Fassung, welche ich mir zuerst ansah, wurden einige wenige humoristische Szenen mit Kindern und Fan Mei-Sheng als Bettler entfernt. Das ist gut so. Hingegen gibt es in der HK-Fassung mehr Italo-Western Musik zu hören, als in der koreanischen Fassung. Der Eastern, der in Südkorea gedreht wurde, wartet mit Hwang Jang-Lee (The Eagle's Killer, Buddha Killer) in einer Heldenrolle auf. Ich mag ihn i.d.R. mehr als Bösewicht, doch seine Technik und Kampfszenen hier waren absolut klasse, so dass das zu verschmerzen war. Ihm gegenüber steht Eddy Ko (Mountain Warriors, The Thundering Mantis), der als fieser Bösewicht und harter Endgegner zu gefallen weiss. Speziell wenn sie im Finale zuerst mit Stöcken gegeneinander kämpfen, ist Spektakel garantiert.

Fazit: Muss See Titel für Fans von Hwang Jang-Lee!

Infos:

O: Che Diy Saai Yan, 借刀殺人, The Swordsman (Inmuga-in), 인무가인

HK, Südkorea 1981

R: Hwang Jang-Lee, Park Yun-gyo

D: Hwang Jang-Lee, Eddy Ko, Hwang Choon-Soo, Won Jin, Park Hui-Jin, Fan Mei-Sheng, Tino Wong Cheung, To Siu-Ming

Laufzeit der UK-DVD (Koreanische Fassung): 81:25 Min.

Gesehen am: 10.03.26

Fassungen: Mir ist nicht 100% klar, ob es ein HK oder ein südkoreanischer Film oder eine Co-Produktion ist. Laut dem koreanischen Filmarchiv ist es ein südkoreanischer Film, produziert von Dae Yang Films Co. und Regie führte Park Yun-gyo. Der Film wurde auch in Südkorea gedreht. Laut der Hong Kong Movie Database ist es eine HK-Produktion entstanden durch Hwang Jang-Lee, der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch Regie führte und seine Firma Hwang Jang Lee Production Company produzierte den Film. Laut der UK-DVD, die nebst der HK-Fassung (Englisch Dubbed) auch die kürzere koreanische Fassung anbietet (In Koreanisch mit englischen Untertiteln), soll die koreanische Fassung der Director’s Cut sein und soll durch die Hand von Hwang Jang-Lee entstanden bzw. editiert worden sein. Es soll auch seine Originalstimme sein, die im Koreanischen Dub zu hören ist. Daher sah ich mir zuerst die koreanische Fassung an. Die liegt in Vollbild vor. Die Bild- und Tonqualität sind (für meinen Geschmack) noch immer gut. Die HK-Fassung sah mich mir als China VHS von Pacific an. Der Film liegt statt im chinesischen O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit englischen & chinesischen Subs vor. Es handelt sich um eine Kopie der HK-VHS von Wild West Video (einem Ocean Shores Ableger). Die deutschen Hauptfassungen (Titel: Im Auge des Taifun) sind zensiert aber in Widescreen. Als Bonus haben einige deutsche Anbieter auch die Uncut Fassung in Englisch auf die Disc gepackt (Vollbild = wohl auch eine Ocean Shores Kopie). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2026). Die Koreanische Fassung läuft 81:25 Min. Die HK-Fassung 89:30 Min. Grössere Unterschiede fielen mir, speziell in den Kampfszenen, nicht auf. Ggf. fehlt im Korea-Cut die angedeutete Rape-Szene und einige lustige Szenen fehlen dort, was die koreanische Fassung kurzweiliger werden lässt. Dafür nahm ich in der HK-Version mehr Italo Western Musik wahr. Mit der Korea-Fassung via UK-DVD bin ich jedoch bestens bedient.


Sonntag, 25. Januar 2026

Method Man

 


2022 mit Angela Mao in Queens

Method Man

Story:

Xiao Lung (Peter Chang Chi-Long) will den Tod seines Vaters (Lung Fei) rächen. Um gegen den Feind (Casanova Wong) bestehen zu können, reichen seine Kampfkünste jedoch nicht aus. Er lässt sich ausbilden um am Ende zusammen mit Verbündeten (Hwa Ling) Rache zu üben…

Meine Meinung:

Aka The Fearless Young Boxer. Bei Method Man handelt es sich um einen in Taiwan gedrehten Film à la Drunken Master und Co. Nach Jackie Chans beiden Erfolgsfilmen waren Kung Fu Komödien angesagt. Viele Filmemacher sprangen auf den Trend auf. Auch Jimmy Shaw (The Yellow Killer), der hier Peter Chang Chi-Long (Six Directions of Boxing, The 72 Desperate Rebels, Mantis Under Falcon Claws) als Jackie Chan Klon auf die Menschheit loslässt. Der Film hat mir besser gefallen als erwartet.

Der Plot ist natürlich nur Mittel zum Zweck, 08/15 und als Fan muss zugewartet werden, ehe sich der Hauptplot mehr und mehr herausbildet. Das war in dem Genre halt einfach so. Es gibt viel Humor, Klamauk und andere Sub-Plots, ehe Peter Chang am Ende seinem Nemesis gegenübersteht. Der Film ist kurzweilig und einige humorvolle Szenen könnten zumindest im Originalton amüsant sein. Jedoch nicht im Englischen Dub. Dieser ist grauenhaft schlecht. Für mich das perfekte schlechte Beispiel, warum ich solche Dubs nicht mag.

Nicht grauenhaft schlecht sind die Trainings- und vor allem die Kampfszenen. Diese sind besser als erwartet und sehr spektakulär eingefangen worden. Alle Beteiligten machen in diesen eine absolut hervorragende Figur. Egal ob Peter Chang Chi-Long, Hwa Ling (Eagle's Claw) oder Casanova Wong (Bloody Mafia, The Legendary Strike, South Shaolin vs. North Shaolin) als Bösewicht. Letzterer ist eine Wucht und bietet als Fiesling und harter Brocken eine beeindruckende Performance. Seine Beinarbeit und seine Kicks sind exzellent. Lung Fei (Eunuch of the Western Palace) ist in einer kurzen Rolle als Peter Changs Vater zu sehen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Siu Ji Meng Daai

HK 1979

R: Jimmy Shaw

D: Peter Chang Chi-Long, Lung Fei, Casanova Wong, Hwa Ling, Chia Kai, Chen Hui-Lou, Su Chen-Ping, Wang Yung-Sheng

Laufzeit der holländischen DVD: 92:18 Min.

Gesehen am: 25.01.26

Fassungen: Gesehen via holländische DVD von DVD Video = Englischer Dub (furchtbare Qualität), wahrscheinlich Uncut, nicht anamorph, dumpfer Ton, solide Bildqualität. Erst nach der Sichtung gesehen, dass ich davon via Jackiesploitation - A Treasury of Jackie Chan Inspired Rip-Offs and Copy Cats noch eine Public Domain US-Blu-Ray hätte. Das Set, welches 2022 von Angela Mao signiert wurde, ist auch nur Englisch Dubbed. Es ist aber ein anderes Master (On Screen Titel = Avenging Boxer) d.h. der Ton ist klarer und die Version ist anamorph. Dennoch wäre eine Mandarin Ausgabe wünschenswert. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Donnerstag, 18. Dezember 2025

The Iron Monkey Review

The Iron Monkey

Story:

Die Regierung schlachtet seine Feinde, darunter ganze Familien, ab. Nur Chen (Chen Kuan-Tai) kann entkommen. Er flüchtet sich ins Shaolin Kloster und lässt sich dort im Kampf ausbilden. Später lernt er bei einem Meister die Affenkampftechnik. Danach lässt er sich als General beim Feind (u.a. Chin Kang, Leung Kar-Yan, Wilson Tong) anstellen, um diese von innen heraus zu zerstören und Rache zu nehmen…

Meine Meinung:

The Iron Monkey, nicht zu verwechseln mit dem 90er Jahre Streifen mit Donnie Yen, stellt eine unabhängige, kleine Perle von und mit Shaw Brothers Star Chen Kuan-Tai (The Challenge of the Lady Ninja, Tough Guy, Challenge of the Gamesters) dar. Es war seine 2. Regie-Arbeit und auch für die Kampfszenen und deren Choreographie war er zuständig.

Zwar ist der Inhalt des Filmes nicht wirklich was Neues oder originell, doch die extrem hohe Anzahl von Trainings- und Kampfszenen machen den Film zum Pflichtprogramm. Gut ist, dass der Film komplett aus Humor und Klamauk verzichtet. Das kommt dem Film gut zu stehen. Allgemein ist der Ton düster und hart und selbst vor Kindern wird keinen Halt gemacht. Dasselbe gilt für die Kampfszenen: hart und mit viel Power. Ein Genuss!

Der Film startet bereits vielversprechend mit Kampfdemonstrationen (nebst einigen Tier-Szenen, in denen ein Affe auf einen Adler losgelassen wird). Ein gern gesehener Start im Old School Kung Fu Kino, der Lust auf mehr macht. Quasi eine Art schmackhafter «Trailer» vor dem Film der zeigt, worauf sich der Zuschauer im Film freuen kann. Nebst Chan Kuan-Tai gefallen vor allem die Bösewichte um Wilson Tong (Snake Deadly Act), Leung Kar-Yan (Profile in Anger) sowie Chin Kang (The Mysterious Heroes). Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet) ist nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen.

Fazit: Must See Titel für Chen Kuan-Tao Fans!

Infos:

O: Tit Hau Ji

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1977

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Leung Kar-Yan, Wilson Tong, Chin Kang, Shih Chung-Tien, Viola Ku Yin, Wu Ma

Laufzeit der HK-VHS: ?

Gesehen am: Juli 2010 / Neusichtung am: 27.11.25

Fassungen: Ich sah den Film früher als US-DVD (nur Englisch Dubbed). Die deutsche DVD von Ascot Elite/Shamrock Media (soll eine kultige deutsche Synchro haben, aber keinen O-Ton) soll eine Langfassung darstellen = Export-Fassung plus erweiterten Handlungsszenen aus einem Mandarin-Print. Angeblich sollen einige Mandarin Fassungen dafür in Gewaltmomenten zensiert sein. Mir lag eine VHS aus Hong Kong oder China vor. Auf der Rückseite steht Inter-Continental Video. Copyright 1980. Das Label gab es damals in HK und den USA. 2022 riss mir jedoch das Band von der Spule und das VHS-Gehäuse ging kaputt. Doch mir gelang es, das Band wieder an der Spule zu befestigen und danach packte ich das Band und die Spule in ein leeres VHS-Gehäuse aus Südkorea. Das könnt ihr hier nachlesen: Link. Heute sah ich mir dieses VHS an. Der Ton ist etwas leise und der Ton rauscht. Abgesehen davon lief der Film gut durch. Die Bildqualität war gut und es handelt sich um einen Mandarin Print mit englischen und chinesischen Subs. Auffällige Schnitte bemerkte ich keine.

Dienstag, 16. Dezember 2025

Rage of the Dragon Review

Rage of the Dragon

Story:

Menschen sind verschwunden und/oder getötet worden. Auch Lei Lungs (Dragon Lee) Vater gehört zu den Vermissten. Das macht Lei Lung zum Verdächtigen. Vor allem Meister Wong Kwok (Choe Min-Gyu) hat es auf Lei Lung abgesehen. Er macht Lei Lung auf den Tod seines Vaters verantwortlich. Master Kwan (Carter Wong) versucht derweil, wie auch Lei Lung, die Sache aufzuklären…

Meine Meinung:

Rage of the Dragon ist eine sehr positive Überraschung der Bruceploitation Box von Severin Films. Bis auf wenige Ausnahmen und die Tatsache, dass Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Enter Three Dragons) einer der Hauptrollen spielt, wäre der Film für mich nicht Mal per se ein typischer Bruceploitation-Vertreter, sondern mehr ein eigenständiger Kung Fu-Film. Und die mag ich definitiv lieber als reine Bruceploitation-Filme.

Es handelt sich um einen südkoreanischen Film, der auch vor Ort gedreht wurde. Der Film stammt von Kim Shi-Hyeon (Kung Fu Fever). Schon dessen Secret Ninja, Roaring Tiger hat mir in den letzten Monaten ausserordentlich gut gefallen und so steht es auch um Rage of the Dragon. Die südkoreanischen Settings heben den Film gekonnt von den Kollegen aus Hong Kong und Taiwan ab. Auch beim Plot versucht der Film, anders zu sein. Die Szenen in der Grotte erinnerte mich leicht an The Butterfly Murders.

Es gibt viele tolle Kampfszenen, die diverse Tier-Kampfstile anwenden (z.B. Schlange). Die komischen Kampfgeräuschen sind schräg, aber haben ihren Charme und geben dem Film, zumindest im Finale, eine leicht trashige Note. Nebst Dragon Lee tummeln sich hier noch Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin), der den Bösewicht spielt. Choe Min-Gyu (Ninja in U.S.A.) hat in den Kampfszenen auch überzeugt. Etwas schade, dass Kim Ji-Hye, ich glaube es handelt sich um die einzige Frauenrolle, kaum Kampfszenen bekommen hat. Godfrey Ho (Ninja Terminator) hat den Film quasi ausserhalb Koreas vertrieben, aber war nicht wirklich dessen Regisseur.

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: 매권 Cheer (Maegwon)

Südkorea 1980

R: Godfrey Ho, Kim Shi-Hyeon

D: Dragon Lee, Choe Min-Gyu, Carter Wong, Kim Ji-Hye, Im Ja-Ho, Yoon Il-Joo

Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.

Gesehen am: 18.11.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) = Uncut «HK-Version» (= Godfrey Ho Version), Englischer Dub (sogar solide), Widescreen, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland als Im Auftrag der Todeskralle auch auf Blu-Ray erschienen. Da werde ich wohl, da Deutscher Ton dem Englischen Dub sicherlich überlegen, nochmals zugreifen. Inwieweit die koreanische Originalversion von Godfrey Ho verändert wurde, ist mir nicht bekannt. In mind. einem Review habe ich gelesen, dass Szenen mit Dragon Lee und Kim Ji-Hye (die Frau) rausgeflogen sind aber auch einige Kampfszenen von Dragon Lee gegen Carter Wongs Männer vor dem Finale.

Freitag, 12. Dezember 2025

Drunken Master Slippery Snake

 

Drunken Master Slippery Snake

Story:

Cliff Lok und Peter Chan Lung geraten auf ihrer abenteuerlichen Weise an diverse Kämpfer (u.a. Chiang Tao, Kong Chuen), die ihnen ans Leder wollen. Sie können immer entkommen, bis sie auf den tödlichen Lung Yung Feng (Lee Hoi-Sang) treffen. Um ihn zu besiegen, braucht Cliff Hilfe von Bamboo Stick (Simon Yuen)…

Meine Meinung:

Aka Mad Mad Kung Fu. Aka Ol' Dirty Kung Fu. Nicht zu verwechseln mit Ol' Dirty & the Bastard aus dem gleichen Jahr und mit dem gleichen Cast (Simon Yuen). Drunken Master Slippery Snake stellt eine Produktion aus Taiwan dar, je nach Filmdatenbanken wird auch Hong Kong genannt. Bei Drunken Master Slippery Snake handelt es sich um eine typische Old School Kung Fu Komödie, die nach den Jackie Chan Erfolgen (Drunken Master und Co.) entstanden sind. Und dessen Niveau wird, selbstverständlich, nicht erreicht.

Dennoch empfand ich Drunken Master Slippery Snake als spassig, unterhaltsam und vor allem kurzweilig. Mit einer Laufzeit von nur 81 Minuten ist der Film abwechslungsreich. Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather, Shaolin Death Squads, The Ring of Death) und Peter Chan Lung (Crazy Safari) harmonieren gut miteinander. Da kommen etliche Buddy-Movie Motive zum Tragen, was das ungleiche Duo angeht. Spassig. Simon Yuen (Kiss of Death, Iron Bridge Kung-Fu, Sleeping Fist), der Meister aus Die Schlange im Schatten des Adlers, kommt hier nur am Anfang und im Finale vor. Ihm sieht man an, dass er in vielen der Kampfszenen gedoubelt werden musste.

In Nebenrollen und Gastauftritten sind Chiang Tao (Die Depesche des Todes, Schweig oder stirb) sowie Cheng Kang-Yeh (Challenge of the Masters, The Duel) zu sehen. Vor allem letzterer nervt mich oft in Shaw Brothers Filmen (z.B. Heroes of the East). Hier machte er in seinem Auftritt Spass. Hatte etwas von Dean Shek. Am meisten Freude hatte ich hingegen an Lee Hoi-Sang (The 36th Chamber of Shaolin, The Kung-Fu Warrior, Shaolin Prince). Ihn kenne ich vor allem aus Nebenrollen, selten aus Hauptrollen. Hier spielt er den Hauptbösewicht und Endgegner. Und er macht das toll. Die Kampfszenen sind auch sehenswert.

Fazit: Wer Old School Kung Fu Filme mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1979

R: Ho Meng-Hua, Yu Cheng-Chun

D: Cliff Lok, Peter Chan Lung, Chiang Tao, Kong Chuen, Lee Hoi-Sang, Simon Yuen, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 04.11.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor = Mandarin mit englischen Subs, gute Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht. Als Master diente scheinbar die deutsche Widescreen Fassung. Als Bonus gibt es nebst zwei Kampfdemos und einer Bildergalerie noch eine zensierte Szene (in Mandarin mit «forced» englischen und chinesischen Untertiteln). Die Szene ist amüsant und es wird gekämpft. Diese fehlt im Print. Daher weiss ich nicht, ob die Fassung als Uncut durchgeht. Die Szene scheint im Original-Print nämlich verwendet worden zu sein. Vielleicht fehlt die Szene im deutschen Print und da das Label dieses als Master nahm, fiel das nicht auf. In Deutschland heisst der Film (VHS und DVD) Schnapsnase und Schlappohr. Es gibt keine Blu-Ray. Ich hatte davon noch kurz die VHS aus Japan (Mad Mad Kung Fu). Als ich dieses kaufte wusste ich nicht, dass ich die UK-DVD schon habe. Ich finde das VHS aber nicht mehr und habe es auch nicht auf meiner Liste von ungesehenen Filmen gelistet. Gut möglich, dass ich das VHS schon vor Jahren verkauft habe, nachdem ich bemerkte, dass ich den Film doppelt habe. 

Dienstag, 2. Dezember 2025

Fearless Dragons Review

Fearless Dragons

Story:

Zwei Geheimagenten (Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei) versuchen zwischen einem Gangster (Johnny Wang Lung-Wei) und einer Straftat eine Verbindung zu finden, um ihn überführen zu können…

Meine Meinung:

Fearless Dragons befand sich längere Zeit als Betamax aus Indonesien ungesehen in meiner Sammlung. Die neu erschienene US-Blu-Ray brachte nun Abhilfe und der Film wurde gesichtet. Regie führte Lee Chiu (Cantonen Iron Kung Fu, Kung Fu from Beyond the Grave), der zuvor auch bei den Shaw Brothers tätig war. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion. Diese haben einige tolle Filme veröffentlicht (Duel of the 7 Tigers, The Gold Connection, Snake in the Monkey's Shadow, Two Wondrous Tigers). Fearless Dragons ist durch und durch solide.

Der Film ist eine Kung Fu Komödie. Solche waren seit 1979 sehr gefragt und daher war das Thema sehr populär. Fearless Dragons hat dabei jedoch wirklich kaum einen Plot. Unsere Helden, gespielt von Leung Kar-Yan (Profile in Anger, The Postman Fights Back, Sleeping Fist) und Phillip Ko Fei (Fatal Termination, Bandits, Prostitutes & Silver, Angel’s Mission), blödeln sich gut eine Stunde durch den Film, dessen dünne Handlung kaum vom Fleck kommt. Erst im Finale wird dann alles entlarvt (die Motive).

Zwar ist der Film nicht langweilig und beide Stars können immer Mal wieder etwas von ihrem Talent zeigen, aber es wirkt auf Dauer nicht zwingend fesselnd, da eben kein wirklicher Plot und Verlauf erkennbar sind. Das Gezeigte wirkt mehr wie eine Ansammlung von kurzen Sketchen. Die Musik ist unauffällig und der Klamauk nicht wirklich lustig oder wird zu lange zelebriert (die «Jaws» Momente). In einem Gastauftritt ist noch Addy Sung Gam-Loi (Twins of Kung Fu) zu sehen, der den Film auch choreographiert hat. In einer Nebenrolle, natürlich als Bösewicht, sehen wir ein bekanntes Gesicht: Chiang Tao (The Mysterious Foot-works of Kung Fu).

Als Haupt-Bösewicht ist Johnny Wang Lung-Wei (Dirty Ho, The Treasure Hunters, City Warriors) zu sehen. Er kämpft eigentlich nur im Finale und kurz zuvor. Dem sollten sich Fans, die ihrem Liebling gerne als Bösewicht sehen, bewusst sein und sich korrekt darauf einstellen, um nicht enttäuscht zu werden. Das lange Finale und die Kampfszenen zuvor alleine rechtfertigen aber bereits den Kauf und die Sichtung des Filmes. Johnny Wang Lung-Wei wird im Finale vom Duo Leung Kar-Yan und Phillip Ko Fei bearbeitet. Zuerst kämpfen sich nacheinander gegen ihn, dann zusammen. Die Szenen sind absolut spektakulär und aufwändig choreographiert worden. Toll!

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Jeung Ying Hung Chung Ying Hung

HK 1980

R: Lee Chiu

D: Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao, Addy Sung Gam-Loi, Tsang Chiu-Yue, Siu Gam

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 11.09.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films. Diese haben den Film direkt restauriert von Goldig Films, die ihren Filme-Katalog nun auch in HD restauriert zum Verkauf anbieten, erworben. Somit sind die Bild- und Tonqualität hervorragend. Es gibt mehrere Tonspuren (Canto, Mandarin, Englisch) und auch für jede einzelne Tonspur individuelle englische Subs. Der Film ist Uncut. Als Extras gibt es ein exklusives Interview mit Regisseur Lee Chiu (ca. 20 Minuten). Das fand ich interessant. Zuerst spricht er über seine Karriere, während die 2. Hälfte Infos zu Fearless Dragons beinhaltet. Als 2. Extras spricht Philip Ko (ca. 8 Minuten) über den Film. Es war sein letztes Interview. Vier Monate später sollte er an Krebs sterben. Es gibt noch einen Audiokommentar und die Blu-Ray ist eine Region All Disc. Zudem befindet sich eine indonesische Betamax (Titel: Two on the Road) in meinem Besitz. In Englisch. Das bekam ich geschenkt und behalte ich in der Sammlung (der Englisch Dub tönt furchtbar). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2025).

Super Power Review

Super Power

Story:

Chun Ming (Billy Chong) will den Tod seines Vaters rächen. Die Täter sind Manchu Kämpfer (u.a. Hau Chiu-Sing, Chiang Tao, Ho Kei-Cheong), die selbst den Tod ihres Vaters gerächt haben. Chun hat gegen die Kämper keine Chance. Er findet jedoch einen Meister (Wong Chi-Ming) und entwickelt sich weiter, um am Ende den Kampf gegen die fünf Männer aufzunehmen…

Meine Meinung:

Super Power ist ein weiterer sehenswerter Kung Fu Film von Eternal Film mit Star Billy Chong (Kung Fu Zombie, Die Depesche des Todes, Crystal Fist, Kung Fu from Beyond the Grave, A Fistful of Talons, Sun Dragon, Bloody Wedding) in der Hauptrolle. Wer ihn mag, wird voll auf seine Kosten kommen. Der Film erzählt einen etwas konfusen Plot. Auf der anderen Seite gibt es kaum Plot in dem Film. Billy Chong darf jedoch erst im letzten Viertel wirklich zeigen, was ihn ihm steckt. Das sage ich nur, damit Fans von ihm nicht enttäuscht werden.

Billy Chong, der schon im Vorspann demonstriert, zu was er fähig ist, macht seine Sache mehr als ordentlich. Die Bösewichte sorgen am Anfang und Mittelteil für Unmengen an tollen und sehenswerten Kampfszenen. Diese sind zahlenmässig sehr hoch ausgefallen. Zum Teil wird fast alle fünf Minuten gekämpft. Da machen bekannte Gesichter (in Schurkenrollen) wie z.B. Chiang Tao (The Kung Fu Cook, The Savage 5, Revenge of Shaolin Kid) eine gute und ordentliche Figur. Chiang Tao sehe ich einfach gerne in solchen Rollen, ähnlich wie ein Lung Fei.

Obwohl um 1979/1980 Kung Fu Komödien angesagt waren und es auch in Super Power einige «lustige» Szenen zu sehen gibt (in einem Kampf zwischen Billy Chong und seinem Film-Meister werden Vasen integriert, die nicht kaputt gehen dürfen), hält sich der Film im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art damit stärker zurück. Der Ton ist allgemein etwas ernster angesiedelt. Die Trainingsszenen hingegen sind, wie auch die Musik, unspektakulär. Gerade was die Auswahl der Musik angeht, hätten sie bessere Tracks klauen dürfen. Die aktuelle Musik passt meiner Meinung nach nicht gut zu einem Kung Fu Film.

Fazit: Die grosse Anzahl an Kampfszenen machen den Film für Kung Fu Fans sehenswert!

Infos:

O: Wu Zhuang Yuan

HK 1980

R: Lin Chan-Wai

D: Billy Chong, Hau Chiu-Sing, Chiang Tao, Ho Kei-Cheong, Wong Chi-Ming, Annie Liu On-Lai

Laufzeit der koreanischen VHS: 82:05 Min. (inklusive eines kurzen Werbeunterbruchs)

Gesehen am: 03.09.25

Fassungen: Mir lag das VHS von Sam Boo aus Südkorea vor = Vollbild statt Widescreen, k.A. ob Uncut oder nicht, etwas Schimmel (lief aber problemlos) und das Beste: O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs. In Deutschland gibt es den Film als Die Superfaust der Shaolin als Videokassette. Unbekannt, ob zensiert. Eine DVD gibt es in den USA, jedoch nur in Englisch. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025).

Dienstag, 23. September 2025

The 36 Crazy Fist Review

 


The 36 Crazy Fist

Story:

Der Vater von Wong Tai Kwong (Tony Leung Siu-Hung) und Wong Wai Chi (Michelle Yim) wird ermordet. Wong Tai Kwong schwört Rache. Durch die Mithilfe von diversen Personen (Ku Feng, Paul Chun, Chiang Cheng, Lau Kar-Yung) lernt er Kung Fu, um am Ende gegen die Bösewichte (Yen Shi-Kwan, Chan Lau) bestehen zu können…

Meine Meinung:

Nach den Jackie Chan Erfolgsfilmen Die Schlange im Schatten des Adlers sowie Drunken Master realisierte Chen Chi-Hwa (Imperial Sword, The Ape Girl, Retreat of the Godfather) diesen Drunken Master Klon mit dem Titel The 36 Crazy Fist (je nach Fassung auch als The 36 Crazy Fists bekannt). In vielen Orten wurde der Film als Jackie Chan Film beworben und verkauft. Das betrifft Alternativtitel (Jackie and the 36 Crazy Fists), Bilder auf dem Cover oder Fassungen, wo sogar Behind the Scenes Ausschnitte mit Jackie Chan vor den eigentlichen Film geschnitten wurden.

Jackie Chan (Snake and Crane Arts of Shaolin, City Hunter, Hand of Death) spielt im Film nicht mit. Er wurde jedoch als Martial Arts Director an Bord geholt. Sämtliche Kampfszenen sind von ihm choreographiert und dies sieht man den Trainings- und Kampfszenen auch positiv an. Da haben Jackie Chan und der Cast ganze Arbeit geleistet. Zu den Highlights sind die Kampfdemonstrationen zu Beginn während des Vorspanns (natürlich vor rotem Hintergrund), die zwei Kampfszenen mit Fung Hak-On (The Prodigal Boxer, The Protector) sowie das spektakuläre Finale.

Yen Shi-Kwan (The Killer in White, Dragon Fist), der mir unbekannt ist, spielt den Hauptbösewicht, der praktisch fast nur für den Finalkampf auftaucht, sehr gut. Der Held des Filmes, gespielt von Tony Leung Siu-Hung (Five Superfighters), gibt einen guten Jackie Chan Klon ab. Lau Kar-Yung (The Black Wall) hingegen hat nur eine kleine Rolle. Grosse Nebenrollen haben Paul Chun (The Man from Vietnam, Wild Search) sowie Shaw Brothers Legende Ku Feng (Shaolin Intruders, Summons to Death). Letzteren sah ich, glaube ich, noch nie in einer solchen «cartoonhaften» Rolle. Ein Moment beinhaltet auch nackte Tatsachen. Aussergewöhnlich, für diese Art Film.

Fazit: Für Fans von Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen!

Infos:

HK 1979

O: San Shi Liu Mi Xing Quan

R: Chen Chi-Hwa

D: Tony Leung Siu-Hung, Michelle Yim, Ku Feng, Paul Chun, Chiang Cheng, Lau Kar-Yung, Yen Shi-Kwan, Chan Lau, Fung Hak-On

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:06 Min. (inklusive einer kurzen Werbung während dem Film)

Gesehen am: 28.06.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Hwa Video Production vor = O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen, solide Bild- und Tonqualität, nicht ganz Uncut (die Szene mit den Brüsten wurde leicht entschärft, aber nicht komplett). Die englischen Subs sind gut zu lesen und werden nicht durch koreanische Subs überdeckt. Erst nach der Sichtung sah ich, dass ich davon noch eine US-Blu-Ray habe. Von Gold Ninja Video in deren Jackiesploitation - A Treasury of Jackie Chan Inspired Rip-Offs and Copy Cats Collection. Der Film liegt dort Uncut, mit Behind the Scenes im Film integriert (Jackie Chan zeigt, wie sie kämpfen sollen) und als 35mm Print vor. Leider nur Englisch Dubbed. Der Dub soll gemäss mehreren Reviews grauenhaft schlecht sein. Die Fassung werde ich nie schauen. Die Blu-Ray wurde von Angela Mao signiert, da sich auch ein Angela Mao Film in der Collection befindet. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Freitag, 4. Juli 2025

Crazy Boy & Pop-Eye

 

Crazy Boy & Pop-Eye

Story:

Gold Haired Lion (Kwan Hoi-San) will eine Kampfschule übernehmen und es kommt zum Kampf. Der Meister und dessen Familie sterben. Dessen Schüler Mo (Yuen Bo) und dessen Kumpel (Alan Chan Kwok-Kuen) wollen den Kampf gegen Gold Haired Lion aufnehmen…

Meine Meinung:

Crazy Boy & Pop-Eye ist eine weitere 1979er Kung Fu Komödie aus Hong Kong, wie so viele andere auch, die nach den Jackie Chan Erfolgsfilmen Die Schlange im Schatten des Adlers und Drunken Master gedreht wurden. Alle wollten vom Erfolg etwas abhaben. So ist es wenig überraschend, dass auch Phillip Kams Film auf die gleichen Prinzipien setzt: Kung Fu, Klamauk, Schüler-Meister-Rache-Plot. Interessanterweise war Crazy Boy & Pop-Eye die einzige Regiearbeit von Phillip Kam.

Der Film hält sich mehr oder weniger an die Vorgaben, die das damalige Old School Kung Fu Genre ausmachte. Viel Klamauk, ein episodenhafter Plot, Klischees, gestohlene Italo-Western Musik (nur wenig und nur auf der 1. Disc der VCD), viele Outdoor-Aufnahmen, Low-Budget-Produktion. Im Vergleich zu anderen Produktionsfirmen, die unabhängig und abseits von Shaw Brothers und Golden Harvest Filme produzierten, fehlen in Crazy Boy & Pop-Eye die wirklich grossen Namen.

Mir waren nur Kwan Hoi-San (Crocodile Evil) als Bösewicht (er spielt eine Nebenrolle), Fatty Kent Cheng (The Man from Vietnam, Spooky Family) und Chiu Chi-Ling (The Dragon on Fire, Twins) bekannt. Letztere haben sogar nur Gastauftritte. Die Hauptfiguren wurden von den mir nicht bekannten Alan Chan Kwok-Kuen (The Daring Kung-Fu Refugee, Shaolin Prince) sowie Yuen Bo (Martial Arts Director in Ghost Killer oder Shadow Cop) gespielt. Letzterer macht in den akrobatischen Kampfszenen eine solide Figur. Dennoch vermag er nicht, an Jackie Chan und Co. heranzureichen. Seine Karriere verbrachte er mehr als Action Director, statt als Actor.

Fazit: Kung Fu Klamauk von der Stange. Alles schon gesehen und vor allem schon besser gesehen. 

Infos:

O: Zhuang Ju Zai Yu Niu Gan Yan

HK 1979

R: Phillip Kam

D: Kwan Hoi-San, Yuen Bo, Alan Chan Kwok-Kuen, Lee Heung-Kam, Pak Man-Biu, Kent Cheng, Chiu Chi-Ling

Laufzeit der HK-VCD: 79:45 Min.

Gesehen am: Ende März 2025

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Canto/Mandarin mit englischen Subs, Vollbild, solide Bild- und Tonqualität. Mir ist keine DVD mit Originalton bekannt. Es gibt keine Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: Ende März 2025). Zufällig gesehen, dass mir unter dem Titel The Dragon, the Odds noch eine VHS aus Indonesien von Casa Vision vorliegt (Englisch Dubbed, indonesische Subs). Diese VHS bekam ich geschenkt.