Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Kaiju werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kaiju werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 13. Mai 2026

Godzilla vs. Hedorah

Godzilla vs. Hedorah

Story:

Aus den Folgen der Umweltverschmutzung entsteht das Monster Hedorah. Godzilla sagt der Kreatur den Kampf an…

Meine Meinung:

Die grosse Mehrheit der Godzilla Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dass nach und nach zu ändern. Nach einer Diskussion mit dem Kumpel sah ich mir heute Abend Godzilla vs. Hedorah an. Den Godzilla mit Öko-Botschaft. Und ich muss sagen, dass mir dieser Beitrag zur langlebigen Reihe sehr gut gefallen hat. Warum Regisseur Yoshimitsu Banno danach keine weiteren Filme mehr drehte, ist mir nicht bekannt.

Fakt ist, dass Godzilla vs. Hedorah einige Punkte bietet, die interessant sind. Ob diese gefallen oder nicht, ist Geschmackssache. Mir haben sie gefallen. Der Film wirkt dunkel und düster. Mit wenigen Ausnahmen wird auf Humor verzichtet. Natürlich gibt es einige komische Momente (fliegender Godzilla im Finale), aber im Grossen und Ganzen ist der Film erwachsener als andere Godzilla-Werke. Dazu passen dann auch ein höherer Bodycount sowie Skelette der Opfer oder aus dem Schädel entfernte Augen. Durch die vielen dunklen Szenen wirkt der Film zudem stimmungsvoll.

Dazu kommt, dass der Film teilweise sehr psychedelisch wirkt. Wie ein Fiebertraum. Auch die Musik war sonderbar und dann gibt es noch schräge Animationen, die in den Film eingeflossen sind. Das, und die Tatsache, dass der Film sehr viele Monster-Kämpfe bietet, machte den Film für meinen Geschmack sehr unterhaltsam und sehr sehenswert. Es geht eigentlich von Anfang an schnell zur Sache und die Figuren sind hier definitiv nur «Ballast». Hauptaugenmerk sind die zwei kämpfenden Monster. Und die Effekte sind, wie immer, sehr cool anzusehen. Hedorah ist definitiv ein vielversprechender Gegner mit einigen coolen Gimmicks.

Fazit: Für Godzilla-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Godzilla vs. Gigan

Infos:

O: Gojira tai Hedora

Japan 1971

R: Yoshimitsu Banno

D: Akira Yamauchi, Toshie Kimura, Hiroyuki Kawase, Keiko Mari, Toshio Shiba, Yukihiko Gondo

Laufzeit der US-DVD: 85:43 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 13.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gibt es in Deutschland als Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster auf Blu-Ray.

Sonntag, 18. Januar 2026

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

Story:

Lady Shui und Chief Huo wollen sich beide zu den Anführern und Beschützern des Dorfes wählen lassen. Da taucht De Flato (Li Min-Lang) auf, der sich suizidieren möchte. Die Schülerinnen von Lady Shui und Chief Huo (Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan) retten De Flato mehrfach vor dessen Tod. Scheinbar wurde De Flatos Ehefrau von King Oolong Lair entführt. Die Mädels machen es sich zur Aufgabe, die Ehefrau zu retten. Ein mysteriöser Bettler (Yueh Hua) beobachtet die Situation…

Meine Meinung:

Aka Kung Fu Girls. The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls ist eine Ende der 70er Jahre Kung Fu Komödie und eine Hwa Liang Movie Company Ltd. Produktion (The Thrilling Sword) von Chen Chun-Liang (King of the Children, The 3-D Army, The Child of Peach) aus Taiwan. Der Film wartet mit einem Frauenpower-Cast um Elsa Yang Hui-Shan (The Guy with Secret Kung-Fu), Sun Chia-Lin (The Iron Monkey) und Wu Jia-Shan auf. Wie das kämpfende Mädchen heisst, konnte ich hingegen nicht verifizieren. Yueh Hua (The Green Dragon Inn) spielt eine Nebenrolle.

Von dieser Kung Fu Komödie habe ich nicht viel erwartet und wurde positiv überrascht. Das jedoch nicht aufgrund der Kampfszenen. Diese waren eigentlich nie spektakulär und viel zu wenig vorhanden. Nein, The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls gefiel mir aufgrund des (für Kung Fu Verhältnisse) innovativen Plots, des Inhalts und vor allem aufgrund des Humors und seiner extrem grossen Albernheit. Der Film war in der Hinsicht so drüber, dass der Film wirklich amüsant und lustig war. Was musste ich schmunzeln. Und im Finale werden dann noch mehr skurrile Einfälle aus dem Hut gezaubert. Muss der Fan gesehen haben, um es zu glauben.

Die Mädels als Leads haben eine gute Figur gemacht. Die waren alle vier total überzeugend, sympathisch, haben toll miteinander harmoniert und ihre Szenen waren lustig und charmant. Dass ein gewisser Fantasy- und Zauber-Aspekt in den Plot und die Kampfszenen integriert wird, vor allem im letzten Viertel, empfand ich als cool. Der eine Zauberer bot z.B. eine eindrückliche «Zatoichi» Performance. Die war klasse und sehenswert. Der Ober-Boss mit Maske war so crazy. Vor allem in Kombination mit der Musik und mit dem Klamauk. Da wird dann sogar noch in der Luft gekämpft. Und als dann noch der Frosch aus Shaolin Drunkard auftaucht, werden auch noch Kaiju-Fans befriedigt. Der Plot war wirklich nicht vorhersehbar. Eine der lustigsten Szenen war jene im Bordell, indem sich zwei der vier Mädels als Prostituierte und eines der Mädels als Mann verkleidet tarnen, um De Flatos entführte Ehefrau zu finden.

Fazit: Spassig und sehenswert! Da freue ich mich auf die noch nicht gesehene Kung Fu Komödie Three Shaolin Musketeers mit Lo Lieh, der ebenfalls von Chen Chun-Liang stammt!

Infos:

O: Hu Tu Da Xia San Ge Ban

Taiwan 1978

R: Chen Chun-Liang

D: Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan, Li Min-Lang, Yueh Hua, Lee Teng-Tsai, Yu Bong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.01.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von A-Joo Video Production vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Vollbild, solide Bildqualität. Das VHS aus Taiwan hat auch englische Subs, während die US-Ausgabe von Rainbow Audio & Video in Kantonesisch Dubbed vorliegt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2026).

Freitag, 16. Januar 2026

King Kong gegen Godzilla

Japanuary 2026

King Kong gegen Godzilla

Story:

Aliens versuchen mit einem Roboter-Godzilla (= Mechagodzilla) die Erde zu erobern. Doch Godzilla und Co. sagen ihnen den Kampf an…

Meine Meinung:

Aka Godzilla vs. Mechagodzilla. King Kong gegen Godzilla ist der 14. Godzilla-Film der langlebigen Reihe um die Monster-Echse. Diese Fortsetzung gehört zu den besseren und hat mir gut gefallen. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden. Wichtig ist der Film auch aus historischer (Godzilla Franchise) Sicht, denn es sollte, wie der englische Titel (Godzilla vs. Mechagodzilla) bereits verrät, das Debüt von Mechagodzilla werden. Ein Godzilla-Klon-Roboter der Aliens, der auf der Erde zuerst Unruhe stiftet, ehe sich die Monster gegen ihn wenden.

Mechagodzilla sollte danach noch in weiteren Godzilla-Fortsetzungen eingesetzt werden. Der Godzilla-Roboter war beliebt und populär. King Kong gegen Godzilla, der in Deutschland eine hervorragende deutsche Synchronisation erhalten hat, ist bisher eine der besseren Fortsetzungen der Reihe. Erfreut war ich vor allem über das anfangs hohe Tempo des Filmes. Hier gibt es keine lange Einleitung. Es geht schnell zur Sache. Dafür gibt es im Mittelteil die ein oder andere lahme Füllszene, wenn die Menschen in den Plot integriert werden. Diese sind halt immer zweitrangig. Der Fan schaut die Filme aufgrund der Monster, nicht wegen Menschen.

Jun Fukuda hat dabei ganze Arbeit geleistet. Seine Erfahrung aus vergangenen Godzilla-Arbeiten (Son of Godzilla, Godzilla vs. Gigan, Godzilla vs. Megalon) sieht man King Kong gegen Godzilla zu jeder Zeit an. Wenn etwas kritisiert werden kann, dann der etwas schwache und unspektakuläre Vorspann. Und auch die Musik war wenig erwähnenswert. Das Niveau eines Akira Ifukube (Godzilla, Frankenstein Conquers the World, King Kong Escapes) wird dabei nicht erreicht. Die Darsteller waren solide. Die Highlights waren die Monster-Kostüme, die diversen Monster (Kämpfe), die Zerstörungen und die Effekte. Stark! Nebst Godzilla und Mechagodzilla tummeln sich hier noch folgende Monster: King Caesar und Anguirus.

Fazit: Jedem Godzilla-Fan zu empfehlen!

Gefolgt von: Terror of Mechagodzilla

Infos:

O: Gojira tai Mechagojira

Japan 1974

R: Jun Fukuda

D: Masaaki Daimon, Kazuya Aoyama, Akihiko Hirata, Hiroshi Koizumi, Reiko Tajima, Hiromi Matsushita

Laufzeit der deutschen DVD: 80:49 Min.

Gesehen am: Feb. 2008 / Neusichtung am: Jan. 2026

Fassungen: Für meine frühere Erstsichtung lag mir dazumal die US-DVD von Columbia TriStar (Titel: Godzilla vs. Mechagodzilla) vor. Für die Neusichtung lag mir die deutsche DVD von Anolis im Steelbook vor. Dort gibt es u.a. die japanische Originalfassung im O-Ton mit deutschen Subs zu sehen. Die Bild- und Tonqualität sind gut. Die deutsche Synchronisation ist zudem hervorragend. Anolis hat den Film inzwischen auch auf Blu-Ray veröffentlicht.

Dienstag, 9. September 2025

The Legend of Eight Knights

The Legend of Eight Knights

Story:

Eine Schlange greift in Yong-City einen Hund an. Die Schlange wird getötet, doch auch der Hund stirbt. Die Schlange war in Wahrheit ein Schlangen-Dämon. Dessen Tochter tut sich mit einer Hexe aus Meteor-City zusammen. Ihr Ziel: sich für den Tod des Schlangen-Dämons zu rächen. Nach dem Kampf (Schlange Vs. Hund) blieben acht Perlen zurück, aus denen acht Kämpfer (u.a. Wang Kuan-Hsiung, Tsai Hung) mit magischen Kräften wurden. 20 Jahre später finden sich diese acht Kämpfer zusammen, um Yong-City vor den magischen Kräften und Monstern aus Meteor-City zu beschützen…

Meine Meinung:

Bei The Legend of Eight Knights handelt es sich um einen sehr seltenen Film aus Taiwan. Der Film vereint die Genres Fantasy, chinesische Mythologie, Kaiju und Kung-Fu und stammt aus dem Jahr 1980. Damit war der Film älter als seine Kollegen wie A Valiant Villain (1969) oder The War God (1976). Regie führte Hsu Ta-Chun, der schon Kaiju-Erfahrungen vorweisen konnte (1971 in Tsu Hong Wu). Für die Effekte holte man sich Hilfe aus Japan. Diese kam in Form von Chujio Shintaro, der u.a. für King of Snake die Effekte beisteuerte.

Der Film, der in einigen Datenbanken nicht gelistet ist (ofdb) und/oder in Datenbanken keine Reviews vorzuweisen hat (imdb, hkmdb, Letterboxd), ist sehr selten und gehört zu den besseren taiwanesischen Filmen mit Kaiju-Effekten. Inhaltlich erzählt der Film den Seven Samurai Plot im Fantasy-Setting. Acht "Helden"(= Knights) sagen den Bösewichten den Kampf an und beschützen die Stadt. Mit Wang Kuan-Hsiung (Deadly Duo), Elsa Yang (Deadly Silver Angels) und Wang Hsieh (Fury of a Virgin) in den Hauptrollen. In einer Nebenrolle ist noch Chan Sing zu sehen (mehr Gastauftritt).

Die Fantasy-Momente und diversen Monster(Effekte) sind die Highlights des Filmes. Zwar hätte es davon im Mittelteil etwas mehr haben dürfen, dafür wird ansonsten stellvertretend viel gekämpft. Und im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art (Young Flying Hero, The Legend of Mother Goddess, The Boy and a Magic Box) ist der Film unterhaltsamer, auf nervenden Klamauk wird fast komplett verzichtet und es gibt keine störenden Kinderfiguren. Nur die Musik hätte einen Tick interessanter sein dürfen und bestand zum grössten Teil sicherlich aus Archivklängen.

Fazit: Kaiju-Fans werden mit einigen coolen Monster-Effekten, Kreationen und Masken belohnt!

Infos:

O: Ling long pei zhu ba xia chuan

Taiwan 1980

R: Hsu Ta-Chun

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Wang Hsieh, Tsai Hung, Chan Sing

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:19 Min.

Gesehen am: 09.06.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Goldstar Home Video vor = bis auf die Titeleinblendung (0.5 Sek) wohl Uncut, im O-Ton mit koreanischen Subs, in Vollbild statt in 2,35:1, bietet die Fassung jedoch eine gute Bildqualität. Im Vergleich zu einer Fassung auf YouTube sind die Farben in der südkoreanischen VHS deutlich besser und intensiver und es gibt an den Seiten mehr Bildinformation zu sehen (siehe Bild unten). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Der Film ist extrem selten. Das war mein teuerster Kauf (450 USD) eines Filmes. Das VHS war massiv verschimmelt und wurde vom Verkäufer gereinigt (siehe Bild unten). Es lief ohne Probleme.




Mittwoch, 6. August 2025

Na Cha and the Seven Devils

Shawgust 2025

Na Cha and the Seven Devils

Story:

Na Cha (You Long) muss Probleme, die er losgetreten hat, selbst lösen. Dazu wird er zusammen mit seinen Brüdern auf die Erde geschickt, wo er sich gegen sieben Dämonen (u.a. Chen Hung-Lieh, Tina Chin Fei, Ai Tsu-Wang) in den Weg stellt…

Meine Meinung:

Na Cha and the Seven Devils ist der 2. Shaw Brothers Film, der die Figur Na Cha beinhaltet. Na Cha ist eine Art Gottheit und entstammt aus der chinesischen Mythologie. Na Cha wurde u.a. von Alexander Fu Sheng in Chang Chehs Na Cha the Great gespielt. Der Film ist, was ich mich noch erinnere, Martial Arts lastig. Dies ist in Na Cha and the Seven Devils weniger der Fall. Zudem wird Na Cha hier von einem Kind gespielt. Von You Long (The Cannibals, The Desperate Chase).

Für Na Cha and the Seven Devils haben die Shaw Brothers diverse Japaner an Bord geholt. Dies aufgrund der Tatsache, dass der Film viele Effekte à la Godzilla und Co. bietet. D.h. Miniaturarbeiten, Gummimonster und Monster-Action. Auch You Long hat schon in Filmen mit Kaiju-Szenen mitgewirkt. So spielte er u.a. in Tsu Hong Wu mit. Regisseur Yamanouchi Tetsuya  hat im Taiwan-Kino bereits Kaiju-Erfahrungen gesammelt (Feng Shen Bang) und natürlich auch in seinem Heimatland mit Filmen wie The Magic Serpent oder Ninja Scope.

So erinnern einige der Monster aus Na Cha and the Seven Devils auch an andere Filme dieser Art. Der Drache könnte glatt aus The Magic Serpent oder Feng Shen Bang stammen und der Frosch ebenso (oder aus The Legend of Eight Knights, Shaolin Drunkard, Ninja Scope oder Golden Boy subdues Monsters.) und der Vogel aus The Phoenix. Die Effekte und Monster sind auf jeden Fall die Highlights des Filmes und absolut sehenswert. Der Film ist fantasievoll und allgemein sind die Effekte die Highlights des Filmes. Egal ob Kostüme, Monster-Kreaturen, Settings oder Requisiten - das sieht alles toll aus.

Diverse Datenbanken nennen weitere Japaner, die im Film beteiligt waren: Kimiki Mutsuo (arbeitete auch in Feng Shen Bang mit), Yagi Masao (Dito), Doi Michiyoshi (wird auch als Regisseur gelistet) oder Michio Mikami (Message from Space, Infra-Man, Goke, Body Snatcher from Hell). Der Plot ist der chinesischen Mythologie entsprungen. Ohne Vorwissen kann es etwas konfus wirken. Immerhin wird auf Klamauk verzichtet und der Junge nervt nicht. Als einer der sieben Bösewichte (Dämonen) überzeugt Chen Hung-Lieh (The Lantern Street, Shaolin Invincibles). Die wenigen Kampfszenen sind für Shaw Verhältnisse unspektakulär und in der ein oder anderen Szene gibt es auch Mal Längen zu sehen.

Fazit: Legt mehr Wert auf Fantasy- und Monster-Settings statt auf Kung Fu. Wer sich damit anfreunden kann und das Kaiju-Genre mag, kann sich bedenkenlos an den Film wagen!

Infos:

O: Mei Shan Shou Qi Guai

HK 1973

R: Tetsuya Yamauchi

D: You Long, Chen Hung-Lieh, Tina Chin Fei, Ai Tsu-Wang

Laufzeit der US-Blu: Ca. 89 Min.

Gesehen am: März 2015 / Neusichtung: Aug. 2025

Fassungen: Früher sah ich davon nur ein Bootleg (= eine Kopie der ZiiEagle Fassung). Letztere habe ich seit langem auch offiziell. Abgesehen von der ZiiEagle-Box und Pay-TV-Sendern (Singapur und Co.) gab es keine Möglichkeit, den Film zu sehen. Es gab keine VHS, keine DVD, keine Blu-Ray, keine VCD und keine LD. Nun haben Shout Factory den Film via Shaw Brothers Classics Vol. Six auf Blu-Ray veröffentlicht = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus darf Luke White über die mythologische Figur Na Cha berichten. Das macht er solide. Das Extra dauert ca. 16 Minuten. Daneben gibt es noch einen Audiokommentar und eine Bildergalerie. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Sonntag, 13. April 2025

Mighty Peking Man

 

Mighty Peking Man

Story:

Eine Crew aus Hong Kong (u.a. Danny Lee und Ku Feng) finden auf einer exotischen Insel einen Riesen-Affen. Diesen entführen sie und wollen damit in Hong Kong das grosse Geld machen. Eine im Dschungel aufgewachsene Frau namens Ah Wei (Evelyne Kraft) begleitet sie. In Hong Kong läuft der Affe Amok, als Ah Wei fast von Lu Tien (Ku Feng) vergewaltigt wird…

Meine Meinung:

Mit Mighty Peking Man sprangen die Shaw Brothers 1977 auf den Kaiju- sowie Tokusatsu-Zug auf und präsentierten ihre Antwort auf Godzilla, King Kong und Co. In diese Richtung gingen die Shaw Brothers schon mit The Snake Prince (Schlangen-Monster) und vor allem mit The Super Inframan (auch mit Danny Lee in der Hauptrolle). Aber auch andere asiatische Länder wie Indien (Gogola), Südkorea (The Prince of Dragon King, Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu), Nordkorea (Pulgasari) oder Taiwan (The Boy and a Magic Box, Mars Men, Calamity) oder Thailand (The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army) waren in der Hinsicht fleissig.

Der Film wurde zu Ehren von Shaw Brothers Legende Ku Feng (The Boxer from Shantung, Killer Constable, Black Magic) angesehen, der im stolzen Alter von 94 (oder 95, je nach Quelle) Ende März (27.03.25) Zuhause im Kreis seiner Familie (überraschend) verstarb. In Mighty Peking Man spielt er nebst Danny Lee (The Killer, Dr. Lamb, The Shanghai Thirteen) und der Schweizerin Evelyne Kraft die Hauptrolle. In einem Gastauftritt ist noch Norman Tsui (The Secret, Das Schwert, Sea Wolves) zu sehen. Evelyne Kraft spielte auch in der Shaw Produktion Die Todesengel des Kung Fu mit. Ku Feng macht seiner Rolle alle Ehre. Mit anderen Worten: perfekt gecastet!

Danny Lee ist sehr solide und Evelyne Kraft bringt einen Hauch Sex-Appeal in den Film. Der Plot, der sich nahezu 1:1 an King Kong orientiert, bietet auch genug Dschungel-Feeling (Tiger Vs. Mann oder Tiger Vs. Schlange) und/oder Tierhorror (Elefanten, die Männer zu Tode trampeln), um perfekt zu unterhalten. Die wahren Stars sind jedoch die Effekte und der Monster-Affe. Diese entstanden unter japanischer Mithilfe seitens Keizō Murase (The Seventh Curse), Koichi Kawakita (Prophecies of Nostradamus), Sadamasa Arikawa (The Phoenix) sowie Motoyoshi Tomioka (Battle of the Japan Sea). Deren Erfahrung sieht man der Produktion jeder Sekunde an. Die Effekte, Kostüme und Miniatur-Arbeiten sind sehenswert. Die Feuer-Stunts im Finale sind gar richtig spektakulär.

Fazit: Für Kaiju-Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Xing Xing Wang

HK 1977

R: Ho Meng-Hua

D: Danny Lee, Evelyne Kraft, Ku Feng, Norman Tsui

Laufzeit der UK-Blu: 89:17 Min.

Gesehen am: Januar 2012 / 2. Sichtung: 11.04.25

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray Box Shaw Scope Volume One von Arrow Video. Die UK-Blu-Ray bietet den Film in der Celestial Fassung (harmlose Frame-Cuts) und in einer unrestaurierten Fassung ohne Frame-Cuts an. Die Qualität (Bild- und Ton) sind hervorragend. O-Ton und Subs sind an Bord. Die Extras sind interessant und sehenswert. Unter anderem gibt es Interviews mit Regisseur Ho Meng-Hua, Star Ku Feng und Japaner Keizō Murase. Leider gibt es keinen Bonus mit Evelyne Kraft. Es wäre interessant gewesen, wie eine Schweizerin in dieser Produktion gelandet ist. Da sie 2009 überraschend verstarb (der Blick titelte: "King Kongs Schweizer Geliebte ist tot"), war es auch nicht mehr möglich, diesbezüglich mehr Infos in Erfahrung zu bringen. Die UK-Disc hätte in Sachen Exklusivität und Extras aber noch etwas Luft nach oben vertragen: 1. Auf der jap. Blu-Ray gibt es ein 62minütiges Special zur Entstehung der Effekte (SFX Making). Sehr schade, dass dieses nicht lizensiert werden konnte. 2. Im Original HK-Trailer ist Evelyne Kraft oben durch total nackt zu sehen, während für den Film dann eine andere Bild-Einstellung gewählt wurde, um das zu entschärfen. Es ist schade, hat das Label diese Szene nicht, zumindest für eine Bonus-Fassung, im Film integriert um somit die weltweit beste Fassung zu generieren. In Deutschland gibt es den Film unter dem Titel Der Koloss von Konga auf Blu-Ray (von FilmArt).

Freitag, 14. Februar 2025

Kung Fu Rascals

Kung Fu Rascals

Story:

Die Kung Fu Rascals Lao Ze (Troy Fromin), Chen Chow Mein (Steve Wang) und Reepo (Johnnie Saiko) geraten an eine Schatzkarte. Auch böse Mächte wie Raspmutant the Mad Monk (Wyatt Weed) oder Sherriff of Ching Wa County (Les Claypool) sind hinter diesem her und machen es sich zur Aufgabe, die Kung Fu Rascals zu stoppen…

Meine Meinung:

Steve Wang, ursprünglich in Taiwan geboren, dürfte Fans aufgrund seiner Arbeiten in The Guyver und vor allem seinem späteren Drive mit Mark Dacascos ein Begriff sein. Laut dem US-Blu-Ray Label Visual Vengeance, welche Kung Fu Rascals eine Blu-Ray-Weltpremiere spendiert haben, handelt es sich bei Kung Fu Rascals um das Regie-Debüt von Steve Wang. Bevor er den Spielfilm drehte, drehte er bereits eine Kurzversion. Einen Super 8 Film (ca. 34 Minuten), ebenso mit den Titel Kung Fu Rascals.

Ich kaufte den Film, da mir der Trailer gefiel. Ich sah sofort die Detailverliebtheit zum Old School Kung Fu Kino, welches auch Steve Wang zu mögen scheint. Zudem mochte ich seine Arbeit in The Guyver und ich stellte mir den Film in diese Richtung vor, auch wenn laienhafter. Dazu charmante Effekten und Gummimasken und Monster. Der Film kann gut als Hommage ans Old School Kung Fu Genre, an Serien à la Kamen Rider und an japanische Kaiju-Streifen angesehen werden. Die Monster am Ende haben mich an die Daimajin Filme erinnert.

Der Kurzfilm soll angeblich schon in den frühen 80ern realisiert worden sein (à la Bad Taste). Der Spielfilm lässt auf eine Fortsetzung hoffen, welche jedoch nie realisiert wurde. Ich empfand den Film, vor allem in der 1. Hälfte, als relativ lahm. Zudem hat mich der Klamauk nicht abgeholt, auch wenn Dinge wir Urin oder Fürze vorhanden sind. Mit einer Laufzeit von 102 Minuten ist der Film zu lang. Es wurde langweilig. Zudem ist die Qualität (des Bildes, des Ursprungmaterials) doch mehr schlecht als recht. Sehr eigen und gewöhnungsbedürftig.

Ich dachte schon, dass dieser Blindkauf ein totaler Reinfall wäre, als der Film nach und nach und in der 2. Filmhälfte bis zum Ende aufdreht. Die Kostüme, Effekte (der Monster), die Arbeit der Kamera oder die Choreographie der Kampf Szenen lässt das spätere Talent von Steve Wang bereits erahnen. Soll heissen: Längen verschwinden, die Action nimmt zu und als dann am Ende der Wechsel geschieht (vom Kung Fu Film zum Kaiju-Film) hatte ich doch recht Freude. Da trübten mich ggf. falsche Erwartungen. So gebe ich dem Film gerne in Zukunft nochmal eine Chance, mich zu überzeugen. 

Infos:

O: Kung Fu Rascals

USA 1992

R: Steve Wang

D: Troy Fromin, Steve Wang, Johnnie Saiko, Wyatt Weed, Les Claypool

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 08.12.24

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Visual Vengeance vor = Poster, Schuber, weltweit erste Blu-Ray zum Film (In Englisch mit englischen Subs, VHS-Master), unzählige exklusive Extras wie Audiokommentar, Making of, der Original Super 8 Kurzfilm etc. Region-All-Disc. Die Bildqualität ist aber wirklich nicht toll und am Anfang stark gewöhnungsbedürftig. Das liegt aber auch schlechten Ausgangsmaterial der ursprünglichen Produktion. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Freitag, 3. Januar 2025

Ninja Scope

Japanuary 2025

Ninja Scope

Story:

Ninja Akakage und seine zwei Helfer bekommen den Auftrag, nach Undercover-Spionen zu suchen, die zum Opfer eines Kultes geworden sind. Auf ihrer Reise sehen sie sich unzähligen Gefahren, Magiern und Monstern ausgesetzt…

Meine Meinung:

Aka Ninja Scope aka Akakage: 3-D Adventure Movie. Ninja Scope ist ein ca. 52minütiger, ursprünglicher 3D-Film, der auf der japanischen TV-Serie Kamen no Ninja Akakage basiert. Basierend auf einem japanischen Manga. Aus der Serie wurden mind. drei unterschiedliche Zusammenschnitte als «Filme» veröffentlicht. Ninja Scope aka Akakage: 3-D Adventure Movie scheint jedoch ein offizieller Kinofilm zu sein. Durch die angenehme Laufzeit ist der Film unglaublich Reich an Action-Szenen und sehr unterhaltsam und kurzweilig.

Da der Film ursprünglich in 3D lief, wird mit dem Zuschauer, der Film ist für Kinder gedacht, kommuniziert. Vor einigen Action-Sequenzen kommt die Einblendung, jetzt die 3D Brille aufzusetzen und wenn die Actionszene vorbei ist, der Hinweis, sie zu entfernen. Das Blu-Ray Master ist in 2D. Dort wurden die ursprünglichen «3D Sequenzen» selbstverständlich auch in 2D präsentiert, jedoch in s/w und der Rest des Filmes ist in Farbe. Ein nettes Detail.

Ninja Scope hat viel Spass gemacht. Mehr als erwartet. Schon beim Vorspann, der eine Art Trailer des Filmes zeigt, hoffte ich, all die Action-Szenen, Waffen, Kämpfer und Monster auch im Film zu sehen zu bekommen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Unsere Helden sind praktisch alle fünf Minuten in einer neuen Action-Szene zu bestaunen. Es wird gegen schrille Gegner, böse Magier und diverse Monster in Gummikostümen gekämpft (u.a. ist auch der Frosch aus Dragon Showdown zu sehen!). Herrlich! Effekte und Naivität ganz nach meinem Geschmack.

Ninja Akakage ist der Held und die Hauptperson der Geschichte. Seine zwei Sidekicks, u.a. auch ein Kind Ninja, spielen mehr die 2. Geige. Vor allem das Kind wird mehrheitlich entführt und muss dann gerettet werden. Kluger Schachzug. Mit einer anderen japanischen Comic-Verfilmung, Watari, hat das ganze übrigens nichts zu tun. Ich sage das nur, weil die Inhaltsangabe der US-Blu-Ray von einem Charakter namens Watari spricht. Das ist aber ein anderer Manga und eine andere Manga-Verfilmung (Watari, the Ninja).

Fazit: Für Fans von (kindergerechten) Ninjas, Mangas und Monstern in Gummikostümen zu empfehlen!

Infos:

O: Tobidasu Boken Eiga: Akakage

Japan 1969

R: Junji Kurata, Tetsuya Yamanouchi

D: Yûzaburô Sakaguchi, Yoshinobu Kaneko, Fuyukichi Maki, Bin Amatsu, Shirô Ôtsuji

Laufzeit der US-Blu: Ca. 52 Min.

Gesehen am: Januar 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor. Der Film wurde in der Classic Tokusatsu Collection Box zusammen mit anderen Filmen veröffentlicht. Der Film liegt Uncut, im japanischen O-Ton mit englischen Subs vor. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Bonus gibt es einen Trailer zu sehen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Samstag, 28. Dezember 2024

The Invincible Space Streaker

The Invincible Space Streaker

Story:

Ein verrückter Wissenschaftler versucht aus Kindern Monster zu kreieren. Es gelingt ihm, diese in sein Labor zu locken. Er verspricht den Jungen, diese in «Superhelden» zu verwandeln. Doch er beginnt, diese in Tiere zu verwandeln. Dem Junge Hsiao Wen gelingt es, den Prozess zu stoppen (indem er auf die Schaltfläche uriniert). Hsiao Wen und seinem Freund gelingt die Flucht. Sie finden den guten Bruder des verrückten Wissenschaftlers, Dr. Pau lautet sein Name. Dieser verwandelt Hsiao Wen in einen Superhelden, der den Kampf gegen den bösen Bruder aufnimmt…

Meine Meinung:

Dass japanische Genre Tokusatsu war in den 70ern sehr populär. Im Kino, wie auch im TV. Auch international sorgten Filme und Serien für Aufsehen. Filme wie Kamen Rider oder Ultraman waren bei Fans sehr gefragt. Dies ruf auch Filmemacher in Hong Kong, Thailand und Taiwan auf den Plan, die ebenfalls von diesem Erfolg profitieren wollten. Aus Taiwan kam die «Rider» Film-Reihe um The Super Rider V3 (aka Frankensteins Kung-Fu Monster), The Super Riders with the Devil (aka Der Krieg der Infras) und The Five of Super Riders. Die Shaw Brothers, eines der dazumal grössten Filmstudios in Hong Kong, drehten den unterhaltsamen The Super Inframan mit Danny Lee und Thailänder Sompote Sands kam mit Hanuman and the 5 Kamen Riders und The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army und sorgte für jahrelange Rechtsstreitigkeiten mit Tsuburaya Productions.

Natürlich gibt es noch weitere Filme (wie z.B. Roboter der Sterne). Der hier besprochene The Invincible Space Streaker stammt auch aus Taiwan und wurde nach dem Erfolg der «Rider» Filme aus Taiwan gedreht. Regie in diesem Low-Budget Film, der selten ist, führte Regisseur Yu Chik-Lim (The Escaped Convict, Return of the Kung Fu Dragon, The Plot) für die Produktionsfirma Hwa Kuo Movie Studio (Midnight Cowgirl, Shaolin Kung Fu Mystagogue, Right Overcomes Might) und produziert wurde der Film von Michael Fung Kin-Kuen (Daggers 8, Midnight Angel, The Bloody Fists). Weder Produzent Michael Fung noch die Produktionsfirma Hwa Kuo Movie Studio haben weitere Filme dieser Art produziert.

Das heisst, dass The Invincible Space Streaker wohl kein besonders grosser Erfolg war, auch wenn davon Export-Fassungen in Länder wie Indonesien (PAN Video), Libanon, Ägypten und Pakistan verkauft wurden. YouTube Vergleichsvideos und Plakate zeugen davon, oder die Tatsache, dass mir asiatischen Filme (aus Taiwan) als VHS aus dem Libanon (Calamity) oder Ägypten (Golden Fists of a Duo) vorliegen. Da gab es definitiv einen Markt, auch wenn der Grossteil solcher VHS verschollen scheint (von einigen 35mm Prints ganz zu schweigen). Wenn man sich The Invincible Space Streaker ansieht, weiss man auch, warum der Film kein grosser Erfolg war.

Im direkten Vergleich mit anderen Filmen dieser Art (z.B. Frankensteins Kung-Fu Monster) ist The Invincible Space Streaker deutlich lahmer und teilweise sogar richtig langweilig. Es gibt weniger Action und viel weniger Monster und Effekte zu sehen. Das Budget ist sichtbar kleiner und der Plot ist sehr repetitiv. Der Junge, der den Superhelden spielt, muss nach Gefechten immer wieder im Labor geflickt werden. In der Zeit können die Bösewichte ihre Kräfte wieder bündeln und neu angreifen. Das wiederholt sich sicher 2-3x, so dass das wenig Abwechslung bietet. Gegen Ende nehmen immerhin die Action-Sequenzen zu, welche leider durch das Vollbild nicht schön zur Geltung kommen (2,35:1 wäre das korrekte Bildformat). Die Figuren (zwei Professor, viele Kinder und eine Lehrerin) werden vor allem sehr überzeichnet dargestellt.

Fazit: Nur knapp dank der Action im letzten Viertel und einigen charmanten Effekten zu empfehlen!

Infos:

O: Fei tian dun di jin gang ren

Taiwan 1977

R: Yu Chik-Lim

D: Chen Pei-Ling, Lin Hsiao-Hu, Chan Yan, Wu Yu-Kang, Chin Liu, Lan Yun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 77:43 Min.

Gesehen am: 18.11.24

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Fine vor = Mandarin O-Ton, koreanische Subs. Vollbild. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024). Die Bild- und Tonqualität sind gut. Nur das Vollbild nahm ich in einigen Kampf- und Actionszenen als störend war. Ggf. wurde zum Vollbild dazu noch zusätzlich gezoomt (um eventuell feste englische und chinesische Subs aus dem Bild zu schieben).

Samstag, 23. November 2024

The Prince of Dragon King

The Prince of Dragon King

Story:

Geumbung (Kim Chung-ran), eine Drachen-Gottheit, wird als junge Frau geboren. Sie bekommt die Aufgabe, einen Jungen, ebenfalls mit magischen Kräften ausgestattet, bei seiner Mission zu unterstützen. Ihr Ziel ist es, einen magischen Gegenstand (Perle?) zu finden, um das Volk vor einer Dürre zu retten. Doch auch andere magische, jedoch wenig freundlich gesinnte Gruppierungen sind hinter dem Gegenstand her und fordern Geumbung und den Jungen zum Kampf heraus…

Meine Meinung:

The Prince of Dragon King ist ein obskurer Film mit reichlich Geschichte hinter sich. Es handelt sich um eine Co-Produktion zwischen Südkorea (= hier heisst der Film The Prince of Dragon King) und Taiwan (= hier heisst der Film Sea God and Ghosts aka Third Son of Dragon King). Die Filme sind ziemlich genau, aber nicht unbedingt 1:1 identisch. In der taiwanesischen Fassung (Mandarin gesprochen) spielt ein taiwanesischer Cast. Unter anderem wird die magische Frau von Star Judy Lee (Story in Temple Red Lily, Imperial Sword, Revengeful Swordswoman) verkörpert. In der Fassung aus Südkorea spielen ausschliesslich Koreaner mit und die Fassung ist in Koreanisch.

Ich habe, nachdem ich mir die koreanische Fassung angesehen habe, mich oberflächlich durch den Taiwan-Cut geklickt (auf YouTube). Da sind schon paar Szenen anders montiert: in The Prince of Dragon King in einem Wald spielend und in Sea God and Ghosts auf einem Feld, in The Prince of Dragon King dringt die fliegende Axt dem Bösewicht in den Rücken während sie in Sea God and Ghosts seitlich in den Körper eindringt. Kleine, aber doch feine Unterschiede. Vom Mandarin Cut findet sich ausserdem ein wunderschöner 35mm HD-Trailer auf YouTube. Den anzusehen, lohnt sich. In der koreanischen Fassung führte Choi Dong-joon Regie.

Spannend wäre natürlich, welches Filmstudio zuerst die Idee hatte und wie das alles organisiert und finanziert wurde. Aber ich denke, dass das Infos sind, die kaum herauszufinden sein werden. Auch der Cast ist mir, namentlich, unbekannt. Der weibliche Star des Filmes wird von Kim Chung-ran gespielt. Die macht das wirklich gut und souverän. Auch die Kampfszenen sind sehr souverän und solide. Man orientiert sich natürlich am Kino aus Taiwan und Hong Kong, welches dazumal den asiatischen Markt dominiert hat. So spielte Kim Chung-ran in diversen Filmen mit, die als Co-Produktionen zwischen Taiwan und Südkorea gelistet sind. Sie war vor allem im Kung Fu Genre Zuhause.

Kim Chung-ran hat es auch ins Ausland geschafft. Unter anderem stand sie im international gecasteten Shaw Brothers Film Deadly Angels als eine der «Angels» vor der Kamera. Und auch in dem vor kurzem gesehenen Blooded Treasury Fight wusste sie zu überzeugen. Die Spezialeffekte sind aus taiwanesischen Kaiju geklaut (Tsu Hong Wu, The Fairy and the Devil). Im Gegensatz zu anderen Kaiju aus Taiwan, welche ich sehr überbewertet und eher schwach fand (Young Flying Hero, The Boy and a Magic Box, The Legend of Mother Goddess), macht The Prince of Dragon King mehr Spass. Der Grund ist simpel: nebst den coolen Monster-Szenen ist der Film vor allem sehr Kung Fu lastig und somit in den Füllszenen nicht langweilig. Ein weiteres Plus ist, das bis auf zwei Szenen (mit Kot und Urin) auf Klamauk verzichtet wird.

Fazit: Wer seltene Kaiju-Filme aus der Zeit mag, sollte sich The Prince of Dragon King nicht entgehen lassen!

Infos (Beziehen sich auf die koreanische Version):

O: Yong-wang samtaeja

Südkorea 1977

R: Choi Dong-joon

D: Jeon Ho-jin, Kim Chung-ran, Yeung Wai, Wang Ryong, Jang Jeong-kuk, Kim Baek-su, Park Hui-jin, Lee Suk-koo, Kil Da-ro, Lee Gyeong-ryeo

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 88:20 Min.

Gesehen am: 12.10.24

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von One Screen vor = O-Ton, Uncut, Vollbild, keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024). Die taiwanesische Fassung (Titel: Sea God and Ghosts) mit taiwanesischem Cast (u.a. Judy Lee) gibt es u.a. auf YouTube zu sehen (Mandarin mit englischen Subs). Eine offizielle Fassung sah ich davon noch nie.

Mittwoch, 29. Mai 2024

Golden Buddha Against the Snake Phantom

Golden Buddha Against the Snake Phantom

Story:

Ein Dschungel-Volk und ihr Dörfchen wird von Schlangenmenschen überfallen: Tiere werden gefressen, Frauen vergewaltigt und getötet. Die Bewohner haben genug und suchen sich Hilfe, um die Schlangenmenschen zu bekämpfen. Ein darauf spezialisierter Mann, Old Chang und seine Söhne, nehmen sich dem Problem an, aber am Ende muss ein Mönch Hilfe leisten, der das Böse in der Gegend bekämpft…

Meine Meinung:

Golden Buddha Against the Snake Phantom aka King Kong vs The Snake Phantom fällt in die gleiche Kategorie wie die seltenen Filme Daughter of Devil Fish, Lady Master Snake oder Elephant Wife = Thai. Filmproduktionen, die es in ihrem Heimatland und/oder weltweit nicht in ihrem Originalton zu sehen gibt dafür in seltenen Auslandsfassungen auf VHS oder VCD Dubbed in Chinesisch d.h. Mandarin und/oder Kantonesisch. Und somit sind die Filme, immerhin in dieser Form, dem Fan erhalten. Und im Fall von Golden Buddha Against the Snake Phantom sogar mit englischen Untertiteln.

Gut möglich, dass es sich ggf. auch um eine Co-Produktion zwischen Thailand und HK/Taiwan handelte. Ist aber nur eine Vermutung. Scheinbar war der Japaner Nishimoto Tadashi für die Produktion, die in Thailand gedreht wurde und in dieser US-VHS-Fassung sicherlich grösstenteils mit geklauter Musik aus westlichen Filmen daherkommt, so ertönt zu Beginn das Psycho Theme, als F/X Director tätig. Nebst thailändischem Cast (Piyamas Monayakol, Chaiyan Sorakrai, Ratanaporn Intarakamhaeng) sind auch Chinesen zu sehen (Lee Man-Tai, Mang Ding-Goh). Der Film legt, vor allem zu Beginn, ein hohes Tempo an den Tag. Der Film überrascht mit Tiersnuff und nackten Tatsachen. Alles in allem gibt es wenig bis fast keinen Klamauk im Film zu sehen, was sich positiv auf die Sichtung auswirkte. Daher empfand ich den Film als angenehmer als z.B. Daughter of Devil Fish oder Lady Master Snake. Es gibt mehr Action, weniger Füllszenen und weniger Längen und die gestohlene Musik passte meistens gut.

Richtige Effekte gibt es dagegen kaum zu sehen. Das Finale mit den Riesen, welches ans Kaiju-Genre à la Godzilla, Calamity, The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army, King of Dinosaurs, Space Monster Wangmagwi oder Pulgasari erinnert, war in der Tat absolut lahm und unspektakulär. Keine Ahnung, was sich die Macher da gedacht haben. Lahmer geht es nicht. Und einmal wird eine echte Schlange als Riesen-Schlange ins Bild kopiert. Ansonsten gibt es eigentlich keine Effekte zu sehen. Ansonsten werden echte Tiere gebraucht und gezeigt und im Mittelteil und Finale gibt es viel Kung Fu zu sehen. Nicht auf dem Niveau der damaligen HK- und TW-Produktionen, aber bemüht.

Fazit: Diese obskure Rarität ist Fans des thailändischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Ngû yaks

Thailand 1982 (je nach Quelle: HK, Taiwan)

R: Chih Chen

D: Piyamas Monayakol, Chaiyan Sorakrai, Ratanaporn Intarakamhaeng, Lee Man-Tai, Mang Ding-Goh

Laufzeit der US-VHS: 87:33 Min.

Gesehen am: 24.03.24

Fassungen: Mir lag die VHS aus den USA von Tai Seng vor = Dubbed in Kantonesisch dafür mit englischen & chinesischen Subs. Mittelmässige Bildqualität. Im Vergleich zu einem Youtube-Print in schlechterer Bildqualität, dafür Uncut (im Youtube Print, der keine chinesischen Subs bietet, sind Nacktszenen zensiert). Der Print auf Youtube hat auch englische und chinesische Subs, ist aber in Mandarin Dubbed statt Kantonesisch Dubbed. Eine O-Ton Fassung in Thailändisch ist mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung, keine DVD und keine Blu-Ray (Stand: März 2024).

Dienstag, 16. April 2024

Young Flying Hero

Young Flying Hero

Story:

Ein kleiner Junge (Pa Ke) mit magischen Fähigkeiten kämpft gegen einen bösen Lord (Chao Chiang) an, um seine Familie zu befreien…

Meine Meinung:

Young Flying Hero ist ein seltener, fast unmöglich zu bekommender Film (in einer legalen, physikalischen Fassung/Form) aus Taiwan aus dem Jahr 1970. Deshalb und aufgrund Monster-Kaiju-Szenen ist der Film bei Sammlern sehr gefragt. Ich kenne den ähnlich gelagerten Golden Boy subdues Monsters, den ich vor vielen Jahren einmal am NIFFF in meinem Hotelzimmer sah. Dasselbe tat ich nun auch mit Young Flying Hero am BIFFF. Der lag mir nämlich seit paar Jahren als Youtube Kopie bzw. Download vor.

Wird der taiwanesische Fantasy-Film mit Kaiju-Momenten seinem Ruf gerecht? Leider definitiv nicht. Young Flying Hero darf sogar als Enttäuschung betrachtet werden. Viele dieser Filme sehen besser aus, als sie sind (z.B. The Boy and a Magic Box). So auch Young Flying Hero von Regisseur Tang Mu-Hua. Das Kind wird von Pa Ke gespielt. Er wirkte in mehreren Filmen mit Fantasy-Elementen und Gummi-Monstern mit (Devil Fighter, A Valiant Villain). Regisseur Tang Mu-Hua wurde in Japan geboren und war u.a. für den verschollenen Devil Fighter für die Effekte verantwortlich.

Das Hauptproblem von Young Flying Hero ist folgendes: der Film ist schlicht und einfach langweilig. Die Monster kommen nur in einer einzigen Szene im Finale vor und dies dauert vielleicht fünf Minuten. Abgesehen davon gibt es keine Monster zu sehen. Sehr schade, sehr enttäuschend. Die Monster-Szenen sind zwar cool, charmant und nach meinem Geschmack, doch würden diese fünf Minuten nie einen hohen Kaufpreis rechtfertigen, seltener Film hin oder her.

Ansonsten ist der Film einfach langweilig. Es gibt viele Längen und der Film überzeugt weder von den harmlosen, unblutigen und unspektakulären Schwertkampfszenen, dem Plot oder der unauffälligen, lahmen Musik. Immerhin hat Pa Ke als Kind in seiner Rolle nicht genervt und auf Klamauk wird verzichtet. Die Darsteller um Pa Ke, Chao Chiang und Co. waren glaubhaft und bemüht. Das war dann leider aber schon alles.

Fazit: Wird dem Hype nicht gerecht. Würde ich mir nur für wenig Geld und aufgrund der (wenigen) Kaiju-Szenen aus dem Finale in die Sammlung stellen!

Infos:

O: Xiao Fei Xia

Taiwan 1970

R: Tang Mu-Hua

D: Chao Chiang, Pa Ke

Laufzeit der Onlinefassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 15.04.24

Fassungen: Ich sah mir davon eine Online-Kopie (YouTube und Co.) an = Uncut, Vollbild, O-Ton, chinesische Subs. Als legale Fassungen sind mir Fassungen aus Taiwan (VHS) und Indonesien (VHS) bekannt. Beide befinden sich im Besitz aus Sammlern aus London (TW VHS) und den USA (Indonesische Fassung). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2024). Bilder der Fassungen aus Taiwan und Indonesien:





Freitag, 12. April 2024

The Phoenix

The Phoenix

Story:

Fischer Tai (Liang Hsiu-Shen) findet einen magischen Gegenstand, der ihm jeden Wunsch erfüllt. Bald schon schwelgt er im Reichtum. Dies lässt jedoch auch diverse Bösewichte auf den Plan rufen, die versuchen, ihm das Ding abzunehmen. Tai wird von zwei Frauen, Jasmine und Hyacinth, gerettet. Er heiratet beide. Beide sind in Wahrheit aber auch hinter dem Gegenstand her und wurden von Flower Fox dazu beauftragt. Doch beide wenden sich von Flower Fox ab. Diese stiehlt den Gegenstand und lässt die zwei Frauen entführen. Tai fliegt mit Hilfe eines Phönix auf die Insel von Flower Fox und Co. (u.a. Richard Kiel) und sagt ihr den Kampf an…

Meine Meinung:

The Phoenix habe ich seit 1-2 Jahren von Youtube runtergeladen. Die Fantasy-Produktion aus Taiwan mit wenigen Kaiju-Momenten ist selten. Dass die Fassung nur die US-Fassung ist, wusste ich nicht. Anscheinend ist im Moment nur diese bekannt. Auch die imdb listet den Film mit einer ungewohnt kurzen Laufzeit. Der Film von Regisseur Chang Mei-Chun ist gut schaubar, solide und vor allem kurzweilig. In einigen Datenbanken wird noch Japaner Sadamasa Arikawa als Regisseur gelistet.

Er war vor allem als Spezialeffekte Regisseur oder Spezialeffekte Kameramann für Produktionen wie Space Amoeba, Godzilla, The Mysterians, The Three Treasures, Battle in Outer Space, Mothra oder The Last War zuständig. Scheinbar hat er auch die Shaw Brothers in deren Produktion The Mighty Peking Man unterstützt, ehe es ihn danach noch nach Taiwan verschlug, wo er an den Effekten mitarbeitete. Die Bilder des Phönix, welche ich Online sah, liessen auf tolle Effekte hoffen.

Der Film erzählt ein Märchen mit Sozialkritik. Was Reichtum für negative Folgen haben kann und dass Reich zu sein, nicht alles im Leben ist. Die erste Filmhälfte wartet mit Plot und wunderbar skurrilen und bunten Kostümen auf. Aber auch einem etwas naiven Plot und wenig Action. Dafür geht ab Mitte des Filmes dann pausenlos bis zum Finale die Post ab. Und in diesen Szenen bekommt der Kaiju-Fan dann endlich paar sehenswerte Effekte zu sehen.

In der 2. Filmhälfte darf der Held, den ich eben etwas naiv dargestellt finde, auf einem Phönix mitfliegen. Flower Fox kann einen Feuerstrahl aus ihrem Mund abfeuern oder das Meer in Sturmfluten verwandeln, welchen paar Schiffe und Häuser zum Opfer fallen. Unser Held gelangt an ein Schwert, mit welchem er Laserstrahlen abfeuern und Gegner explodieren lassen kann. Auf der Insel kämpft der Phönix dann noch gegen ein Steinmonster. 

Fand ich cool. Auf der Insel darf unser Held dann noch lange gegen James Bond Star Richard Kiel kämpfen. Kiel sah man u.a. noch in Aces Go Places - Our Man from Bond Street und Mob Busters (liegt ungesehen rum). Die Mädels waren alle klar besser und sympathischer als der naive Held. Ihm nimmt man den Heldenstatus zu keiner Sekunde ab.

Fazit: Fans von taiwanesischen Fantasy-, Wuxia und Kaiju-Filmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Wu zi tian shi

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1980

R: Sadamasa Arikawa, Chang Mei-Chun

D: Terry Hu Yin-Meng, Liang Hsiu-Shen, Chow Chi-Ming, Betty Pei Ti, He Si-Min, Wan Chung-Shan, Richard Kiel

Laufzeit der Online-Fassung: Ca. 68 Min.

Gesehen am: 11.04.24

Fassungen: Online-Fassung auf Youtube gesehen. Gute Bildqualität, Vollbild, Englisch Dubbed (Dub ist ok), aber es fehlen sichtlich Szenen. Es gibt keinen Vorspann, keinen Credits, es gibt sichtbare Fehlstellen und auch keine The End Einblendung ist zu sehen. Mir ist erstmal keine offizielle Fassung zu diesem Film bekannt. Ich befinde mich jedoch auch im Ausland im Urlaub (mit dem alten Notebook) und kann daher auch nicht wirklich recherchieren.