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Sonntag, 12. März 2017

Handsome Vagabond Review



Handsome Vagabond

Story:

Sean Lee Siu Fei und Ma Sha sind Freunde und gehören zu zwei verschiedenen Gangs. Intrigen, Morde und ein unter Zwang hervorgebrachter Vertrag Sean Lee Siu Feis Bruder betreffend hetzen die beiden Clans gegeneinander auf. Doch Sean lee Siu Fei und Ma Sha halten zusammen. Sie entführen vom Boss die unter Zwang unterzeichneten Papiere und wollen diese dazu verwenden, dass der Boss Siu Feis Bruder (der verschleppt wurde) wieder freigibt…

Meine Meinung:

So irgendwie soll die Inhaltsangabe sein! Durch keine englischen Angaben auf der DVD, durch eine sehr schlechte Bildqualität, durch ein extrem mieses Bildformat, bei welchem sehr viel Bildmaterial an den Seiten und dementsprechend auch von den englischen UT verloren gehen, Zeitsprüngen in der Story und Fehlern im Master (wohl ein uraltes VHS Master aus Taiwan, sehr viele Jump Cuts die wohl ganze Handlungsszenen betreffen und nicht nur paar Frames) war es nicht einfach der Story zu folgen. Schnell sind zwei Hauptdarsteller (einer trägt meist einen Schal und mit ihm ist sicher der «Handsome Vagabond» gemeint) ausgemacht und dass diese wohl die guten sind und der eine Gangsterboss der Bösewicht.

Wie viele anderen taiwanesische Filme zu dieser Zeit (Underground Wife, Who Knows About Me, I Want to Be a Good Person), siehe die Filme in der Klammer, ein Low-Budget Film und viele der Stars sind auch in den anderen Streifen dabei (so kommt auch Judy Juliet Chan Lai-Wan wieder vor).

Der Film ist teilweise schlecht geschnitten, Budget schien minim, die Story ist wenig originell und im Gegensatz zu Who Knows About Me hält sich der Film auch mit Gewalttätigkeiten in Grenzen.

Ich habe jedoch auch nicht mehr erwartet und finde den Film als Fan des taiwanesischen Kinos trotzdem interessant. Eine Art Zeitgeist die zeigt, wie sich das Kino Anfang der 80er Jahre in Taiwan entwickelte nachdem die Zensur und politische Lage sich veränderten – viele Filmemacher legten danach los und boten viel Trash, Sex und Gewalt (z.B. viele billige Jimmy Wang Yu Filme etc.). Das, was vorher nur gedacht aber «Dank» der politischen Lage (Diktatur) / Zensur und staatlich geführten Produktionsfirmen/Geldgebern nicht ging war nun völlig okay – doch es brauchte natürlich auch paar Jahre bis sich das gewandelt hatte – und diese Filme hatten teilweise eben kaum Budget.

Der Film ist okay und wegen oben genannten Gründen interessant. Es wird relativ viel gekämpft, wenn auch recht unblutig und nicht wirklich ästhetisch oder schön choreographiert. Trotzdem gibt es einige Stunts (z.B. auf den Baumstämmen oder von dort nach unten in den Schlamm geworfen zu werden) und zumindest im ersten Viertel bei der Parade auch tolle Kung Fu Demonstrationen zu sehen (schade hat man diese Leute nicht als Hauptdarsteller genommen).

Fazit: Nur für Fans von Underground Wife und Co. interessant, alle anderen schalten schnell ab.

Infos:

O: 怒女金剛

Taiwan 1982

R: Cheung Chi-Chiu

D: Eagle Lee Siu-Fei, Ma Sha, Juliet Chan Lai-Wan, Chuen Yuen

Laufzeit der TW DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.02.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung. Mir lag die DVD aus Taiwan vor = Schuber, O-Ton, feste englische UT, grauenhafte Bildqualität, stark gezoomt, so dass sehr viel an Bildmaterial links und rechts verloren geht (und somit auch englische UT). Dazu viele Jump Cuts, die sicher einige Minuten ausmachen und nicht nur Frames. Beispiel: Am Ende ist anstatt The End nur The E zu lesen. Als Master diente wohl die VCD aus Taiwan (welche wohl von einem VHS gemastert wurde). Es scheint sicherlich noch eine Englisch Dubbed Fassungen zu geben (siehe Youtube Ausschnitte).

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