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Freitag, 4. September 2026

Return to Action

Return to Action

Story:

Officer Wan (Alex Man) ist schon lange hinter Gangster Mad Man (Shing Fui-On) her. Er bekommt eine neue Partnerin (Lee Yiu-Man) aus den USA an die Seite, die ihm helfen soll, Beweise gegen Mad Man zu finden. Officer Wan ist mit Joey (Rosamund Kwan) verheiratet. Dessen Bruder Hwa (Mark Cheng) arbeitet für besagten Gangster Mad Man. Als die neue Partnerin von Wan Hwa zum Opfer fällt und später ein Film mit belastendem Material verloren geht, zieht das die gesamte Familie inklusive Vaters (Chen Kuan-Tai) in den Abgrund…

Meine Meinung:

Return to Action ist eine weitere Regiearbeit von Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (Challenge of the Gamesters, The Raiders, Deadly Duo) nebst Titeln wie The Iron Monkey oder Dangerous Person, die ich mir ihm zu Ehren ansah. Chen Kuan-Tai verstarb Anfang des Monats. Return to Action sah ich ewig nicht und bisher blieb es bei einer Sichtung im Jahr 2014. Aktuell bin ich für Nürnberg, London und meine Wild-Season im Okt. am Sparen. D.h. ich kaufe bewusst kaum Filme, gehe aktuell weder ins Kino noch ins Restaurants = die vielen freien Tage nutze ich nun für einen Chen Kuan-Tai Marathon!

Return to Action hat die Zweitsichtung bestanden. Der Film, der auch von Chen Kuan-Tai produziert wurde, hat mir fast sogar noch etwas mehr als früher Spass gemacht. Das liegt einfach daran, dass ich mehr der Schauspieler kenne, die ich dazumal noch nicht kannte. Daher war das Sehvergnügen angenehmer. Der Film ist ein ernstes Action-Drama ohne Klamauk. Es handelt sich um eine kleine, unabhängige Produktion. Also kein Big-Budget Werk und kein grosses Studio stand hinter dem Film. Dennoch gibt es tolle Actionmomente zu bestaunen. Hier und da blutige Shoot-Outs, fiese Gangster, Crashs mit Fahrzeugen und Explosionen, kleinere Stunts und brutale Gewalt und harte Kämpfe. Hier bestechen die Fights nicht durch eine schicke Ästhetik oder unrealistische Bewegungen, sondern durch rohe Härte.

Chen Kuan-Tai kommt in der ersten Hälfte vereinzelt vor, übernimmt dann jedoch das Zepter in der 2. Hälfte und bekommt in dieser auch diverse sehenswerte Actionszenen spendiert, in der er trotz seines Alters und als Rolle des Vaters, eine gute Figur abgibt. Dabei sind die Actionszenen halt einfach auch verdammt gut und intelligent geschnitten und choreographiert. Ein Genuss. Chen Kuan-Tai spielt auch gut. Sein Leiden nimmt man seiner Figur problemlos ab. Alex Man (The Last Duel, The Big Brother, Rouge), den ich früher weniger mochte und inzwischen eigentlich recht gerne sehe, konnte mich auch überzeugen. Er sorgt auch für eine Spur von «Erotik», als er sich direkt vor Rosamund Kwan (Magic Crane, Twinkle Twinkle Lucky Stars, Tiger Cage 2) am nackten Hintern kratzt.

Rosamund Kwan spielt auch toll, da dramatisch und mit unglaublich viel Präsenz und Intensität. Und zum Teil wirkt sie auch unglaublich sexy. Dass es, fast wie in westlichen Filmen, Sexszenen gibt (zwischen ihr und Alex Man), mutet fast ungewöhnlich an, da solche Momente in solchen HK-Actionfilmen i.d.R. eine Mangelware darstellen. Als Bösewichte gefallen Shing Fui-On (wenig überraschend) und cool fand ich es, Raped by an Angel und A Taste of Killing and Romance «Psycho» Mark Cheng hier an der Seite von Shing Fui-On zu sehen. Sehr schön. Zudem bringt er, da er Rosamund Kwans «Schwester» und Chen Kuan-Tais «Sohn» verkörpert, genug Dilemmas in die Handlung, die auch dramatisch funktionieren. In Neben- oder Gastauftritten sind noch Namen wie Cheng Kang-Yeh (Shaw Brothers), Kenneth Tsang Kong (als Chen Kuan-Tais Vorgesetzter), Yue Tau-Wan (der, der schielt), Lo Lieh (Knast-Cameo), Wilson Tong (Knast-Attentäter) oder Tai Bo (Informant, der zu Beginn umgebracht wird) zu sehen.

Fazit: Wer harte Cop Vs. Gangster Action-Dramen mag, vor allem ohne Klamauk, dreckig und ruppig, kann sich bedenkenlos an Return to Action wagen!

Infos:

O: Dip Huet Fung Wan

HK 1989

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Alex Man, Shing Fui-On, Rosamund Kwan, Mark Cheng, Lee Yiu-Ma, Chan Chik-Wai, Yat Boon-Chai, Yue Tau-Wan, Cheng Kang-Yeh, Kenneth Tsang Kong, Wilson Tong, Lo Lieh, Tai Bo

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen via HK-VCD von Ocean Shores = O-Ton mit englischen Subs, Uncut, mässige bis viel zu dunkle Bildqualität. Da werde ich ggf. den Kauf zur HK-LD wagen und schauen, ob diese ggf. etwas besser, schärfer oder heller ist. Vom gleichnamigen Label gäbe es auch noch eine VHS. In Südkorea gibt es auch noch eine VHS. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

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