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Freitag, 8. Mai 2026

Haunted Tales

Haunted Tales

Story:

Es werden zwei Kurzgeschichten erzählt:

In der ersten ziehen Ya-Li (Ching Li) und ihr Ehemann (Ling Yun) in eine neue Wohnung. Dumm nur, dass es dort zu spuken scheint. In der zweiten Geschichte bricht ein Versager (Chan Shen) gegenüber einem Fox-Ghost seine Versprechen. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Haunted Tales sah ich seit Sept. 2014 nicht mehr. Den Film hatte ich nicht als Kracher abgespeichert. Ich wusste nur noch, dass es sich um einen Episodenfilm handelt und ich nach der Sichtung etwas enttäuscht war. Details warum dies so ist, waren mir nicht mehr bewusst. Dem Film spreche ich auch nach dieser neuen Sichtung den «Kracher Status» ab. Dennoch war Haunted Tales zusammen mit Hell Has No Boundary der beste Film in Vinegar Syndromes Edition. Nur Sex Beyond the Grave war noch etwas schwächer. Jedoch handelt es sich bei allen drei Titeln um keine Kracher.

Erstaunlich, denn mit Chu Yuan (Perils of the Sentimental Swordsman, Bat Without Wings, Killer Clans) und Mou Tun-Fei (Lost Souls, The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare, Men Behind the Sun) waren zwei fähige Männer an Bord d.h. führten Regie. Und am Drehbuch, welches zuerst für einen Kurzfilm geschrieben wurde, war Alex Cheung Kwok-Ming beteiligt. Der Erfolgsregisseur von New Wave Titeln wie Cops and Robbers sowie Man on the Brink. Was die Darsteller angeht, wird auf die ganz grossen Stars verzichtet. Kein Ti Lung, kein Fu Feng, kein Chen Kuan-Tai, kein David Chiang, kein Gordon Liu. Die wurden für grössere Projekte gebraucht.

Dennoch sind einige wenige Namen dabei, welche ich kenne. In der ersten Story überzeugt vor allem Lin Chen-Chi, deren bekannteste Rolle sicherlich jene in Tsui Harks Söldner keinen keine Gnade sein dürfte. In einer kleinen Nebenrolle als Priester konnte ich zudem The One-Armed Swordsman Bösewicht Yang Chi-Ching entdecken. In der zweiten Episode, wobei fast nicht erkannt, spielt Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire, Five Element Ninjas, The Psychopath) die Hauptrolle. Er war oft als Bösewicht zu sehen und passt gut in die Rolle des Versagers.

Die erste Episode braucht zu lange, um in Fahrt zukommen. Zudem gibt es eigentlich kaum wirklich Spannung oder Grusel zu sehen, auch wenn es einige stimmungsvolle Momente gibt, die die Kamera einfängt. Am aufwändigsten waren fast noch die Stunts in den Rückblenden (Klippe, Auto, Unfall). Dennoch war das Ende als Gesamtfazit nett und die Figuren, auch wenn zumindest Ching Li eine leicht naive Person darstellt, in ihren Darbietungen solide. Die 2. Episode hat mir hingegen besser gefallen, da mehr Effekte, mehr Tempo, mehr Gewalt und mehr nacktes Fleisch. Ich glaube praktisch alle Frauenrollen ziehen (bis mind. auf die Unterwäsche) blank. Die Moral der Geschichte ist zwar ebenfalls wenig originell, dafür jedoch schön schmierig und sleazig anzusehen. Und damit sicher auch an den Kinokassen erfolgreich.

Fazit: Kein Kracher, aber solide. Shaw Brothers Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Dip Sin

HK 1980

R: Chu Yuan, Mou Tun-Fei

D: Ching Li, Ling Yun, Lin Chen-Chi, Lau Luk-Wah, Chan Shen, Liu Lai-Ling, Sa Sa, Hon Lai-Fan, Lau Nga-Ying

Laufzeit der US-Blu: 99:26 Min.

Gesehen am: Sept. 2014 / Neusichtung am: 08.05.26

Fassungen: Früher sah ich vom Film nur eine Kopie der ZiiEagle Box. Inzwischen habe ich die ZiiEagle Box selbst und die Kopie verkauft. Für diese Neusichtung lag die Shaw Scares Vol. 1 Edition (US-Blu-Ray) von Vinegar Syndrome vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton Kantonesisch mit englischen Subs. Als Extras gibt es ein Interview mit Alex Cheung Kwok-Ming und Teddy Robin (12 Minuten). Den Film gab es bis jetzt nur via ZiiEagle Box und VCD aus Hong Kong. Nach der Sichtung dieser US-Blu habe ich die grösste und längste Nacktszene mit der ZiiEagle Fassung vergleichen und siehe da: die Fassung ist in der Szene stark zensiert. Die US-Blu-Ray läuft 99:26 Min. während die ZiiEagle Fassung nur ca. 93 Minuten läuft. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai. 2026).

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