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Donnerstag, 2. April 2026

Hell Has No Boundary

Hell Has No Boundary

Story:

Cheung (Derek Yee Tung-Sing) führt seine Freundin May (Leanne Lau Suet-Wah) zum Geburtstag aus. Dumm nur, dass May währenddessen von einem Geist heimgesucht wird, die ihren Körper als Rachewerkzeug benutzt. Das kommt Mays Umfeld (u.a. Wong Ching-Ho, Yueh Hua) nicht gut zu stehen…

Meine Meinung:

Hell Has No Boundary ist besser als Sex Beyond the Grave aus Vinegar Syndromes Set Shaw Scares! Vol. 1 aber gehört nicht zu den besten Shaw Brothers Horrorfilmen à la The Boxer’s Omen, Corpse Mania oder Curse of Evil. Dafür war die erste Filmhälfte zu unspektakulär, und irgendwie fehlt es dem Film am gewissen Etwas. Zudem waren mit Derek Yee (Bat Without Wings, Shaolin Prince, Shaolin Intruders) und Co. auch nicht unbedingt meine Favoriten aus dem Shaw Universum an Bord. Die erste Hälfte, die leicht an westliche Filme wie Das Omen und andere Filme dieser Art erinnert, nimmt sich für den Verlauf zu viel Zeit.

Der Plot ist dünn. Am Ende gibt es auch eine Flashback-Szene zu sehen. Die reisst einen aus der eigentlichen Geschichte und verlängert unnötigerweise den Plot. Auf der anderen Seite gibt es einige fiese Momente in diese Sequenz zu sehen. Allgemein gibt es etliche fiese Momente. Der Einfallsreichtum an grotesken und ekligen Momenten war in der Tat erstaunlich. Einige Dinge wie der Mord via WC-Papier stand laut Drehbuchautor Lawrence Cheng Tan-Shui aus nicht im Drehbuch, sondern wurde am Set improvisiert. Die Effekte waren solide.

Zu den Ekel-Highlights gehört das Trinken von unsauberem WC-Wasser und eine Sequenz, in der die arme Leanne Lau Suet-Wah (White Hair Devil Lady) viermal nacheinander lebende Maden in ihren Mund befördert, um genüsslich darauf zu kauen (während Derek Yee kotzt). Maden kommen auch schon im Vorspann oder auch später nochmals vor (immer toll in solchen Filmen). Die zweite Hälfte ist dann definitiv auch sehenswerter, da abgedrehter, effektiver. Alles solide. Yueh Hua (Killer Clans, The Green Dragon Inn, Come Drink with Me) ist nebst Derek Yee der bekannteste Name an Bord.

Fazit: Mit mehr Action in der ersten Filmhälfte und interessanteren Figuren hätte daraus ein echter Kracher werden können. Horrorfans können dennoch einen Blick riskieren. Die 2. Hälfte dürfte Horrorfans mit reichlich Befriedigung zurücklassen.

Infos:

O: Mo Gaai

HK 1982

R: Richard Yeung Kuen

D: Derek Yee Tung-Sing, Leanne Lau Suet-Wah, Wong Ching-Ho, Yueh Hua, Kent Tong Chun-Yip

Laufzeit der US-Blu: 96:16 Min.

Gesehen am: März 2008 / Neusichtung am: 02.04.26

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray (Shaw Scares! Vol. 1) von Vinegar Syndrome vor = Drei Filme in einem Set inklusive Booklet, neue Restaurationen (bombastische Bild- und Tonqualität), Canto-O-Ton mit englischen Subs und als Extras gefällt vor allem das 30minütige Interview mit dem Drehbuchautor. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

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