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Montag, 15. Januar 2018

Demons 6 De Profundis Review



Demons 6 De Profundis

Story:

Anne Ravenna (Florence Guérin) bekommt durch ihren Ehemann und Regisseur Marc (Urbano Barberini) eine Rolle in einem Horrorfilm. Anne soll die Hexe Levana spielen. Dadurch wird ein Fluch freigelegt bzw. die Hexe Levana will durch Anne wieder auf die Welt gelangen und für Angst und Schrecken sorgen…

Meine Meinung:

Anfang der 90er neigte sich das Italo Genre, wie es der Euro-Cult Fan seit vielen Jahren kannte, liebte und schätze, dem Ende zu. Zwar sorgte danach noch ein gewisser Michele Soavi mit Dellamorte Dellamore für Furore, aber die grossen Zeiten waren definitiv vorbei.

Das sieht man Demons 6 De Profundis, dem inoffiziellen dritten Teil der Mütter Trilogie, durch Dario Argento mit Suspiria und Inferno begonnen, auch etwas an (Dario Argentos dritter, offizieller Teil der Trilogie, Mother Of Tears, sollte erst viele Jahre später, um genau zu sein 2007, das Licht der Welt erblicken). Dieser inoffizielle Abschluss der Reihe stammt von Genre-Regisseur Luigi Cozzi, den Fans durch seinen Contamination oder Star Crash kennen dürften.

Der Film erinnert teilweise an die grossen Vorbilder – so wird Argentos Suspiria erwähnt (inklusive dem Soundtrack), Caroline Munro kehrt erneut in einen Luigi Cozzi Film zurück (spielte schon in Star Crash mit) und auch sonst blieb sich der Regisseur treu (eine der Splatterszenen mit aufplatzendem Bauch und rumfliegendem Gedärm könnte direkt aus seinem Contamination stammen).

Die Geschichte ist simpel, hier und da stimmungsvoll und bietet teilweise auch einige hübsche unheimliche Momente, paar tolle Blut-, Ekel- (die Kotz-Szene war super) oder sonstige Make-Up Effekte, welche genau meinen Geschmack entsprachen. Schöne Make-Up Kostüme und Masken, allesamt handgemachte Kreationen.

Der Soundtrack von Vince Tempera war sehr rockig und erinnert an den Soundtrack der grossen Vorbilder (Demons 1 + 2, Phenomena) – passte auf jeden Fall wunderbar dazu. Das japanische VHS gibt zudem Goblin an – eventuell, weil auch hier und da der Soundtrack von Suspiria zu hören ist? Anders kann ich es mir nicht erklären – so viel ich weiss gehört Vince Tempera nicht zur Gruppe Goblin.

Die Darsteller waren solide, wenn auch eher Mittel zum Zweck. Caroline Munro ist, wie gesagt, in einer Nebenrolle zu sehen während Michele Soavi einen Miniauftritt hat. Hauptdarstellerin Florence Guérin gefiel mir am besten, da wechselhafte und glaubhafte Darbietung der Figur Anne und als besessene Hexe.

Zwar hier und da leicht trashig und nicht an die grossen Vorbilder herankommend (was die filmische Qualität angeht), aber im Grossen und Ganzen einer der letzten wirklich guten Italo. Horrorfilme = für Fans des Genres sicherlich zu empfehlen! Abstriche müssen in Kauf genommen werden, aber der Film hat seine Szenen und Highlights (Effekte, Stimmung).

Infos:

O: Il Gatto nero

Italien 1989

R: Luigi Cozzi

D: Florence Guérin, Urbano Barberini, Caroline Munro, Brett Halsey, Luisa Maneri, Michele Soavi

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 04.12.17

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan von Cam Video vor = Uncut, relativ günstig (30 Euro) von einem Finnländer abgekauft in Englisch in einer guten Bildqualität mit festen japanischen UT. In Deutschland bisher nur zensiert auf VHS veröffentlicht worden. Andere VHS (Frankreich z.B.) sollen eine alternative Fassung innehaben. Es gibt weltweit keine DVD oder Blu Ray (Stand: Dez. 2017). Laut imdb.com liegen die weltweiten Rechte für alle Medien seit 2017 bei MGM – ob bald mit einer DVD oder Blu Ray zu rechnen sein wird?

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