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Sonntag, 25. Oktober 2026

Wild Nr. 79 (Landgasthof Kreuz Grafenried GmbH)

 

Adresse: Bernstrasse 14, 3308 Grafenried

 

Heute stand ich wieder früh auf (zwischen 07.00-08.00 Uhr) und schrieb das Review zum Film, den ich gestern Ab gesehen habe (Brain of Blood). Danach habe ich die Mehrheit der Wohnung komplett gereinigt (die Katzen haben sich derweil auf mein Bett geflüchtet, da Staubsaugerlärm). Ich wollte um 15.00 Uhr fertig sein, da Fussball. Doch ich hatte falsch geschaut. Manchester United wird erst am Sonntag spielen. So war noch etwas Zeit vorhanden, ehe ich um 16.30 Uhr die Wohnung Richtung Grafenried verlassen würde. Also sah ich mir noch einen weiteren Film (Hemoglobin) und eine Episode von Fauda an und zockte am Ende noch zehn Minuten Broforce. Als ich die Wohnung verliess, stellte ich fest, dass es inzwischen wirklich kalt geworden war. Ich trug nur einen dünnen Pullover und ich hatte wirklich kalt. Ich ging etwas früher, weil ich noch drei Dinge einkaufen gehen musste: Toast (das Verfallsdatum der alten Packung läuft übermorgen ab), Zündhölzer und einen Fusselroller, den ich vor paar Tagen beim Einkaufen vergessen habe.


Obwohl es viele Menschen im Supermarkt hatte, war ich schnell fertig und musste dann noch 15 Min. in der Kälte auf den Zug warten. In der Stadt wartete ich auf den Freund meiner Schwester. Heute gingen wir zu zweit in Grafenried essen und wir haben am Treffpunkt abgemacht. Am Samstagnachmittag hatte es dort natürlich viele Menschen. Der Landgasthof Kreuz ist nicht nur ein Restaurant, sondern auch ein Hotel. Ich wurde vor zwei Jahren erstmals auf das Restaurant aufmerksam, als eine Bekannte dort essen war. Letztes Jahr wurde das Restaurant von meinem Götti und dessen Ehefrau gelobt. Die kannten das. Und ursprünglich wollte ich dort mit meinem Götti und seiner Ehefrau essen gehen. Aber zu beiden habe ich den Kontakt vor einigen Monaten abgebrochen, da toxische Beziehung. Wir hatten Glück, als ich vor 2-3 Tagen dort anrief und fragte, ob sie noch einen freien Tisch für zwei hätten. Grund: Jemand hatte für Samstagabend abgesagt.

Es gibt einen Direktzug und danach muss man noch ca. fünf Minuten laufen. Die Strecke liegt auf der Arbeitsstelle meiner Begleitung. Das Restaurant liegt ländlich gelegen. Alte Häuser, Bauernhäuser, wenig Verkehrt, sehr ruhig. Das Restaurant hat diverse Bereiche. Wir wurden zum etwas besseren Teil geführt und nahmen Platz. Der Raum war um 18.15 Uhr schon fast ausgebucht. Viele ältere Menschen und Familien. Schön. Es wurde zu keinem Zeitpunkt laut. Obwohl ich heute vier Toast mit Honig gegessen hatte, bekam ich langsam Hunger. Und Lust war definitiv vorhanden. Die Speisekarte zum Restaurant sah ich mir erst heute Vormittag an und wusste eigentlich, was ich bestellen würde. Dennoch schaute ich mir die Speisekarte nochmals an. Am Ende bestellte ich mir als…

 

…Vorspeise

Hirsch-Carpaccio mit Belperknolle, Kürbis und Blattsalat

19.00 CHF

 

…Hauptgang

Rehrückenfilet „Diana“

mit hausgemachten Eierspätzli und einer reichlichen Herbstgarnitur

52.00 CHF

 

…Dessert

Meringues mit Rahm

10.00 CHF

 

&

 

Marroni-Mousse mit marinierten Trauben

12.50 CHF

Ich nahm es ohne Trauben aber sie waren trotzdem auf dem Teller:-)


 








Leicht schade war, dass es keine Kürbiscremesuppe gab. Die wäre sicherlich total lecker gewesen. Aber auch das Hirsch-Carpaccio war perfekt. Genau die richtige Menge für eine Vorspeise und z.B. im Vergleich zum Hirsch-Carpaccio von gestern auch deutlich feiner. Das machte Lust auf den Hauptgang. Und als der Hauptgang gebracht wurde, wusste ich schon rein optisch, dass das ein absolutes Erlebnis sein würde. Optisch und wie das Essen und die Beilagen angerichtet waren, erinnerte mich das Essen an meine Besuche in Zürich (Alter Tobelhof), Steffisburg (Zurflüh's Bahnhöfli) und Murzelen (Gasthof Sternen Murzelen). Ein gutes Omen. Und damit steigt das Landgasthof Kreuz in die hervorragende Kategorie auf und wird eines der Restaurants, welches ich auch 2027 noch besuchen werde (2027 habe ich voraussichtlich im Oktober keine Ferien = ich werde viel weniger Wild essen gehen = besuche ich nur die allerbesten). Das Essen war kulinarisch ein Traum. Ein sagenhafter Traum. Es tat gut, diese Köstlichkeiten zu spüren und dieses Esserlebnis zu zelebrieren. Und wie ich bzw. wir das zelebriert haben. Dem Freund meiner Schwester hat es auch sehr gepasst, so dass wir absolut zufrieden waren. Mehrfach wurden wir von den Betreibern gefragt, ob alles in Ordnung sei und/oder ob wir noch mehr Spätzli haben möchten. Sehr aufmerksam. Das war von allen Wild-Besuchen dieses Jahr das erste Mal, dass mir mehr Spätzli angeboten wurden. Ich nahm, da voller Lust und Gier, zwei Desserts. Die Marroni-Mousse bestellte ich ohne Trauben. Diese waren trotzdem auf dem Teller. Die konnte ich aber gut auf die Seite schieben. Dieses Dessert war sehr fein und mutete fast mastiger als, als das viel grössere 2. Dessert. Die Meringues mit Rahm (Vermicelles gab es auf der Karte nicht) war köstlich und eine sehr grosse Portion. Ich konnte beides dennoch gut essen, ohne dass mir schlecht wurde und/oder ich «kämpfen musste». Kurz danach verliessen wir das Resti und um ca. 20.28 Uhr fuhren wir wieder nach Bern, wo ich aufgrund zwei Minuten den Zug verpasste und dann 30 Min. in der Kälte warten musste. So kam ich erst um ca. 21.45 Uhr Zuhause an und sah mir zu einem heissen, starken Kaffee den nächsten Horrorfilm an…

 


Fazit:

Hervorragend

Sehr gut

Gut

Enttäuschend