Adresse: Langnaustrasse 76, 3436 Zollbrück
Heute schlief ich etwas länger. Nicht nur wegen der durch die Zeitumstellung gewonnenen Stunde. Ich stellte mir keinen Wecker. Ich stand zwischen 09.00-10.00 Uhr auf und schrieb den Restaurant-Bericht von gestern sowie das Review zu Child's Play. Draussen regnete und stürmte es. Es war kein motiviertes Wetter, um nach draussen zu gehen. Düster, regnerisch, kalt und nass. Ich musste die Heizungen überall aufdrehen. Nach dem Mittag entschied ich mich, gleich noch einen weiteren Film für den Horroktober zu schauen und wählte Hellraiser: Inferno aus. Auch dazu schrieb ich noch das Review und danach zockte ich Broforce bis um 15.00 Uhr. Um 15.00 Uhr sah ich mir das wahrscheinlich letzte Fussballspiel mit Michael Carrick als Trainer von Manchester United an. Die erste Halbzeit sah ich mir Zuhause an, die 2. Halbzeit auf dem Weg zum Zug und im Zug auf dem Weg zum Restaurant.
Als ich auf dem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof in Niederwangen war (ca. zehn Minuten) stürmte aber regnete es kaum. Als ich etwas weniger als die Hälfte zurückgelegt hatte, begann es dann auf einmal extrem zu schütten. Wie aus Kübeln. Da half auch der Schirm nicht, da es aufgrund des starken Windes extrem schräg regnete. Oben blieb ich mehrheitlich trocken, aber z.B. meine Waden waren total durchnässt wie auch der re Fuss. Auch der linke Ärmel meiner Winterjacke (plus Pullover darunter) waren nass geworden. Und das in nur paar wenigen Minuten, ehe ich den Bahnhof erreichte. Da dachte ich daran, gleich wieder umzudrehen und nach Hause zu gehen. Denn heute stand ein Solo-Abendessen an. Heute geht es ins Emmental (keine Ahnung wo das ist, aber scheinbar noch im Kanton Bern) und daher wäre es nicht so schlimm gewesen, hätte ich mich nun, durchnässt, gegen den Restaurant-Besuch entschieden. Ich blieb aber standhaft. Die Lust auf Wild war zu gross!
Ich bestieg den Zug (16.29 Uhr) und ich würde fast eine
Stunde in diesem verbringen. Ich sah mir das Manchester United Spiel, welches
0:3 für den Gegner endete (wie erwartet), zu Ende an. Am Ende der Zugfahrt nahm
ich ein leichtes Kopfweh an. Diesmal wohl wegen dem Wetter. Zur Sicherheit nahm
ich zwei Schmerzmittel ein (das half). Um 17.23 Uhr kam ich in Langnau i.E. an.
Dort wurde ein Zug um 17.40 Uhr Richtung Thun abfahren und da muss ich nach
vier Minuten um 17.44 Uhr aussteigen (Neumühle). Eine Station welche ich durch
Knopfdruck verlangen muss. Gibt es in der Schweiz hier und da auch in Zügen. Der
Zug in Langnau i.E., der um 17.40 Uhr abfahren würde, stand schon um 17.23 Uhr am
Bahnhof, so dass ich in der Wärme warten konnte. Danach lief ich zum
Restaurant, welches ca. fünf Minuten vom Bahnhof Neumühle entfernt ist. Als ich
ankam, informierte ich eine Angestellte aufgrund meiner Reservierung. Sie hatten
zunächst im schickeren Teil (dem Sääli) einen Tisch für mich gedeckt und
fragten dann, ob ich in der Gaststube essen möchte. Mir war das egal. Ich
willigte ein. Danach bestellte ich das Trinken (war leider kein wirklich feines
Coca Cola Zero) und studierte die Speisekarte, obwohl ich schon wusste, was ich
nehmen würde. Ich bestellte als…
…Vorspeise
Kürbiscremesuppe mit
Rahmhaube
8.50 CHF
…Hauptgang
Rehschnitzel an
Preiselbeersauce, Spätzli, Rotkraut, Rosenkohl
42.50 CHF
Ich nahm es mit einer
Eierschwämmlisauce Sauce statt der Preiselbeersauce
…Dessert
Vermicelles
Vermicelles, Meringue
& Rahm (Ganzi Portion)
11.50 CHF
In der Gaststube lief ich durch Stammgäste, die mich skeptisch musterten. Aber ich sass zum Glück in einer ruhigen Ecke für mich. Was jedoch nebst einer vorübergehenden laufenden Nase nervte waren drei bis vier penetrante und aggressive Fliegen. Was mir kein Willkommensgefühl bot war jedoch die Kellnerin, welche die Bestellung aufnahm. Als ich sie informierte, dass ich das Rehschnitzel nehme und nach einer anderen Sauce zum Gericht fragte (ich wollte die Eierschwämmlisauce statt die Preiselbeersauce haben), schien sie nicht zu verstehen, was ich meine. Obwohl ich es danach noch 2-3x wiederholte verstand sie es falsch. Sie wusste nicht, was ich wollte. Dann verstand sie es falsch, was ich sagte. Zum Glück holte sie dann eine andere Kellnerin an den Tisch. Der gab sie falsche Infos weiter was ich wollte und dann informierte ich die 2. Kellnerin über meinen Wunsch. Sie verstand sofort was ich wollte und konnte meine simple Anfrage kognitiv einordnen. Ich fragte mich, ob die andere Kellnerin kognitiv eingeschränkt/limitiert war, denn sie sah nicht aus wie eine Ausländerin, die kein Schweizerdeutsch versteht. Aber das war ein total schräger Einstieg in den Abend und mit sehr wenig sympathisch. Es wirkte so, als hätte ich z.B. Mandarin gesprochen. Dann hätte ich ihre Verwirrung verstanden. Ich denke das merkten auch die anderen Kellnerinnen (ich weiss ja nicht, wer da das Kommando hatte), denn besagte, sagen wir Mal, «eingeschränkte» Kellnerin, hat mich danach den ganzen Abend nie mehr bedient. Und da war ich am Ende auch nicht traurig drüber. Die Vorspeise, zu dem kalten und nassen Wetter draussen, passte eine wärmende Suppe perfekt dazu, hatte beim ersten Löffel einen komischen Geschmack. Aber zu dem Zeitpunkt war der Rahm noch nicht so verlaufen. Danach wandelte sich der Geschmack und es wurde intensiv rahmig. Die Suppe tat wirklich gut und war sehr fein. Mit etwas Brot machte ich die Suppe fertig. Das restliche Brot musste ich dann stehen lassen, da von den Fliegen in Beschlag genommen. Der Hauptgang liess nicht lange auf sich warten. Der war gut bis sehr gut. Aber irgendwie nichts Besonderes. Ich wollte schnell essen und schlingen. Hauptsächlich wegen der vorübergehenden laufenden Nase und den Attacken der Fliegen. Leider war das Essen sehr heiss, so dass ich warten musste. Der Wunsch mit der Sauce wurde berücksichtig. Sie haben es mit der Menge an Sauce jedoch zu gut gemeint, so dass diese geschmacklich die anderen Beilagen übertrumpft hat (oder regelrecht ersäuft haben). Das Vermicelles als Dessert empfand ich als okay bis mässig. Da alles in einem grossen, schmalen und engen Glas serviert wurde, war es kaum möglich, alle Zutaten auf einmal auf den Löffel zu bekommen. Zudem konnte es die Meringue qualitativ nicht mit jenen aus vergangenen Restaurantbesuchen aufnehmen. Der Boden der Meringue schien irgendwie verklebt und konnte kaum mit dem Löffel zerteilt werden. Ein Nachschlag (z.B. mehr Spätzli) oder ein Kaffee wurden nicht angeboten bzw. danach gefragt. Ich kam um ca. 17.50 Uhr dort an und schaffte es bereits wieder auf den 18.44 Zug Richtung Bern. Obwohl die Suppe sehr gut und der Hauptgang eigentlich auch absolut okay war, war es irgendwie ein unbefriedigender Abend (Wegen der Zeitumstellung? Wegen dem kommenden Vollmond? Die nicht verstehende Kellnerin?). Meine Hosen waren noch immer etwas nass, als ich ging. Als ich jedoch um 20.05 Uhr Zuhause ankam, waren sie endlich trocken. Es war jetzt irgendwie weniger kalt als gestern. Ich schrieb diese Zeilen und legte um 21.00 Uhr zum zweiten heissen, starken Kaffee eine Pause ein und schaute mir den El Clasico an (Barcelona Vs. Real Madrid).
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut
Gut
Enttäuschend




























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