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Montag, 26. Oktober 2026

Carrie

Horroktober 2026

Carrie

Story:

Carrie (Sissy Spacek) kann via Gedanken Gegenstände bewegen. Erst langsam wird sie sich ihrer Gabe bewusst. Sie leidet einerseits unter ihrer streng religiösen Mutter (Piper Laurie), andererseits in der Schule durch Mobbing anderer Schüler (u.a. Nancy Allen, P.J. Soles). Beim Abschlussball kommt es zur Tragödie…

Meine Meinung:

Bei Carrie handelt es sich um eine Roman Verfilmung einer Stephen King (Menschenjagd, Der Outsider, Stark - The Dark Half) Geschichte, welche ich bisher nie gelesen habe. Verfilmt wurde diese Mitte der 70er Jahre von Brian De Palma, von dem ich tatsächlich nebst Carrie nur einen einzigen Film kenne (Die Schwestern des Bösen). Der Roman wurde nicht 1:1 verfilmt. Dennoch stimmt der Film so für mich. Es dauerte sehr lange, bis das Thema weiter auf Interesse stiess. So folgte eine Fortsetzung erst im Jahr 1999 nach dem Erfolg von Scream, ein Remake (2013) folgte noch später wie auch die aktuelle TV-Serie, die sich meiner Meinung nach nicht wirklich lohnt (und ich denke, das werde ich auch über die Fortsetzung denken, nachdem ich diese aufgefrischt habe).

Der Inhalt reicht perfekt für die Laufzeit. Mit Themen wie religiösem Fanatismus, sexueller Unterdrückung und Mobbing ist der Film auch für heutige Verhältnisse noch sehr aktuell. Die 70er Jahre Stimmung mag ich einfach (Sportlehrerin raucht im Büro des Direktors oder die hysterische Carrie bekommt eine Ohrfeige verpasst) und ich kann mir gut vorstellen, dass viele Zuschauer den Start des Filmes als höchst kontrovers angesehen haben. Sissy Spacek drehte diese Szenen selbst und wurde dafür nicht gedoubelt. Allgemein macht sie als Carrie, wie auch der restliche Cast, einen wunderbaren Job. Namen wie Betty Buckley, Amy Irving oder Piper Laurie waren stark, während Nancy Allen und John Travolta (Im Körper des Feindes, Operation: Broken Arrow) in einer kleinen Nebenrolle, fast schon comicartig übertrieben wirkten.

Das Finale ist konsequent, jedoch nicht sonderlich graphisch (Gewaltlevel). Dennoch prägte es eine ganze Generation und verhalf dem Film zu seinem Kultstatus. Das Ende mit der Mutter und das typische Horrorende mit der Hand (à la Freitag der 13., A Nightmare on Elm Street, Phantasm II) sind in meinen Augen die waren Highlights nach dem Schulabschluss, auch wenn dieser mit einer blutbesudelten Sissy Spacek in vielen anderen Filmen zitiert wurde (z.B. in Scream). Eine dramatische Geschichte, in der auch Unbeteiligte zu Opfern werden, da Carries Wahrnehmung nach dem finalen Akt beeinträchtig und verzerrt wurde. Nur John Travoltas deutsche Stimme und sein Overacting haben mich etwas irritiert. Er erinnerte mich an David Hess Filmsohn aus Last House on the Left. Und dieser Link hat mich wirklich irritiert beim Schauen…

Fazit: Eine sehenswerte Stephen King Verfilmung!

Gefolgt von: Carrie 2 - Die Rache

Infos:

O: Carrie

USA 1976

R: Brian De Palma

D: Sissy Spacek, John Travolta, Piper Laurie, William Katt, Nancy Allen, Amy Irving, P.J. Soles, Betty Buckley

Laufzeit der deutschen DVD: 93:57 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM vor = Gute Bild- und Tonqualität (nicht anamorph), Deutsch/Englisch mit diversen Untertitel-Optionen, Uncut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

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