Mars Villa
Story:
Ma Tien-Lang (John Liu) wird von Fang Kang (Phillip Ko Fei) angegriffen, seine Männer getötet und sein Zuhause zerstört. Ma Tien-Lang besiegt und tötet den Fiesling Fang Kang. Dessen Bruder Fan Kuei (Phillip Ko Fei) und Neffe (Stephen Tung Wai) schwören Rache…
Meine Meinung:
Mars Villa lag acht Jahre ungesehen rum. Inzwischen gibt es sogar bessere Versionen (mehr dazu unter Fassungen). Heute war die Zeit der Sichtung gekommen und Mars Villa, eine taiwanesische Indie-Produktion aus dem Jahr 1977, hat sich gelohnt. Zwar ist der Plot wie immer sehr dünn und oft wird in Taiwans abwechslungsreicher Natur gekämpft, doch macht der Film von Ting Chung (Two Assassins of the Darkness, The Golden Mask, Of Cooks and Kung Fu) Spass, da viele Kämpfe. Und die Qualität der Szenen ist hoch.
Der Film, dessen Musik, zumindest laut künstlicher Intelligenz, aus dem Western Hang 'Em High gestohlen wurde, bietet einen tollen Cast um John Liu (New York Ninja, Eine Prise für tödliche Pfeifen, The Death Duel of Kung Fu, The Dragon, the Hero, The Invincible Kung Fu Trio, Secret Rivals 3), Phillip Ko Fei (Bandits, Prostitutes & Silver, Fearless Dragons) in einer Doppelrolle (natürlich als Bösewicht) und einen jungen Stephen Tung Wai (Killer Wears White, Pom Pom & Hot Hot), der zudem die Action-Choreographie übernommen hat. Daneben spielt Chia Kai (13 Poles from Shaolin) in einer grossen Nebenrolle den loyalen Diener und Helfer von John Liu.
Einige der Folterszenen haben mich leicht an John Woos Heroes Shed no Tears erinnert. Ich mochte nicht, wie John Lius Figur kurz den Verstand verliert (hat Dean Shek und A Better Tomorrow 2 Vibes, was ich persönlich nicht sonderlich mag), aber das war zum Glück nur eine kurze Sequenz. Ansonsten wird auf jegliche Art von Klamauk verzichtet. Fans von John Liu dürften voll auf ihre Kosten kommen. Seine eindrückliche Beinarbeit wird gekonnt in die Kampfszenen eingeflochten. Phillip Ko Fei macht, wie immer als Bösewicht, eine starke Figur. Er verlangt den Helden im Finale alles ab. Stephen Tung Wai spielte das auch ordentlich. Schön fies und schmierig.
Fazit: Starker Eastern und für John Liu Fans Pflichtprogramm!
Infos:
O: Shen Tui
Taiwan 1977
R: Ting Chung
D: John Liu, Stephen Tung Wai, Phillip Ko Fei, Chia Kai, Sun Yueh, Tang Pao-Yun
Laufzeit der US-DVD: Ca. 87 Min.
Gesehen am: 05.03.26
Fassungen: Mir lag die US-DVD von Crash Cinema vor = zwei
Fassungen an Bord. Ich sah mir jene an, welche im O-Ton Mandarin mit englischen
und chinesischen Untertiteln im Bild auf der 2. Disc zu finden war. 35mm Print.
Widescreen, jedoch nicht anamorph. Das Master hat Charme. Das Booklet bietet Hintergrundinfos
zu John Liu. Seit ca. einem Jahr gibt es den Film in Deutschland von TVP Uncut
und u.a. auch im O-Ton mit Subs auf Blu-Ray (als Shaolin - Warteliste des Todes).
Da werde ich wohl ein Upgrade tätigen.

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