Normal
Story:
Ulysses (Bob Odenkirk) wird vorübergehend Sheriff in der Kleinstadt Normal. Dumm nur, als in dem ansonsten ruhigen Örtchen später nach einem Raubüberfall die Hölle los ist…
Meine Meinung:
Als ich im Kino den Trailer zu Normal sah, war ich überrascht. Ich hörte zuvor noch nie von diesem Film. Ich sah keine Plakate, keine Ankündigungen auf Social Media und auch in dem einzigen Forum, in welchem ich noch etwas aktiv bin, las ich nichts über Normal. Der Film kam wie aus dem Nichts.
Ich hatte aufgrund zwei Dingen, die ich im Trailer sah, Freude. Zum einen an Bob Odenkirk, der hier nach Nobody 2 in einer neuen Actionrolle zu sehen ist (und das noch mit einem Schnauz). Ich kenne von Bob Odenkirk nur Nobody und dessen Fortsetzung. Und Nobody finde ich nach wie vor super. Das zweite was mir sofort gefiel, waren starke Fargo Vibes. Davon liebe ich die Serie (vor allem die ersten vier Staffeln). Das Setting von Normal (friedliche Kleinstadt, verschneite Bilder und Landschaften) hat mich sofort gepackt
Der Film von Ben Wheatley (In the Earth, Kill List) ist relativ unterhaltsam und bietet einige Twists, die ich so nicht erwartet hätte. Der Film war hier und da auch blutiger als erwartet und es gab innovative Tötungen à la Final Destination zu sehen. Die Actionszenen bestehen mehrheitlich aus Schiessereien. Die waren für meinen Geschmack zu rasant und zu sehr à la John Wick inszeniert. Es gab auch einige Explosionen und ein bis zwei Kampfszenen.
Bob Odenkirk und der trockene Kleinstadthumor haben mir gefallen. Auch das Setting sowie der Start in den Film. Wenn der Song Paranoid von Black Sabbath als japanische Variante im Vorspann auf der Kinoleinwand zu hören ist, ist das schon eine sehr coole Nummer (der Film beginnt bei den Yakuza in Japan = Klischee-Bösewichte, leider im Film nicht ganz ernst zu nehmend).
Bei dem Humor, es handelt sich um eine Actionkomödie, zündete nicht jeder Gag. Auf der anderen Seite gab es auch kein Kinopublikum, welches für Stimmung gesorgt hat. Ganze zwei Menschen waren in der Vorstellung. Wo der Film schwächelt sind viele der anderen Haupt- und Nebenfiguren sowie einige Drehbuchentscheidungen, die zu nichts führen. Und schlimm war der CGI-Elch. Billige CGI-Tiere gehen für meinen Geschmack gar nicht.
Fazit: Okay für einen langweiligen Abend, aber leider nicht auf dem Niveau von Nobody!
Infos:
O: Normal
USA, Kanada 2025
R: Ben Wheatley
D: Bob Odenkirk, Lena Headey, Henry Winkler, Brendan Fletcher, Summer H. Howell, Jess McLeod
Laufzeit der Kinoversion: Ca. 90 Min.
Gesehen am: 20.04.26
Fassungen: In Bern im Originalton mit deutschen Untertiteln
und Uncut im Kino gesehen (ab 18 Jahren). Soll am 31.07.26 in Deutschland auf
Blu-Ray und Co. erscheinen.

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