Giallo
Story:
In Turin geht ein unbekannter Killer um. Inspector Enzo Avolfi (Adrien Brody) beginnt zu ermitteln…
Meine Meinung:
Giallo von Meister Dario Argento (Wax Mask, Spiel mir das Lied vom Tod, Two Evil Eyes) sah ich seit 16 Jahren nicht mehr. Der Giallo aus dem Jahr 2009 hat die Neusichtung nicht bestanden. Mir gefiel der Film deutlich weniger gut als früher. Bei der Erstsichtung war ich wohl vor vielen schlechten Meinungen geblendet und daher leicht positiv überrascht gewesen, da ich wahrscheinlich mit unterirdischen Erwartungen an den Film ging. Dies war aktuell nicht mehr der Fall. Ich ging nun losgelöst und neutral an den Film. Auf der anderen Seite muss gesagt werden, dass zur damaligen Zeit alle Filme von Dario Argento nicht mehr wirklich toll waren, wenn man sich Titel wie Do You Like Hitchcock?, The Card Player, Dracula 3D oder sein neustes Werk Dark Glasses, vor Augen führt. Der letzte wirkliche gute Spielfilm war, abgesehen von den Masters of Horror Abenteuern Pelts und Jenifer, Sleepless.
Im Vergleich zu Mother of Tears, der auch kein Kracher darstellt, ist Giallo nochmals ein Downgrade. Es gab scheinbar weniger Budget, alles wirkt wie in einem leicht besseren TV-Film und auch in Sachen Effekte wurde, im Vergleich zu Mother of Tears, deutlich weniger geboten. Gut möglich, dass das am Cast lag. Aus Spanien war Elsa Pataky mit dabei, die zuvor in den Horrorfilmen Beyond Re-Animator sowie Romasanta für Furore sorgte. Und mit Adrien Brody in einer Doppelrolle hatte man einen gestandenen Star dabei. Überraschend ist, dass die Identität des Killers schon vor der 50. Minute entlarvt wird. Es wird kein Geheimnis daraus gemacht. Spannend ist, dass der Killer auch von Adrien Brody (mit viel Make-Up, um ihn zu entstellen) dargestellt wurde. Der macht das solide.
Ansonsten plätschert der Plot völlig uninteressant, ohne Spannung, Stimmung oder Höhepunkte, einem schwachen Finale entgegen. Alles wirkt irgendwie auf Sparflame gedreht. Wie eine etwas bessere Tatort-Folge. Alles wirkt und fühlt sich belanglos an, da die Figuren relativ wenig Charisma haben. Einzelne Momente, die Fans aus vergangenen Gialli kennen (Traumata der Charaktere), werden hier teilweise auf unglaubwürdige Art und Weise (Inspector Enzos Vorgeschichte) auf die Spitze getrieben. Die Musik war leider schwach. Einige wenige Gore-Szenen waren ganz nett. Diese lassen sich aber an einer Hand abzählen.
Fazit: Dario Argento hin oder her, kein Must Have Titel!
Infos:
O: Giallo
Italien, Grossbritannien, Spanien, USA 2009
R: Dario Argento
D: Adrien Brody, Emmanuelle Seigner, Elsa Pataky, Robert Miano, Valentina Izumi
Laufzeit der thailändischen DVD: Ca. 92 Min.
Gesehen am: Aug. 2010 / Neusichtung am: Okt. 2026
Fassungen: Gesehen als thailändische DVD von Rose Media
& Entertainment = Englischer Ton (plus Subs), wahrscheinlich Uncut, solide
Bild- und Tonqualität. In Deutschland gibt es den Film von Sony auf Blu-Ray.

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